Markneukirchen, 54. Instrumentalwettbewerb – Violoncello – Gitarre, IOCO Aktuell, 31.12.2018

Markneukirchen / Rieseninstrumente vor Musikinstrumentenmuseum © FFF

Markneukirchen / Rieseninstrumente vor Musikinstrumentenmuseum © FFF

 54. Internationaler Instrumentalwettbewerb Markneukirchen 2019

9. – 18.  Mai 2019  –  Violoncello und Gitarre

Anmeldeschluss für den Wettbewerb:
– 10.1.2019  – Violoncello
– 31.1.2019  –  Gitarre

Wenn die Musikstadt Markneukirchen im Frühjahr 2019 zum 54. Mal junge Musiker zum Internationalen Instrumentalwettbewerb einlädt, werden vom 9. bis 18. Mai 2019 die Fächer Violoncello und Gitarre im Mittelpunkt stehen. Gerne erinnert man sich im Vogtland noch an die herausragenden Preisträger der letzten Wettbewerbe in diesen Fächern – Bruno Delepelaire (jetzt Berliner Philharmoniker), Sol Daniel Kim und Edward King in der Kategorie Violoncello sowie Otto Tolonen, Rafael Aguirre und Matthias Müller im Fach Gitarre.

Zu den drei öffentlichen Auswahlprüfungen und einer Finalrunde in jedem Fach sowie dem abschließenden Preisträgerkonzert in Begleitung des Philharmonischen Orchester Plauen-Zwickau werden auch 2019 außergewöhnliche Talente aus aller Welt erwartet. Die öffentliche Ausschreibung des Wettbewerbsprogramms sowie weitere Informationen zum Wettbewerbsablauf können über die Homepage des Wettbewerbes www.instrumental-competition.de abgerufen werden. Anmeldungen sind dort direkt online möglich. Die Anmeldefrist für das Fach Violoncello läuft bis 10. Januar 2019. Für das Fach Gitarre werden Bewerbungen bis 31. Januar 2019 entgegengenommen. Die Anmeldegebühr beträgt 100 Euro, die Altersgrenze liegt bei 30 Jahren im Fach Violoncello bzw. 32 Jahren für Gitarre. Den Preisträgern stehen Geldpreise im Wert von 31.000 Euro sowie Konzertengagements und verschiedene Sachpreise in Aussicht.

Markneukirchen / Ehemalige Markkirchener Gitarre Finalisten: Otto Tolonen_Finland, Matthias Müller - Germany, Aquirre Rafael Spain © Ellen Liebner

Markneukirchen / Ehemalige Markkirchener Gitarre Finalisten: Otto Tolonen_Finland, Matthias Müller – Germany, Aquirre Rafael Spain © Ellen Liebner

Schirmherr des Wettbewerbs – Christian Thielemann

Für den Wettbewerb 2019 hat erneut der Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann, die Schirmherrschaft übernommen. Die Präsidentschaft liegt in den Händen von Prof. Thomas Selditz. Unter seiner Leitung werden die beiden Fachjuryvorsitzenden Prof. Danjulo Ishizaka – Violoncello (Japan/Deutschland) und Prof. Thomas Müller-Pering – Gitarre (Deutschland) gemeinsam mit international anerkannten Musikerpersönlichkeiten und Pädagogen in den beiden Fachjurys wirken. Dazu gehören im Bereich Violoncello: Prof. Yi-Bing Chu (China), Prof. Maria Kliegel (Deutschland), Prof. Zdzislaw Zapinski (Polen), Prof. Monika Leskovar (Kroatien), Prof. Csaba Onczay (Ungarn) und Prof. Marko Ylönen (Finnland). Der Jury im Fach Gitarre gehören an: Prof. Joaquín Clerch (Kuba), Prof. József Eötvös (Ungarn), Prof. Margarita García Escarpa (Spanien), Prof. Pablo Márquez (Argentinien), Prof. Raphaella Smits (Belgien) und Prof. Alexander Swete (Österreich).


Markneukirchen – Ort mit großer Musiktradition

Markneukirchen ist schön. Doch die musikalische Tradition des Ortes ist spektakulär: Reizvoll auf dem westlichen Elstergebirge Sachsens gelegen, im oberen Vogtland nahe Tchechien, besitzt Markneukirchen eine ungewöhnliche Spezialität: Um 1200 gegründet wird der Ort nach seinem Gründer Albertus Nothaft de Wildestein Nothaft genannt. Stadtrechte erhielt das Örtchen Nothaft bereits 1360. 1405 erstmals als Markt Neukirchen amtlich erwähnt, besaß es als „Amtsstädtchen“ schon früh Sitz und Stimme im „kursächsischen Landtag“.

Markneukirchen / Geigenbauer Joerg Wunderlich © FFF

Markneukirchen / Geigenbauer Joerg Wunderlich © FFF

Überregionale Bedeutung gewinnt das kleine Örtchen ab 1658, als protestantische Glaubensflüchtlinge den Geigenbau in die Stadt bringen. 12 Geigenbauer gründen 1677 die erste Geigenmacherinnung, 1750 beginnt der Bogenbau, 1777 gründen Saitenmacher die erste Saitenmacherinnung. 1797 schließen sich Waldhorn- und Pfeifenmacher zur „Musikalischen Blas,- Instrumentenmachergesellschaft“ zusammen. Um 1800 werden Gitarren gebaut; Zithern und Mandolinen folgen bald. 1834 wird in Markneukirchen die erste Musikschule Deutschlands gegründet. Auch die Martin-Trompete (Schalmei) wird 1905 in Markneukirchen entwickelt.

Der Markneukirchner Musikwettbewerb wird im jährlichen Wechsel zwischen Streich- und Blasinstrumenten (jeweils zwei Instrumente) ausgetragen und dient der Nachwuchsförderung junger Instrumentalisten. Er steht auf hohem künstlerischen Niveau und wird von der Fachwelt als bedeutsames Ereignis angesehen. Vordere Plätze bedeuten fast immer für die Teilnehmer den Sprung in die Internationalität und werden als Gütesiegel gewertet.

2018   :  228 Bewerber aus 38 Ländern

Internationaler Instrumentalwettbewerb Markneuenkirchen / Preisträger Viola 2013: (v.l.n.r.) Hiyoli Togawa (2. Preis, Japan), Manuel Vioque-Judde (3. Preis, Frankreich), Kyoung Min Park (3. Preis, Südkorea) © Ellen Liebner

Internationaler Instrumentalwettbewerb Markneuenkirchen / Preisträger Viola 2013: (v.l.n.r.) Hiyoli Togawa (2. Preis, Japan), Manuel Vioque-Judde (3. Preis, Frankreich), Kyoung Min Park (3. Preis, Südkorea) © Ellen Liebner

—| IOCO Aktuell Instrumentalwettbewerb Markneuenkirchen |—