Eutin, Eutiner Festspiele, Cabaret – Musical von John Kander, Fred Ebb, IOCO Kritik, 16.07.2021

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Eutiner Seebühne © Eutiner Festspiele / C Becker

Eutiner Seebühne © Eutiner Festspiele / C Becker

Eutiner Festspiele 2021

Eutiner Festspiele 2021
Cabaret – Musical von John Kander, Fred Ebb

von  Wolfgang Schmitt

Corona-bedingt mußten die Eutiner Festspiele 2020 komplett ausfallen, umso erfreulicher war es, daß nun aufgrund sehr niedriger Inzidenzwerte in Schleswig-Holstein der Spielbetrieb in diesem Sommer wieder aufgenommen werden konnte. Auch der Wettergott meinte es gut, bei blauem Himmel, Sonnenschein bis in die späten Abendstunden und lauen 25 Grad fand am 2. Juli 2021 auf der Seebühne im Eutiner Schloßpark die Eröffnungspremiere mit Cabaret statt. Eigentlich war die West Side Story vorgesehen, welche jedoch eine sehr große Besetzung erforderte, und so entschied man sich aufgrund der Pandemie-Auflagen für das weniger aufwendig zu besetzende Musical Cabaret, komponiert von John Kander, die Liedtexte schrieb Fred Ebb nach dem Buch von Joe Masterhoff, welcher hierfür ein Schauspiel von John van Druten mit Romanvorlagen von Christopher Isherwood zugrunde legte.

Cabaret – Musical – Eutiner Festspiele 2021
Youtube Trailer Eutiner Festspiele 2021
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Die von Jörg Brombacher konzipierte Bühne – es gilt hier, einerseits den glamourösen Kit.Kat-Club, andererseits eine schlichte, etwas spießige Pension darzustellen, was auf solch einer Freilichtbühne gar nicht so einfach, aber wie man hier sieht, durchaus möglich ist – besteht aus goldgelben Treppenstufen und silbergrauen Versatzstücken, der imposante Bühnenhintergrund besteht aus drei kreisförmigen Bauten, links und rechts mit silbernen Vorhängen verkleidet, aus denen die Solisten die Bühne betreten, im mittleren großen Kreis ist ein kleines, von Christoph Bönecker kompetent geleitetes Orchester platziert, Mitglieder der Kammerphilharmonie Lübeck, die hier eine wahrlich mitreißende Mischung aus Swing, Charleston, Jazz und Ragtime boten und die Solisten gefühlvoll bis kraftvoll in ihren Songs und Ensembles brilliant begleiteten. Das gesamte Ensemble ist in diesem Rahmen als erstklassig zu bezeichnen.

An allererster Stelle muß Jasmin Eberl als lebenslustige, ehrgeizige, etwas naive Sally Bowles genannt werden, eine persönlichkeits- und ausdrucksstarke Darstellerin mit kräftiger Stimme, tänzerischem und akrobatischem Talent, sie zog die Zuschauer vom ersten Moment ihres Auftritts in ihren Bann, und insbesondere ihre Songs „Mein lieber Herr“, „Maybe this Time“ und „Cabaret“, die sie teils gefühlvoll und melancholisch, teils frech, kapriziös und rockig darbietet, waren zu Recht die Höhepunkte des Abends, ebenso wie ihr Duett mit dem Conferencier, „Money makes the World go round“, dieser wurde dargestellt von Oliver Urbanski, Foto unten, der zu Beginn das Publikum mit seiner Auftrittsnummer „Willkommen, Bienvenue, Welcome“ begrüßt. Charmant durch den gesamten Abend leitend, in fast jeder Szene präsent, so singt und tanzt er sich mit einem gewissen Sex-Appeal, Witz und leichter Clownerie durch seine Partie; bei seinen beiden originellen Songs „Two Ladies“ und „Sähet ihr sie mit meinen Augen“ war ihm der donnernde Applaus des dankbaren Publikums gewiß.

