München, Theater am Gärtnerplatz, Musical Gefährliche Liebschaften von Marc Schubring, 26.02.2015

Februar 26, 2015 by  
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Staatstheater am Gärtnerplatz München

Staatstheater am Gärtnerplatz / Gefährliche Liebschaften © Thomas Dashuber

Staatstheater am Gärtnerplatz / Gefährliche Liebschaften © Thomas Dashuber

Liebe macht schwach, Liebe macht dumm

Das wunderbare Münchner Cuvilliéstheater als Ersatzspielstätte des Theater am Gärtnerplatz atmet leibhaftig die Aura des Barock. Besuchern des im Barockzeitalter angelegten Musicals Gefährliche Liebschaften gibt allein schon die Spielstätte viel  Authentizität.


Vorstellungen:  27.02.2015; 28.02.2015; 2.03.2015; 3.03.2015; 4.03.2015; 5.03.2015; 6.03.2015;  Beginn jeweils 19.30 Uhr


Staatstheater am Gärtnerplatz / Gefährliche Liebschaften © Thomas Dashuber

Staatstheater am Gärtnerplatz / Gefährliche Liebschaften © Thomas Dashuber

1782 entstand das Großwerk der französischen Literatur, Les Liaisons dangereuses,   als Briefroman im 18. Jahrhundert, eher zufällig. Ein gelangweilter Artillerieoffizier, Pierre Ambroise-Francois Choderlos de Laclos (1741 – 1803), schrieb es. Sein Wunsch, Außergewöhnliches zu Papier zu bringen, etwas, das ihn weit über seinen Tod hinaus überleben sollte. Herrmann Hesse schrieb zu diesem Buch, „unter den erotischen, gesellschaftskritischen Romanen des französischen 18. Jahrhunderts vielleicht der klügste, kühlste, unsentimentalste. Literarisch und psychologisch glänzend.“

Um 1800 war dies Buch ein literarischer Skandal. Noch heute gilt es als anregend, wenn auch nicht mehr aufregend. Alles dreht sich darin um Sex, Liebe, das große Abenteuer, Intrigen in der besseren französischen Gesellschaft und den Adligen. Les Liaisons dangereuses, Gefährliche Liebschaften wurde mehrfach erfolgreich verfilmt; 1988 mit Michelle Pfeiffer und John Malkovich. Auch Theaterstücke entstanden um diesen Roman und nun, erstmals und für das Gärtnerplatztheater,  ein Musical.

Staatstheater am Gärtnerplatz / Gefährliche Liebschaften © Thomas Dashuber

Staatstheater am Gärtnerplatz / Gefährliche Liebschaften © Thomas Dashuber

Komponist Marc Schubring und Librettist Wolfgang Adenberg schufen als Auftragswerk des Gärtnerplatztheaters mit „ihren“ Gefährliche Liebschaften  ein modern mitreißendes Musical. Schubring ist in dem Fach erfahren: Die Musicals Cyrano de Bergerac, Emil und die Detektive, Der Mann, der Sherlock Holmes stammen von ihm. Den ersten Akt von Gefährliche Liebschaften beherrschen musikalisch  konflikt-verheißende, dramatische Dissonanzen mit Pauken, und Blasinstrumenten (leider oft zu Lasten der Textverständlichkeit). Der zweite Akt ist dagegen geschmeidig und harmonisch mit einigen sehr schönen Songs. Er begleitet bis zum doch dramatisch, konfliktbeladenm Ende, die Handlung romantisch, sentimental, zart.

Staatstheater am Gärtnerplatz / Gefährliche Liebschaften © Thomas Dashuber

Staatstheater am Gärtnerplatz / Gefährliche Liebschaften © Thomas Dashuber

Schon der Beginn des Musiclas,  das erste Bild frönt bereits dem Sex: Gestöhnte Lust, von Pauken untermalte Stoßbewegungen, auch einen Orgasmus erlebt man „live“!. Innige Liebe ist nur wenig spürbar. Den vielfältigen körperlichen Trieben wird sichtbar freier Lauf gelassen (Dramaturgie Michael Otto). Der Vicomte de Valmont (Armin Kahl) ist Verführer schlechthin; er sieht seine Frauen als Sex-Objekte und versteht es, in ihnen sexuelle Begierde zu wecken. Kahl verkörpert den verführerischen Liebhaber mit authentisch erotischer Ausstrahlung. Seine große Musicalstimme, sein „Allmächtig“, ist sein dazu passendes „Handwerkszeug“.

