Düsseldorf, Tonhalle Düsseldorf, Adam Fischer – bis 2025 in Düsseldorf, IOCO Aktuell, 21.03.2020

Tonhalle Düsseldorf

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Adam Fischer verlängert Vertrag bis 2025   

Principal Conductor  –  Düsseldorfer Symphoniker

Adam Fischer, *1949 in Budapest, hat sein zum Saisonende 2020 auslaufendes Engagement verlängert und bleibt weitere fünf Jahre Principal Conductor der in der Tonhalle Düsseldorf „ansässigen“ Düsseldorfer Symphoniker.

Die Vertragsverlängerung hat Hans-Georg Lohe, Kulturdezernent der Stadt Düsseldorf, am Abend des 2. März 2020 in der Tonhalle Düsseldorf offiziell verkündet. Die Bekanntgabe erfolgt zu einem symbolträchtigen Termin: Adam Fischer dirigierte Joseph Haydns Symphonie La Passione und Gustav Mahlers 6. Symphonie, das letzte Konzert seines großen Mahler-Zyklus, den der Dirigent bei seinem Amtsantritt 2015 in der Tonhalle Düsseldorf begann.

Adam Fischer – zur geschlossenen Tonhalle in Düsseldorf und der Corona Krise
youtube Trailer Tonhalle Düsseldorf
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Adam Fischer freut sich über die Vertragsverlängerung: „Ich bin sehr glücklich, dass ich meine 2015 begonnene künstlerische Arbeit in Düsseldorf in den nächsten Jahren fortsetzen werde. Ich habe wunderbare Musiker im Orchester kennengelernt, die mich richtig inspirieren können. Und auch ein Publikum, dessen Begeisterung uns alle auf der Bühne anspornt und mitreißt. Ich hoffe, dass es mir noch lange vergönnt sein wird, mit den Düsseldorfer Symphonikern gemeinsam musizieren zu können.

Michael Becker, Intendant der Tonhalle Düsseldorf und der Düsseldorfer Symphoniker, ist stolz, dass sich Adam Fischer für weitere fünf Jahre in Düsseldorf entschieden hat: „Mit der seltenen Mischung aus unbestechlicher Musikalität, professioneller Neugier und tiefgreifender Menschlichkeit hat Adam Fischer eine neue musikalische Zeitrechnung in Düsseldorf begonnen, die weit über die Republik hinaus wahrgenommen wird.“

Tonhalle Düsseldorf / Adam Fischer - Principal Conductor der Düsseldorfer Symphoniker © Susanne Diesner

Tonhalle Düsseldorf / Adam Fischer – Principal Conductor der Düsseldorfer Symphoniker © Susanne Diesner

In den zurückliegenden fünf Jahren führte Fischer mit den Düsseldorfer Symphonikern unter anderem alle Mahler-Symphonien in Kombination mit Werken von Joseph Haydn auf. Die in Kooperation mit dem Deutschlandfunk und dem Label Avi Music entstandenen Konzerteinspielungen gewannen mehrere Preise, etwa den BBC Music Magazin Award und den Opus Klassik (2019). Fischers Mahler-Zyklus gilt als einer der Hauptgründe für einen massiven Anstieg der Publikumszahlen in der Tonhalle Düsseldorf. Auch international sorgt die Zusammenarbeit Fischers mit den Düsseldorfer Symphonikern für Aufsehen, wie beispielsweise während eines Gastspiels in Budapest und auf einer Spanien-Tournee des Orchesters im Januar 2019 zu erleben war. Weitere Konzertreisen sind nun in Planung.