Eutiner Festspiele / Musical Cabaret - hier : Julian Culemann als Cliff Bradshaw © EF / C Landerer

Eutiner Festspiele / Musical Cabaret – hier :Oliver Urbanksi als Conferencier © EF / C Landerer

Julian Culemann war der amerikanische Schriftsteller Cliff Bradshaw, der nach Berlin kommt, um ein Buch zu schreiben, der sich in Fräulein Schneiders Pension einquartiert und der im Kit-Kat-Club die Sängerin Sally Bowles kennen und lieben lernt. Stimmlich mit einem angenehm klingenden lyrischen Bariton ausgestattet, gab er darstellerisch den jungen freundlichen, gut aussehenden, verständnisvollen Liebenden, der sich glaubhaft um Sally sorgt. Auch Mario Zuber als Ernst Ludwig punktete mit adretter, sympathischer Ausstrahlung und angenehmen Stimmklang, er hatte seine stärksten Momente auf der Verlobungsfeier von Fräulein Schneider und Herrn Schulz, dem Gemüsehändler, dem zweiten Liebespaar in diesem Stück. Diese beiden wurden dargestellt von Susanna Panzner und Tilman Madaus, doch die späte Liebe der resoluten Pensionswirtin und dem höflich um ihre Hand anhaltenden jüdischen Mitbewohner ihrer Pension scheitert schließlich an den politischen Realitäten. Beide haben anrührende Momente in ihren Duetten, Herr Schulz noch zusätzlich in seinem witzig vorgetragenen Lied „Miesheit“. Schließlich ist da noch Fräulein Kost, ebenfalls Bewohnerin der Pension, sie liebt die Matrosen, mit ihren Liebesdiensten ist sie in der Lage, ihre Miete zu zahlen, sehr zum Unmut von Fräulein Schneider, die ihre Pension nicht zu einem Stundenhotel verkommen lassen will. Patricia Hodell ist dieses Fräulein Kost, die einige weitere amüsante Noten zur Handlung beisteuert und die ihren großen Moment auf der Verlobungsfeier von Fräulein Schneider und Herrn Schulz hat, wenn sie „Der morgige Tag ist mein“ anstimmt.

Eutiner Festspiele / Musical Cabaret hier Ensemble © EF / C Landerer

Eutiner Festspiele / Musical Cabaret hier Ensemble © EF / C Landerer

Einen großen Anteil an dieser wunderbar gelungenen Inszenierung hatte die ausgefeilte Lichtregie von Rolf Essers, insbesondere als der Abend fortschritt und sich die Dunkelheit über den Schlosspark legte; ebenso die phantasievollen Kostüme von Martina Feldmann, teils bieder wie bei Fräulein Schneider und Herrn Schulz, teils elegant wie bei Cliff Bradshaw und Ernst Ludwig,und sehr sexy bei Sally Bowles, bei Fräulein Kost, beim Conferencier, und beim großartig agierenden, von Vanni Viscusi choreographierten, aus sechs Tänzerinnen und vier Tänzern bestehenden Ballett, prickelnde Erotik, aufregend angedeuteter Sex, humoriger Witz, sprühender Charme und die faszinierende Akrobatik dieser Truppe trugen ganz wesentlich zu dieser gelungenen, erfolgreichen Eröffnung der  Eutiner Festspiele 2021 bei.

Cabaret – Musical, Termine –  Eutiner Festspielen 2021:  22.7., 23.7.; 31.7.; 6.8.; 20.8.; 22.8.2021

—| IOCO Kritik Eutiner Festspiele |—


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Wien, Volksoper Wien, Spielzeit 2019/20: Volksoperfest – Cabaret mit Bettina Mönch, IOCO Aktuell, 23.08.2019

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Volksoper Wien

 Volksoper Wien bei Nacht Foto IOCO

Volksoper Wien bei Nacht Foto IOCO

 

 Volksoper Wien –  Spielzeit 2019/20 – Eröffnung am 1.09.2019

Volksoper Wien / Intendant Robert Meyer © Johannes Ifkovits / Volksoper Wien

Volksoper Wien / Intendant Robert Meyer © Johannes Ifkovits / Volksoper Wien

Mit einem Eröffnungsfest für die ganze Familie startet die Volksoper Wien am 1. September 2019 in die Spielzeit 2019/20. Vor der Volksoper erwartet die Besucher ein vielfältiges Programm. Besondere Highlights sind die begehrten Backstage-Führungen und das Meet & Greet mit Pinocchio und Peter Pan und Tinkerbell. Um 19:00 Uhr feiern man mit der Hommage an Dagmar Koller auf der Bühne der Volksoper den 80. Geburtstag des  Ehrenmitgliedes.

