Nürnberg, Staatstheater Nürnberg, L´Orfeo – Claudio Monteverdi – Premiere, 24.09.2020

September 25, 2020 by  
Filed under Oper, Pressemeldung, Staatstheater Nürnberg

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Staatstheater Nürnberg

Staatstheater Nürnberg © Ludwig Olah

Staatstheater Nürnberg © Ludwig Olah

L’Orfeo  –  Claudio Monteverdi

  LED-Wand mit Videos und Live-Bilder begleiten den Weg Orfeos von der heutigen Konsumgesellschaft bis zur bilderlosen Unterwelt

Premiere 2. Oktober 2020

Staatsintendant Jens-Daniel Herzog eröffnet die Opern-Spielzeit 2020/21 mit L’Orfeo in einer Orchesterfassung von Joana Mallwitz und Frank Löhr

Im Opernhaus geht es weiter! Am 2. Oktober 2020 eröffnet Staatsintendant Jens-Daniel Herzog die Opern-Spielzeit mit L’Orfeo und widmet sich dabei nach La Calisto einer weiteren Metamorphose: 1607 wurde die Favola in Musica L’Orfeo – ein Experiment mit der erst wenige Jahre jungen Form der Oper – von Claudio Monteverdi in Mantua uraufgeführt. Erzählt wird die Geschichte des gefeierten Sängers Orpheus, dessen Frau Eurydike am Hochzeitstag durch einen Schlangenbiss umkommt. Unfähig, ihren Tod zu akzeptieren, macht Orpheus sich auf den Weg in den Hades, um sie zurückzuholen. Für die Nürnberger Aufführung entwickelte Generalmusikdirektorin Joana Mallwitz, die in diesem Sommer mit großem Erfolg bei den Salzburger Festspielen debütiert hat, gemeinsam mit dem Dirigenten und Komponisten Frank Löhr eine eigene Orchesterfassung, die alte Instrumente und modernen Orchesterklang dramaturgisch miteinander verbindet.

Eigentlich war Die Frau ohne Schatten von Richard Strauss für die Spielzeiteröffnung geplant. Das ging aus bekannten Gründen nicht. Jens-Daniel Herzog und Joana Mallwitz waren sich einig, dass sie die Spielzeit 2020/21 nicht mit einer Notlösung starten wollten, indem sie etwa ein Repertoirestück auf Corona-Bedingungen zurechtstutzen. Sie wollten mit einer vollwertigen Produktion auf die neue Situation Bezug nehmen: „Theater reagiert grundsätzlich auf das, was eine Gesellschaft bewegt, und so können wir auch aus künstlerischen Gründen nicht einfach so weitermachen wie bisher. L’Orfeo ist unsere künstlerische Antwort auf die Erfahrungen, die wir mit der Pandemie gemacht haben. Die Oper zeigt uns eine Welt der Lebenslust, der Lebensgier, der Konsumfreude, die sich von einem Moment auf den anderen in ihr Gegenteil verwandelt. Ähnliche ist es uns in den letzten Monaten ergangen. Mit L‘Orfeo haben wir einen Stoff gefunden, der uns zum Nachdenken anregt über die Welt, in der wir leben, und das setzen wir mit dieser Produktion künstlerisch um“, erklärt Jens-Daniel Herzog, Staatsintendant und Regisseur.

GESCHICHTE DER OPER – Georg Holzer
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Die Produktion wird komplett aus dem Nürnberger Opernensemble besetzt. Generalmusikdirektorin Joana Mallwitz entwickelte gemeinsam mit dem Dirigenten und Komponisten Frank Löhr eine neue, eigens für diese Inszenierung erstellte Orchesterfassung.

Hierfür kreierten sie eine stilistisch changierende Klangwelt aus dem Spannungsfeld zwischen heutiger Theaterpraxis und dem Anspruch historischer Informiertheit. Originalinstrumente treffen dabei auf das moderne Orchester: GMD Joana Mallwitz war es auch wichtig, das Repertoire für die Musiker*innen der Staatsphilharmonie Nürnberg zu erschließen. Ausgehend von der originalen Substanz der Monteverdi-Partitur erklingen im Orchester je nach dramatischer Situation wechselnde Besetzungen, Stil-Zitate und Analogien.

Eine mobile LED-Wand dominiert das Bühnenbild von Mathis Neidhardt, auf der sowohl vorproduzierte Videos als auch Live-Bilder projiziert werden können. Das Kostümbild ist schlicht und stattet die Soli, die sich aus dem Chor heraus entwickeln und wieder zurücktreten, zeichenhaft aus. Der Weg Orfeos von der Selfie-Flut der heutigen Konsumgesellschaft bis zur bilderlosen Unterwelt wird von Videokünstler Stefan Bischoff assoziativ nachgezeichnet.

