Hagen, Theater Hagen, Wiederaufnahme Von Babelsberg nach Hollywood, 17.02.2018

Februar 13, 2018 by  
Filed under Pressemeldung, Revue, Theater Hagen

theaterhagen_seit1911_2

Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Wieder auf dem Spielplan: Die Filmmusik-Schlager-Revue
Von Babelsberg nach Hollywood

  Samstag, 17. Februar 2018, 19.30 Uhr, im Theater Hagen

Theater Hagen / Von Babelsberg nach Hollywood - Carina Sandhaus, Kenneth Mattice © Klaus Lefebvre.

Theater Hagen / Von Babelsberg nach Hollywood – Carina Sandhaus, Kenneth Mattice © Klaus Lefebvre.

Am Samstag, 17. Februar 2018, mit Beginn um 19.30 Uhr, findet die Wiederaufnahme der Filmmusik-Schlager-Revue Von Babelsberg nach Hollywood im Theater Hagen (Großes Haus) statt. Mit dieser beliebten und überaus erfolgreichen Revue widmet sich das Hagener Theater erneut der Präsentation insbesondere von deutschen und amerikanischen Filmmusik-Klassikern sowie Pop-, Rock- und Disco-Hits der letzten neun Jahrzehnte. Gesangssolisten des Hagener Theaters (Marilyn Bennett, Kenneth Mattice, Tillmann Schnieders, Richard van Gemert) sowie Gastsänger (Boris Leisenheimer, Carina Sandhaus, Hannes Staffler), Chor, das Ballett und das Philharmonische Orchester Hagen gestalten diesen abwechslungsreichen und unterhaltsamen Abend unter der musikalischen Leitung von Steffen Müller-Gabriel, an welchem Hits wie „Ich bin von Kopf bis Fuss auf Liebe eingestellt“, „Diamonds are a girl’s best friend!“, „Moonriver“, „Stayin‘ alive“ und vieles weitere mehr präsentiert werden.

Es gibt insgesamt drei Vorstellungen: 17.2., 10.3., 25.5.2018, jeweils 19.30 Uhr

—| Pressemeldung Theater Hagen |—

Hagen, Theater Hagen, Uraufführung Weihnachtsmärchen Kalif Storch, 26.11.2016

theaterhagen_seit1911_2

Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Kalif Storch – Märchen nach Wilhelm Hauff

Uraufführung des diesjährigen Märchens zur Weihnachtszeit im Theater Hagen: Kalif Storch nach Wilhelm Hauff von Werner Hahn mit Musik von Andres Reukauf

Uraufführung: Samstag, 26.11. 2016, 17 Uhr, weitere Termine  29.11. (9 und 11.30 Uhr), 30.11. (11.30 Uhr); 3.12. (11.00 Uhr), 4.12. (16 Uhr), 5.12. (10 Uhr), 6.12. (9 und 11.30 Uhr), 7.12. (11.30 Uhr), 10.12. (11 Uhr), 11.12. (10, 13 und 16 Uhr), 12.12. 11.30

Theater Hagen / Kalif Storch © Klaus Lefebvre

Theater Hagen / Kalif Storch © Klaus Lefebvre

Chasid, der Kalif von Bagdad, lacht gern, ist herzlich, gerecht, voller Tatendrang und sehr neugierig – kurzum: ein Herrscher, wie man ihn sich wünscht. Die Menschen der Stadt lieben ihn. Der Zauberer Kaschnur allerdings verabscheut den Kalifen aus eben diesem Grund. So setzt er alles daran, Chasid aus Bagdad zu vertreiben und seinen Sohn Mizra auf den Herrscherthron zu setzen. Als Händler verkleidet verkauft er Chasid und dessen Wesir Mansor ein geheimnisvolles Pulver, das den, der es schnupft, in ein beliebiges Tier verwandelt und ihm die Sprache der Tiere verständlich werden lässt. Nur darf man, solange der Zauber andauert, keinesfalls lachen, sonst vergisst man das Zauberwort mutabor und muss auf ewig ein Tier bleiben. Voller Neugier versuchen Chasid und Mansor das Pulver und – werden zu Störchen! Jedoch müssen sie über die hölzernen Tanzversuche ihrer neuen Artgenossen, die sie aus der Ferne beobachten, so herzhaft lachen, dass sie das Zauberwort vergessen. Tag und Nacht ziehen sie nun als Störche unglücklich umher, bis das Schicksal es gut mit ihnen meint und sie unerwartet Hilfe von einer Eule erhalten, die behauptet, eine verwunschene Prinzessin zu sein…

Wilhelm Hauffs Kalif Storch ist 1826 im ersten Band seines Märchen-Almanachs erschienen und zählt neben Der Geschichte vom kleinen Muck zu Hauffs orientalischen Märchen. Das Theater Hagen bringt diese zauberhafte Geschichte in einer Fassung von Werner Hahn auf die Bühne. Andres Reukauf hat die Musik dazu komponiert, die mit Hilfe vieler arabischer Klangeinflüsse die ZuschauerInnen an den Ort der Handlung, nach Bagdad und in den Orient entführt.

