Düsseldorf, Robert Schumann Saal, Vision String Quartet – Konzert, 15.03.2020

Januar 21, 2020 by  
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Robert Schumann Saal   

Robert Schumann Saal im MPK Düsseldorf © Christoph Schuknecht

Robert Schumann Saal im MPK Düsseldorf © Christoph Schuknecht

Vision String Quartet

So, 15.03.2020, 17 Uhr

Schumann Streichquartett Nr. 3 A-Dur op. 41/3, Bacewicz Streichquartett Nr. 4

Jazz- und Pop-Arrangements u.a. von Gershwin, Sinatra, den Beatles sowie Eigenkompositionen

 

Sie spielen ohne Noten und im Stehen, begeistern sich für Klassik wie für Jazz: Die vier jungen Männer des Vision String Quartet sind aufregend anders. 2012 gegründet, hat sich das Quartett innerhalb kürzester Zeit in der internationalen Streichquartett-Szene etabliert. Mit ihrer Fähigkeit, sich mühelos zwischen dem klassischen Repertoire, Eigenkompositionen und Arrangements aus Jazz, Pop und Rock zu bewegen, erobern die „Jungen Wilden“ aus Berlin derzeit die wichtigsten Kammermusik-Bühnen Europas im Sturm.

Jakob Encke Violine | Daniel Stoll Violine | Sander Stuart Viola Leonard Disselhorst Violoncello

Robert Schumann Saal / Vision String Quartet, © Tim Klöcker

Robert Schumann Saal / Vision String Quartet, © Tim Klöcker

Vision String Quartet  –  Jakob Encke, Violine  –  Daniel Stoll, Violine
Leonard Disselhorst, Cello  –  Sander Stuart, Viola

Die Konzertformate des Vision String Quartets sind vielseitig: Das Streichquartett, das sich zugleich als Band versteht, spielt in den klassischen Konzertsälen wie der Elbphilharmonie, Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie, Gewandhaus Leipzig, Tonhalle Düsseldorf und demnächst der Wigmore Hall London. Sie wirken in Ballettkooperationen unter John Neumeier mit, spielen Konzerte im Licht- und Videodesign von Folkert Uhde im Berliner Radial-System oder der Elbphilharmonie und spielen andererseits „Dunkelkonzerte“ in völliger Finsternis.

Anfang 2016 gewann das Quartett beim Felix Mendelssohn Bartholdy-Wettbewerb in Berlin den 1. Preis sowie alle Sonderpreise. Große Wellen schlug der Erfolg beim Concours de Genève im November 2016, der mit dem 1. Preis und allen vier Sonderpreisen spektakulär anmutet. 2018 wurde dem Ensemble mit dem Kammermusikpreis der Jürgen Ponto-Stiftung einer der höchstdotierten Musikpreise verliehen.

Ihr Kammermusikstudium absolvieren die vier Musiker beim Artemis Quartett in Berlin sowie bei Günter Pichler, dem Primarius des Alban Berg Quartetts, an der Escuela Superior de Música Reina Sofía Madrid. Heime Müller, Eberhardt Feltz und Gerhard Schulz waren weitere Impulsgeber. Zu den Kammermusikpartnern des Vision String Quartets zählen Jörg Widmann und Eckart Runge.

Highlights der jüngsten Zeit sind die Debüt-Konzerte im Louvre Paris, der Philharmonie
Luxemburg und beim Lucerne Festival. Wiederholt zu Gast ist das Vision String Quartet beim Schleswig-Holstein Musik-Festival, den Schwetzinger SWR Festspielen, Rheingau Musik Festival, Heidelberger Frühling, Mozartfest Würzburg, MDR Musiksommer, den Thüringer Bachwochen und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.

Im August 2018 hat das Vision String Quartet im Großen Saal der Elbphilharmonie konzertiert, im Rahmen des SHMF. In der Saison 2018/19 stehen die Debüts in der Kölner Philharmonie, der Philharmonie Essen, dem Festspielhaus Baden-Baden und in 2020 im Robert Schumann-Saal Düsseldorf sowie im Krönungssaal des Aachener Rathauses im Kalender der Musiker. Zudem sind etliche Auslandstourneen in Planung, innerhalb Europas sowie zwei nach Asien und eine in die Vereinigten Staaten von Amerika.