Mathis Neidhardt, der auch für die Kostüme in L’Orfeo verantwortlich zeichnet, war von 1992 bis 2001 als Bühnen- und Kostümbildner am Staatsschauspiel Dresden engagiert und arbeitet seit 2001 freischaffend. Bis heute verbindet ihn eine enge künstlerische Mathis Neidhardt, Partnerschaft mit Jens-Daniel Herzog, mit dem er sowohl für das Schauspiel wie auch seit 2004 zunehmend für die Oper zahlreiche Bühnenbilder und Kostüme entwarf. So unter anderem für Inszenierungen an den Opernhäusern in Dortmund, Dresden, Frankfurt, Hamburg, Mannheim, Nürnberg und Zürich, für die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik sowie für die Salzburger Festspiele. Zuletzt hat er am Staatstheater Nürnberg die Bühnenbilder von Jens-Daniel Herzogs „Don Carlos“ (2019) und „La Calisto“ (2019) gestaltet.

Der Schweizer Stefan Bischoff absolvierte von 1994 bis 2000 eine Ausbildung als Visueller Gestalter, Fachbereich Video, an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel und Luzern. Seit 2001 ist er freischaffender Videogestalter in der Filmbranche und begleitet Projekte intermedialer Videoinstallationen für Museen und Festivals. Engagements führten ihn u.a. an die Schauspielhäuser in Düsseldorf, Zürich und Hannover, München, Basel, Dresden und Berlin und an die Opéra Nationale de Paris. Er arbeitete u.a. mit den Regisseuren Sebastian Baumgarten, Peter Kastenmüller, Jorinde Dröse, Jossi Wieler, Hermann Schmidt-Rahmer, Bastian Kraft sowie Leonard Koppelmann & Peter Jordan. Neben drei Werkbeiträgen des Kantons Luzern führte ihn das Atelierstipendium des Kanton Luzerns 2005 nach Chicago. Mit der Produktion „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ (Regie: Sebastian Baumgarten, Schauspielhaus Zürich) wurde er zum Theatertreffen 2013 in Berlin eingeladen.

Den Choreografen Ramses Sigl verbindet eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Regisseur Jens-Daniel Herzog. So arbeiteten sie u.a. zusammen für Les pêcheurs de perles und Rinaldo in Zürich, für Schillers Turandot am Residenztheater München, für „Die Zauberflöte“ bei den Salzburger Festspielen, Der fliegende Holländer und „Anna Nicole“ in Dortmund, für die Uraufführung „A Harlot?s Progress“ am Theater an der Wien sowie für „Giulio Cesare in Egitto“ an der Semperoper Dresden.
Von 1998 bis 2012 leitete Ramses Sigl die Tanzausbildung des Studiengangs Musical an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Für „King Arthur“ arbeitete er dort auch erstmals mit Claus Guth zusammen. Es folgten „Le nozze di Figaro“, „Don Giovanni“ und „Così fan tutte“ bei den Salzburger Festspielen sowie Händels „Messiah“ am Theater an der Wien. Mit Dieter Dorn erarbeitete Ramses Sigl bei den Salzburger Festspielen „Orphée et Eurydice“. Für die Bayerische Staatsoper München entstanden Choreografien zu „Medusa“ in der Inszenierung von Aron Stiehl und zu Strauss? „Feuersnot“, für das Opernhaus Zürich zu Gounods „Faust“ und für die Uraufführung „Die Stadt der Blinden“.
Außerdem schuf er Choreografien für die Schauspielhäuser in Düsseldorf, Bochum, Klagenfurt und Mannheim und arbeitete für Film und Fernsehen (u.a. „Im Winter ein Jahr“ von Caroline Link).

Frank Löhr studierte Klavier, Dirigieren, Komposition sowie studienbegleitend Historische Aufführungspraxis in Hamburg. Während seines Studiums konzertierte Frank Löhr vor allem als Kammermusiker und Liedbegleiter und war anschließend in freien Musiktheaterproduktionen als Korrepetitor und Dirigent aktiv. Als Continuo-Spieler (historische Harfen, Cembalo, Orgel, Hammerflügel) musiziert er regelmäßig mit dem Barockorchester Elbipolis und der Hannoverschen Hofkapelle zusammen. Außerdem arbeitete er als Arrangeur und Komponist u. a. für Spielfilme und Serien des ZDF. Charakteristisch für Löhrs musikalische Konzepte sind experimentelle Projekte, die Werke des chorsinfonischen Repertoires mit zeitgenössischen Klangwelten collagieren. Hierbei sind die Arbeiten „Beyond Messiah“ (Klosterfestival OWL), „Christus Fragment“ (nach Mendelssohn, Chor.com Hannover) und „Mozarts Requiem“ zu nennen. Bereits 27-jährig wurde Frank Löhr Professor für Dirigieren, 2005 wurde er als Professor für Chor- und Ensembleleitung an die Musikhochschule Hannover berufen.

