Salzburg, Salzburger Festspiele, Ariodante – Cecilia Bartoli in Hosenrolle, IOCO Kritik, 05.09.2017

September 5, 2017 by  
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Salzburg / Haus für Mozart © Salzburger Festspiele -Andreas Kolarik

Salzburg / Haus für Mozart © Salzburger Festspiele -Andreas Kolarik

Salzburger Festspiele

Ariodante von Georg Friedrich Händel

 Der Spannungsbogen des Barock – Cecilia Bartoli in erster Hosenrolle

Von Daniela Zimmermann

Die Oper Ariodante ist in Salzburg besonders populär: Durch Weltstar Cecilia Bartoli, welche die Salzburger Pfingstfestspiele seit 2012 erfolgreich leitet und dort mit  starker Bühnenpräsenz und großartigem Mezzosopran in großen Partien gefeiert wird. So auch 2017, als sie die 1734 uraufgeführte Barockoper  Ariodante von Georg Friedrich Händel bei ihren Salzburger Pfingstfestspielen auf den Spielplan setzte und darin die Partie der Ariodante übernahm; erstmals in ihrer großen Karriere, eine Hosenrolle. So erfolgreich war diese Inszenierung, daß sie auch in die Salzburger Sommerfestspiele 2017  übernommen wurde.

Salzburger Festspiele / Ariodante - Cecialia Bartoli als Ariodante, noch in Ritterrüstung © Monika Rittershaus

Salzburger Festspiele / Ariodante – Cecialia Bartoli als Ariodante, noch in Ritterrüstung © Monika Rittershaus

Cecilia Bartoli hatte den Salzburg-erfahrenen Christof Loy als Regisseur für diese Barockoper gewonnen. Der Facettenreichtum von Ariodante hatte Loy schon viele Jahre gereizt; das „shakesperianische“ der Atmosphäre, welcher zwischen den Akten so radikal wechselt, oder die verschiedenen Spielarten von Erotik, welche die Oper zeichnen. Doch besonders hatten Loy die klassischen Rollenmuster des Mittelalters angesprochen: Der stolze Ritter, die dekorative aber verleumdete Jungfrau und das auflösende Gottesurteil. In der Salzburger Loy – Inszenierung wandelt sich Ariodante vom harten Krieger zu einem fragilen, transparenten, angreifbaren, „fast femininen“  Menschen; und leitet, so Loy, mit Cecilia Bartoli in der Hosenrolle, „auf eine andere Erzählweise hin,…. als ein Countertenor“,  es in dieser Partie könnte.

Salzburger Festspiele / Georg Friedrich Händel Grabstätte in Westminster Abbey © IOCO

Salzburger Festspiele / Georg Friedrich Händel Grabstätte in Westminster Abbey © IOCO

Mit viel Feinsinn erfasst Loy die einzelnen Charaktere, choreographiert sie liebevoll, mit Humor und Ironie. Die Inszenierung spannt einen Bogen von der Barockzeit zum Jetzt, der Gegenwart. Das zeigt sich in den Kostümen, in der Ritterrüstung des Ariodante, den historischen Kleidern des Balletts, in Businesskleidung. Transformation, Neuorientierung, Identitätssuche sind der Fokus, welchen in Salzburgs Ariodante Inszenierung verspüren läßt, herausgestellt. So werden auch die Balletteinlagen zum wesentlichen Element dieser Inszenierung. Barock, Gegenwart und Träume verfließen in Gesang und Tanz elegant wie packend ineinander (Choreografie Andreas Heise). Johannes Leiacker gestaltete die relativ schlichte Bühne. Ein hoher Barocker Raum mit vielen Türen, der sich nach hinten öffnet. Mal steht das Ensemble  vor der Brandmauer oder im idyllischen Arkadenparadies.

