Münster, GOP. Varieté-Theater, Theater und freie Künstler – wollen Varieté, IOCO Aktuell, 03.05.2020

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GOP Variete Theater Münster

GOP Varieté-Theater Münster © GOP Münster

GOP Varieté-Theater Münster © GOP Münster

Varieté-Theater und Künstler  –  möchten die Bühnen öffnen

Von Hanns Butterhof

Die Mitarbeiter des GOP Varieté-Theater Münster sind in noch Kurzarbeit, doch der Kartenvorverkauf läuft; ab Ende Juni 2020 soll mit der Show „Wunderbar“ der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden. Das GOP war per Erlass zusammen mit den Kinos, Opernhäusern und Schauspielbühnen im März 2020 geschlossen worden.

GOP Varieté-Theater Münster / der Besuchersaal © Fotostuio Wiegel

GOP Varieté-Theater Münster / der Besuchersaal © Fotostuio Wiegel

Privat betriebene Varieté-Theater sind erst seit Mitte der 80-Jahre mit artistisch-musikalischen Programmen und gastronomischer Versorgung in gehobenem Ambiente wieder in die kulturellen Mittelpunkte der Städte zurückgekehrt; seither ist diese Kunst wieder bedeutender Kulturträger. Spielstätten mit 200 bis 600 Plätzen finden in Münster ebenso Zuspruch wie in Hamburg, Berlin, Frankfurt oder München. Mehr als zwei Millionen Gäste besuchen pro Jahr die Vorstellungen, für die im Laufe der Saison 1.300 Künstler (Artisten, Choreografen, Ausstatter, Lichtdesigner u.a.) und 2.350 Beschäftige in Voll- und Teilzeit arbeiten.

Mit den GOP Varieté-Theatern in Münster, München und anderen Städten, dem Tigerpalast in Frankfurt, dem TIPI am Kanzleramt, dem Friedrichstadtpalast, der Bar jeder Vernunft in Berlin, dem Roncalli´s Apollo in Düsseldorf, dem Palazzo in Stuttgart und …, dem Hansa Varieté-Theater in Hamburg, dem Krystallpalast in Leipzig und anderen Varieté-Theatern in Deutschland hat sich diese lebensfroh artistische Kunstform heute fest in der Mitte der Gesellschaft fest etabliert.

Die Corona-Pandemie hat auch die privat finanzierten Varieté-Theater sehr hart getroffen: Zwar haben die Betreiber laut Varieté-Verband nach den Schließungen ihre vertraglichen Verpflichtungen reduziert, doch die enormen laufenden Kosten greifen die Rücklagen an und bereiten zunehmend Sorgen. Wenn nicht eingegriffen wird, erwarten die Varieté-Theater in absehbarer Zeit die ersten Insolvenzen.

Sông Trang – Wenn der Mond sich im Fluss spiegelt
youtube Trailer GOP Varieté-Theater
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Sông Trang – Wenn der Mond sich im Fluss spiegelt – IOCO Bericht HIER!

Hamid R. Reghat, Direktor des GOP Varieté-Theater Münster, stellt sich ausdrücklich hinter die Erklärung des VDVT, des Verbandes deutscher Varieté-Theater, in der darauf gedrungen wird, Schließungen von Varieté-Theatern frühzeitig aufzuheben. Das GOP Münster war, wie andere Varieté-Theater, per Erlass zusammen mit Kinos, Opernhäusern und Schauspielbühnen im März 2020 geschlossen worden. Reghat trägt die Begründung des Verbandes mit, dass Varieté-Theater weder mit klassischen Theatern noch mit klassischer Gastronomie gleichgesetzt werden dürfen, obwohl sie beides bieten, Bühnenerlebnis und kulinarischen Genuss. Reghat betont, das GOP Münster sei ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen, dem es, wie den anderen Spielstätten der GOP Entertainment Group finanziell gut gehe, und das, obwohl Varietés, im Gegensatz zu anderen Kulturinstituten, keine Subventionen erhielten und daher besonders auf einen laufenden Spielbetrieb angewiesen sind.

