Ludwigsburg, Forum am Schlosspark, Walküre – Foster, Vogt, Kessler, Argiris, IOCO Kritik, 07.03.2019

Forum am Schlosspark in Ludwigsburg © Daniel Stauch

Forum am Schlosspark in Ludwigsburg © Daniel Stauch

Forum am Schlosspark Ludwigsburg

Walküre konzertant – Mit Weltklasse Besetzung

– Catherine Foster, Klaus Florian Vogt, Aris Argiris, Astrid Kessler –

von Peter Schlang

Die Stadt Ludwigsburg und das dort beheimatete Forum am Schlosspark, zugleich und eigentlich das Festspielhaus der weit bekannten Ludwigsburger Festspiele, begannen im vergangenen Jahr einen Zyklus, der wichtige Opern in konzertanter Form in hochkarätiger Besetzung präsentiert. Diese Aufführungsart hat in Ludwigsburg eine lange Tradition, die auch und vor allem bei den im Frühsommer stattfindenden Ludwigsburger Festspielen gepflegt wird.

Wagner‘sche Wohlklänge wecken Wonnegefühle – Im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg

Nach Beethovens Fidelio zum Auftakt wurde diese Reihe am 1. März 2019 mit Richard Wagners Walküre fortgesetzt, dem 2. Teil seiner Tetralogie Ring des Nibelungen. Zugpferde und Stars dieser Aufführung waren die auf allen großen „Wagner-Bühnen“ gefeierten und zur allerersten internationalen Garde der Wagner-Interpreten gehörenden Catherine Foster als Brünnhilde und Klaus Florian Vogt als Siegmund. Dazu kamen die zwar noch nicht ganz so im Rampenlicht stehenden, aber auf der Berühmtheits-Skala ständig nach oben kletternden Astrid Kessler als Sieglinde, Aris Argiris als Wotan, Monika Bohinec als Fricka und Magnus Piontek als Hunding.

Auch für das Oktett der Walküren waren mit Daniela Köhler, der kurzfristig für die erkrankte Regine Sturm eingesprungen Caroline Wenborne, Magdalena Hinterdobler, Sylvia Rena Ziegler, Franziska Krötenheerdt, Diana Selma Krauss, Nathalie Senf und Sophia Maeno in Ludwigsburg ausschließlich Sängerinnen zu erleben, die nicht nur den aufstrebenden Wagner-Interpretinnen zuzurechnen, sondern an führenden Häusern engagiert oder dort als Gäste zu erleben sind.

Fast die Hälfte der genannten Vokal-Solistinnen und -solisten sind Ensemble-Mitglieder oder „feste Gäste“ an den Theatern Chemnitz, die in einem bisher einmaligen Kraftakt im vergangenen Jahr den gesamten Ring-Zyklus in die Hände von vier Regisseurinnen legten und in viel beachteten Aufführungen auf die Chemnitzer Opernbühne brachten. Deren Orchester, die Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz, unter ihrem zur Spielzeit 2017/2018 ans Haus gekommenen Generalmusikdirektor Guillermo Garciá Calvo lieferten auch das musikalische Gerüst für diese Ludwigsburger Walküre, so dass es durchaus berechtigt erscheint zu schreiben, dass die Theater Chemnitz am 1. März in Ludwigsburg mit Richard Wagners Walküre ein konzertantes Gastspiel gaben.

Dieses war, dies sei gleich zu Eingang gebeichtet, vom Rezensenten mit recht gemischten Gefühlen erwartet worden, was nichts mit dem Ruf der Chemnitzer Oper, ihres Orchesters und der aufgebotenen Protagonisten zu tun hat, sondern ausschließlich darin begründet liegt, dass für den Betrachter nun einmal zu einer Opernaufführung alle entsprechenden Dimensionen gehören, ein Opernabend also im Prinzip nur als szenisches Live-Erlebnis auf einer Opernbühne vorstellbar ist und ungetrübten Genuss bieten kann.

Im Vorspiel zum ersten Akt der Walküre schienen sich diese Festlegungen, ja Befürchtungen, tatsächlich zu bestätigen, denn vom im Bühnenkasten platzierten Orchester drang zunächst ein eher matter, blasser, ja verschwommener Wagner-Klang an die Ohren des schreibenden Zuhörers, der keinerlei Bemühungen um Phrasierung und Dynamik erkennen konnte. Dies mochte zum einen an der speziellen Ludwigsburger Bühnensituation und an der dafür recht mächtigen Orchester-Besetzung gelegen haben, so dass wichtige Orchesterteile weit hinten an der Bühnenwand zu sitzen kamen. Auf jeden Fall klangen die ersten Takte wie hinter einem stark dämpfenden Vorhang oder aus einer schallgedämmten Kiste.