—| IOCO Kritik Staatstheater Nürnberg |—

Mainz, Staatstheater Mainz, DIE FLEDERMAUS – Johann Strauss, 03.10.2020

September 21, 2020 by  
Filed under Operette, Premieren, Pressemeldung, Staatstheater Mainz

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Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

 DIE FLEDERMAUS  –  Johann Strauß

Premiere 3. Oktober um 19.30 Uhr 

Rache, Champagner, Walzertaumel – diese Zutaten bilden nicht nur ein explosives Gemisch, sondern auch die Grundlage für die wohl berühmteste Operette der Welt: Die Fledermaus.

Rosalinde und Gabriel von Eisenstein führen eigentlich ein geordnetes Leben, bis auf den einen oder anderen kleinen Ausbruch, den sich beide ab und an genehmigen. Nun aber hat Eisenstein mit seinen Ausschweifungen den Bogen überspannt und steht kurz davor, eine Gefängnisstrafe antreten zu müssen.

Just in dieser dunklen Stunde scheint ihm sein Freund Dr. Falke mit einer letzten rauschenden Ballnacht einen Aufschub des Unausweichlichen zu bieten: Eisenstein nimmt das Angebot dankend an. Wäre da nur nicht die Tatsache, dass er seinen Freund Falke einst in aller Öffentlichkeit dem Spott preisgegeben hat und dieser nun auf Rache sinnt.

Im 3/4-Takt bringt der Walzer die vordergründig geordnete Welt der Eisensteins gehörig ins Wanken. Der Champagner spült Wahrheiten ans Licht, die besser im Verborgenen geblieben wären, und das Amalgam aus Rache, Rausch und Drehmoment entwickelt sukzessive eine Sprengkraft, die eine Versöhnung aller scheinbar in weite Ferne rücken lässt.
Die Mainzer Inszenierung reagiert in ihrer Form auf die Herausforderungen der aktuellen Situation. Erklingen wird die feinsinnige Orchesterreduktion von Derek Clark, die den Witz der Musik unangetastet lässt.

Musikalische Leitung: Daniel Montané, Inszenierung: Friederike Schulz nach einer Inszenierung von Waut Koeken, Bühne: Yannik Larrivée, Kostüme: Susanne Hubrich
Licht: Peter Meier, Chor: Sebastian Hernandez-Laverny, Dramaturgie: Judith Debbeler, Christin Hagemann

MIT: Gabriel von Eisenstein: Alexander Spemann
Rosalinde: Linda Sommerhage
Frank: Peter Felix Bauer
Prinz Orlofsky: Alin Deleanu/ Solenn´ Lavanant-Linke
Alfred: Steven Ebel
Dr. Falke: Michael Dahmen
Dr. Blind: Johannes Mayer/ Dennis Sörös (Vorstellungen im Oktober)
Adele: Maren Schwier
Frosch: Georg Schiessl
Ida: Antonia Labs
Tänzer: Marie-Lou Lagrange,Anna Raiola,Cristel de Frankrijker, Louis Thato Partridge,

Chor des Staatstheater Mainz, Philharmonisches Staatsorchester Mainz
Statisterie des Staatstheater Mainz, In Kooperation mit dem Staatstheater Nürnberg und der Opéra national du Rhin

Premiere 3.10.2020; weitere Vorstellungen: 11., 20., 27. und 31.10.2020, weitere Termine folgen

 

—| Pressemeldung Staatstheater Mainz |—

Aachen, Theater Aachen, Elisabeth Ebeling: 1946 – 2020, IOCO Aktuell, 22.07.2020

Juli 21, 2020 by  
Filed under Pressemeldung, Schauspiel, Theater Aachen

Theater Aachen / Elisabth Ebeling @ Marie-Luise Manthei

Theater Aachen / Elisabth Ebeling @ Marie-Luise Manthei

Theater Aachen – Trauer um Elisabeth Ebeling

Elisabeth Ebeling, zuletzt seit vielen Jahren Schauspielerin im Ensemble des Theater Aachen ist nach längerer Krankheit am 16. Juli 2020 gestorben. 15 Jahre bereicherte sie in verschiedensten Rollen die Aachener Bühne und hat im vergangenen Jahr noch ihr 50. Bühnenjubiläum gefeiert.

»Mit Elisabeth Ebeling verlieren das Theater Aachen und das Aachener Publikum eine unverwechselbare Kollegin und großartige Bühnenkünstlerin. Wir sind sehr traurig.« so Generalintendant Michael Schmitz-Aufterbeck.

