Frankfurt, Oper Frankfurt, Spielzeit 2018/19 – 12 Premieren – Tri sestry, I Puritani …., IOCO Aktuell, 25.08.2018

August 26, 2018 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt 2018/19 – BELCANTO UND MODERNE

 12 Premieren – Tri sestry, Iolante, I Puritani …

Von Ljerka Oreskovic Herrmann

 Oper Frankfurt / Intendant Bernd Loebe © IOCO

Oper Frankfurt / Intendant Bernd Loebe © IOCO

„Ein pralles Angebot erwartet unser Publikum – ein mutiges Programm, von der Vision geprägt, vielfarbig und abwechslungsreich“, so beschreibt Bernd Loebe, Intendant, den Spielplan 2018/19 der Oper Frankfurt. Mit einer Auslastung von  80% (Stand April 2018) liegt die Oper Frankfurt 2017/18 im Mittelfeld deutschsprachiger Musiktheater. Auslastungs-Spitzenreiter ist mit beständigen 98 – 99% seit Jahren die Wiener Staatsoper: die Bayerische Staatsoper nimmt mit knapp 95% Auslastung,  600.000 Besuchern (55% weiblich, 45% männlich) den zweiten Rang ein.

Am 25. August  beginnt die Spielzeit 2018/19 der Oper Frankfurt mit der fünfzehnten und letzten Wiederaufnahme der „klassischen Frankfurter“ Zauberflöte; Premiere 1998, Inszenierung Alfred Kirchner.

12 Premieren und 17 Wiederaufnahmen erwartet das Frankfurter Publikum ab September 2018. Zwischen Belcanto und Moderne, Wiederentdeckungen und Neuen bewegen sich die Werke, eine bewährte und erfolgreiche Mischung an der Oper Frankfurt, die zuletzt auch eine internationale Anerkennung erhielt: Für die Operntrilogie (Der Diktator; Schwergewicht, oder Die Ehre der Nation; Das geheime Königreich) von Ernst Krenek wurde das Opernhaus mit dem International Opera Award 2018 für die beste Wiederentdeckung („Rediscovered Work“) ausgezeichnet, und in der Kategorie „Leadership in Opera“ ging der International Opera Award an Bernd Loebe, der die Oper Frankfurt über anderthalb Jahrzehnte leitet.

 Oper Frankfurt / Spielzeiteröffnung 2018/19 - Wiederaufnahme Die Zauberflöte - Matthew Swensen (Tamino) und die Schlange © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Spielzeiteröffnung 2018/19 – Wiederaufnahme Die Zauberflöte – Matthew Swensen (Tamino) und die Schlange © Barbara Aumüller

Erste Premiere der neue Saison ist am 9. September 2018 die Oper Tri sestry  (Drei Schwestern) von Peter Eötvös. Es wird die für vier Countertenöre (als Frauenfiguren) geschriebene Fassung gezeigt, welche oftmals aus Kostengründen mit Sopranistinnen besetzt wird, aber dadurch, so Intendant Loebe, gehe doch einiges verloren.  Am 12. September folgt Olga Neuwirths Lost Highway, ein Werk an dem Elfriede Jelinek mitgearbeitet hat. Für den 28. Oktober gibt es mit Peter Tschaikowskis Iolanta und Igor Strawinskys Oedipus Rex einen Premierendoppelabend. Auch eine Verdi-Oper ist wieder zu hören, das selten gespielte Werk Il corsaro wird am 7. November konzertant gegeben, um dann am 27. Januar 2019 ein weitere Oper von Giuseppe Verdi zu präsentieren: La forza del destino – seit 50 Jahren nicht mehr an der Oper Frankfurt gespielt.

 Vincenzo Bellini in Pere Lachaise © IOCO

Vincenzo Bellini in Pere Lachaise © IOCO

Unterbrochen wird der Verdi-Reigen am 2. Dezember von Vincenzo Bellinis letzter Oper I puritani – „Belcanto pur“ wie es Bernd Loebe formulierte. Die weiteren Premieren sind Bedrich Smetanas Dalibor am 24. Februar 2019, Franz Schrekers Der ferne Klang – die Uraufführung fand 1912 in Frankfurt statt – am 31. März 2019, gefolgt von einem weiteren Doppelabend am 15. Juni 2019 mit Bruno Madernas Satyricon und Gian Carlo Menottis The Medium. Zudem wird es in der kommenden Spielzeit ein Opern-Experiment geben: Unter der musikalischen Leitung von Uwe Dierksen, einem Mitglied des in Frankfurt ansässigen Ensemble Modern, werden Jugendliche ein Jahr lang Musik und Texte schreiben; Premiere bzw. Uraufführung feiert Mina dann am 2. Februar 2019 im Bockenheimer Depot.