Salzburger Festspiele / Ariodante - Cecialia Bartoli als Ariodante, nun in bodenlangem Kleid und Kathryn Lewek als Ginevra © Monika Rittershaus

Salzburger Festspiele / Ariodante – Cecialia Bartoli als Ariodante, nun in bodenlangem Kleid und Kathryn Lewek als Ginevra © Monika Rittershaus

Die Handlung handelt von großer Liebe, verschmähtem  Widersacher, Intrigen, von Konventionen. Ganz Barock, es siegt die Liebe. Das junge Paar Ariodante und Ginevra sind glücklich verliebt, mit Einwilligung des Königs von Schottland. Doch Polinesso, Herzog von Albany,  will Ginevra und auf den Königsthron. Da beides hoffnungslos ist, schmiedet er eine Intrige: Mit der ihm in Liebe verfallenen Kammerzofe Dalinda täuscht er Ariodante, indem er  Ginevras Untreue behauptet. Ariodante stürzt sich von Schottlands Klippen, wird aber gerettet; Ginevra verfällt darüber in tiefe Depression und Ungnade. Die getäuschte Dalinda gesteht den schändlichen Betrug, Polinesso wird im Duell getötet und das Fest der Freude nimmt mit Ariodante und Ginevra seinen glücklichen Lauf.

Das Sängerensemble ist in seiner Gesamtheit blendend disponiert; stimmlich wie darstellerisch. Doch Cecilia Bartoli als Ariodante dominiert. Mit hinreißender Bühnenpräsenz, zunächst in Ritterrüstung später mit Bart in bodenlangem Kleid, beherrscht sie die Bühne; mit wohltimbriertem und koloraturen-sicherem Mezzosopran überwältigt sie die Besucher. In ihrer anspruchsvollen, mit  Koloraturen gespickten Arie „Con l’ali di costanza“  zeigt Cecilia Bartoli den lyrischen Glanz und die bruchlose Größe ihrer Stimme. Einer kleine Slapstick zum Ende rundet ihre Partie amüsant ab. Ihre Verwandlungen im Verlauf der Oper, vom  Ritter, der voller Freude seine Verlobung bejubelt, zum herzzerreißenden Lamento über verlorene Liebe, Eifersucht, Rache-gedanken, dann die Verwandlung vom Ritter zum bärtigen Mann in Frauenkleidung, eine Art „Concita Wurst – Look“, um so zurück in die Arme seiner Ginevras zu finden: Der changierende Regieansatz von Christof Loy, Ariodante als Hosenrolle zu inszenieren, wird von Cecilia Bartoli überwältigend umgesetzt.

Die junge amerikanische Sängerin Kathryn Lewek besetzt ihre Partie als Ginevra  mit  wunderbarem Sopran und starker darstellerischer Ausstrahlungskraft.  Lewek gibt jeder Szene sicht- wie hörbaren Ausdruck: Glücklich strahlt sie, sanft singt sie als verliebte Prinzessin, mitfühlend begleitet sie ihren Vater umgeht, ihre Unschuldsbeteuerung, ihre Verlorenheit, all das ist so gefühlvoll gesungen,gespielt. Es berührt. Lewek spielt mit ihrer Stimme und führt sie in die höchsten Höhen des Soprans. Verzaubert haben aber  auch ihre Piani, gesungen mit wunderbarer Zartheit. Sandrine Piau, als Dalinda, vom Polinesso zum Betrug verführt, spielt diese Charakterrolle  glaubwürdig gut und  interpretiert sie mit einer reichen, ausdrucksvollen Sopranstimme. Countertenor Christoph Dumaux ist ein überzeugender Polinesso, der leibhafte Bösewicht. Er  beherrscht seine Partie als intriganter Verführer, sowohl schauspielerisch als auch gesanglich mit kraftvollem Timbre. Nathan Berg sang mit schöner Bassstimme den König. Rolando Villazon als Lurcanio füllte seine Partie wie oft darstellerisch gut aus. Seine Höhen ließen allerdings zu wünschen übrig; doch das Publikum liebt Villazon und feierte ihn. Der Salzburger Bachchor ergänzte gesanglich als auch als Darsteller diesen Opernabend.

Salzburger Festspiele / Ariodante - Cecilia Bartoli und Ensemble © Marco Borrelli

Salzburger Festspiele / Ariodante – Cecilia Bartoli und Ensemble © Marco Borrelli

Les Musiciens du prince, ein Barockensemble aus Monaco, schufen auf historischen Instrumenten unter Gianluca Capuano, der auch das Cembalo spielte einen ergreifend barocken Klang der Händelschen Zeit. Das Orchester wurde im Frühjahr 2016 in Monaco, mit der Unterstützung der Fürstenfamilie und auf Initiative von Cecilia Bartoli gegründet. In diesem Orchester vereint Bartoli die besten auf alten Instrumenten spielenden Musiker, die sie  kennt.

