Dortmund, Theater Dortmund, SONGS FOR A NEW WORLD – Premiere, 27.09.2020

September 16, 2020 by  
Filed under Musical, Premieren, Pressemeldung, Theater Dortmund

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Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

 SONGS FOR A NEW WORLD  – Musical

Lebensverändernde Entscheidungen

Regisseur Gil Mehmert bringt ab Sonntag, 27. September 2020, um 15 das Musical SONGS FOR A NEW WORLD auf die Bühne des  Dortmunder Opernhauses. Unter der musikalischen Leitung von Christoph JK Müller sowie Sebastian Engel werden Sybille Lambrich, Bettina Mönch, David Jakobs und Rob Pelzer in der Musical-Revue des dreifachen Tony Award-Gewinners Jason Robert Brown zu sehen sein.

Oper Dortmund / David Jacobs © Robert Brembeck

Oper Dortmund / David Jacobs © Robert Brembeck

Das Musical erzählt in revueartig aneinandergereihten Songs und Szenen 19 voneinander unabhängige Geschichten, in denen jeweils ein besonderer Moment beschrieben wird – der Moment vor einer alles verändernden Entscheidung. Entscheidungen, die unter  Unsicherheit, Furcht, Verlustängsten, aber auch Hoffnung, Sehnsucht und Tatendrang getroffen werden.

So beten beispielsweise 1492 Geflüchtete auf einem spanischen Segelschiff für ein besseres Leben in der Neuen Welt. Im New York unserer Tage überlegt sich eine reiche Frau, ob sie mit einem Sprung aus dem Fenster ihr Leben beendet. Und am Nordpol hadert die Frau des Weihnachtsmannes mit einem möglichen Betrug ihres Gatten und spielt mit dem Gedanken, ihn nach langen und oft einsamen Ehejahren zu verlassen. Sie alle müssen sich am Ende die Frage stellen: Lassen sie ihren Gedanken Taten folgen oder reicht es ihnen, lediglich davon zu träumen?

Die Musicalsänger Sybille Lambrich, Bettina Mönch, David Jakobs und Rob Pelzer verkörpern im Laufe des Abends die unterschiedlichen Figuren mit ihren ganz persönlichen Konflikten. Begleitet werden sie dabei von einer Corona-konformen Instrumentalbesetzung aus Bass, Schlagzeug, Keyboard, Perkussion und Klavier. Jason Robert Browns 1995 uraufgeführte Komposition SONGS FOR A NEW WORLD sorgt mit einem Mix aus Pop, Gospel, Jazz und Funk für ein modernes Musicalerlebnis zu zeitlosen Themen.

Karten sind an der Tageskasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231/50 27 222 oder auf www.theaterdo.de erhältlich.

—| Pressemeldung Theater Dortmund |—

Altenburg, Theater Altenburg Gera, GMD Laurent Wagner verabschiedet sich, IOCO Aktuell, 24.06.2020

 

Theater Altenburg Gera

Theater Altenburg © Ronny Ristok

Theater Altenburg © Ronny Ristok

GMD  Laurent Wagner verabschiedet sich 2020

 im Gespräch mit Konzertdramaturgin Birgit Spörl 

Laurent Wagner, *1960 in Lyon, französischer Staatsbürger, seit 2013 Generalmusikdirektor am Theater Altenburg Gera. war zuvor in gleicher Position am Theater Dortmund und am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken, in anderer Funktion an anderen bedeutenden Theatern.

Birgit Spörl  (BS):  Lieber Laurent Wagner, Sie beenden mit dieser Spielzeit Ihr Engagement als Generalmusikdirektor am Theater Altenburg Gera. Damit haben Sie sieben Spielzeiten lang dieses Theater geprägt. Ist diese Zeit rückblickend betrachtet schnell oder langsam vergangen?

Laurent Wagner (LW): Weder schnell noch langsam, sondern rasend! Ich kann mich an meine ersten Schritte hier noch als Bewerber erinnern, als sei es gestern gewesen und diese Zeit ist so intensiv gewesen, ein Projekt hat das andere gejagt und so ist die Zeit rasant vergangen – und so sind sieben Jahre im Nu vorbei.