Abgerundet wird die Spielzeit mit der einzigen Oper von Karol Szymanowski Król Roger nach über zwanzig Jahren kehrt der ehemalige Frankfurter GMD Sylvain Cambreling am 2. Juni 2019 an seine alte Wirkungsstätte zurück. Wiederum wird – wie eine spätere Pressemitteilung der Oper Frankfurt bekannt gab – Sebastian Weigle die Nachfolge von Sylvain Cambreling in Tokio antreten: Ab der Spielzeit 2019/20 wird er neben seiner Tätigkeit in Frankfurt als Chefdirigent das Yomiuri Nippon Symphony Orchestra leiten.

—| IOCO Aktuell Oper Frankfurt |—

Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Die Puritaner – Oper am See, 24.-25.07.2018

Juli 19, 2018 by  
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Oper Stuttgart

Oper Stuttgart ©Matthias Baus

Oper Stuttgart ©Matthias Baus


Oper am See – Oberer Schlossgarten – Die Puritaner


1. Live-Übertragung aus der Oper Stuttgart auf die Großbildwand am Eckensee

Die Puritaner von Vincenzo Bellini: Dienstag, 24. Juli 2018, um 18.30 Uhr

Vorprogramm ab 16.30 Uhr: Im Spielbetrieb! Spannende Einblicke in die Arbeit der Regieassistenten

Moderation: Maria Theresa Ullrich und Kammersänger Matthias Klink

2. Rückblick auf sieben Jahre Intendanz Jossi Wieler am Mittwoch, 25. Juli 2018, 15 bis 17 Uhr

Oper Stuttgart / Oper am See (von der Live-Übertragung von Don Giovanni im Juli 2012) © SWR/Alexander Kluge.

Oper Stuttgart / Oper am See (von der Live-Übertragung von Don Giovanni im Juli 2012) © SWR/Alexander Kluge

Live-Gespräche mit prominenten Gästen auf der Bühne an der LED-Großbildwand am Eckensee zu Szenen aus Aufzeichnungen besonderer Produktionen Die Oper Stuttgart schließt die Hochsaisonmit zwei Oper am See-Veranstaltungen im Oberen Schlossgarten ab:

24. Juli 2018: ie Oper Stuttgart überträgt ab 18.30 Uhr Vincenzo Bellinis  Die Puritaner live auf eine LED-Großbildwand am Eckensee. Bereits ab 16.30 Uhr stimmen die Regieassistentinnen und Regieassistenten mit spannenden Einblicken in ihre Arbeit auf die Vorstellung ein.

Maria Theresa Ullrich und Kammersänger Matthias Klink, beide Mitglieder des Solistenensembles der Oper Stuttgart, werden die Veranstaltung moderieren.

Am Mittwoch, 25. Juli 2018, hat man noch einmal Gelegenheit, zwischen 15 und 17 Uhr außergewöhnliche Momente besonderer Inszenierungen im Film auf der LED-Großbildwand am Eckensee zu erleben.  Intendant Jossi Wieler, Chefdramaturg Sergio Morabito und Generalmusikdirektor Sylvain Cambreling sprechen mit prominenten Gästen über deren Lieblingsszenen.

Ermöglicht wird Oper am See durch die BW-Bank. Als Teil des LBBW-Konzerns feiert sie 2018 ihr 200-jähriges Bestehen. Die BW-Bank nimmt dies zum Anlass, durch Oper am See die langjährige Partnerschaft mit der Oper Stuttgart und ihr gesellschaftliches und kulturelles Engagement einer breiten Öffentlichkeit erlebbar zu machen.


Programm


Dienstag, 24. Juli 2018

OPER AM SEE
16.30 Uhr, Bühne, Liegewiese am Eckensee
IM SPIELBETRIEB!
Wir stemmen das Repertoire
Spannende Einblicke in den Alltag der RegieassistentInnen.
Eintritt frei

OPER AM SEE
18.30 Uhr, Bühne, Liegewiese am Eckensee
Vincenzo Bellini: DIE PURITANER
Live-Übertragung auf die LED-Videogroßbildwand im Schlossgarten
Eintritt frei.