»Elisabeth war als Spielerin ein unerschöpfliches Universum. Egal ob tragische oder komische, ob undurchsichtige oder heitere Figuren, ihre Rollenphantasie und ihre unerschrockene Spiellust, mit der sie sich voller Neugierde an immer neue Welten heranwagte, waren riesig.« ergänzt Inge Zeppenfeld, Chefdramaturgin und Leiterin des Schauspiel. »Sie hat uns alle immer wieder beeindruckt mit ihrer geraden direkten Art und mit ihrer Lebenserfahrung, die in jede Rolle einfloss, und uns immer wieder staunen lassen, wie jeder Satz, den sie auf der Bühne sprach, ein unumstößliches Gewicht bekam. Man könnte durch ihre elegante Ausstrahlung meinen, dass sie so etwas wie die Grande Dame des Aachener Ensembles war, aber sie war weit mehr, weil sie eben auch rotzig, jugendlich frei und uneitel sein konnte, wenn es um die Darstellung einer skurrilen Figur wie z.B der Erna in Werner Schwabs Die Präsidentinnen ging. Wie gesagt: Sie war menschlich und künstlerisch gleichermaßen ein ganzes Universum

Die Präsidentinnen hier mit Elisabeth Ebeling
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Elisabeth Ebeling, geboren am 15.10.1946, hatte ihr erstes Engagement nach dem Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater Hannover am Bremer Theater. Sie war an unterschiedlichsten Bühnen in Deutschland tätig: Schauspielhaus Bochum, Schiller Theater Berlin, Bühnen der Stadt Köln, Luzerner Theater, Städtische Bühnen Frankfurt, Staatstheater Nürnberg, Berliner Ensemble. Sie arbeitete mit namhaften Regisseuren zusammen, darunter David Mouchtar Samorai, Rainer Werner Fassbinder, Klaus Michael Grüber sowie Hans Neuenfels.

Ludger Engels holte sie dann 2005 ans Theater Aachen, unter seiner Regie spielte sie große Rollen wie Big Mama in Die Katze auf dem heißen Blechdach, die Daja in »Nathan der Weise«, in An den Wassern zu Babel und in Elfriede Jelineks FaustIn and Out und auch im Musiktheater in Powder Her Face.

Auch unter der Regie von Christina Rast spielte Elisabeth Ebeling mehrfach, u.a. die Gertrud in Hamlet, das Gretchen in Faust1+2 #konzentriert und zuletzt die Ute in Hebbels »Nibelungen«.

Ihr komödiantisches Talent konnte man immer wieder erleben, so als Erna in Werner Schwabs Die Präsidentinnen (siehe video oben) oder als Margot Honecker in Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel oder als dauerquarzende Mutter des Chefs in »Die sexuellen Neurosen unserer Eltern«.

In Erinnerung bleiben wird vor allem aber ihr Solo-Abend mit dem Musiker Malcolm Kemp So oder so – Hildegard Knef.

In ihrer letzten Kammer-Rolle war sie in Lot Vekemans Momentum in der beeindruckenden Rolle Das ungeborene Kind zu sehen. In der zu Ende gegangenen Spielzeit konnte man sie noch in Noch ist Polen nicht verloren auf der großen Bühne erleben.

—| Pressemeldung Theater Aachen |—

Mainz, Staatstheater Mainz, Spielplan 2020/21

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Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Spielplan 2020/21

Eigentlich sollte in diesen Tagen das frisch gedruckte Jahresheft mit dem Spielplan für 2020/21 vorliegen, den wir Ihnen wie üblich in einer Pressekonferenz vorgestellt hätten. Eigentlich. Denn nun haben wir den Druck vorerst gestoppt. Da wir nicht wissen, wann wir wieder spielen können, ist eine sinnvolle Terminplanung der kommenden Saison noch nicht möglich. Stattdessen operieren wir mit unterschiedlichen Szenarien (Spielbeginn im späten Frühling, kurz vor den Ferien oder erst nach den Ferien), jede Verschiebung hat weitreichende Auswirkungen auf den Probenplan, die Disposition, die Verfügbarkeit der künstlerischen Teams — ein Mehrspartenhaus ist ein kompliziertes Gebilde.

Denn was wir spielen wollen, haben wir gemeinsam mit
Generalmusikdirektor Hermann Bäumer, mit den
Kolleg*innen in der Dramaturgie und der Tanzdirektion
in den letzten Monaten entworfen – und das hat natürlich
weiter Bestand.

SCHAUSPIEL
Manches im Spielplan bekommt vor der Folie der aktuellen Lage eine zusätzliche, schärfer konturierte Dimension. Wir erleben gerade, dass ein politischer und gesellschaftlicher Diskurs komplett unter dem Mandat der gesundheitlichen Fürsorge stattzufinden hat. So vernünftig das ist — es erstickt die Stimmenvielfalt, von der Demokratien leben. Zeitgleich scheint sich Europa zu verabschieden, die Nationen ziehen sich auf sich selbst zurück und Autokraten nutzen die Gunst der gefährlichen Stunde. Der Begriff der Nation ist ein wichtiges Motiv im Schauspielplan 20/21, ebenso wie Texte, die sich mit einem Ausnahmezustand, sei er gesellschaftlich oder privat, auseinandersetzen — denn natürlich hat sich die dramatische Literatur immer für diesen besonders interessiert. Unser Alltag fühlt sich derzeit an wie eine einzige große Ausnahme, das gesellschaftliche Leben ist zum Stillstand gekommen.