Theater Altenburg Gera / Serenadenkonzert, GMD Laurent Wagner dirigiert © Ronny Ristok

Theater Altenburg Gera / Serenadenkonzert, GMD Laurent Wagner dirigiert © Ronny Ristok

BS: Bevor Sie nach Altenburg und Gera kamen, haben Sie europaweit in sehr viel größeren und berühmteren Städten gewirkt und gelebt, wie Dortmund, St. Gallen und Dublin. Wie haben Sie die Umstellung auf ein Wirken in den sehr viel kleineren Städten Altenburg und Gera erlebt?

 LW:  Ich bin von Zuhause aus schon ein Großstadtmensch, bin im etwas größeren und schönen Lyon groß geworden, habe dann in Paris und Wien studiert. Aber das war vor langer Zeit und man wird ja nicht jünger – ein bisschen mehr Ruhe, ein bisschen mehr Natur, weniger Hektik ist auch mal  ganz schön. Als so klein kann ich aber auch die Lage in Gera und Altenburg nicht bezeichnen, zumindest was unsere Arbeit angeht. Wir haben  für die theoretische Größe einer Stadt wie Gera, gemessen an der Einwohnerzahl, doch ein sehr großes Orchester. Also konnte ich nie den Eindruck haben, ich sei hier in der kleinen Provinz. Ich hatte ein großes Orchester mit etwa 75 Musiker, mit dem man eigentlich fast das ganze Repertoire spielen kann. Also den Hauch der Provinz habe ich hier nicht gespürt.

BS: Was macht das Altenburger und das Geraer Publikum aus?

LW: Es ist ein sehr, sehr treues Publikum. Wir haben einen harten Kern eines treuen Publikums – viele davon sind Abonnenten – die sind unglaublich treu. Und wenn ich das Publikum vergleiche mit Publikum aus den anderen Städten, in denen ich wirken durfte: Die Länge und Begeisterung des Applauses am Ende einer Opernvorstellung und eines Konzertes ist hier wirklich erstaunlich. Man hat wirklich den Eindruck, man gehört als Musiker richtig dazu, es ist eine richtige Einheit zwischen Publikum und Orchester, das ist wirklich eine schöne Sache. Das habe ich nicht überall in dem Maße so erlebt.

BS: Konnten Sie nicht nur in den Theatern, sondern auch in den Städten Altenburg und Gera heimisch werden? ? Haben Sie beispielsweise den einen oder anderen Lieblingsplatz in der Stadt für sich entdeckt?

LW: Ja, heimisch geworden bin ich längst. Ich habe fünf Jahre in Gera auf der anderen Seite der Elster in der Nähe der Marienkirche gelebt – und das ist eigentlich mein Lieblingsplatz in Gera: Der Weg von der Kirche über die Brücke, durch diese schöne Allee und dann der Küchengarten und der Blick aufs Theater – ich glaube, das ist wirklich die allerschönste Stelle in Gera und das waren immer die Momente auf dem Weg ins Theater, in denen ich wusste, warum ich hier bin. Ich brauche ein schönes Ambiente zum Leben. Ich habe oft in Theatern gearbeitet, die eher Betonklötze waren – natürlich vergisst man das über der Arbeit – aber wenn man hier in so einem schönen Ambiente arbeiten darf, dann ist das doch ein Stückchen schöner. Und was Altenburg angeht: Altenburg war für mich auch deshalb besonders schön, da es die Stadt meines Schwiegervaters ist. Das war für meine Frau und mich also sehr schön, da zu landen. Mein Schwiegervater war einst wohl aus politischen Gründen aus Altenburg weggezogen und nun schloss sich da ein Familienkreis. Einen Lieblingsplatz kann ich in Altenburg gar nicht benennen, sondern die ganze Innenstadt mit ihrem architektonischen Reichtum ist wirklich ein Juwel.

Interview mit Laurent Wagner zum 1. Philharmonischen Konzert 2018
youtube Video des Theater Altenburg Gera
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BS: Als Generalmusikdirektor des Theaters Altenburg Gera waren Sie nicht nur Chefdirigent. Neben der musikalischen Leitung von Opern und Konzerten waren Sie auch mitverantwortlich für die Gestaltung der Spielpläne, für das Engagement von Künstlern und Gästen, für die Planung von Events oder auch die Vergabe von Kompositionsaufträgen. Haben Sie sich in der Vielfältigkeit dieser Aufgaben und der großen Verantwortung zu Hause gefühlt?

