Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Demis Volpi – 2020 neuer Ballettdirektor, IOCO Aktuell, 19.03.2019

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Demis Volpi, 2020 – Direktor des Ballett am Rhein

  – Paukenschlag – oder – die Rückkehr des abendfüllenden Handlungsballetts –

von Viktor Jarosch

Der Aufsichtsrat der Deutschen Oper am Rhein bestellte am 15.3.2019 einstimmig den deutsch-argentinier Demis Volpi, 33, ab Herbst 2020 zum neuen Ballettdirektor und Chefchoreograph des Ballett am Rhein. Volpi wird Nachfolger von Martin Schläpfer, der 2020 als Ballettdirektor an die Staatsoper Wien wechselt. Der unterzeichnete Vertrag hat eine Laufzeit von vier Jahren. Mit Volpi kündigt sich ein Gezeitenwechsel an, welcher die Vielfältigkeit und Attraktivität des Ballett am Rhein und auch der Rheinoper nachhaltig steigern kann.   

Intendant Christoph Meyer stellte am 15.3.2019 in Anwesenheit der Kulturdezernenten von Düsseldorf und Duisburg, Demis Volpi, 33, als kommenden Direktor des Ballett am Rhein der Öffentlichkeit vor. Mit der Nominierung war Meyer ein überraschender wie überzeugender Coup gelungen, deutet diese Bestellung doch, über die Person Volpi hinausgehend, einen Gezeitenwechsel, eine Modernisierung der Ausrichtung des Ballett am Rhein und ein vielfältigeres Spielplanangebot der Rheinoper an.

Deutsche Oper am Rhein / Demis Volpi mit Thomas Kruetzberg,Kulturdezernent Duisburg, Hans-Georg Lohe, Kulturdezernent von Düsseldorf, Christoph Meyer, Intendant Rheinoper © Andreas Endermann

Deutsche Oper am Rhein / Demis Volpi mit Thomas Kruetzberg,Kulturdezernent Duisburg, Hans-Georg Lohe, Kulturdezernent von Düsseldorf, Christoph Meyer, Intendant Rheinoper © Andreas Endermann

In der folgenden Aussprache outete sich Volpi in undogmatisch frischer Offenheit zu allen Facetten seiner zukünftigen Tätigkeit an der Rheinoper, dass lange vermisstes Handlungsballett für ihn bedeutend ist, dass Kinderballett und Ballett-gestütze Opernproduktionen reale Optionen sind; Optionen, die den Spielplan der Rheinoper nachhaltig verändern, bereichern können. So erklärte Volpi seine Sicht zum Handlungsballett, von Vorgänger Martin Schläpfer über Jahre leider nachhaltig gemieden: „abendfüllendes Handlungsballett kann modern und …sein; dies möchte ich weiter entwickeln..“.

„Allem Anfang wohnt ein Zauber inne ….“

Demis Volpi war 2013 bis 2017 Hauschoreograph des Stuttgarter Ballett,  welches, auf John Cranko gründend, eines der renommiertesten Ballettensemble weltweit ist. Peter Schlang, seit Jahren IOCO-Korrespondent in Stuttgart, beschrieb 2017 das von Volpi in Stuttgart geschaffene und inzwischen mehrfach ausgezeichnete Handlungsballett Tod in Venedig von Benjamin Britten, IOCO – link HIER. Peter Schlang schätzt Demis Volpi über seine Tätigkeit in Stuttgart sehr und gratuliert Aufsichtsrat, Management der Rheinoper wie Düsseldorfer Theaterbesuchern zur Bestellung von Volpi, wie er auch dessen Weggang aus Stuttgart als herben Verlust sieht. Volpis choreographische Umsetzung von Otfried Preußlers Roman Krabat, in welchem sich der Junge Krabat, als Lehrling eines Zaubermeisters gegen seinen Ziehvater behaupten muss, ein abendfüllendes Handlungsballett, ist bis heute Publikumsschlager der Staatsoper Stuttgart.