Intendant Robert Meyer – zur Spielzeit 2019/20:  „Im Mittelhochdeutschen ist die „mære“ ein Bericht oder eine Nachricht. Die Verkleinerungsform „Märchen“ bezieht sich auf kurze Erzählungen, die von fantastischen Vorgängen berichten, die allerdings symbolhaft unsere eigene Lebenswirklichkeit widerspiegeln. Im Musiktheater arbeiten wir keineswegs in einer Märchenwelt: Ein strenger Ablauf von Studium, Proben und Vorstellungen, dazu Termin- und Budgetdruck und alle möglichen Probleme und Problemchen prägen unsere Tage. Was jedoch aus dieser fordernden Arbeit entsteht, soll Sie, das Publikum, in eine Märchenwelt versetzen.

Volksoper Wien – der Spielplan 2019/20
youtube Trailer Volksoper Wien
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Die Geschichten, die unsere Premieren der kommenden Saison erzählen, haben zum Teil tatsächlich Märchenstoffe: Ein Untoter spukt nachts im Schloss (in der Familienoper Das Gespenst von Canterville, die wir zur Österreichischen Erstaufführung bringen); durch Hexenmacht übernehmen Mitglieder des königlichen Gemüsebeets die Macht (in Offenbachs König Karotte); ein schottisches Dörfchen erwacht nur alle hundert Jahre aus dem Schlaf (in Lerner & Loewes Musical Brigadoon). Doch auch wenn Magie und Übernatürliches auf den ersten Blick zu fehlen scheinen, wenn Ort und Zeit recht genau bestimmt und die Vorgänge „real“ sind, fühlen wir etwa in Kander & EbbsCabaret (Premiere 14.9.2019) monströse Kräfte am Werk, eine irrationale Bedrohung, die zu Anfang der 1930er Jahre Deutschland erfasste. Und ist die Liebe von Saffi und Bárinkay im Zigeunerbaron etwa nicht eine märchenhafte „Himmelsmacht“ in turbulenten Zeiten? Muss sich der tragische Titelheld in Boris Godunow nicht den Mächten des Wahnsinns geschlagen geben? Und fühlt sich ein Österreicher in den Gefilden der Traumfabrik wirklich märchenhaft glücklich? Diese Frage stellt unsere Kasino-Produktion, die Europäische Erstaufführung von Tod Machovers Schoenberg in Hollywood. Gewiss, in den letztgenannten Werken begegnen uns weder Feen noch sprechende Tiere – aber singende und tanzende Menschen auf der Bühne sind meiner Ansicht nach ebenso märchenhafte Wunderwerke. Apropos Tanz: Neben den oben erwähnten Neuproduktionen im Bereich Musiktheater trägt auch das Wiener Staatsballett mit La Piaf und Appassionato – Bach und Vivaldi das Seine zu einem abwechslungsreichen und hoffentlich beglückenden Spielplan bei.“

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 Volksoper Wien – Der Spielplan 2019/20

Neun Premieren, sechs Wiederaufnahmen (drei Trailer siehe unten) und 20 Stücke im Repertoire bilden den abwechslungs-reichen Spielplan der 13. Saison der Direktion Robert Meyer, und das mit einer enormen Bandbreite: Ein Klassiker des Operettenrepertoires, Der Zigeunerbaron, trifft auf die Wiederentdeckung der Offenbach-Rarität König Karotte. Der monumentalen russischen Volksoper Boris Godunow stehen die Österreichische Erstaufführung der Familienoper Das Gespenst von Canterville und die Europäischen Erstaufführung von Tod Machovers Schoenberg in Hollywood im Kasino am Schwarzenbergplatz gegenüber. Das Musical Cabaret (Premiere 14.9.2019) entführt in das Berlin der 1930er, während das Musical-Märchen Brigadoon in den schottischen Highlands angesiedelt ist. Und mit La Piaf huldigt das Wiener Staatsballett einerseits der großen französischen Chansonnière und orientiert sich andererseits in der Uraufführung von Appassionato – Bach und Vivaldi an Meisterwerken des Barock.