Eine seiner ex-Geliebten, die Maquise de Merteuil, wunderbar gespielt, gesungen von Anna Montanaro, verführt Valmont zu einer Wette: „Es würde ihm nicht gelingen, die tugendhafte und fromme Madame de Tourvel zu verführen“. So wächst die Marquise de Merteuil zur eigentlichen Herrscherin der Beziehungsgeflechte des Musicals. Gefühlskalt, ihrer Wirkung bewusst, manipuliert sie die Schicksale all ihrer Freunde, meist zu deren Unglück.

Staatstheater am Gärtnerplatz / Gefährliche Liebschaften © Thomas Dashuber

Staatstheater am Gärtnerplatz / Gefährliche Liebschaften © Thomas Dashuber

Gerade einem Kloster entstiegen schwelgen Cécile de Volanges (Anja Haeseli) und ihr Verehrer und Musiklehrer, der Chévalier de Danceny (Florian Peters) in jungen, unschuldigen Gefühlen. Danceny´s wunderschönes Liebeslied für seine Cecile und ist ein romantischer Höhepunkt des Musicals. Doch auch hier weichen Konflikt-steigernd die  Liebesschwüre den körperlichen Trieben: Der notorische Verführer Valmont dringt nachts in das Zimmer der romantischen Cécile, welche prompt seinen Avancen erliegt.

Die Marquise de Merteuil singt wissend und stark  die Botschaft des Musicals: „Liebe macht uns schwach, Liebe macht uns dumm“. Folgerichtig verfällt die mit ihren Gefühlen ringende Tourvel dem großen Verführer Valmont. Julia Klotz ist als Madame de Tourvel die sensibel überzeugende Gegenspielerin der Marquise de Merteul. Mit hellen Sopran und starker schauspielerischen Leistung erweckt sie großes Mitgefühl. Schön ihr Duett mit Valmont: Stark wie der Tod ist die Liebe“. Valmont nun erstmals wahre Liebe empfindend, führt auch sie in den Untergang: Eigene Gefühle nicht verstehend, wie gewohnt als routinierter Verführer handelnd, verläßt er Tourvel und führt damit sich und sein Umfeld ins Verderben….. Doch die Gesellschaft bleibt sich treu, einzelne Erfahrungen ändern wenig, das große Spiel um Sex und Triebe geht weiter.

Staatstheater am Gärtnerplatz / Gefährliche Liebschaften © Thomas Dashuber

Staatstheater am Gärtnerplatz / Gefährliche Liebschaften © Thomas Dashuber

Das großartige Ambiente des Cuvilliéstheater bietet die ideale Kulisse für dies Rokoko-Musical.  Alfred Mayerhofer schuf prachtvolle, in die Zeit des Barock passende Kostüme. Sie geben in ihrer Farbenprächtigkeit und Vielfalt der Handlung das entsprechende Flair. Josef Köpplinger und der erfahrene choreografierende Co- Regisseur Adam Cooper aus dem Londoner Westend haben eine spannende und wirkungsvolle Inszenierung hingelegt. Die ganze Handlung war stets im Fluss, die Drehbühne des Theater bot der Choreographie zahlreiche gut genutzte Möglichkeiten. Das Bühnenbild von Rainer Sanell war klug gewählt: Ein schwarzer Hintergrund und über allem ein riesiger, verstellbarer Spiegel verleihen den zahlreichen erotischen Szenen Lebensnähe. Dazu eine Treppe mit Balustrade im Vordergrund stützen Handlung, Konflikten und Liebesträumen einem lebendigen optischen Rahmen.

Das Publikum im ausverkauften Cuvilliéstheater feierte Gefährliche Liebschaften als moderne Musical-Produktion. Intendant Köpplinger brachte mit spannender Regie und Chroreographie die allerdings teilweise etwas penetrante Laszivität der Handlung mitreißend auf die Bühne.

