Marko Nikodijevic – ein Komponist auf neuen Wegen, IOCO Interview, 24.03.2021

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 Marko Nikodijevic -  © Aleksandar Stanojevic

Marko Nikodijevic –  © Aleksandar Stanojevic

Marko Nikodijevic – ein Komponist auf neuen Wegen

–  im Interview mit Adelina Yefimenko, IOCO 

–  vollständige Entmaterialisierung – sein Werk und Performance – 

Marko Nikodijevic, * 1980 in Subotica, Serbien, ist ein Komponist der Moderne. IOCO Korrespondentin Adelina Yefimenko sprach mit  Marko Nikodijevic über seine Mitwirkung am Opernprojekt  7 Deaths of Maria Callas (link HIER!) der Performerin Marina Abramovic, welches an der Bayerischen Staatsoper, München aufgeführt und bei IOCO ausführlich besprochen wurde.

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Wer ist Marko Nikodijevic? 1980 im serbischen Subotica geboren und seinen ersten Musikunterricht am dortigen Musikgymnasium erhalten. 1995 begann Nikodijevic mit Kompositionsunterricht bei Srdjan Hofman in Belgrad und war dort ab 1997 Kompositionsstudent an der Universität der Künste, zuerst bei  Prof. Hofman und dann bei Zoran Eric (2002–2003). 2003 zog er nach Stuttgart, um das Aufbaustudium in Komposition bei Marco Stroppa an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst (2003–2005) zu absolvieren. Er war Teilnehmer des Masterstudiengangs der Internationalen Ensemble Modern Akademie (2010-2011). In Belgrad hatte er außerdem Kurse in Physik und nicht-linearer Mathematik belegt, was sich auch in seiner Musik widerspiegelt, die reichlich Gebrauch von Fraktalen, Chaostheorie und algorithmischen Methoden sowie von instrumentaler und digitaler Klangsynthese und zunehmend auch von electronica, DJing und Techno-Ästhetik macht.

Tief und nachhaltig von Techno beeinflusst ist die Musik  Marko Nikodijevics von scheinbar gegensätzlichen Begriffspaaren gekennzeichnet: Computeralgorithmus und Subjektivität, Prozess und Intuition, geometrische Raster und historisches Material, elektronische Tanzmusik und Orchesterglanz, Askese und Entgrenzung.

Neben zahlreichen Stipendien und Förderprogrammen (u.a. Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg, Stipendium Künstlerhaus Salzwedel, Stipendium Franz Liszt Weimar, Baldreit-Stipendium der Stadt Baden-Baden, Cité internationale des Arts Paris) erhielt er die folgenden Auszeichnungen: Preis des 9th International Young Composers Meeting in Apeldoorn 2003, Honorable Mention bei der Gaudeamus Music Week in 2003 und 2007, Preis des Nouvel Ensemble Moderne Forums 2006, Komponisten-Preis der Brandenburger Biennale 2009, Recommended Work in beiden Kategorien beim Composers Rostrum der UNESCO in Paris 2009. 2013 wurde er mit dem Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung ausgezeichnet., GEMA Musikautorenpreis in Kategorie Nachwuchsförderung 2014.

Marko Nikodijevics Musik wird von renommierten Klangkörpern und Interpreten weltweit auf Festivals und in Konzertprogrammen aufgeführt. Neben eigenen Kompositionen produziert Nikodijevics elektronische Musik; im Duett tritt er mit Luka Kozlovacki auf.

  • Adelina Yefimenko, Professorin, Autorin dieses Interviews, lehrt als Musikwissenschaftlerin an der Nationalen M.-V.-Lysenko-Musikakademie Lviv (Lemberg) und der Ukrainischen Freie Universität München (UFU)

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Marko Nikodijevic  –   im Interview mit Adelina Yefimenko, IOCO

Adelina Yefimenko (AY): Lieber Marko Nikodijevic,   Im Interview mit Ihnen und Marina Abramovic habe ich zwei sehr ähnliche Sätze entdeckt. Sie sprechen über die Tiefe des Klangs, indem das Zeitgefühl verloren geht. „Man befindet sich im Ozean, im Hin und Her der Wellen, im ewigen Jetzt“… Marina Abramovic redet über die Zeit, die sie selbst ist und über ihr Wissen über die Zeit, Dauer, Energie: „für mich ist die Zeit der Schlüssel zu einer echten Transformation – und Performance-Kunst ist nichts ohne Transformation“. Aber Sie und Marina Abramovic kamen zusammen, um das Stück über den Tod zu machen – sogar über 7 Deaths. Wie korrespondieren für Sie diese zwei Existenzebenen – die Zeit und der Tod. Ist der Tod das Ende der Zeit oder die Zeit das Ende des Todes.

Marko Nikodijevic (MN) : vielleicht sind Zeit und Tod auf ewig gefangen in dem Symbol des Unendlichzeichens. Das Unendlichzeichen ähnelt dem griechischen Kleinbuchstabens Omega und einer liegenden Ziffer Acht, der Zahl der Tode in dieser Oper. Neben den Seven Deaths im Titel, ist ein weiterer Tod noch da, gewiss ein Tod „da capo“. Der Tod, der in das von einer übergroßen Leinwand in ein reales, rekonstruiertes Schlafzimmer der La Divina einbricht. Die Zeit und der Tod sind, obwohl ganz immateriell, unglaublich mannigfaltig. Die Zeit ist eine physikalische Größe und Dimension der Raumzeit. Der Tod ist ein unumkehrbares, biologisches Ende eines jedes Menschen. Gleichzeitig sind die Zeit und der Tod Begriffe von großer symbolischer Kraft. Metaphysische Zeichen. Ungreifbar. Stofflos im wahrsten Sinne, selbst ohne jegliche physische Substanz. Grenzen des Todes sind Grenzen der Erkenntnis.

AY: Was faszinierte Sie als Komponist an der Performancekunst von Marina Abramovic und was war das Besondere bei Ihrer Zusammenarbeit an dem Projekt 7 Deaths of Maria Callas ?

7 Deaths of Maria Callas – Maria Abramovic – Bayerische Staatsoper
youtube Trailer Bayerische Staatsoper
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

NM: Nun wen man von einer den angesehensten Künstlerinnen unserer Zeit gefragt wird in Ihrem neuen Projekt mitzumachen, ist es eine schöne und unerwartete Ehre. Wir sind dazu noch Landsleute, was eine zusätzliche Ebene von gemeinsames Verständnis mit sich bringt. Neben Marinas weltweiten Einfluss auf die zeitgenössische Kunst im letzten halben Jahrhundert, sie war ganz sicherlich für viele avancierte Künstler im ex-yu Rahmen das leuchtende Beispiel künstlerischer Kompromisslosigkeit. Eine Art Roadmap künstlerischen Widerstandes, um aus der künstlerischen Provinzialität Belgrads herauszubrechen. Das ganze Projekt folgt einem einfachen, strengen und stringenten formalen Konzept. Bei der weiteren musikalischen Umsetzung hingegen wurde mir komplett freie Hand gelassen. Unbedingt an Marinas Konzeptstärke glauben und dem eisern folgen. Ohne Vertrauen kann keine künstlerische Kollaboration gelingen.

Faszinierend war dieses Projekt mit Marina Abramovic zu unternehmen auch aus dem Grund, dass Marinas Lebenswerk sich mit der Materialität visueller und jeglicher anderer auch Kunst selbst beschäftigt, es vielfältig problematisiert, ihren eigenen Körper und die Grenzen des Körpers als künstlerischen Ausdruck und Aussage erforscht. Das Kunstobjekt wird durch eine Performance, die die Einmaligkeit des Kunstwerkes durch die Performance-Einmaligkeit ersetzt. Am Höhepunkt ihrer Beschäftigung mit der materiellen Grenze von Kunst ist einer ihrer legendärste Performances in MomA 2010. Die komplette Entmaterialisierung, das Werk und Performance ein schweigender Mona Lisa Blick. Dieser Blickwinkel eigener Arbeit als Künstlerin in ein Projekt einzubringen ist natürlich einmalig, was das Projekt komplett außerhalb der Kategorie “neue Oper“ stellt. Denn darüber geht es gar nicht, bloß ein neues Werk für die Operbühne zu bringen.

AY:  In einem Interview hat Marina Abramovic auf die Frage, Unterschiede zwischen Performancekunst und Theater zu definieren, geantwortet: „Um ein Performancekünstler zu sein, muss man Theater hassen… Theater ist falsch … Das Messer ist nicht real, das Blut ist nicht real und die Emotionen sind nicht real. Leistung ist genau das Gegenteil: Das Messer ist real, das Blut ist real und die Emotionen sind real“. Finden Sie nicht, dass sie sich mit ihrem Opernprojekt 7 Deaths of Maria Callas ein wenig wiederspricht? Oder bringt sie wieder eine neue nonkonforme Provokation, die eine Spannung zwischen beiden Polaritäten (Performance und Theater) anstößt?