Martin Schläpfer ist, nach bestehender Vertragslage, noch bis 2024 als Choreographer in Residence mit mindestens einer Choreographie pro Spielzeit an das Ballett am Rhein gebunden. Erinnerlich: 2016 distanzierte sich Martin Schläpfer in auffälliger Form von Düsseldorf und der Rheinoper, link HIER  („..Die Stadt schafft es nicht…, Ich brauche deutlich mehr Geld.., als Mensch hier nicht heimisch….ich habe kein Publikum, das nach Handlungs-balletten verlangt…). Es bleibt abzuwarten, ob Martin Schläpfer nach der Bestellung von Demis Volpi tatsächlich als Choreographer in Residence tätig werden wird.


Deutsche Oper am Rhein / Demis Volpi, kommender Ballettdirektor Ballett am Rhein © Andreas Endermann

Deutsche Oper am Rhein / Demis Volpi, kommender Ballettdirektor Ballett am Rhein © Andreas Endermann

In Deutschland hat Demis Volpi neben seiner Tätigkeit für das Stuttgarter Ballett als Choreograph u.a. für das Ballett Dortmund, das Ballett im Revier Gelsenkirchen und das Badische Staatsballett aber auch als Opernregisseur gewirkt: Am Saarländischen Staatstheater inszenierte Volpi Médée Medea Senecae als Verbindung von Oper, Schauspiel und Tanz, am Nationaltheater Weimar inszenierte Volpi Don Giovanni. Im Mexiko kreierte Volpi das Kinderballett Rey y Rey.

Trotz seiner Jugend wurde Volpi auf internationalem Parkett bereits mehrfach ausgezeichnet. So war er 2018 für die International Opera Awards (Kategorie „Beste Produktion“ Prix Benois de la Danse am Bolshoi Theater in Moskau (Beste Choreographie für Salome, Stuttgarter Ballett) nominiert. Er ist Träger des Deutschen Tanzpreises (2014, Kategorie Zukunft), wurde 2017 in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt zum Nachwuchskünstler des Jahres gewählt und erhielt den Chilenischen Kunstkritiker-Preis. Freiberuflich hat er für renommierte Compagnien kreiert, darunter die Compañía Nacional de Danz de México, das American Ballett Theater New York, das Ballet of Flanders, das Ballet de Santiago de Chile, DanceWorks Chicago, das Northern Ballet in Leeds und das Korean National Ballet. Zudem hat er für Tänzer*innen wie Alessandra Ferri, Herman Cornejo, Alicia Amatriain, Sue Jin Kang, Cory Stearns oder Luis Ortigoza choreographiert.

„Demis Volpi ist einer der spannendsten, kreativsten und vielversprechendsten Choreographen und Regisseure der jungen Generation“, so der Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein, Prof. Christoph Meyer. „Er verfügt über wertvolle, langjährige Erfahrung in der Arbeit mit großen Ballettcompagnien, über profundes administratives Know-How sowie enormes künstlerisches Potenzial. Er hat uns insbesondere durch seine moderne, genreübergreifende Herangehensweise überzeugt, die den Tanz als interdisziplinäres Medium definiert.“ Mit seinen „innovativen Ideen und seiner beeindruckenden künstlerischen Vita“, so Christoph Meyer weiter, habe sich Demis Volpi inmitten eines hochqualifizierten internationalen Bewerberfeldes durchgesetzt. „Nach zehn wunderbaren Jahren der Zusammenarbeit mit Martin Schläpfer, der hier in Düsseldorf und Duisburg Außerordentliches geleistet und das Ballett am Rhein zu einer der wichtigsten Adressen für den europäischen Tanz gemacht hat, war uns klar: Einen ,Nachfolger“, der nahtlos an Martin Schläpfers Arbeit und Ästhetik anknüpft, kann es nicht geben – und soll es auch nicht geben. Bei einem solchen Wechsel braucht es Mut zur Veränderung. Daher freuen wir uns nun sehr auf einen jungen, äußerst begabten Kollegen, der seiner großen Herausforderung mit Respekt, aber gleichzeitig auch mit Innovationskraft und dem nötigen Selbstbewusstsein begegnen wird.“

Don Giovanni – Hier in der Regie des jungen Regisseur Demis Volpi, 
Youtube Trailer des DNT  Weimar
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Hans-Georg Lohe, Kulturdezernent der Stadt Düsseldorf: „Auch in Zukunft sehe ich das Ballett am Rhein als eine der führenden, internationalen Ballett-Compagnien, als wichtigen Botschafter für Düsseldorf und Duisburg. Mit Demis Volpi haben wir für diese Aufgabe einen herausragenden jungen Choreographen verpflichten können, der durch seine Begeisterung für den Tanz, seinen Ideenreichtum und seine kluge, intensive Auseinandersetzung mit klassischen wie auch zeitgenössischen Werken neue Sichtweisen ermöglicht und das Ballett weiter entwickeln wird.