Karten: 30/26/22/12 € (Schüler/Studenten 12 €) zzgl. Servicegebühren, erhältlich an
vielen Vvk-Stellen, unter T 0211-274000, im Kunstpalast, über www.robertschumann-
saal.de oder an der Abendkasse.
Wahlabo: Bis zu 20 % Rabatt bei Buchung mehrerer Veranstaltungen der Reihen des
Robert-Schumann-Saals, Details unter www.robert-schumann-saal.de.

Kinderbetreuung: Anmeldung zur kostenlosen Kinderbetreuung (ab 6 J.) bitte bis spätestens 8 Werktage vor der Veranstaltung unter Tel. 0211-56642160.
Veranstalter: Kunstpalast, Robert-Schumann-Saal

—| Pressemeldung Robert Schumann Saal Düsseldorf |—

Baden-Baden, Festspielhaus, Schumann Quartett mit Mozart und Smetana, 12.01.2020

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Drei Brüder und eine Bratschistin – Das Schumann Quartett spielt in der Sonntags-Matinee Werke von Mozart und Smetana

Sonntag, 12. Januar 2020, 11 Uhr

Nachdem sie in gleich zwei bedeutenden Wettbewerben den ersten Platz gewonnen haben, machen die Musiker des Schumann Quartetts Weltkarriere. Am Sonntag, 12. Januar 2020, 11 Uhr, gastieren sie mit Mozarts „Hoffmeister-Quartett“ und Smetanas „Aus meinem Leben“ im Festspielhaus Baden-Baden.

Seit ihrer frühesten Kindheit spielen die drei im Rheinland großgewordenen Brüder Mark, Erik und Ken Schumann zusammen. 2012 ist die in Tallinn geborene und in Karlsruhe aufgewachsene Liisa Randalu als Bratschistin dazu gekommen. Die Vier genießen die nonverbale Kommunikation beim Musizieren: Ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten treten dabei deutlicher hervor, und gleichzeitig entsteht mit jedem Werk, das sie interpretieren, ein gemeinsamer musikalischer Raum, findet eine geistige Metamorphose statt.

Festspielhaus Baden-Baden - Schumann Quartett  ©  Kaupo Kikkas

Festspielhaus Baden-Baden – Schumann Quartett © Kaupo Kikkas

Vielleicht sind diese Offenheit und Neugierde die entscheidenden Einflüsse von Lehrern wie Eberhard Feltz, dem Alban Berg Quartett oder Partnern wie Menahem Pressler, Sabine Meyer und Andreas Ottensamer.

Ihre Leistung wurde mit dem ersten Preis beim renommierten Streichquartett-Wettbewerb 2013 in Bordeaux und mit einem ersten Preis beim Internationalen Wettbewerb „Schubert und die Musik der Moderne“ 2012 in Graz honoriert.

Ihre Einspielungen sind mehrfach preisgekrönt, so wurde ihr 2017 erschienenes Album „Landscapes“ mit 5 Diapasons ausgezeichnet, war Editor’s choice beim BBC Music Magazine und gewann den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik. Ihr aktuelles Album „Intermezzo“ wurde mit dem OPUS Klassik 2019 in der Kategorie „Kammermusikeinspielung des Jahres“ ausgezeichnet.

Lehrer, musikalische Partner, Preise, Veröffentlichungen – gerne werden Stufen konstruiert um herzuleiten, warum viele das Schumann Quartett heute zu den besten überhaupt zählen. Die Vier fassen solche Daten eher als Begegnungen auf, als Bestätigung für ihren Weg. Sie empfinden die musikalische Entwicklung der letzten zwei Jahre als Quantensprung. „Wir haben Lust darauf, es bis zum Äußersten zu treiben, zu probieren, wie die Spannung und unsere gemeinsame Spontaneität trägt“, sagt Ken Schumann, der mittlere der drei Schumann Brüder. Versuche, ihnen einen Klang, eine Position, eine Spielweise zuzuordnen, hebeln sie charmant aus, lassen allein die Konzerte für sich sprechen.