Tonhalle Düsseldorf / Adam Fischer © Susanne Diesner

Tonhalle Düsseldorf / Adam Fischer © Susanne Diesner

Thomas Geisel, Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, ist ebenfalls sehr glücklich, dass Adam Fischer Erster Konzertdirigent in Düsseldorf bleibt: „Er hat den Düsseldorfer Symphonikern zu großer Strahlkraft verholfen und begeistert sein Publikum weit über Düsseldorf hinaus. Adam Fischer schätze ich aber auch persönlich, da er ein Weltbürger und ein Mensch mit Haltung ist.“

Kulturdezernent Hans-Georg Lohe ist überzeugt: Adam Fischer liebt die Düsseldorfer Symphoniker, die Düsseldorfer Symphoniker lieben Adam Fischer, und dies nun schon seit fünf Jahren. Mit seinem so persönlichen Einsatz und seiner Musizierfreude, die auf die Symphoniker ebenso überspringt wie auf das Publikum, hat Adam Fischer die Düsseldorfer Symphoniker in neue Sphären geführt. Dafür sind ihm alle Musikfreunde mehr als dankbar, und ich empfinde große Freude, dass wir nun seinen Vertrag verlängern konnten.“

Adam Fischer wird weltweit nicht nur als Dirigent geschätzt, sondern macht regelmäßig auch außerhalb der Konzertsäle durch sein humanitäres Engagement von sich reden. Zusammen mit András Schiff reichte er bereits 2011 bei der EU eine Petition gegen Rassismus und Ausgrenzung ein. 2018 erhielt er den isra­elischen Wolf-Preis, eine Auszeichnung, die an herausragende Persönlichkeiten für ihr besonderes humanitäres Engagement verliehen wird. Seit Adam Fischer Principal Conductor der Düsseldorfer Symphoniker ist, verleiht er zudem selbst jedes Jahr den vom Freundeskreis der Tonhalle gestifteten Menschenrechtspreis der Tonhalle Düsseldorf an eine Person oder Organisation, die sich in besonderem Maße für Freiheit und Menschenrechte einsetzt.

Tonhalle Düsseldorf / Die Düsseldorfer Symphoniker - hier zum Neujahrskonzert © Susanne Diesner

Tonhalle Düsseldorf / Die Düsseldorfer Symphoniker – hier zum Neujahrskonzert © Susanne Diesner

Nachdem die Serie der Mahler-Symphonien nun abgeschlossen ist, startet Adam Fischer in Düsseldorf neue Zyklen. In den kommenden fünf Jahren plant er mit den Symphonikern unter anderem Brahms, Bartók, Schubert, Beethoven und Dvorák intensiv zu beleuchten. Näheres dazu wird die Tonhalle im Rahmen der Pressekonferenz zur neuen Saison Mitte Mai bekannt geben.

Auch für die Musikerinnen und Musiker der Düsseldorfer Symphoniker ist es ein Glücksfall, dass sie die Zusammenarbeit mit ihrem Principal Conductor fortsetzen dürfen. Solo-Flötistin Ruth Legelli aus dem Orchestervorstand kommentiert: „Die Düsseldorfer Symphoniker sind sehr dankbar über die Verlängerung des Vertrages von Adam Fischer. Es hat uns große Freude gemacht, mit ihm zusammen den Mahler-Zyklus aufzunehmen. Auch an die gemeinsamen Gastspiele in Spanien und Ungarn erinnern wir uns sehr gerne. Die Konzerte und Arbeitsphasen mit ihm sind für uns immer etwas Besonderes, und wir freuen uns auf neue Themen und musikalische Höhepunkte.“

Über Adam Fischer:

1949 in Budapest geboren, studierte Adam Fischer Komposition und Dirigieren in Budapest und bei Hans Swarowsky in Wien. Nach Stationen als Erster Kapell­meister in Helsinki, Karlsruhe und an der Staatsoper in München war er Gene­ralmusikdirektor in Freiburg, Kassel und Mannheim sowie Künstlerischer Leiter der Ungarischen Staatsoper in Budapest. Er ist Gründer und Künstlerischer Leiter der Budapester Wagnertage. Seit 1999 leitet Fischer das Danish Chamber Orchestra Kopenhagen, seit der Saison 2015/16 ist er Erster Konzertdirigent der Düsseldorfer Symphoniker.