MN: : In Musiktheater ist die Sache noch etwas komplizierter als im reinen Sprechtheater. Es laufen neben und parallel Wort und Musik einher. Sie korrelieren gewiss zueinander, aber das gestaltende Prinzip von Text und Musik folgt anderer Formsyntax und Semantik. Doch in diesem Projekt ist der Opernapparat teilweise dekonstruiert. Die Einzel-Elemente wie in einer Vitrine ausgestellt. Traditionelle Dramaturgie wird ersetzt durch Sequenzen von 3D-Wolken mit Marinas Kommentar und die 7 Filmtode. Text, Gesang, Sprache, Formgestaltung, Film und Bühne sind als einzelne Formelemente von ihrer traditionellen Rolle komplett losgelöst. Marina gestaltete das Werk nach dem Prinzip des Kurators. Wie meiste Projekte, die eine Vielzahl an verschiedenen Medien wie Text, Video, FIlm, Musik, Licht, etc. einbeziehen und von mehreren Mitarbeitern im Einzelnen angefertigt werden müssen. So wie die Regie als besonderer künstlerischer Beitrag erst neueren Datums ist, als Autorenwerk weitgehend mit dem Aufkommen des Films, sowohl im Theaterbereich. Dem Filmregisseur gleich liegt die künstlerische Hauptverantwortung in der Gestaltung des Autor-Kurators.

AY:  Ihre Musik wurde an dem Opernprojekt 7 Deaths of Maria Callas zusammen mit Bellini, Bizet, Donizetti, Puccini und Verdi gespielt. Ihre Aufgabe war, keine Oper über Maria Callas zu komponieren, sondern eine Klangbegleitung für die Performance Marina Abramovics über Maria Callas zu gestalten? Woher kam der erste Funke, die erste Motivation, die erste Klangidee?

Marko Nikodijevic und Maria Abramovic in der Bayerischen Staatsoper © Luka Kozlovacka

Marko Nikodijevic und Maria Abramovic in der Bayerischen Staatsoper © Luka Kozlovacka

MN: : Wohl aus einer Geometrie der Form. Aus Farben und Skizzen für Video und Film. Einerseits kennzeichnete die verwendete Musik die Karriere von Maria Callas (Norma, Butterfly, Lucia, Tosca) oder sie veröffentlichte weithin bekannte Aufnahmen (Carmen – Habanera, Desdemona – Ave Maria). Diese Musik ist jedoch nicht nur das historische Material des Kallas-Repertoires. Es ist gleichzeitig ein Avatar einer ganzen Opernwelt. Deshalb nehmen alle sieben Filmtoten den „Prototyp“ des Todes jeder dieser Figuren und bilden einen Filmkontrapunkt zur symbolischen Performativität, nicht in den Teilen der Oper, in denen diese Heldinnen sterben, sondern genau mit den Arien, die die „lyrischen“ Zentren dieser Partituren sind.

AY: Erst gestaltete Marina Abramovic für Sie einen imaginären Raum, der die Bühne und Kinoleinwand vereinigen sollte. Wie die Künstlerin selber sagt: „Ich gebe den Menschen den Raum mit mir nonverbal zu kommunizieren“. Wie war diese „nonverbale“ Kommunikation zwischen Ihnen beiden? Wie führten Sie technisch die von Ihnen erfundene „Klangtopographie“ in diesem besonderen Raum der Performance Marina Abramovics?

MN:  Zeichnungen und Skizzen. Ich kann mir daraus einiges vorstellen. Später Arbeit im Saal, mit vorhandenen Lautsprechern. Ausprobieren und Verwerfen bis es klappt.

AY:  Ihre Aufgabe war also aus den Top-Arien aus dem Repertoire Maria Callas (Bellini, Bizet, Donizetti, Puccini, Verdi) eine Atmosphäre von Traum, Erinnerung und Todeserwartung einfließen zu lassen? Oder eher (wie es auf dem ersten Blick schien) war Ihre Teilhabe am Projekt – eine Reihe von unabhängigen Soundtracks zu den 7 Bildern – 7 Deaths of Maria Callas, die Marina Abramovic und Hollywood-Star Schauspieler Willem Dafoe interpretierten und auf der Leinwand darstellten?

MN: Die meiste Übergangs-Musik, die die sieben Filmtode mit digital erzeugten 3D-„Wolken“ verbindet, sind Drones, anhaltende orgelpunktartige Harmonien, mitkomponiert von meinem Mitarbeiter und Sounddesigner Luka Kozlovacki. Ich habe meistens nur Samples aus Arien vorgeschlagen, einige allgemeine Parameter des Klang Design und Verarbeitung sowie die Art und Weise, wie der Text verwendet wird. Die Stimme von Marina Abramovic färbt 7 Deaths dabei in hohem Maße. Der mitautorisierte Ansatz bei der Erstellung musikalischer Ebenen hat auch die alte Ordnung beim Komponieren gebrochen. Unsere Idee ist, dass dies immer noch ein lebendiger Prozess ist. Die nächsten Produktionen werden wahrscheinlich durch neu komponierte Teile ergänzt, da wir das Sounddesign und die Spezialisierung für jede Aufführung in München geändert haben.

AY:  Mein Eindruck war, dass Ihre musikalische Dramaturgie über den Soundtrack zu den Bildern hinaus geht und der Komponist Nikodijevic eine eigene Materie aus dem bekannten romantischen Gewebe versucht zu nähen. Was ist ihre eigene musikalische Leitidee für 7 Deaths, die aus verschiedenen Motiven und Opern-Fragmenten entstand? Spielt für Ihre Kompositionen grundsätzlich der Begriff „Leitmotiv“ irgendeine Bedeutung? Gibt es, z.B. ein Thema des Todes von Marco Nikodijevic? Oder ein Thema der Liebe u.a.

MN:  Grundsätzlich ist es richtig, dass hauptsächlich ein musikalisches Materialreservoir verwendet wird, das aus Fragmenten vorhandene Musik besteht. Manches wird davon sogar ausführlich verwendet. Von Motiven können wir ganz sicher sprechen wo es um charakteristische kleinteilige musikalische Ideen handelt. Diese kleinsten musikalischen Gebilde werden oft repetiert und variiert. Aber es ist sehr fern von jeglichen Leitmotiven Technik im engeren Sinne. In meinem Verständnis auch nichts deskriptives, oder was ein Gefühl ausdruckt etc.

AY:  Welche Unterschiede verkörpern für Sie als Komponist die Begriffe „komponieren“, „gestalten“, „meistern“, „eine Dramaturgie durchführen“ u.a.? Bekanntlich wurde Ihre Musik ein buntes Sammelsurium genannt, das sich „für das Publikum nach viel mehr anhört als nach der Summe seiner Teile“. Sie erstellten die Teile in ihren Computern als Fragmente, Komprimierungen, Dehnungen und Schichtungen der Originalwerke, die oft nicht mehr identifiziert werden können. Spielt dabei eine Rolle das Theatralische, das Opernhafte in Ihrem Sammelsurium, wenn Sie Opern komponieren? Und mit welchen Begriffen würden Sie dann ihr gemeinsames Projekt „7 Deaths of Maria Callas“ jetzt zusammenfassen?

MN:  Das kann ich nicht so gut Beurteilen. Ob gewisse Theaterkonventionen mitkomponiert sind. Da es oft mit automatisierten Prozessen gearbeitet wird, das scheint mir als kein genuin theatraler Effekt. Mich interessiert eher die musikalische Alchemie dahinter, durch wiederholtens aufspalten, isolieren und auf vielfache Art neumischen bis eine musikalische Struktur von ausgesprochener Farbigkeit entsteht. Für mich ist 7 Deaths eine Oper-Installation.

AY:  Welche weitere Performance mit Marina Abramovic oder eigene musikalische Projekte planen Sie in der nächsten Zukunft zu verwirklichen.

MN: : Nun wenn die Pandemie einmal unter Kontrolle ist wollen wir mit 7 Deaths auf Tourne gehen. Wir freuen uns auf die nächsten Produktionen in Berlin, Athen und Paris sowie auf einige weitere große Opernbühnen, die folgen werden. Danach erwarten mich einige schöne weitere Projekte ein Paar neue Stücke die ich für Teodor Currentzis schreibe. Mein Komponisten-Aberglaube verbittet mir über Projekte die noch nicht fertig sind zu reden.