Vielleicht war dafür aber auch – zweitens – diese für den Verfasser eher ungewohnte, neue Aufführungsart einer großen Oper verantwortlich, an die sich – drittens – auch die Instrumentalisten und ihr mit größter Umsicht und Feinfühligkeit agierender Leiter, der eingangs erwähnte 40jährige spanische Dirigent Guillermo Garciá Calvo, erst gewöhnen mussten. Jedenfalls erwiesen sich weitergehende Befürchtungen im weiteren Verlauf des Abends als unbegründet, und diese Irritationen verschwanden spätestens mit dem Auftritt Sieglindes und Siegmunds. Allerdings blieb auch am Ende dieses fast fünfstimmigen Opernabends die Erkenntnis, dass Wagners Musik von der Konzertbühne herab völlig anders wirkt oder zumindest im Ohr ankommt, als wenn sie wie üblich aus dem Orchestergraben erklingt.

Forum am Schlosspark in Ludwigsburg © Daniel Stauch

Forum am Schlosspark in Ludwigsburg © Daniel Stauch

Dennoch bescherte diese „Ludwigsburger Walküre“ eine große Fülle an schönen und beglückenden Momenten sowie wunderbaren musikalischen wie darstellerischen Eindrücken. Dabei entspringt das letzte Adjektiv keinem Versehen oder der schmerzhaften Erinnerung des Autors an denkwürdige szenische Aufführungen, sondern soll ausdrücken, dass diese Ludwigsburger Version als mindestens „halb-szenische“ bezeichnet werden kann. Der Grund dafür waren nicht nur die passgenauen Auftritte der Solisten in eine Szene, die sie nach ihrem Ausscheiden aus derselben auch umgehend verließen. Erfordern Libretto und Handlung aber ein weiteres, passives Verweilen der Darsteller auf der Bühne, setzten sie sich zuhörend auf die für Konzertsänger üblicherweise vorgehaltenen Stühle. Dieses Zuhören geschah jedoch nicht passiv, sondern in der Form aktiv, dass die Sängerinnen und Sänger deutlich sichtbar und mindestens mimisch auf den Auftritt ihrer Kolleginnen und Kollegen reagierten.

Diese körperliche Präsenz und Reaktion wuchs sich den aktiven Phasen einer Szene fast zum Spiel aus, so dass die inneren Vorgänge der Rollen in zwar kontrollierten und begrenzten, aber deutlich sichtbaren Bewegungen und klarer Gestik und Mimik auch äußerlich wahrnehmbar wurden.  Sehr schöne sinnliche Szenen ergaben sich dadurch in der Interaktion von Siegmund und Sieglinde, drastisch-dramatische zwischen Göttervater Wotan und seiner bisherigen Lieblingstochter Brünnhilde. Diese Personendramaturgie ging allerdings weder ins Kitschige noch zu Lasten des Gesangs und seiner Prägnanz wie Präsenz. Vielmehr zeigte sich hier der große Vorteil einer solchen Dramaturgie bzw. Aufführungsform: Man konzentriert sich als Zuhörer voll und ohne Probleme auf die Musik, sei sie nun rein instrumental oder vokal mit entsprechend orchestraler Begleitung und Untermalung. Und bei den Vokalpartien überzeugte darüber hinaus die hohe Musikalität und Wortverständlich, vor allem wenn solche Sängerinnen und Sänger am Werke sind, wie es in Ludwigsburg der Fall war. So können Wagners Texte ihre ganz Urgewalt entfalten – und den Zuhörer hin und wieder auch an die Grenzen seines textlichen Fassungs- und Begriffsvermögens führen.

Größten Anteil an dieser denkwürdigen und beeindruckenden Walküre hatten, und das nicht nur wegen des beachtlichen Umfangs ihrer Rolle, die eingangs zuerst aufgeführten je zwei Sängerinnen und Sänger, und hier wiederum allen voran die Darstellerin der Brünnhilde, Catherine Foster, und der Sänger des Siegmund, Klaus Florian Vogt. Beide bewiesen in je makelloser Weise ihre internationale Extraklasse und betörten durch ihre dem Charakter ihrer Rolle wie angemessene, absolut schlüssige, ja aufregende Interpretation. Catherine Fosters Brünnhildes bestach durch ihre so menschlichen, in allen emotionalen Lagen berührenden Züge und eine Stimme, die in allen Stimm- und Gefühlslagen mitriss und begeisterte. Ja, wie fabelhaft diese Sängerin ihre vokalen Fähigkeiten einsetzt und auch in Extremlagen traumwandlerisch beherrscht, grenzt wirklich an ein Wunder und zeugt von größter Meisterschaft und intensivstem Rollen- wie Menschen-Studium. Diese Beschreibung gilt ohne jeden Abstrich auch für Klaus Florian Vogt, der mit seinem stets leicht und sauber geführten, so samtigen Tenor dem Duktus der Wagner‘schen Musik und dem seiner Rolle in betörender Weise entsprach. Er gestaltete die liedhaften Passagen mit genauso großer Intensität wie die dramatischen Ausbrüche. Das große Wunder war hier zusätzlich, dass dem Sänger dieser ja unglaublich schweren und kräftezehrenden Rolle auch gegen Schluss keinerlei Schwäche oder Ermüdung anzumerken war und er seine Stimme noch in den letzten Takten sicher, kraftvoll und dennoch samtweich führte: das stimmliche Heldentum stand dem dramatisch vorgegebenen in keiner Weise nach.