Regelmäßige Auftritte führen Adam Fischer an die größten Opernhäuser in Europa und in den USA, darunter die Wiener Staatsoper, Mailänder Scala, Baye­rische Staatsoper, Covent Garden, Metro­politan Opera und die Bayreuther Fest­spiele. Als Konzertdirigent arbeitet er regelmäßig mit Orchestern wie den Wiener, Berliner und Münchner Philharmonikern, den Wiener Symphonikern, dem Orche­stre de Paris, dem London Philharmonic, dem Orchestra of the Age of Enlighten­ment, dem NHK Symphony Tokyo, dem Chicago und dem Boston Symphony. Im Januar 2017 wurde Adam Fischer zum Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper ernannt.

 

—| Pressemeldung Tonhalle Düsseldorf |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Keine Vorstellungen bis 02.04.2020, IOCO Aktuell

März 13, 2020 by  
Filed under Deutsche Oper am Rhein, Oper, Operette, Pressemeldung

logo_dor2.jpg

Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Bühne © Daniel Senzek

Deutsche Oper am Rhein / Bühne © Daniel Senzek

Deutsche Oper am Rhein –  Vorstellungen bis 2. April abgesagt

 Entscheidung der drei großen Düsseldorfer Kulturinstitute

Nach Rücksprache mit Thomas Geisel, dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, der gleichzeitig den Aufsichtsräten der drei Häuser vorsitzt, haben die Geschäftsführungen der drei großen Bühnen der Stadt Düsseldorf – Deutsche Oper am Rhein, Düsseldorfer Schauspielhaus und Tonhalle Düsseldorf – entschieden, den Spielbetrieb vorerst bis einschließlich Donnerstag, den 2. April 2020 auszusetzen. Das gilt auch für die Vorstellungen der Deutschen Oper am Rhein im Theater Duisburg.

Damit folgen die Häuser einerseits der Allgemeinverfügung der Landeshauptstadt, die den Erlass des Landes bezüglich des Corona-Virus in NRW umsetzt. Andererseits übernehmen sie damit die Verantwortung für ihr Publikum, das sie in der aktuellen Situation keiner unnötigen gesundheitlichen Gefährdung aussetzen wollen.

Die Situation wird beobachtet und fortlaufend neu bewertet. Die Häuser setzen sich mit den betroffenen Karteninhabern in Verbindung, um eine Umbuchung oder eine Stornierung anzubieten. Die drei Kultureinrichtungen hoffen auf eine schnellstmögliche Normalisierung der Lage und möchten mit dieser Entscheidung dazu beizutragen.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Wasserschaden – Keine Vorstellung, IOCO Aktuell, 27.11.2019

November 27, 2019 by  
Filed under Deutsche Oper am Rhein, Pressemeldung

logo_dor2.jpg

Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Wasserschaden im Opernhaus Düsseldorf

 Fehlauslösung der Sprinkleranlage – Wie zuvor in Duisburg

Aufgrund einer Fehlauslösung der Sprinkleranlage sind am Montagabend, 25. November 2019, Teile der Bühne und des Orchestergrabens im Opernhaus Düsseldorf durch austretendes Löschwasser beschädigt worden. Das exakte Ausmaß des Schadens wird noch ermittelt. Die nächsten beiden Vorstellungen im Opernhaus Düsseldorf – Samson et Dalila am Mittwoch, 27. November, und Hänsel und Gretel am Donnerstag, 28. November – müssen abgesagt werden. Ob der Vorstellungs- und Probenbetrieb im Opernhaus Düsseldorf am Freitag, 29. November, wieder aufgenommen werden kann, wird derzeit geprüft.

Versehen – Nicht Kunst!  Im April 2019 flutete eine versehentlich ausgelöste Sprinkleranlage auch das Theater Duisburg – LINK HIER!

Die Fehlauslösung der Sprinkleranlage ereignete sich am Montagabend kurz vor 21 Uhr. Betroffen war Bereich der Vorderbühne rund um den Eisernen Vorhang. Bühnentechniker konnten die Sprinkleranlage innerhalb weniger Minuten manuell ausschalten, sodass der Wasserschaden beschränkt werden konnte. Einsatzkräfte der Feuerwehr der Stadt Düsseldorf waren umgehend vor Ort und pumpten das ausgetretene Wasser ab. Bereits ab 24 Uhr konnte damit begonnen werden, im Bühnenbereich und Orchestergraben Bautrockner zur Entfeuchtung aufzustellen.