Wie in den vergangenen Jahren übernimmt auch dieses Mal wieder das bewährte Produktionsteam mit Intendant Norbert Hilchenbach (Regie), Andres Reukauf (Musik und Musikalische Leitung), Jan Bammes (Ausstattung) und Ricardo Viviani (Choreographie) die Umsetzung des Märchens zur Weihnachtszeit, dessen Realisierung wiederum großzügig von der Märkischen Bank unterstützt wurde.

Es spielen und singen: Annika Firley, Kristina Günther-Vieweg, Ellen Kärcher, Michael Klaus, Tobias Kramm, Angelika Linder, Oliver Müller, Emanuele Pazienza, Tillmann Schnieders, Jan Schuba sowie die Märchenband mit Gerrit Rentz (Saxophon), Marco Dafov (Schlagzeug), Andreas Müller (Bass).

Auch dieses Mal wurde wieder eine CD mit den Songs zu Kalif Storch produziert, die ab dem 26. November 2016 an der Theaterkasse zum Preis von 8 Euro erhältlich ist. 

Für folgende Termine sind Karten erhältlich: 26.11. (17 Uhr), 29.11. (9 und 11.30 Uhr), 30.11. (11.30 Uhr); 3.12. (11.00 Uhr), 4.12. (16 Uhr), 5.12. (10 Uhr), 6.12. (9 und 11.30 Uhr), 7.12. (11.30 Uhr), 10.12. (11 Uhr), 11.12. (10, 13 und 16 Uhr), 12.12. (11.30 Uhr), 13.12. (9 und 11.30 Uhr), 14.12. (9 und 11.30 Uhr), 17.12. (11 Uhr), 18.12. (11 Uhr), 19.12. (9 und 11.30 Uhr), 20.12. (11.30 Uhr), 22.12. (10 Uhr), 25. 12. (16 Uhr).

—| Pressemeldung Theater Hagen |—

Hagen, Theater Hagen, Rocky Horror Show: Das Theater bebte, IOCO Kritik, 14.01.2012

Januar 17, 2012 by  
Filed under Kritiken, Musical, Theater Hagen


Kritik

Theater Hagen

  Funky  Rocky Horror Show  in Hagen

Spät aber unheimlich stark kommt das Theater Hagen mit seiner ersten Produktion der Rocky Horror Show.

 Theater Hagen / Rocky Horror Show, Guildo Horn (Riff Raff), Marilyn Bennett (Magenta) © Kühle

Theater Hagen / Rocky Horror Show, Guildo Horn (Riff Raff), Marilyn Bennett (Magenta) © Kühle

 Theater Hagen / Rocky Horror Show, Tillmann Schnieders (Rocky), Tanja Schun (Janet Weiss) © Kühle

Theater Hagen / Rocky Horror Show, Tillmann Schnieders (Rocky), Tanja Schun (Janet Weiss) © Kühle

Herren aller Jahrgänge schossen aus Wasserpistolen, gesetzte Damen warfen mit Reis und Klopapapier um sich, andere Besucher rotierten wie wirr Leuchtdioden oder kommentierten ritusgerecht die Darsteller auf der Bühne. Der Grund: Die Besucher im völlig ausverkauften Haus zelebrierten mit großer Leidenschaft die erste Premiere dieses Mitmach–Kultmusicals in Hagen. Seit dem 14. Januar 2012 ist Hagen im Rocky-Fieber und wird es wohl für Jahre bleiben, resümiert stolz Intendant Nobert Hilchenbach nach der Premiere das bergische Theater-Beben.  Doch der Reihe nach:

 Theater Hagen / Rocky Horror Show, Guildo Horn (Riff Raff), Henrik Wager (Frank’n’ Furter), Susanna Mucha (Columbia), Marilyn Bennett (Magenta) © Kühle

Theater Hagen / Rocky Horror Show, Guildo Horn (Riff Raff), Henrik Wager (Frank’n’ Furter), Susanna Mucha (Columbia), Marilyn Bennett (Magenta) © Kühle

1973 schuf Richard O´Brien  The Rocky Horror Show. Zunächst als experimentelles Rockmusical gedacht parodiert  Richard O´Brien in seinem Musical  den bizarren Humor schrottiger Science Fiction Filmstreifen der 40 er und 50er Jahren, ergänzt ihn mit glorreich-schrägem Schauspiel, trashigen „Spezialeffekten“ und sexueller Entfaltung. O´Brien selbst zu seinem Stück: „Immer wohnt auch das Animalische in uns. Und das, mit Anspielungen auf Horror- und Sagengestalten, ironischer Kritik am Spießertum bietet die Rocky  Horror Show“. Und formte ein rund um den Globus erfolgreiches, knallbuntes Kultmusical mit enthusiastischster Fangemeinde aller Altersgruppen. Welche seither die unzähligen Vorstellungen, oft wild gestylt, mit Reis, Wasserpistolen, Gummihandschuhen, Klopapier, Strapsen zu einem Mitmach-Event machen Große Theater scheuen die verschrobene Unbedingtheit des Stückes. Kleinere Theater,  auch das Theater Hagen, sind deutlich couragierter.