VIVID GRAND SHOW am Friedrichstadt-Palast
youtube Trailer des Friedrichstadtpalast Berlin
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Als sachliche Grundlage für eine rasche Wiedereröffnung verweist Reghat auf das umfangreiche vom GOP entwickelte Sicherheits- und Hygienekonzept. Unter dem Gesichtspunkt des Schutzes vor Infektionen besitzen Varieté-Theater gegenüber der Gastronomie den Vorteil, dass die Gäste an fest definierten Plätzen sitzen und so über die gebuchten Karten auch bekannt sind. Und, anders auch als in Theatern, sitzen im GOP Münster die Besucher an Tischen und nicht eng nebeneinander in Reihe. Die geforderten Abstände und die Hygiene-Vorgaben könnten so ohne großen Aufwand umgesetzt werden. Als Letztes unterstreicht Hamid R. Reghat, dass das Hygiene- und Sicherheitskonzept nicht darauf abzielt, finanzielle Unterstützung durch Steuergelder zu erhalten. Es dient vielmehr als sachliches Fundament für das Drängen auf ein Signal, bald wieder öffnen zu dürfen. Für gefährdete Varieté-Unternehmen ist das dringend geboten.

Unter diesen Umständen hält Reghat wie die ganze Varieté-Welt eine zeitliche Perspektive für eine frühzeitige Aufhebung der Schließungen und rasche Hilfen für gefährdete Unternehmen für dringend geboten! Und, wenn das GOP Varieté-Theater Münster wie viele andere bald wieder öffnen könnten, wäre dies „Wunderbar“! „Wunderbar“ – das kommende Programm wird bereits mit den Künstlern geprobt.

—| IOCO Aktuell GOP Variete Theater Münster |—

Köln, Philharmonie Köln, ACHT BRÜCKEN-Festival Livestream 01.05.2020

April 27, 2020 by  
Filed under Konzert, Livestream, Philharmonie Köln


Kölner Philharmonie

Philharmonie Köln © IOCO

Philharmonie Köln © IOCO

ACHT BRÜCKEN 2020 ©ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln

ACHT BRÜCKEN 2020
©ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln

Der ACHT BRÜCKEN Freihafen geht am 1. Mai online!

Der beliebte ACHT BRÜCKEN Freihafen ist das Highlight eines jeden ACHT BRÜCKEN-Festivals. Jeweils am 1. Mai öffnen die Kölner Philharmonie, das WDR Funkhaus am Wallrafplatz, das Museum Ludwig und viele weitere Kölner Spielstätten ihre Türen und schenken den neugierigen, musikbegeisterten Kölnerinnen und Kölnern einen ganzen Tag Musik bei freiem Eintritt. Rund 4000 Menschen lauschen in der Regel der Musik von heute und sind Zeugen bei Uraufführungen neuer Werke – ein immer wieder spannender Moment für Komponisten, Künstler und Publikum, wenn endlich der erste Ton erklingt.

Das Festival ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln und der WDR freuen sich zu verkünden, dass es ihnen gelungen ist, das Konzept des Freihafens zu retten und in intensiver und produktiver Zusammenarbeit einen ganzen Tag Musik bei freiem Eintritt im Livestream der WDR Kulturambulanz anbieten zu können.

Louwrens Langevoort, Gesamtleiter des Festivals und Intendant der Kölner Philharmonie, berichtet begeistert:
»Unser Tag der Begegnung und des gemeinsamen Musikgenusses findet dieses Jahr online statt. Ich freue mich sehr, dass wir mit unserem Partner, dem WDR, einem gut eingespielten Festivalteam und dem Engagement unserer Künstler unter Zeitdruck und extrem schwierigen Produktionsbedingungen ein tolles Programm zusammengestellt haben. So kann wenigstens ein kleiner Teil unseres eigentlich elftägigen Festivals realisiert werden und wir können alle zusammenkommen: am 1. Mai im Stream.«

Das Programm des ACHT BRÜCKEN Freihafen »STREAM« setzt sich aus verschiedenen Künstler-Beiträgen des gesamten Festivals zusammen und weicht somit vom ursprünglichen Konzertangebot des geplanten Freihafens ab. Mit dabei sind am 1. Mai in der Premiere: Die Pianistin Rei Nakamura mit Auszügen aus John Cages »Etudes Australes«, das Ensemble asamisimasa und die Visual Artists Warped Type mit Klaus Langs »bright darkness«, das Zöllner-Roche-Duo mit der deutschen Erstaufführung von Christopher Fox‘ »On Tranquility« und der Uraufführung von Johann Svenssons »double dubbing (firefly song), die Jazzfomationen Totenhagen mit »Yonic – Von kleinen Welten und großen Herzen« und Schmid’s Huhn mit »Golden Spheres« sowie das Schultanzprojekt »Bewegter Kosmos« der Hochschule für Musik und Tanz Köln mit Schülern des Montessori-Gymnasiums Köln.