Deutsche Oper am Rhein / Wasserschaden © Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Wasserschaden © Deutsche Oper am Rhein

Mitarbeiter von Spezialfirmen arbeiten derzeit mit Hochdruck gemeinsam mit dem technischen Personal der Deutschen Oper am Rhein und Mitarbeiter*innen der städtischen Kulturbauten daran, den Eisernen Vorhang, die Brandmeldeanlage und elektrischen Anlagen wieder in Betrieb zu nehmen. Zudem werden die komplexen bühnentechnischen Anlagen auf etwaige Schädigungen durch eingetretenes Löschwasser überprüft. Auch ist noch unklar, inwieweit das Wasser Instrumente im Orchestergraben in Mitleidenschaft gezogen hat.

Die Deutsche Oper am Rhein informiert auf ihrer Webseite operamrhein.de über die Auswirkungen des Wasserschadens auf den Spielplan. Bereits erworbene Tickets für die Vorstellungen am 27. und 28. November werden erstattet bzw. können für spätere Vorstellungstermine eingetauscht werden. Die Oper setzt sich dazu mit den Ticketinhabern in Verbindung.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Demis Volpi – 2020 neuer Ballettdirektor, IOCO Aktuell, 19.03.2019

logo_dor2.jpg

Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Demis Volpi, 2020 – Direktor des Ballett am Rhein

  – Paukenschlag – oder – die Rückkehr des abendfüllenden Handlungsballetts –

von Viktor Jarosch

Der Aufsichtsrat der Deutschen Oper am Rhein bestellte am 15.3.2019 einstimmig den deutsch-argentinier Demis Volpi, 33, ab Herbst 2020 zum neuen Ballettdirektor und Chefchoreograph des Ballett am Rhein. Volpi wird Nachfolger von Martin Schläpfer, der 2020 als Ballettdirektor an die Staatsoper Wien wechselt. Der unterzeichnete Vertrag hat eine Laufzeit von vier Jahren. Mit Volpi kündigt sich ein Gezeitenwechsel an, welcher die Vielfältigkeit und Attraktivität des Ballett am Rhein und auch der Rheinoper nachhaltig steigern kann.   

Intendant Christoph Meyer stellte am 15.3.2019 in Anwesenheit der Kulturdezernenten von Düsseldorf und Duisburg, Demis Volpi, 33, als kommenden Direktor des Ballett am Rhein der Öffentlichkeit vor. Mit der Nominierung war Meyer ein überraschender wie überzeugender Coup gelungen, deutet diese Bestellung doch, über die Person Volpi hinausgehend, einen Gezeitenwechsel, eine Modernisierung der Ausrichtung des Ballett am Rhein und ein vielfältigeres Spielplanangebot der Rheinoper an.

Deutsche Oper am Rhein / Demis Volpi mit Thomas Kruetzberg,Kulturdezernent Duisburg, Hans-Georg Lohe, Kulturdezernent von Düsseldorf, Christoph Meyer, Intendant Rheinoper © Andreas Endermann

Deutsche Oper am Rhein / Demis Volpi mit Thomas Kruetzberg,Kulturdezernent Duisburg, Hans-Georg Lohe, Kulturdezernent von Düsseldorf, Christoph Meyer, Intendant Rheinoper © Andreas Endermann

In der folgenden Aussprache outete sich Volpi in undogmatisch frischer Offenheit zu allen Facetten seiner zukünftigen Tätigkeit an der Rheinoper, dass lange vermisstes Handlungsballett für ihn bedeutend ist, dass Kinderballett und Ballett-gestütze Opernproduktionen reale Optionen sind; Optionen, die den Spielplan der Rheinoper nachhaltig verändern, bereichern können. So erklärte Volpi seine Sicht zum Handlungsballett, von Vorgänger Martin Schläpfer über Jahre leider nachhaltig gemieden: „abendfüllendes Handlungsballett kann modern und …sein; dies möchte ich weiter entwickeln..“.

