Berlin, Deutsche Oper Berlin, Tannhäuser – Richard Wagner, IOCO Kritik, 15.05.2019

Mai 15, 2019 by  
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Deutsche Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg

Emma Bell – Peter Seiffert – Stimmpracht und Intensität 

von Michael Stange

Richard Wagner © IOCO

Richard Wagner © IOCO

Kirsten Harms Tannäuser Inszenierung, Premiere November 2008, von dessen Reise aus dem Venusberg über die Wartburg nach Rom und zurück, auf der Suche nach Liebe, Lust und Anerkennung, besticht auf leerer Bühne durch intensiv wirkende Kostüme und ihre unprovokante Erzählung der Minnesängermär.

Von oben werden schwebenden Figuren hinuntergelassen. Mit der Hebebühne werden starke Akzente gesetzt. Metallische Rüstungen und farbenfrohe Kostümpracht des 2. Aktes werden mit einem Kaleidoskop von Hintergrundbildern ergänzt. So werden Richard Wagners Intentionen eindringlich ohne tiefenpsychologische Deutung an der Deutschen Oper Berlin auf die Bühne gebracht.

Tannhäuser –  Richard Wagner
youtube Trailer Deutsche Oper Berlin
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Wagner Sternstunde an der Deutschen Oper Berlin

Zur Ouvertüre schwebt ein Ritter im Blau durch die Wolken. Venus liegt auf einem Podest. Ihren Nymphen tummeln sich nackt im Bad. Venus und Tannhäuser sind umgeben von Klonen der Liebesgöttin. Das Finale des 1. Aktes ist eine Berglandschaft über der groteske Teufelspuppen flattern. Die Jagdgesellschaft begegnet Tannhäuser in metallischen Rüstungen auf eisernen Pferden (Foto).

Der zweite Akt zeigt zunächst eine leere Bühne mit in der Höhe schwebenden Rittern. Der Wartburgsaal ist tribünenartigen angeordnet und zeigt die bunte und farbenprächtig kostümierte Wartburggesellschaft. Das Hebe- und Senkbühnenbild entfaltet im Finale des 2. Aktes die stärkste Wirkung. Der wegen des Aufenthaltes im Venusberg ausgestoßene Tannhäuser steht als Sinnbild seiner Sünden unter der über ihm auf der Hebebühne stehenden Wartburggesellschaft.

Deutsche Oper Berlin / Tannhäuser © Bettina Stoess

Deutsche Oper Berlin / Tannhäuser © Bettina Stoess

Im dritten Akt siechen die Pilger auf Krankenbetten und über ihnen schweben wiederum die bekannten eisernen Ritter. Kern des Interpretationsansatzes ist, Elisabeth als mitleidsvolle und mildtätige Frau darzustellen. Daher wird ihr im ähnlichen Kostüm die lüsternen Liebesgöttin Venus gegenübergestellt. Beide vereinen sich im Finale zu einer Person in der zwei Seelen wohnen.

Dieser Opernabend stand im Zeichen von Sängern, Chor und Orchester. Von ihnen gingen Glanz und Magie der Aufführung aus; sie konnten sich beglückend auf der Bühne entfalten.

Die Elisabeth des Abends Emma Bell begann ihre Karriere im Mozart Fach. Ihren Rang belegte sie schon als Gewinnerin des Kathleen Ferrier Preises. Im jugendlich -dramatischen Fach zählen Rollen wie Agathe in Freischütz, Leonore in Fidelio, Elsa in Lohengrin und Elisabeth zu ihrem Repertoire. Sie paart phänomenale Stimmschönheit mit stupender Gesangstechnik. Ihr honigfarbenes Timbre ergänzt sie mit impressionistischer vokaler Ausdruckspalette und einer phänomenalen leuchtend blühenden Höhe. In der Arie „Dich teure Halle..“ verband sie sehnsüchtige, innige Momente mit jubelnden Phrasen. Die Tongebung bei „Allmächtige Jungfrau..“ war verhalten innwendig und eindringlich klagend. Die gesamte gesangliche Gestaltung war von immenser Poesie und sängerischer Fulminanz geprägt. Als Venus leistete sie gleichfalls Beachtliches und überzeugte mit sinnlich sirrendem Ton.

