Hagen, Theater Hagen, WIR MACHEN WEITER – MIT UNSEREM COUCH-THEATER, April 2020

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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

WIR MACHEN WEITER – MIT UNSEREM COUCH-THEATER

Das Theater Hagen hatte die Hoffnung, ab dem 19. April 2020 wieder die Türen für das Publikum öffnen und Vorstellungen anbieten zu können. Aufgrund der immer noch bestehenden „Kontaktsperre“ und den Anordnungen der Stadt Hagen ist dies leider nicht möglich. Derzeit wird geprüft, ob ab dem 1. Juni 2020 ein neu geplanter bzw. umgestellter Spiel-/Vorstellungsbetrieb im Theater Hagen wieder aufgenommen werden kann. Um auch dann den notwendigen Personen-Abstand zu gewährleisten, können vermutlich max. 350 Zuschauer*innen ins Große Haus und ca. 70 Zuschauer*innen ins Lutz gelassen werden.

Theater Hagen / Casa Azul - Inspired by Frida Kahlo © Oliver Look

Theater Hagen / Casa Azul – Inspired by Frida Kahlo © Oliver Look

Bis dahin möchte das Theater Hagen mit all seinen Sparten auch weiterhin für die Bevölkerung präsent bleiben und setzt sein vielseitiges Online-Programm unter dem Titel „Couch-Theater“ fort:

Jeden Samstagabend wird ab 19.30 Uhr die Aufzeichnung der Generalprobe einer Produktion aus dem Großen Haus gezeigt, welche dann sieben Tage online steht: 11.4. „Der Graf von Luxemburg“ (Operette von Franz Lehár), 18.4.: „Casa Azul – Inspired by Frida Kahlo“ (Ballett von Marguerite Donlon).

Zudem umfasst das „Couch-Theater“ (nach wie vor): „Kulturcafés“ (Kulturstreifzüge mit Generalmusikdirektor Joseph Trafton und Konzertdramaturg Fabian Bell), „Who’s afraid of opera“ (Podcasts mit Intendant Francis Hüsers), „Tanzen zwischen Stuhllehne und Küchentisch“ (Training für zu Hause), „Unter der Lupe: TransformMates“ (Lutz-Doku ab 11 Jahren), „Hausmusik“ (Philharmonisches Orchester Hagen online), „Das Lutz fürs Kinderzimmer“ (Bastel-, Hör- und Spielaktionen zu Lutz-Produktionen) sowie „SCRATCH@home“ (Singen zu Hause).

Das detaillierte Online-Programm und ausführlichere Informationen können der Webseite des Theaters (www.theaterhagen.de) entnommen werden. Das „Couch-Theater“-Programm ab dem 20. April 2020 wird nach Ostern dort wie in der Presse und dann auch in der nächsten Ausgabe der Theaterzeitung „jedesmalanders“, die am 2. Mai der Tageszeitung (Westfalenpost/Westfälische Rundschau) beiliegt, veröffentlicht.

Das Theater Hagen mit all seinen Mitarbeitern würde sich freuen, wenn ihm auch weiterhin Aufmerksamkeit und Interesse geschenkt werden.

—| Pressemeldung Theater Hagen |—

Pforzheim, Theater Pforzheim, Uraufführung Ballett – Die vier Jahreszeiten, 25.01.2020

Theater Pforzheim

Theater Pforzheim © Sabine Haymann

Theater Pforzheim © Sabine Haymann

Uraufführung im Ballett: „Die vier Jahreszeiten“
am Samstag, 25. Januar 2020 um 19.30 Uhr
im Großen Haus des Theaters Pforzheim

Guido Markowitz verwandelt Max Richters Rekomposition von Antonio Vivaldis Meisterwerk in ein emotionales Panorama der Menschheit

Theater Pforzheim / Die vier Jahreszeiten -Guido Markowitz © SabineHaymann

Theater Pforzheim / Die vier Jahreszeiten -Guido Markowitz © SabineHaymann

Mitten im Winter lädt das Theater Pforzheim zu seiner ersten Uraufführung in dieser Spielzeit im Ballett: „Die vier Jahreszeiten“ – choreografisch neu interpretiert von Ballettdirektor Guido Markowitz. Premiere ist am Samstag, 25. Januar 2020 im Großen Haus. Es spielt die Badische Philharmonie Pforzheim.

Theater Pforzheim / Die vier Jahreszeiten © Andrea D'Aqunio

Theater Pforzheim / Die vier Jahreszeiten © Andrea D’Aqunio

Die vier Violinkonzerte des italienischen Meisterkomponisten Antonio Vivaldi zählen zu den schönsten Werken des Barock. 1725 veröffentlicht, begeistern sie bis heute als hinreißende musikalische Portraits der Natur im Wandel der Zeit. Egal, ob der Frühling lockt, die Hitze des Sommers die Haut berührt, die Fülle des Herbstes beseelt oder die Kälte des Winters den Körper zittern lässt – die Übertragungen der Ereignisse und Erlebnisse in der Natur in ihren mannigfaltigen Erscheinungen in Musik ist überwältigend.