LW: Ja durchaus. Es ist auch wirklich gut, wenn man als Dirigent nicht nur ein ausführendes Organ ist, sondern dass man die Sachen wirklich von A bis Z gestalten kann. An manchen Orten gibt es den Trend, dass der Chefdirigent hübsch den Takt schlagen soll zu den Stücken, die man ihm sagt. Ich finde wirklich schön, dass dieser Trend nicht in Altenburg und Gera angekommen ist und ich wünsche dem Orchester sehr, dass das auch so bleibt. Ich habe das Theater zwar nicht als meine persönliche private Spielwiese betrachtet, aber ich hatte die Möglichkeit, hier das zu realisieren, was ich für das Theater und für das Orchester für richtig hielt. Ich war so glücklich, hier das fast blinde Vertrauen unseres Intendanten Kay Kuntze zu genießen – war das blindes Vertrauen oder haben sich unsere Ansichten zufällig gedeckt? – auf jeden Fall hat es im Bereich der Programmatik sowohl für die Opern wie auch für die Konzerte wirklich Harmonie gegeben und so war es gut.

BS: Worin sehen Sie die Vor- und Nachteile, an einem Mehrspartentheater zu wirken?

LW: Die Nachteile sind, dass man sich eine Bühne teilen muss. So ist es sehr oft schwierig, mit der manchmal gewünschten Freiheit zu programmieren. Man muss sich immer diese Bühne teilen, sowohl für die Proben wie auch für die Aufführungen und das führt zu dispositionellen Engpässen. Ein bisschen mehr Luft und Raum würde man sich da schon wünschen. Die Vorteile sind ja evident: dass man das Glück hat, sich nicht im eigenen musikalischen Echoraum zu bewegen, sondern dass man eine größere Perspektive hat und geistig und intellektuell am Leben bleibt. Mehr Miteinander in spartenübergreifenden Projekten hätte ich mir durchaus noch mehr gewünscht, denn manchmal arbeitet man zwar unter einem Dach, aber ein bisschen aneinander vorbei. Es ist klar, jede Sparte hat auch ihre eigene Agenda und bis man dispositionell den richtigen Zeitpunkt für eine Zusammenarbeit findet, das ist oft recht schwierig.

BS: Als künstlerischer Leiter haben Sie sowohl Opern als auch Philharmonische Konzerte sowie Sonderevents, wie das alljährliche Sommer-Open-Air, dirigiert. Was davon haben Sie am liebsten dirigiert?

LW: Schwere Frage! Wie soll ich das beantworten? In jüngeren Jahren habe ich mich mit Begeisterung auf die Oper konzentriert. Die Oper ist quasi meine Muttersprache, ich habe immer eine große Liebe zur Oper und zum Gesang gehabt, das war wirklich mein Metier. Mit dem Konzert habe ich früher ein bisschen gefremdelt – nicht aufgrund des Repertoires, sondern als Dirigent so auf dem Präsentierteller in der Mitte zu stehen, alle Blicke auf einen konzentriert, war nicht ganz meine Sache. Ich habe mich im Orchestergraben versteckt wohler gefühlt – da ist man unter sich mit dem Orchester und mit den Sängern auf der Bühne und ist nicht immer so beobachtet. Inzwischen – das ist eine gute Entwicklung des Lebens – habe ich gelernt, diese Situation auf dem Konzertpodium für mich zu zähmen und damit zu leben – und inzwischen lebe ich gut damit. Ich hatte dann das Glück hier ungefähr fünzfig-fünfzig beides zu bedienen und gerade diese Abwechslung ist etwas sehr schönes. Ja, die Balance war für mich wirklich schön und ich kann die Frage wirklich nicht beantworten. Fragen Sie eine Mutter, ob sie ihren Sohn oder ihre Tochter lieber hat – das geht nicht!

BS: Als Liebhaber der großen sinfonischen Musik des 20. Jahrhunderts haben Sie sowohl die Kapazitäten des Philharmonischen Orchesters Altenburg Gera als auch die der Räumlichkeiten der beiden Theater hin und wieder gern ausgereizt. Manchmal waren die Bühnen bei den großen Sinfonien von Bruckner, Mahler oder Schostakowitsch fast schon zu voll, die Klangfülle fast zu groß für die Saalakustik und manchmal wurden mehr Musiker benötigt, als das Philharmonische Orchester Altenburg Gera an Mitgliedern aufweisen kann. In diesen Fällen wurden dann viele Hebel in Bewegung gesetzt, um die Konzerte zu realisieren. Sind das ganz normale Randerscheinungen Ihres Konzertspielplanes oder genießen Sie auch ein wenig den Nervenkitzel, das Unmögliche möglich zu machen?