IOCO / D. Zimmermann / 26.02.2015

Weitere Vorstellungen:  27.02.2015; 28.02.2015; 2.03.2015; 3.03.2015; 4.03.2015; 5.03.2015; 6.03.2015;  Beginn jeweils 19.30 Uhr

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Giessen, Stadttheater Giessen, Stefan Mickisch spielt und erklärt Wagners, 13.09.2013

September 9, 2013 by  
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Stadttheater Giessen

Stadttheater Gießen © Rolf K. Wegst

Stadttheater Gießen © Rolf K. Wegst

DER OPERNFÜHRER DES 21. JAHRHUNDERTS

DER FLIEGENDE HOLLÄNDER

Stefan Mickisch spielt und erklärt Wagners 
Ausgewiesene Wagner-Kenntnis, musikalische Virtuosität und eine gehörige Portion Humor sind die Markenzeichen des Pianisten und Musikwissenschaftlers Stefan Mickisch. Auf dem grünen Hügel lockt er alljährlich tausende Besucher in seine Einführungsvorträge. Bei diesen moderierten Gesprächskonzerten kombiniert Mickisch fesselnde Erklärungen mit Spontanität sowie Schlagfertigkeit und zieht dabei immer wieder originelle Querschlüsse, die selbst leidenschaftliche Wagnerianer mit bisher kaum vermuteten Entdeckungen über Werk und Komponist in Erstaunen versetzen.
 
In Gießen feierte er bereits mit WAGNERS RING – LEICHT GEKÜRZT und HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN große Erfolge. Dieses Mal wird er auf brilliant-humoristische Art in Wagners DER FLIEGENDE HOLLÄNDER einführen, der am 21. September 2013 im Großen Haus Premiere feiert.
 
13. September 2013 | 19.30 Uhr | Großes Haus 
 
 
—| Pressemeldung Stadttheater Giessen |—

Essen, Aalto Musiktheater, Spielzeit 2013/14: Neuer Intendant und Generalmusikdirektor, IOCO Aktuell

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Aalto Theater Essen

Aalto-Theater Essen © IOCO

Aalto-Theater Essen © IOCO

Spielzeit 2013/14  – Alles neu am Aalto -Theater

Neue Struktur, neuer Intendant, neuer  GMD

Nach 16 Jahren endete im Sommer 2013 die Ära des Stefan Soltesz als Intendant und Generalmusikdirektor des Essener  Aalto-Theater.  Mit einem eindrucksvollen Dirigat von  Frau ohne Schatten verabschiedete sich  Stefan Soltesz im Juli 2013 von seinem Publikum,  lang und laut bejubelt. 16 Jahre hatte Stefan Soltesz am Aalto-Theater  als herausragender Dirigent in Essen lange Schatten geworfen. In seiner zweiten Funktion als Intendant des Aalto-Theaters war Soltesz dagegen weniger spürbar.  Ungewöhnlich für einen Intendanten z.B. Soltesz´Offener Brief“ in 2010 an die Essener Stadtoberen, worin er 2010 geplante Etatkürzungen scharf angreift.

Der niederländische Kulturmanager Hein Mulders (48)  ist Nachfolger von Soltesz. Der personellen Zäsur geht eine höchst überfällige strukturelle Änderung am Aalto-Theater voran: Die oft konträren Aufgaben von Opernintendanz und Generalmusikdirektor, bisher in Personalunion von Peter Soltesz gehalten, wurden getrennt. Gleichzeitig wurden die Intendantenpositionen von Aalto Musiktheater und Essener Philharmoniker zusammengelegt und auf Mulders übertragen. In Nachfolge der von Soltesz gehaltenen GMD-Position wurde ab 2013 für drei Jahre der Tscheche Tomas Netopil (38) engagiert.

Neuer Aalto Intendant Hein Mulders © SvenLorenz

Neuer Aalto Intendant Hein Mulders © SvenLorenz

Die Spielzeit 2013/14 beginnt leise, im Aalto-Foyer, in Kinderschuhen:  Am 15. September 2013 mit zwei Vorstellungen täglich von „Rumpeldipumpel – Ein Stilzchen kommt selten allein“ in der Reihe „Oper Kleinlaut“.
Ein Tag der offenen Tür folgt am Sonntag, dem 22. September ab 12:00 Uhr: Erstmals gemeinsam von Aalto-Theater und Philharmonie Essen gegeben. Sichtbares Zeichen der wirkenden neuen Strukturen am Aalto-Theater und Philharmonie.

Der Gala-Abend am 26. September, “ 25 Jahre Aalto-Theater„, stellt die Saisoneröffnung 2013/14 für die Großen Musikfreunde dar: Mit Richard Wagner wurde das Haus einst eröffnet, mit Richard Wagner wird das Jubiläum 2013 begangen. Die Essener Philharmoniker unter Leitung ihres neuen Generalmusikdirektors Tomáš Netopil präsentieren gemeinsam mit Ensemblemitgliedern und Gästen konzertante Ausschnitte aus Die Walküre. Das Aalto Ballett Essen zeigt Impressionen aus der Choreographie Carmen/Boléro. Ansonsten ist der Spielplan für die Monate September Oktober noch etwas karg.