Der Stream startet am 1. Mai um 11:00 in der WDR Kulturambulanz unter wdr.de/k/kulturambulanz und wdr3.de und ist anschließend 30 Tage online.

—| Pressemeldung Kölner Philharmonie |—

Dresden, Semper Zwei, Der goldene Drache – Peter Eötvös, IOCO Kritik, 15.12.2019

Dezember 15, 2019 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Musical, SemperOper

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Semperoper

Semper Zwei _ die Studiobühne der Semperoper © Jochen Quast

Semper Zwei / die Studiobühne der Semperoper © Jochen Quast

 

Der goldene Drache  –  Peter Eötvös

– Politisches Musiktheater auf hohem Niveau –

von Thomas Thielemann

Nach einer nichtautorisierter Schätzung leben und arbeiten weltweit etwa 270 Millionen Menschen unter Sklaverei-artigen Bedingungen. Wie erzählt man von der Rechtlosigkeit illegaler Einwanderer, von Menschen die zur Prostitution gezwungen werden, die keine medizinische Betreuung haben und hemmungslos ausgebeutet werden, ohne sozialen Kitsch zu produzieren? Die Semperoper brachte nun hierzuauf ihrer Studiobühne Semper Zwei (Foto) den Goldenen Drache von  Peter Eötvös 

Einer der produktivsten und meistgespielten deutschen Dramatiker unserer Zeit, Roland Schimmelpfennig (Jahrgang 1967), bannte die Gefahr der Betroffenheits-Darstellung, indem er die Dramaturgie episch herunterkühlt, mit Märchenzutaten anreichert und die Szenen mit Nutzung seiner „Short-Cut-Dramaturgie“ stückelt. Mit dem Theaterstück Der goldene Drache holt er das Genre Sozialdrama aus der etwas miefigen Realismus-Ecke, ohne es bei allen Verfremdungen und Abstraktionen, zu entschärfen.

Semper Zwei / Der goldene Drache - hier : die fünf Solisten in lebendiger Lebensfreude © Ludwig Olah

Semper Zwei / Der goldene Drache – hier : die fünf Solisten in lebendiger Lebensfreude © Ludwig Olah

Mit 45 Szenen, 45 Ereignissen oder Ereignisfragmenten, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, sich aber durchdringen oder miteinander in Beziehung stehen, schrieb Schimmelpfennig ein Theaterstück. Der ungarischen Komponisten Peter Eötvös (Jahrgang 1944) und seine Ehefrau Mari Mezei reduzierten die Fülle auf 22 Szenen zu einem Libretto. Als Auftragswerk war die Kammeroper 2014 in Frankfurt uraufgeführt worden.

Die Handlung ist in ihrer Komplexität trotzdem einfach: Irgendwo in unserem Westen arbeiten fünf Asiaten illegal in der Küche des Schnellrestaurants Der goldene Drache. „Der Kleine“-Chinese hat wahnsinnige Zahnschmerzen, darf aber mangels Aufenthaltserlaubnis keinen Zahnarzt aufsuchen. So helfen die Köche auf ihre Art, indem sie mit einer Rohrzange den Dentisten ersetzen. Der Patient verblutet jämmerlich, während der Zahn dank der allgemeinen Verwirrung in das Thai-Essen einer Stewardess gelangt ist, was dieser den Appetit beeinträchtigt. Dann: Eine junge Frau, ungewollt schwanger, hat sich mit dem Verursacher zerstritten und bespricht das mit dem Großvater. Eingestreut in die Szenen war das Motiv der Fabel von Äsop und la Fontaine „Die Grille und die Ameise“. Die Heuschrecke, die den Sommer versang und die Ameise, die für den Winter vorgesorgt hatte. Als Gegenleistung für den zögernd gewährten Unterschlupf musste die Grille sich nicht nur unterhaltsam produzieren, niedere Arbeit verrichten und außerdem, eine zeitgemäße Zuspitzung, auch der Zuhälter-Ameise als Prostituierte dienen. Ebenso, wie auch eine junge Chinesin, die vom Lebensmittelhändler zur Prostitution gezwungen wird, was ihr fast das Leben kostet.

