Düsseldorf, Tonhalle Düsseldorf, Pfingstkonzert – Livestream mit interaktiver 360° Kamera, 31.05.2020

Tonhalle Düsseldorf

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Tonhalle – Pfingstkonzert im Livestream 

Kamera für den zuschauenden Besucher interaktiv

Die Tonhalle Düsseldorf hat eine Überraschung für Sie! Am Pfingstsonntag, dem 31. Mai spielen um 16 Uhr im Mendelssohn-Saal die Düsseldorfer Symphoniker unter Leitung ihres Principal Conductors Adam Fischer das Adagietto aus der Fünften Symphonie von Mahler und Haydns Abschiedssinfonie.

Seien Sie live dabei! Die Aufführung mittels eines ganz besonderen Livestreams übertragen:

Eine 360°-Kamera filmt das Konzert so, dass Sie zu Hause an den Bildschirmen ganz bequem und individuell entscheiden können, welchen Ausschnitt Sie aus welchem Winkel betrachten möchten – ob nun Dirigent Adam Fischer, eine Musikerin oder einen Musiker oder auch einfach nur den wunderbaren Sternenhimmel in der Tonhallen-Kuppel.

Sollten Sie also im Pfingsturlaub sein, können auch Sie dabei sein.

Adam Fischer freut sich sehr, endlich wieder in der Tonhalle dirigieren zu können: „Die veränderten Bedingungen stellen uns vor besondere Herausforderungen, bieten aber auch neue Möglichkeiten. Ich hoffe, dass es uns sogar gelingt, Mahlers Musik aus einer neuen Perspektive zu zeigen. Ich kann die Proben und das Konzert kaum erwarten.“

Zum Livestream kommen Sie hier:

PFINGSTKONZERT – 360° – Live-Konzert aus der Tonhalle Düsseldorf
youtube Trailer Konzerthaus Dortmund
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—| Pressemeldung Tonhalle Düsseldorf |—

Wien, Wiener Symphoniker, Konzerte der Wiener Symphoniker im Juni und Juli 2020

Wiener Symphoniker

Wiener Symphoniker / Gruppenfoto am Podium des Großen Saales im Wiener Konzerthaus (mit Chefdirigent), © Stefan Oláh

Wiener Symphoniker / Gruppenfoto am Podium des Großen Saales im Wiener Konzerthaus (mit Chefdirigent), © Stefan Oláh

 

Es geht wieder los!

Nach der Durststecke der vergangenen Wochen ist die Freude groß, ab Juni endlich wieder für Sie, verehrtes Publikum, musizieren zu dürfen. „Ich spüre große Erleichterung und Vorfreude im ganzen Orchester aber auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abseits der Bühne, dass es nun endlich wieder losgeht und wir wieder für unser Publikum, für die Menschen in Wien live spielen können. Ich bin zuversichtlich, dass sich diese spezielle Energie auch in denkwürdige Konzerterlebnisse übersetzen wird.“ so der Intendant der Wiener Symphoniker Jan Nast. Nach langen Tagen des Stillstandes öffnen das Wiener Konzerthaus und der Musikverein ab kommender Woche also wieder ihre Pforten – und bitten die Wiener Symphoniker auf ihre Podien.

Um unser aller Sicherheit zu gewährleisten, wird bei der Wiederaufnahme des Konzertbetriebs behutsam vorgegangen. Die Konzerte finden ohne Pause statt und dauern nicht länger als eine Stunde. Die Reduktion der Publikumsplätze auf 100 (Juni) beziehungsweise 250 (Juli) Personen ermöglicht die Einhaltung der notwendigen Sicherheitsabstände. So kann gewährleistet werden, dass bis zu vier Menschen, die gemeinsam ins Konzert gehen möchten, nebeneinanderliegende Plätze bekommen und gleichzeitig der erforderliche Abstand zu anderen Besucherinnen und Besuchern gewahrt wird. Dadurch kann während der Veranstaltungen auf den Mund-Nasen-Schutz verzichtet werden, nur bis zum Erreichen des Platzes muss er getragen werden.

Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit Igor Levit am 5. und 6. Juni jene Konzerte spielen dürfen, mit denen das Wiener Konzerthaus die Wiederaufnahme des Spielbetriebs einläutet. Der russisch-deutsche Pianist, der in den Wochen der Isolation mit seinen Hauskonzerten via Twitter Furore gemacht hat, ist hier nun endlich wieder live mit Mozarts Zwölftem Klavierkonzert KV 414 im Mozartsaal zu erleben. Am 10. Juni wird der scheidende Chefdirigent und gefeierte Beethoven-Interpret Philippe Jordan die Leonoren-Ouvertüre sowie die Dritte Symphonie „Eroica“ im Goldenen Saal des Musikvereins dirigieren. Ende des Monats tritt schließlich mit Manfred Honeck ein langjähriger künstlerischer Wegbegleiter ans Pult der Wiener Symphoniker. Anlässlich des 150. Geburtstags von Franz Lehár wird unter seinem Dirigat ein Medienprojekt für den Meister der Wiener Operette im Theater an der Wien unter Ausschluss der Öffentlichkeit aufgezeichnet. Schon eine Woche später ist Manfred Honeck mit Werken von Verdi und Tschaikowski im Goldenen Saal des Musikvereins zu erleben. Ein besonderer Höhepunkt folgt Anfang Juli, wenn mit Rudolf Buchbinder einer der versiertesten Kenner der Klavierkonzerte Beethovens in die Tasten greift. An drei aufeinanderfolgenden Tagen wird er alle fünf Klavierkonzerte des großen Wahlwieners zum Besten geben, und das Orchester dabei im Großen Saal des Wiener Konzerthauses vom Klavier aus leiten.

Um trotz der reduzierten Sitzplätze möglichst vielen Musikbegeisterten den Genuss eines Livekonzerts zu ermöglichen, werden die Programme nach einer ausgiebigen Pause jeweils ein zweites Mal erklingen.

Der Vorverkauf im Wiener Konzerthaus startet am 28. Mai um 9:00, jener im Musikverein am 27. Mai um 12:30 (für Mitglieder) beziehungsweise am 29. Mai um 12:30 (allgemeiner Vorverkauf). Details und Informationen zum Ticketkauf finden Sie auf den Seiten der beiden Häuser unter konzerthaus.at und musikverein.at.

In Vorfreude auf einen besonderen Konzert-Sommer,

Ihre Wiener Symphoniker


Programm Juni & Juli 2020


Freitag, 05. Juni 2020, 18.00 & 20.30 Uhr

Samstag, 06. Juni 2020, 18.00 & 20.30 Uhr

Wiener Konzerthaus, Mozart-Saal

Interpreten

Igor Levit, Klavier und Leitung

Wiener Symphoniker

Werke

Wolfgang Amadeus Mozart Ouvertüre zum Singspiel „Der Schauspieldirektor“ KV 486

Edvard Grieg „Aus Holbergs Zeit“, Suite op. 40

Wolfgang Amadeus Mozart Konzert für Klavier und Orchester Nr. 12 A-Dur KV 414 (KV 385p)


Mittwoch, 10. Juni 2020, 17.00 & 20.00 Uhr

Musikverein, Großer Saal

Interpreten

Philippe Jordan, Dirigent
Wiener Symphoniker

Werke

Ludwig van Beethoven Ouvertüre Nr. 3 zur Oper „Leonore“ op. 72b
Ludwig van Beethoven Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 „Eroica“


Samstag, 27. Juni 2020, 11.00 & 17.00 Uhr

Musikverein, Großer Saal

Interpreten

Manfred Honeck, Dirigent
Wiener Symphoniker

Werke

Giuseppe Verdi Ouvertüre zur Oper „La Forza del Destino“ („Die Macht des Schicksals“)

Pjotr Iljitsch Tschaikowski Symphonie Nr. 5 e-moll op. 64


Samstag, 04. Juli 2020, 18.00 & 20.30 Uhr

Wiener Konzerthaus, Großer Saal

Interpreten

Rudolf Buchbinder, Klavier und Leitung
Wiener Symphoniker

Werke

Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 19
Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-moll op. 37


Sonntag, 05. Juli 2020, 18.00 & 20.30 Uhr 

Wiener Konzerthaus, Großer Saal

Interpreten

Rudolf Buchbinder, Klavier und Leitung
Wiener Symphoniker

Werke

Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15
Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58