Festspielhaus Baden-Baden - Schumann Quartett  ©  Kaupo Kikkas

Festspielhaus Baden-Baden – Schumann Quartett © Kaupo Kikkas

Seit Dezember 2016 hat das Quartett eine Residenz bei der Chamber Music Society des Lincoln Centers in New York City inne. In dieser Spielzeit geht das Schumann-Quartett in den USA auf Tour, ist zu Gast bei Festivals in Deutschland, Frankreich, in der Schweiz und den Niederlanden und gibt Konzerte in den großen Musikmetropolen Europas. Im April 2020 sind die Musiker an der Uraufführung der Oper „Inferno“ von Lucia Ronchetti an der Oper Frankfurt beteiligt.

Das 1786 veröffentlichte Streichquartett D-Dur für zwei Violinen, Viola und Violoncello, KV 499, das sogenannte „Hoffmeister-Quartett” von Wolfgang Amadeus Mozart greift seiner Zeit in seiner vollständigen Einheit von Klang, Kontrapunkt und Melodie weit voraus und weist der musikalischen Sprache Beethovens und Schuberts den Weg. In Mozarts D-Dur-Quartett sind alle vier Stimmen gleichberechtigt. Die Melodie wird nicht einer Stimme zugewiesen, sondern erwächst aus einem pastosen, fast dauernd vierstimmigen Streichersatz von extremer Dichte und besonderer Klangschönheit – beinahe wie in Beethovens mittleren Quartetten. Am schönsten ist dies im Adagio zu hören, wo Ober- und Unterstimmen im stetigen, paarweisen Austausch eine Art „unendlicher Melodie” entfalten. Deren reiche Verzierungen und melodische Gesten sind aus den pathetischen Opernarien der Zeit abgeleitet. Das Menuett sprengt den Rahmen des Gesellschaftstanzes ebenso wie das Finale den eines Kehrauses. Mozart lässt hier mit genialer kontrapunktischer Kunst ein Thema in Triolen und eines in Duolen zunächst alternieren, um sie dann scheinbar mühelos zu kombinieren.

Obwohl der tschechische Komponist Bed?ich Smetana ein geselliger Mensch war, der zahlreiche Freundschaften pflegte und sich gern mit Kollegen über Musik austauschte, behielt er zumindest was seine eigenen Werke anging, die Dinge gern für sich. Alles zu zerdenken oder erklären zu müssen, empfand er als unnötig. Der Zuhörer werde seine Musik auch so verstehen, sagte er. Nur einmal machte Smetana eine Ausnahme: Vor der Uraufführung seines Streichquartetts Nr. 1 e-Moll verfasste er eine Kurzbeschreibung, um seine kompositorischen Absichten mitzuteilen. Denn seine vielleicht persönlichste Komposition trägt zu Recht den Titel „Aus meinem Leben“. Ähnlich wie Tschaikowsky in seinen letzten beiden Sinfonien ließ Smetana sein Leben in einem groß angelegten viersätzigen Werk Revue passieren. Er bediente sich ähnlicher musiksymbolischer und zyklischer Mittel wie sein russischer Kollege, um das Verhängnisvolle des persönlichen Schicksals, aber auch die überpersönliche Ebene des Volkslebens auf romantische Weise in Töne zu fassen. Das Programm des Quartetts hat Smetana in einem Brief wie folgt umrissen:

„Was ich beabsichtige, war den Verlauf meines Lebens in Tönen zu schildern. Erster Satz: Neigung zur Kunst in meiner Jugend, romantische Stimmung, unaussprechliche Sehnsucht. Gleichzeitig melden sich schon in diesem Beginn die Warnung vor dem künftigen Unglück und der langanhaltende Ton, das viergestrichene E, aus dem Finale; es ist dies jenes verhängnisvolle Pfeifen in den höchsten Tönen, das 1874 in meinen Ohren entstand und mir die beginnende Taubheit anzeigte… Der zweite Satz, ‚Quasi-Polka‘, führt mich in der Erinnerung zurück in das lustige Leben meiner Jugendzeit, wo ich als Komponist meine Umwelt mit Tanzstücken überschüttete, selbst als leidenschaftlicher Tänzer bekannt war usw….Der dritte Satz, Largo sostenuto, erinnert mich an das Glück der ersten Liebe zu einem jungen Mädchen, das später meine treue Gattin wurde. Der vierte Satz: Erkenntnis der elementaren Kraft der Nationalmusik, Freude über den Erfolg des eingeschlagenen Weges bis zum Augenblick der jähen Unterbrechung durch die ominöse Katastrophe: Beginn der Taubheit. Ausblick in eine freudlose Zukunft, ein kleiner Schimmer der Hoffnung auf Besserung, schließlich doch nur ein schmerzliches Gefühl. Das ist etwa der Inhalt der Komposition, die… absichtsvoll nur für vier Instrumente geschrieben wurde: sie sollen sich sozusagen im engsten Freundeskreis darüber unterhalten, was mich so bedeutungsvoll bewegt. Nicht mehr.“
Smetana vertraute den Instrumenten an, was ihn, so „bedeutsam bedrückt“ und gibt uns damit einen Einblick in sein Innerstes. Wie in einer Autobiografie lässt er sein Leben Satz für Satz Revue passieren.