Thomas Krützberg, Kulturdezernent der Stadt Duisburg, freut sich ebenfalls über die Verpflichtung Volpis: „Das Ballett am Rhein trägt entscheidend zum Erfolg der einzigarten Theaterehe bei, die seit mehr als 60 Jahren in Duisburg und Düsseldorf ein vielfältiges, künstlerisch hochklassiges Programm einem breiten Publikum zugänglich macht. Umso mehr freuen wir uns, dass es uns gelungen ist, mit Demis Volpi einen der derzeit interessantesten und auch begehrtesten Choreographen seiner Generation zu verpflichten, um das internationale Top-Niveau der Compagnie zu sichern und dem Ballett an Rhein und Ruhr zugleich neue Impulse zu verleihen.

Demis Volpi:Mit großer Freude sehe ich der Herausforderung entgegen, das Ballett am Rhein ab der Spielzeit 2020/21 zu leiten und bin dankbar für das in mich gesetzte Vertrauen. Ich sehe meine Aufgabe darin, auf dem aufzubauen, was die Compagnie in den vergangenen Jahren bis heute erreicht hat; es wird also um die Pflege des neoklassischen Repertoires, die Einbindung wichtiger zeitgenössischer Choreograph*innen und Künstler*innen sowie die Erweiterung des Freiraums für neue choreographische Sprachen gehen. Darüber hinaus freue ich mich aber selbstverständlich auch darauf, eigene Akzente zu setzen, u.a. durch die Kreation eigener abendfüllender Handlungsballette zur weiteren Entwicklung des Repertoires und des Profils des Balletts am Rhein.

Zunächst freue ich mich jedoch auf das Kennenlernen der Tänzer*innen und Mitarbeitenden in den kommenden Wochen, sowie auf die Zusammenarbeit mit Christoph Meyer. Ich bin zudem sehr gespannt auf das Duisburger und Düsseldorfer Publikum und hoffe darauf, dass es den zukünftigen künstlerischen Entwicklungen seines Balletts mit Neugier und Offenheit begegnen wird.“

—| IOCO Aktuell Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Düsseldorf, Arena, Das große Weihnachtssingen 2018, IOCO Aktuell, 18.12.2018

Dezember 20, 2018 by  
Filed under Arena Düsseldorf, Hervorheben, Konzert, Pressemeldung

Arena Düsseldorf / Das große Weihnachtssingen 2018 ©   D.LIVE /  Anke Hesse

Arena Düsseldorf / Das große Weihnachtssingen 2018 ©   D.LIVE /  Anke Hesse

Arena Düsseldorf

Das große Weihnachtssingen

23.12.2018 – Großes Weihnachtssingen – Arena Düsseldorf

53.000 mit Paul Potts,  Patricia Kelly, Brings …

Ein großes emotionales Weihnachtserlebnis steht bevor. Für den 23. Dezember 2018, 17.00 Uhr ist ganz NRW in die Arena Düsseldorf eingeladen. Zusammen mit Größen wie Paul Potts, Brings, Patricia Kelly, den Swinging Funfares soll und wird die Arena mit weihnachtlicher Musik erfüllt sein und in weihnachtlichem Glanz erstrahlen.

Bis zu 53.000 Mitsänger*innen und ebenso, in großer Gemeinschaft, IOCO werden dort sein, um gemeinsam im Chor die schönsten Weihnachtslieder im festlich erleuchteten und überdachten Stadion zu singen.