Adelina Yefimenko: : Lieber Marko Nikodijevic für dies so informative Gespräch darf ich mich auch im Namen der großen, künstlerisch so interessierten  IOCO-Community herzlich bedanken

—| IOCO Interview |—


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Essen, Philharmonie Essen, Spielplan August – Oktober 2020

Juni 26, 2020 by  
Filed under Philharmonie Essen, Pressemeldung, Spielpläne

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Philharmonie Essen

Philharmonie Essen © Bernadette Grimmenstein

Philharmonie Essen © Bernadette Grimmenstein

Philharmonie Essen – Spielplan  August bis Oktober

  • Corona-Einschränkungen führen teilweise zu neuen Konzertprogrammen
  • Einzelne Termine entfallen, darunter der Auftritt von Anne-Sophie Mutter

Reduzierte Besetzungen aufgrund von Abstandsregeln auf der Bühne, der Verzicht auf Pausen und damit verbunden kürzere Konzertdauern: Die weiterhin geltenden Einschränkungen im Konzertbetrieb haben zu Beginn der neuen Spielzeit 2020/2021 Auswirkungen auf den Spielplan der Philharmonie Essen für die Monate August bis Oktober. Ein Großteil der Konzerte wird zwar an den ursprünglich geplanten Terminen stattfinden, allerdings mit kürzeren Programmen. Einige wenige Veranstaltungen müssen abgesagt werden.

Welche Konzerte wurden abgesagt?
Betroffen sind der Abend Very British (22.8.), das Theaterfest zur Saisoneröffnung (30.8.), der Auftritt von Anne-Sophie Mutter und dem Pittsburgh Symphony Orchestra (7.9.), das Philharmonie- Debüt von Maxim Lando (20.9.), der Musikschultag (26.9.), das Jubiläumskonzert der Bläck Föös (10.10.), die Orgelreise für Orgelabonnenten (17.10.), das Gastspiel von Gilberto Gil (29.10.) sowie das Preisträgerkonzert des Younghi Pagh-Paan Wettbewerbs im Rahmen des Festivals NOW! (30.10.).

Welche Konzerte werden komplett neue Programme haben?
Mit einem reinen Mozart-Programm eröffnen zunächst die Essener Philharmoniker ihre Saison im 1. Sinfoniekonzert am 3. und 4. September: Anstelle des zweiten Violinkonzertes von Sergej Prokofjew interpretiert Daniel Hope nun gemeinsam mit Philip Dukes Mozarts Sinfonia concertante Es-Dur für Violine, Viola und Orchester (KV 364). Außerdem erklingen Adagio und Fuge c-Moll für Streicher (KV 546) sowie die Serenade „Eine kleine Nachtmusik“. Ein alternatives Programm präsentiert Daniel Hope auch bei seinem zweiten Auftritt mit seinem Zürcher Kammerorchester am 20. September (15 und 19 Uhr!): Zur Aufführung kommen nun die Serenade für Streicher e-Moll, op. 20 von Edward Elgar, das Konzert d-Moll für Violine und Streicher von Felix Mendelssohn Bartholdy sowie die Serenade C-Dur, op. 48 von Pjotr I. Tschaikowski. Mit anderen Werken als ursprünglich geplant ist schließlich das Ensemble Le Cercle de l’Harmonie am 25. Oktober zu erleben: Unter der Leitung von Jérémie Rhorer erklingen gleich drei Sinfonien von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Welche in der laufenden Spielzeit abgesagten Konzerte werden nun nachgeholt?
Neu in den Spielplan aufgenommen wurden vier Konzerte, die in der laufenden Spielzeit abgesagt werden mussten und nun nachgeholt werden. Endlich ihren großen Auftritt haben zunächst die jungen Schülerinnen und Schüler der S-Klasse der Folkwang Musikschule in ihrem Debüt-Konzert am 6. September. Die Pianisten Arthur & Lucas Jussen spielen am 12. September gemeinsam mit der Amsterdam Sinfonietta unter anderem Bachs Klavierkonzert c-Moll (BWV 1061). Der Geiger und Crossover-Künstler MIKI kommt mit seinem Takeover!Ensemble sowie einem noch geheimen Special Guest am 19. September für einen seiner legendären Auftritte in den Alfried Krupp Saal. Und das Abschlusskonzert des Schulprojektes „Luft – in Bewegung, Stimme, Tanz“ wird am 25. September stattfinden.

Welche Konzerte finden an einem anderen Termin statt?
Einen neuen Termin erhält das erste Konzert der Reihe Sounds of Heimat, mit der die Philharmonie Essen die Reihen und Festivals Sounds of Africa und Sounds from East to West aus den vergangenen Spielzeiten fortführt und eine musikalische Brücke zu frischen Klängen aus aller Welt schlägt. Zum Auftakt präsentiert das Berlin Oriental Quartet am 17. September (anstatt 20.9.) ein Programm Von Bach bis Brahem.

Überblick – Spielplan September/Oktober 2020  Philharmonie Essen und Essener Philharmoniker:
1. Sinfoniekonzert der Essener Philharmoniker
„Eine kleine Nachtmusik“
Mit  Daniel Hope (Violine), Philip Dukes (Viola) und Tomáš Netopil (Dirigent)
3., 4. September 2020, 20:00 Uhr  Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Folkwang Debüt
Mit Schülerinnen und Schülern der S-Klasse der Folkwang Musikschule
6. September 2020, 11:00 Uhr

Philharmonie Essen / Arthur & Lucas Jussen © Marco Borggreve

Philharmonie Essen / Arthur & Lucas Jussen © Marco Borggreve

Arthur & Lucas Jussen
Bach Klavierkonzert
12. September 2020, 19:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Wild Card 6
12. September 2020, 21:00 Uhr
Philharmonie Essen, RWE Pavillon

1. Kammerkonzert der Essener Philharmoniker
Beethoven Streichquartett
13. September 2020, 11:00 Uhr
Philharmonie Essen, RWE Pavillon (statt Aalto-Foyer)

Familienkonzert
Konzert mit der Maus
13. September 2020, 16:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Sounds of Heimat
Berlin Oriental Quartet „Von Bach bis Brahem“
17. September 2020, 20:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

TAKEOVER! by MIKI & Special Guest
19. September 2020, 20:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Daniel Hope
Zürcher Kammerorchester
Serenaden
20. September 2020, 15:00 und 19:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Philharmonie Essen / Teodor Currentzis © SWR, Klaus Mellenthin

Philharmonie Essen / Teodor Currentzis © SWR, Klaus Mellenthin

Teodor Currentzis
Patricia Kopatchinskaja
SWR Symphonieorchester
24. September 2020, 20:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Philharmonie entdecken | Kompositionsprojekt
„Luft – in Bewegung, Stimme, Tanz“
Abschlusskonzert
25. September 2020, 11:00 Uhr
Philharmonie Essen, RWE Pavillon

Artemis Quartett
27. September 2020, 17:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Daniil Trifonov
Lahav Shani
Rotterdam Philharmonic Orchestra
3. Oktober 2020, 19:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Kinderkonzert
„Komm, reich mir deine Hand“
4. Oktober, 11:00 und 16:00 Uhr
5. Oktober, 10:00 Uhr
Philharmonie Essen, RWE Pavillon

Philharmonie Debüt
Bomsori Kim
Mit Bomsori Kim (Violin) und Julia Okruahvili
11. Oktober 2020, 11:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

In Residence: Sir Antonio Pappano
Sestetto Stradivari dell’Accademia Nazionale die Santa Cecilia Roma
„Souvenir de Florence“
18. Oktober 2020, 19:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Jazz
John Scofield
Dave Holland
21. Oktober 2020, 20:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Isabelle Faust
Il Giardino Armonico
Vivaldi Violinkonzert
23. Oktober 2020, 20:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Kleinkinderkonzert
„Das Küchenkonzert“
24. Oktober 2020, 11:00 und 16:00 Uhr
25. Oktober 2020, 11:00 und 16:00 Uhr
Philharmonie Essen, RWE Pavillon

Philharmonie Essen / Janine Jansen © Marco Borggreve

Philharmonie Essen / Janine Jansen © Marco Borggreve

Janine Jansen | Sakari Oramo
Royal Stockholm Philharmonic Orchestra
24. Oktober 2020, 20:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Jérémie Rhorer
Le Cercle de l’Harmonie
25. Oktober 2020, 17:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Gerhild Romberger
Mit Gerhild Romberger (Mezzosopran) und Alfredo Perl (Klavier)
28. Oktober 2020, 20:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

NOW! „Von fremden Ländern und Menschen“
Präsentation des Festivalprogramms
Mit Professor Günter Steinke
29. Oktober 2020, 19:30 Uhr
Philharmonie Essen, RWE Pavillon

NOW! „Von fremden Ländern und Menschen“
„Cosmigimmicks“
Mit dem Ensemble Musikfabrik
30. Oktober 2020, 20:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

NOW! „Von fremden Ländern und Menschen“
„Von fremden Ländern und Menschen“
Mit Studierenden der Kompositions-, Elektronische Kompositions-, Instrumental-, Schauspiel-,
Musiktheater- und Tanzklassen der Folkwang Universität der Künste
31. Oktober 2020, 17:00 Uhr
Folkwang Universität der Künste, Neue Aula

NOW! „Von fremden Ländern und Menschen“
„Zipangu“
Mit dem WDR Sinfonieorchester Köln
31. Oktober 2020, 19:30 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

NOW! „Von fremden Ländern und Menschen“
Late Night Konzert
„Sonic Creatures“
Mit dem Performer Francisco López
31. Oktober 2020, 22:00 Uhr
Philharmonie Essen, RWE Pavillon
Informationen zum Kartenkauf
Vorverkauf für September 2020

Der Kartenvorverkauf für den Ersatzspielplan September 2020 beginnt am 3. August 2020. Eintrittskarten sind im TicketCenter erhältlich (II. Hagen 2, 45127 Essen). Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen während der Öffnungszeiten auch für telefonische Anfragen (T 02 01 81 22-200) sowie per E-Mail (tickets@theater-essen.de) zur Verfügung. Kartenkäufe über den Webshop sowie über www.eventim.de und externe Vorverkaufsstellen sind aktuell leider nicht möglich. Die TUP ist als Veranstalter verpflichtet, bei Kartenverkäufen und Reservierungen Namen und Anschrift der Kundinnen und Kunden aufzunehmen.

