Ulm, Theater Ulm, PREMIERE Arizona Lady im Podium, 22.06.2019

Mai 31, 2019 by  
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Theater Ulm

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

PREMIERE Arizona Lady
22. Juni 2019

Die Bürgerbühne Musiktheater feiert mit der selten bis nie gespielten Cowboy-Operette »Arizona Lady« von Emmerich Kálmán Premiere. Sie ist die letzte Operette des gefeierten Komponisten, der mit »Gräfin Mariza« und »Die Csárdásfürstin« Operettengeschichte geschrieben hat.

Im amerikanischen Exil entdeckt Kálmán seine Leidenschaft für Westernfilme. Regelmäßig besucht er in New York die Kinos und beschließt, eine neue Operette zwischen Broadway und österreich-ungarischer Tradition zu kreieren. Ein Schlaganfall verhindert, dass Kálmán das Projekt beenden kann. Sein Sohn Charles Kálmán schließt die Lücken und wenige Monate nach Emmerich Kálmáns Tod wird die »Arizona Lady« am Stadttheater Bern uraufgeführt. Doch die Zeiten haben sich geändert: Die Operette ist als lebendige, sich wandelnde Kunstform nicht mehr wirklich gefragt. Und der wilde Westen, zumal im melancholisch ungarischen Gewand, stößt im Nachkriegseuropa auch nicht gerade auf offene Ohren. So bleibt »Arizona Lady« ein Geheimtipp. Doch wenn sich die Ulmer Jugendlichen singend, tanzend und spielend und vor allem schmerzbefreit in einer Inszenierung von Benjamin Künzel und unter der musikalischen Leitung von Hellen Willis ins chaotische Westerntreiben stürzen, dann sollte die »Arizona Lady« die Herzen des Publikums zurückerobert haben. Hope so!

Es singen und spielen für Sie: Viktoria Bläsi, Anna Bazle, Sonja Bloch, Daniel Dechant, Mirjana Doering, Elisa Eisenmann, Kim Erne, Laurens Gujber, Lena Himmelseher, Sarah Holl, Leonie Hornung, Lukas Krimmel, Noah Mellado-Hildenbrand, Nora Rothfuchs, Leon Spachmann und Ma-Lu Wenzel.

In der Einstudierung von Kirsten Jacobs-Brannath sorgt das Jugendorchester der Bürgerbühne Musiktheater für den notwendigen Operettenschwung und Ausstatterin Tekmile Göcergi lässt das »Land der Cowboywunder« in Bühne und Kostüm lebendig werden.

Premiere am 22. Juni 2019 um 19.30 Uhr im Podium

—| Pressemeldung Theater Ulm |—

Ulm, Theater Ulm, Evita – Argentinische Leidenschaft auf der Wilhelmsburg, 07.07.2019

Mai 23, 2019 by  
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Theater Ulm

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

 Evita – Andrew Lloyd Webber

Argentinische Leidenschaft auf der Wilhelmsburg

Premiere  7. Juni 2019

Ein Hauch argentinischer Leidenschaft schwebt im Sommer über der Wilhelmsburg, wenn zum Musical-Open-Air geladen wird! Denn ab dem 7. Juni 2019 zeigen wir Ihnen »Evita« – das Erfolgsmusical von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice über das Leben der Präsidentengattin Eva Perón, die zwischen 1945 und 1952 die Herzen ihrer Landsleute in Bann schlug.

Als eine der ikonischen Frauengestalten des 20. Jahrhunderts war María Eva Duarte de Perón ein Kristallisationspunkt von ebenso tiefer Liebe wie größtem Misstrauen, wie vielleicht Lady Di; sie war so stilsicher und tragisch wie Jackie Kennedy Onassis und so feengleich schön (und auch so blond) wie Grace Kelly.

Als Tim Rice Jahre nach dem großen Erfolg von Jesus Christ Superstar mit Andrew Lloyd Webber wieder auf der Suche nach einem neuen Stoff war, und der Vorschlag eines Freundes, Peter Pan als Musical zu bearbeiten, ins Leere lief, war sie plötzlich wieder da: die Faszination für die charismatische Frau auf der Briefmarke, die er als junger Philatelist bereits bewunderte. Rice begann seine Recherchen und lernte den argentinischen Filmregisseur Carlos Pasini Hansen kennen, dessen Film Queen of Hearts (1972) er mindestens 20 Mal ansah. Er reiste sogar nach Buenos Aires, um in den Stoff einzutauchen und – er nannte seine erste Tochter Evita.