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—

Hamburg, Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Kent Nagano dirigiert Silvesterkonzert, 31.12.2019

Dezember 18, 2019 by  
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Staatsorchester Hamburg

 Elbphilharmonie Hamburg / Prominente Spielstätte _ Philharmonisches Staatsorchester Hamburg © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg / Prominente Spielstätte – Philharmonisches Staatsorchester Hamburg © Ralph Lehmann

Kent Nagano dirigiert Silvesterkonzert

Traditioneller Jahresausklang am Vormittag des 31. Dezember 2019

Zum Jahresausklang präsentiert Hamburgs Generalmusikdirektor Kent Nagano ein Programm mit sinnstiftenden Querverbindungen und Gegenüberstellungen von alter und neuerer Musik, Festlichem und Nachdenklichem.

Neben Altmeistern wie Giovanni Gabrieli und J.S. Bach darf – mit Blick aufs Jubiläumsjahr – Ludwig van Beethoven natürlich nicht fehlen. Sofia Gubaidulina ist ebenso vertreten wie Felix Mendelssohn Bartholdy mit seiner „Reformations-Symphonie“, die den feierlichen Abschluss bildet. Mit dem Programm möchten sich Kent Nagano und die Philharmoniker gemeinsam mit ihrem Publikum vom alten Jahr verabschieden und gleichzeitig das neue Jahr 2020 begrüßen.

Silvesterkonzert  –  Dienstag, 31. 12. 2019, Elbphilharmonie, 11 Uhr

Giovanni Gabrieli: Symphoniae sacrae (Auszüge)
Johann Sebastian Bach: „Kunst der Fuge“ (Auszüge aus der Orchesterfassung von Ichiro Nodaira)
Sofia Gubaidulina: EIN ENGEL… für Alt und Kontrabass auf ein Gedicht von Else Lasker-Schüler
Ludwig van Beethoven: Große Fuge für Streichquartett op. 133
Johann Sebastian Bach: Kantate BWV 80 „Ein feste Burg ist unser Gott“ (Orchesterfassung von Leopold Stokowski)
Felix Mendelssohn Bartholdy: Symphonie Nr. 5 in D-Dur/d-Moll op. 107 „Reformations-Symphonie“
Kent Nagano, Dirigent
Nadezhda Karyazina, Alt
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg

Eventuelle Restkarten von 19 bis 109 Euro sind erhältlich im Kartenservice der Hamburgischen Staatsoper, unter 040 35 68 68, online unter www.staatsorchester-hamburg.de sowie an den bekannten Vorverkaufsstelle und am Konzerttag in der Elbphilharmonie.

—| Pressemeldung Staatsorchester Hamburg |—

Bonn, Beethovenfest Bonn, 7 Konzerte im Rhein-Sieg-Kreis, 06. – 29. September 2019

Juli 31, 2019 by  
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Beethovenfest

 Beethovenfest Bonn 2019 –  Sieben Konzerte im Rhein-Sieg-Kreis

Zwischen dem 6. und 29. September 2019 veranstaltet das Beethovenfest Bonn im Rhein-Sieg-Kreis sieben Konzerte an sechs Spielorten: Im Rahmen einer Tournee bespielt die Deutsche Streicherphilharmonie nicht nur in der Stadthalle Troisdorf, sondern auch zwei neu dazugewonnenen Spielstätten – die Jungholzhalle Meckenheim und das Stadttheater Rheinbach. Mit zwei Konzerten im Stadtmuseum Siegburg, einem Konzertabend im Steigenberger Grandhotel auf dem Petersberg und einer Aufführung der Kammeroper München in der Rhein-Sieg-Halle Siegburg präsentiert sich das Beethovenfest Bonn zudem an bereits etablierten Spielorten. Das starke regionale Engagement des Beethovenfestes Bonn wird durch regelmäßige Förderung der Kreissparkasse Köln sowie des Rhein-Sieg-Kreises möglich. Erstmals unterstützt auch die Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland die Konzerte im Rhein-Sieg-Kreis.