Montag, 06. Juli 2020, 18.00 & 20.30 Uhr   

Wiener Konzerthaus, Großer Saal

Interpreten

Rudolf Buchbinder, Klavier und Leitung
Wiener Symphoniker

Werke

Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73


—| Pressemeldung Wiener Symphoniker |—

Mainz, Staatstheater Mainz, BEETHOVEN – EIN GEISTERSPIEL, 14.06.2020

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Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

BEETHOVEN – EIN GEISTERSPIEL
Koproduktion von Staatstheater Mainz und ZDF/3sat
Uraufführung am 14. Juni 2020, 11.40 Uhr in 3sat

Zum 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens plante das Staatstheater Mainz ein aufwändiges spartenübergreifendes Projekt, Anfang Mai sollte die Uraufführung im Großen Haus sein. Wegen der Coronapandemie mussten die physischen Proben eingestellt, die Premiere abgesagt werden. Das Theater reagierte schnell, Regisseur Jan-Christoph Gockel und Generalmusikdirektor Hermann Bäumer stellten sich der neuen Herausforderung, gestalteten die Proben um und überarbeiteten das Konzept. Die Theaterleitung ging auf das ZDF und auf 3sat zu und fand so einen starken Kooperationspartner. Gemeinsam entwickelten das Theater und die Verantwortlichen im Sender das Projekt weiter, sodass nun die außergewöhnliche Premiere einer Theatervorstellung für das Fernsehen zu erleben sein wird, die inhaltlich und ästhetisch weit über die gewohnten Streaming-Formate hinausgeht.

BEETHOVEN – EIN GEISTERSPIEL
Die Uraufführung   ist am 14. Juni 2020 um 11.40 Uhr in 3sat zu erleben

Als exklusive Vorab-Online-Premiere stellen 3sat und ZDFkultur das Stück bereits am Samstag, 13. Juni um 19.30 Uhr online, auf https://3sat.de und
https://zdfkultur.de.

Im Zentrum des großen biografischen Projekts, das das Staatstheater Mainz gemeinsam mit Jan-Christoph Gockel und Hermann Bäumer seit langer Zeit zum Jubiläum plante, sollten die weniger bekannten Werke Beethovens stehen, um so einen neuen Blick auf den Komponisten zu eröffnen. Zusammen mit dem Puppenbauer Michael Pietsch entstand eine Konzeption, die das schöpferische Werk, den Verlust des Gehörs und die damit verbundene Isolation des Künstlers ebenso wie die beispiellose Vermarktung Beethovens beleuchtet.
Nachdem die laufenden physischen Proben eingestellt werden mussten, blieb für das Theater die Frage: Wie können wir Gemeinschaft und Öffentlichkeit trotz aller Einschränkungen wiederherstellen?

Befeuert durch die Sehnsucht, die gesellschaftlichen und psychologischen Auswirkungen der aktuellen Situation zu reflektieren und künstlerisch zu übersetzen, entschlossen sich Theaterleitung, Produktionsteam und Ensemble, weiterzuarbeiten – per Online-Konferenz zunächst, später auf der Bühne unter Einhaltung aller Hygienevorschriften. Schnell wurde deutlich: Das Motiv von Beethovens Isolation, in der er große Phasen seines Lebens verbracht hat, bietet ein Substrat, aus dem eine fruchtbare Parallele zu dem gesellschaftlichen Zustand gezogenen werden kann, den wir heute mit dem unglücklichen Ausdruck „Social Distancing” belegen. Davon ausgehend entschied das Staatstheater Mainz, die Produktion zu einer außergewöhnlichen Premiere zu bringen. Die Theaterleitung nahm Kontakt zum ZDF auf und schnell entstand der gemeinsame Wille, Beethoven in seinem Jubiläumsjahr die Öffentlichkeit zu geben, die ihm gebührt! Seither arbeitet das Produktionsteam gemeinsam mit der Redaktion und dem Team von 3sat an Beethoven – Ein Geisterspiel, das am 14. Juni ausgestrahlt wird.

Entstanden ist jetzt ein Theaterabend, zu dessen Aufführung kein Publikum im Saal sitzen wird und der dennoch die Mittel des Theaters – und die des Films – vielfältig einsetzt.

Ludwig van Beethovens zunehmende Taubheit brachte ihn phasenweise in große Distanz zu seiner Außenwelt. Schon in seinem 32. Lebensjahr verfasst er einen Text, der uns als Heiligenstädter Testament bekannt ist und in dem er die sozialen Folgen der Ausgrenzung und seine Versuche weiterzuleben beschreibt. Er findet dafür nur ein Mittel: die Kunst.

