Münster, Theater Münster, SUGAR – MANCHE MÖGENS’S HEISS, IOCO Kritik, 15.03.2019

März 15, 2019 by  
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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

SUGAR – MANCHE MÖGENS’S HEISS

Buch Peter Stone – Musik Jule Styne – Gesang Bob Merrill

von Hanns Butterhof

Ein Mann kann die rechte Frau für einen Mann sein. Eine Frau kann der rechte Mann für einen Mann sein. Und vielleicht ist auch ein Saxofonist der rechte Mann für eine liebebedürftige Sängerin. Denn keiner ist perfekt – so die Schluss-Pointe der Musical-Komödie Sugar – Manche mögen’s heiß, die am Großen Haus des Theaters Münster eine umjubelte Premiere feiern konnte.

Dreimal Lieben – Skurriles Spiel mit Geschlechterrollen

Der rechte Mann für Mr. Bienstock (Gunter Sonneson) ist Sweet Sue (Suzanne McLeod), die sehr dominante Chefin eines Damenorchesters, das 1929 aus dem kalten Chicago zu einem Engagement im warmen Florida aufbricht. In Frauenkleidern und Perücke sind der Saxophonist Joe (Florian Soyka) als Josephine und der Kontrabassist Jerry (Christoph Rinke) als Daphne mit dabei; sie sind auf der Flucht vor dem Gangsterboss Gamasche (Jason Franklin), der sie als Zeugen eines seiner Morde beseitigen möchte.

Theater Münster / SUGAR – MANCHE MÖGEN’S HEISS © Oliver Berg

Theater Münster / SUGAR – MANCHE MÖGEN’S HEISS © Oliver Berg

Star des Orchesters ist die sehr blonde Sängerin Sugar (Ulrike Knobloch), die ein erhebliches Problem mit Alkohol und mit Saxophon spielenden Hallodris hat. Sie sehnt sich nach sozialem Aufstieg als Ehefrau eines Millionärs, der mindesten eine Yacht besitzen sollte. Am Ende ist es Joe, der sie mit Saxophon und ohne Yacht herumkriegt.

Jerry erliegt schließlich als „Prachtweib“ dem unerschütterlichen Werben des Milliardärs und Yachtbesitzers Sir Osgood Fielding (Gerhard Mohr), für den Jerrys Männlichkeit nur ein kleiner Mangel ist; nobody is perfect.

In Münster wird das Auge verwöhnt von Götz Lanzelot Fischers aufwendigen 20er-Jahre-Kostümen und der sehr bunten, schnelle Szenenwechsel ermöglichenden Bühne Andreas Beckers. Sie zeigt alle  Stationen der Handlung von der Garage, in der Gamasche seine Konkurrenten spektakulär aus dem Off niederknallt, über den Schlafwagen, wo Sweet Sue zu Mr. Bienstock schleicht und die Mädels des Orchesters in Jerrys Koje eine nächtliche Party feiern bis zu Osgoods Yacht, mit der die Paare schließlich ins Glück tuckern.

Theater Münster / SUGAR – MANCHE MÖGEN’S HEISS © Oliver Berg

Theater Münster / SUGAR – MANCHE MÖGEN’S HEISS © Oliver Berg

Die stets auf den nächsten Gag zusteuernde Handlung kommt nicht recht in Schwung. Permanent wird sie durch Songs und die von Jason Franklin choreographierten Ballett-Einlagen ausgebremst, die als echte Glanzpunkte der Aufführung mit Stepptanz, fliegenden Röcken und Beinen die gute alte Operettenseligkeit heraufbeschwören.

Der Gesang kann sich  mit Opernchor (Einstudierung: Joseph Feigl), der Mezzosopranistin Suzanne McLeod und dem Musical-erfahrenen Florian Soyka durchwegs hören lassen. Ulrike Knobloch als eine sehr heutige Sugar kann mit eher kühler, vom Microport noch angeschärfter Stimme nicht ergreifen. Gesanglich hat der mit kräftigem Zug ins Tuntige spielende Christoph Rinke noch Luft nach oben.

Operettenroutinier Ulrich Peters setzt keine besonderen Akzente und verlässt sich auf den gefällige Broadway-Sound, den Thorsten Schmid-Kapfenburg und das Sinfonieorchester Münster aus dem Orchestergraben ertönen lassen, die oft nah am Herrenwitz angesiedelten Gags und den wohl unausrottbaren Reiz von Männern in Frauenkleidern.

Unter Jubel klatschte das Premierenpublikum stehend lange Beifall.