Das TicketCenter im II. Hagen 2 bleibt während der Theaterferien vom 29. Juni bis 16. August 2020 von montags bis freitags in der Zeit von 10:00 bis 15:00 Uhr geöffnet. In dieser Zeit findet auch unser telefonischer Service statt. Die Kasse am Aalto-Theater ist in der Zeit vom 29. Juni bis 18. August 2020 geschlossen.

Öffnungszeiten des TicketCenters ab dem 17. August 2020
Mo-Sa 10:00-16:00 Uhr
Telefonische Erreichbarkeit:
Mo 10:00-16:00 Uhr
Di-Fr 10:00-18:00 Uhr
Sa 10:00-16:00 Uhr

Die TUP bittet darum, bei Kartenkäufen im TicketCenter die eingeübten Hygiene- und
Sicherheitsregeln einzuhalten.

Vorverkauf für den ursprünglichen Spielplan 2020/2021 eingestellt
Der Vorverkauf bzw. die Reservierungen für den ursprünglichen Spielplan der Spielzeit 2020/2021 sind eingestellt. Bisher eingegangene Reservierungen bleiben bestehen, sofern der Termin der Veranstaltung und die bisher genehmigten Platzkapazitäten aufrechterhalten bleiben.

Bei Programmänderungen oder sollten wegen der geforderten Sitzplatzeinschränkungen Reservierungswünsche nicht erfüllt werden können, werden die Kundinnen und Kunden persönlich benachrichtigt.

—| Pressemeldung Philharmonie Essen |—


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Hamburg, Elbphilharmonie, Spielplan 2020/21: Currentzis, Järvi, Porgy and Bess …, IOCO Aktuell, 02.05.2020

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Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung der Elphi © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg

Elbphilharmonie – Laeiszhalle : SAISON 2020/21

– Rückkehr zum Ausnahmezustand des Glücks –

Den Komponisten György Kurtag und Thomas Ades sind 2020/21 Schwerpunkte gewidmet. Patricia Kopatchinskaja, Daniil Trifonov, Sir Antonio Pappano, Anoushka Shankar und Max Richter verleihen dem Programm mit Residenzen weiteres Profil. René Jacobs, Zubin Mehta und das Israel Philharmonic Orchestra debütieren. Die Elbphilharmonie, als verkapptem Opernhaus: »Israel in Egypt«, »Porgy and Bess« und mehr.

Corona-Krisenfest: Ticketbuchung durch  „Book Now, Pay Later“  System

Spitzenorchester aus aller Welt, mehrfache Wiederbegegnungen mit Publikumslieblingen von Teodor Currentzis über Patricia Kopatchinskaja bis Paavo Järvi, Komponisten von Weltrang als Residenzkünstler, viele Werke von lgor Strawinsky anlässlich seines 50. Todestags, ein neues Festival für die neueste Musik, dazu ein breit gefächertes Programm aller Spielarten der besten Musik aus allen Zeiten und ein opulentes Angebot der regionalen Musikschaffenden: Das Saisonprogramm 2020/21 von Elbphilharmonie & Laeiszhalle präsentiert sich gewohnt hochkarätig und abwechslungsreich. Generalintendant Christoph Lieben­Seutter gab via Videokonferenz einen Ausblick auf die künstlerischen Pläne beider Konzerthäuser für die Saison 2020/21. Für die Elbphilharmonie ist es bereits die fünfte Spielzeit, und sie beinhaltet mehr Konzerte als je zuvor. Der Aboverkauf beginnt heute, am 29. April 2020. Die Bestellung von Einzeltickets verläuft nach dem Motto »Book now, pay later«, so bleibt der Kartenkauf im Hinblick auf mögliche Pandemie-bedingte Konzertabsagen für die Kunden risikolos. Gebucht werden kann ab 26. Mai, bezahlt wird erst, wenn sichergestellt ist, dass das Konzert auch stattfinden wird – spätestens sechs Wochen vor dem jeweiligen Termin.

Elbphilharmonie Hamburg / Jochen Margedant , Christoph Lieben-Seutter © Michael Zapf

Elbphilharmonie Hamburg / Jochen Margedant , Intendant Christoph Lieben-Seutter © Michael Zapf

Saison startet mit Gästen aus Pittsburgh  –  Elbphilharmonie Sommer entfällt

Den Corona-bedingten Restriktionen, die das Konzertleben in Hamburg bereits seit Mitte März lahmlegen, fällt auch der Elbphilharmonie Sommer 2020 zum Opfer. Davon betroffen sind nicht nur die 16 im August geplanten Konzerte im Großen Saal, sondern auch das Elbphilharmonie Konzertkino.

Zu der am 2./3. September geplanten Saisoneröffnung der HamburgMusik besteht zumindest zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Hoffnung, dass das Konzertleben dann wieder Fahrt aufnehmen wird. Die ersten Konzerte nach nahezu halbjähriger Pause würde dann das Pittsburgh Symphony Orchestra geben. Es kehrt unter der Stabführung seines Chefdirigenten Manfred Honeck in die Elbphilharmonie zurück und huldigt mit der Geigerin Anne-Sophie Mutter dem Jubilar Ludwig van Beethoven, dessen Geburtstag sich 2020 zum 250. Mal jährt.

Bei der NDR Opening Night, die ebenfalls an zwei Abenden gefeiert wird, empfängt Alan Gilbert, Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters, den Geiger Leonidas Kavakos. Er spielt das Concerto en Re von lgor Strawinsky und gibt damit schon mal einen Vorgeschmack auf das im April 2021 stattfindende Festival »Strawinsky in Hamburg«, mit dem das NDR Elbphilharmonie Orchester die intensive Zusammenarbeit mit dem Meisterkomponisten in der Frühzeit der eigenen Orchestergeschichte würdigt.

Heiner Goebbels, dessen »Eislermaterial« mit dem Ensemble Modern im Februar 2020 in der Elbphilharmonie das Publikum begeisterte, kehrt mit dem erweiterten Ensemble Modern Orchestra und der Aufführung seines brandneuen Stücks »A House of Call. My lmaginary Notebook« an den Ort seines Erfolgs zurück. Zu den Auftraggebern des Werks zählt auch die Elbphilharmonie [6.9., Großer Saal].

Ein Wiedersehen und Wiederhören gibt es sodann mit George Benjamin, Composer in Residence der Elbphilharmonie-Saison 2018/19. Er führt das Mahler Chamber Orchestra durch ein Programm mit Musik von Purcell, Ravel und Mozart und sein eigenes Werk »A Mind of Winter«. Solisten sind Pierre-Laurent Aimard [Klavier] und die Sopranistin Jennifer France [7.9., Großer Saal].

Elbphilharmonie Hamburg / NDR - Elbphilharmonie Orchester im Großen Saal © Michael Zapf

Elbphilharmonie Hamburg / NDR – Elbphilharmonie Orchester im Großen Saal © Michael Zapf

Große Interpreten als Dauergäste

Zum Ende der Eröffnungswoche läutet ein Gastspiel des Orchestra e Coro dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia – Roma den Reigen diverser Künstlerresidenzen der Saison ein. Das bedeutendste Sinfonieorchester Italiens bringt unter der Leitung seines Chefdirigenten Sir Antonio Pappano neben Musik von Beethoven und Schönberg auch eine Rarität mit: das Klavierkonzert mit Männerchor von Ferruccio Busoni. Den Solopart übernimmt lgor Levit [9.9., Großer Saal]

Sir Antonio Pappano gehört zu den exponierten Künstlern, die in der kommenden Saison mehrfach in Hamburg konzertieren. Der insbesondere für seine große Expertise als Operndirigent gerühmte kosmopolitische Pult-Star – in England geboren, in den USA aufgewachsen und familiär in Italien verwurzelt – komplettiert  seine Konzertreihe  mit der Accademia Nazionale di Santa Cecilia –  Roma im Mai 2021 mit zwei weiteren Konzerten im Rahmen des Internationalen Musikfests [4./5.5., Großer Saal] und bringt zudem das Chamber Orchestra of Europe zurück nach Hamburg, das unter seiner Stabführung Musik von Bartok und Gershwin spielt, außerdem das Klavierkonzert Nr.  1 von Ravel mit Jean-Yves Thibaudet als Solist [26.2., Großer Saal].