Für eine Gesellschaft von Individualisten, die gewohnt sind, über alles und vor allem über sich selbst frei verfügen zu können, und diesen Zustand zumindest unbewusst für unerschütterlich hielten, bedeutet das einen kulturellen Schock. Dabei vergessen wir, dass zumindest die Alten und Älteren unter uns sich noch an eine Welt im Ausnahmezustand erinnern können. Im Jahr 2020 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 75. Mal, im Jahr 2021 die Reichsgründung zum 150. Mal. Zwei grauenhafte Kriege, Teilung und Wiedervereinigung — manche einschneidenden Ereignisse werden langsam aber sicher zu bloßen historischen Fakten, die an die Stelle von persönlichen Erinnerungen treten. Die Zeitzeug*innen der Kriegs- und Nachkriegszeit werden immer weniger, lange können wir sie nicht mehr befragen.

Also versichern wir uns im Schauspielplan der kommenden Saison der Zeugenschaft in der Literatur — Autor*innen insbesondere des 20. Jahrhunderts, die als literarische Chronist*innen ihrer Zeit für uns wertvoll sind. Denn wir spüren gerade in überfordernden Zeiten wie diesen, dass es hilfreich für die Gegenwart und erst recht für den Entwurf von Zukunft ist, die Vergangenheit nicht zu vergessen.

Bertolt Brecht, Heinrich Mann, Anna Seghers, Rainer Werner Fassbinder, Franz Xaver Kroetz sind solche Autor*innen, deren Werke wir aus genanntem Grund auf den Spielplan gesetzt haben. So unterschiedliche Töne sie anschlagen, ist ihnen zugleich gemein, dass sie sich in einer Poetik der kritischen Zeitgenossenschaft bewegen, ihre Texte mischen sich ein, beziehen Partei, sind kämpferisch, sprachmächtig und wirkungsvoll. Mutter Courage (Regie: K.D. Schmidt), Der Untertan (Regie: Christoph Frick), Transit (Regie: Brit Bartkowiak),

Die bitteren Tränen der Petra von Kant (Regie: Pauline Beaulieu) und Nicht Fisch nicht Fleisch (Regie: K.D. Schmidt) und viele andere Stücke erzählen davon, was die gesellschaftlichen Bedingungen ganz konkret für die Figuren bedeuten, ihre Geschichten werden von und mit der Geschichte geschrieben — und umgekehrt. Ihre fiktiven Biografien wurzeln zugleich im Boden der sehr speziellen deutschen Historie. Das kann übrigens auch bei aller (oder vielleicht wegen aller) Realitätsspiegelung ausgesprochen komisch sein, wie in Sven Regeners Herr Lehmann in einer Inszenierung von Jule Kracht. Sprachmächtig und zugleich ein Spiel mit der Macht — und der Gewalt — der Sprache ist Friedrich Schillers Kabale und Liebe, das unser neuer Hausregisseur Alexander Nerlich im Großen Haus inszenieren wird.

Außerdem gehen wir Projekte an, die sich noch konkreter mit der deutschen Geschichte beschäftigen — die natürlich immer Teil der europäischen Geschichte ist. Der flämische Autor Stijn Devillè schreibt in unserem Auftrag ein Stück, das sich mit dem Versailler Vertrag und seinen Folgen auseinandersetzt, Hans Werner Kroesinger, bekannt für seine Theaterrechercheprojekte, wird sich künstlerisch dem Westwall widmen und Ensemblemitglied Denis Larisch der immer noch nicht überwundenen Fremdheit zwischen Ost und West.

Damit soll im Staatstheater Mainz auch für Künstler* innen der Raum geschaffen werden, neue Texte zu entdecken und zu entwickeln, Freiräume, in denen Autor*innen, Regisseur*innen und Ensemblemitglieder gemeinsam etwas ganz Neues schaffen — fünf Uraufführungen sind 20/21 im Schauspiel zu erleben.

MUSIKTHEATER
Die Eröffnungspremiere der Oper entstand genau in der Umbruchszeit der Reichsgründung, ihre Uraufführung 1873 wurde wegen der Wirtschaftskrise („Gründerkrach der Börsen“) mehrfach verschoben —

Die Fledermaus
von Johann Strauß wurde also geboren in einer Ausnahmesituation, womit wir wieder beim Thema wären. Die Sehnsucht nach kluger Unterhaltung wird bei uns durch die verordnete Vereinzelung unserer Zeit befeuert und so ist der Saisonstart mit einem rauschhaften Champagnerwerk Grund zur Vorfreude, die Produktion entsteht in Kooperation mit dem Staatstheater Nürnberg und der Opéra National du Rhin, die musikalische Leitung liegt bei Daniel Montané, es inszeniert Waut Koeken.