Gräfin Mariza – wieder auf dem Spielplan der Volksoper
youtube Trailer Volksoper Wien
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Als Wiederaufnahmen kehren mit Gräfin Mariza und Die lustige Witwe zwei Werke der silbernen Operettenära in gefeierten Inszenierungen wieder. Die Opern Carmen und Rigoletto (nun in italienischer Sprache) thematisieren die Liebe in ihrer Unausweichlichkeit, während im Musical Kiss me, Kate der Rosenkrieg tobt. Mit Carmina Burana wird ein besonders effektvoller und beim Publikum beliebter Ballettabend wiederaufgenommen.
Eröffnet wird die Saison am 1. September 2019 mit dem traditionellen Volksopernfest und einer Hommage an Dagmar Koller.

Cabaret   –   „Willkommen, Bienvenue, Welcome!“ Mit der Premiere von Cabaret eröffnen wir die Saison und heißen das Musical des Autorenduos Kander und Ebb in der Regie von Volksoperndebütant Gil Mehmert und unter der Musikalischen Leitung von Lorenz C. Aichner zum ersten Mal an der Volksoper willkommen.
Nach langer Abwesenheit kehrt Ruth Brauer-Kvam in dieser bittersüßen Ode an das Berlin der 1930er-Jahre als Conférencier wieder an die Volksoper zurück. Die Rolle der Sally Bowles hat Liza Minelli in der mit acht Oscars ausgezeichneten Verfilmung von Cabaret 1972 für alle Zeit geprägt. Wer könnte die legendäre Nachtclubsängerin an der Volksoper besser verkörpern als Bettina Mönch, die zuletzt der Hollywooddiva Gloria Mills in Axel an der Himmelstür Glamour verlieh.   –   Premiere am 14. September 2019

Das Gespenst von Canterville   –   Ein Untoter spukt nachts im Schloss und findet erst recht keine Ruhe, als ein Immobilienmakler mit seinen aufmüpfigen Zwillingssöhnen einzieht und das Anwesen in ein schickes Hotel umbauen möchte. Philipp M. Krenn inszeniert die österreichische Erstaufführung von Das Gespenst von Canterville des zeitgenössischen Komponisten Marius Felix Lange als humorvolle Gruseloper für die ganze Familie. Morten Frank Larsen schlüpft in die Rolle des gepeinigten Gespensts Sir Simon und Gerrit Prießnitz steht am Pult des Volksopernorchesters.   –   Österreichische Erstaufführung am 18. Oktober 2019

Carmina Burana – wieder auf dem Spielplan der Volksoper
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König Karotte   –   Übersinnliches ist auch in Jacques Offenbachs König Karotte im Spiel, wenn die Mitglieder des königlichen Gemüsebeets die Macht ergreifen. Die Wiederentdeckung von Jacques Offenbachs „Komischer Zauberoper“ voller bissiger literarischer und politischer Anspielungen ist das Jubliläums-highlight zum 200. Geburtstag des Komponisten. Wir zeigen die Inszenierung von Matthias Davids als Koproduktion mit der Staatsoper Hannover unter der Musikalischen Leitung von Guido Mancusi. Mirko Roschkowski verkörpert den vergnügungssüchtigen Regenten Fridolin XXIV, der einer vegetarischen Läuterung bedarf.   –   Premiere am 23. November 2019

Brigadoon   –   Eine Liebesgeschichte in den schottischen Highlands, die die Grenzen von Zeit und Raum überwindet… Brigadoon war 1947 der erste durchschlagende Erfolg des Musicalduos Alan J. Lerner und Frederick Loewe, der späteren Schöpfer von My Fair Lady und Gigi. Die Volksoper präsentiert das große romantische Musical unter der Leitung von Lorenz C. Aichner halbszenisch als Österreichische Erstaufführung. Die Ensemblemitglieder Rebecca Nelsen und Ben Connor verkörpern das Liebespaar Fiona und Tommy. Sarah Schütz, die furiose Ruth des diesjährigen Musicalhits Wonderful Town, erzählt als schräge Meg Brockie vom Hochzeitstag ihrer Eltern.   –   Österreichische Erstaufführung am 1. Dezember 2019

Der Zigeunerbaron   –   1885 bescherte die Uraufführung des Zigeunerbaron Johann Strauß den größten Bühnenerfolg zu Lebzeiten und dem Operetten-Repertoire einen in seinem musikalischen Reichtum bis heute hinreißenden Meilenstein. Zwei rivalisierende Schlitzohren treffen in der sumpfigen Landschaft des habsburgisch-verwalteten Banat aufeinander: der gierige Schweinezüchter Kálmán Zsupán (KS Kurt Rydl) und der aus der Fremde heimkehrende Sándor Bárinkay (Eric Laporte), der in der jungen Saffi (Katrin Adel) seine Liebe findet. 1910 wurde die Operette in der Regie von Rainer Simons erstmals an der Volksoper gezeigt. Die achte Neuinszenierung liegt in den Händen von Peter Lund. Alfred Eschwé steht am Pult des Volksopernorchesters.   –   Premiere am 29. Februar 2020