Mittwoch, 25. Juli 2018

OPER AM SEE
15.00 – 17.00 Uhr, Bühne, Liegewiese am Eckensee
ADDIO!
Höhepunkte der der Intendanz von Jossi Wieler im Film

Jossi Wieler, Sergio Morabito und Sylvain Cambreling sprechen mit prominenten Gästen über deren Lieblingsopern. Dazu werden Ausschnitte besonderer Szenen von Opernaufzeichnungen auf der LED-Großbildwand gezeigt.
Eintritt frei

SICHERHEITSHINWEISE
Auf dem Veranstaltungsgelände von OPER AM SEE wird keine Bestuhlung bereitgestellt. Decken und kleine, weiche Sitzgelegenheiten sind erlaubt. Sperrige und harte Möbel sowie gefährliche Gegenstände, Glasflaschen, Gläser und Dosen sind auf der Liegewiese nicht gestattet.

—| Pressemeldung Oper Stuttgart |—

Stuttgart, Oper Stuttgart, Cambreling Abschied – Haas und Bruckner, 08./09.07.2018

Juli 5, 2018 by  
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Oper Stuttgart

 Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

Jubiläum:  425 Jahre Staatsorchester Stuttgart

7. Sinfoniekonzert des Staatsorchesters Stuttgart mit Miranda Cuckson (Violine) und der Europäischen Erstaufführung des 2. Violinkonzerts von Georg Friedrich Haas am 08. und 09. Juli 2018 im Beethovensaal der Liederhalle

Im letzten Sinfoniekonzert des Staatsorchesters Stuttgart in dieser Spielzeit am Sonntag, 08. Juli, um 11 Uhr und am Montag, 09. Juli 2018, um 19.30 Uhr im Beethovensaal der Liederhalle verabschiedet sich Generalmusikdirektor Sylvain Cambreling mit Werken von Haas und Bruckner von seinem Sinfoniekonzert-Publikum.

Oper Stuttgart / Sylvain Cambreling © Marco Borggreve.

Oper Stuttgart / Sylvain Cambreling © Marco Borggreve.

 Cambreling Abschied  –   Georg Friedrich Haas und Anton Bruckner

Zum Abschluss seiner Amtszeit als Generalmusikdirektor der Oper Stuttgart setzt Sylvain Cambreling noch einmal einen starken Akzent mit seinem Einsatz für die Aufführung zeitgenössischer Musik, die eines der herausragenden Kennzeichen seiner musikalischen Arbeit ist: Das 2. Violinkonzert des österreichischen Komponisten Georg Friedrich Haas – ein Auftragswerk der Suntory Hall Tokio, der Staatstheater Stuttgart und der Casa da Música Porto – wird mit dem Staatsorchester Stuttgart seine Europäische Erstaufführung erleben. Als Solistin gibt Miranda Cuckson (Violine) ihr Debüt beim Staatsorchester. Sie ist international nicht zuletzt als Interpretin zeitgenössischer Musik gefragt und brachte das Werk im September vergangenen Jahres in Tokio zur Uraufführung. Kombiniert wird das Haas-Konzert mit der 7. Sinfonie von Anton Bruckner, die bis heute zu dessen beliebtesten Werken zählt.

Programm  – Georg Friedrich Haas: 2. Konzert für Violine und Orchester (2017), Europäische Erstaufführung  (Auftragswerk der Suntory Hall Tokio, der Staatstheater Stuttgart und der Casa da Música Porto),  Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur (1881-83)

Einführung  – Rafael Rennicke, Dramaturg der Oper Stuttgart, jeweils 45 Minuten vor Konzertbeginn, sonntags im Mozartsaal, montags im Silchersaal der Liederhalle

Komponistenpodium mit Sylvain Cambreling:  Samstag, 07. Juli 2018, Zu Ehren von Generalmusikdirektor Sylvain Cambreling versammeln sich komponierende Weggefährten und reflektieren über Faszination und Herausforderung von Konzert und Musiktheater.