Theater Hagen / Rocky Horror Show, Guildo Horn (Riff Raff), Ballett © Foto Kühle

Theater Hagen / Rocky Horror Show, Guildo Horn (Riff Raff), Ballett © Foto Kühle

„Menschen“ sind oft pärchenweise anzutreffen und streben aus unerklärlichen Gründen häufig eine monogame Lebensform an. Diese Verirrung macht vielen von ihnen das Leben nicht leichter, verkündet die extraterrestrische Zeitung „The Transylvanian Observer“ treffend zur Rocky-Premiere in Hagen.

Regisseur Holger Hauer kennt Rocky gut, hat selbst den Frank`N´Furter gespielt. Gemeinsam mit Sandra Fox (Austattung) und Ricardo Fernando (Choreographie) produzierte Hauer einen genüsslich suhlenden Hagener Rocky:  Grelle Kulissen und Kostüme, schwebender Riesenkussmund, Raumfahreroutfit, knatternde Motorräder begleiten einfallsreich und szene-typisch das starke Hagen-eigene Ensemble. Die Orthopädischen Strümpfe des Guildo Horn liefern den austarierten fetzigen musikalischen Rahmen.  Opernchor und Ballett des Theater Hagen ziehen frivoles Arrangement, Tanzfreude und Gesang, beginnend mit dem Rock-Klassiker Time Warp, die Besucher in ihren Bann. Kurze Ausflüge in die Klassik mit  Richard Wagner– und Tschaikowsky-Referenzen  mischen die obskure Rocky-Welt zusätzlich auf. Der musicalerfahrene  Henrik Wager als sexgieriger  Frank`N`Furter  und Guildo Horn als Riff-Raff  geniessen das Verzerrte, Skurrile ihrer dominanten Rocky-Partien. Henrik Wager verbindet eine in allen Tonlagen perfekte, textverständliche Rockstimme mit vitaler Schamlosigkeit. In „I’m just a sweet Transvestite“ reisst er Dominanz an sich. Guildo Horn als verschlagener, letztendlich siegender Diener Riff-Raff  überzeugt optisch und schauspielerisch. Stark die zum Theater Hagen gehörenden Ensemblemitglieder: Tanja Schun singt wunderbar lyrisch zart als Janet Weiss, Jeffery Krueger als Brad Majors stellt den optisch wie stimmlich kongenialen Partner. Auffällig besetzt auch der Erzähler mit dem übergroßen  Orlando Mason, welcher mit prägnanter Diktion die notorischen „boring“-Rufe unbeeindruckt hinnimmt. Auch der in Hagen lange etablierte Werner Hahn gibt dem  Dr. Everett Scott eigenständigen Charakter. Magenta, die hinterhältige Komplizin von Riff-Raff, wird von Marilyn Bennett gesanglich und schauspielerisch wunderbar abgebildet.. Ensemblemitglied Tillmann Schnieders ein passender Rocky, Richard van Gemert als  Motorradrocker Eddie und Susanna Mucha als etwas verwirrte Columbia runden das gefeierte Ensemble ab.

 Theater Hagen / Rocky Horror Show, Guildo Horn (Riff Raff), Marilyn Bennett (Magenta) © Foto Kühle

Theater Hagen / Rocky Horror Show, Guildo Horn (Riff Raff), Marilyn Bennett (Magenta) © Foto Kühle

The Transylvanian Oberserver meldete vor dieser Hagener Premiere vom 14.1.2012: „Den verführerischen Mitteln eines Transylvanians haben die leicht beeinflussbaren Menschen meist nichts entgegenzusetzen“. Recht hat er. Nach Ende der Hagener Rocky Horror Show ergingen sich dessen sehr irdischen Besucher über 60 Minuten in exzessiv zügelloser Begeisterung. Es ist keine überraschende Weissagung, dass die folgenden Rocky-Vorstellungen in Hagen (15.2., 24.2., 2.3., 20.3…)  restlos ausverkauft sein werden.   IOCO / Viktor Jarosch / Januar 2012

Theater Hagen, Szenegerechte Besucher des Rocky-Spektakels ©IOCO

Theater Hagen, Szenegerechte Besucher des Rocky-Spektakels ©IOCO

Theater Hagen, Zustand des Besucherraumes zur Pause der Rocky Horror Show Premiere © IOCO

Theater Hagen, Zustand des Besucherraumes zur Pause der Rocky Horror Show Premiere © IOCO

 

—| IOCO Kritik Theater Hagen |—