»Auch in diesem Jahr ist es der Intendantin Nike Wagner gelungen, das Festivalmotto Mondschein mit ihrer eigenen künstlerischen Handschrift zu versehen. Entstanden sind sieben exklusive Programme an besonderen Orten im Rhein-Sieg-Kreis mit Künstlern von internationalem Format, die unverwechselbar die Vielfalt des Festivals präsentieren. Die Kreissparkasse Köln unterstützt daher wieder gerne das Beethovenfest im Rhein-Sieg-Kreis  – unser Beitrag, dass die Eintrittspreise für eine möglichst große Anzahl von Musikliebhabern erschwinglich bleiben«, sagt Alexander Wüerst, Vorsitzender des Vorstands der Kreissparkasse Köln.

»Ich freue mich sehr, dass das Beethovenfest auch in diesem Jahr wieder zu Gast im Rhein-Sieg-Kreis ist und wir diese langjährige Tradition aufrecht erhalten. An ausgewählten, teilweise neuen, Spielorten geben wir den Musikinteressierten sicher schon jetzt einen wunderbaren Vorgeschmack auf das große Beethoven-Geburtstagsjahr 2020. Ich bin sehr gespannt darauf, wie das Motto »Mondschein« musikalisch umgesetzt wird«, so Landrat Sebastian Schuster.

»Das Projekt »Beethovens Heimatregion« verbindet zum 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens die Geburtsstadt des Komponisten mit der sie umgebenden Region. Das Beethovenfest Bonn führt im Jahr 2019 erstmals eine Konzertreihe im Rhein-Sieg-Kreis durch, die mit Meckenheim und Rheinbach sowie Königswinter (Petersberg), Siegburg und Troisdorf gleichmäßig rechts- und linksrheinisch alle konzertinteressierten Bürgerinnen und Bürger erreicht. Wir freuen uns sehr, an dieser regionalen Stärkung des Beethovenfestes beteiligt zu sein und damit einen Beitrag für das kulturelle Bewusstsein der Region zu leisten«, sagt Dorothée Coßmann, Geschäftsführerin der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland, Düsseldorf

Das Beethovenfest Bonn unter der künstlerischen Leitung von Nike Wagner steht 2019 unter dem Motto »Mondschein«. Was zunächst wie ein kleiner Anspielungs-Scherz auf Ludwig van Beethovens »Mondscheinsonate« wirkt, entpuppt sich als ein programmatisch fruchtbares Gelände. Dem silbernen Schimmer des Erd-Trabanten konnten weder die Dichter je widerstehen noch die Komponisten, er verzaubert die Konturen der Welt – oder macht sie bizarr und unheimlich. »Mondschein« ist ein extrem romantisches Thema, wie gemacht für die neue Subjektivität eines Erlebens, wie es um 1800 heraufdämmerte und im Lauf des 19. Jahrhundert zu schmerzlich-süßen Entfaltungen der Gefühle und Orchesterfarben führte.

Nike Wagner, Intendantin des Beethovenfestes Bonn: »Wir freuen uns, auch 2019 wieder im Rhein-Sieg-Kreis zu Gast zu sein. Gleich zwei neue Orte sind diesmal mit dabei – die Jungholzhalle Meckenheim und das Stadttheater Rheinbach. Unter dem Motto »Mondschein« bringen wir ein breit gefächertes, hervorragendes Programm – von drei Auftritten der Deutschen Streicherphilharmonie über Originalklang- und Preisträger-Konzerte bis hin zu Joseph Haydns komischer »Mond«-Oper. Die Spielstätten dieser kulturell aufgeschlossenen Region tun ein übriges, um das Publikum herzlich zu empfangen.«

Ein weitgespanntes musikalisches Panorama bietet die Deutsche Streicherphilharmonie auf ihrer kleinen Tournee durch den Rhein-Sieg-Kreis, auf der nicht nur die Stadthalle Troisdorf, sondern auch die beiden neu erschlossenen Konzertorte – die Jungholzhalle Meckenheim und das Stadttheater Rheinbach – bespielt werden. Neben Mozarts legendärer »Kleiner Nachtmusik« steht Max Bruchs posthume »Serenade«, und neben der hinreißenden »Capriol Suite« (1926) des Briten Peter Warlock nach Tänzen aus dem 16. Jahrhundert ertönt aus Beethovens letztem Streichquartett der langsame Variationensatz, in einer Skizze als »Süßer Ruhegesang oder Friedensgesang« bezeichnet. Schließlich Schostakowitsch: die populäre Orchesterfassung seines achten Streichquartetts – eines der persönlichsten und eindringlichsten Werke des russischen Komponisten (12./14./15.9).