Die lustige Witwe – 2019/20 wieder auf dem Spielpan der Volksoper
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La Piaf   –   Gleich zwölf Tänzerinnen verkörpern in Mauro Bigonzettis Hommage an Edith Piaf die Rolle der unvergesslichen Chansonnière, die sich als „Spatz von Paris“ in die Geschichte einschrieb. Fasziniert von ihrem einzigartigen Charisma spürt Bigonzetti in seinem Ballett La Piaf mit einer stark bildhaften und märchenhaft anmutenden Erzählweise der besonderen Aura der legendären Sängerin nach.   –   Premiere am 28. März 2020

Schoenberg in Hollywood   –   Als Arnold Schönberg 1933 in die USA emigrierte, geriet er mit Hollywood und dem Genre der Filmmusik in Kontakt. In cineastischen Rückblenden erzählt Schoenberg in Hollywood ausgehend vom Aufeinandertreffen des Komponisten mit dem Filmproduzenten Irving Thalberg Episoden aus dem Leben Arnold Schönbergs. Die Kammeroper des amerikanischen Komponisten Tod Machover wurde im November 2018 in Boston uraufgeführt und gelangt nun als vierte Produktion unserer Serie zeitgenössischer Opern im Kasino am Schwarzenbergplatz unter der Musikalischen Leitung von Gerrit Prießnitz zur Europäischen Erstaufführung, Helen Malkovsky zeichnet für die Regie verantwortlich, Marco Di Sapia verkörpert die Titelfigur.   –   Europäische Erstaufführung im Kasino am Schwarzenbergplatz am 4. April 2020

Boris Godunow   –   Boris Godunow will an die Macht. Doch als Zar spürt er: Macht bedeutet Verantwortung. Wie viel Macht kann ein Mensch ertragen? Und wie viel Gewissen kann ein Mächtiger sich leisten? Boris Godunow ist ein Stück über Wahrheit und Lüge in der Politik, über Machtgier und die Last politischer Verantwortung. Altmeister Peter Konwitschny, „Regisseur des Jahres“ 2018 (Opernwelt) inszeniert die monumentale Oper und feiert damit sein Volksoperndebüt. Der österreichische Bass Albert Pesendorfer kehrt in der Titelrolle an unser Haus zurück. Die Musikalische Leitung liegt in den Händen von Jac van Steen, der zuletzt mit Korngolds Das Wunder der Heliane Publikum und Kritik begeisterte.   –   Premiere am 2. Mai 2020

Appassionato – Bach und Vivaldi   –   Die zugleich letzte Premiere der Saison und von Manuel Legris als Direktor des Wiener Staatsballetts ist Uraufführungen von Choreographen gewidmet, die aus der Kompanie hervorgegangen sind. Während Boris Nebyla in Il Prete Rosso der bewegten Biographie Antonio Vivaldis nachspürt, lotet Eno Peci mit Monkey Mind die Kraft der Gedanken aus, die es ermöglicht, zu innerer Stärke zu finden. Martin Winter wiederum folgt dem Symbolgehalt der Vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldi, wobei er sich auf die 2012 veröffentlichte Bearbeitung des Werkes von Max Richter stützt.  –   Uraufführung am 5. Juni 2020

—| IOCO Aktuell Volksoper Wien |—


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Gera, Theater Altenburg Gera, Cabaret – Musical im Theaterzelt, 08.09.2019

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Theater Altenburg Gera

Landestheater Altenburg Gera / Cabaret mittig: Nolundi Tschudi als Sally Bowles, Eleven des Thüringer Staatsballetts © Ronny Ristok

Landestheater Altenburg Gera / Cabaret mittig: Nolundi Tschudi als Sally Bowles, Eleven des Thüringer Staatsballetts © Ronny Ristok

 Cabaret  –   Musical im Theaterzelt Altenburg

„Willkommen, bienvenue, welcome im Cabaret, au Cabaret, to Cabaret!“,

Gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera und den Eleven des Thüringer Staatsballetts präsentiert das Schauspielensemble des Theaters Altenburg Gera als erste Premiere der Spielzeit 2019/20 im Theaterzelt Altenburg am Sonntag, 8. September 2019  das Musical Cabaret. In der Programmreihe „Wider das Vergessen“ berichtet es von einer lebensfrohen, expressiven Zeit und deren jähem Ende.