Gegen diese beiden Ausnahmesänger-Darsteller sollten es normalerweise die übrigen Protagonisten deutlich schwerer haben – nicht so aber an diesem ersten Märzabend in Ludwigsburg. So gab Astrid Kessler mit ihrem strahlend-glänzenden wie kraftvoll-energischen Sopran eine Sieglinde, der man ihre Liebe zum unbekannten Gast genauso abnahm wie ihr Erschrecken über die aus dieser Liebe und den verwandtschaftlichen Beziehungen resultierenden Folgen. Klang ihre Stimme anfangs in den Höhen noch etwas scharf, überzeugte sie alsbald in allen Lagen, und die gemeinsamen Auftritte mit ihrem „geliebten Bruder“ waren unvergleichliche Momente dieses gesanglich ja wirklich sensationellen Wagner-Abends.

Für dessen Erfolg garantierte auch der Wotan des griechischen Bassisten Aris Argiris, dessen Stimme eingangs leicht belegt wirkte, der dann aber einen absolut souveränen, allen musikalischen wie stimmlichen Anforderungen gewachsenen Göttervater gab. Sein tiefgründiger, wirklich „rabenschwarzer“, dennoch von großer Dynamik und Flexibilität geprägter Bass machte das „Göttergewaltige“ und „den Himmel Beherrschende“ genauso erfahrbar wie das Erdbezogene und von großem Verständnis zeugende, ja gütige Auftreten gegenüber seinen Zwillingskindern. An diesem hervorragenden Eindruck änderten auch leichte Trübungen gegen Ende des 3. Aktes kaum etwas und unterstellt, dass Aris Argiris noch an Erfahrung, Ökonomie und Durchhaltevermögen gewinnt, wird man diesen fabelhaften Sänger alsbald in Bayreuth und auf anderen berühmten Bühnen erleben können.

Allenfalls Monika Bohinec als Fricka und Magnus Piontek als Hunding vermochten in ihren Rollen nicht ganz bzw. durchgehend auf dem beschriebenen Niveau zu überzeugen, doch waren die hier vom Rezensenten gehörten farblichen und gestalterischen Schwächen eher punktuell und nicht so schwerwiegend, dass sie den positiven, ja begeisternden Eindruck dieses Abends getrübt hätten. Dies gilt auch für den Chor der acht Walküren, auch wenn man sich diesen insgesamt etwas harmonischer und ausgeglichener gewünscht hätte. So beschlich den Rezensenten das lebhafte Gefühl, dass die eine oder andere der Walküren vom Pferd gestürzt und im Kampfgetümmel etwas die Orientierung verloren hatte…..

Daran mochte auch das ansonsten tadellose Orchester ein wenig Anteil haben, indem es an zwar wenigen Stellen, aber da doch deutlich die Oberhand hatte und so den Sängerinnen und Sängern ein wenig die ansonsten starke  Unterstützung versagte. Allerdings muss man zur Ehrenrettung aller Beteiligten nochmals betonen, dass eine solche „konzertante Aufführung“ sowohl vom Orchester als auch vom singenden Personal Höchstleistungen abverlangt, was Hörvermögen, Konzentration und Koordination betrifft. Ja es bleibt dem naiven Betrachter recht schleierhaft, wie etwa der Dirigent und seine Musiker/innen vom Gesang der vor ihnen agierenden Solistinnen und Solisten so viel mitbekommen, dass sie entsprechend reagieren können. Diese Schwierigkeit mag auch erklären, dass man den Orchesterklang stellenweise als zu wenig „wagnerisch“ und eher italienisch-spanisch geprägt empfand. Dies führte aber auch wieder über weite Strecken zu der schon gerühmten großen Durchhörbarkeit und Transparenz, was sowohl dem Klang einzelner Orchestergruppen und Solo-Instrumente als auch der Hörbarkeit der Gesangssolisten und deren Wortverständlichkeit sehr zu Gute kam.