Beethovens Text steht im Zentrum dieser Produktion, in der die Darsteller*innen ebenso getrennt voneinander agieren wie Beethoven es zeitweise von seiner Außenwelt tat. Dem gegenüber steht Beethovens persönliche, aber vor allem künstlerische Suche nach Gemeinschaft. Schillers Ode an die Freude vertonte er in der 9. Sinfonie und verdichtete damit in zwei Versen eine Sehnsucht, die immer wieder, besonders heute, die Seelen der Menschen zu einen scheint: „Seid umschlungen, Millionen! / Diesen Kuß der ganzen Welt!”

Trotz seiner fast vollständigen Gehörlosigkeit komponierte Beethoven weiter und schuf zentrale Werke. Um arbeiten und mit der Außenwelt kommunizieren zu können, nutzte er Hörrohre und Konversationshefte. Wir sind heute mit anderen technischen Möglichkeiten der Kommunikation ausgestattet, die uns erlauben, mit Menschen, denen wir nicht nahekommen dürfen, in Kontakt zu treten. Und hieraus generiert sich auch die Möglichkeit, dass die Zuschauer*innen den Theater-abend sehen können, ohne am gleichen Ort sein zu müssen. Das ist bei allem Phantomschmerz, den die geschlossenen Theater und die dadurch verhinderte Möglichkeit, sich als kritische Öffentlichkeit und in kultureller Gemeinsamkeit zu versammeln, auslösen, auch eine ästhetisch neue Perspektive: Das selbstverständliche Ereignis „Theaterbesuch” ist derzeit nicht möglich, wir können und müssen lernen, Musik neu zu hören und neue Wege in der Produktion und Rezeption von Kunst zu finden, die später kein Ersatz, sondern eine Bereicherung sein können.

„Als Beethoven sein Gehör verlor, machte er sich technische Hilfsmittel zunutze, um sozial und künstlerisch weiter existieren zu können“, unterstreicht Anne Reidt, Leiterin der ZDF-Hauptredaktion Kultur, „diese biografisch-historische Herausforderung spiegelt unsere Corona-Gegenwart. Das Projekt Beethoven – Ein Geisterspiel des Staatstheaters Mainz hat uns inhaltlich sehr überzeugt. Deshalb freuen wir uns, dass wir es dem Publikum im 3sat Programm und in den Mediatheken von 3sat und ZDF präsentieren können.“

3sat-Koordinatorin Natalie Müller-Elmau betont den besonderen Auftrag des öffentlich-rechtlichen Fern-sehens in der aktuellen Situation: „In Zeiten, in denen Kultur im öffentlichen Raum unmöglich ist, ist es unsere Aufgabe, diese in 3sat stärker stattfinden zu lassen. Wir freuen uns, dass wir in Corona-Zeiten gemeinsam mit dem Staatstheater Mainz den Zuschauer*innen diese Premiere im Fernsehen und virtuell präsentieren können.“

Doch noch durch einen weiteren Aspekt ist Beethovens Schaffen mit der aktuellen Situation verbunden: Wie kein zweiter Komponist steht Beethoven symbolisch für das vereinte Europa – zum einen, weil seine Werke schon zu Lebzeiten von London bis Prag gespielt wurden, aber auch, weil sein großer optimistischer Menschheitsappell, der Schlusssatz der Neunten Symphonie, eine beispiellose Rezeptionsgeschichte in der politischen Formierung Europas bis hin zur Erhebung in den offiziellen Hymnenstatus durchlebt hat.