Ein Liederheft und Anzeigetafeln garantieren die Textsicherheit in der Arena, denn das singende Publikum ist der Star des Abends. Weltweite Evergreens und besinnliche Klassiker sind im Repertoire. Angestimmt werden die Lieder von beliebten Sängern und Bands.  Eine atmosphärische Lichtinszenierung und eine dynamische Show sorgen für die passende festliche Stimmung

Arena Duesseldorf / Das große Weihnachtssingen 2018 © istock.com Choreograph

Arena Duesseldorf / Das große Weihnachtssingen 2018 © istock.com Choreograph

In diesem feierlichen Rahmen wird ab 2018 in der Landeshauptstadt Düsseldorf die friedlichste Zeit des Jahres gemeinsam mit der ganzen Familie oder Freunden eingeläutet.

—| Pressemeldung Städtischer Musikverein zu Düsseldorf |—

Düsseldorf, Tonhalle Düsseldorf, Städtischer Musikverein – 200 Jahre, April 2018

April 12, 2018 by  
Filed under Konzert, Pressemeldung, Tonhalle Düsseldorf

Tonhalle Düsseldorf

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

200 Jahre Musikverein
Pressegespräch am 10. April 2018 – Tonhalle

Mit Paulus ins 3. Jahrhundert: „Ein Verein, der seine Gründung im Jahre 1818 einer Initiative von musikbegeisterten Düsseldorfer Bürgern zu verdanken hat und traditionsbewusst diese Idee durch zwei Jahrhunderte Jahr für Jahr umsetzt, pflegt und bewahrt, kann mit Recht darauf stolz sein, als Konzertchor der Landeshauptstadt Düsseldorf die Schwelle zu seinem 3. Jahrhundert zu überschreiten.

Tonhalle Düsseldorf / 200 Jahre Musikverein - Michael Becker, Manfred Hill und Georg Lauer (v.l.n.r.) © Susanne Diesner

Tonhalle Düsseldorf / 200 Jahre Musikverein – Michael Becker, Manfred Hill und Georg Lauer (v.l.n.r.) © Susanne Diesner

Felix Mendelssohn Bartholdy © IOCO

So leitet Manfred Hill und der von ihm geleitete Städtische  Musikverein zu Düsseldorf das aus Anlass des 200.Geburtstags verfasste Buch ein, das er der Öffentlichkeit am 20. April 2018 beim Paulus-Jubiläumskonzert in der Tonhalle präsentiert. Dass Mendelssohn sein dem Frankfurter Cäcilienchor gewidmetes Oratorium Paulus beim 18. Niederrheinischen-Musikfest in Düsseldorf mit Chor und Orchester des Musikvereins uraufführte, magein Zufall der Geschichte sein. Dass dieses Werk die Chorkonzerte des Jubiläumsjahres mit den Düsseldorfer Symphonikern unter der Leitung von GMD Axel Kober eröffnet, entspringt einem lange gehegten Wunsch. Ein weiterer wird im September mit Haydns Oratorium Die Schöpfung in Erfüllung gehen, das schon 1818 nach seiner Düsseldorfer Erstaufführung die musikbegeisterten Bürger zur Gründung des Musikvereins anstiftete. Jene Begeisterung hält den Verein und seinen Chor bis heute zusammen und beschert ihm im Laufe des Festjahres in den Sternzeichen-Konzerten der Tonhalle weitere musikalische Höhepunkte: im Juni mit Bruckners und Haydns Te Deum mit Mario Venzago, im Juli mit MahlersSymphonie der 1.000“ mit Adam Fischer, im September mit Haydns Schöpfung mit Adam Fischer, im Oktober mit Holsts Planeten mit Mario Venzago und im Dezember mit Bernsteins Mass mit John Axelrod.