SUGAR – MANCHE MÖGENS’S HEISS am Theater Münster, die nächsten Termine: 30.3.; 14.4.; 20.4.; 28.5.; 6.6.2019

—| IOCO Kritik Theater Münster |—

 

Nürnberg, Staatstheater Nürnberg, Musical Sugar – Manche mögens heiß, 29.10.2016

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Staatstheater Nürnberg

Staatstheater Nürnberg © Ludwig Olah

Staatstheater Nürnberg © Ludwig Olah

Musical  „Sugar – Manche mögen´s heiß“

Sophie Berner folgt Marylin Monroe als Sugar Kane

Premiere 29.11.2016, weitere Vorstellungen 4.11.2016, 6.11.2016, 23.11.2016, 3.12.2016, 20.12.2016, 23.12.2016, 27.12.2016, 31.12.2016 15.00 Uhr und 19.30 Uhr, 8.01.2017, 22.01.2017, 23.01.2017…

Musical-Komödie von Jule Styne,  Buch von Peter Stone nach dem Film Some Like It Hot von Billy Wilder und I. A. L. Diamond, basierend auf einer Story von Robert Thoeren, Gesangstexte von Bob Merrill Musik von Jule Styne, Deutsch von Peter Ensikat.
 Nürnberg / Staatstheater_Musical Sugar - manche mögens heiß © Jutta Missbach

Nürnberg / Staatstheater_Musical Sugar – manche mögens heiß © Jutta Missbach

„Nobody’s perfect!“ – Schon gar nicht die Jazzmusikerinnen Josephine und Daphne, die mit einer Girlband für ein Engagement vom kalten Chicago Al Capones ins sonnige Miami reisen. Denn in Wahrheit verbergen sich hinter der weiblichen Fassade die beiden arbeitslosen Musiker Joe und Jerry. Sie sind in Chicago unfreiwillige Zeugen eines Mafiamordes geworden und stehen nun auf der Abschussliste von Gangsterboss Spats Palazzo. Da kommt das Stellenangebot einer Damencombo wie gerufen: Saxofon und Bass, jung, weiblich, dringend gesucht. Und so gehen Joe und Jerry, ausstaffiert mit Perücken, Brustattrappen und Stöckelschuhen, als Josephine und Daphne auf Tournee. Bald sorgt aber nicht nur die neue ungewohnte Identität für Verwirrung und ständige Probleme. In Gegenwart der charismatischen Sugar Kane, Ukulele-Spielerin und Band-Frontfrau, die sich in Florida auf die Suche nach einem millionenschweren Ehemann begeben will, fällt es Joe und Jerry erst recht schwer, ihre Frau zu stehen. Als dann auch noch Spats Palazzo und seine Gang auf der Suche nach den Mordzeugen in Miami auftauchen, wird die Verwechslung perfekt.Der Filmklassiker Manche mögen’s heiß von Kultregisseur Billy Wilder aus dem Jahr 1959 diente als Vorlage für das Erfolgsmusical mit der swingenden Musik von Jule Styne. Star der Schwarzweiß-Komödie, die seither Generationen von Kinobesucher*innen begeisterte, war Hollywood-Diva Marilyn Monroe in der Rolle der lasziv-naiven Blondine Sugar Kane. Am Staatstheater Nürnberg wird Sophie Berner die Rolle interpretieren. Sie begeisterte bereits als schrille Lina Lamont in „Singin‘ in the rain“ und als bissige Lilli Vanessi in „Kiss me, Kate“ das Publikum. Regisseur Thomas Enzinger und sein Ausstatter Toto, bestens durch ihre Inszenierungen von „My Fair Lady“, „Im Weißen Rössl“ und „Kiss me, Kate“ bekannt, bringen die temporeiche Musical-Komödie und den Charme der „Roaring Twenties“ auf die Bühne des Opernhauses.

Musikalische Leitung: Volker Hiemeyer, Inszenierung: Thomas Enzinger, Bühne und Kostüme: Toto , Chor: Tarmo Vaask, Choreographie: Ramesh Nair, Dramaturgie: Christina Schmidl
 Nürnberg / Staatstheater_Musical Sugar - manche mögens heiß © Jutta Missbach

