Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Phantome der Oper – Musiktheaterrevue , 29.02.2020

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Phantome der Oper – Musiktheaterrevue

  von Jan Dvorák und Philipp Stölzl 

Premiere Samstag, 29. Februar 19 Uhr

400 Jahre Oper an einem Abend, eine ­Gala der schönsten Arien und Szenen des Genres, dargeboten von Sängerinnen und Sängern des Nationaltheaters – diesem Vorhaben haben sich Jan Dvorák und Philipp Stölzl mit der Musiktheaterrevue Phantome der Oper verschrieben. Nicht ohne ein zwinkerndes Auge lüften sie die großen Geheimnisse rund um die Oper und ihr verwirrendes Regelwerk und vertrauen sich dabei dem Nachtpförtner Giovanni an. Regisseur Philipp Stölzl, bekannt durch Spielfilme wie Der Medicus und Goethe!, hat bereits an den großen Häusern Deutschlands und Österreichs sein Können im Umgang mit der Gattung Oper unter Beweis gestellt. Im Verbund des Teams FANTOMAS (Jan Dvorák, Kathi Maurer, Philipp Stölzl, Heike Vollmer) gibt er seinen Einstand am Nationaltheater.

Bei der Premiere am Samstag, den 29. Februar um 19 Uhr werden Martina Welschenbach, Shahar Lavi, Joachim Goltz, Joshua Whitener sowie Sung Ha an der Seite des Opernchors die Gesangspartien übernehmen. Michael Ransburg spielt die Rolle des Nachtpförtners Giovanni. Die musikalische Leitung hat Mark Rohde.

FANTOMAS

Hinter dem Namen Fantomas verbirgt sich ein Künstlerkollektiv, das sich seit dem Jahr 2014 um den Film- und Theaterregisseur Philipp Stölzl gebildet hat. Es umfasst neben ihm die Bühnenbildnerin Heike Vollmer, die Kostümbildnerin Kathi Maurer sowie den Komponisten und Theatermacher Jan Dvorák. Nachdem alle vier in zahlreichen Theaterarbeiten (u.a. Andersens Erzählungen, Theater Basel, Frankenstein, Hamburgische Staatsoper, Der Phantast, Staatsschauspiel Dresden) zu einer gemeinsamen künstlerischen Sprache gefunden haben, ist Phantome der Oper am Nationaltheater Mannheim die erste Produktion, in der sie als Team gemeinsam Konzept, Buch, Regie und Ausstattung übernehmen.

Weitere Vorstellungen finden am 6., 19. und 31. März statt sowie am 19. und 29. April, am 15. Mai und zum letzten Mal in dieser Spielzeit am 7. Juni.

—| Pressemeldung Nationaltheater Mannheim |—

Dortmund, Oper Dortmund, IM WEISSEN RÖSSL – Ralph Benatzky, 18.01.2020

Januar 13, 2020 by  
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Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

 IM WEISSEN RÖSSL  – Ralph Benatzky
Rekonstruktion der Originalfassung von 1930

Premiere am 18. Januar 2020

Ralph Benatzkys Operette IM WEISSEN RÖSSL wird am Samstag, 18. Januar 2020, um 19.30 Uhr im Opernhaus Dortmund Premiere haben. In der Regie von Thomas Enzinger unter der musikalischen Leitung von Kapellmeister Philipp Armbruster werden u.a. Irina Simmes, Matthias Störmer, Fritz Steinbacher, Morgan Moody und wieder als Gast Kammersänger Hannes Brock in der Dortmunder Oper zu sehen sein.

Bei der Dortmunder Fassung handelt es sich um eine Rekonstruktion der Originalfassung von 1930 erstellt in Zusammenarbeit mit der Staatsoperette Dresden durch Matthias Grimminger und Henning Hagedorn unter Mitarbeit von Winfried Fechner.