Wer sich von all dem selbst überzeugen möchte, hat dazu mindestens dreifache Gelegenheit: Die Ludwigsburger Aufführung wurde nämlich vom Deutschlandfunk und vom Südwestrundfunk mitgeschnitten und ist am Samstag, dem 25. Mai ab 19.05 Uhr auf Deutschlandfunk Kultur zu hören. Und die nächsten zyklischen Aufführungen des Ring des Nibelungen an den Theatern Chemnitz finden vom 18. bis 22. April (Ostern) und am 30. Mai, 1., 8. und 10. Juni 2019 (Pfingsten) statt

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Halle, Händel – Festspiele, 2017 : Barocke Kriege in Oper und Oratorien, IOCO Aktuell, 02.07.2017

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Theater und Orchester Halle

Oper Halle © Falk Wenzel

Oper Halle © Falk Wenzel

Die Händel-Festspiele in Halle an der Saale

Barocke Kriege in Oper und Oratorium, dazu Händel-Pastete vom Feinsten

Von Guido Müller

Händel Logo © Händel Festspiele Halle

Händel Logo © Händel Festspiele Halle

Im Juni  2017 sind in Halle die Händel-Festspiele 2017 zu Ende gegangen. In über hundert Veranstaltungen widmeten sich diese Händel Festspiele dem Thema Original oder Fälschung mit einem besonderen Schwerpunkt auf Oratorien. Aber auch die Oper kam nicht zu kurz. Das letzte Händel-Oratorium Jephta wurde dann auch zur Eröffnung in der Oper von Halle szenisch aufgeführt. Eine Besprechung bei IOCO folgt zur Wiederaufnahme bei den kleinen Festspielen Händel im Herbst im November 2017 in der Saalestadt.

Zur bewährten Programmdramaturgie der Händel-Festspiele gehört auch, den Vorjahresbeitrag der Oper Halle nicht nur im Herbst sondern auch im folgenden Frühsommer aufzunehmen. Diesmal ist es die Inszenierung des eher selten aufgeführten königlichen Familiendramas Sosarme (1732) durch Philipp Harnoncourt, Sohn des kürzlich verstorbenen Dirigenten Nikolaus Harnoncourt. Dieser bringt schon von zu Hause den Sinn für historische Aufführungspraxis mit, den er hier mit einer frechen, behutsam aktualisierenden Inszenierung verbindet, die aber nie gewaltsam aufgesetzt wirkt. Bernhard Forck dirigiert das Händel-Festspielorchester Halle auf historischen Instrumenten nach leichten Unsicherheiten zu Anfang in der ersten von zwei Vorstellungen dann doch schnell frisch, lebendig und inspiriert. Bald verbreitet das Händel-Festspielorchester Halle eine geradezu prickelnde barocke Stimmung zwischen Orchestersolisten und Sängern.

Die Inszenierung von Harnoncourt bietet szenischen Spielwitz und Selbstironie, so daß das junge Sängersensemble sichtlich mit viel Spaß agiert. Geschickt werden auch die Wiederholungsteile der Dacapoarien mit immer neuen lebendigen Einfällen aufgepeppt, so dass nie Langeweile in dieser sprühenden Inszenierung aufkommt.
Auch in Sosarme steigert zudem Händel in der komplizierten königlichen Familiengeschichte im geschickten Wechsel der langsamen und schnellen Arien und der Stimmfarben der Protagonisten von Szene zu Szene die Dramatik. In dieser Oper geht es Händel schon deutlich weniger um die Demonstration der enormen stimmlichen barocken Verzierungsakrobatik wie in seinen frühen Heldenopern sondern um psychologischen Gefühlsausdruck, der auf Vorklassik und Klassik hindeutet.
Bei Händel spielt die Handlung im antiken Kleinasien. Für seine Zeitgenossen waren Parallelen der Handlung zum Konflikt zwischen dem englischen König und dem Prinzen von Wales deutlich erkennbar. Die Inszenierung in Halle verlegt das Ganze in eine leicht trostlose britische Vorstadtsiedlung, die nach Angriffen von Jugendbanden so bürgerkriegsmäßig herunter gekommen wirkt wie ein Londoner Vorort nach den gewalttätigen Jugend-Unruhen nach der Jahrtausendwende. Schließlich ist zu Beginn im Libretto auch von einer hungernden Bevölkerung in einer belagerten Stadt die Rede, die es zu befreien gilt.

Händel Festspiele Halle / Michael Taylor als Argone mit Komparsen © Falk Wenzel, Theater Oper und Orchester Halle

Händel Festspiele Halle / Michael Taylor als Argone mit Komparsen © Falk Wenzel, Theater Oper und Orchester Halle