LW: Beides! Der Nervenkitzel ist auf jeden Fall notwendig – man darf in unserem Beruf keine Sekunde in Routine verfallen und wo immer man die Gelegenheit so eines kleinen Nervenkitzels hat, muss man sie am Schopfe packen. Höre ich in Ihrer Frage eine kleine Kritik, dass wir zu oft bombastisches und den Rahmen sprengendes Programm gemacht haben? Ich sehe es nicht so. Ich habe mit der großen Freiheit, die mir in der Programmatik gewährt wurde,  immer versucht, alle musikalischen Epochen und Stile vom Barock bis zur heutigsten Moderne zu bedienen, und selbstverständlich kommen, wenn wir beim spätromantischen und modernen Repertoire sind, auch die immer größeren Besetzungen. Das ist unvermeidlich. Aber das wollen wir ja auch bedienen, das ist ein Teil der Musikgeschichte, den wir auch präsentieren wollen. Sehr wichtig ist auch: Unser Orchester spielt viel im Orchestergraben, wo die Zahl der Musiker reduziert ist. Für ein Orchester ist es aber absolut notwendig, dass es sich in regelmäßigen Abständen komplett versammelt und im Ganzen musiziert. Sonst ginge die Identität, das Gefühl für Zusammenhalt verloren. Man braucht wirklich diese Gelegenheiten, wo alle zusammen dabei sind. Selbstverständlich braucht man zum Beispiel bei Mahler manchmal etwas Aufstockung.

Etwas Wehmut verursacht in mir, dass es noch nicht gelungen ist, etwas an der Akustik der Geraer Konzertsaals zu arbeiten. Selbstverständlich kann man nicht alles gleichzeitig machen, aber ich kann nur wünschen, dass diese Sache einmal in Angriff genommen wird. Wir wissen, was zu tun wäre, ohne an die Optik des Saales zu rühren, aber man könnte erreichen, dass man bei einer etwas größeren Besetzung nicht mehr den Eindruck bekommen muss, dass man von dieser Klangwucht erschlagen wird, denn der Saal ist für meine Begriffe etwas überakustisch.

Theater & Philharmonie Thüringen mit Mahagonny
youtube Video des Theater Altenburg Gera
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BS: Welche waren Ihre persönlichen künstlerischen Höhepunkte in Ihrer Zeit als Generalmusikdirektor?

LW: Da werden Sie sich vielleicht wundern: das sind eben nicht diese großen bombastischen Sachen. An allererster Stelle: dass ich hier die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach machen konnte und durfte war für mich persönlich eine sehr wichtige Sache. Ich bin kein so genannter Spezialist für die historische Aufführunsgspraxis. Man verliert als Allgemeinmusiker heute immer mehr das Recht, Musik von vor 1750 aufzuführen. Mir war es sehr wichtig, einmal in meinem Leben die Matthäuspassion aufzuführen, ein Stück, das mir absolut am Herzen liegt, also bin ich sehr sehr glücklich, das hier realisiert zu haben. Auch alles, was wir im Bereich der Klassik gemacht haben, ob Haydn oder Mozart. Ich kann mich an ein reines Mozart-Konzert vor zwei drei Jahren erinnern, da stand die Jupiter-Sinfonie auf dem Programm, ein Klavierkonzert, ein paar Konzertarien – das war für mich ein Konzert, das eigentlich völlig unspektakulär war, aber uns meiner Meinung nach sehr gut gelungen ist und ich war da sehr glücklich.

BS: Mitteldeutschland hat eine recht reiche Orchesterlandschaft, in der Sie sich auch umgesehen haben. Mit Weimar, Jena, Leipzig, Halle und Dresden in der näheren Umgebung ist das Philharmonische Orchester Altenburg Gera also nicht gerade das einzige Orchester weit und breit. Gibt es trotzdem Besonderheiten, die gerade dieses Orchester von anderen unterscheiden?