„Allem Anfang wohnt ein Zauber inne ….“

Demis Volpi war 2013 bis 2017 Hauschoreograph des Stuttgarter Ballett,  welches, auf John Cranko gründend, eines der renommiertesten Ballettensemble weltweit ist. Peter Schlang, seit Jahren IOCO-Korrespondent in Stuttgart, beschrieb 2017 das von Volpi in Stuttgart geschaffene und inzwischen mehrfach ausgezeichnete Handlungsballett Tod in Venedig von Benjamin Britten, IOCO – link HIER. Peter Schlang schätzt Demis Volpi über seine Tätigkeit in Stuttgart sehr und gratuliert Aufsichtsrat, Management der Rheinoper wie Düsseldorfer Theaterbesuchern zur Bestellung von Volpi, wie er auch dessen Weggang aus Stuttgart als herben Verlust sieht. Volpis choreographische Umsetzung von Otfried Preußlers Roman Krabat, in welchem sich der Junge Krabat, als Lehrling eines Zaubermeisters gegen seinen Ziehvater behaupten muss, ein abendfüllendes Handlungsballett, ist bis heute Publikumsschlager der Staatsoper Stuttgart.

Martin Schläpfer ist, nach bestehender Vertragslage, noch bis 2024 als Choreographer in Residence mit mindestens einer Choreographie pro Spielzeit an das Ballett am Rhein gebunden. Erinnerlich: 2016 distanzierte sich Martin Schläpfer in auffälliger Form von Düsseldorf und der Rheinoper, link HIER  („..Die Stadt schafft es nicht…, Ich brauche deutlich mehr Geld.., als Mensch hier nicht heimisch….ich habe kein Publikum, das nach Handlungs-balletten verlangt…). Es bleibt abzuwarten, ob Martin Schläpfer nach der Bestellung von Demis Volpi tatsächlich als Choreographer in Residence tätig werden wird.


Deutsche Oper am Rhein / Demis Volpi, kommender Ballettdirektor Ballett am Rhein © Andreas Endermann

Deutsche Oper am Rhein / Demis Volpi, kommender Ballettdirektor Ballett am Rhein © Andreas Endermann

In Deutschland hat Demis Volpi neben seiner Tätigkeit für das Stuttgarter Ballett als Choreograph u.a. für das Ballett Dortmund, das Ballett im Revier Gelsenkirchen und das Badische Staatsballett aber auch als Opernregisseur gewirkt: Am Saarländischen Staatstheater inszenierte Volpi Médée Medea Senecae als Verbindung von Oper, Schauspiel und Tanz, am Nationaltheater Weimar inszenierte Volpi Don Giovanni. Im Mexiko kreierte Volpi das Kinderballett Rey y Rey.

Trotz seiner Jugend wurde Volpi auf internationalem Parkett bereits mehrfach ausgezeichnet. So war er 2018 für die International Opera Awards (Kategorie „Beste Produktion“ Prix Benois de la Danse am Bolshoi Theater in Moskau (Beste Choreographie für Salome, Stuttgarter Ballett) nominiert. Er ist Träger des Deutschen Tanzpreises (2014, Kategorie Zukunft), wurde 2017 in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt zum Nachwuchskünstler des Jahres gewählt und erhielt den Chilenischen Kunstkritiker-Preis. Freiberuflich hat er für renommierte Compagnien kreiert, darunter die Compañía Nacional de Danz de México, das American Ballett Theater New York, das Ballet of Flanders, das Ballet de Santiago de Chile, DanceWorks Chicago, das Northern Ballet in Leeds und das Korean National Ballet. Zudem hat er für Tänzer*innen wie Alessandra Ferri, Herman Cornejo, Alicia Amatriain, Sue Jin Kang, Cory Stearns oder Luis Ortigoza choreographiert.