Michael Taylor stellt mit seiner betörenden Countertenorstimme den aufsässig-revoltierenden Königssohn Argone in Lederjacke dar, der nach anfänglichem Zögern seine Jugendgang zum Krieg anstiftet. Ihm zur Seite stehen der Vater König Haliate, treffend tenoral durch Robert Sellier charakterisiert, und dessen engster Berater und Intrigant Altomaro, den David Ki Hyun Park mit betörendem tiefen und bedrohlichen Bass gestaltet. Die junge Altistin Julia Böhme verleiht dem unehelichen Sohn Haliates und Enkel Altomaros, Melo, ein edles tiefes und samtiges Timbre.
Auf der Gegenseite stehen die Braut Elmira und ihr leicht verträumt gezeichneter, edelmütiger und friedfertiger königlicher Geliebter Sosarme. Unterstützung findet das Paar bei der Gattin des Königs und Mutter des rebellischen Argone.
Henriette Gödde verkörpert für mich in dieser Aufführung diese Rolle der Erenice als leidende, mißhandelte Mutter und zugleich mutige Königin in besonders anrührender Weise. Stimmlich wie darstellerisch ist sie die eigentliche Hauptfigur der Oper. Ihr hat Händel besonders ausdruckstarke Arien gewidmet. Mein persönlicher Höhepunkt der Vorstellung war ihre stark berührende Darstellung in der tief traurigen Arie „Cuor di madre e cuor di moglie“ im dritten Akt mit konzertierender Solo-Violine. Darin schildert sie ihre innere Zerrissenheit vor einem Duell zwischen Sohn und Ehemann so wie es nur Händel schafft.

Händel Festspiele Halle / Benno Schachtner und Ines Lex © Falk Wenzel / Theater Oper und Orchester GmbH Halle

Händel Festspiele Halle / Benno Schachtner und Ines Lex © Falk Wenzel / Theater Oper und Orchester GmbH Halle

Ein weiterer Höhepunkt in der Aufführung ist das hinreißende Siciliano Andante-Duett im zweiten Akt zwischen Sosarme und seiner Braut Elmira. Der stilistisch wie in den Stimmfarben technisch perfekt seine Stimme nuancierende Countertenor Benno Schachtner und die gleichermaßen wunderbar lyrisch wie koloratursicher singende Ines Lex berühren dabei gesanglich ebenso stark wie sie das Publikum in glänzender Spiellaune immer wieder zu Szenenapplaus animieren. Sosarme wurde schließlich dem berühmten Kastraten Senesino in die Gurgel geschrieben und Elmira der großen Händel-Diva Anna Strada del Pò. Benno Schachtner und Ines Lex erweisen sich deren vollkommen würdig.
Der Regisseur lässt den im Kampfe fast tödlich verletzten Sosarme mit angehefteten Blutfetzen, den man je nach Bedarf abnehmen und wieder aufkleben kann, im Krankenbett mit Infusion im schmachtenden Liebesduett zur glucksenden Freude des Publikums auch mal mit seiner Braut unter die Bettdecke kriechen.

Händel Festspiele Halle / Benno Schachtner als Sosarme © Falk Wenzel / Theater Oper und Orchester Halle

Händel Festspiele Halle / Benno Schachtner als Sosarme © Falk Wenzel / Theater Oper und Orchester Halle

Insgesamt machte die Wiederaufnahme von Sosarme 2017 an der Oper Halle auch dem Publikum großes Vergnügen. Alle Sängerdarsteller wie das Händel-Festspielorchester Halle haben sich gegenüber 2016 noch einmalstark gesteigert.

Biblisches Kriegsdrama und zwei starke Frauen.

Neben Händels erstem Oratorium Esther und dem Messiah in der Dubliner und in der Londoner Fassung wurde in der voll besetzten Marktkirche von Halle Händels packendes Oratorium Deborah direkt an seinem Taufstein aufgeführt. Die zahlreichen Originalplätze der Händel-Zeit machen den großen Reiz der Festspiele in seiner Geburtsstadt aus. Händel komponierte das Werk 1733 ein Jahr nach Sosarme in großer Eile. So erlauben die Händel-Festspiele in Halle immer wieder interessante direkte Vergleiche zwischen seinen Werken. Auch nach seinen ersten Oratorien komponierte Händel nämlich auch noch weiter zwölf teilweise zu den wichtigsten seiner Opern zählende Werke wie Ariodante (1734), Alcina (1735) und Serse (1737).
Auch in Deborah standen Händel mit Anna Maria Strada del Po als Deborah und Senesino als Barak die Gesangstars seiner Operncompagnie zur Verfügung. Daher war die Neugier des Londoner Publikums auf dieses Werk so groß, daß der kaufmännisch versierte Händel zum Ärger der Subskribenden die Preise für die Uraufführung erhöhte. Die ersten Aufführungen fanden dann auch nicht in einer Kirche sondern im King’s Theatre am Haymarket statt. Das Oratorium wurde schon zu Händels Lebzeiten eines der beliebtesten in Großbritannien und noch Mendelssohn-Bartholdy schätzte das Werk sehr und führte es in einer eigenen Bearbeitung auf.

