Hamburg, Staatsoper Hamburg, Italienische Opernwochen 2019 – Positive Bilanz, IOCO Aktuell, 10.04.2019

April 10, 2019 by  
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Staatsoper Hamburg

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

Italienische Operwochen 2019 – 94% Auslastung

Mit einer Auslastung von 94% vermeldet die Staatsoper Hamburg eine positive Bilanz der diesjährigen Italienischen Opernwochen. Vom 10. März bis zum 6. April 2019 zeigte das Haus an der Dammtorstraße Klassiker des italienischen Repertoires wie Nabucco, La Traviata, Manon Lescaut, Il barbiere di Siviglia, Un ballo in Maschera und mehr (link hier).

Nabucco – Giuseppe Verdi
youtube Trailer der Staatsoper Hamburg
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Allesamt in Starbesetzung: Herausragende Interpreten wie Dimitri Platanias, Alexander Vinogradov, Oksana Dyka, Géraldine Chauvet, Arturo Chacón-Cruz, Markus Brück, Kristina Mkhitaryan, Irina Lungo, Stephen Costello, Simone Piazzola, Kristine Opolais, Jorge de Léon, Vittorio Prato, Antonino Siragusa, Maurizio Muraro, Julia Lezhneva, Franco Vasallo, Ramón Vargas, Carmen Giannatasio oder Judith Kutasi gastierten an der Dammtorstraße.

„Wir freuen uns sehr über den großen Publikumserfolg unserer diesjährigen Italienischen Opernwochen. Er zeigt, dass dieses Format sich bereits im zweiten Jahr etablieren konnte“, sagt Georges Delnon, Intendant der Staatsoper Hamburg. 

Auch in der nächsten Spielzeit 2019/2020 wird es Italienische Opernwochen geben. Eröffnet werden die 3. Italienischen Opernwochen am 8. März 2020 mit Vincenzo Bellinis Norma in der Regie von Yona Kim, am Pult steht Paolo Carignani. Marina Rebeka ist als Norma, Marcelo Puente als Pollione, Liang Li als Oroveso und Diana Haller als Adalgisa besetzt. Vom 8. März bis 2. April 2020 werden die schönsten italienischen Opern des Repertoires mit herausragenden internationalen Sängerinnen und Sängern an der Staatsoper zu hören sein.

Aus dem großen Repertoire stehen Otello, Simon Boccanegra, Toscaund Verdis Messa da Requiem auf dem Spielplan. Plácido Domingo wird als Simon Boccanegra,  Kristine Opolais als Floria Tosca, José Cura als Otello und Krassimira Stoyanova als Desdemona, Marcelo Álvarez und Ambrogio Maestri in Tosca sowie Kwangchul Youn, Ramón Vargas und Evgenia Muraveva an der Seite des Hamburgischen Kammersängers Plácido Domingo in Simon Boccanegra zu erleben sein.

–| Pressemeldung Staatsoper Hamburg |—

Hamburg, Staatsoper Hamburg, Italienische Opernwochen, 10.03. – 06.04.2019

März 8, 2019 by  
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Staatsoper Hamburg

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

Italienische Opernwochen an der Staatsoper Hamburg

Vom 10. März bis zum 6. April finden an der Staatsoper Hamburg wieder die Italienischen Opernwochen statt – dieses Jahr mit Werken von Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini und Gioachino Rossini. Unterstützt werden die Opernwochen durch die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper.

Die Italienischen Opernwochen erstrecken sich über vier Wochen, in denen insgesamt zwanzig Opernvorstellungen sowie zwei Philharmonische Konzerte stattfinden. Kennzeichen der Opernwochen ist die exzellente Besetzung: Die Hauptpartien der sechs italienischen Meisterwerke werden von international renommierten Sängerinnen und Sängern interpretiert. Den Auftakt gibt wie im Vorjahr eine Neuproduktion: Nabucco, inszeniert von Kirill Serebrennikov. Die Musikalische Leitung hat Paolo Carignani, auf der Bühne sind Dimitri Platanias als Nabucco, Dovlet Nurgeldiyev als Ismaele, Alexander Vinogradov als Zaccaria, Oksana Dyka als Abigaille, Géraldine Chauvet als Fenena und Alin Anca als Oberpriester des Baal zu erleben. Neben der Premiere am 10. März sind alle Termine im Frühjahr bereits nahezu ausverkauft, es hat bereits ein Vorverkauf für die Vorstellungen im Herbst begonnen.

Nach Nabucco folgt für zwei Vorstellungen am 12. und 15. März Rigoletto – es singen Arturo Chacón-Cruz (Il Duca di Mantova), Markus Brück (Rigoletto) und Kristina Mkhitaryan (Gilda). Die Musikalische Leitung hat Carlo Rizzari.