„Demis Volpi ist einer der spannendsten, kreativsten und vielversprechendsten Choreographen und Regisseure der jungen Generation“, so der Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein, Prof. Christoph Meyer. „Er verfügt über wertvolle, langjährige Erfahrung in der Arbeit mit großen Ballettcompagnien, über profundes administratives Know-How sowie enormes künstlerisches Potenzial. Er hat uns insbesondere durch seine moderne, genreübergreifende Herangehensweise überzeugt, die den Tanz als interdisziplinäres Medium definiert.“ Mit seinen „innovativen Ideen und seiner beeindruckenden künstlerischen Vita“, so Christoph Meyer weiter, habe sich Demis Volpi inmitten eines hochqualifizierten internationalen Bewerberfeldes durchgesetzt. „Nach zehn wunderbaren Jahren der Zusammenarbeit mit Martin Schläpfer, der hier in Düsseldorf und Duisburg Außerordentliches geleistet und das Ballett am Rhein zu einer der wichtigsten Adressen für den europäischen Tanz gemacht hat, war uns klar: Einen ,Nachfolger“, der nahtlos an Martin Schläpfers Arbeit und Ästhetik anknüpft, kann es nicht geben – und soll es auch nicht geben. Bei einem solchen Wechsel braucht es Mut zur Veränderung. Daher freuen wir uns nun sehr auf einen jungen, äußerst begabten Kollegen, der seiner großen Herausforderung mit Respekt, aber gleichzeitig auch mit Innovationskraft und dem nötigen Selbstbewusstsein begegnen wird.“

Don Giovanni – Hier in der Regie des jungen Regisseur Demis Volpi, 
Youtube Trailer des DNT  Weimar
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Hans-Georg Lohe, Kulturdezernent der Stadt Düsseldorf: „Auch in Zukunft sehe ich das Ballett am Rhein als eine der führenden, internationalen Ballett-Compagnien, als wichtigen Botschafter für Düsseldorf und Duisburg. Mit Demis Volpi haben wir für diese Aufgabe einen herausragenden jungen Choreographen verpflichten können, der durch seine Begeisterung für den Tanz, seinen Ideenreichtum und seine kluge, intensive Auseinandersetzung mit klassischen wie auch zeitgenössischen Werken neue Sichtweisen ermöglicht und das Ballett weiter entwickeln wird.

Thomas Krützberg, Kulturdezernent der Stadt Duisburg, freut sich ebenfalls über die Verpflichtung Volpis: „Das Ballett am Rhein trägt entscheidend zum Erfolg der einzigarten Theaterehe bei, die seit mehr als 60 Jahren in Duisburg und Düsseldorf ein vielfältiges, künstlerisch hochklassiges Programm einem breiten Publikum zugänglich macht. Umso mehr freuen wir uns, dass es uns gelungen ist, mit Demis Volpi einen der derzeit interessantesten und auch begehrtesten Choreographen seiner Generation zu verpflichten, um das internationale Top-Niveau der Compagnie zu sichern und dem Ballett an Rhein und Ruhr zugleich neue Impulse zu verleihen.

Demis Volpi:Mit großer Freude sehe ich der Herausforderung entgegen, das Ballett am Rhein ab der Spielzeit 2020/21 zu leiten und bin dankbar für das in mich gesetzte Vertrauen. Ich sehe meine Aufgabe darin, auf dem aufzubauen, was die Compagnie in den vergangenen Jahren bis heute erreicht hat; es wird also um die Pflege des neoklassischen Repertoires, die Einbindung wichtiger zeitgenössischer Choreograph*innen und Künstler*innen sowie die Erweiterung des Freiraums für neue choreographische Sprachen gehen. Darüber hinaus freue ich mich aber selbstverständlich auch darauf, eigene Akzente zu setzen, u.a. durch die Kreation eigener abendfüllender Handlungsballette zur weiteren Entwicklung des Repertoires und des Profils des Balletts am Rhein.

Zunächst freue ich mich jedoch auf das Kennenlernen der Tänzer*innen und Mitarbeitenden in den kommenden Wochen, sowie auf die Zusammenarbeit mit Christoph Meyer. Ich bin zudem sehr gespannt auf das Duisburger und Düsseldorfer Publikum und hoffe darauf, dass es den zukünftigen künstlerischen Entwicklungen seines Balletts mit Neugier und Offenheit begegnen wird.“

—| IOCO Aktuell Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Nächste Seite »

Diese Webseite benutzt Google Analytics. Die User IPs werden anonymisiert. Wenn Sie dies trotzdem unterbinden möchten klicken Sie bitte hier : Click here to opt-out. - Datenschutzerklärung