LW: Die Frage kann ich schlecht beantworten, da ich die verschiedenen Orchester nicht von innen kenne. Es ist eine Sache, ob man einmal ein Orchester im Konzert hört oder ob man mit dem Orchester arbeitet. Eines aber kann ich sagen: Im Vergleich der Orchester in der ehemaligen DDR zu den westdeutschen Orchestern, höre ich hier nach wie vor noch heute eine ganz besondere Farbe, möglicherweise aufgrund der politischen Abschottung, die hier so lange geherrscht hat. Dadurch sind die Orchester hier nicht so schnell globalisiert worden. Ich finde die Globalisation im Bereich der Kunst und Musik auch nicht so gut, denn es ist schade, wenn Orchester in Washington, Paris und Berlin alle gleich klingen und das ist ein bisschen der Trend. Und von dieser Entwicklung ist der östliche Teil Deutschlands aus politischen Gründen lange verschont geblieben. Und das hört man noch 30 Jahre danach – man hört, dass sich eine gewisse alte deutsche Tradition hier noch erhalten hat – im Klang, in der Art Phrasen zu artikulieren und und und. Das habe ich hier sehr genossen.

BS: Was nehmen Sie aus Ihrer Zeit in Altenburg und Gera mit?

LW: Dankbarkeit.

BS: Vielen Dank, Herr Wagner, für das Gespräch. Vielen Dank für sieben prägende Jahre als Generalmusikdirektor! Einmal dürfen wir Sie noch erleben und zwar in unserer Sommertheaterreihe in einem wunderbaren Serenadenkonzert. Darauf freuen wir uns und wünschen Ihnen alles Gute!

Darauf freue ich mich auch schon sehr! Vielen Dank!

—| IOCO Aktuell Theater Altenburg Gera |—

Essen, Philharmonie Essen, Opernstudio NRW – Abschlusskonzert, 16.06.2020

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Philharmonie Essen

Philharmonie Essen © Bernadette Grimmenstein

Philharmonie Essen © Bernadette Grimmenstein

Opernstudio NRW  –  Abschlusskonzert

Stipendiatinnen und Stipendiaten –  Dienstag, 16. Juni 2020, 20 Uhr

Zum Beginn dieser Spielzeit startete das neu gegründete Opernstudio NRW mit acht jungen Sängerinnen und Sängern unterschiedlicher Stimmfächer sowie zwei weiteren Mitgliedern für den Bereich Korrepetition. Gemeinsam präsentieren sie sich nun in einem gemeinsamen Saison-Abschlusskonzert am Dienstag, 16. Juni 2020, um 20 Uhr in der Philharmonie Essen. In ihrem Programm mit dem Titel Held*innen  lassen sie auf der Bühne des Alfried Krupp Saals die großen Heroinnen und Heroen lebendig werden, die seit Entstehung der Oper vor über 400 Jahren stets im Mittelpunkt der Handlung stehen. Der musikalische Leiter des Opernstudios NRW, Robin Phillips, hat dazu ein Programm mit Werken von Cavalli und Charpentier, über Händel, Mozart, Rossini, Verdi und Weber bis hin zu Lehár, Stolz, Barber und Bernstein zusammengestellt. Dabei sind es nicht immer nur Könige und Prinzessinnen, die heldenhaft sein können, sondern auch Figuren aus der Alltagswelt, wie etwa Charpentiers Arbeitermädchen Louise. Die Mitwirkenden sind Wendy Krikken (Sopran), Giulia Montanari (Sopran), Penny Sofraniadou (Sopran), Etienne Walch (Countertenor), Adam Temple-Smith (Tenor), Daegyun Jeong (Bariton), Timothy Edlin (Bassbariton), Gerard Farreras (Bass), Sangho Lee (Klavier), Yuna Saito (Klavier) und Leiter Robin Phillips (Klavier).

Philharmonie Essen / Stipendiatinnen und Stipendiaten des Opernstudios NRW © Andreas Endermann

Philharmonie Essen / Stipendiatinnen und Stipendiaten des Opernstudios NRW © Andreas Endermann

Mit dem Opernstudio NRW ermöglichen das Theater Dortmund, das Aalto-Musiktheater Essen, das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen und die Oper Wuppertal Künstlerinnen und Künstlern kurz nach dem Abschluss ihres Hochschulstudiums einen idealen Karrierestart in der Theaterwelt. Gegründet und gefördert wurde das Opernstudio NRW im November 2018 vom Land Nordrhein-Westfalen. Partner sind die Hochschule für Musik und Tanz Köln und die Folkwang Universität der Künste Essen.