Verdis La Traviata am 14, 16. und 19. März ist mit Irina Lungu, Stephen Costello und Simone Piazzola herausragend besetzt. Roberto Rizzi Brignoli übernimmt die Musikalische Leitung. Alle drei Vorstellungen sind nahezu ausverkauft.

In Puccinis Manon Lescaut – Vorstellungen am 21. und 29. März – wird die Titelpartie von Kristine Opolais verkörpert. Vittorio Prato ist in der Rolle Lescaut und Jorge de León als Il Cavaliere Renato Des Grieux zu erleben. Am Pult steht Francesco Ivan Ciampa.

Rossinis Il Barbiere di Siviglia verabschiedet sich mit der 216. Vorstellung von der Bühne der Hamburgischen Staatsoper. Die beiden letzten Vorstellungen sind am 22. und 30. März. Als Rosina ist Julia Lezhneva zu erleben, die Rolle des Figaro übernimmt Franco Vasallo. Antonino Siragusa singt Il Conte d’Almaviva, Maurizio Muraro verkörpert Don Bartolo.

Die vier Vorstellungen von Un Ballo in Maschera am 24., 28., 31. März sowie als Abschluss der Opernwochen am 6. April finden in der Musikalischen Leitung von Stefano Ranzani statt. Ramón Vargas singt Gustavo III, Kartal Karagedik Il Conte di Anckarström, Carmen Giannattasio Amelia, Judit Kutasi Ulrica und Katharina Konradi Oscar.

Das 7. Philharmonische Konzert ist auch dieses Jahr in die Italienischen Opernwochen integriert und findet am 17. sowie am 18. März in der Elbphilharmonie statt. Gespielt werden Verdis Vokalwerke „Quattro pezzi sacri“ sowie Mahlers „Symphonie Nr. 4 in G-Dur“. Paolo Carignani dirigiert. Es spielt das MDR Rundfunkchor Leipzig sowie das Philharmonische Staatsorchester Hamburg. Beide Konzerte sind bereits ausverkauft.

 


Übersicht


Sonntag, 10. März 2019: Premiere Giuseppe Verdi: Nabucco (ausverkauft)
Dienstag, 12. März 2019: Giuseppe Verdi: Rigoletto
Mittwoch, 13. März 2019: Giuseppe Verdi: Nabucco (ausverkauft)
Donnerstag, 14. März: Giuseppe Verdi: La Traviata
Freitag, 15. März 2019: Giuseppe Verdi: Rigoletto
Samstag, 16. März 2019: Giuseppe Verdi: La Traviata
Sonntag, 17. März 2019, Elbphilharmonie: 7. Philharmonisches Konzert (ausverkauft)
Sonntag, 17. März 2019: Nabucco (ausverkauft)
Montag, 18. März 2019, Elbphilharmonie: 7. Philharmonisches Konzert (ausverkauft)
Dienstag, 19. März 2019: Giuseppe Verdi: La Traviata
Mittwoch, 20. März 2019: Giuseppe Verdi: Nabucco (ausverkauft)
Donnerstag, 21. März 2019: Giacomo Puccini: Manon Lescaut
Freitag, 22. März 20219: Gioachino Rossini: Il Barbiere di Siviglia
Samstag, 23. März 2019: Giuseppe Verdi: Nabucco (ausverkauft)
Sonntag, 24. März 2019: Giuseppe Verdi: Un Ballo in Maschera
Donnerstag, 28. März 2019: Giuseppe Verdi: Un Ballo in Maschera
Freitag, 29. März 2019: Giacomo Puccini: Manon Lescaut
Samstag, 30. März 2019: Gioachino Rossini: Il Barbiere di Siviglia
Sonntag, 31. März 2019: Giuseppe Verdi: Un Ballo in Maschera
Dienstag, 2. April 2019: Giuseppe Verdi: Nabucco (ausverkauft)
Freitag, 5. April 2019: Giuseppe Verdi: Nabucco (ausverkauft)
Samstag, 6. April 2019: Giuseppe Verdi: Un Ballo in Maschera

—| Pressemeldung Staatsoper Hamburg |—

Verona, Arena di Verona, Verdi Opera Night, 26.08.2018

August 6, 2018 by  
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Arena di Verona

Verona / Arena di Verona Vorplatz © IOCO

Verona / Arena di Verona Vorplatz © IOCO

Verdi Opera Night

Sonntag 26. August um 21.30 Uhr findet im Rahmen des Opernfestivals Verdi Opera Night statt: dieses magische, dem “Schwan aus Busseto” gewidmete Gala-Event huldigt der Opernwelt mit einer wahren Starparade unter der musikalischen Leitung von Andrea Battistoni, Regie und Bühnenbild von Stefano Trespidi und Lichtdesign von Paolo Mazzon.

