Essen, Philharmonie Essen, Anna Prohaska widmet sich Komponisten des Barock, 03.12.2015

Dezember 1, 2015 by  
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Philharmonie Essen

Philharmonie Essen © Bernadette Grimmenstein

Philharmonie Essen © Bernadette Grimmenstein

Anna Prohaska widmet sich Komponisten des Barock

Konzert bei Kerzenschein am Donnerstag, 3. Dezember 2015, um 20 Uhr

Philharmonie Essen / Anna Prohaska © Harald Hoffmann

Philharmonie Essen / Anna Prohaska © Harald Hoffmann

Sie singt regelmäßig bei den Salzburger Festspielen, arbeitet mit Dirigenten wie Simon Rattle und Daniel Barenboim zusammen und trat sogar schon im Deutschen Bundestag auf: Die Sopranistin Anna Prohaska ist in der Musikwelt heiß begehrt. Mit einem ganz besonderen Barock-Programm ist sie am Donnerstag, 3. Dezember 2015, um 20 Uhr in der Philharmonie Essen zu erleben: Unter dem Titel „Dido & Cleopatra“ widmet sie sich prachtvollen Werken, die sich um die beiden antiken Herrscherinnen drehen. Henry Purcells Oper „Dido und Aeneas“ gehört ebenso dazu wie Georg Friedrich Händels „Giulio Cesare in Egitto“. Weitere Komponisten des Abends sind Christoph Graupner, Antonio Sartorio, Matthew Locke, Daniele da Castrovillari, Johann Adolph Hasse, Dario Castello, Francesco Cavalli und Luigi Rossi. Begleitet wird Anna Prohaska vom Mailänder Ensemble Il Giardino Armonico unter der Leitung von Giovanni Antonini.

Wie intensiv die Sopranistin, die schon als 17-Jährige an der Komischen Oper Berlin debütierte und inzwischen Ensemblemitglied der Staatsoper Unter den Linden ist, Alte Musik zu interpretieren vermag, zeigte sie in der Philharmonie Essen zuletzt 2013 mit ihrem wunderbaren Abend „The Enchanted Forest“. „Das ist die Musik, die ich am meisten liebe, die ich zu Hause irrsinnig gerne höre oder wenn ich unterwegs bin. Es gibt so viel unentdeckte Literatur, die so unglaublich ist“, findet Anna Prohaska.

Gefördert von der Kulturstiftung Essen.

—| Pressemeldung Philharmonie Essen |—

Berlin, Berliner Philharmoniker, Dirigentenwechsel: Triumph der Haken und Ösen, IOCO Aktuell, 16.10.2015

Berliner Philharmonie © Schirmer / Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmonie © Schirmer / Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker: Für Jahre gefangen im Führungsvakuum

Alles musikalische Geschehen der Berliner Philharmoniker wird seit dem Januar 2013 überlagert von der merkwürdigen Kündigung ihres jetzigen Chefdirigenten Simon Rattle zum Herbst 2018. Ungeachtet aller künstlerischer Auswirkungen sind bis 2021 die mit Rattles Kündigung verbundenen Haken und Ösen  für Außenstehende kaum überschaubar. Kirill Petrenko, zurzeit GMD an der Bayerischen Staatsoper, wurde im Juni 2015 ab Herbst 2019 zum elften Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker bestellt. Doch was heißt dies genau? Im Folgenden der  IOCO – Versuch einer Statusbeschreibung:

Die Berliner Philharmoniker sind eines der bedeutendsten Philharmonischen Orchester der Welt. Standort und ein stabiler Etat von €42 Mio. sind Treibmittel, welche Dirigenten und gute Orchestermusiker gern nach Berlin locken. So auch Simon Rattle und im Juni 2015 auch Kirill Petrenko.

Simon Rattle kündigte im Januar 2013,  nur wenige Monate nach  Bestellung seiner in Berlin bis 2018 dauernden Amtszeit als Chefdirigent. Doch schon ab Herbst 2017 wird Rattle in London die Position Music Director des London Symphony Orchestra (LSO) antreten. Bei seiner Kürung in London, im März 2015, erklärte er stolz: „Es ist wie eine Heimkehr“.  2017 – 2018:  Rattle  ist dann Chef in London und Berlin?