In Halle erleben wir einem zwanzigköpfigen Spitzenchor und ein Orchester aus Krakau, die Capella Cracoviensis, unter der dramatisch-bewegten musikalischen Leitung von Jan Tomasz Adamus mit durchgängig herausragenden Solisten. Für einen Händel-Liebhaber ist es faszinierend zu verfolgen, wie der Komponist eigene Chöre aus seinen Coronation Anthems oder Musik der Brockes-Passion nicht einfach nur recycelt sondern weiter entwickelt. Auch hier steht wie in vielen Oratorien Händels eine kriegerische Konfrontation aus dem Alten Testament – hier zwischen Israeliten und Kanaaiten – im Mittelpunkt. Im Zentrum der Handlung stehen aber zwei mutige Frauen: die Prophetin Deborah und die junge Jael.

Händel hatte mit seinem Librettisten Samuel Humphreys das englischsprachige Werk der englischen Königin Caroline gewidmet mit der Bemerkung, dass sie in dem Oratorium die alttestamentarische Heldin Deborah darstellten, wie sie für das Glück ihres israelitischen Volkes wirkte, sie würde jedoch von der Königin Großbritanniens übertroffen werden. Daher lobt das teilweise grausame Vorgänge schildernde Werk ganz besonders nachdrücklich und geradezu voremanzipatorisch den Heldenmut der Frauen. Der katalanische Countertenor Xavier Sabata singt wie gewohnt großartig den Barak und die Engländerin Rebecca Bottone die Deborah. Die Marokkanerin Hasnaa Bennani gestaltet mit glockenhellem Sopran die Jael. Diese junge Sängerin, die es in Zukunft zu beachten gilt, gewann 2011 den ersten Preis für Barockgesang im französischen Froville, eine der renommiertesten Auszeichnungen für Sänger im Bereich Alter Musik. Eine ebensolche äußerst positive Entdeckung war für mich der polnische Altist Micha Czerniawski als Bösewicht Sisera, der dem London Händel Festival besonders verbunden ist und gerade auf allen großen Alte-Musik-Festivals für Furore sorgt.

Der einzige Wermutstropfen für mich in diesem herrlichen Konzert war, dass zwischen der letzten Arie des Barak und dem großen auf Alleluja endenden Schlußchor das dramaturgisch äußerst wichtige Accompagnato-Rezitativ der Deborah gestrichen wurde. So etwas sollte bei einem Händel-Festival heutzutage vermieden werden, denn Händels Werke sind in allen Teilen musikalisch und dramaturgisch sehr bewusst so aufgebaut, dass nicht einfach Steine herausgebrochen werden können, ohne das Gleichgewicht zu zerstören.

Bukolisch-barocke Marionetten-Helden-Operette.

Im weiteren Verlauf der Händel-Festspiele gab es die Möglichkeit an drei Tagen Händels Dramma per musica Giustino von 1736 an einem besonderen Ort in einer einzigartigen Inszenierung und Atmosphäre zu erleben. Daher waren alle drei Vorstellungen schon lange im voraus ausverkauft.

Goethe-Theater Bad Lauchstädt © Historische Kuranlagen und Goethe-Theater Bad Lauchstädt GmbH

Goethe-Theater Bad Lauchstädt © Historische Kuranlagen und Goethe-Theater Bad Lauchstädt GmbH

Im von Goethe persönlich konzipierten und fast unversehrt erhaltenen, gerade im Prozess der behutsamen gründlichen Restaurierung befindlichen Goethe-Theater im Kurpark von Bad Lauchstädt südlich von Halle wurde die selten gespielte Oper Giustino von einer Mailänder Marionetten-Truppe unter Eugenio Monti Colla aufgeführt. Da es sich bei dieser Oper eher um eine bukolische barocke Helden-Operette als ein Musikdrama mit psychologischem Tiefgang handelt, wo ein Hirte wie im Märchen nach vielen Abenteuern mit Bären und Seemonstern Vizekaiser von Byzanz wird und die Kaisertochter bekommt, bietet sich das Werk für eine solche Umsetzung mit Puppen besonders an. Händel hatte das Werk zeitgleich in einer Trias mit Arminio (den es 2015 und 2016 in Halle zu sehen gab) und Berenice (die 2018 in Halle zu sehen sein wird) verfasst.

Bereits 2011 hatte dasselbe italienische Puppentheater Carlo Colla e Figli  Händels frühe Ritter-Abenteuer-Oper Rinaldo mit großem Erfolg auf die Bühne des Goethe-Theaters gebracht und auf Tourneen gezeigt. Das entspricht der Tradition dieser Puppentheater, die bereits im 18. Jahrhundert die großen Opern aus Neapel, Mailand oder Venedig mit den berühmtesten Kastraten und Sängerinnen in vereinfachter und verkürzter Version als Wanderbühne in kleinen Städtchen aufführten. Auch diese Giustino-Produktion wird zunächst nach Winterthur weiter ziehen.