Diese und weitere Veranstaltungstermine des Musikvereins im Jubiläumsjahr finden Sie unter musikvere in-duesseldorf.de


Tonhalle Düsseldorf / 200 Jahre Musikverein - Chor © Susanne Diesner

Tonhalle Düsseldorf / 200 Jahre Musikverein – Chor © Susanne Diesner

 Höhepunkte des Jubiläumsprogramm

Festkonzert zum 200. Jubiläum des Musikvereins
20. April 2018 – 20.00 Uhr – Tonhalle Düsseldorf

Programm: Mendelssohn Bartholdy: Paulus. Oratorium in zwei Teilen nach Worten der Heiligen Schrift op. 36

Mit Miriam Feuersinger (Sopran), Kimberley Boettger-Soller (Alt), Maximilian Schmitt (Tenor), Michael Nagy (Bariton) / Düsseldorfer Symphoniker / Chor des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf / Axel Kober (Dirigent)

19.00 Uhr – Tonhalle, Grünes Gewölbe:  Im Rahmen eines Festaktes vor dem Paulus-Konzert wird die Festschrift  des  Städtischen Musikvereins zum 200. Jubiläum vorgestellt: „MusikVerein(t)! – Der Musikverein an der Schwelle zu seinem dritten Jahrhundert“

Ferner wird das DIC (Digitales Info Center) und eine Ausstellung zum Schallarchiv des Musikvereins eröffnet. Mit dem DIC wird nicht nur das Schallarchiv mit mehr als 230 CDs und mehr als 3.000 Tracks hörbar gemacht, sondern auch ein tiefer digitaler Einblick in die einzigartigen Archivmaterialien des Musikvereins gegeben. So können u. a. hunderte von Konzert-Chronik-Tafeln mit Kommentaren von weltberühmten Dirigenten und Solisten betrachtet sowie Mendelssohn-Briefe, die sich im Besitz des Musikvereins befinden, im Original angesehen und in der Übersetzung nachgelesen werden. Zu finden sind Informationen zur musikalischen Welt Düsseldorfsin den letzten 400 Jahren und zur 200-jährigen Geschichte des Musikvereins.

Musikalisches Picknick
17. Juni 2018 – 14.00 Uhr – Engländerwiese im Nordpark

Bei der Open-Air-Veranstaltung zum Thema „Musik vereint“ treffen sich eine große Anzahl von Kindern der SingPause mit Musiker*innen aus den Jugendorchestern der Clara-Schumann-Musikschule und Sänger*innen aus verschiedenen Chören des Chorverbandes Düsseldorf zu einem fröhlichen Singnachmittag unter freiem Himmel. Mitsingen ist erwünscht! 

—| Pressemeldung Tonhalle Düsseldorf |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Ballett am Rhein – Schläpfer – Sucheana, IOCO Aktuell, 25.01.2018

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Ballett am Rhein – Martin Schläpfer – Remus Sucheana

Ballettchefs bis 2024  –  Unter diffusen Vorzeichen

Von Viktor Jarosch

Im August 2017 wurde das von Martin Schläpfer und Remus Sucheana geführte Ballett am Rhein  der Deutschen Oper am Rhein gefeiert. In der Kritikerumfrage der Zeitschrift tanz war das Ballett am Rhein zum vierten Mal zur Kompanie des Jahres gewählt worden. tanz würdigte mit der Auszeichnung das außergewöhnliche Ensemble in einer Hommage aus Bildern die tänzerische Bandbreite und künstlerische Strahlkraft.

Deutsche Oper am Rhein / DOR Management vl Martin Schlaepfer, Axel Kober, Intendant Christoph Meyer © IOCO

Deutsche Oper am Rhein / DOR Management vl Martin Schlaepfer, Axel Kober, Intendant Christoph Meyer © IOCO

Die künstlerische Wertschätzung für das Ballett am Rhein ist hoch. Zahlen zur Publikums-Beliebtheit des Ballett am Rhein, zur Auslastung der Vorstellungen des Ballett am Rhein, werden dagegen bisher nicht publiziert. John Neumeier und sein HAMBURG BALLETT  untermauern mit seit Jahren beständigen 92% Auslastung den  künstlerischen Ruf der Hamburger Staatsoper. Sein Kollege Ben Van Cauwenbergh im Düsseldorf-nahen Aalto Theater von Essen verkündet ebenfalls mit breitem Lachen Auslastungen von weit über 80%. Ähnliches, an realen Zahlen orientiertes Selbstbewußtsein fehlt dem Ballett am Rhein.