Peter Seiffert war als Tannhäuser ein „unbegreifliches Wunder“. Seit Jahren ist er der weltweit führende Rollenvertreter. Aufgrund seiner stimmtechnischen Meisterschaft gelangen alle schwierigen Momente dieser mörderischen Partie scheinbar mühelos. An diesem Abend hat er aber selbst die kühnsten Erwartungen übertroffen. Seine Stimme verfügt über ein nahezu baritonales Fundament und eine immense strahlende Höhe. Mit betörender Tongebung sang er phänomenale Übergange vom Piano über das Mezza voce bis zum Forte. Fließend, völlig frei, dramatisch packend gefärbt, mit interpretatorischer Tiefe und Anteilnahme gefüllt füllte sein Tenor wie gemalt den Saal der DOB. Zugleich war die Stimme unglaublich fokussiert.

Deutsche Oper Berlin / Tannhäuser © Bettina Stoess

Deutsche Oper Berlin / Tannhäuser © Bettina Stoess

Selbst im Piano kam sie mühelos über das Orchester und die hohen Töne waren von metallischem prachtvoll strahlendem Glanz. In der Venus-Szene war schon bei seinem Erwachen die Stimme völlig präsent. Der dramatische Ausbruch bei „Allmächtiger, Dir sei Preis..“ war innig aber zugleich mächtig und erschütternd. In den schnellen Läufen im Finale des 1. Aktes reihten sich seine Töne wie an einer Perlenkette auf.

Im Duett des zweiten Aktes gelangen Peter Seiffert und Emma Bell – auch dank des sängerfreundlichen Dirigats – unglaublich poetische, innige Momente. Die Gesänge an die Venus waren betörend intensiv und Peter Seiffert war selbst im Finale des zweiten Aktes stets hörbar und übertönte Chor und Orchester.

Die Romerzählung begann er fahl verhalten und steigerte sich in den Ausbrüchen zu immenser Größe. Neben der gesanglichen Gestaltung entwickelte er eine überwältigende emotionale Ausdruckskraft. Die Darstellung des Zerbrechens am eigenen Fehlverhalten und fehlender Vergebung gelangen ihm mit einer unter die Haut gehenden stimmlichen Wandlungsfähigkeit und Intensität.

Simon Keenlyside als Wolfram von Eschenbach war Tannhäuser ein ebenbürtiges Gegenüber. Mit seine dunkel gefärbtem, heldenbaritonalen Timbre und seiner wohlklingenden Stimme setzte er berührende Akzente. Seine Auftritte im 3. Akt gestaltete er tief empfunden mit beeindruckender Wortdeutlichkeit und prächtiger gesanglicher Gestaltung.

Albert Pesendorfer war ein Landgraf mit Autorität uns sonorem Bass. Clemens Bieber ein klangschöner Walther von der Vogelweide und Seth Carico ein wohlklingender Heinrich der Schreiber.

Deutsche Oper Berlin / Tannhäuser - Schlussapplaus © Patrik Klein

Deutsche Oper Berlin / Tannhäuser – Schlussapplaus © Patrik Klein

Dem von Jeremy Bines fulminant einstudiertem Chor der Deutschen Oper paarte filigranes und mit mächtig auftrumpfenden Momenten. Die Klangpracht und –schönheit und die Differenziertheit waren ungemein wirkungsvoll und wurden durch die mit den Bühnenbildern einhergehende gestaffelte Choraufstellung bis in die Tiefe der Bühne besonders hervorgehoben.

Stefan Blunier dirigierte das perfekt disponierte Orchester mit immenser Sensibilität und einem unvergleichlichen Sängerfreundlichkeit. Sänger und Chor trug er auf Händen und setzte markante Akzente gepaart mit filigranem Wohlklang.

Das Publikum verfolgte die Vorstellung gebannt und konzentriert. Lang anhaltender Jubel belohnte diesen phänomenalen Wagnerabend.  Nach der Vorstellung bemerkten selbst Opernveteranen an der Garderobe, dass sie nie einen Tannhäuser von so großartiger gesanglicher Perfektion und intensiver suggestiver Wirkung  auf der Bühne erlebt haben.  Eine Lehrstunde des Wagnergesangs.

Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg – Deutsche Oper Berlin:  keine weiteren Vorstellungen in der Spielzeit 2018/19

—| IOCO Kritik Deutsche Oper Berlin |—

Berlin, Deutsche Oper Berlin, Salome von Richard Strauss, 13.01.2017

Januar 5, 2017 by  
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Deutsche Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Salome von Richard Strauss

Musik und Libretto von Richard Strauss, nach Salome von Oscar Wilde in der Übersetzung von Hedwig Lachmann

Vorstellungen Salome: 13., 20. Januar 2017

Musikalische Leitung Stefan Blunier Inszenierung Claus Guth, mit Thomas Blondelle, Jeanne-Michèle Charbonnet, Allison Oakes, John Lundgren, Attilio Glaser, Judit Kutasi / Nicole Piccolomini u. a. Opernballett und Orchester der Deutschen Oper Berlin

Als Salomé von Oscar Wilde 1896 in Paris zum ersten Mal auf die Bühne kam, verbüßte der Autor in London eine Zuchthausstrafe wegen „grober Unsittlichkeit“. In Großbritannien und auch in den deutschsprachigen Ländern waren nur Privataufführungen des skandalumwitterten Stücks möglich. Eine solche besuchte Richard Strauss 1902 in Max Reinhardts „Kleinem Theater“ in Berlin. Ein Jahr später entschied er sich dazu, Wildes Text zur Grundlage eines Operneinakters zu machen. Die Uraufführung der SALOME 1905 in Dresden war ein durchschlagender Erfolg für den Komponisten. Er fordert darin das Genre heraus: Eine rauschhafte und liebestrunkene Musik kontrastiert das denkbar grässlichste, monströseste Geschehen.

„Wir befinden uns ja hier in einer Parabel. Wie auch immer man sie benennen und einfärben mag, ob bürgerlich, orientalisch, religiös oder politisch. In jedem Fall gibt es da wenig Hoffnung. Aber eine Stimme, die sich plötzlich hörbar macht. Und singt. Und die ganz prophetisch verkündet, dass alles kaputtgehen wird. Das ist schön, das ist verlockend und sehr verführerisch, zumindest für diese Eine, für Salome. Und all die, die die Macht haben, die wollen das nicht hören. Und die, die keine Macht haben, die wollen das immer und immer wieder hören: Den Gesang vom Ende dieser Welt.(Yvonne Gebauer)

Claus Guth verbannt in seiner Inszenierung sämtlichen schwülstigen Orientalismus von der Bühne und betrachtet seine Titelheldin mit sezierendem, psychoanalytischem Blick. Wir steigen mit Salome hinab in die dunklen Tiefen ihrer Kinder- und Jugendzeit, in der sich ein (wie auch immer gearteter) sexueller Übergriff ihres Stiefvaters tief in ihre Seele gegraben hat. Und aus diesen Tiefen heraus schafft sie sich ihren Retter Jochanaan, mit dem gemeinsam sie den Kampf gegen den verhassten Vater aufnehmen kann.

Vorstellungen Salome: 13., 20. Januar 2017

—| Pressemeldung Deutsche Oper Berlin |—

Bonn, Theater Bonn, Premiere: BENVENUTO CELLINI, 01.11.2015

Oktober 20, 2015 by  
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Theater Bonn

Theater Bonn © Thilo Beu

Theater Bonn © Thilo Beu

Premiere: BENVENUTO CELLINI

Hector Berlioz
Opéra comique
Text von Leon de Wailly und Henri Auguste Barbier
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Eine Produktion des Staatstheaters Nürnberg

Premiere am 1. November 2015 um 18 Uhr im Opernhaus Bonn

Weitere Vorstellungen:
06 Nov, 19:30 H
22 Nov, 18:00 H
03 Dez, 19:30 H
13 Dez, 16:00 H
27 Dez, 18:00 H
02 Jan, 19:30 H
13 Feb, 19:30 H