Danach wird es in der Opernsparte zeitgenössisch: Wie schon mit Perelà widmet sich das Staatstheater der Deutschen Erstaufführung einer französischen Oper. Entstanden 1937, ist dieses ungewöhnlicher Weise von zwei Komponisten (Arthur Honegger und Jacques Ibert) gemeinsam geschaffene Werk eine einzigartige Mischung aus Walzerklängen, Revolutionsliedern und französischer Musiksprache. L‘Aiglon ist eine Auseinandersetzung mit der grausamen Realität des Krieges — erzählt über die Geschichte des Sohnes von Napoleon, dessen Herrsch- und Kriegslust jäh stirbt, als er die Stimmen der Gefallenen hört. Generalmusikdirektor Hermann Bäumer steht am Pult, die Regie liegt in den Händen von Anselm Dalferth.

Neben zwei eher seltener gespielten Werken von Giuseppe Verdi (Ernani — Musikalische Leitung: Daniel Montané, Inszenierung: Barbora Horáková Joly) und Wolfgang Amadeus Mozart (La finta giardiniera — Musikalische Leitung: Christian Rohrbach, Inszenierung: Cordula Däuper) ist — wie im Schauspiel — auch das Programm der Oper 2020/21 geprägt durch Künstler* innen des 20. und 21. Jahrhunderts: Wolfgang Rihm, Claude Vivier sowie Isabel Mundry. Rihms Die Eroberung von Mexico werden im Großen Haus zu erleben sein und wir freuen uns auf ein Wiedersehen — und hören mit Robert Houssart als Dirigent und Elisabeth Stöppler als Regisseurin. Einem anderen Eroberer folgen wir an einen auch für uns neuen Ort: Claude Viviers Marco Polo wird in den noch leeren Räumen des neuen Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz (RGZM) Premiere haben (Musikalische Leitung: Hermann Bäumer, Inszenierung: Stefanie Hiltl). Im Dickicht von Isabel Mundry und Händl Klaus ist eine Uraufführung in Koproduktion mit den Schwetzinger SWR Festspielen, musikalisch geleitet von Samuel Hogarth und inszeniert von David Hermann.

Mit einem großen Werk des 19. Jahrhunderts stellt sich der neue Hausregisseur im Schauspiel, Alexander Nerlich, auch in der Oper vor: Carl Maria von Webers Der Freischütz gilt als der Inbegriff der romantischen Oper — und doch sind die Themen Glaube und Aberglaube, sozialer Druck und Versagensangst so weit weg nicht von unseren heutigen Nöten. Das Philharmonische Staatsorchester dirigiert Hermann Bäumer.

TANZ
Für tanzmainz stellt sich die Frage nach der Entstehungszeit der Werke weiterhin nicht, denn die erfolgreiche Tanzsparte wird als „Place of Creation“ auch weiterhin grundsätzlich originäre Werke erschaffen. Dafür aber stellt sich in allen Produktionen eine andere im Wortsinne existenzielle Frage – nämlich die nach der Identität. Ikarus will in der Choreografie von Felix Berner herausfinden, wie nah man denn nun der Sonne kommen kann — also: wie viel Risikobereitschaft es braucht, damit man über sich hinauswächst. The Cell des taiwanesischen Choreografen Po-Cheng Tsai bleibt nah am Menschen, an seinen vielen Facetten, die in einer Persönlichkeit miteinander ringen — dabei verbindet er zeitgenössischen westlichen Tanz, Urban Dance und asiatische Bewegungstraditionen. Koen Augustijnen und Rosalba Torres Guerrero sind seit ihrer gefeierten Produktion Hochzeit in Mainz keine Unbekannten mehr. Inspiriert von Igor Strawinskys Musik und gemeinsam mit dem Philharmonischen Staatsorchester Mainz suchen sie in Le Sacre nach heutigen Entsprechungen des ungezügelten bäuerlichen Lebens — und werden fündig in der Subkultur des Londoner Nachtlebens.

Vor der aktuellen Kulisse einer nie dagewesenen gesellschaftlichen und sozialen Abstinenz erscheint diese Feier der Freiheit fast schon wie ein utopisches Moment. wannabee (not) me von Willi Dorner ist die zweite Produktion des Staatstheaters für die neuen Räume des RGZM – eine Auseinandersetzung mit der Persönlichkeit, mit der Suche nach dem eigenen Ich. Und mit Sphynx, der Uraufführung von Rafaële Giovanola, sind wir schließlich bei all dem Rätselhaften angelangt, das uns ausmacht und das sich im Bewegungsuniversum von uns Menschen ausdrückt — eine Einladung zum Perspektivwechsel.