A.  Programm von Musiktheater und Philharmonie

Giuseppe VerdisMacbeth“ steht als Premiere am 19. Oktober 2013 und drei Folgeaufführungen an. Damit setzt Hein Mulders gleich zu Beginn seiner Intendanz einen gewichtigen Akzent im aktuell laufenden Verdi-Jubiläumsjahr. Als musikalischer Leiter dieser Auftakt-Produktion stellt sich Tomáš Netopil als neuer Generalmusikdirektor der Essener Philharmoniker vor. Die Regie liegt in den Händen von David Hermann. Und mit Alexander Meier-Dörzenbach ist zudem der künftige Chefdramaturg des Aalto-Theaters für die dramaturgische Betreuung verantwortlich.  Reichhaltig jedoch wird der Spieplan des Aalto-Theaters erst ab November 2013.
Hein Mulders, präsentiert unter dem Motto dieser Spielzeit „Schicksal“ vier weitere Premieren: Jules Massenets „Werther“ (Premiere: 30. November 2013), dirigiert von Sébastien Rouland und inszeniert von Carlos Wagner, ist sicher die populärste Vertonung von Goethes Roman „Die Leiden des jungen Werther“. Einer der international erfolgreichsten Regisseure kehrt für Vincenzo BellinisLa Straniera“ (Premiere: 2. März 2014) in seine Heimatstadt Essen zurück und wirkt erstmals am Aalto-Theater: Christof Loy inszeniert diese Koproduktion mit der Oper Zürich und dem Theater an der Wien. Es dirigiert Josep Caballé Domenech. Georg Friedrich Händels Barock-Perle „Ariodante“ steht  unter der musikalischen Leitung von Matthew Halls am 19. April 2014 als nächste Premiere auf dem Spielplan (Regie: Jim Lucassen). Leoš Janáceks Meisterwerk „Jenufa“ schließlich (Premiere: 24. Mai 2014) bringt mit Robert Carsen ein Regisseur auf die Bühne, der gerade für seine Inszenierungen von Werken des tschechischen Komponisten weltweit große Anerkennung findet. GMD Tomáš Netopil steht hier noch einmal selbst am Pult der Essener Philharmoniker.
Grab Georg Friederich Händel im Westminster Abbey London © IOCO

Grab Georg Friederich Händel im Westminster Abbey London © IOCO

Die ersten vier Premieren unter der Intendanz von Hein Mulders dürften für das Publikum ganz besondere Begegnungen werden: Die Opern „Macbeth“, „Werther“, „La Straniera“ und „Ariodante“ stehen zum ersten Mal überhaupt auf dem Spielplan des Aalto-Theaters!

Zu den insgesamt 13 Wiederaufnahmen der kommenden Saison gehören „Don Giovanni“, „Der Fliegende Holländer“, „La Bohème“, „Carmen“, „Tristan und Isolde“, „Madama Butterfly“, „Le nozze di Figaro“, „La Traviata“ und „Fidelio“.

Bei sechs der diesmal insgesamt elf Sinfoniekonzerte in der Philharmonie Essen steht der neue Generalmusikdirektor Tomáš Netopil am Pult der Essener Philharmoniker.Wir bringen Ihnen Begegnungen mit vertrauten Werken, möchten diese aber in einen Zusammenhang stellen mit wahrscheinlich für Sie Neuem und ‚Unerhörtem’“, betont der Tscheche. Unter seiner Leitung stehen auch das Konzert zum zehnjährigen Jubiläum der Philharmonie Essen am 4. Juni 2014 sowie die dreimalige Aufführung von Verdis „Requiem“ zum 200. Geburtstag des Komponisten. Die beliebten Kammerkonzerte mit Mitgliedern des Orchesters finden in der neuen Spielzeit nicht nur im Aalto-Foyer, sondern auch im RWE Pavillon und im Alfried Krupp Saal der Philharmonie statt – eine von Hein Mulders’ vielen Ideen zur Vernetzung der beiden Häuser.