Hätte der Bildhauer, Goldschmied, Kunsttheoretiker und Autobiograph Benvenuto Cellini (1500 – 1571) nicht gelebt, die Romantiker – oder zumindest der mit seiner Erfolglosigkeithadernde Hector Berlioz (1803 – 1869) – hätten ihn sich als idealen Ausdruck für Künstlertum, Rebellion und höchste gesellschaftliche Anerkennung erfinden müssen: Bewegte sich doch Benvenuto Cellinis Leben scheinbar virtuos zwischen Verbrechen und päpstlicher Gnade, vollendeter skulpturaler Finesse und Flucht, umfassender humanistischer Bildung und einem derart hitzigen Temperament, dass er allenthalben bereit war, seinen Gegnern den Säbel in den Leib zu rammen … Sichtlich angesteckt von diesem rabiaten Furor (Die Partitur ist blankgeputzt und glänzend wie ein neuer Degen.) hat Berlioz seinerstes Bühnenwerk als Künstlerdrama zwischen Liebe, Mord und drohender Hinrichtung emotional hoch aufgeladen und als dramatische Verdichtung von Cellinis Leben angelegt. Vor allem aber warf er in seiner »romantischen« Maßlosigkeit klassische Kompositions-Tugenden wie Ausgewogenheit und Proportion kühn über Bord, um eine bis dato unerhörte Intensität und Vielfalt an Klangfarben, Spannung und Ausdehnung der Kontraste zu gewinnen. So schuf Berlioz ein »karnevaleskes« Meisterwerk des Musiktheaters, das große bewegte Massen ebenso kennt wie intime lyrische Stellen, das grelle Lachen der commedia wie den existentiellen Ernst der Liebe.

Da BENVENUTO CELLINI bei der Uraufführung 1838 in Paris kein Erfolg beschieden war, geriet das Werk bald in Vergessenheit. Franz Liszt war es schließlich, der Berlioz zu einer straffenden Überarbeitung animieren konnte und die Oper 1852 in Weimar herausbrachte. In dieser Weimarer Fassung erlebte BENVENUTO CELLINI seine großen Erfolge – und legte den Grundstein dafür, dass Berlioz heute zu den großen Opernkomponisten des 19. Jahrhunderts zählt.

Musikalische Leitung: Stefan Blunier
Inszenierung, Choreographie: Laura Scozzi
Mitarbeit Choreographie: Olivier Sferlazza
Bühne: Barbara de Limburg
Kostüme: Jean Jacques Delmotte
Choreinstudierung: Marco Medved
Regieassistenz: Mark Daniel Hirsch
Musikalische Assistenz: Stephan Zilias
Musikalische Einstudierung: Christopher Arpin, Christopher Sprenger, Adam Szmidt, Thomas Wise
Inspizienz: Karsten Sandleben
Soufflage: Stefanie Wüst
Sprachcoach: Dr. Maria Teresa Picasso-Menck
Leitung Statisterie: Hans-Jürgen Diekmann
Regiehospitanz: Alina Fischer

BESETZUNG:
Benvenuto Cellini, florentinischer Goldschmied – Mirko Roschkowski
Giacomo Balducci, Schatzmeister des Papstes – Martin Tzonev
Teresa, Balduccis Tochter – Anna Princeva
Fieramosca, Bildhauer des Papstes – Csaba Szegedi
Papst Clemens VII. – Rolf Broman
Pompeo, ein gedrungener Schläger, Freund von Fieramosca – Johannes Mertes
Ascanio, Cellinis Lehrling – Marta Wryk
Bernardino, Künstler aus Cellinis Werkstatt – Daniel Pannermayr
Francesco, Künstler aus Cellinis Werkstatt – Jon Runar Arason / Jonghoon You
Tänzerinnen und Tänzer – Sarah Verena Bockers, Sandra Huber, Shan-Li Peng, James Atkins, Nikos Konstantakis, Danilo Louzao Barquero, Tim ?e?atka
Opernchor und Statisterie des Theater Bonn
Beethoven Orchester Bonn

—| Pressemeldung Theater Bonn |—

Berlin, Komische Oper Berlin, Eröffnungspremiere 2015/16: LES CONTES D’HOFFMANN, 02.10.2015

September 18, 2015 by  
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Komische Oper Berlin