Theater Pforzheim / Die vier Jahreszeiten © Andrea D'Aqunio

Theater Pforzheim / Die vier Jahreszeiten © Andrea D’Aqunio

Fasziniert und emotional tief berührt von Max Richters zeitgenössischer, mit Tempi und Loops spielender Rekomposition des barocken Meisterwerks von 2012 konzentriert sich Guido Markowitz in seiner choreografischen Neuinterpretation auf die existenziellen Kräfte in Welt und Natur. Im Zentrum steht für den gebürtigen Österreicher der Mensch alleine und in Gemeinschaft; jener, der diesen Kräften seit Jahrtausenden ausgesetzt ist, sie erlebt, genießt, erleidet und mitgestaltet.

Theater Pforzheim / Die vier Jahreszeiten © Andrea D'Aqunio

Theater Pforzheim / Die vier Jahreszeiten © Andrea D’Aqunio

Inspiriert von der Idee des letzten Menschen wird Markowitz bildgewaltige Inszenierung ein Zeit-Konzept des Rückblicks und der Vorauschau durchziehen. So werden die Pforzheimer „Die vier Jahreszeiten“ zu einem mit Spannung erwarteten, alle Tänzerinnen und Tänzer physisch herausfordernden Panorama der Freude, Begegnung, Leidenschaft, Verschmelzung, Verbundenheit, Trennung, Abschied und Wiederkehr.

Premiere ist am Samstag, 25. Januar 2020 um 19.30 Uhr im Grossen Haus

Weitere Vorstellungen am 31.1., 6., 9., 14.2., 1., 4., 15., 19., 24., 31.3., 20.5. sowie am 7.6.2020

(R)Einblicke – Die öffentliche Probe findet am Sa, 11. Januar 2020 um 11.30 Uhr statt.

Am 8. März findet eine moderierte Vorstellung für Kinder statt.

SPECIAL: Sie haben Lust, sich mit Tanzdramaturgin Alexandra Karabelas vor und nach der Vorstellung von „Die Vier Jahreszeiten“ auszutauschen?

Dann schreiben Sie uns unter dem Stichwort „TANZGUIDE“ an

alexandra.karabelas@pforzheim.de eine Mail. Wir freuen uns auf Sie!


Theater Pforzheim / Die vier Jahreszeiten © Andrea D'Aqunio

Theater Pforzheim / Die vier Jahreszeiten © Andrea D’Aqunio

 

„Die vier Jahreszeiten“
Ballett von Guido Markowitz

Mit Mei Chen, Stella Covi, Fabienne Deesker, Alba Valenciano Lopez, Selene Martello, Eleonora Pennacchini, Mariana Filipa Rodrigues Romao, Elias Bäckebjörk, Yannis Brissot, Alex Ferro, Abraham Iglesias Rodriguez, Willer Goncales Rocha, Dario Wilmington und Bae Hyeon Woo

Choreografie und Inszenierung – Guido Markowitz
Musikalische Leitung – Alexandros Diamantis
Badische Philharmonie Pforzheim
Bühnenbild und Videoinstallation – Philipp Contag-Lada
Kostüme – Marco Falcioni
Choreografische Assistenz – Damian Gmür
Dramaturgie – Alexandra Karabelas

—| Pressemeldung Theater Pforzheim |—

Gera, Theater Altenburg Gera, Spanische Neujahrskonzerte. 01. & 02.01.2019

Dezember 11, 2019 by  
Filed under Konzert, Pressemeldung, Theater Altenburg Gera

Theater Altenburg Gera

Theater Altenburg Gera /  Neujahrskonzert © Ronny Ristok

Theater Altenburg Gera / Neujahrskonzert © Ronny Ristok

Spanische Neujahrskonzerte in Gera und Altenburg

Das Theater Altenburg Gera begrüßt das neue Jahr mit dem traditionellen Neujahrskonzert, welches diesmal unter dem Motto „2020 Olé – Das kommt mir spanisch vor!“ steht und ein leidenschaftliches, temperamentvolles Programm mit heißen Rhythmen verspricht.

Aufgrund der hohen Nachfrage gibt es  auch in diesem Jahr zwei Konzerte im Konzertsaal Gera: Am Mittwoch, 1. Januar 2020 um 14.30 Uhr und am Donnerstag, 2. Januar 2020 um 18.00 Uhr. Im Theaterzelt Altenburg findet das Neujahrskonzert am Mittwoch, 1. Januar 2020 um 19.30 Uhr statt.

Für beste Unterhaltung sorgen das Philharmonische Orchester Altenburg Gera mit schwungvollen und mitreißenden Melodien sowie die Tänzer und Tänzerinnen des Tanzkreises Brillant in Gera und die Tanzschule Schaller sowie der 1. Tanzsportclub Schwarz-Gold in Altenburg, die wie immer eine heiße Sohle auf das Parkett legen. In gewohnt charmanter und humorvoller Weise wird Kapellmeister Thomas Wicklein die Konzerte sowohl dirigieren als auch moderieren.

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg), online unter www.theater-altenburg-gera.de sowie an allen eventim-Vorverkaufsstellen.