Händel, seine Ariodante, der Barock wurden im Salzburger Festspielsommer 2017 mit starken Stimmen, einer überragenden Cecilia Bartoli lebhaft bejubelt und gefeiert.

 

München, Staatstheater am Gärtnerplatz, Cecilia Baroli singt Händels Heldinnen, IOCO Kritik, 10.12.2016

Staatstheater am Gärtnerplatz München

Prinzregententheater / Cecilia Bartoli © xxx

Prinzregententheater / Cecilia Bartoli © Uli Weber / Decca Classics

Cecilia Bartoli und Händels „Heldinnen“

Im Prinzregententheater, München

 Musiciens du Prince – Monaco: Leitung Konzertmeisterin Ada Pesch

Von Daniela Zimmermann

WhatsApp macht’s möglich. So viele Freunde schickten gute Wünsche zum 1. Advent. Und mein 1. Advent, dank Cecilia Bartolis Konzert mit Georg Friedrich Händels Heldinnen war wundervoll. Das Prinzregententheater ausverkauft. Händels schöne Barockmusik stimmte passend ein, in die  Weihnachtszeit.

Grabmal Georg Friedrich Händel in London © IOCO

Grabmal Georg Friedrich Händel in London © IOCO

Und die Stimme von Cecilia Bartoli ist etwas ganz besonderes. Händel wäre beglückt, wenn er noch hören könnte, wie sie seinem Arien Repertoire Ausdruck, Gefühl und Stimme gibt. Es fällt ihr so leicht zu singen, bewundernswert die Vielschichtigkeit der Interpretation ihres Koloratur-Mezzosopran, mit dem sie in allen Varianten singend spielen kann, kombiniert mit einem warmen, dunklen Timbre. Singen bedeutet für Cecilia Bartoli pure Lebensfreude und diese gibt sie mit ihrer intensiven unbeschwert fröhlichen Ausstrahlung nicht nur ihrem Publikum, sondern auch an das Orchester weiter.

Cecilia Bartoli ist seit Jahren im Klassik-Fach höchst erfolgreiche Sängerin; 10 Millionen verkaufte Tonträger von ihr erschienen bei Decca. Der außergewöhnliche künstlerische Erfolg basiert  auf „wiederbelebter“ alter Musik. Viele interessante Aufnahmen entstanden Musik der großen neapolitanischen Star-Kastraten des 18. Jahrhunderts; ihr Album Sacrificium war ein sensationeller Erfolg.

Im Prinzregententheater eröffnete das Orchester Les Musiciens Du Prince – Monaco,
mit Ada Pesch als Konzertmeisterin das Konzert mit der Ankunft der Königin von Saba.  Königin dieses Abends in München war Cecilia Bartoli. Sie eröffnete den Abend mit der Arie „Trionfo des Tempo, chiudi,chiudi“,  gesungen mit großer Innerlichkeit und Intensität.

Bei den zauberhaft vorgetragenen Semeles Ecstasy of Happiness kokettiert sie mit einem kleinen Spiegel, der sich  in ein Handy „verwandelt“.  Ein Höhepunkt war die Arie Lascia la spina,  zart und innig vorgetragen.

Großartig auch das Orchester Musiciens du Prince,  deren  Musiker auf alten Instrumenten spielen. Mitgründerin ist Cecilia Bartoli, bei finanzieller Unterstützung des Fürstentum Monaco. Ada Pesch ist Barockmusik-Expertin. Einfallsreich Michael Metzler am Schlagwerk. Die Flötisten Jean Marc Goujon und Oboist Pier Luigi Fabretti agierten in ihren Soloeinlagen im Dialog mit den Arien. Großartig auch der Dialog im Terzett mit dem Trompeter Thibaud Robinne.

[Von Cecilia Bartoli wurden verschiedene Aufnahmen bei der Decca Classics veröffentlicht.]

