Gera, Theater und Philharmonie Thüringen, Premiere IPHIGENIE IN AULIS, 26.04.2013

April 25, 2013 by  
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Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / Großes Haus der Bühnen der Stadt Gera (rechts) Landestheater Altenburg Collage © Stephan Walzl

Theater und Philharmonie Thüringen / Großes Haus der Bühnen der Stadt Gera (rechts) Landestheater Altenburg Collage © Stephan Walzl

Premiere

IPHIGENIE IN AULIS

 
Dieter Nelle inszeniert die Tragödie des Euripides
 
Mit der Premiere von „Iphigenie in Aulis“ am 26. April um 19.30 Uhr im Theater Gera beginnt ein dreiteiliger Euripides-Zyklus, der in den kommenden Spielzeiten mit „Die Troerinnen“ und „Helena“ fortgesetzt wird.
 
Die Tragödie des Euripides kommt in einer neuen Bearbeitung von Prof. Ulrich Sinn und des Regisseurs Dieter Nelle auf die Bühne. Bühne und Kostüme entwirft Mirko Hensch. Es spielen Bruno Beeke (Agamemnon), Peter Prautsch (getreuer Alter), Manuel Kressin (Menelaos), Katharina Weithaler (Klytaimestra), Nora Undine Jahn (Iphigenie), Henning Bäcker (Achill), Vanessa Rose (Chorführerin). Ihre Altenburger Premiere hat die Inszenierung am 9. Juni 18 Uhr im Landestheater.
 
Alles ist bereit für den großen Krieg der Griechen gegen Troja. Das gesamte griechische 
Theater und Philharmonie Thüringen / Iphigenie in Aulis © Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / Iphigenie in Aulis © Theater und Philharmonie Thüringen

Heer ist in Aulis versammelt, die mächtige Flotte auslaufbereit. Aber seit Wochen herrscht Flaute. Die Sonne brennt gnadenlos, die Versorgungslage wird kritisch, das Heer wird unruhig. Da verkündet der Seher Kalchas dem Führungsstab: Die Göttin Artemis hält die Winde zurück und verlangt von Agamemnon, dass er ihr seine Tochter Iphigenie opfert. Gedrängt von Odysseus und seinem Bruder Menelaos entschließt sich Agamemnon, seine Tochter ins Lager zu locken, indem er vortäuscht, sie solle Achilles heiraten. Dann aber beschleichen ihn Zweifel. Heimlich schreibt er einen Brief, in dem er seine Frau und seine Tochter auffordert, umgehend heimzukehren. Aber der Brief wird abgefangen und Iphigenie und ihre Mutter Klytämestra erreichen das Lager. Sie wollen eine Hochzeit feiern – doch Iphigenie droht der Tod.

Agamemnon ist hin und hergerissen zwischen der Liebe zu seiner Tochter und der Staatsraison. Was ist wichtiger, das Leben seiner Tochter oder das Schicksal Griechenlands? Ein verzweifelter Kampf um ihr Leben beginnt. Da meldet sich Iphigenie zu Wort und nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand…
 

Krieg kostet. Nicht nur Geld – er fordert seinen Preis: In seinem letzten Stück führt

Theater und Philharmonie Thüringen / Iphigenie in Aulis © Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / Iphigenie in Aulis © Theater und Philharmonie Thüringen

Euripides unerbittlich vor, welchen Preis wir für den Krieg zu zahlen haben. Wir müssen bereit sein, das Liebste zu opfern – die eigenen Kinder, die Familie, unsere Menschlichkeit. Krieg fordert Menschenopfer. Diese ebenso einfache wie brutale Tatsache kann auch durch politische Manöver nicht geleugnet werden. Aber wann sind wir zu einem Menschenopfer bereit? Gibt es etwas, für das es sich lohnt, einen Menschen zu opfern? Ist nicht doch das Gemeinwohl wichtiger als der Einzelne?

 
Dieter Nelle wurde 1958 in Neumünster geboren. Er studierte Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte. Von 1988 bis 1992 war Nelle Dramaturg und Regisseur in Ingolstadt, anschließend für eine Spielzeit in Münster, danach freier Regisseur und Schauspiellehrer in München.
 
1996 bis 2000 war er Dramaturg und Regisseur am Staatstheater Stuttgart. Ab 1997 war er bis 2001 gleichzeitig Lehrbeauftragter an der Akademie der schönen Künste, Stuttgart, bei Professor Jürgen Rose, Bühnenbild. Seit 2000 arbeitet Nelle als freier Regisseur in München, Bozen, Stuttgart und Würzburg.
 
Von 2003 bis 2011 enge Zusammenarbeit mit dem Theater HALLE 7 in München. Neben Stückentwicklungen inszenierte er dort ausschließlich Stücke der Gegenwartsdramatik.
 
In Stuttgart arbeitet er seit 2006 immer wieder mit dem Studio Theater Stuttgart zusammen, das 2011 und 2012 von der Zeitschrift Deutsche Bühne zum besten Stuttgarter Off-Theater gekürt wurde.
 
Am Forum Theater Stuttgart entstanden seit 2008 zahlreiche Inszenierungen, zuletzt u.a. „Richard II“ von Shakespeare, „Biografie“ von Max Frisch und „Elektra“ in einer eigenen Übertragung nach Sophokles.
 