Nürnberg / Staatstheater_Musical Sugar – manche mögens heiß © Jutta Missbach

Tagesaktuelle Besetzung: 29.10.2016 – Volker Hiemeyer (Musikalische Leitung), Marianne Larsen (Sweet Sue), Sophie Berner (Sugar Kane), Thomas Peters (Bienstock), Andreas Köhler (Joe (Josephine)), Oliver Severin (Jerry (Daphne)), Richard Kindley (Sir Osgood Fielding), Timothy Hamel (Impresario), Robert Johansson (Spats Palazzo (Gamasche)), Tobias Brönner (Nr. 1), Luke Giacomin (Nr. 2), Jurriaan Bles (Nr. 3), Fredrik Andersson (Nr. 4), David Valls (Nr. 5), Timothy Hamel (Knuckles Norton), Alexander de Paula (Erster Gangster), Emanoel Velozo (Zweiter Gangster), Jurriaan Bles (Taxifahrer), Franziska Trunte (Olga), Sabrina Reischl (Dolores), Barbara Weiß (Mary Lou), Martina Langbauer (Rosella), Anouk Roolker (Amy), Zinovia Zafeiriadou Vidovic (Evlyn), Raquel Luis (Gloria), Fredrik Andersson (Hotelpage), Anouk Roolker (Musicalensemble), Fredrik Andersson (Musicalensemble), Jurriaan Bles (Musicalensemble), Tobias Brönner (Musicalensemble), Luke Giacomin (Musicalensemble), Sabrina Reischl (Musicalensemble), Franziska Trunte (Musicalensemble), Barbara Weiß (Musicalensemble), Diana Duarte (Young Company Staatstheater Nürnberg Ballett), Sofie Vervaecke (Young Company Staatstheater Nürnberg Ballett), Max Ossenberg-Engels (Young Company Staatstheater Nürnberg Ballett), David Valls (Young Company Staatstheater Nürnberg Ballett), Staatsphilharmonie Nürnberg, Mitglieder des Opernchores des Staatstheater Nürnberg, N.N.

Bei „Musical aktuell“ am Dienstag, 25. Oktober, 18 Uhr, gibt das Leitungsteam im Gluck-Saal erste Einblicke in die Produktion. Anschließend besteht die Möglichkeit, eine Probe zu besuchen.

Premiere 29.11.2016, weitere Vorstellungen 4.11.2016, 6.11.2016, 23.11.2016, 3.12.2016, 20.12.2016, 23.12.2016, 27.12.2016, 31.12.2016 15.00 Uhr und 19.30 Uhr, 8.01.2017, 22.01.2017, 23.01.2017…..

—| Pressemeldung Staatstheater Nürnberg |—

Frankfurt, Papageno Musiktheater, Sugar – Manche mögen’s heiß, 07.09.2013

August 15, 2013 by  
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Papageno Musiktheatheater

Papageno Musiktheater © Papageno Musiktheater

Papageno Musiktheater © Papageno Musiktheater

Sugar – Manche mögen’s heiß

 
Nach dem Film „Some like it hot“ von Billy Wilder
 
Am 07.09.2013
 
Musik: Jule Styne
Inszenierung: Hans-Dieter Maienschein
Musikalische Bearbeitung: Christoph Schöpsdau
Bühne/Kostüme: Annette Finze
Musikalische Leitung: Irina Fundiler
 
Dauer ca. 120 Minuten inkl. Pause
 
Jerry: Du verstehst mich nicht, Osgood! Ich bin ein Mann!
Osgood: Na und? Niemand ist vollkommen!
Chicago 1929: Joe und Jerry, zwei chronisch mittellose Jazz-Musiker, werden unfreiwillig Zeugen eines Blutbades, das von Spats Palazzo und seiner Bande angerichtet wird. Da ihnen klar ist, daß ihre Lebenserwartung als einzige Zeugen eines Mafiamordes eher gering einzustufen ist, beschließen sie, nach Florida zu fliehen – allerdings nicht, ohne sich vorher die Beine zu rasieren, denn ihre Mitreisegelegenheit bietet sich in Gestalt einer Damenkapelle. Und so werden aus Joe und Jerry „Josephine“ und „Daphne“ . Doch leider treten Komplikationen auf: Joe verliebt sich in die Sängerin Sugar Kane und muß einen Weg finden, seine Kostümierung loszuwerden; Jerry (Daphne) wird unbarmherzig von einem verliebten Millionär verfolgt, und als ob das nicht schon genug wäre, tauchen dann auch noch überraschend Spats Palazzo und seine Bande wieder auf…
 
Eigentlich muß man zu „Manche mögen’s heiss“ nicht mehr viele Worte verlieren, denn dies ist sicherlich einer der bekanntesten Filme von Billy Wilder: Eine brillant geschriebene Komödie, die vom American Film Institute zur „Besten Komödie aller Zeiten“ gewählt wurde.
 