Komische Oper Berlin / Zuschauerraum © Gunnar Geller

Komische Oper Berlin / Zuschauerraum © Gunnar Geller

Eröffnungspremiere 2015/16 –  Les Contes d‘Hoffmann

Opéra fantastique [1881] von Jacques Offenbach, Libretto von Jules Barbier nach dem gleichnamigen Drama von Jules Barbier und Michel Carré, In französischer und deutscher Sprache

Premiere: Freitag, 2. Oktober 2015, 19 Uhr,  Weitere Termine: 7. / 11. / 14. / 18. / 25. Oktober, 7. / 27. November, 25. Dezember 2015, 8. / 24. Januar, 14. / 17. Februar und 9. Juli 2016

Jacques Offenbachs Les Contes d’Hoffmann eröffnen am 2. Oktober in einer Inszenierung von  Chefregisseur Barrie Kosky den Reigen der Neuproduktionen der Saison 2015/16 an der Komischen Oper Berlin. Dabei ist eine neue Fassung zu erleben, die auf einen frühen Entwurf Offenbachs zurückgeht und mit Texten von E.T.A. Hoffmann ergänzt wird. In den ersten beiden Akten der Oper ist die Titelpartie zum ersten Mal in ihrer 130-jährigen Aufführungsgeschichte mit einem Bariton besetzt. Barrie Kosky konzentriert sich in seiner Neuinszenierung von Offenbachs Meisterwerk ganz auf die grotesken Ausgeburten von Hoffmanns schier unerschöpflichem Einfallsreichtum. In einem abstrakten, zeitlosen Bühnenraum erzählt er Offenbachs skurril-fantastische Geschichte als verstörenden Alptraum eines Künstlers, der sich in den eigenen Fantasien verliert.

Die drei Frauengestalten, oft von mehreren Sängerinnen dargestellt, werden in der Neuproduktion verkörpert von nur einer Sopranistin (Nicole Chevalier). Ihr sind – anders als in der Tenorfassung mit nur einem Sänger-  nun mit Bariton Dominik Köninger, Tenor Edgaras Montvidas und Schauspieler Uwe Schönbeck gleich drei Hoffmann-Darsteller gegenübergestellt. In der Rolle der drei Bösewichte kehrt Dimitry Ivashchenko an die Komische Oper Berlin zurück.

Gesungen wird die Opéra fantastique erstmals im Haus an der Behrenstraße in französischer Sprache mit deutschen Zwischentexten aus der Feder E.T.A. Hoffmanns. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Stefan Blunier, für Bühnenbild und Kostüme zeichnet Katrin Lea Tag verantwortlich.

Musikalische Leitung: Stefan Blunier Inszenierung: Barrie Kosky Bühnenbild und Kostüme: Katrin Lea Tag Dramaturgie: Ulrich Lenz Chöre: David Cavelius Licht: Diego Leetz

Besetzung (Premiere unterstrichen)
Uwe Schönbeck (Hoffmann 1), Dominik Köninger / Tom Erik Lie (Hoffmann 2), Edgaras Montvidas / Alexander Lewis (Hoffmann 3), Nicole Chevalier / Sydney Mancasola (Olympia / Antonia / Giulietta), Karolina Gumos / Alexandra Kadurina (La Muse / La Voix de la Tombe), Dimitry Ivashchenko / Jens Larsen (Lindorf / Coppélius / Le docteur Miracle / Dapertutto), Peter Renz / Ivan Tursic (Andrès / Spalanzani / Frantz / Pitichinaccio), Philipp Meierhöfer / Alexey Antonov (Cochenille / Crespel / Peter Schlémil), Lindenquintett Berlin, Chorsolisten der Komischen Oper Berlin u. a.

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Einführungsmatinee: Sonntag, 20. September 2015, 12 Uhr (ab 10 Uhr Opernfrühstück)

In der Spielzeit 2015/16 überträgt die Komische Oper Berlin erstmals ausgewählte Vorstellungen live und kostenlos im Internet. Den Anfang macht die Premiere Les Contes d’Hoffmann am 2. Oktober.

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—| Pressemeldung Komische Oper Berlin |—

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