Mit: Mark Andre, Philippe Boesmans, Georg Friedrich Haas, Toshio Hosokawa und Xaver Paul Thoma

 Samstag, 07. Juli 2018, 15.30 Uhr bis 17 Uhr im Opernhaus, Foyer I. Rang (Eintritt frei)

Jubiläums-Filmdokumentation:

„Das Glück erfüllter Gegenwart – 425 Jahre Staatsorchester Stuttgart“

ab Juli 2018 erhältlich – Dramaturg Rafael Rennicke und Filmer Philippe Ohl haben in den vergangenen drei Spielzeiten die Geschichte und die Geschichten der 425-jährigen Staatsorchester-Historie gesammelt und erzählen sie jetzt in einer 90-minütigen Filmdokumentation, die exklusiv zum Orchesterjubiläum entstanden ist. In einer Komposition aus historischen Abbildungen, Archivaufnahmen und aktuellen Konzertmitschnitten kommen auch die Generalmusikdirektoren Dennis Russell Davies, Gabriele Ferro, Lothar Zagrosek, Manfred Honeck, Sylvain Cambreling und Cornelius Meister zu Wort, außerdem Ballettmusikdirektor James Tuggle, die Intendanten Jossi Wieler, Reid Anderson, Marc-Oliver Hendriks, Viktor Schoner und Tamas Detrich sowie Komponist Helmut Lachenmann. Erhältlich ist die Filmdokumentation im Rahmen des Sinfoniekonzerts im Foyer des Beethovensaals sowie im Theatershop in der Theaterpassage (Königstr. 1D) und bei den Opern- und Ballettvorstellungen im Opernhaus-Foyer. (DVD 14,90 EUR, Blu-Ray 19,90 EUR.)

Jubiläums-Broschüre „So klingt Vielfalt!“
Anlässlich des 425-jährigen Bestehens des Staatsorchesters Stuttgart ist die 120 Seiten umfassende Jubiläums-Broschüre „So klingt Vielfalt!“ erschienen. Konzipiert vom Konzertdramaturgen Rafael Rennicke und reich bebildert mit Fotografien des Orchestermitglieds Sebastian Klein, erzählt sie nicht nur die so wechselvolle Geschichte des Staatsorchesters Stuttgart, eines der ältesten und traditionsreichsten Klangkörper Deutschlands, sondern auch dessen Geschichten. Dabei kommen die Musiker selbst sowie bislang unveröffentlichte Stimmen aus dem „Goldenen Buch“ des Orchesters und auch das Publikum zu Wort. Die Vielfalt, die das Staatsorchester Stuttgart als Opern-, Ballett- und Konzertorchester heute auszeichnet, wird als Teil und Ergebnis seiner Geschichte erlebbar. Die Broschüre ist kostenlos bei den Opern- und Ballett-Vorstellungen sowie bei den Konzerten des Staatsorchesters Stuttgart und im Theatershop in der Theaterpassage erhältlich.

Schirmherr der Jubiläums-Spielzeit des Staatsorchesters Stuttgart ist der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg Winfried Kretschmann.

—| Pressemeldung Oper Stuttgart |—

Stuttgart, Oper Stuttgart, Uraufführung – Erdbeben. Träume, 01.07.2018

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Oper Stuttgart

 Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

Uraufführung –  Erdbeben. Träume

Oper – Toshio Hosokawa, Libretto – Büchner- und Kleist-Preisträger Marcel Beyer nach Heinrich von Kleists Novelle   Das Erdbeben in Chili

Am Sonntag, 1. Juli 2018, kommt Toshio Hosokawas mit Spannung erwartete Oper Erdbeben. Träume auf ein Libretto von Marcel Beyer zur Uraufführung. Das von der Oper Stuttgart in Auftrag gegebene Werk, das auf Heinrich von Kleists Novelle Das Erdbeben in Chili aus dem Jahr 1807 basiert, wird die letzte Neuproduktion in der Intendanz Jossi Wielers sein und zugleich die vorerst letzte Inszenierung, die Jossi Wieler und sein langjähriger Regiepartner Sergio Morabito an der Oper Stuttgart gemeinsam erarbeiten. Wie bei der jüngsten Uraufführung an der Oper Stuttgart, Mark Andres wunderzaichen, wird das Regieduo dabei von zwei seiner engsten künstlerischen Weggefährten begleitet: Die Musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Sylvain Cambreling, der bereits etliche Werke Hosokawas uraufgeführt hat. Anna Viebrock verantwortet die Ausstattung.

Jossi Wieler und Sergio Morabito inszenieren, Anna Viebrock entwirft Bühne und Kostüme, Generalmusikdirektor Sylvain Cambreling dirigiert

Toshio Hosokawa, einer der bedeutendsten japanischen Komponisten, ist in allen musikalischen Gattungen zu Hause. Seine besondere Liebe aber gilt der menschlichen Stimme und dem Musiktheater – eine Hingabe, die Hosokawa mit Marcel Beyer teilt. Mit seiner überaus präzisen und zugleich hochmusikalischen Sprache lotet der Büchner- und Kleist-Preisträger in seinen Texten immer wieder neu verhängnisvolle Ereignisse der europäischen Geschichte aus und zeichnet ihre Verbindungslinien untereinander nach.