Im Goldenen Drachen steckt eine unaufdringliche Parabel der Welt der Globalisierung: der Menschheit ganzer Jammer ergreift uns. Den besonderen Reiz erhalten das Werk und damit auch der Abend, dass fünf Solisten neunzehn Rollen in atemberaubendem Tempo darstellen. Zur Verfremdung gehört vor allem, dass Frauen Männer sowie Männer Frauen verkörpern, dabei Junge Alte und Alte Junge spielen, als auch Asiaten Europäer und umgekehrt darstellen.

Semper Zwei / Der goldene Drache © Ludwig Olah

Semper Zwei / Der goldene Drache © Ludwig Olah

Solisten des Ensembles, die ansonsten überwiegend in kleineren Rollen eingesetzt sind, konnten in der Inszenierung der tschechischen Regisseurin Barbora Horáková Joly ihr Können, ihre Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellen und mit intensivem Gesang sowie intensivem Spiel glänzen. Und das taten sie auch zur großen Freude des Auditoriums. Die aus Prag stammende Regisseurin Barbora Horáková Joly war lange mit Calixto Bieito verbunden. So bot sie alles auf, was in dieser undurchsichtigen Spannungskonstellation voller Ängste, Misstrauen, sexueller sowie physischer Gewalt möglich war. Alles war präzise arrangiert, spannungsreich und scharf formuliert. Trotz der Fülle an Details bleibt die Handlung immer im Fluss und wurde von den fünf Darstellern temporeich und spielfreudig auf die Bühne gebracht.

Das Bühnenbild von Annemarie Bulla war funktionell: Vor dem im Hintergrund installiertem Orchester auf der fast freien Spielfläche war ein dreistöckiger Turm aufgebaut, der fast beliebig bewegt werden konnte. Drei Lichtrahmen, am Beginn als Videowände genutzt, dienten in den Szenen der sexuellen Gewalt. Ansonsten wurden je nach Situation Stühle eingesetzt. Die beiden Schlagwerker begrenzten die Spielfläche auf beiden Seiten. Die einfallsreichen Kostüme waren funktionell auf schnellen Wechsel mit möglichst wenigen Handgriffen gestaltet. Die Videoinstallationen von Sergio Verde bemühten sich unaufdringlich, das Bühnengeschehen an den gesamtgesellschaftlichen Kontext  anzubinden. Immer passend war die Lichtgestaltung von Marco Dietzel.

Als Gast vom Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein übernahm die 1994 in Lettland geborene Mezzosopranistin Karina Repova als Frau über sechzig die Rollen der alten Köchin, der schwangeren Enkeltochter, der Ameise, des Hans und der chinesischen Mutter. Was sie als eiskalte Ameise und als schäbiger Hans an perfider Niedertracht auf der Bühne bot, war schon bemerkenswert. Als Enkeltochter traf sie mit hohem und warmem Gesang die andere Seite der Gefühlslagen, wobei sie den von der Partitur verlangtem schnellen Wechsel von Rolle zu Rolle hervorragend meisterte.

 Semper Zwei / Der goldene Drache - hier : "der kleine Chinese" © Ludwig Olah

Semper Zwei / Der goldene Drache – hier : „der kleine Chinese“ © Ludwig Olah

Der seit 2018 zunächst im jungen Ensemble etablierte 1990 in Seoul geborene Beomjin Kim sang und spielte als junger Mann, die Rollen eines jungen Asiaten, der Kellnerin, des Großvaters, der chinesischen Tante und vor allem der Grille. Dabei blieb besonders seine Darstellung der gedemütigten Grille-Prostituierten in Erinnerung. Eine nicht nur für ihn, sondern auch für das weniger abgebrühte Publikum an der Grenze des Erträglichen angesiedelte Szene. Hier hätte der Regie etwas Zurückhaltung gut getan.

Der Tenor Jürgen Müller, seit 2018 wieder Ensemblemitglied, hatte als „der Mann über sechzig“ den alten Asiaten, den Freund der Schwangeren, den chinesischen Vater und die dunkelbraune Stewardess übernommen. Mit der lesbischen Dame und dem Laien-Dentisten hat er seine komischen Möglichkeiten ebenso überzeugend auf der Bühne demonstriert, wie seine darstellerischen Mittel in den richtig widerlichen Szenen seiner Rolle.

Der im Jungen Ensemble etablierte türkische Bariton Dogukan Kuran verkörperte als „ein Mann“ einen Asiaten, den chinesischen Onkel des Kleinen und die blonde Stewardess. Dabei erwies er sich als außergewöhnlich talentierter Komiker, der seinen Figuren über weite Strecken sympathische Züge verlieh und hervorragend sang.

