Mainz, Staatstheater Mainz, Ab 30.5. – Der Bärbeiß, Krabat und mehr, IOCO Aktuell 21.05.2020

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Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Staatstheater Mainz spielt wieder  –  Ab  30.5.2020

Wir sind wieder im Spiel!  – mit –  Der Bärbeiß, Krabat und mehr

Ab Ende Mai dürfen nach Beschluss der Landesregierung die Theater in Rheinland-Pfalz ihre Türen öffnen. Das wollen wir natürlich unbedingt tun und arbeiten mit Hochdruck daran, unter allen Sicherheitsauflagen, die wir sehr ernst nehmen, in den Wochen bis zur Sommerpause einen anregenden und allen Beteiligten gegenüber zu verantwortenden Spielplan anzubieten. Karten für alle Vorstellungen gibt es ab dem 27. Mai 2020, ab dann ist auch die Theaterkasse wieder physisch zu den gewohnten Zeiten geöffnet. Gerade Kindern und Eltern wird derzeit einiges abverlangt. Darum haben wir uns ganz bewusst entschieden, mit einer Familienvorstellung unser Sonderprogramm zu eröffnen – ab dem 30.5.2020 spielen wir im Kleinen Haus Der Bärbeiß: Und natürlich hat die grummelige Hauptfigur so ihre ganz eigene Meinung zur Lage der Dinge. Mit Krabat bieten wir zudem noch ein weiteres Stück für Kinder und Jugendliche an, die berüchtigte Mühle im Koselbruch ist zwar unheimlich, aber immerhin groß genug, um allen Darsteller*innen den nötigen Abstand einräumen zu können.

Der Bärbeiss – im Kleinen Haus – Mainz ist wieder im Spiel!
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Dem großen Einsatz und Engagement des Teams und Ensembles um K.D. Schmidt haben wir zu verdanken, dass wir uns doch noch auch in dieser Spielzeit auf eine Premiere im Schauspiel freuen dürfen! Gemeinsam haben sie in den letzten Wochen einen künstlerischen Weg gefunden, Tage des Verrats so zu inszenieren, dass es keine hygienischen Einwände geben kann. Moralisch allerdings bleiben die handelnden Figuren in diesem Stück über Macht und Politik absolut fragwürdig. Ab dem 7. Juni laden wir Sie herzlich ein, sich das im Kleinen Haus anzusehen. Mit Abstand am leidenschaftlichsten dürften in unserem Sonderspielplan die Vorstellungen von Werther sein, zu denen wir ins Große Haus bitten – und wiederum im Kleinen Haus heißt es Abschied nehmen von Ramstein Airbase – Game of Drones. Außerdem fragt sich Vincent Doddema passend zu Gesamtlage Was denn da fehlt oder Wie ich im Internet Foucault kennen lernte. 2/3 Der Tanz stellt uns alle vor besondere Herausforderungen, denn Nähe zu vermeiden und dennoch aufregendes Tanztheater zu zeigen, verlangt viel Einfallsreichtum und künstlerische Offenheit.

Wir freuen uns darum riesig, dass Pierre Rigal, der Choreograf von Welcome Everybody, seine durch Corona zusätzlich entstandene Zeit mit dem tanzmainz-Ensemble genutzt hat, um eine völlig neue Kreation zu entwickeln! Künstlerisch gesehen, sind Soli derzeit das Gebot der Coronastunde und so kommen die Zuschauer*innen in den Genuss einer besonderen Produktion, die es nicht gegeben hätte, wenn aus der erzwungenen Pause nicht neue Kreativität entstanden wäre. Konsequenterweise heißt das Stück auch so: Extra Time wird am 14.6. im Großen Haus uraufgeführt! Generalmusikdirektor Hermann Bäumer und das Philharmonische Staatsorchester (in reduzierter Besetzung) freuen sich ebenfalls auf ihre Rückkehr ins Große Haus: Sie laden ein zum Sinfoniekonzert mit Werken von Ludwig van Beethoven und Josef Suk, die Solovioline spielt Naoya Nishimura. Schauspiel, Tanz und Konzert sind damit wieder im Spiel und natürlich wollen wir auch so bald wie möglich mit dem Musiktheater die Bühne zurückerobern.