„In diesen Wochen müssen wir beobachten, wie das europäische Ideal immer prekärer wird, Grenzen sind wieder geschlossen, es regieren die Nationalstaaten, die Autokraten nutzen die Situation dafür, demokratische Rechte weiter abzuschaffen, die Europäische Union erscheint machtlos“, betont Intendant Markus Müller, „und so lenkt das Jahr, das als große Feier für den berühmtesten Tonsetzer der Welt gedacht war, den Blick auf eine Frage, die der Basis von Beethovens Schaffen vielleicht viel näherkommt als jedes laut tönende Festival: Wie nah können wir einander sein — und wie können wir Solidarität im plötzlich über uns herein gebrochenen Zeitalter der Distanz neu definieren? — Auch darum bin ich sehr froh, dass wir diesen besonderen Theaterabend gemeinsam mit 3sat realisieren können!“

Der Theaterabend findet ohne Publikum im Staatstheater statt, vorproduziertes Film- und Tonmaterial sind in die Performance eingebettet. Auf der großen Bühne des Staatstheaters erwartet die Zuschauer*innen an den Bildschirmen ein gigantischer Beethoven-Vergnügungs- park, der ohne Besucher*innen auskommen muss. Ge- leitet wird er von Beethovens erstem Biografen, dem als Fälscher entlarvten ‚Geheimsekretär‘ Anton Schindler. Dieser führt durch den Abend und lenkt uns durch Beethovens Biografie. In getrennten Räumen auf der großen Bühne spielen und singen Ensemblemitglieder miteinander. Musik, Schauspiel, Film und das Puppenspiel von Michael Pietsch begegnen einander über Kunstgattungsgrenzen hinweg. Hermann Bäumer wird das Philharmonische Staatsorchester dirigieren, ohne dass die Musiker*innen in einem Raum sind. Große Orchesterstücke spielen die Musiker*innen getrennt voneinander ein und die Zuschauer*innen erleben, wie sich aus den Einzelstimmen ein großes Ganzes ergibt.

Bis sich, dank einer fruchtbaren Zusammenarbeit von Theater und Fernsehen schließlich aus allen musikalischen, darstellerischen und bildnerischen Versatzstücken eine Gesamterzählung zusammenfügt, die vor der Folie unserer bemerkenswerten Gegenwart eine völlig neue Dimension gewinnt.

BEETHOVEN – EIN GEISTERSPIEL
Ein Projekt des Staatstheater Mainz und von 3sat
Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Inszenierung und Fernsehregie: Jan-Christoph Gockel
Redaktion ZDF/3sat:
Jule Broda und Dietmar Klumm
Bühne: Julia Kurzweg
Kostüme: Sophie Du Vinage
Puppenbau und –spiel: Michael Pietsch
Video: De-Da Productions
Dramaturgie: Ina Karr, René Michaelsen und Jörg Vorhaben

Mit: Annika Baumann, Fiona Macleod;
Michael Dahmen, Vincent Doddema, Rüdiger Hauffe, Michael Pietsch
Mitglieder des Opernchors und des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz

—| Pressemeldung Staatstheater Mainz |—

Baden-Baden, Festspielhaus, Sehnsucht nach dem Miteinander, Festspiel-Saison 2020/2021

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Baden-Badener Festspiel-Saison 2020/2021

Sehnsucht nach dem Miteinander

Baden-Badener Festspiel-Saison 2020/2021 mit fünf Festivals, sieben Opern, Residenzorchestern aus Berlin, New York, St. Petersburg, München und Stuttgart –Intendant setzt auf die Macht der Musik und des Miteinanders.

Baden-Badens Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa ist fest davon überzeugt, dass Menschen schon bald wieder in großer Zahl gemeinsam Musik genießen werden können. Sein neues Programm der Saison 2020/2021 stellt er deshalb unter das Motto „Sehnsucht nach dem Miteinander“. Der Vorverkauf dazu beginnt heute (16. März 2020).

„Auch wenn wir derzeit noch von der Corona-Pandemie gebremst werden: Ich möchte mit dem neuen Programm Mut machen und positiv in die Zukunft blicken.“ Das Publikum, die Freunde und Förderer des Festspielhauses bittet Benedikt Stampa:Buchen Sie schon jetzt für die neue Saison und stellen Sie sich an die Seite so vieler wunderbarer Künstlerinnen und Künstler. Gemeinsames Musikerleben stärkt unsere Gesellschaft. Wir spüren gerade in der Corona-Krise schmerzhaft, wie sehr wir Konzerte, Opernabende und Ballett-Aufführungen vermissen. In ihnen schlummern seelische Abwehrkräfte.“

Fünf Festivals und sieben Opern

Fünf Festivals prägen das Saisonprogramm des Festspielhauses Baden-Baden 2020/2021.Sieben Opern, davon vier szenische Produktionen, bilden das Rückgrat der neuen Spielzeit“, so der Intendant. Sein zweites Baden-Badener Programm schärft zudem die Profile der einzelnen Baden-Badener Festspiele und beschäftigt sich wieder intensiv mit der Musikgeschichte des „Sehnsuchtsortes“ Baden-Baden. Die Opern Salome von Richard Strauss und Mazeppa von Peter I. Tschaikowsky werden in Baden-Baden neu inszeniert. Die Saison 2020/2021 beginnt am 20. September 2020. Sir Simon Rattle dirigiert Béla Bartóks Opern-Thriller Herzog Blaubarts Burg in einer konzertanten Aufführung.