Beyer und Hosokawa haben für ihre Oper Erdbeben. Träume die zentrale Figurenkonstellation, wie sie in Kleists Novelle Das Erdbeben in Chili angelegt ist, übernommen: Im Zentrum stehen die beiden Elternpaare Josephe und Jeronimo, die in verbotener Liebe verbunden sind, und das Ehepaar Elvire und Fernando. Außerdem tritt Constanze auf, Elvires jüngere Schwester, sowie Pedrillo, der das Massaker anzettelt und in der Oper „vor dem Beben Wachmann, nach dem Beben Demagoge“ ist. Zur neuen stummen Hauptfigur wird Philipp, der stumme Sohn von Josephe und Jeronimo, verkörpert durch die Schauspielerin Sachiko Hara: Rückblickend vergegenwärtigen Philipps Adoptiveltern Elvire und Fernando für ihn das Geschehen und die Katastrophe, denen Phillipp seine Existenz verdankt.

Zahlreiche aktuelle und ehemalige Sängerinnen und Sänger des Stuttgarter Solistenensembles kreieren im Rahmen der Uraufführung ihre Partien: Ensemblemitglied Esther Dierkes singt die Partie der Josephe; Dominic Große, ehemals Mitglied des Stuttgarter Opernstudios, verkörpert Jeronimo. Als Elvire kehrt Sophie Marilley an ihr Stammhaus zurück; André Morsch aus dem Stuttgarter Sängerensemble übernimmt die Partie des Fernando. Als Constanze ist Ensemblemitglied Josefin Feiler zu erleben und Ks. Torsten Hofmann gestaltet die Rolle des Pedrillo. Zwei weitere bedeutende Partien werden dem vielfach ausgezeichneten Staatsopernchor Stuttgart sowie dem Kinderchor der Oper Stuttgart zuteil.

Mit Unterstützung des Goethe-Instituts Tokyo

Hochsaison!
Die Uraufführung von Toshio Hosokawas Oper Erdbeben. Träume ist der Auftakt zur Hochsaison!, dem großen Finale der Intendanz von Jossi Wieler im Juli 2018:

Als Vorspiel zur Uraufführung steht am Sonntag, 1. Juli 2018, um 16 Uhr die Buchpräsentation der Abschlusspublikation Verwandlungen. Oper Stuttgart 2011-2018. Sieben Spielzeiten unter der Intendanz von Jossi Wieler, herausgegeben von Sergio Morabito, im Opernhaus, Foyer I. Rang, auf dem Programm. Komponisten und Regisseurinnen, Sängerinnen und Sänger, Dirigenten und Bühnenbildnerinnen kommen in diesem Band ebenso zu Wort wie die Mitarbeiter hinter den Kulissen. Renommierte Autoren würdigen künstlerische Einzelereignisse.

Ab Montag, 2. Juli 2018, beginnt der musiktheatralische Abschlussreigen auf der Opernterrasse, einer Freiluftbühne neben der Operntreppe, mit zahlreichen kostenlosen Konzerten, Gesprächen und Live-Auftritten. Am Ende der Spielzeit schließlich stehen zwei Oper am See-Veranstaltungen im Schlossgarten: Am Dienstag, 24. Juli 2018, überträgt die Oper Stuttgart Vincenzo Bellinis Die Puritaner live aus dem Opernhaus auf einen LED-BigScreen. Am Mittwoch, 25. Juli 2018, folgt vor der letzten Fidelio-Vorstellung ebenfalls auf LED-BigScreen eine Retrospektive der vergangenen sieben Jahre der Oper Stuttgart mit Live-Gesprächen und Ausschnitten aus ausgewählten Opernaufzeichnungen.

Das detaillierte Programm der Hochsaison! wird in Kürze veröffentlicht.

Begleitveranstaltungen zu Erdbeben. Träume
Einführungsmatinee
Sonntag, 24. Juni 2018, 11 Uhr im Opernhaus, Foyer I. Rang
Das Produktionsteam gibt Einblicke in die Konzeption der Neuinszenierung.
Nach(t)gespräche
Freitag, 06. Juli 2018
Freitag, 13. Juli 2018
Das Produktionsteam beantwortet im Anschluss an die Vorstellung Fragen der Zuschauer.

Einführung vor jeder Vorstellung
Eine Einführung findet jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Opernhaus, Foyer I. Rang, statt.

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