Krabat – im Kleinen Haus – Mainz ist wieder im Spiel!
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Wer möchte dem Staatstheater ein Sofa spenden ? Bitte melden !

Die Oper stellt uns allerdings vor die komplexeste Aufgabe und hier heißt es darum noch, die weiteren Entwicklungen und Vorgaben abzuwarten – die wir dann umgehend umsetzen werden. Alles anders im Zuschauerraum – machen Sie es sich bequem! Wir gestalten in diesen Tagen den Zuschauerraum des Kleinen Hauses um und nutzen die verordnete Distanz für mehr Gemütlichkeit! Viele haben in den letzten Wochen ihr Zuhause neu eingerichtet. Das Staatstheater bietet allen ausrangierten Sofas einen Ehrenplatz im Kleinen Haus! Nach gründlicher Reinigung und Desinfektion wird es zum Zuschauermöbel, sodass die Besucher*innen ebenso bequem wie geschützt eine völlig neue Theatererfahrung machen können. Wer sein Sofa (nur Ein- und Zweisitzer) oder Sessel dem Theater spenden möchte, schickt bitte ein Foto und die ungefähren Maße an kommunikation@staatstheater-mainz.de. Die Kolleg*innen melden sich und holen das Sofa ins Theater. Außerdem werden alle edlen Spender*innen zur Generalprobe von Tage des Verrats eingeladen, die sie dann vom eigenen Sofa aus verfolgen können. Theater – aber sicher. Im Zuschauerraum, in den Foyers, auf und hinter der Bühne:

Die große Freude, wieder spielen zu können, geht einher mit einem ebenso großen Verantwortungsgefühl. Um alle Beteiligten zu schützen, haben wir umfangreiche Maßnahmen getroffen. Und einiger theatraler Ehrgeiz gilt dem Ziel, in nötigen Vorkehrungen kreatives Potenzial zu entdecken. Denn Humor und Phantasie sind keine schlechten Waffen gegen das Virus. Dank an die Abonnent*innen

Ein besonders großer Dank der Theaterleitung und aller Kolleginnen und Kollegen im Staatstheater geht ausdrücklich an die Abonnentinnen und Abonnenten – für zahlreiche Zeichen der Solidarität und für die große Treue. Wer ein Abo hat, ist in nächster Zeit mit einem Vorkaufsrecht klar im Vorteil: Aufgrund der Beschränkungen wird es weit weniger Plätze im Zuschauerraum geben, diese dürften sehr begehrt sein.

Für Abonnent*innen ist in jeder Vorstellung ein Kontingent reserviert! Dass wir in verrückten Zeiten leben, gerinnt bereits zur Phrase. Und doch ist zu erwarten, dass uns all das, was gerade passiert, im Wortsinne ver-rücken wird. Denn es macht etwas mit unserer Gesellschaft. In die anfängliche Utopie einer in der Not entstehenden neuen Gemeinsamkeit kommen erste Risse, wenn wir nicht sehr aufpassen, vertiefen sie sich und teilen die Welt in Gewinner und Verlierer.

Die wirtschaftlichen Folgen treffen uns unterschiedlich hart und Schuldige werden gesucht. Die Verächter der Demokratie harren ihrer Stunde. Wir sind darum sehr froh, dass wir, auch wenn vieles anders sein wird als vorher, wieder im Theater zusammen sein können. Um miteinander ins Gespräch zu kommen, um die Geschichten auf der Bühne als das nehmen, was ihre wichtigste Kraft ausmacht: Anlass zur Auseinandersetzung mit uns selbst und mit der Frage, wie wir, auch in verrückten Zeiten, aufrichtig und gut miteinander leben können.