Salome  –  neu inszeniert von Philipp Stölzl

„Die Herbstfestspiele 2020 werden mit der Neuinszenierung Salome von Regisseur Philipp Stölzl deutlich aufgewertet“, so Benedikt Stampa. Residenzorchester dieses Festivals (vom 28. November bis zum 6. Dezember 2020) sind die Münchner Philharmoniker, die neben ihrem Einsatz im Orchestergraben auch zwei Konzerte unter der Leitung ihres Chefdirigenten Valery Gergiev und eines mit Thomas Hengelbrock geben werden. Als Salome debütiert Evgenia Muraveva in Baden-Baden. Im Ensemble dieser Oper sind zudem Evelyn Herlitzius (Herodias), Michael Volle (Jochanaan) und Andrei Popov (Herodes).

Osterfestspiele 2012 – Mit den Berliner Philharmoniker 

Im Rahmen der Osterfestspiele 2021 mit den Berliner Philharmonikern dirigiert Kirill Petrenko die Tschaikowsky-Oper Mazeppa und leitet die konzertante Aufführung der Oper Francesca da Rimini von Sergei Rachmaninow. Die Neuinszenierung Mazeppa erarbeitet der russische Regisseur Dmitri Tcherniakov. Zu den Solisten der Oper zählen Olga Peretyatko (Maria), Ekaterina Semenchuk (Ljubow), Vladislav Sulimsky (Mazeppa) und Dmitry Ulyanov (Kotschubei). Um Tschaikowskys intensiver Auseinandersetzung mit den Werken Wolfgang Amadeus Mozarts nachzuspüren interpretiert Kirill Petrenko zudem am 29. März und am Karfreitag (2. April) dessen Requiem. Im Theater Baden-Baden entsteht im Rahmen der Osterfestspiele eine Neuinszenierung des Mozart-Singspiels „Zaide“.

Kameliendame –  von John Neumeier

Gleich zweimal kommt das Hamburg Ballett John Neumeier in der Spielzeit 2020/2021 nach Baden-Baden – im Herbst 2020 sowie zu Pfingsten 2021. Die schon traditionellen Ballett-Tage zu Beginn der Saison bringen dann John Neumeiers Nachtstücke und seinen Klassiker Die Kameliendame mit Musik von Frédéric Chopin. Sowohl im Herbst als auch zu Pfingsten lädt John Neumeier zu einer Ballettwerkstatt ein.

  Pfingstfestspiele 2021  – Hamburg Ballett – SWR Symphonieorchester

Zu den Pfingstfestspielen 2021 mit dem SWR Symphonieorchester kehren das Hamburg Ballett und John Neumeier zurück an die Oos. „Ich freue mich sehr auf Oliver Messiaens ‚Turangalîla‘-Sinfonie“, sagt Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa, denn „sie gehört zur DNA des SWR Symphonieorchesters und wurde von John Neumeier kongenial choreografiert.“ Werke des französischen Komponisten Messiaen sowie Gegenüberstellungen mit Kompositionen von Ravel, Wagner und Strawinsky prägen diese zweite Ausgabe der Festspiele im Zeichen der klassischen Moderne.

Mariinsky Ballett in den Winterfestspielen

Neben dem Hamburg Ballett John Neumeier bleibt das Mariinsky Ballett eine weitere feste Größe in Baden-Baden. Über die Weihnachtstage 2020 zeigt die Compagnie, deren Wurzeln im 18. Jahrhundert liegen, die Handlungsballette „Schwanensee“ und „Romeo und Julia“. In einer neu konzipierten Ballett-Gala am Zweiten Weihnachtstag tanzt die Compagnie Werke von Mikhail Fokine, Jerome Robbins und Marius Petipa. Die Residenz des Mariinsky Balletts firmiert unter dem Titel Winterfestspiele. „Auch dieses Festival möchte ich in den Folgejahren weiter profilieren“, so Intendant Benedikt Stampa, der zum Jahreswechsel Gastgeber des ARD-Silvesterkonzerts ist. Am 31.12.2020 leitet Teodor Currentzis das SWR Symphonieorchester. Auf dem Programm stehen Tschaikowskys Violinkonzert, die „Feuervogel“-Suite von Igor Strawinsky sowie Maurice Ravels „Boléro“.