OperDortmund / Im weissen Rössl - Steffen Shortie Neumann - Iriana-Simmes © Anke Sundermeier

OperDortmund / Im weissen Rössl – Steffen Shortie Neumann – Iriana-Simmes © Anke Sundermeier

„Im weißen Rössl am Wolfgangsee, da steht das Glück vor der Tür“ – doch bevor jeder Einzelne das seine gefunden hat, geht es turbulent zu! Der Zahlkellner Leopold ist unsterblich aber aussichtslos in Josepha verliebt, die Wirtin des Hotels Im weißen Rössl. Sie hingegen schwärmt für den treuen Stammgast Dr. Siedler, dem sie stets das beste Zimmer reserviert. In diesem Jahr quartiert der tief gekränkte Leopold dort aber den bärbeißigen Berliner Fabrikanten Giesecke und seine Tochter Ottilie ein. Dieser findet schnell eine neue Quelle der Aufregung, denn mit Sigismund Sülzheimer erscheint der Sohn seines Prozessgegners auf der Szene. Der knausrige Professor Hinzelmann und seine Tochter Klärchen komplettieren schließlich die Ferientruppe und mit mal schüchternen, mal verwegenen Flirtmanövern im Freibad oder auf Bergesspitze finden sich die Pärchen. Selbst Leopold kann am Ende das Herz seiner stolzen Angebeteten für sich gewinnen. Happy End im Salzkammergut!

Mit IM WEISSEN RÖSSL schuf Ralph Benatzky eine knallbunte, herrlich kitschige und ohrwurmlastige Revue-Operette, die mittlerweile Kultstatus genießt. Changierend zwischen Wiener Schmäh, alpenländischer Lebensfreude und Berliner Schnoddrigkeit lädt das Werk ebenso zum herzhaften Lachen wie zum Nachdenken ein. Mit viel Schwung, bekannten Melodien und berührenden Dialogen.

—| Pressemeldung Theater Dortmund |—

Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Premiere Peter Grimes, 03.11.2019

Oktober 23, 2019 by  
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Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Premiere »Peter Grimes« in der Inszenierung von Markus Dietz
Am Sonntag, 3. November um 19 Uhr im Opernhaus

Der Einzelgänger, der keine Chance in der Gemeinschaft und gegen deren Meinungsbildung hat und darum nur der Böse und Schuldige sein kann, ist der Konfliktstoff in Benjamin Brittens Oper »Peter Gries« aus dem Jahr 1945. Markus Dietz inszeniert an der Oper des Nationaltheaters den rauen Fischeralltag des englischen Dorfes und die ständige Bedrohung durch das Meer im so kalten wie imposanten Bühnenbild von Ines Nadler. Die Kostüme gestaltet Henrike Bomber. Premiere ist am Sonntag, 3. November um 19 Uhr im Opernhaus.

Für die Rolle des unglücklichen Fischers Peter Grimes ist der Tenor Roy Cornelius Smith, regelmäßiger Gast an den großen Opernhäusern und bei den internationalen Festivals, ans Nationaltheater zurückgekehrt. Astrid Kessler singt die Lehrerin Ellen Orford, Thomas Berau ist der Kapitän Balstrode. In weiteren Partien singen Rita Kapfhammer (Gast), Natalija Cantrak (Opernstudio), Ji Yoon, Raphael Wittmer, Sung Ha, Marie-Belle Sandis, Uwe Eikötter, Ilya Lapich und Marcel Brunner (Opernstudio).

Generalmusikdirektor Alexander Soddy dirigiert Chor und Orchester des Nationaltheaters.

Eine Einführungssoirée findet am Montag, 28. Oktober 2019 um 18.30 Uhr im Oberen Foyer statt – mit Hintergrundinformationen zu Stück und Inszenierung, einem Einblick in die Probe unter der Leitung von Generalmusikdirektor Alexander Soddy sowie mit Gelegenheit zum Nachgespräch.

Weitere Aufführungstermine sind der 7., 22. und 29. November sowie der 18. Dezember.

Karten sind ab 12 Euro (ermäßigt 9 Euro) erhältlich.

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Meiningen, Meininger Staatstheater, DAS SCHLOSS DÜRANDE – Othmar Schoeck, 08.05.2019

Meininger Staatstheater 

Meininger Staatstheater © Marie Liebig

Meininger Staatstheater © Marie Liebig

DAS SCHLOSS DÜRANDE – Othmar Schoeck (1886 – 1957)

nach einer Novelle von Joseph von Eichendorff, Szenische Uraufführung der Neufassung,  Libretto Francesco Micieli, musikalische Adaption Mario Venzago

„So lebe und liebe! Bis du sattgeküsst.“  –  Renald ertappt seine Schwester bei einem Stelldichein mit einem jungen Mann, den er als den Grafen Armand erkennt. Er glaubt nicht an aufrichtige Absichten des Grafen und bringt Gabriele in ein Kloster.