—| Pressemeldung Staatstheater Mainz |—

Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, 1:1 Concerts Das neue Konzertformat – sicherer Abstand, April 2020

Staatsoper Stuttgart

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Oper Stuttgart © Matthias Baus

1:1 Concerts –  Das neue Konzertformat – sicherer Abstand

Staatsorchester Stuttgart und SWR Symphonieorchester unterstützen Idee von individuellen 1:1-Konzerten

Das Kulturleben ist fast komplett zum Erliegen gekommen und digital hinter die Bildschirme verbannt. Das Bedürfnis nach echten persönlichen Kontakten und unmittelbar geteilten musikalischen Erlebnissen wächst. 1:1 Concerts berücksichtigen alle offiziell geltenden Schutzmaßnahmen gegen Corona-Infektionen und ermöglichen trotzdem ein reales Konzerterlebnis. Stuttgarter und Freiburger Profimusiker*innen laden zu individuellen 1:1 Concerts von 10 Minuten ein: je ein*e Hörer*in und ein*e Musiker*in – musikalische Intimität bei sicherem Abstand. Aus einem intensiven Blickkontakt ergibt sich ein persönliches Konzert. Gleichzeitig führt diese magnetische Kraft per Spendenaufruf zu einer Unterstützung derjenigen Musiker*innen, die durch die Corona-Krise in Not geraten sind.

Das Konzept basiert auf einem für die Sommerkonzerte Volkenroda entwickelten 1:1-Konzertformat und hat dort im Jahr 2019 viele Menschen berührt. Inspiriert wurde die Idee von Marina Abramovics Performance „The Artist Is Present“. Das Team der Sommerkonzerte Volkenroda, bestehend aus Stephanie Winker, Franziska Ritter, Christian Siegmund und Sophie von Mansberg, möchte seine Idee in dieser Situation der Gemeinschaft zur Verfügung stellen und freut sich über möglichst viele Mitstreiter*innen.

Musiker*innen des Staatsorchesters Stuttgart sowie des SWR Symphonieorchesters und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main unterstützen die Idee in der ersten Phase mit einem Aufruf zu einer Spende an den Nothilfefonds der Deutschen Orchester-Stiftung. Die Stuttgarter Orchester hoffen, dass diese Idee auch von anderen Musiker*innen in Deutschland aufgegriffen wird und damit in ihrer Existenz bedrohten Musikern geholfen werden kann.

So funktioniert es

Wer spielt? Lassen Sie sich überraschen! Den Veranstaltungsort erfahren die Zuhörer*innen per Mail nach Anmeldung über oper@staatstheater-stuttgart.de oder symphonieorchester@swr.de. Sollte die Nachfrage die angebotenen Plätze übersteigen, entscheidet das Los.

Zum vereinbarten Termin wartet der/die Musiker*in am Spielort auf seine*n/ihre*n Zuhörer*in. Der Spielort wird in einem sicheren Rahmen aufgebaut sein und von einem/r Helfer*in betreut werden, sodass sich der Gast ganz in Ruhe für das musikalische Erlebnis öffnen kann. Sämtliche aktuell notwendigen Maßnahmen des „Physical Distancing“ werden genauestens eingehalten. Wesentlich: Künstler*in und Gast begegnen einander nur mit Blicken, es wird nicht gesprochen.

Die Musiker*innen erhalten für diese Begegnung keine Gage. Es kann aber online auf freiwilliger Basis für den Nothilfefonds der Deutschen Orchester-Stiftung gespendet werden.

Für die Aktion ist es auch möglich, selbst als Gastgeber der Veranstaltung aufzutreten. Die Gastgeber*innen werden von Mitarbeiter*innen der Oper vor Ort geschult und haben die Möglichkeit, wöchentlich mit Initiator Christian Siegmund per Skype-Konferenz in Kontakt zu treten und Fragen zu stellen. Die Orte müssen dabei bestimmte Kriterien erfüllen, die von der Staatsoper geprüft werden. Bewerbungen sind über die Homepage der Staatsoper und des SWR Symphonieorchesters möglich.

Sharing is caring: Erfahrungen können gerne unter dem Hashtag #1to1concerts in den sozialen Medien geteilt werden!