2011 kam es erstmals zu einer Zusammenarbeit mit „Lokstoff – Theater im öffentlichen Raum Stuttgart“
 
2009 gründete er die Gruppe „zwischenraum 48°“. In Kooperation mit dem Stadttheater Landsberg entstanden 2009 Neil Labutes „Helter Skelter / Ich mag dich wirklich“, 2011 „Eine Sommernacht“ von David Greig und Gordon McIntyre in einer Kooperation mit dem Studio Theater Stuttgart, und 2013 „Der Tulpenwahn – Ein Stück über Finanzspekulationen, Malerei und Tulpen“.
 
Am Mainfranken Theater Würzburg inszenierte er 2011 „Das Erdbeben in Chili“ von Kleist und 2013 Becketts „Warten auf Godot“.
 
Prof. Dr. Ulrich Sinn wurde 1945 in Bad Bevensen, Niedersachsen, geboren. Nach dem Studium der Klassischen Archäologie führten ihn berufliche Stationen an die Staatlichen Kunstsammlungen Kassel, die Universitäten Bonn und Augsburg sowie an das Deutsche Archäologische Institut Athen, in dessen Auftrag er von 1985 bis 2005 ein Grabungsprojekt in Olympia leitete. Von 1994 bis 2011 hatte er den Lehrstuhl für Klassische Archäologie und die Leitung der Antikensammlung des Martin von Wagner Museums der Universität Würzburg inne. Dort wirkte er von 2003 bis 2009 auch als Vizepräsident der Universität. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit sind die antike Religionsgeschichte, die antike Sportgeschichte und das antike Theaterwesen. Bei der Beschäftigung mit den Werken der griechischen und römischen Kunst und Kultur interessiert ihn besonders deren Aussage über das Alltagsleben und die sozialen Strukturen in den antiken Gesellschaftssystemen.
 
Schon in Würzburg war Prof. Sinn dem Mainfranken Theater seit 2004 als wissenschaftlicher Berater mit dramaturgischen Aufgaben verbunden.
 
MATINEE im Lindenau-Museum
 
Vom 16. März bis 9. Juni ist im Altenburger Lindenau-Museum die Ausstellung „Dionysos: Gott des Weines – Hüter des Theaters“ zu sehen. Deshalb wird am Sonntag, 14. April, 11 Uhr nach Altenburg zur MATINEE ins Lindenau-Museum eingeladen. Denn sowohl für das Publikum als auch für die Akteure auf der Bühne bietet die Anschauung antiker Bildkunst die Möglichkeit, tiefer in die Gedankenwelt der Antike vorzudringen. Prof. Sinn wird selbst eine Führung durch die Ausstellung übernehmen und wenn gewünscht, kann man sich mit der Altenburger Tourismus GmbH anschließend noch auf eine Stadtführung durch Altenburg begeben. Aber natürlich liegt der Schwerpunkt zur MATINEE auf der Inszenierung IPHIGENIE IN AULIS. Das Regieteam wird seine Konzeption vorstellen und die Schauspieler Ausschnitte aus der Tragödie des Euripides.
 
 
Vorstellungstermine:
Gera 26. April, 4. und 10. Mai, 7. Juni, jeweils 19.30 Uhr
Altenburg 9. Juni 18 Uhr, 15. Juni 19.30 Uhr
 
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Köln, Oper Köln, Pikante Umbesetzung in MY FAIR LADY, 27.10.2012

Juli 11, 2012 by  
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Oper Köln

Uwe Eric Laufenberg durch Klaus Schreiber ersetzt:
Als Professor Henry Higgins in Kölner »My Fair Lady«

Pikante Umbesetzung: Also freut sich die Oper Köln mitteilen zu können, dass, als Ersatz für den kürzlich entlassenen Intendanten Uwe Eric Laufenberg der bekannte Theater und TV-Schauspieler Klaus Schreiber die Partie des Professor Henry Higgins in der Inszenierung »My Fair Lady« von Dietrich W. Hilsdorf (Premiere am 27. Oktober 2012 in der Oper am Dom) übernehmen wird. Der ehemalige Kölner Intendant Uwe Eric Laufenberg hatte ursprünglich geplant, die Partie des Professor Higgins der Kölner My Fair Lady-Produktion selbst zu spielen. Aufgrund der Ende Juni lautstark und fristlos erfolgten Entlassung von Uwe Eric Laufenberg mußte kurzfristig Ersatz beschafft werden: Klaus Schreiber ist der, wenn auch sehr würdige, Ersatz.

Klaus Schreiber tritt seit 1983 an den großen Bühnen Deutschlands auf. An renommierten Häusern wie dem Schauspielhaus Bochum, dem Thalia Theater Hamburg, dem Staatstheater Stuttgart und dem Düsseldorfer Schauspielhaus arbeitete er u. a. mit den erfolgreichen Regisseuren Martin Kušej, Katharina Thalbach und Dietrich W. Hilsdorf. Auch dem Fernsehpublikum ist kein Klaus Schreiber kein Unbekannter, so war er beispielsweise in verschiedenen „Tatort“-Folgen, zahlreichen TV-Serien und im Kinofilm „Das Wunder von Bern“ zu sehen. Zurzeit spielt Klaus Schreiber zusammen mit Stefan Kurt und Jan Josef Liefers in einem Theaterstück mit Musik an der Staatsoper Berlin unter der Regie von Jürgen Flimm.

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