Das ist besonders deshalb so bemerkenswert, weil das Musical Evita keineswegs eine Heiligsprechung der historischen Evita ist. Rice und Webber entschieden sich dazu, eine Erzählerfigur einzusetzen, die ab der ersten Szene Zweifel äußert und Risse in das makellose Bild der Präsidentengattin bringt. Der Erzähler heißt Che – was im südamerikanischen Spanisch soviel bedeutet wie: Typ, Bursche, Mensch oder auch Argentinier. Die meisten denken natürlich sofort an Ernesto »Che« Guevara, den Revolutionär. Die Entscheidung, ob es sich um irgendeinen Studenten handelt, der dem Peronismus gegenüber kritisch eingestellt ist oder den Che Guevara, den wir als linken Helden von Postern und T-Shirts kennen (und der in dem Alter, als Juan Perón an der Macht war, noch nicht politisch aktiv war) überlassen Rice und Webber den Regisseuren.

Wie der gebürtige Berliner Wolf Widder sich entscheidet, können Sie auf der Wilhelmburg erfahren. Wolf Widder, bezeichnet sich selbst als Wanderer zwischen den Welten: Seine Leidenschaft gilt den Opern des 20. und 21. Jahrhunderts genauso wie dem Musical. Er studierte Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft und arbeitete zunächst als Schauspieler und Regieassistent. Bald jedoch wechselte er ins Regiefach, sowohl fürs Schauspiel wie für das Musiktheater (u. a. in Kassel, Detmold, Wiesbaden, Bern, Dresden und Charleston, USA). Er war vielfach Oberspielleiter und zuletzt auch Operndirektor mit Intendantenvollmacht am Theater Pforzheim.

Unter seiner Regie werden Julia Steingaß und Maria Rosendorfsky alternierend die charismatische Evita verkörpern. Die Rolle des Erzählers Che übernehmen – ebenfalls abwechselnd – Thomas Christ und Philipp Hägeli. Als argentinischer Präsident Perón wird Martin Gäbler zu erleben sein. Marisa Hartelt verköpert Peróns Geliebte. Luke Sinclair übernimmt die Rolle des Augustín Magaldi. Erik Rousi wird in mehreren Rollen, u. a. als Evitas Bruder und als Admiral zu sehen sein. Ob Familienmitglieder, Liebhaber oder Offiziere – Evitas Strahlen zog stets viele Menschen an, die in Widders Inszenierung (Dramaturgie: Diane Ackermann/Nilufar K. Münzing) von Mitgliedern des Opernchores verkörpert werden.

Ausstatterin Petra Mollérus – auch verantwortlich für das Kostümbild – hat für Evita ein Bühnenbild entworfen, das einerseits die Architektur der Wilhelmsburg zur Geltung kommen lässt und andererseits aber auch eine Intimität zwischen Publikum und Darstellerinnen und Darstellern ermöglicht.

Unter der musikalischen Leitung von Hendrik Haas werden nicht nur die Musikerinnen und Musiker des Philharmonischen Orchesters der Stadt Ulm argentinische Leidenschaft verbreiten. In seiner Einstudierung werden der Opernchor des Theaters Ulm, der Extrachor, die Kinderchöre der Eduard-Mörike-Grundschule Blaustein und der Meinloh-Grundschule Söflingen, sowie der Projektchor Los Descamisados für musikalische Wucht auf der Burg sorgen.

Wo Argentinische Flaggen im Wind wehen, darf Tango natürlich nicht fehlen. Das Ensemble des Tanztheaters Ulm wird in eleganten wie leidenschaftlichen Choreografien von Gaëtan Chailly das eindrucksvolle Tableau, das die Wilhelmsburg in diesem Sommer voller argentinischer Lebenslust erstrahlen lassen wird, vervollständigen.

—| Pressemeldung Theater Ulm |—

Ulm, Theater Ulm, Der Freischütz – Kinderkonzert, 15.05.2019

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Theater Ulm

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Der Freischütz – Als Kinderkonzert

Ab 15. Mai 2019 steht Der Freischütz als Konzert, das Motive aus der gleichnamigen Oper von Carl Maria von Weber kindgerecht aufarbeitet, für Kinder ab sechs Jahren auf dem Spielplan des Theater Ulm. Das Konzert feiert um 10 Uhr Premiere im Podium.

Der Jägerbursche Max liebt Agatheund sie liebt ihn. Doch bevor die beiden heiraten dürfen, muss Max einen Probeschuss ablegen – so will es der Brauch. Da befällt den schlechten Schützen die Angst. Was, wenn er nichts trifft? Was wird dann aus ihm und Agathe? So kommt ihm die Hilfe von Kaspar gerade Recht. Dieser behauptet nämlich, man müsse nur nachts in der unheimlichen Wolfsschlucht die sagenumwobenen Freikugeln gießen. Keine dieser Kugeln verfehle ihr Ziel. Der Haken an der Sache: Diese vielversprechenden Freikugeln gehören dem Teufel – und eine davon lenkt dieser selbst. Und so begibt sich Max in ein gefährliches Abenteuer …

Was Carl Maria von Weber einst als große romantische Oper auf die Bühne gebracht hat, erhält im Podium als Kinderkonzert in der szenischen Einrichtung und der Textbearbeitung von Nilufar K. Münzing ein neues Gewand. Zu den berühmten Melodien des »Freischütz« wird unter der musikalischen Leitung von Michael Weiger von Schauspieler Jakob Egger die spannende Geschichte von Max, Agathe und Kaspar erzählt, das Bläserensemble des Philharmonischen Orchester verleiht Webers Musik Glanz und Zauber.