—| Pressemeldung Staatsoper Stuttgart |—

Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Mefistofele – video on demand für alle , bis24.04.2020

Staatsoper Stuttgart

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Mefistofele
noch bis Freitag bei #OpertrotzCorona

Mefistofele kehrt zurück! Zwar nicht wie geplant im Opernhaus, dafür kostenlos als Video-on-Demand bei #OpertrotzCorona. Arrigo Boito reflektiert in Mefistofele über die Macht des Bösen und kondensierte beide Teile von Johann Wolfgang Goethes Faust zu einer Oper. Regisseur Àlex Ollé holt das Werk ins Heute und stellt dabei die Figur des teuflischen Verführers in den Mittelpunkt, einen Psychopath, der die Personifizierung der grausamen Wildheit des Bösen darstellt.

Arrigo Boito MEFISTOFELE Live aufgenommen am 12. Juli 2019 im Opernhaus Stuttgart Ermöglicht durch die LBBW, Digitalpartner der Staatsoper Stuttgart

Musikalische Leitung: Daniele Callegari • Regie: Àlex Ollé (La Fura dels Baus) • Bühne: Alfons Flores • Kostüme: Lluc Castells • Licht: Urs Schönebaum • Dramaturgie: Franz-Erdmann Meyer-Herder • Chor: Manuel Pujol • Mefistofele: Mika Kares • Faust: Antonello Palombi • Margherita/Elena: Olga Busuioc • Wagner/Nerèo: Christopher Sokolowski • Marta/Pantalis: Fiorella Hincapié Staatsopernchor Stuttgart Kinderchor der Staatsoper Stuttgart Staatsorchester Stuttgart

—| Pressemeldung Staatsoper Stuttgart |—

Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, John Adams Nixon in China, 03.04.2020

April 3, 2020 by  
Filed under Konzert, Pressemeldung, Staatsoper Stuttgart

Staatsoper Stuttgart

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Nixon in China – kostenlos im Web

Oper trotz Corona: Die Staatsoper Stuttgart setzt ihr digitales On-Demand-Programm mit John Adamsc Nixon in China fort; Begleitendes Vermittlungsangebot des JOiN für zuhause

Auch in Krisenzeiten ins Opernhaus? Die Staatsoper Stuttgart setzt gemeinsam mit ihrem Digitalpartner, der LBBW, das kostenlose Opernprogramm „Oper trotz Corona“ auf ihrer Website fort und bleibt so weiterhin für ihr Publikum präsent – nur nicht auf der Bühne, sondern im Web. Noch bis Freitag ist in diesem Rahmen Richard Wagners Lohengrin zu sehen.

Staatsoper Stuttgart / Nixon in China ©   Matthias-Baus

Staatsoper Stuttgart / Nixon in China ©
Matthias-Baus

Am Freitag, 03.04.2020, ab 17 Uhr wird John Adams‘ Nixon in China als Live-Aufzeichnung einer Aufführung aus der letzten Saison auf der Website zu sehen sein. Die ungekürzte Aufführung in englischer Sprache ist mit deutschen Untertiteln versehen und wird eine Woche lang on demand auf der Website der Staatsoper Stuttgart zur Verfügung stehen.

Nixon in China basiert auf dem realen Staatsbesuch des 37. US-Präsidenten Richard Nixon bei Mao Tse-tung in Peking im Jahr 1972. An der Staatsoper Stuttgart hatte das Werk in der Neuinszenierung von Marco Štorman am 7. April 2019 Premiere. Es dirigiert André de Ridder.

Die Staatsoper Stuttgart flankiert dieses Programm in den kommenden Wochen weiterhin mit Online-Aktivitäten und kleinen zusätzlichen Überraschungs-Videoclips aus dem Opernhaus oder aus dem Wohnzimmer ihrer Künstler*innen.

Stand heute wird der reguläre Spielbetrieb ab Montag, 20.04.2020, wieder aufgenommen.

Alle Informationen: www.staatsoper-stuttgart.de/oper-trotz-corona

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