Kirill Petrenko (s.O.) wurde ab Herbst 2019 zum Rattle Nachfolger bei den Berliner Philharmonikern bestellt. Für die Spielzeit 2018/19 haben die Philharmoniker folglich keinen Chefdirigent. Doch es gibt mehr Ungereimtheiten zum Beginn von Kirill Petrenko in Berlin. Komplexe Presseerklärungen der Bayerischen Staatsoper und der Berliner Philharmoniker machen deutlich, daß die Berliner Philharmoniker bis 2021 schwierige Zeiten vor sich haben:

Bayerische Staatsoper / vlnr: Dr. Spänle, Petrenko, Bachler © Myrzi und Jarisch

Bayerische Staatsoper / vlnr: Dr. Spänle, Petrenko, Bachler © Myrzi und Jarisch

– Am 13. Oktober 2015, erklärt die Bayerische Staatsoper per Pressemitteilung:
„Staatsintendant Nikolaus Bachler und Generalmusikdirektor Kirill Petrenko nehmen das Vertragsangebot von Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle an und verlängern ihre laufenden Verträge an der Bayerischen Staatsoper bis Ende August 2021. Aufgrund der Verpflichtung von Maestro Petrenko als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker wird er in seiner letzten Spielzeit 2020/21 als Gastdirigent der Bayerischen Staatsoper tätig sein.  „Kirill Petrenko und ich sind vor Monaten übereingekommen, unsere Arbeit an der Bayerischen Staatsoper drei weitere Spielzeiten fortzusetzen. Wir haben noch viele Ideen und gemeinsame Projekte, auf die wir uns an diesem einzigartigen Haus zusammen mit allen Mitarbeitern freuen“, so Nikolaus Bachler.  Kirill Petrenko dazu: „Ich fühle mich der Bayerischen Staatsoper, dem Staatsorchester und nicht zuletzt dem wunderbaren Münchner Publikum sehr verbunden. Mir persönlich ist es wichtig, in diesem Haus und mit diesem Orchester an einer kleinen, gemeinsamen Ära zu arbeiten.“

– Am 13. Oktober 2015 erklären die Berliner Philharmoniker per Pressemitteilung:
„Kirill Petrenko wird mit der Saison 2019/20 sein Amt als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter der Berliner Philharmoniker antreten. Bereits in den Saisons 2016/17 sowie 2017/18 wird Kirill Petrenko bei den Berliner Philharmonikern als Gastdirigent präsent sein, 2018/19 wird er mehrere Konzertprogramme sowohl in Berlin als auch auf Tournee dirigieren. Mit Rücksicht auf seine Verpflichtungen an der Bayerischen Staatsoper in München wird Kirill Petrenko in seiner ersten Saison als Chefdirigent (IOCO: also 2019/20) zunächst eine verringerte Anzahl von Konzerten übernehmen.“

Die Berliner Philharmoniker: Ein Orchester von Weltruf, für Jahre im künstlerischem Führungsvakuum gefangen. Oder eifert man in Berlin tatsächlich den einzigartigen  Wiener Philharmonikern nach, welche seit Jahrzehnten mit einem Orchesterkomittee und ohne Chefdirigent Musik machen? Dann mag Petrenko kommen wann er will, oder auch nicht!

IOCO / VJ / 16.10.2015

—| IOCO Aktuell Berliner Philharmoniker |—

Berlin, Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko – Neuer Chefdirigent, IOCO Aktuell, 10.08.2015

Berliner Philharmonie © Schirmer / Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmonie © Schirmer / Berliner Philharmoniker