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Ulm, Theater Ulm, Das kalte Herz – Ballett nach Wilhelm Hauff, 18.04.2019

April 1, 2019 by  
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Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Das kalte Herz – Ballett nach Wilhelm Hauff

Premiere 18. April 2019

Drei Wünsche frei haben! Eine verlockende Vorstellung. Wer träumt nicht gelegentlich davon, so auf einen Schlag alle Probleme lösen zu können? Der Köhlerssohn Peter Munk jedenfalls hofft im Märchen Das kalte Herz auf eine solche Abkürzung, um seinem ungeliebten, knochenharten Beruf zu entkommen, der ihn im Dorf bloß zum Ziel des Spotts macht. Hätte er doch auch nur so viel Geld und Ansehen wie Ezechiel! Könnte er doch auch Pirouetten drehen wie der Tanzbodenkönig und so seine Angebetete Lisbeth beeindrucken! Als Peter erfährt, dass ein gütiger Waldgeist ihm helfen kann, versucht er sein Glück bei dem sagenumwobenen Glasmännlein. Doch Peter träumt nicht groß genug: Seine Wünsche bringen ihm nur kurzfristige Befriedigung, aber keine andauernde Zufriedenheit ein. Verzweifelt wendet er sich an den mysteriösen Holländer-Michel. Und der weiß genau, wo Peters Problem liegt: Es ist dieses penetrant pochende menschliche Herz, das durch Mitgefühl, Menschlichkeit und Skrupel jedem wirklich erfolgreichen Geschäftsmann nur im Weg stehen kann …

Wilhelm Hauffs Kunstmärchen vom Kohlenmunk-Peter, der sein Herz gegen einen Stein tauscht, hat 1827 geradezu prophetisch die Krux des Kapitalismus vorweggenommen. Gleichzeitig schwelgt Das kalte Herz in romantischen Bildern von Zauberei und dem Leben in der Natur. Am Theater Ulm wird der Erzählung nun neues Leben eingehaucht: durch ein Handlungsballett, das Reiner Feistel als Uraufführung mit seiner Kompagnie erarbeitet.

Die Musik dazu liefert das Philharmonische Orchester unter der Leitung des 1. Kapellmeisters Levente Török mit einem breit gespannten Bogen von romantischen Klassikern bis hin zu Auftragskompositionen für diesen besonderen Tanzabend, in dem wieder das gesamte Tanztheaterensemble das Publikum verzaubern wird: Gabriela Mathéo Bellucci (Peter Munk), Nora Paneva und Maya Mayzel (alternierend als Lisbeth), Yoh Ebihara (Tanzbodenkönig), Edoardo Dalfolco Neviani (Ezechiel), Seungah Park und Alba Pérez González (alternierend als Glasmännlein), Luca Scaduto (Holländer-Michel), Lucien Zumofen (Hans).

Maya Mayzel, Nora Paneva, Alba Pérez González, Seungah Park und Raphaëlle Polidor werden ebenfalls als Dorfmädchen auftreten. Gaëtan Chailly wird mit Eleven der Ballettschule als Dorfbewohner zu sehen sein. Das Volk von Amsterdam bzw. die Floßmenschen werden dargestellt von Raphaëlle Polidor, Gaëtan Chailly, Yoh Ebihara und alternierend von Alba Pérez González, Seungah Park, Maya Mayzel und Nora Paneva.

Nicht zuletzt die geografische Nachbarschaft des Theater Ulm zum Handlungsort des Märchens – dem Schwarzwald – hat Tanztheaterdirektor Reiner Feistel bei seiner Wahl inspiriert. Und von Anfang an war klar: Ohne ein Sinnbild des Waldes, der Natur als Lebensraum und Geschäftsgrundlage der Figuren, funktioniert die Geschichte nicht. Und so soll ein gigantischer Baumstamm zentrales Element der Kulisse für Das kalte Herz werden. Ausstatterin Petra Mollérus war freudig überrascht: »Normalerweise heißt es beim Tanztheater: Bloß nichts auf die Bühne stellen, wir brauchen den Platz zum Tanzen!« Doch in Ulm bestimmt ein mächtiger, beweglicher Baumstamm das Bühnenbild des märchenhaften Abends.

 Premiere am Donnerstag, den 18. April 2019 um 20 Uhr im Großen Haus

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