JUSTMAINZ
Selbstverständlich erwartet auch Kinder und Jugendliche 2020/21 wieder ein voller Spielplan. Gleich zwei Familienstücke stehen auf dem Programm: Timm Thaler im Kleinen Haus und im Großen Haus Die Bremer Stadtmusikanten. Dazu kommen Produktionen aller Sparten auf allen Spielstätten — unter anderem mit dem Kindermusiktheater Wunderland und der oben bereits genannten Tanzproduktion Ikarus. Auch wenn wir nicht wissen, wann wir wieder spielen können: Sicher ist, dass die Premieren, die in diesen Wochen ausfallen — von dem Musiktheater Al gran sole carico d’amore, das wir wenige Stunden vor der Premiere absagen mussten, über das Schauspiel Tage des Verrats bis zur Tanzuraufführung Welcome Everybody, dessen Titel gerade unangenehm ironisch klingt, nachgeholt werden, wenn nicht in dieser, dann in der nächsten Spielzeit!

BIS BALD
… steht seit fast vier Wochen auf einem Banner am Großen Haus des Staatstheaters. Ein leeres Theater ist ein Unort. Und für uns bedeutet es eine Zerreißprobe, gerade jetzt nicht gegen das anspielen zu können, was um uns herum geschieht. Wenn Meinungsfindung ausschließlich im Netz und in den Medien stattfindet, fehlt eine wichtige Dimension. Die kulturelle ebenso wie die politische Versammlung sind ein wichtiges gesellschaftliches Korrektiv, seit der antiken Agora ist die Kraft der Versammlung integraler Bestandteil der Demokratie. Und wir brauchen Theater, brauchen eine andere als die rein faktische Ebene, wollen uns an die Fersen von Figuren heften, die uns fiktives Erfahrungswissen voraushaben, wollen uns in den Stoffen aus allen Jahrhunderten abgleichen mit dem, was gedacht, erlebt und gedichtet wurde.

Die Perspektive zurück auf die Entstehung einer Nation und ihre wechselhafte Geschichte, die wir vor allem im Schauspiel 2020/21 einnehmen, führt uns zu der Frage, was wir heute daraus machen. Wie gestalten wir Gesellschaft in einer Zeit, in der Soziologen uns als selbstinszenierungssüchtige Singularitäten beschreiben? Und wie wird unsere Welt nach diesem Ausnahmezustand, in dem wir soziale Distanz verordnet bekamen, aussehen? Sicher ist: Wir werden wieder spielen und wir werden das Theater brauchen, wenn wir bald, hoffentlich sehr bald, auf diese Zeit zurückblicken.


Spielzeit 20/21


Premieren 2020/21

Die Fledermaus
Johann Strauß
Oper, Großes Haus
Musikalische Leitung: Daniel Montané
Inszenierung: Waunt Koeken
In Kooperation mit dem Staatstheater Nürnberg
und der Opéra national du Rhin

Die bitteren Tränen der Petra von Kant
Rainer Werner Fassbinder
Schauspiel, U17
Inszenierung: Pauline Beaulieu
Eine Koproduktion mit Les Théâtres de la Ville de
Luxembourg

Herr Lehmann
Sven Regener
Schauspiel, Kleines Haus
Inszenierung: Jule Kracht

Grenzenlos Kultur
Inklusives Theaterfestival
Kleines Haus, U17 und andere Spielstätten

Kabale und Liebe
Friedrich Schiller
Schauspiel, Großes Haus
Inszenierung: Alexander Nerlich

Sensemann & Söhne (UA)
Jan Neumann
Schauspiel, Kleines Haus
Inszenierung: Jan Neumann
In Kooperation mit dem Deutschen Nationaltheater
Weimar

L’Aiglon (DE)
Arthur Honegger, Jacques Ibert
Oper, Großes Haus
Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Inszenierung: Anselm Dalferth

Ikarus (UA)
Felix Berner
Tanz, U17
Choreografie: Felix Berner

Die Bremer Stadtmusikanten
Marc Becker nach den
Gebrüdern Grimm
Schauspiel, Großes Haus
Inszenierung: Marc Becker

The Cell (UA)
Po-Cheng Tsai
Tanz, Kleines Haus
Choreografie: Po-Cheng Tsai

Nicht Fisch nicht Fleisch
Franz Xaver Kroetz
Schauspiel, U17
Inszenierung: K.D. Schmidt

Der Freischütz
Carl Maria von Weber
Oper, Großes Haus
Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Inszenierung: Alexander Nerlich

Transit
Anna Seghers
Schauspiel, Kleines Haus
Inszenierung: Brit Bartkowiak

Die Eroberung von Mexico
Wolfgang Rihm
Oper, Großes Haus
Musikalische Leitung: Robert Houssart
Inszenierung: Elisabeth Stöppler