—| Pressemeldung Theater Altenburg Gera |—

Osnabrück, Theater am Domhof, Geister – Tanzabend – Ben J. Riepe, IOCO Kritik, 10.12.2019

Dezember 10, 2019 by  
Filed under Ballett - Tanz, Hervorheben, Kritiken, Theater Osnabrück

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Theater Osnabrück

Osnabrück / Theater am Domhof © Marius Maasewerd

Osnabrück / Theater am Domhof © Marius Maasewerd

  Geister  – tanzen auf dem Vulkan

– Spaßgesellschaft auf dem Weg in den Untergang –

von Hanns Butterhof

Der Düsseldorfer Choreograph Ben J. Riepe zeigt mit der Dance Company Theater Osnabrück die Uraufführung des eindringlichen Tanzabends Geister (Say Goodbye). Es ist ein starkes Stück über den Untergang der Welt, wie wir sie kennen, und stellt im Theater am Domhof etwas plakativ unsere Geisteshaltung dar, die daran Schuld ist.

Auf der ausgeräumten, tiefschwarzen Bühne ist das elfköpfige Ensemble in weißen Kostümen (Bühne und Kostüme: Ben J. Riepe und Gwen Wieczorek) ständig präsent. Alle sind einzeln, nie kommt es zu unisono Bewegungen, und uniform sind sie verschieden, ohne dass die Kostümierung sie besonders charakterisieren würde.

Geister – Tanz von Ben J. Riepe
youtube Trailer Theater am Domhof
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Eine Figur (Laura Martin Rey) etwa ist mit Flügeln ausgestattet. Ob sie ein Engel ist oder nur sein will, bleibt offen. Vielleicht ist sie auch eine Urlauberin, die mit einem Billigflug die schützende Ozonschicht ruiniert, so wälzt sie sich lächelnd über einen großen Ball, der die Erde sein könnte.

Ähnlich unbestimmt ist die Gestik der Einzelnen. Begleitet von der Musik Misagh Azimis, die mit schmerzenden Streicher-Glissandi beginnt, im Verlauf des Abends elektronischer, lauter und dringlicher wird, exponieren sich die Tänzer wie auf einer Party. Ihre Bewegungen sind grotesk und unharmonisch, einzelne Körperteile werden isoliert. Wer hervortritt und sich als Individuum kenntlich machen will, tut dies in einer fremden Sprache. Zudem wird er vom nächsten übertönt, der ebenso vergeblich seine Besonderheit darstellen möchte. Um diese Figuren herrscht absolute Einsamkeit; sie selber aber tragen ständig ein demonstratives Lachen im Gesicht.

Mehrmals quert eine Polonaise die Bühne von hinten rechts nach vorne links. Wer vorne angekommen ist, reiht sich hinten wieder ein, so dass eine unendliche Menschenkette entsteht, die sich lachend oder mit gierig aufgerissenen Mündern nur an sich selbst erfreut: ein gespenstisches Bild der verantwortungslosen Spaßgesellschaft auf ihrem Weg in den Untergang, der ein Tänzer (Neven Del Campo) auf hohen Plateauschuhen steif und unerbittlich kreisend die verrinnende Zeit abzählt.

Theater am Domhof / Geister - Tanzabend -hier : die Horde lagert in Resten der Zivilisation © Joerg Landsberg

Theater am Domhof / Geister – Tanzabend -hier : die Horde lagert in Resten der Zivilisation © Joerg Landsberg

Als aus dem Schnürboden rote Baumgerippe und drei Monitore herunterfahren, auf denen in Endlosschleife Wälder brennen und Indios vergeblich gegen die Zerstörung ihres Lebensraums protestieren, legen die Tänzer ihre Kostüme ab. Darunter erscheint die nackte Bestialität. Unter schrillem Kreischen beschaut sich ein Menschenaffe (Hampus Larson) Posen schamloser Paarungsbereitschaft der Gruppe, die inzwischen den aufrechten Gang aufgegeben hat. Wenn dann alle schreiend einstimmen, klingt das nicht nach glücklicher Befreiung aus gesellschaftlichem Zwang, sondern wie Wehgeheul.

Am Ende wird das Licht warm, das Ensemble lagert (Foto oben)  in Trümmern der Zivilisation harmonisch wie eine zufriedene Löwenhorde – eine Utopie des Zurück zur Natur oder das, was nach uns übrig bleibt?

Hier hätte Mauro de Candias kurzes Vorspiel Traum im Traume eine Antwort sein können: Die Schatten, die er hinter einem fast blickdichten Vorhang herumgeistern lässt, sind wohl das, was von uns bleiben wird.

Nach gut achtzig Minuten intensiven Tanztheaters langdauernder Beifall des betroffenen, aber kaum ergriffenen Publikums für das Ensemble, das die ihm fremde Tanzsprache Ben J. Riepes bravourös zum Ausdruck gebracht hatte.

Geister, Tanzabend im Theater am Domhof, Osnabrück; die nächsten Termine: 14. und 26.12. jeweils 19.30 Uhr, am 29.12. um 15.00 Uhr.

—| IOCO Kritik Theater Osnabrück |—

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