Aufgespielt hat das die bereits 1984 gegründete Berliner Lautten Compagney um Wolfgang Katschner am Pult. Auch seinem Orchester auf historischem Instrumentarium eignet eine besondere spielerische und farbig-swingende Herangehensweise, indem z. B. im Schlagwerk des Basso Continuo der Perkussion-Virtuose Peter A. Bauer auch Kastagnetten, alle möglichen Arten von Rasseln und Landknechtstrommeln verwendet. Die Sänger singen von der Empore zur rechten und linken Seite zum Spiel der farbenfrohen Marionetten in buntesten barock-byzantinischen Bühnenbildern, die sich als Schiebekulissen leicht wechseln lassen. Die Marionetten und ihre wechselnden Kostüme sind mit viel Liebe bis ins kleinste Detail hergestellt. Wer sich einen Rest kindlicher Begeisterungsfähigkeit erhalten hat, wird restlos entzückt sein so wie das Publikum in den eng besetzten Sitzbänken und auf der Galerie im Goethe-Theater. Es reagierte zum Schluss dann auch wie eine entfesselte Rasselbande mit Getrampel, rhytmischem Klatschen, Bravorufen und Standing-Ovations, wie wenn im Kasperletheater am Ende alles gut ausgegangen ist.

So reizvoll die Idee und Umsetzung durch Marionetten mit ihren bunten optischen Reizen auch sind, so zeigen sich doch auch die Grenzen einer solchen Inszenierung. Gerade in den Dacapo-Arien sind wir es seit den Regietheater-Zeiten der 1980iger Jahre, für die ein Peter Konwitschny an der Oper Halle, ein Harry Kupfer, der einen legendären Giustino an der Komischen Oper Berlin inszenierte (aus dem die Mailänder im Auftritt des Hirten Giustino inmitten seiner Tiere sogar ehrfürchtig zitieren), oder auch der langjährige Intendant der Oper Halle und Countertenor Axel Köhler stehen, gewohnt, dass die Wiederholungen des A-Teils der Dacapo-Arie zu einer psychologischen Vertiefung der Personen oder Szenen verwendet. Hier stoßen Marionetten in Mimik und Gestik trotz aller handwerklich feinen Arbeit an ihre Grenzen. Auch das Repertoire der Arm- und Beinbewegungen ist trotz aller Akrobatik der Spieler durch die Fäden in immerhin gut drei Stunden schnell erschöpft. Hinsichtlich der musikalischen Seite gab es zum Glück aber auch kaum Kürzungen.

Es ist also der szenisch-optische Reiz, mit dem z.B. ein Bär, dem nach dem Erlegen durch Giustino der rote Stoffbauch aufklappt, ein großes Seeungeheuer oder an vielen Fäden schwebende Vöglein und Putten die Zuschauer auf geradezu naive Weise verzaubern. Die Truppe aus Mailand zeigt dabei eine unerschöpfliche Fantasie. Und dazu kommt der Reiz der Abstimmung zwischen menschlichen Stimmen und Puppen. Die herausragenden Sänger verliehen den Personen der komplizierten Intrigen und Wunder am Hof von Byzanz Profil und Tiefe. Besonders gefielen mir der vor allem im mittleren und unteren Register tonschön singende Countertenor Owen Willetts in der Titelrolle, und Helena Rasker mit profunder Altstimme. Fanie Antonelou verzauberte mit ihrem klaren Sopran, den sie vor allem in dem ohne Begleitung als purem Gesang mit Echos vorgetragenen Arioso „Per me dunque il ciel“ im 2. Akt zeigen konnte. Sylvia Rena Ziegler (Mezzosopran) verlieh dem Kaiser ein schönes stimmliches Profil. Auch Andreas Post (Tenor), Drew Satini (Bariton) und Shadi Torbey (Bass) standen dem in nichts nach.

Der musikalische Hauptakteur in dieser an raffiniertesten Bläserstimmen und instrumentalen Mischungen besonders reichen Hirten- und Naturoper war für mich aber die Lautten compagney Berlin unter Wolfgang Katschner mit makelloser Blockflöte, zwei Oboen, Fagott, zwei Hörnern und Trompete. Weit über jede Routine hinaus belebten sie die ganze Aufführung der Händel-Oper in diesem reizvollen historischen Theaterraum, in dem Goethe bereits Schiller inszeniert und der junge Richard Wagner Mozart-Opern dirigiert hat.