Weitere Vorstellungen: 19.10./31.12.2013/07.06.2014
 
—| Pressemeldung Papageno Musiktheater Frankfurt |—

Frankfurt, Papageno Musiktheater, JUBILÄUMS-SPIELZEITERÖFFNUNG, 17.08.2012

August 8, 2012 by  
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Papageno Musiktheatheater

Papageno Musiktheater © Papageno Musiktheater

Papageno Musiktheater © Papageno Musiktheater

JUBILÄUMS-SPIELZEITERÖFFNUNG:

 

Das Papageno Musiktheater startet am 17. August mit der Neuinszenierung von „Sugar – Manche mögen’s heiß“ in seine fünfzehnte Spielzeit

Manche moegens heiss im Papageno Musiktheater © Papageno Musiktheater

Manche moegens heiss im Papageno Musiktheater © Papageno Musiktheater

 Am 17. August um 19.30 Uhr eröffnet das Papageno Musiktheater am Frankfurter Palmengarten mit der musikalischen Komödie „Sugar – Manche mögen’s heiß“ nach dem Filmklassiker „Some Like It Hot“ von Billy Wilder die Jubiläums-Spielzeit 2012/13. Theaterleiter Hans-Dieter Maienschein inszeniert zum Auftakt den vom American Film Institute zur besten Komödie aller Zeiten gewählten Filmklassiker als musikalische Komödie neu. Er versetzt diesmal die Verwandlung von Joe und Jerry in „Josephine“ und „Daphne“ mit den daraus resultierenden amourösen Verstrickungen in Anlehnung an den Film in die 20er Jahre und wird selbst als Jerry alias Daphne auf der Bühne stehen. Zur Premiere haben sich zahlreiche prominente Gäste aus Politik, Kunst und Wirtschaft angesagt. So wird unter anderem die hessische Kultusministerin Nicola Beer unter den Gästen sein. Karten sind erhältlich über die Ticket Hotline 069 – 13 40 400. Weitere Informationen im Internet: www.papageno-theater.de

Chicago 1929: Joe und Jerry, zwei chronisch mittellose Jazz-Musiker, werden unfreiwillig Zeugen eines Blutbades, das von Spats Palazzo und seiner Bande angerichtet wird. Da ihnen klar ist, dass ihre Lebenserwartung als einzige Zeugen eines Mafiamordes eher gering einzustufen ist, beschließen sie, nach Florida zu fliehen – allerdings nicht, ohne sich vorher die Beine zu rasieren, denn ihre Mitreisegelegenheit bietet sich in Gestalt einer Damenkapelle. Und so werden aus Joe und Jerry „Josephine“ und „Daphne“. Doch leider treten Komplikationen auf: Joe verliebt sich in die Sängerin Sugar Kane und muss einen Weg finden, seine Kostümierung loszuwerden; Jerry (Daphne) wird unbarmherzig von einem verliebten Millionär verfolgt, und als ob das nicht schon genug wäre, tauchen dann auch noch überraschend Spats Palazzo und seine Bande wieder auf…

Inszenierung: Hans-Dieter Maienschein
Ausstattung: Annette Finze
Musikalische Leitung: Irina Fundiler / Stanislav Rosenberg
Technische Leitung: John P. Foerster
Termine, jeweils um 19.30 Uhr:
17. August ( Eröffnungspremiere ), 18.08., 25.08., 15.09., 27.10., 17.11., 29.12.

Karten für das Papageno Musiktheater sind über die Ticket Hotline 069 / 13 40 400 und an allen bekannten Vorverkaufsstellen der Alten Oper Frankfurt erhältlich oder je nach Verfügbarkeit ab maximal einer Stunde vor Beginn der Vorstellung an der Theaterkasse.

Die Aufführungen finden statt im Papageno Musiktheater am Palmengarten, Zeppelinallee / Höhe Sophienstraße in Frankfurts Westend. Bitte beachten Sie, dass das Theater ab sofort nur noch über den neuen Zugang an der Zeppelinallee (neben der KfW Bank, Zeppelinallee Nr. 8) zu erreichen ist.

Das Papageno Musiktheater wird von dem gemeinnützigen Verein Papageno Musiktheater e.V. gefördert und gehört zu den Institutionen, die durch das Kulturamt Frankfurt am Main im Rahmen der institutionellen Förderung unterstützt werden. In der Jubiläumsspielzeit 2012/13 hat das Papageno Musiktheater einen weiteren starken Partner: eXperimente – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation.

—| Pressemeldung Papageno Musiktheater Frankfurt |—

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