Kirill Petrenko 11. Chefdirigent der Berliner Philharmoniker

Die Überraschung gelang vollkommen: Im Juni 2015, so die offizielle, lakonisch klingende Mitteilung der Berliner Philharmoniker, „wurde Kirill Petrenko mit großer Mehrheit  von der Orchesterversammlung  der Berliner Philharmoniker zum designierten neuen Chefdirigenten des Orchesters und Künstlerischen Leiter der Stiftung Berliner Philharmoniker gewählt. Er folgt  damit auf Sir Simon Rattle, der das Amt im August 2018 abgeben wird.  Kirill Petrenko: „Man kann es gar nicht in Worte fassen, was in mir gefühlsmäßig vorgeht: von Euphorie  und großer Freude bis zu Ehrfurcht und Zweifel ist da alles drin. Ich werde meine ganze Kraft mobilisieren, diesem außergewöhnlichen Orchester ein würdiger Leiter zu sein und bin mir auch der Verantwortung und der hohen Erwartungen bewusst. Vor allem erhoffe ich aber vom gemeinsamen Musizieren viele Momente des künstlerischen Glücks, die unsere harte Arbeit belohnen und unser Künstlerleben mit Sinn erfüllen sollen.“  Ulrich Knörzer und Peter Riegelbauer für den Orchestervorstand: „Es erfüllt uns mit großer Freude,  dass Kirill Petrenko die Wahl zum designierten Chefdirigenten unseres Orchesters angenommen hat.  Wir blicken voller Zuversicht in die gemeinsame musikalische Zukunft.“
Martin Hoffmann, Intendant: „Als Intendant der Stiftung Berliner Philharmoniker freue ich mich sehr über die Wahl und gratuliere dem Orchester und Kirill Petrenko herzlich.“
Sir Simon Rattle: “Ich bewundere Kirill Petrenko seit Jahren und bin hocherfreut, dass er mein Nachfolger bei diesem wundervollen Orchester wird. Ich gratuliere gratuliere den Berliner Philharmonikern zu  dieser zukunftsweisenden Entscheidung.”

Wenige Musikprofis, auch nicht IOCO, hatten Kirill Petrenko auf ihrer Liste der möglichen Nachfolger von Simon Rattle. Doch meist, auch von IOCO, erntete die Entscheidung der Orchesterversammlung der Berliner Philharmoniker große Zustimmung.

Berliner Philharmonie / Kirill Petrenko © Wilfried Hösl

Berliner Philharmonie / Kirill Petrenko © Wilfried Hösl

Kirill Petrenko wurde 1972 in Omsk, Russland, in eine Musikerfamilie geboren. 1990  übersiedelte die Familie nach Vorarlberg, wo der Vater eine Stelle als Orchestermusiker und Musiklehrer annahm. Petrenko studierte zuerst weiter in Feldkirch und dann Dirigieren an der Musikuniversität in Wien. Ein erstes Engagement führte ihn an die Wiener Volksoper. Von 1999 bis 2002 war Kirill Petrenko Generalmusikdirektor am Meininger Theater. Im Jahr  2002 wirkte Kirill Petrenko als Generalmusikdirektor an der Komischen Oper Berlin. Daneben dirigierte Petrenko beim Maggio Musicale Fiorentino, an der  Wiener Staatsoper, der Semperoper Dresden und anderen großen Theatern. Seit Sommer 2013 leitete er die Neuproduktion von Richard Wagners Der Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen (2015 zum letzten Mal). Seit September 2013 ist Kirill Petrenko GMD der großen Bayerischen Staatsoper. Große Premieren begleiteten seine ersten Spielzeiten in München. Dort folgte er Kent Nagano, welcher mit Intendant Klaus Bachler nie ein inniges Verhältnis herstellen konnte. Ab Herbst 2018 wird Petrenko der elfte Chefdirigent der Berliner Philharmoniker sein. Und verdrängt damit zahlreiche große Namen der Musikwelt, welche für diese Position gehandelt wurden.

1882 gab Hans von Bülow ehemaliger Chef der großen Meininger Hofkapelle in Berlin ein umjubeltes Konzert, welches im gleichen Jahr zur Gründung der Berliner Philharmoniker führte. Die Berliner Philharmoniker sind seither eines der bedeutendsten Philharmonischen Orchester der Welt. Der Standort Berlin und ein hoher wie stabiler Etat von €42 Mio. (Zuschüsse 2013 über 17 Mio.) sind die Treibmittel, welche gute Orchestermusiker und Dirigenten lockten. Klassik-Fan Angela Merkel besuchte das Silvesterkonzert 2014 der Philharmoniker.