Meininger Staatstheater / Das Schloss Dürande - Yücel, Sailings © Sebastian Stolz

Meininger Staatstheater / Das Schloss Dürande – Yücel, Sailings © Sebastian Stolz

Bei einem Erntefest, zu dem auch die gräflichen Herrschaften erscheinen, erfährt Gabriele, wer der Geliebte ist. Als Gärtnerbursche verkleidet folgt sie ihm nach Paris. Renald glaubt seine Schwester entführt und reist hinterher. In Paris gerät er in den Kreis populistischer Agitatoren und schließt sich ihnen an. Die Französische Revolution wird nicht von politischen Ideen motiviert, sondern von einer Horde Gewaltbereiter ins Rollen gebracht. Während draußen die Walze der Revolution über das Land hinwegfegt, liegt der Adel in Agonie. Der Alte Graf von Dürande spielt lieber seine Spieluhr und sein Sohn Armand zieht sich in einen poetischen Elfenbeinturm zurück. Die Zeichen der Zeit, die wie Wetterleuchten am Horizont aufblitzen, bleiben unverstanden. Die Liebe von Gabriele und dem Grafen bleibt in diesen Zeiten eine chancenlose Utopie.

Als Joseph von Eichendorff (1788 – 1857) 1837 seine Novelle DAS SCHLOSS DÜRANDE schreibt, stand er unter dem Eindruck des politischen wie sozialen Umbruchs, der seit der Französischen Revolution in Wellen der Gewalt, der Restauration und neuer Gewaltausbrüche Europa schließlich neu formte. Selbst dem Adel entsprossen, steht Eichendorff diesem kritisch gegenüber. Was er im alten Regime sieht ist nicht so sehr eine Willkürherrschaft, sondern die völlige Gleichgültigkeit gegenüber der Welt und damit auch gegenüber den Menschen. Der Alte Graf von Dürande verkörpert dieses Bild: ein alter Schlossbesitzer, der von früheren Festen träumt und die Gegenwart nicht mehr versteht.

Die Oper wurde 1943 in Berlin uraufgeführt mit einem stark der Zeit verhafteten Libretto, das eine Aufführung nach 1945 schlichtweg unmöglich machte. Ein Projekt der Hochschule der Künste in Bern ersetzte nun den Text und führte ihn zurück zur Poesie von Eichendorff. Als Uraufführung dieser textlichen Neufassung am Meiniger Staatstheater setzt Ansgar Haag das politisch brisante Werk mit seiner emotionalen, packenden Musik unter der musikalischen Leitung von GMD Philippe Bach für die Bühne um.

Musikalische Leitung: GMD Philippe Bach, Regie: Ansgar Haag, Bühne & Kostüme: Bernd Dieter Müller/Annette Zepperitz, Chor: André Weiss, Dramaturgie: Corinna Jarosch
Besetzung, Armand: Ondrej Šaling

Mit:  Der alte Graf: Matthias Grätzel, Priorin: Anna Maria Dur, Gräfin Morvaille: Sonja Freitag,  Renald Dubois: Shin Taniguchi, Gabriele: Mine Yücel/Sophie Gordeladze, Nicolas: KS Roland Hartmann, Wildhüter: Mikko Järviluoto, Volksredner: Remy Burnens, Wirt Buffon: Daniel Pannermayr/Giulio Alvise Caselli, Advokat: Robert Bartneck, Gärtnerbursche: Sanjun Lee, 1. Helferin: Heejoo Kwon/Imogen Thirlwall, 2. Helferin: Kylee Slee/Dana Hinz, Kommissar: Youngkyu Suh, Ein anderer Revolutionär: Pedro Arroyo, Ein Soldat: Lars Kretzer, Polizist: Kuk Sung Han, Wachtmeister: Sang-Seon Won, 1. Jäger: Thomas Lüllig, 2. Jäger: Steffen Köllner, 3. Jäger: Gerhard Goebel, Pariser: Silvio Wild/Sanjun Lee, Eine Stimme: Axel-Michael Thoennes

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