Zum letzten und gefeierten Höhepunkt des Abends wird die Arie Ariodantes Scherza infida. Sie ist wütend und verzweifelt und wir trösten uns mit dem Gedanken, dass bald Pfingsten ist. Die  Musiciens du Prince  werden dann  Cecilia Bartoli bei den Salzburger Pfingstfestspiele begleiten.

Cecilia Bartoli liebt Händels Musik und seine vielfältigen Frauengestalten, die ihr so viel Raum zu eigener Entfaltung bieten. Seit 2012 ist Bartoli künstlerische Leiterin der  Salzburger Pfingstfestspiele und macht diese zu einem Händelfest; 2017 mit Händels Ariodante.

—| IOCO Kritik Staatstheater am Gärtnerplatz |—

Salzburg, Salzburger Pfingsfestspiele, Romeo und Julia – West Side Story – Cecilia Bartoli, IOCO Aktuell, 21.05.2016

Salzburg / Felsenreitschule © Salzburger Festspiele - Andreas Kolarik

Salzburg / Felsenreitschule © Salzburger Festspiele – Andreas Kolarik

 Salzburger Pfingstfestspiele 2016 und Cecilia Bartoli

Verona / Julia Statue im Casa di Giulietta © IOCO

Verona / Julia Statue im Casa di Giulietta © IOCO

2016 waren die fünften Salzburger Pfingstfestspiele, die Cecilia Bartoli künstlerisch leitete. Unter dem Motto Romeo und Julia gab es ein breitgefächertes Programm, das verschiedenste Genres bediente: Zwölf Veranstaltungen – Konzerte, Oper, Ballett, eine Lesung, drei Kinofilme und ein Galadinner – fanden zwischen 13. und 16. Mai 2016 statt.

Mit Standing Ovations und begeistertem Jubel wurde die erste Premiere der diesjährigen Salzburger Pfingstfestspiele am Freitagabend vom Publikum aufgenommen. Für  West Side Story hatte der Bühnenbildner George Tsypin die Felsenreitschule in einen Straßenzug New Yorks verwandelt: 50 Tonnen Stahl, 8 Tonnen Plexiglas und 8 Tonnen Holz wurden in den Werkstätten der Festspiele dafür verbaut. Siebenundsiebzig, in internationalen Castings handverlesene Sänger, Tänzer und Schauspieler machten die tragische Liebesgeschichte nach dem Vorbild des unsterblichen Liebespaares von    lebendig. Die Kostümausstattung im Stil der 1950er Jahre stammt von Ann Hould-Ward. 270 Kostüme wurden individuell von den Kostümwerkstätten der Festspiele gefertigt. 60 Mitarbeiter, 8000 Arbeitsstunden und 1800 Meter Stoff  waren dafür nötig!

Salzburger Festspiele / West Side Story - Karen Olivo - Anita - Ensemble © Salzburger Festspiele - Silvia Lelli

Salzburger Festspiele / West Side Story – Karen Olivo – Anita – Ensemble © Salzburger Festspiele – Silvia Lelli

Unter der Leitung von Gustavo Dudamel spielte das Simón Bolívar Orchestra of Venezuela nicht nur leidenschaftlich temperamentvolle südamerikanische Rhythmen, sondern begleitete auch die Duette von Tony und Maria mit gefühlvoller Zartheit. Patrick Woodroffe, der schon die Rolling Stones, Michael Jackson und Elton John in das richtige Licht setzte, war für das meisterliche Licht-Design zuständig und Liam Steel entwickelte eine neue, spektakuläre Choreografie mit akrobatischen Kampfszenen und hinreißenden Tanzeinlagen. Auch der Regisseur Philip Wm. McKinley beschritt mit seiner Inszenierung neue Wege. Die Frage, was nach Tonys Tod aus Maria wurde, liegt seiner Konzeption zugrunde, und so besetzte er die Rolle der Maria doppelt. Michelle Veintimilla spielte an der Seite von Norman Reinhardt als ihrem Tony die Maria der Vergangenheit, während Cecilia Bartoli als erwachsen gewordene Maria sich Jahrzehnte später  ihrer verlorenen Liebe erinnert.