„Willkommen, bienvenue, welcome im Cabaret, au Cabaret, to Cabaret!“, begrüßt der bizarre Conférencier seine internationalen Gäste zu einer schrillen Show im Kit-Kat-Club. Dorthin hat es auch den amerikanischen Schriftsteller Clifford Bradshaw verschlagen, der sich vom wilden, pulsierenden Berlin der späten 20er Jahre inspirieren lassen möchte. In dem legendären Club jedoch findet er nicht nur Zerstreuung, sondern begegnet auch der Sängerin Sally Bowles. Sie ist der Star des Hauses und natürlich verfällt auch der junge Amerikaner ihrem Charme.

Landestheater Altenburg Gera / Cabaret - Nolundi Tschudi als Sally Bowles, Sebastian Schlicht als Clifford Bradshaw© Ronny Ristok

Landestheater Altenburg Gera / Cabaret – Nolundi Tschudi als Sally Bowles, Sebastian Schlicht als Clifford Bradshaw© Ronny Ristok

Das weltoffene und bunte Berlin ist ein Genuss; die Verliebten erleben erfüllte Tage und rauschende Feste. Doch die Zeiten ändern sich rasant. Ein neuer Wind weht durch Deutschland. Und die anfangs kleine Brise von rechts wird mehr und mehr zu einem Sturm, der alles hinwegfegt, was so begeisternd und wunderbar war … Das aufkommende Unwetter verändert auch die Menschen, die eben noch so vertraut und liebenswert waren. Clifford will wieder fort – doch Sally möchte an ihrer Karriere in Berlin festhalten.

Die Uraufführung von Cabaret gewann 1967 insgesamt acht Tony Awards u. a. als bestes Musical; die Verfilmung (1972) mit Liza Minnelli erlangte Kultstatus. Songs wie „Maybe this time“, „Money makes the world go round“ oder „Life is a Cabaret“ wurden zu Welthits.

Landestheater Altenburg Gera / Cabaret - Thorsten Dara als Ernst, Michaela Dazian als Fräulein Kost, Johannes Emmrich als Matrose, Mechthild Scrobanita als Fräulein Schneider, Nolundi Tschudi als Sally Bowles, Sebastian Schlicht als Clifford Bradshaw; hinten: Thomas C. Zinke als Herr Schulz © Ronny Ristok

Landestheater Altenburg Gera / Cabaret – Thorsten Dara als Ernst, Michaela Dazian als Fräulein Kost, Johannes Emmrich als Matrose, Mechthild Scrobanita als Fräulein Schneider, Nolundi Tschudi als Sally Bowles, Sebastian Schlicht als Clifford Bradshaw; hinten: Thomas C. Zinke als Herr Schulz © Ronny Ristok

Die musikalische Leitung hat Schauspielkapellmeister Olav Kröger. Regie führt Lydia Bunk. Das Bühnenbild kreiert Mathias Rümmler, die Kostüme Bianca Deigner. Für die Choreografie zeichnen Vlasova/ Pawlica verantwortlich. In den Rollen: Nolundi Tschudi als Sally Bowles, Manuel Struffolino als Conférencier, Sebastian Schlicht als Clifford Bradshaw, Mechthild Scrobanita als Fräulein Schneider, Thomas C. Zinke als Herr Schultz, Thorsten Dara als Ernst, Michaela Dazian als Fräulein Kost, Johannes Emmrich als Zollbeamter/ Kellner u. a.

Weitere Vorstellungen: Di 10.09.2019, 18.00 Uhr/ Fr 13.09.2019, 19.30 Uhr / Sa 14.09.2019, 19.30 Uhr / So 15.09.2019, 18.00 Uhr / Sa 09.11.2019, 19.30 Uhr / So 10.11.2019, 18.00 Uhr

Karten an den Theaterkassen, Telefon 03447 585160 oder 0365 8279105, online unter www.theater-altenburg-gera.de

—| Pressemeldung Theater Altenburg Gera |—


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