Die lakonisch klingende Pressemitteilung der Berliner Philharmoniker vom Juni 2015 folgt langen, intensiv und laut geführten, öffentlichen Vermutungen um die Nachfolge von Chefdirigent Simon Rattle, an denen sich auch IOCO beteiligte. Simon Rattle hatte bereits im Januar 2013, gerade erst für fünf Jahre in seinem Amt bestätigt, seine Kündigung ausgesprochen: Für 2018! Simon Rattle damals trocken „Die Beziehung von Dirigent und Orchester sei eine Lebensabschnittspartnerschaft, keine Ehe.“ So formte sich Simon Rattle selbst öffentlich für fünf lange Jahre zu einem Übergangs-Chefdirigenten.

Von 1882 bis 2015, in 133 Jahren, führten nur 10 Dirigenten die Berliner Philharmoniker. Jeder Dirigent regierte im Schnitt über 13 Jahre. Mögen die großen Zeiträume Ausdruck von Trägheit, Brillanz oder musikalischer Selbstgefälligkeit auf hohem Niveau sein; unstreitig geprägt wurden die Berliner Philharmoniker von zwei Dirigenten: Wilhelm Furtwängler (25 Jahre) und Herbert von Karajan, welcher die Philharmoniker 34 Jahre, von 1954 bis 1989 leitete. Claudio Abbado (ab 1989) und Simon Rattle (ab 2002) traten in die Fußstapfen des Übervaters Karajans: Sie waren geschätzt, Eigene große Schatten warfen sie nicht. Kirill Petrenko, so heißt die neue große Hoffnung nun in Berlin.

IOCO / Jarosch / 15.08.2015

Baden-Baden, Festspielhaus Baden-Baden, OSTERFESTSPIELE 2015, 27.03. bis 06.04.2015

März 17, 2015 by  
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Festspielhaus Baden – Baden

FESTSPIELHAUS BADEN-BADEN.
OSTERFESTSPIELE 2015
27. März bis 6. April 2015

„Der Rosenkavalier“ erfüllt Bühnenträume in Baden-Baden

Berliner Philharmoniker und Sir Simon Rattle nehmen elf Tage lang eine Stadt musikalisch in Besitz. Besucher aus über 40 Nationen werden im Schwarzwald erwartet. Vier Opern im Festspielprogramm. Ein Musikfest der Berliner Philharmoniker am Karfreitag.

Festspielhaus Baden-Baden / Sir Simon Rattle © Mat Hennek / EMI Classics

Festspielhaus Baden-Baden / Sir Simon Rattle © Mat Hennek / EMI Classics

[Von Simon Rattle wurden verschiedene Aufnahmen bei der deutschen Grammophon veröffentlicht.]