Musikalische Leitung Andrea Battistoni
Regie und Bühnenbild Stefano Trespidi
Licht Paolo Mazzon

Orchester, Chor, Balletkorps und Techniker der Arena di Verona

1. Teil 40′ – Intervall – 2. Teil 25′ – Intervall – 3. Teil 35’
Zuschauer sind eingeladen, weit im Voraus zu kommen, um die Sicherheitskontrollen zu erleichtern.


La Forza del destino (Sinfonia)
Choreographie Gheorghe Iancu
mit dem Balletkorps von Arena di Verona

Rigoletto (Zweiter Akt)
Rigoletto Luca Salsi
Il Duca di Mantova Rame Lahaj
Gilda Lisette Oropesa
Marullo Biagio Pizzuti
Matteo Borsa Carlo Bosi
Il Conte di Ceprano Romano Dal Zovo
Il Conte di Monterone Nicolò Ceriani
Usciere di corte Enrico Marchesini

Il Trovatore (Dritter Akt)
Manrico Francesco Meli
Leonora Serena Gamberoni
Azucena Violeta Urmana
Il Conte di Luna Simone Piazzola
Ferrando Romano Dal Zovo
Ruiz Carlo Bosi

La Traviata (Dritter Akt)
Violetta Valéry Maria Mudryak
Alfredo Germont Luciano Ganci
Giorgio Germont Simone Piazzola
Annina Martina Gresia
Il Dottor Grenvil Romano Dal Zovo

—| Pressemeldung Fondazione Arena di Verona |—

München, Bayerische Staatsoper, Un ballo in maschera – Giuseppe Verdi, IOCO Kritik, 06.02.2018

März 7, 2018 by  
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Bayerische Staatsoper München

Nationaltheater München © Wilfried Hösl

Nationaltheater München © Wilfried Hösl

Un ballo in maschera von Giuseppe Verdi

„Das Schicksal der Liebe“

Von Hans-Günter Melchior

Liebe kann Schicksal sein. Sie kann aber auch ein Schicksal haben. In Verdis Oper Un ballo in maschera, besser bekannt als Ein Maskenball, ist beides der Fall.

Riccardo (Jean-Francois Borras), Gouverneur von Boston, liebt Amelia (Anja Harteros), die Ehefrau seines Freundes und Sekretärs Renato (Simone Piazzola). Er bereitet einen Maskenball vor und freut sich, dass Amelia auf der Gästeliste steht.

Amelia liebt Riccardo, wirft sich jedoch diese Liebe vor und fühlt sich schuldig wie eine Ehebrecherin, obwohl es nicht zum Ehebruch gekommen ist. Sie will von dieser Liebe „geheilt“ werden. Sie sucht den Rat der Wahrsagerin Ulrica (Okka von der Damerau), die ihr ein Kraut empfiehlt, das an einem geheimen Ort wächst. Riccardo, der gemäß richterlichem Urteil Ulrica wegen Zauberei aus der Stadt weisen soll, zuvor aber ihre Kräfte erproben will, belauscht die beiden und beschließt, den geheimen Ort aufzusuchen. Zuvor weissagt ihm Ulrica, er werde von der Hand jener Person getötet werden, die ihm nach dem Besuch bei ihr zuerst die Hand schüttele. Riccardo schlägt diesen Spruch in den Wind, lacht über die Wahrsagerin  und den Schrecken der Umstehenden („Ist sie Scherz oder Wahnsinn, eine solche Weissagung: Doch wie muss ich über ihre Leichtgläubigkeit lachen!“).  Bei einer sich an den Besuch bei Ulrica anschließenden Begegnung begrüßt Renato seinen Chef als Erster arglos per Handschlag.

Bayerische Staatsoper / Un ballo in maschera hier- Pjotr Beczala als Riccardo_Anja Harteros als Amelia, George Petean als Renato im Hintergrund © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper / Un ballo in maschera hier- Pjotr Beczala als Riccardo_Anja Harteros als Amelia, George Petean als Renato im Hintergrund © Wilfried Hösl

Riccardo und Amelia treffen sich an dem geheimen Ort und gestehen sich – Amelia eher widerstrebend – ihre Liebe. Renato kommt hinzu, entdeckt das (noch nicht vollzogene) Liebesverhältnis. Er schließt sich einer zum Mord an dem Gouverneur entschlossenen Gruppe an und erschießt Riccardo –, die Prophezeiung Ulricas hat sich erfüllt. Im Todeskampf verzeiht Riccardo ihm.

Der Regisseur Johannes Erath (Bühne: Heike Scheele) kommt mit einem einzigen Bühnenbild aus. In der Mitte der Bühne steht ein Doppelbett, das an der Decke gespiegelt wird: ein Männerkopf starrt auf das Geschehen wie ein Spion, dem nichts entgeht. Man begreift sofort: das, was sich hier schicksalhaft vollzieht, kann nicht gut ausgehen.