Harbour Front Sounds: Dichterlesungen mit Musik

Bereits in den vergangenen Jahren fanden zahlreiche Lesungen und Autoren-begegnungen im Rahmen des Harbour Front Literaturfestivals auch in den Sälen der Elbphilharmonie statt. In diesem Jahr nun präsentieren die Veranstalter in Kooperation mit HamburgMusik  mit »Harbour  Front Sounds« ein Festival im Festival, das in 14 Veranstaltungen Autoren bzw. aus deren Werk lesende Schauspieler mit Musikern zusammenbringt. Zu den zahlreichen Höhepunkten bei Harbour Front Sounds zählen die Begegnung zwischen dem US-amerikanischen Schriftsteller Richard Ford und dem legendären Singer/Songwriter Jackson Browne [13.9., Großer Saal], die Vorstellung der Autobiografie von Achim Reichel [13.9., Großer Saal] und die in eine veritable Russendisko ausufernde Lesung des Schriftstellers Wladimir Kaminer [12.9., Kleiner Saal].

Orchester aus aller Welt zu Gast in Hamburg

Gastspiele von rund 40 international tätigen Orchestern tragen das Ihre dazu bei, den Ruf Hamburgs als eine der führenden Musikstädte der Welt weiter zu festigen. Die meisten von ihnen kennen den Saal bereits aus den ersten elbphilharmonischen Jahren, aber manches  Debüt  stand  noch  aus. So kommt es endlich zum sehnsüchtig erwarteten ersten Besuch des Israel Philharmonie Orchestra  unter der Leitung seines neuen  Chefdirigenten Lahav Shani in  der  Elbphilharmonie [20.3.,  Großer Saal]. Maestro Zubin Mehta, der das Israel Philharmonie  über  ein  halbes  Jahrhundert  lang prägte, feiert seine Genesung nach langer Krankheit  unter anderem  mit  seinem Debüt  in  der  Elbphilharmonie am Pult des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks [28.1., Großer Saal]. Weitere Debüts werden vom Danish National Symphony Orchestra [15.3., Großer Saal] erwartet, vom BBC Symphony Orchestra [9.4., Großer Saal] und vom Tokyo Symphony Orchestra [31.5., Großer Saal]. Auch das Radio Filharmonisch Orkest [13.5., Großer Saal] sowie das Bolschoi Theater Moskau debütieren in der kommenden Saison in der Elbphilharmonie – Einzelheiten hierzu in den Abschnitten  über  György Kurtag bzw. das Oster-programm.

Die Elbphilharmonie in Hamburg
youtube Trailer Hamburg AHOI
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Jordi Savall und sein Orchester Le Concert des Nations komprimieren ihren ursprünglich auf zwei Spielzeiten verteilten Beethoven-Zyklus in der Laeiszhalle nun auf ein Wochenende im Oktober: Die neun Sinfonien erklingen in vier  Konzerten,  zwei  am  Nachmittag,  zwei  am  Abend  [17./18.10., Laeiszha llel.

Der weltweit gefragte Dirigent Paavo Järvi ist dem Hamburger Publikum nicht zuletzt  durch viele Konzerte am Pult der Deutschen  Kammerphilharmonie  Bremen  bestens  vertraut.  Im  zweiten  Jahr seiner Amtszeit als Chefdirigent und musikalischer Direktor auch des Tonhalle-Orchesters Zürich kommt Järvi im März 2021 mit  den Schweizern  zu  drei  Konzerten  nach  Hamburg.  An den  Abenden sind nacheinander die Solisten Faz1l Say [Klavier]. Kian Soltani [Cello] und Frank Peter Zimmermann [Violine] zu erleben, die dramaturgische Klammer bildet die Fokussierung auf  Werke  der  drei Komponisten Pärt, Schumann und Tschaikowsky.

Freuen kann sich das Publikum außerdem auf ein Wiedersehen mit Top-Orchestern wie dem SWR Symphonieorchester unter Teodor Currentzis [23.9., Großer Saal], den Münchner Philharmonikern unter Valery Gergiev [10.10., Großer Saal]. dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter Mirga Grazinyte-Tyla [19.11.] oder den Wiener Philharmonikern unter Franz Welser-Möst [24.4., Großer Saal]. Möst ist auch Chefdirigent des Cleveland  Orchestra  und  steht  bei dessen  zweitägigem  Gastspiel mit Musik von Ades, Bruckner, Strawinsky und Mozart am Pult [14./15.10, Großer Saal].

Elbphilharmonie Hamburg / Münchner Philharmoniker - hier : Valery Gergiev © Daniel Dittus

Elbphilharmonie Hamburg / Münchner Philharmoniker – hier : Valery Gergiev © Daniel Dittus

Spielen und Hören mit Kopf und Herz: Portrait Patricia Kopatchinskaja

Die Geigerin Patricia Kopatchinskaja hat sich in der letzten Dekade den Ruf einer Künstlerin erarbeitet, die nicht nur jedes Werk, das sie spielt, gründlich befragt, sondern die auch das Konzertwesen an sich, wo immer sie kann, aus den Angeln der Routine hebt. Bereits vor Eröffnung des neuen Konzerthauses an der Elbe war sie Residenzkünstlerin der Elbphilharmonie Konzerte. Nun kehrt die moldawisch-österreichisch-schweizerische Musikerin par excellence zu einer Residenz in die Elbphilharmonie zurück, deren sechs Abende es in sich haben, sowohl im Hinblick aufs Repertoire als auch auf die Darreichungsform

Noch im September gastiert sie an der Seite von Teodor Currentzis, einem ihrer erklärten Lieblingsdirigenten, mit Bartoks Violinkonzert Nr. 2, diesmal begleitet vom SWR Sinfonieorchester [23.9., Großer Saal]. In einem inszenierten Konzert,  überschrieben  mit  dem Titel »Dies lrae«, erkundet sie wenig später mit Gastsolisten und Mitgliedern des Ensemble Resonanz Bezüge und Reibungen zwischen Musik der Renaissance-Komponisten Biber und Lotti und jener von Crumb, Scelsi und Ustwolskaja, drei im weiteren Sinne miteinander geistesverwandten Komponisten des 20. Jahrhunderts [1.10., Großer Saal].

Mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France unter seinem Chefdirigenten Mikko Franck spielt Kopatchinskaja das selten aufgeführte Violinkonzert Nr. 2 des polnischen Komponisten Karol Szymanowski [23.10., Großer Saal]. Unverkennbar trägt ihre dramaturgische Handschriftauch dann wieder das vorösterliche Programm »Der Tod und das Mädchen«, bei dem die Geigerin mit der Camerata Bern Sterbe- und Todesmusiken von Dowland und Gesualdo über Schubert bis zu Kurtag zu einem bewegenden Reigen verschränkt [31.3., Großer Saal]. Kurtags Kafka-Fragmente, für die sich Patricia Kopatchinskaja die Sopranistin Ah Young Hong als Partnerin holt, bilden den Abschluss ihrer Portrait-Reihe [16.5., Kleiner Saal]. zu der tags zuvor  auch  eine  Filmvorführung mit  Musik  um Kurt Schwitters‘ legendäre »Ursonate« gehört [15.5., Kaistudiol.

Fünf Mal Klavierkunst in Vollendung: Daniil Trifonov

Elbphilharmonie Hamburg / Daniil Trifinov © Dario Acosta

Elbphilharmonie Hamburg / Daniil Trifinov © Dario Acosta

Der Russe Daniil Trifonov, mit seinen 29 Jahren bereits einer der vollkommensten Pianisten des 21. Jahrhunderts, ist in der Saison 2020/21 gleich fünf Mal in Hamburg zu erleben: solistisch mit Musik ausschließlich des 20.  Jahrhunderts  [16.11.,  Laeiszhalle].  anschließend  zweimal  in  der Elbphilharmonie mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter seinem Chefdirigenten Andris Nelsons. Bei den beiden reinen Beethoven-Programmen spielt Trifonov das Klavierkonzert Nr. 5 und tags darauf mit Anne-Sophie Mutter [Violine] und Daniel Müller-Schott [Cello] das Tripelkonzert [17./18.11, Großer Saal]. Im Februar gastiert Trifonov bei zwei Konzerten des NDR Elbphilharmonie Orchesters unter der Leitung seines Chefdirigenten Alan Gilbert [4./7.2., Großer Saal]. im April mit  dem Mahler Chamber Orchestra unter Jakub Hrusa [22.4., Großer Saal].