B.  Programm des Aalto Ballett Essen

Klassische Meisterwerke zeigen sich in zeitgenössischem Gewand, Tradition verschmilzt mit Moderne“, das verspricht der Essener Ballettchef Ben Van Cauwenbergh für die kommende Spielzeit 2013/2014.  Der 54-jährige Belgier leitet das Aalto Ballett Essen  und seine 30-köpfige Compagnie im September ab 2013 in seiner neuen Eigenschaft als Ballettintendant.  Mit den beiden Neuproduktionen „Cinderella“ und „Giselle“ sowie vier Wiederaufnahmen will Van Cauwenbergh seinem Publikum „den Tanz mit all seinen Formen und Farben darstellen und ein spannungsreiches Programm auf die Bühne des Aalto-Theaters bringen“.

Aalto Theater Essen / Ballettintendant Ben Van Cauwenbergh © Saad Hamza

Aalto Theater Essen / Ballettintendant Ben Van Cauwenbergh © Saad Hamza

Als erste Premiere gibt’s am 2. November 2013 im Aalto-TheaterCinderella“ zur Musik von Sergej Prokofjew in einer inhaltlich wie choreographisch modernen Version von Stijn Celis. Celis, ein Landsmann Van Cauwenberghs, arbeitete u. a. für Les Grands Ballets Canadiens de Montréal, das Cullberg-Ballett und das Semperoper Ballett. In Essen ist er bereits durch seine Interpretation von Henzes „Undine“ bekannt. Mit „Cinderella“ bringt er nun eine innovativ gestaltete Märchenfantasie auf die Bühne: Im Zentrum von Celis’ unkonventioneller Deutung der weltweit bekannten Aschenputtel-Geschichte stehen die Themen Selbstfindung und Reifung. Cinderella nimmt dabei keineswegs die Rolle des naiven Mädchens ein, das nur auf seinen Prinzen als Erlöser wartet. Vielmehr zeigt sie sich als willensstarke junge Frau, die sich dagegen wehrt, fremdbestimmt zu sein und lernt, eigenständig zu handeln. Prokofjews Musik wird live von den Bochumer Symphonikern unter der Leitung von Yannis Pouspourikas gespielt.
Die choreographische und musikalische Neuschöpfung eines unumstrittenen Meisterwerkes erleben die Besucher des Aalto-Theaters erstmals am 29. März 2014: Der international renommierte Choreograph David Dawson präsentiert dann die Premiere seiner Interpretation des Fantastischen Balletts „Giselle“. Mit Adolphe Adams Klassiker, den das Aalto Ballett Essen in Kooperation mit der Compagnie des Musiktheaters im Revier verwirklicht, gibt der gebürtige Brite (Jahrgang 1972) sein Debüt am Aalto-Theater. Dawson, dessen Kreationen weltweit auf den größten Bühnen von London über Moskau bis Boston getanzt werden, hat es sich mit seiner zeitlosen „Giselle“ zur Aufgabe gemacht, die Magie des klassischen Balletts und die Geschichte einer wahren Liebe für das heutige Publikum neu erlebbar zu machen. Die Bochumer Symphoniker spielen die von David Coleman arrangierte Musik natürlich live; Dirigent Yannis  Pouspourikas.
Philharmonie Essen © Sven Lorenz

Philharmonie Essen © Sven Lorenz

„Ich bin sehr glücklich und stolz, mit Stijn Celis und David Dawson für die beiden Premieren der kommenden Spielzeit zwei internationale Star-Choreographen gewonnen zu haben“, betont Van Cauwenbergh.

Die Spielzeit 2013/14 in Essen: Eine Epoche mit neuer Führung beginnt.

IOCO / VJ / August 2013

—| IOCO Aktuell Aalto Theater Essen |—

Saarbrücken, Saarländisches Staatstheater, 8. Sinfoniekonzert mit Julia Jones, 16./17.06.2013

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Saarländisches Staatstheater Saarbrücken

Letztes Sinfoniekonzert der Saison am 16. und 17. Juni

 
Am 16. und 17. Juni bringen Julia Jones und das Saarländische Staatsorchester nordische Klangwelten in die Congresshalle. Beim 8. Sinfoniekonzert umrahmen Per Norgards „Luna“ und Carl Nielsens 4. Sinfonie op. 29 mit dem Titel „Das Unauslöschliche“ Edvard Griegs berühmtes Klavierkonzert in a-Moll, für das die renommierte Pianistin Lilya Zilberstein als Solistin gewonnen werden konnte. 
 
Vor beiden Konzerten gibt es 45 Minuten vor Beginn – Sonntag den 16. Juni um 11, und Montag den 17. Juni um 20 Uhr – eine Einführung durch die Dramaturgin Caroline Scheidegger. 
 
—| Pressemeldung Saarländisches Staatstheater |—

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