Die schwierigste Aufgabe war der 1993 geborenen japanischen Sopranistin Mariya Taniguchi, als „die junge Frau“, mit der Darstellung des „Kleinen“ übertragen worden. Der Kleine litt vom Beginn der Vorstellung an Zahnschmerzen, um am Ende doch zu sterben. Die Partie ist neben der emotionalen Belastung offenbar sehr anstrengend für die Stimme, weil sie sehr hoch liegt und manchmal fast Schreien erforderte. Es konnte aber trotzdem schöner Gesang bleiben. Für die harte Darstellung wurde die Sopranistin kurz vor Schluss mit einem anrührenden Monolog entschädigt, mit dem der Verblutete und im Fluss Entsorgte sein trostloses Leben naiv schönfärbte.

Der 1986 in Prag geborene zweite Solo-Kontrabassist der Staatskapelle Petr Popelka arbeitet schon seit geraumer Zeit mit gutem Erfolg an seiner Umorientierung zum Dirigenten und Komponisten. Mit  seiner musikalischen Leitung der Premiere von Der goldene Drache entwarf er ein differenziertes Klangspektakel aus Streicher-Obertönen, gestopften bzw. verzerrten Bläsern, Unmassen von Schlaginstrumenten und Klavier. Dazu musste er auch die Geräusche aus der Szene und vor allem die Artikulationen der Solisten in das Klangspektrum einbeziehen. Dabei assistierten ihm, eine für die Studio-Bühne recht ordentliche Anzahl hervorragender Musiker der Staatskapelle, die bereits im vergangenen Jahr sowohl im Kulturpalast, als auch im Januar 2019 in Hellerau ihre Affinität zur Musik Peter Eötvös unter Beweis gestellt hatten.

Das überwiegend jüngere Publikum bejubelte langandauernd sowohl die Agierenden als auch das Inszenierungsteam, obwohl in dem Stück eigentlich mit Entsetzen Scherz getrieben worden war.

Für den Autor hat sich aber am Premierenabend die unbedingte Notwendigkeit ergeben, die Inszenierung noch einmal zu besuchen.

Der goldene Drache an der Semper Zwei; die folgenden Termine 15.12.; 21.12.; 23.12.; 28.12.2019.  ACHTUNG:  Alle Vorstellungen sind als bereits ausverkauft angekündigt.

—| IOCO Kritik Semperoper Dresden |—

Mainz, Staatstheater Mainz, OPERNGALA – Markus Müller moderiert, 25.08.2019

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Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

OPERNGALA –  ZUR SPIELZEITERÖFFNUNG
25. August  – 18 Uhr

„Ich wusste es genau … die Zukunft gehört uns“ (Je le savais bien … l’avenir est à nous), singen Dorin Rahardja und Eric Laporte im Duett aus Hoffmanns Erzählungen. Und geben damit am kommenden Sonntag den optimistischen Grundton für die Opernsaison 2019/20 vor, die mit der Operngala im Großen Haus eröffnet wird. Die Sommerpause ist beendet, auf den Probebühnen wird bereits intensiv gearbeitet, wir freuen uns auf die neue Spielzeit! Solistinnen und Solisten des Ensembles, das Philharmonische Staatsorchester Mainz sowie der Opernchor machen mit musikalischen Kostproben aus Wiederaufnahmen und Premieren Lust auf den kommenden Spielplan – neben Hoffmanns Erzählungen erklingen unter anderem Arien aus Boris Godunow, Manon Lescaut, Al gran sole carico d’amore sowie erste Ausschnitte aus dem Musical The Producers. Durch den Abend führt wie gewohnt Markus Müller.

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer, Samuel, Hogarth, Robert Houssart, Paul, Johannes Kirschner, Leitung Opernchor: Sebastian Hernandez-Laverny, Moderation: Markus Müller

Mit: Marie Christine Haase, Solenn‘ Lavanant-Linke,, Dorin Rahardja, Alexandra Samouilidou, Maren, Schwier, Linda Sommerhage, Nadja Stefanoff; Derrick, Ballard, Peter Felix Bauer, Stephan Bootz, Brett, Carter, Michael Dahmen, Alin Deleanu, Vincent Doddema,, Steven Ebel, Michael Kamp, Eric Laporte,, Johannes Mayer, Alexander Spemann, Philharmonisches Staatsorchester Mainz, Opernchor Mainz

—| Pressemeldung Staatstheater Mainz |—

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