Beethovemfest Bonn / Dorothee Oberlinger © Dorothee Oberlinger

Beethovemfest Bonn / Dorothee Oberlinger © Dorothee Oberlinger

Dorothee Oberlinger hat der »Einfachheit« der Blockflöte ungeahnte neue Ausdrucksqualitäten erschlossen. Begleitet vom Barockensemble Sonatori de la Gioiosa Marca, bringt sie eine Auswahl aus ihrem aktuellen Repertoire. Vivaldi ist dabei mit seinem berühmten Konzert »La notte«, zwei Nachtstücke des blinden Flötenvirtuosen Jacob van Eyck und die Serenade des Salzburger Hofkapellmeisters Biber mit dem »Nachtwächterlied«. Das Programm wird abgerundet von dem Modern-Jazz-Musikstück, dem der Abend seinen Titel

verdankt: »Round midnight« aus der Feder von Thelonious Monk (15.9.).

Der junge Pianist Tomoki Kitamura konnte sich dem Klassikpublikum bereits 2017 als Preisträger der International Telekom Beethoven Competition Bonn empfehlen. In seinem Konzert im Stadtmuseum Siegburg spannt er einen Bogen von György Kurtágs acht kurzen Klavierstücken, Robert Schumanns »Vier Fugen für Klavier« über Franz Liszt und Alban Bergs Klaviersonate hin zu Beethovens monumentaler »Hammerklavier-Sonate« (21.9.).

Obwohl der aus den Niederlanden stammende Ronald Brautigam auch auf modernen Flügeln konzertiert, gilt er als führender Virtuose auf dem Hammerklavier. Wenn er nun Beethovens »Hammerklavier-Sonate« im Rahmen des Beethovenfestes 2019 vorträgt, so in einem historisch eindrucksvollen Rahmen: 2019 ist der 200. Jahrestag der Erstausgabe der »Hammerklavier-Sonate«. Aus diesem Grund findet in Siegburg eine Beethoven-Tagung statt. Für Ronald Brautigam, der sich stets auch für den geschichtlichen Hintergrund seines Repertoires interessiert, die perfekte Gelegenheit für einen neuen Auftritt mit diesem grandiosen Klavierwerk (22.9.).

»Die Welt auf dem Monde« ist eine komische Oper auf ein Libretto des gewitzten Carlo Goldoni und mit der Musik des nicht minder gewitzten Joseph Haydn – eine einzige köstliche Narretei mit tieferer Bedeutung. Da sind zwei Töchter, zwei Liebhaber und ein störrischer alter Vater … Was tun, um ihn herumzukriegen? Die Herren lassen sich etwas einfallen … Haydns Oper, uraufgeführt 1777 auf Schloss Esterházy, entfaltet einen märchenhaften Zauber, der in der Bearbeitung durch die Kammeroper München frische Konturen erhält. Freche, gesprochene Texte und eine Kammermusikfassung machen aus der »Welt auf dem Monde« eine flotte Nummernrevue … (27.9.).

Beim Beethovenfest Bonn 2019 sind 27.000 Eintrittskarten für ein Hauptprogramm von 46 Veranstaltungen an 24 Spielstätten in Bonn und Umgebung im Verkauf. Ermöglicht wird dies durch öffentliche Zuwendungen der Bundesstadt Bonn, des Bundes, des Rhein-Sieg-Kreises und durch die projektbezogene Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen. Weitere Finanzmittel werden durch die Gesellschaft der Internationalen Beethovenfeste Bonn gGmbH von Sponsoren und Stiftungen sowie durch Spenden, den Verkauf von Eintrittskarten und Medienverwertung eingeworben.

—| Pressemeldung Beethovenfest Bonn |—

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