Die Elbphilharmonie, das verkappte Opernhaus

Zu den beliebtesten Fehlzuschreibungen der Elbphilharmonie gehört, sie sei Hamburgs neues Opernhaus. Doch so grundverkehrt ist das nicht, denn zur allgemeinen Überraschung und Freude erwies sich insbesondere der Große Saal des Hauses rasch als überaus geeignete Location für konzertante und halb-szenische Aufführungen auch von Opern gleich welcher Epoche der Musikgeschichte. Deshalb ziehen sich auch durch die kommende Saison immerhin neun konzertante bis semi-szenische Aufführungen, zudem vielfach Raritäten selbst auf Spielplänen echter Opernhäuser. Den spektakulären Auftakt hierzu liefert der Barock-Spezialist René Jacobs. Er bringt seine vielfach hymnisch besprochene CD-Produktion der »Leonore« von Beethoven, der Urfassung des »Fidelio«, mit dem Freiburger Barockorchester und der Zürcher Sing-Akademie live nach Hamburg und hat für das Gastspiel hervorragende junge Gesangssolisten ausgewählt [16.10., Großer Saal].

Auch die Silvester-Sause in der Elbphilharmonie, nach der »Fledermaus« 2018/19 und »My Fair Lady« 2019/20 fast schon zur Tradition geworden, gestaltet das NDR Elbphilharmonie Orchester wieder mit einer konzertanten Opernaufführung: Die Leitung von Jacques Offenbachs Bühnenhit »Orpheus in der Unterwelt« liegt in den Händen von Marc Minkowski, der im November 2019 mit seinen Musiciens du Louvre und Händels »Ariodante« das Elbphilharmonie-Publikum zu Begeisterungsstürmen hinriss [31.12./1.1., Großer Saal].

Im Rahmen des Internationalen Musikfests 2021 sind gleich drei große Opern zu erleben. Thomas Hengelbrock kehrt mit seinen Balthasar-Neumann-Ensembles und Solisten zu einer konzertanten Aufführung von Händels »Israel in Egypt« in die Elbphilharmonie zurück [12.5., Großer Saal], während sich Alan Gilbert und das NDR Elbphilharmonie Orchester einem der Schlüsselwerke des US-amerikanischen Musiktheaters widmen, George Gershwins »Porgy and Bess«. Einer testamentarischen Verfügung des Komponisten folgend, sind alle Gesangsrollen mit Afroamerikanern besetzt. Die Titelpartien singen Morris Robinson [Porgy] und Elizabeth Llewellyn [Bess] [21./22.5., Großer Saal]. Kurz vor dem Musikfest-Finale bringen das Helsinki Baroque Orchestra und der Arnold Schoenberg Chor aus Wien ein Werk zur Aufführung, das nicht zuletzt der unvergessene Nikolaus Harnoncourt dem Urteil der Unspielbarkeit zu entreißen versuchte: »Genoveva« von Robert Schumann. Die Visualisierung übernimmt die renommierte finnische Regisseurin Kristiina Helin, am Pult steht Aapo Häkkinen. In der Titelpartie ist Carolyn Sampson zu erleben, die ihr Elbphilharmonie-Debüt eigentlich in diesen Tagen beim Internationalen Musikfest Hamburg  2020 hätte feiern sollen. Als Golo steht der Tenor Andrew Staples auf der Bühne, der im vergangenen Jahr zwei bedeutende Aufführungen in der Elbphilharmonie gesungen hat – die Arien bei Bachs »Johannes-Passion« mit Sir Simon Rattle in der Inszenierung von Peter Sellars und als Solist beim »War Requiem« von Benjamin Britten [29.5., Großer Saal].

Zwei weitere Opern erklingen gleich in den ersten Wochen der neuen Saison auch in der Laeiszhalle: Im Rahmen der Reihe »Das Alte Werk«, die insgesamt sechs Konzerte umfasst, führt die Accademia Bizantina Vivaldis »ll Tamerlano« auf [29.9.]. das in London beheimatete junge Ensemble Solomon’s Knot präsentiert bei seinem überfälligen Hamburg-Debüt Auszüge aus Purcells »The Fairy Queen« [26.10.].

Weitere Einzelheiten bitten wir den Spielplan 2020/2021 der Elbphilharmonie – Laeiszhalle zu entnehmen.

—| Pressemeldung Elbphilharmonie Hamburg |—


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Baden-Baden, Festspielhaus, Termine Mai bis Juli 2020

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden


Termine Mai bis Juli 2020


Samstag, 2. Mai 2020, 18 Uhr  /  Leonidas Kavakos    Violin-Rezital

Leonidas Kavakos spielt Beethoven, Schumann und Brahms. Der griechische Meistergeiger kultiviert den rauen Strich, wenn es der Sache dient. Etwa bei Schumanns Sonaten, diesen Tänzen auf dünnem Eis. Brahms’ Musik ist fast das Gegenteil davon. Sie gleicht einem stabil gebauten Haus, das einer zarten Seele Schutz bietet. Bei Beethoven ist sie schließlich da, die klassische Ausgeglichenheit zwischen Geige und Klavier, Melodie und Motiv. So bietet das Konzert von allem das Beste.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 3. Mai 2020, 16 Uhr    Montag, 4. Mai 2020, 10 Uhr
Winnetou

Live-Hörspiel mit Musik und Geräuschen für Jugendliche ab zwölf Jahren

Winnetou und Old Shatterhand, bestehen ihr erstes großes Abenteuer. Mit einem richtigen Karl May-Soundtrack. Der wird live gespielt und birgt so manche Überraschung. Willkommen zu einem nicht ganz korrekten Karl-May-Abend, der doch ganz nah am Original bleibt und auch epische Schlachten bietet.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 17. Mai 2020, 17 Uhr
Julia Fischer Quartett
Beethoven – Mozart – Brahms

Dass Julia Fischer zu den besten Geigerinnen der Welt zählt, ist längst bekannt. Ähnliches gilt auch für den Starbratschisten Nils Mönkemeyer. Gemeinsam mit den Musikern Alexander Sitkovetsky und Benjamin Nyffenegger bilden beide Künstler ein Streichquartett. Das Programm präsentiert eine Auswahl, die ganz auf die Klassiker setzt. Nach Beethovens „Großer Fuge“ folgt Mozarts berühmtes d-Moll-Quartett. Den Abschluss bildet Brahms, der sein zweites Quartett mit den Tönen f-a-e beginnen lässt: „Frei, aber einsam“.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Pfingstfestspiele:
Donnerstag, 28. Mai bis Montag,1. Juni 2020


Donnerstag, 28. Mai 2020, 20 Uhr
Teodor Currentzis IV – SWR Symphonieorchester und musicAeterna Chor
Gabriel Fauré: Requiem

Festspielhaus Baden-Baden / Teodor Currentzis © SWR / Klaus Mellenthin

Festspielhaus Baden-Baden / Teodor Currentzis © SWR /
Klaus Mellenthin

Faurés „Requiem“ ist eine ungewöhnliche Totenmesse – und wird von uns deshalb auch ungewöhnlich aufgeführt. Der französische Spätromantiker Gabriel Fauré ignorierte die strenge Requiem-Tradition, ließ Texte weg und fügte neue hinzu. Seine Musik sollte die Menschen nicht schrecken, sondern trösten. Hier setzt nun Teodor Currentzis an, der musikalische Leiter dieser Pfingstfestspiele. Der Dirigent nimmt die metaphysische Dimension dieser Musik ernst. Er lässt das Requiem szenisch aufführen – in Zusammenarbeit mit dem britischen Künstler und Performer Mat Collishaw.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Freitag, 29. Mai 2020, 20 Uhr
Eine Nacht im Museum
Sebastian Manz, Klarinette, und vision string quartet

Das erste Kammermusikkonzert dieser Pfingstfestspiele präsentiert Musik des russischen Komponisten Edison Denisov und der polnischen Komponistin Gra?yna Bacewicz. Zum Schluss erklingt Brahms´ berühmtes Klarinettenquintett. Als Spätwerk ist es äußerst verdichtet, gleichzeitig hat sich hier der alte Brahms seelisch geöffnet wie sonst nur selten. Diese Musik geht direkt ins Herz – und wird heute von Sebastian Manz, dem Soloklarinettisten des SWR Symphonieorchesters, und dem Berliner vision string quartet im Museum Frieder Burda gespielt.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 30. Mai 2020, 18 Uhr
Teodor Currentzis V – SWR Symphonieorchester
D. Schostakowitsch: „Leningrader“ Sinfonie