Eine Pasticcio-Oper oder eine Händel-Pastete mit fremden Zutaten

Am vorletzten Tag der Händelfestspiele gab es eine wirkliche Novität und Überraschung. Als konzertante deutsche Erstaufführung wurde ein Pasticcio aufgeführt, eventuell von Georg Friedrich Händel nach einem Hinweis seines englischen Agenten in Italien Owen Swiney in Kooperation mit den Sängerstars Senesino, Francesca Cuzzoni und Giuseppe Maria Boschi zusammen gestellt: Elpidia von 1725. Solche Zusammenstellungen von Arien verschiedener Komponisten in einem neuen inhaltlichen Zusammenhang gab es im 18. Jahrhundert nicht nur in Italien oder Deutschland sondern auch unter der musikalischen Leitung von Händel am Cembalo in London sehr häufig. So wie Händel in seinem Oratorium Deborah eigene, oft nur einmal für andere Zwecke aufgeführte Musik wieder verwandte, wurden wie in einer Pastete Reste von noch unbekannten Arien aus verschiedenen Werken meistens italienischer Erfolgskomponisten zusammengestellt. Händel stellte solche Opern-Pasteten auch aus eigenen Werken zusammen wie z.B. im Fall des Oreste, der 2018 in Halle aufgeführt wird.

Georg Friedrich Händel Grabstätte in Westminster Abbey © IOCO

Georg Friedrich Händel Grabstätte in Westminster Abbey © IOCO

In diesen Fall wurden 1725 in zwei Aufführungsserien am Londoner King’s Theatre Haymarket unter dem Titel L’Elpidia, ogero li rivali generosi Stücke vor allem der jüngsten Opernsaison in Venedig 1724/25 zusammengestellt aus Leonardo Vincis Opern Ifigenia in Tauride und Rosmira fedele sowie von Giuseppe Maria Orlandini, Antonio Lotti, Domenico Sarri, Geminiano Giacomelli und Giovanni Maria Capelli.
Das Werk firmierte lange unter dem Namen von Leonardo Vinci, dessen Werke in den vergangenen Jahren auch durch szenische Aufführungen wieder größere Beachtung finden. Händel schätzte diesen 1725 in London noch fast unbekannten neapolitanischen Kollegen so sehr, dass er auch ganze Opern von ihm unter seiner Direktion aufführen ließ. In den letzten Jahren hat sich das Interesse auch den Pasticci zugewandt, die besonders bei den Händel-Festspielen Halle jährlich aufgeführt werden.
Elpidia kam nun zur Aufführung in den Franckeschen Stiftungen in Halle, das als Waisenhaus die Entsprechung zu dem von Händel besonders unterstützten Foundling Hospital in London ist und an denen der junge Händel wohl selber als Student unterrichtet hatte.

Das Opern-Konzert unter der grandiosen musikalischen Leitung des italienischen Oboisten Leo Duarte mit dem Orchester der Opera Settecento war ein Ereignis der Sonderklasse! Für mich war es der Höhepunkt der diesjährigen Händel-Festspiele.
Erst seit 2015 widmet sich das Ensemble in London unter Duartes Leitung mit wechselnden jungen Sängern der Spitzenklasse Ausgrabungen vor allem von Opern im neapolitanischen Stil z.B. von Pergolesi oder Hasse. Die weibliche Hauptpartie der Elpidia wurde von Erica Eloff mit großem stimmlichen Einsatz und Dramatik gestaltet, der Countertenor Tom Verney, der erst kurzfristig eingesprungen war, sang die Hauptpartie des Olindo in Perfektion. Ihnen zur Seite gestellt war der hinreißend singende und schauspielernde Tenor Rupert Charlesworth (Vitige). Der Countertenor Michael Taylor sang den Ormonte mit Schmelz und notwendiger Leidenschaft. Ciara Hendrick erströmte ihren jugendlichen süßen Sopran (Rosmilda) und Christopher Jacklin durfte als Belisario seine kunstvollen Bass-Koloraturen beisteuern. Alle bekommen sich gewaltig in die Haare. Und natürlich geht es darum, wer Elpidia am Ende gewinnt.

Es war wirklich toll und Händel oder das Teamwork haben 1725 eine gute Auswahl der Arien der Kollegen getroffen. Aber zum wirklichen Ereignis wird das Ganze erst, wenn man so erstklassige Sänger hat, wie in dieser Produktion aus London, die das Ganze unter einer so durchglühenden und tänzerisch beschwingten Leitung so hinreißend gut interpretieren! Es war sensationell gut gesungen und musiziert! Da freut man sich schon, wenn das Ensemble 2018 mit der Händel-Pastete, pardon Pasticcio, Ormisda zu den Händel-Festspielen 2018 in Halle zurück kehrt.

HändelFestspiele 2018  Halle –  25.05. bis 10.06.2018

Auch 2018 gibt es wieder einen bunten Strauß an Opern von Händel, wie Berenice, Parnasso in festa, Ormisda, Oreste, Muzio Scevola, Rinaldo und Arianna in Creta, außerdem die Oratorien Jephta (szenisch), Samson, Messiah, Chandos Te Deum sowie Festkonzerte mit Joyce DiDonato, Sophie Karthäuser, Magdalena Kožená, Nathalie Stutzmann, Julia Lezhneva und Max Emanuel Cencic. Das vollständige Programm findet sich demnächst auf www.haendelhaus.de .Der Vorverkauf beginnt am 24.11.2017.

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