Vier Opern und 20 Konzerte: die Baden-Badener Osterfestspiele 2015 mit den Berliner Philharmonikern versprechen ein herausragendes Musikereignis dieses Jahres zu werden. „Der Rosenkavalier“, „La Damnataion de Faust“ (konzertant), „Die Prinzessin von Trapezunt“ und „Der kleine Rosenkavalier“ stehen auf dem Opernprogramm der Festspiele. Brigitte Fassbaender, selbst eine der herausragenden Sängerinnen des 20. Jahrhunderts, inszeniert die Oper von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal in einem Bühnebild von Erich Wonder. „Damit geht für mich ein Traum in Erfüllung“, sagt die erfahrene Regisseurin, die einst einen „Rosenkavalier“ von Ruth Berghaus in einem Bühnenbild von Erich Wonder bewunderte und sich an diesen Moment als „meine Befreiung von traditionellen Werkvorstellungen beim ‚Rosenkavalier‘ erinnert.“
Gleich viermal ist der „Rosenkavalier“ bei den Osterfestspielen im Festspielhaus Baden-Baden unter der musikalischen Leitung von Sir Simon Rattle zu erleben (27.3., 30.3., 2.4. und Ostermontag, 6.4. 2015). Zu den prominenten Solistinnen und Solisten der Neuproduktion zählen Anja Harteros (Marschallin), Peter Rose (Ochs von Lerchenau), Magdalena Kozená (Octavian) und Anna Prohaska (Sophie).
Mit seinen 2500 Plätzen ist das Festspielhaus Baden-Baden zum dritten Mal die österliche Heimat der Berliner Philharmoniker, die ausschließlich hier eine Oper im Orchestergraben begleiten. Das Orchester ist an weiteren drei Opern während der Osterfestspiele beteiligt und seine Mitglieder geben in unterschiedlichen Besetzungen fast 20 weitere Konzerte an verschiedenen Orten der Stadt. Auch in diesen Konzerten spielt – abgeleitet vom „Rosenkavalier“ – das musikalische Wien programmatisch die Hauptrolle.
Für Kinder entsteht parallel erstmals in der Geschichte des „Rosenkavalier“ eine eigene Fassung des Klassikers von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal in Kooperation des Festspielhauses Baden-Baden, den Berliner Philharmonikern und der „Akademie Musiktheater heute“ der Deutsche Bank Stiftung. Auf Grundlage eines extra für Baden-Baden neu geschriebenen und produzierten musikalischen Arrangements wird die Geschichte für Kinder ab fünf Jahren neu erzählt und von Mitgliedern der Berliner Philharmoniker musikalisch begleitet. Die 60-minütige Spielfassung ist der ideale und unkomplizierte Einstieg in die magische Welt dieser Oper.

Opern von Berlioz und Offenbach

Neben der großen Oper und der Kinderoper wird es auch 2014 wieder eine szenische Neuproduktion in Zusammenarbeit mit der „Akademie Musiktheater heute“ der Deutsche Bank Stiftung, den Berliner Philharmonikern und dem Theater Baden-Baden geben: die Operette „Die Prinzessin von Trapezunt“ von Jacques Offenbach. Die „Prinzessin“ feierte ihre Weltpremiere einst an gleicher Stelle im Theater Baden-Baden und als solche ist die Neuinszenierung eine längst überfällige Rückkehr in die Heimat. Es singen wie in der Kinderoper jungen Sängerinnen und Sängern baden-württembergischer Musikhochschulen.

Die vierte Oper der Festspiele, „La Damnation de Faust“, wird konzertant aufgeführt. Die amerikanische Mezzosopranistin Joyce DiDonato übernimmt den Part der Marguerite, Charles Castronovo ist der Faust. Auch der Komponist dieser Oper, Hector Berlioz, hatte eine enge Beziehung zu Baden-Baden. In der „Sommerhauptstadt Europas“ leitete er viele Jahre lang ein Sommer-Festival und erwarb sich großen Ruhm, der ihm in Paris versagt blieb. In seinem Antrittskonzert an der Oos führte er 1859 die ersten beiden Teile von „La Damnation de Faust“ persönlich auf.

Festspielhaus Baden-Baden / Joyce Didonato © Josef Fischnaller

Festspielhaus Baden-Baden / Joyce Didonato © Josef Fischnaller

Während der Osterfestspiele 2015 finden außerdem eine Reihe von Konzerten mit herausragenden Künstlern statt: Neben Sir Simon Rattle zählen Bernard Haitink und Riccardo Chailly zu den Dirigenten der Festspiele, Solisten sind unter anderem die Geigerin Isabelle Faust, die Pianistin Martha Argerich sowie Sopranistin Anna Prohaska. Am Karfreitag, 3. April 2015, um 18 Uhr spielen verschiedene Ensembles der Berliner Philharmoniker ein dem Tage angemessenes Programm. Nach barocker Blechbläsermusik erklingt Pergolesis „Stabat Mater“, Franz Schuberts „Gesang der Geister über den Wassern“ sowie die „Metamorphosen für 23 Solostreicher“ von Richard Strauss.