Bei der Lesung Ein zartes Ding von Ben Power rührten Ilse Ritter, Hans-Michael Rehberg und Sprecher Michael Rotschopf das Publikum im Landestheater mit einer neuen Sichtweise auf Shakespeares Werk. Mit einer Collage aus Texten des Stückes und Auszügen aus den Sonetten zeigten sie ein Paar, das dem Ende eines langen Lebens entgegengeht und eröffneten so eine andere, aber nicht weniger anrührende Sicht auf die tragischen Liebenden. Das Publikum dankte es ihnen begeistert.

Salzburger Festspiele / Romeo und Julia © Salzburger Festspiele - Silvia Lelli

Salzburger Festspiele / Romeo und Julia © Salzburger Festspiele – Silvia Lelli

Ebenfalls gefeiert wurde die konzertante Aufführung der Oper Giulietta e Romeo von Nicola Antonio Zingarelli. Besonders Countertenor Franco Fagioli wurde vom Publikum bejubelt, ebenso wie Giulietta, die schwedische Mezzosopranistin Ann Hallenberg. Gemeinsam mit Xavier Sabata, Bogdan Mihai, Irini Karaianni und Juan Sancho, dem Orchester und dem Chor Armonia Atenea unter George Petrou traten sie den Beweis an, dass Zingarellis zu Unrecht vergessene Oper sich neben den Vertonungen von Berlioz und Gounod glänzend behaupten kann.

Mit sinnlichen Kreationen nach den Rezepten des italienischen Sternekochs Stefano Baiocco  und mit Begleitung der Tafelmusik des Ensembles BIAGIO MARINI  wurde anschließend im Karl-Böhm-Saal erlesen getafelt.

Salzburger Festspiele / Julia Fischer, Violine und Milana Chernyavska, Klavier © Salzburger Festspiele - Silvia Lelli

Salzburger Festspiele / Julia Fischer, Violine und Milana Chernyavska, Klavier © Salzburger Festspiele – Silvia Lelli

Mit Begeisterung wurde die Kammermusik-Matinee mit Julia Fischer und Milana Chernyavska aufgenommen. Es erklangen Werke von Antonín Dvorák, Bohuslav Martin, Peter Tschaikowski und dem spanischen Virtuosen und Komponisten Pablo de Sarasate. Als Zugabe wurden die Corelli Variationen gespielt.

„Es ist Shakespeares Liebesgeschichte: ohne Worte, ein Gefühlsrausch. Es geht um hemmungslose Liebe, Leidenschaft und Hingabe, höchstes Glück und tiefste Traurigkeit“, sagt Romeo-Darsteller Friedemann Vogel über John Crankos legendärer Inszenierung des Balletts Romeo und Julia, das am Sonntagabend im Großen Festspielhaus zu Prokofjews einzigartiger Musik getanzt und mit großem Jubel bedacht wurde.

Chorwerke im polyphonen Stil ließen The Tallis Scholars am Montagmorgen in der Kollegienkirche erklingen. Die meditative Schönheit dieser geistlichen Werke von Thomas Tallis, William Byrd und John Sheppard berührte das Publikum auf besondere Weise.

Salzburger Festspiele / West Side Story mit Cecilia Bartoli als Maria © Salzburger Festspiele - Silvia Lelli

Salzburger Festspiele / West Side Story mit Cecilia Bartoli als Maria © Salzburger Festspiele – Silvia Lelli

Besonderes gab es auch im Das Kino, denn dort wurden an drei Tagen die drei Klassiker der Romeo und Julia – Verfilmungen gezeigt. Die Verfilmung aus dem Jahr 1968 von Franco Zeffirelli machte den Anfang, gefolgt von Baz Luhrmanns Werk aus dem Jahre 1996 und John Maddens Shakespeare in Love von 1998.

Das Galakonzert am Abend des Pfingstmontags setzte einen schillernden Schlusspunkt des Programms der diesjährigen Pfingstfestspiele: Angela Gheorghiu und die beiden Tenöre Juan Diego Flórez und Benjamin Bernheim sangen unter anderem Arien und Duette von Gounod, Tschaikowski und Zandonai.

Die Salzburger Pfingstfestspiele werden vom 2. – 5 Juni 2017 stattfinden.