Nun, im Januar 2018 geben in der folgenden Pressemitteilung die Stadt Düsseldorf und Deutsche Oper am Rhein die langfristige Verlängerung der Verträge der Ballettspitze des Ballett am Rhein, Martin Schläpfer und Remus Sucheana, bekannt:

„Doppelspitze des Balletts am Rhein bis 2024 verlängert

Martin Schläpfer © P. Gert Weigelt

Martin Schläpfer © P. Gert Weigelt

Das Duo an der Spitze des Balletts am Rhein setzt seine erfolgreiche Arbeit in Düsseldorf und Duisburg bis 2024 fort: Der Künstlerische Direktor und Chefchoreograph des Balletts am Rhein, Martin Schläpfer und der Ballettdirektor Remus Sucheana haben ihre Verträge um fünf Jahre bis Ende der Spielzeit 2023/24 verlängert. Die Vereinbarung sieht eine neue Akzentuierung der Aufgaben vor: Demnach wird Martin Schläpfer ab 2019/20 als „Choreographer in Residence“ weiterhin mindestens eine Choreographie pro Spielzeit für das Ballett am Rhein kreieren und auch darüber hinaus intensiv mit den Tänzerinnen und Tänzern der mehrfach preisgekrönten Kompanie arbeiten, Remus Sucheana bleibt Ballettdirektor. Generalintendant Prof. Christoph Meyer: „Martin Schläpfer hat seit 2009 das Ballett am Rhein an die Weltspitze geführt; seit 2016 gemeinsam mit Remus Sucheana. Wir freuen uns sehr, dass sich Martin Schläpfer mit der neuen Konstellation noch mehr auf die rein künstlerische Arbeit mit der Kompanie konzentrieren und so auch in den nächsten Jahren die herausragende Stellung des Ballett am Rhein sichern kann.“

Remus Sucheana © P Gert Weigelt

Remus Sucheana © P Gert Weigelt

Zum Jahresbeginn unterzeichneten der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Oper am Rhein, Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel, und Generalintendant Prof. Christoph Meyer eine entsprechende Vereinbarung mit Martin Schläpfer und Remus Sucheana. „Wir setzen auf Kontinuität und Veränderung zugleich. So werden wir unter Beibehaltung der hohen Qualität der Kompanie Neues schaffen können“, so Martin Schläpfer. Remus Sucheana ergänzt: „Ich bin sehr glücklich, an der Zukunft des Balletts am Rhein, dem Martin Schläpfer ein so unverwechselbares Gesicht gegeben hat, mitzuwirken. Martin Schläpfer wird mit seinen Werken und seiner einzigartigen Arbeitsweise auch in den kommenden Jahren die Kompanie prägen.“ Das Ballett am Rhein zählt zu den führenden Kompanien Europas. Die Zeitschrift „tanz“ kürte Martin Schläpfer zum „Choreographen des Jahres 2010“ und das Ballett am Rhein 2013, 2014, 2015 und wiederum 2017 zur „Kompanie des Jahres“.“

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„Ich möchte nicht mehr Captain sein“

so Martin Schläpfer am 11. Januar 2018, kurz nach der Vertragsverlängerung, in einem Interview mit der Rheinischen Post. Mit Beginn der Spielzeit 2019/20, wird Martin Schläpfer nur mindestens eine Choreographie pro Spielzeit mit dem Ballett am Rhein einstudieren. Die Frage der Rheinischen Post, ob dies ein Abschied auf Raten sei, beantwortet Martin Schläpfer konkret diffus: „Nein, daran denke ich nicht. Natürlich kann es einer werden… ich gehöre niemandem… Es gibt auch noch den Menschen Martin Schläpfer… Eine Choreographie im Jahr genügt….  Ich bleibe die künstlerische  Hauptkraft der Kompanie…  Aber ich bin nicht mehr der Captain“

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Auslastung, der Besucher, Zuspruch durch gemessene Besucherzahlen besitzt für die Führung des Ballett am Rhein keinen nachhaltigen Fokus. Weder in der Bestellung von Martin Schläpfer und Remus Sucheana, noch in dem Interview mit der Rheinischen Post  wird Besucherzuspruch signifikant thematisiert. In einem Interview mit der Westdeutschen Zeitung im Oktober 2016 klagte Martin Schläpfer, „er sei nicht heimisch in Düsseldorf…“ 

—| IOCO Aktuell Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

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