Meisterkonzerte der Berliner Philharmoniker erobern die Stadt

Gliedmaßen des Festivals, beweglich und zierlich, sind die „Meisterkonzerte“ an verschiedenen Orten der Stadt in historisch bedeutende Spielstätten – täglich um 11 und 14 Uhr. So schwärmen die Berliner Philharmoniker unter anderem in die Stiftskirche, in die Museen Frieder Burda und LA 8 sowie in den „Florentiner Saal“ des Spielcasinos, der einstigen Geburtsstätte des Konzertlebens Baden-Badens, wo schon Paganini, Johannes Brahms, Franz Liszt oder Johann Strauß das Publikum persönlich begeisterten.

Wer dem Klang des „Rosenkavaliers“ folgt, kann in elf Festivaltagen eine Menge Neues in einer ehrwürdigen Musikstadt von Welt entdecken. „Wir möchten Baden-Baden einfach mit Musik ausfüllen“, sagt Sir Simon Rattle und fügt hinzu: „Das hier wird Teil unserer Heimat und unserer Geschichte“, sagt der Chefdirigent, der gespannt auf die „Rosenkavalier“-Premiere des Orchesters ist. Denn noch niemals spielten die Berliner Philharmoniker diese Oper – selbst unter Herbert von Karajan nicht.

OSTERFESTSPIELE 2015 – BERLINER PHILHARMONIKER – PROGRAMM
FR. 27.03.
18.00 Strauss: „Der Rosenkavalier“, Festspielhaus

SA. 28.03.
11.00 Meisterkonzert: Klarinettentrio, Florentinersaal Casino
14.00 Meisterkonzert mit Anna Prohaska (Sopran), Kurhaus
14.00 Offenbach: „Die Prinzessin von Trapezunt“, Theater Baden-Baden
18.00 Bernard Haitink & Isabelle Faust, Berliner Philharmonikern
Festspielhaus

SO. 29.03.
11.00 Der „Philharmonische Salon„, Theater Baden-Baden
18.00 Berlioz: “La Damnation de Faust“, konzertant im Festspielhaus

MO. 30.03.
11.00 Meisterkonzert Varian Fry Quartett, Spitalkirche
14.00 Meisterkonzert Mahler & Fuchs , Museum Frieder Burda
18.00 Strauss: „Der Rosenkavalier“, Festspielhaus

DI. 31.03.
14.00 Meisterkonzert Philharmonia Quartett , Stiftskirche
18.00 „Der Rosenkavalier“ – Stummfilm mit Orchester, Festspielhaus
20.00 Offenbach: „Die Prinzessin von Trapezunt„, Theater Baden-Baden

MI. 01.04.
11.00 Meisterkonzert Philh. Streichquintett Berlin, Florentinersaal Casino
14.00 Meisterkonzert Brahms-Ensemble, Stiftskirche

DO. 02.04.
18.00 Strauss: „Der Rosenkavalier“, Festspielhaus
11.00 Strauss: „Der kleine Rosenkavalier“, Festspielhaus
14.00 Meisterkonzert Pierrot Lunaire, Historisches E-Werk Baden-Bade

FR. 03.04.
14.00 Meisterkonzert Scharoun Ensemble, Weinbrennersaal Kurhaus
18.00 Musikfest zum Karfreitag, Ensembles Berliner Philh., Festspielhaus

SA. 04.04.
14.00 Meisterkonzert: Wiener Blut u. J. Strauß, Malersaal Dorint Hotel
18.00 Riccardo Chailly & Martha Argerich, Berliner Philh., Festspielhaus

SO.05.05.
11.00 Bundesjugendorchester, Tschaikowsky u. Schubert, Festspielhaus
14.00 Offenbach „Die Prinzessin von Trapezunt“, Theater Baden-Baden
14.00 Meisterkonzert: Philh. Camerata Berlin, Malersaal Dorint Hotel
18.00 La Damnation de Faust, Berliner Philharmoniker, Festspielhaus

MO. 06.06.
11.00 Strauss: „Der kleine Rosenkavalier“, Festspielhaus
11.00 Meisterkonzert: Kontraste, Florentinersaal Casino
14.00 Meisterkonzert: Streichsextett, Kulturhaus LA8
18.00 Strauss: „Der Rosenkavalier“, Festspielhaus

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