Brahms mit Hengelbrock und Nézet-Séguin

Nach dem Erfolg der ersten Mikro-Festivals der Saison 2019/2020 hat das Festspielhaus Baden-Baden den Dirigenten Thomas Hengelbrock eingeladen, mit mehreren Ensembles im Herbst 2020 zentrale Werke von Johannes Brahms („Ein Deutsches Requiem“, „Ungarische Tänze“, Chormusik) und Johann Strauß zu interpretieren. Den Programm-Schwerpunkt Johannes Brahms greift im Sommer 2021 Yannick Nézet-Séguin auf. Er beginnt mit den Sinfonien 1 und 2 sowie dem 2. Klavierkonzert einen Brahms-Zyklus, der in den Folgejahren fortgesetzt werden soll. Musikalische Partner sind hier das Chamber Orchestra of Europe sowie die Solisten Andreas Ottensamer (Klarinette) und Yuja Wang (Klavier).

MET-Orchester erstmals wieder in Europa

Mit dem ersten Gastspiel des Orchesters der Metropolitan Opera New York seit fast 20 Jahren eröffnet Benedikt Stampa die Sommerfestspiele 2021 in Baden-Baden. „Yannick Nézet-Séguin möchte mit mir gern die Baden-Badener Musikgeschichte lebendig werden lassen“, sagt Benedikt Stampa, der den neuen Musikdirektor der MET auch als Liedbegleiter präsentiert. Am 2. Juli 2021 interpretieren der kanadische Dirigent und die Sopranistin Joyce DiDonato im Festspielhaus Baden-Baden Schuberts Winterreise zum Auftakt des Festivals. Dem Liederabend folgen Orchesterkonzerte, in denen Werke von Richard Strauss, Richard Wagner und Hector Berlioz im Mittelpunkt stehen. Berlioz dirigierte zu Lebzeiten häufig in Baden-Baden und schrieb hier auch Teile seiner Oper „Die Trojaner“. Auszüge daraus dirigiert Yannick Nézet-Séguin am 3. Juli 2021.

Zwei Aufführungen der Oper „Tosca“ und zwei Konzerte des Orchesters des Mariinsky Theaters beenden die Saison 2020/2021 im Festspielhaus Baden-Baden. Die Inszenierung der Puccini-Oper entstand 2007 in St. Petersburg und wird von Ensemble, Chor und Orchester des Mariinsky Theaters aufgeführt. In zwei Konzerten dirigiert Valery Gergiev zudem das Orchester des Mariinsky Theaters.

Stars der Oper in Konzerten

Die Liste großer Künstler-Namen, die 2020/2021 in Baden-Baden Konzerte und Opernaufführungen gestalten werden, ist lang. Intendant Benedikt Stampa heißt Cecilia Bartoli mit zwei halb-szenischen Aufführungen der Rossini-Oper La Cenerentola (6./8.11.2020) ebenso willkommen wie Diana Damrau, die gemeinsam mit Nicolas Testé am 4.12.2020 den Abend „Royal Affairs – Kings and Queens of Opera“ mitbringen wird. Auch Elena Garanca (14.11.2020), Sonya Yoncheva (12.6.2021) und Plácido Domingo (6.3.2021) werden erwartet.

Entertainment herzlich willkommen

Explizit wies Intendant Benedikt Stampa darauf hin, dass das Festspielhaus Baden-Baden auch Jazz, Pop und Musical ein guter Gastgeber sein möchte. „Ich freue mich in der Saison 2020/2021 auf eine neue Ausgabe des SWR3 New Pop Festivals, auf den modernen Klassiker ‚Stomp‘ und eine Serie des Musicals Ich war noch niemals in New York (13. bis 18.4.2021)“, so Benedikt Stampa.

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—

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