Das Konzert ist dem im Januar verstorbenen Vorstand der Brost-Stiftung Prof. Dr. Wolfgang Heit gewidmet, der sich stets sehr für das Opernstudio NRW eingesetzt hat.

Karten (€ 8,00 / Eintritt für Studierende frei) sind im Vorverkauf über das TUP-TicketCenter unter Tel. 0201 / 81 22-200 (Mo-Sa 10:00-15:00 Uhr) oder per E-Mail unter tickets@theater-essen.de sowie an der Kasse des Aalto-Theaters (Öffnungszeiten: Di-Sa 13:00-18:00 Uhr) erhältlich. Die Aalto-Kasse ist zudem jeweils 90 Minuten vor Beginn der Veranstaltung geöffnet. Der Kartenkauf über den Webshop oder über externe Vorverkaufsstellen ist nicht möglich.

—| Pressemeldung Philharmonie Essen |—

Dortmund, Theater Dortmund, Theater Dortmund spielt wieder im Opernhaus, 03.06.2020

Juni 4, 2020 by  
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Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Theater Dortmund spielt wieder im Opernhaus
 Kartenvorverkauf für Vorstellungen im September und Oktober 2020

Mit dem 3. Juni 2020, startet die Oper und das Ballett Dortmund sowie die Dortmunder Philharmoniker den Kartenvorverkauf für die Spielzeit 2020/21 für Abonnentinnen und Abonnenten. Der allgemeine Vorverkauf für die drei Sparten beginnt am 10. Juni 2020. Karten sind an der Theaterkasse im Kundencenter, telefonisch unter 0231 / 50 27 222 oder ab dem 10. Juni unter www.theaterdo.de (link HIER!) erhältlich.

Maximal 262 Plätze – Für September und Oktober

Für die Produktionen des Schauspiel Dortmund und des Kinder- und Jugendtheater können Karten ab dem 26. August 2020 erworben werden. Aufgrund der bestehenden Sicherheitsmaßnahmen musste der Spielplan nochmals angepasst werden. Als Service zur flexiblen Handhabung des Theaterbesuchs werden zunächst nur Karten für Vorstellungen der Monate September und Oktober 2020 angeboten. Die Preiskategorien bleiben erhalten, werden jedoch mit einer Ermäßigung um bis hin zu 30% angeboten. Die Abonnements und die Theatercard sind für Spielzeit 2020/21 ausgesetzt. Inhaberinnen und Inhaber eines bestehenden Abonnements oder einer Theatercard erhalten weiterhin die gängigen Vergünstigungen beim Ticketkauf. Für die Monate September und Oktober werden im Opernhaus pro Vorstellung maximal 262 Plätze angeboten.

Mit der Gala AUFTAKT 2020!WIR SPIELEN WIEDER am 1. September 2020 öffnet das Dortmunder Opernhaus für die Vorstellungen der Oper, des Ballett sowie der Philharmoniker seine Tore. Aufgrund des durch die Corona-Krise notwendigen Sicherheitskonzepts werden für die Monate September und Oktober im Opernhaus 262 Plätze pro Vorstelllungen angeboten. Das Theater Dortmund plant die Rückkehr zum normalen Spielbetrieb in drei Phasen. In der ersten Phase, vom 1. September bis zum 31. Oktober, werden Vorstellungen eines der Corona-Krise angepassten Spielplans angeboten. Die Platzkapazität beträgt 262. In der zweiten Phase, die den 1. November bis 31. Dezember umfasst, werden weitere Anpassungen und Maßnahmen, gemessen an neuen Entwicklungen, getroffen. Die Rückkehr zum normalen Spielbetrieb wird zum 1. Januar 2021 anvisiert.

 Spielplan – Veränderungen

Im Bereich der Oper wird die Oper CARMEN durch die Oper DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL von Wolfgang Amadeus Mozart in der Regie Nikolaus Habjan ersetzt.