Seit Teodor Currentzis den Chefposten des SWR Symphonieorchesters übernahm, werden die ersten gemeinsamen Konzerte von der Kritik mit Lob überschüttet. Currentzis bevorzugt existenzielle Programme. Für die Pfingstfestspiele wählte er Schostakowitschs „Leningrader“ Sinfonie, die dem Widerstandsgeist der im Zweiten Weltkrieg eingeschlossenen Leningrader Bevölkerung ein Denkmal setzt.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 30. Mai 2020, 22 Uhr
Festspiel–Late-Lounge im Brenners Park-Hotel
Sebastian Manz und Musiker des SWR Symphonieorchesters

Sebastian Manz ist nicht nur Soloklarinettist des SWR Symphonieorchesters, sondern auch ein experimentierfreudiger Grenzgänger. Heute Abend lädt er mit Kolleginnen und Kollegen zu einem etwas anderen Konzert ins Brenners Park-Hotel ein. Die Künstler sind ganz nah an den Zuhörern und spielen eine Musik, die in keine Schublade passt. Oder wo würden Sie die „Dschungelbuch- Ouvertüre“ und ein Techno-Medley einordnen? Die Musiker brauchen keine Verstärker – und spielen doch mit der Musik, die auch in Clubs und Folk-Kneipen funktioniert. Achtung: Sehr begrenztes Platzangebot, Kaminhalle, Brenners Park-Hotel.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 31. Mai 2020, 11 Uhr
Kit Armstrong und Musiker des SWR Symphonieorchesters
Festspiel-Matinee im Weinbrennersaal, Kurhaus

Die großen Konzerte dieser Pfingstfestspiele kreisen um ein Thema: das Requiem. Das gilt auch für dieses Kammermusikkonzert. Schostakowitschs achtes Streichquartett ist eine vorweggenommene Totenklage auf sich selbst, worauf auch die auskomponierten Initialen d-s-c-h hinweisen. Der Brendel-Schüler Kit Armstrong und die Musiker des SWR Symphonieorchesters haben dem Werk das große f-Moll-Quintett von Johannes Brahms gegenübergestellt. Veranstaltungsort: Weinbrennersaal, Kurhaus.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 31. Mai 2020, 18 Uhr
Teodor Currentzis VI
G. Verdi: Messa da Requiem

Teodor Currentzis und sein Ensemble musicAeterna knüpfen an die Interpretation des Verdi-Requiems aus den vergangenen Jahren an. Wir sind gespannt, wie der Dirigent der Stunde das Meisterwerk angeht und lassen seine Lesart „pur“ auf uns wirken.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
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Montag, 1. Juni 2020, 11 Uhr
Antoine Tamestit und Cédric Tiberghien
Festspiel-Matinee

Teodor Currentzis wollte ihn unbedingt bei seinen ersten Pfingstfestspielen dabeihaben. Und so gestaltet der französische Star-Bratschist Antoine Tamestit sein erstes Kammermusikkonzert im Festspielhaus. Tamestit und der Pianist Cédric Tiberghien haben die bedeutendsten Bratschenwerke überhaupt mitgebracht: Je eine Sonate von Brahms und Schostakowitsch, die beide zu dem melancholischen Spätwerk der Komponisten zählen. Dazu das ergreifende „Lachrymae“ von Benjamin Britten – und das wunderschöne Lied von John Dowland, auf das Brittens „Lachrymae“ zurückgeht.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 13. Juni 2020, 18 Uhr
New York Gypsy All-Stars
Die Stadt der 1000 Groves

In den politischen Umbrüchen der letzten Jahre ist das Leben in Osteuropa für die Mitglieder der Sinti und Roma nicht einfacher geworden. Also machten sich die Begabtesten auf die Reise mit dem Ziel, das alle Gypsy-Musiker anstreben: Amerika! Hier hat sich in den letzten Jahren eine lebendige Gypsy-Szene etabliert. Und so treffen bei den New York Gypsy All-Stars osteuropäische Roma-Traditionen auf Einflüsse aus der indischen und der lateinamerikanischen Musik und natürlich auch auf den Jazz. Die Herkunft der Bandmitglieder spiegelt sich in dieser Musik ebenso wider wie die kulturelle Vielfalt ihrer gemeinsamen Wahlheimat New York.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 14. Juni 2020, 16 Uhr
Virtuosen an der Marimba: The Wave Quartet
Klang und Körper

Es ist die Mischung aus Musikalität und Körperbeherrschung, die Marimba- und Percussion-Konzerte für das Publikum so faszinierend machen. Eines der berühmtesten Ensembles ist das Wave Quartet – in seinem aktuellen Konzert erklingen Tangos sowie Ausschnitte aus der Oper „Carmen“.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 20. Juni 2020, 18 Uhr
Ich küsse Ihre Hand, Madame!
Tonfilmschlager mit Natalie und Matthias Karl

Natalie und Matthias Karl singen Schlager aus den frühen Tonfilm-Jahren. Viele Melodien wurden zu Ohrwürmern einer Generation, die ins Kino ging, weil die Realität nicht zum Lachen war. Nun hebt das Orchester wieder an zu Klassikern wie „Ein Freund, ein guter Freund“ oder „Ungeküsst sollst Du nicht schlafen gehen“.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 21. Juni 2020, 11 Uhr
Beatrice Rana
Sonntags-Matinee mit Italiens führender Pianistin

In den Matineen stellen wir gern junge Künstler vor, denen wir eine große Zukunft zutrauen – oder aber solche, die im Ausland längst Karriere gemacht haben, in Deutschland jedoch noch zu wenig bekannt sind. Beatrice Rana ist so ein Fall. Trotz ihres jugendlichen Alters gilt sie längst als die führende Pianistin Italiens, nachdem sie bereits viele der großen Wettbewerbe gewonnen hat. Bei uns konfrontiert Rana die extrem virtuosen Petruschka-Sätze Strawinskys mit Bachs „Italienischem Konzert“. Im Zentrum ihres ersten Auftritts im Festspielhaus steht jedoch ein Meisterwerk der deutschen Romantik: Schumanns leidenschaftliche dritte Klaviersonate.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Dienstag, 23. Juni 2020, 20 Uhr
Chilly Gonzales
Solo Piano III

Festspielhaus Baden-Baden / Chilly Gonzales © Alexandre Isard

Festspielhaus Baden-Baden /
Chilly Gonzales © Alexandre Isard

Chilly Gonzales studierte Jazz-Piano in Kanada, startete eine Karriere als Electro-Rapper in Berlin und hat sich mit der Solo Piano Trilogie in ganz andere Sphären gewagt. Seine Konzerte sind eine Mischung aus allen drei Welten und so genau weiß man vorher nie, was einen erwartet, da seine Auftritte keinem Muster folgen. Wir freuen uns auf einen Abend mit einem einzigartigen Entertainer, der mit einem mehr als 27 Stunden langen Dauerkonzert im Mai 2009 einen Weltrekord für das Guinness Buch der Rekorde aufstellte.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 27. Juni 2020, 10 bis 17 Uhr
Sonntag, 28. Juni 2020, 10-18 Uhr
Das große Kinder-Mitmach-Orchester
Zweitägiger Workshop für Instrumentalschüler ab zehn Jahren

Normalerweise heißt es: „Lerne dein Instrument ein paar Jahre, und dann geht es ins Orchester.“ Das verstehen wir nicht. Wer nicht früh die Magie des großen Klanges erlebt hat, weiß vielleicht gar nicht, wofür er ständig alleine übt… Also geht es heute ins große Orchester – auch mit wenigen Vorkenntnissen. Einfache Arrangements und eine wunderbare Betreuung durch ausgebildete Musiker und Studierende machen es möglich. Mitmachen können alle Instrumente – eine begrenzte Anzahl an Klavierplätzen steht ebenso zur Verfügung. Anmeldung unter Angabe von Instrument und Lernerfahrung in Monaten/Jahren

Weitere Informationen unter: info@festspielhaus.de.
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


3. Juli bis 26. Juli 2020
Sommerfestspiele


Freitag, 3. Juli 2020, 20 Uhr
Andris Nelsons – A. Bruckner: Sinfonie Nr. 8
Gewandhausorchester Leipzig

Festspielhaus Baden-Baden / Andris Nelsons © Gert Mothes

Festspielhaus Baden-Baden /
Andris Nelsons © Gert Mothes

Die Sommerfestspiele beginnen mit Bruckners achter Sinfonie, dargeboten vom Leipziger Gewandhausorchester. Die Sinfonie ist ein monumentales Werk, das sich zu Gott aufschwingen will. Der Dirigent Andris Nelsons bewahrt sich einen intuitiven Zugang zu dieser Musik. Und das zurecht, wie die hervorragend besprochenen Aufnahmen beweisen, die der Künstler mit Bruckners Musik bereits vorlegte.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 4. Juli 2020, 11 Uhr
Pablo Ferrández
Festspiel-Matinee im Florentinersaal, Casino

Rachmaninows berühmte Cellosonate hat der Komponist seinem Cello spielenden Psychiater gewidmet. Wir lassen das leidenschaftliche Opus zu den Sommerfestspielen von Pablo Ferrández aufführen, dem jungen spanischen Cellisten und ECHO-Rising Star, nominiert von Palau de la Musica und L’Auditori Barcelona. Zuvor erklingt Beethovens berühmte A-Dur-Sonate, sowie eine Neukomposition von Antón García-Abril.