Abgeschlossen wird die Bühne nach hinten durch eine wie eine überdimensionierte Wendeltreppe anmutende Konstruktion. Sie mutet an wie in den freien Raum geschleudert und erstarrend stehengeblieben, robust und funktional und zugleich von einer vergänglichen Künstlichkeit. Auf ihr wird getanzt, Ulrica entlässt von ihr herab düstere Beschwörungen und dunkle Hinweise auf Mythisches. Eine Verbindungslinie zur Außenwelt.

Über das Bett darf freilich gerätselt werden. Es gewinnt eine gewisse Logik, wenn man es als Ort der Träume definiert. Und in der Tat: Riccardo ist ein Träumer. Ein Tag- und Nachtträumer, der an seinem Glück festhält und sich darin durch die Realität weder beirren noch aufhalten lässt. Dass er den Tod findet, ist freilich nicht nur die Folge verbotener Liebe. Er hat, wie Ulrica feststellt, eine Hand, die schon viele Kriege führte. Wer Kriege führt, ist eo ipso seines Lebens nicht sicher.

Bayerische Staatsoper / Un ballo in maschera © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper / Un ballo in maschera © Wilfried Hösl

Die Musik unterstützt den Tagträumer. Es ist eine Musik, die sich wie beschwichtigend, erregend, optimistisch und sehr bewusst hell über den schwarzen Hintergrund der Handlung legt –, als wisse sie nichts von dieser oder wolle davon nichts wissen. Bald schwelgt sie im beinahe Operettenhaften, leicht und leichtsinnig, in der Glücksentschlossenheit Riccardos, der allen Widerständen zu trotzen gewillt ist, bald gleitet sie mit ihren harmonischen Brechungen, den Tonartwechseln und kontrapunktischen Kühnheiten, den ironischen Untertönen und lautmalerischen Eigenheiten (komponiertes Lachen, das als Kunstlachen kein wirkliches Lachen sein darf) über ins Widerständige und Querstehende.

Eine Fundgrube für Musikwissenschaftler. Ein großes Werk voller Raffinesse und ausgetüpfelter musikalischer und lebenskluger Weltweisheit, das man mehrere Male hören muss, um es ganz zu begreifen.  Manchmal wird die Oper mit Wagners Tristan und Isolde verglichen. Das kann allenfalls im Hinblick auf die verbotene Liebe zwischen Riccardo und Amelia Geltung beanspruchen, musikalisch gibt es da keine Verwandtschaft.

Freilich greift die Handlung tief zuweilen in die Mottenkiste der Weissagungen und Wunder. Als führe sie die Musik, die einfach da ist und prinzipiell keine andere Aufgabe hat, als da zu sein, zwangsläufig ins Surreale. Dennoch hat sie einen realen, historischen Hintergrund: die Ermordung des schwedischen Königs Gustave III, ebenfalls ein Träumer und Lebenssüchtiger wie Riccardo, im Jahre 1792. In Neapel, wo das Werk uraufgeführt werden sollte, regte sich Widerstand gegen ein Stück, das einen Königsmord behandelt. Auch in Rom hatte man Einwände. Deshalb spielt die Handlung kurioserweise in Boston.

Überzeugend wie immer das Bayerische Staatsorchester unter der Leitung von Asher Fisch. Man hörte die Feinheiten.

Bayerische Staatsoper / Un ballo in maschera © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper / Un ballo in maschera © Wilfried Hösl

Halten zu Gnaden: für mich war der Star des Abends, das Hocherlebnis zum Erlebnis, die Amira von Anja Harteros. Ich weiß und stimme zu, von dem Philosophen Hans-Georg Gadamer belehrt: man soll nicht einem – modern gewordenen – Stimmenfetischismus huldigen und darüber das Werk vernachlässigen oder sogar ganz aus dem Blick geraten lassen (s. Hans-Georg Gadamer: Die Aktualität des Schönen). Bei dieser Sängerin könnte man aber zum Stimmenfetischisten werden (beglückend und berührend die Arie im 2. Akt; dann das Duett mit Riccardo!). Wunderbar ihre Ausdruckskraft, ihre Souveränität und stimmlich-voluminöse Größe, ihre Persönlichkeit. Die anderen Protagonisten waren dagegen nicht mehr, immerhin aber auch nicht weniger als solide Gesangshandwerker mit gelegentlichen Mühen in der Höhe. Allenfalls Simone Piazzolas Renato und die Ulrica vermochten stimmlich an Anja Harteros zu wachsen.

Un ballo in maschera an der Bayerischen Staatsoper

Keine weiteren Vorstellungen in der laufenden Spielzeit 2017/18

—| IOCO Kritik Bayerische Staatsoper München |—