Die Premiere findet am 04.09.2020 statt.
Das Musical SONGS FOR A NEW WORLD ersetzt CABARET. Die Premiere in der Regie von Gil Mehmert findet am 27.09.2020 statt.
Die Premiere von CABARET wird für Oktober 2021 geplant.

Am 8. November hat das Barock- Pasticcio SEHNSUCHT Premiere.  SEHNSUCHT ersetzt die Oper NIXON IN CHINA. NIXON IN CHINA wird in der Spielzeit 22/23 nachgeholt.

Da die Operette DIE FLEDERMAUS entfallen muss, wird IM WEISSEN RÖSSL am 6.12.2020 und JEKYLL & HYDE am 6.2.2020 wiederaufgenommen.

Anstelle von Die Walküre wird es im Mai 2021 eine Neuinszenierung der Oper ARIADNE AUF NAXOS geben. Die Wagner-Oper DIE WALKÜRE, die als Beginn eines neuen Ring-Zyklus geplant war, wird dagegen, wie der gesamte Zyklus, um eine Spielzeit verschoben. Beginn für den Dortmunder Ring ist nun Mai 2022.

Im Bereich der Jungen Oper wird die Uraufführung von PERSONA bereits eine Woche früher während des WAGNER-KOSMOS (13. Mai – 16. Mai 2021) zur Uraufführung kommen. Die Premiere von KIRSAS MUSIK wird gesondert bekannt gegeben.

Auch beim Ballett ergeben sich weitere Anpassungen des Spielplans. Jedoch wird die Internationale Ballettgala XXXI am 12. und 13. September 2020 auch unter den aktuellen Sicherheitsbedingungen stattfinden. Unter dem Titel ONLY SOLOISTS werden wieder die Stars der weltweiten Tanzszene zu sehen sein. Im programmatischen Mittelpunkt steht dabei die darstellerische Ausdruckskraft des Solotanzes.

Mit der Uraufführung des Balletts FORDLANDIA kehrt Lucia Lacarra am 19. September auf die Bühne des Dortmunder Opernhauses zurück. In den Choreografien von Anna Hop, Yuri Possokhov, Ihsan Rustem und Christopher
Wheeldon kommt es zu einer künstlerischen Gratwanderung zwischen realem Tanzgeschehen und filmischer Reflexion.

Ballettintendant Xin Peng Wang zeigt ab dem 17. Oktober, welche Auswirkungen die Corona-Krise auf sein künstlerisches Schaffen hat. In ABSTAND thematisiert er die verordneten 1,5 Meter als neue Nähe. Wang zeigt in der Uraufführung, wie die veränderten Lebensbedingungen auch vor der Tanzkunst nicht Halt machen.

Im November wird EIN MITTSOMMERNACHTSTRAUM wiederaufgenommen. Der genaue Termin wird bekannt gegeben.
Die Premiere von STRAWINSKY! und die Wiederaufnahme von DER TRAUM DER ROTEN KAMMER werden auf die folgenden Spielzeiten verschoben.

Trotz eingeschränktem Konzertbetrieb widmen sich die Dortmunder Philharmoniker in dem 1. und 2. Philharmonischen Konzert den ursprünglich geplanten Komponisten.

Am 8. und 9. September stehen im 1. Philharmonischen Konzert unter dem Titel O FORTUNA! Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Karol Szymanowski und Carl Orff auf dem Programm. Sollte der Konzertbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie eingeschränkt sein, wird Orffs „Carmina burana“ in einer kleineren Besetzung aufgeführt.

Im 2. Philharmonischen Konzert, GEFANGEN IM NETZ DER INTRIGE, am 6. und 7. Oktober werden Werke von Antonin Dvorák, Frédéric Chopin und Erich Wolfgang Korngold gegeben. Dvoráks Serenade für Streichorchester wird ebenso zu hören sein wie  Chopins Trauermarsch und die „Introduction et Polonaise brillante“, wie Korngolds  Musik zum Abenteuerfilm „The Sea Hawk“ („Der Herr der sieben Meere“).

Der Vorverkaufsstart für Kammer-, Kaffeehaus- und Babykonzerte wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Der Kartenvorverkauf des Schauspiel Dortmund und des Kinder- und Jugendtheater startet ab dem 26. August 2020. Spielplanänderungen sowie Platzkapazitäten werden gesondert und zeitnah mitgeteilt.

—| Pressemeldung Theater Dortmund |—

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