Wunderland
Anno Schreier
Oper, U17
Musikalische Leitung: Paul-Johannes Kirschner

Fastnachtsposse
Großes Haus

Der Widerspenstigen Zähmung
William Shakespeare
Schauspiel, U17
Inszenierung: Stephanie van Batum

Mutter Courage und ihre Kinder
Bertolt Brecht
Schauspiel, Kleines Haus
Inszenierung: K.D. Schmidt

Le Sacre (UA)
Koen Augustijnen & Rosalba Torres
Guerrero
Tanz, Großes Haus
Choreografie: Koen Augustijnen und
Rosalba Torres Guerrero
Musikalische Leitung: Hermann Bäumer

Ernani
Giuseppe Verdi
Oper, Großes Haus
Musikalische Leitung: Daniel Montané
Inszenierung: Barbora Horáková Joly

AufSichtBeton (UA)
Denis Larisch
Schauspiel, Orchestersaal
Ein Projekt von Denis Larisch

tanzmainz festival #4
Großes Haus, Kleines Haus, U17

Marco Polo
Claude Vivier u. a.
Oper, RGZM
Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Inszenierung: Stefanie Hiltl

Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen
James Krüss
Schauspiel, Kleines Haus
Inszenierung: Asl? K?slal

La finta giardiniera
Wolfgang Amadeus Mozart
Oper, Großes Haus
Musikalische Leitung: Christian Rohrbach
Inszenierung: Cordula Däuper

Einfache Leute (UA)
Anna Gschnitzer
Schauspiel, U17
Inszenierung: Alexander Nerlich

wannabee (not) me (UA)
Willi Dorner
Tanz, RGZM
Choreografie: Willi Dorner

Sphynx (UA)
Rafaële Giovanola
Tanz, Kleines Haus
Choreografie: Rafaële Giovanola

Westwall (UA)
Hans Werner Kroesinger
Schauspiel, U17
Text, Konzept: Regine Dura, Hans-Werner Kroesinger
Inszenierung: Hans-Werner Kroesinger

Im Dickicht (UA)
Isabel Mundry, Händl Klaus
Oper, Kleines Haus
Musikalische Leitung: Samuel Hogarth
Inszenierung: David Hermann
Eine Koproduktion mit den Schwetzinger SWR Festspielen
Theaterclubs
U17

Der Untertan
Heinrich Mann
Schauspiel, Kleines Haus
Inszenierung: Christoph Frick

Wiederaufnahmen Oper

Al gran sole carico d’amore
Luigi Nono
Großes Haus

Carmina Burana
Carl Orff
Großes Haus

Comedian Harmonists
Gottfried Greiffenhagen und
Franz Wittenbrink
Kleines Haus

Das Kind der Seehundfrau
Sophie Kassies,
Robin Schulkowsky
U17

Das Tal der Ahnen (UA)
Eine imaginäre Prärie mit Werken von
Henry Purcell, Franz Kafka, Frank
Zappa u. a.
Filiale

Fish Forward (UA)
Musiktheater mit Werken
von Hogarth, Beethoven und Böll
Kleines Haus

Klangjäger
nach einer Idee des Theaters
Pilkentafel
Mobil (Klassenzimmerstück)

Manon Lescaut
Giacomo Puccini
Großes Haus

The Producers
Mel Brooks und Thomas Meehan
Großes Haus

Zweieinander (UA)
Anselm Dalferth,
Ina Karr, Birgit Kellner,
Johannes Stange, Joss Turnbull

Wiederaufnahmen Schauspiel

Aggro Alan (DSE)
Penelope Skinner
Filiale

Der Bärbeiß
Annette Pehnt
U17

Die Physiker
Friedrich Dürrenmatt
Kleines Haus

Drei Schwestern
Anton Tschechow
Kleines Haus

Hexenjagd
Arthur Miller
Kleines Haus

Krabat
Otfried Preußler
Kleines Haus

Nachts (bevor die Sonne aufgeht) (DSE)
Nina Segal
Filiale

Sophia, der Tod und ich
Thees Uhlmann
Filiale

Tage des Verrats (DSE)
Beau Willimon
Kleines Haus

Was denn da fehlt oder Wie ich im Datingportal Foucault kennen lernte (UA)
Vincent Doddema
Filiale
Wer werden (UA)
Hannah Biedermann
U17

Werther
nach Johann Wolfgang von Goethe
Großes Haus

Wiederaufnahmen Tanz

kreuz&quer (UA)
Felix Berner
Glashaus

Popcorn (UA)
Andreas Denk
U17

Soul Chain (UA)
Sharon Eyal
Kleines Haus

Welcome Everybody (UA)
Pierre Rigal
Großes Haus

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