Veranstaltungsort: Florentinersaal, Casino
Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 4. Juli 2020, 18 Uhr
Andris Nelsons – Bach: H-moll-Messe
Gewandhausorchester Leipzig

Dass ein Sinfonieorchester wie das Gewandhausorchester Leipzig während unserer Sommerfestspiele Bachs h-Moll-Messe spielt, ist ein Statement – besonders in Zeiten der Originalklang-Bewegung. Andererseits versuchen die Vertreter besagter Bewegung zu jenen Quellen zurückzufinden, von denen sich das Gewandhausorchester nie abspaltete. Die Leipziger sind DAS Bach-Orchester, nachdem ihre Vorgänger vom großen Johann Sebastian selbst mitgeformt wurden. In die Leipziger Tradition darf sich nun auch der Lette Andris Nelsons einreihen, der als Trompeter einen speziellen Zugang zur h-Moll-Messe haben dürfte, diesem Lobgesang, der von Sachsen aus seinen Weg in die ganze Welt gefunden hat.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 5. Juli 2020, 17 Uhr
Baden-Baden-Gala 2020
Gewandhausorchester Leipzig

Festspielhaus Baden-Baden / Olga Peretyatko © ALIKHAN PHOTOGRAPHYALI

Festspielhaus Baden-Baden / Olga Peretyatko © ALIKHAN PHOTOGRAPHYALI

Wir müssen dem findigen Mitglied des Baden-Badener Kurkomitees noch heute dankbar sein: Es hatte die geniale Idee, dem aus Amerika heimkehrenden Stardirigenten Johann Strauß vom Ausbruch der Cholera in Wien zu berichten. Strauß war entsetzt und nahm eine zeitgleich ausgesprochene Einladung nach Baden-Baden an. Hier setzte seine Karriere zu neuen Höhenflügen an. Es ist daher auch eine Verbeugung vor unserer Stadt, wenn das Gewandhausorchester Leipzig und ihr Chefdirigent Andris Nelsons während der Sommerfestspiele an Johann Strauß in Baden-Baden erinnern.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Donnerstag, 9. Juli 2020, 21 Uhr – 20 Uhr Führung durch die Ausstellung
Eine Nacht im Museum – Open-Air-Konzert beim Museum Frieder Burda
Percussion- Picknick mit Vanessa Porter

Es sind Sommerfestspiele in Baden-Baden. Und wenn das Wetter es zulässt, machen wir heute ein Percussion-Picknick mit Vanessa Porter. Die Künstlerin setzt sich kreativ in einer bislang männerdominierten Kunstform durch. Neben den klassischen Percussion-Instrumenten spielt Vanessa Porter auch auf Alltagsgegenständen. Daher unsere Bitte: Bringen Sie ruhig unterschiedliche Gefäße für Ihre Salate und Snacks mit! Vor dem Konzert: Führung durch das Museum. Anschließender Konzertbesuch unter freiem Himmel, es dürfen gerne Picknickdecken o. ä. mitgebracht werden. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung drinnen statt.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Freitag, 10. Juli 2020, 20 Uhr
Samstag, 11. Juli 2020, 18 Uhr
Sonntag, 12. Juli 2020, 17 Uhr
Nederlands Dans Theater – Jubliläumsprogramm
Die Revolution tanzt mit ihren Kindern

Festspielhaus Baden-Baden / Nederlands Dans Theater, Kunstkamer © Rahi Rezvani

Festspielhaus Baden-Baden / Nederlands Dans Theater, Kunstkamer
© Rahi Rezvani

Als vor 60 Jahren die „Jungen Wilden“ um Hans van Manen und Benjamin Harkarvy dem Nationalballett der Niederlande den Rücken kehrten, war das die Geburtsstunde des Nederlands Dans Theater. Nach einer zweiten prägenden Phase mit Ji?í Kylián sind es heute vor allem die Arbeiten von Paul Lightfood und Sol Léon, die das Ansehen der Compagnie prägen. Längst tanzt sich die vierte Generation in die Herzen der Fans hinein. So bleibt uns während dieser Sommerfestspiele nur zu wünschen: Happy Birthday, NDT!

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 18. Juli 2020, 19 Uhr
João Barradas und Band
Barock und Jazz – Johann Sebastian trifft João

Das Album „Directions“ wurde vom amerikanischen Jazz-Kultmagazin „Downbeat“ zu einem der Alben des Jahres 2017 gekürt. Sein Schöpfer, der Akkordeonist João Barradas (ECHO-Rising Star), gilt mittlerweile als einer der besten Jazz-Akkordeonisten der Welt. Und da der Jazz und die Barockmusik mehr miteinander zu tun haben, als landläufig bekannt ist, wird heute während der Sommerfestspiele beides zusammengefügt. Was ist denn eine Passacaglia anderes als eine variantenreiche Spielerei über eine immer gleiche Basslinie? Hier wird der Jazzer hellhörig – und das Publikum erst recht.

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Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Donnerstag, 23. Juli 2020, 19 Uhr
G. Verdi: Attila – Konzertante Oper
Ildar Abdrazakov setzt Maßstäbe in der Titelrolle

Warum Valery Gergiev während der Sommerfestspiele Verdis „Attila“ aufführt? Mit Ildar Abdrazakov kann der Dirigent den bedeutendsten Attila-Darsteller der Gegenwart präsentieren. Vom Wunsch getragen, das nationale Empfinden seiner Landsleute zu befeuern, ließ Verdi dieser Oper einen musikalischen Höhepunkt auf den nächsten folgen. Heute ist das Werk ein wunderbares Betätigungsfeld für die vielen frischen Stimmen, die Gergiev in Russland entdeckt und fördert – und eine lohnende Entdeckung für den Festspielhaus-Zuhörer.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Freitag, 24. Juli 2020, 20 Uhr
Valery Gergiev – Strauss: Ein Heldenleben
Mariinsky Orchester

Mit Strauss’ „Heldenleben“ haben wir eine Gattung vor uns, die in der Malerei ständig vorkommt: das Selbstportrait. Bei Strauss ist der „Held“ natürlich der Komponist selbst und auch Pauline, seine Frau, bekommt ihr kapriziöses Geigensolo. Nicht zuletzt kommen auch die bösen Herren Kritiker vor. Strauss’ „Heldenleben“ ist ein Psychogram. Sein eigentliches Thema ist: Der Kampf des Künstlers gegen die Selbstzweifel. Zu diesen bekannte sich der selbstbewusst auftretende Komponist nur in seiner Musik. Deren Magie scheint nur darauf zu warten, von dem virtuos aufspielenden Mariinsky-Orchester während der Sommerfestspiele in Baden-Baden entfesselt zu werden.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 25. Juli 2020, 18 Uhr
Valery Gergiev – Bruckner: Sinfonie Nr. 9
Mariinsky Orchester

Als religiöses Bekenntnis war die Musik Anton Bruckners in der Sowjetunion mit einem Tabu belegt. Und doch gab es eine bemerkenswerte Ausnahme: Der vielleicht bedeutendste sowjetische Dirigent überhaupt, Jewgeni Mrawinsky, setzte sich mit seinen Leningrader Philharmonikern für den österreichischen Komponisten ein – und ganz besonders für dessen neunte Sinfonie. Diese kleine historische Einordnung ist auch deshalb wichtig, weil Valery Gergiev den Dirigenten Mrawinsky als eines seiner beiden Vorbilder bezeichnet (der andere ist übrigens Furtwängler). Wenn Valery Gergiev mit seinem Mariinsky Orchester während der Sommerfestspiele selbst Bruckners Neunte dirigiert, dann stellt er sich bewusst in diese kleine Leningrader/St. Petersburger Bruckner-Tradition. Diese findet im Bruckners expressionistischer Gottsuche eine Brücke zu eigenen orthodoxen Erfahrungen.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 26. Juli 2020, 17 Uhr
G. Verdi: Il trovatore
Verdis beliebter Opern-Hit in konzertanter Aufführung

Neben der „Zauberflöte“ und „Carmen“ ist Verdis „Troubadour“ die populärste Oper überhaupt. Ihr Siegeszug begann bereits nach der triumphalen Uraufführung. Dass dieser Erfolg in den letzten Jahren etwas abgenommen hat, liegt an den Regisseuren, die in dieser Oper schlicht und ergreifend nichts zu tun haben. Niemand geht wegen der kruden Handlung in den „Troubadour“, alle wollen die großartigen Arien, Ensembles und Chöre genießen. Verdis „Troubadour“ wird für alle Ewigkeit den Gesangsfans gehören – so auch während dieser Sommerfestspiele.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—


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