Bochum, Ruhrtriennale, Auftakt 2019 in der Ruhr-Universität Bochum, 21.08.2019

August 19, 2019 by  
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Ruhrtriennale

Ruhrtriennale / Auftakt-Pressekonferenz © Daniel Sadrowski/Ruhrtriennale 2019

Ruhrtriennale / Auftakt-Pressekonferenz © Daniel Sadrowski/Ruhrtriennale 2019

Ruhrtriennale 2019 –  Start 21.8.2019

Christoph Marthaler eröffnet –  Uni Hörsaal ist Bühne und Zuschauerraum

Mitte kommender Woche startet die diesjährige Ruhrtriennale mit einer Vielzahl von Ur- und Erstaufführungen in das sechswöchige Festival der Künste. Intendantin Stefanie Carp: „Ich freue mich auf neue ästhetische Erfahrungen, auf den Austausch mit dem Publikum und auf interessante Begegnungen.“

Victor Ullmann, von den Nazis ermordet - Stolperstein © IOCO

Victor Ullmann, von den Nazis ermordet – Stolperstein © IOCO

Das Festival wird mit der Premiere von Christoph Marthalers Nach den letzten Tagen. Ein Spätabend  am 21. August 2019 im Audimax der Ruhr-Universität Bochum eröffnet. Der futuristische Hörsaal ist in Christoph Marthalers Kreation sowohl Bühne als auch Zuschauerraum. Die Besucher*innen finden sich in einem imaginierten Parlament wieder. In diesem erklingt die Musik von Komponisten wie Viktor Ullmann, Jósef Koffler, Szymon Laks, Pavel Haas, Fritz Kreisler und Erwin Schulhoff, die während des Nationalsozialismus deportiert, ermordet und in die Emigration gezwungen wurden. Das Ensemble u.a. mit den Schauspieler*innen Josef Ostendorf und Bettina Stucky sowie der Sängerin Tora Augestad verwebt Text und Musik zu einer dystopischen Zukunftsvision, die ein Bewusstsein für die aktuelle politische Lage in Europa schafft.

Jan Lauwers und die Needcompany erzählen in der Uraufführung All the good am 22. August in der Maschinenhalle Zweckel in Gladbeck biografische Geschichten um Verlust und Hoffnung. Es geht um den ehemaligen Elitesoldaten Elik Niv und die Künstlerfamilie Lauwers. Sie begegnen sich zu einem Zeitpunkt, wo Krieg und Terror eine neue Gegenwärtigkeit erlangt haben. In einem Strom aus assoziativen Bildern, Musik, Tanz, Kostümen, Masken und Sprache erforscht Jan Lauwers zusammen mit der Needcompany Techniken des autobiografischen Erzählens.

Auch Heiner Goebbels setzt sich in seiner neuen Kreation Everything that Happened and Would Happen, deren Deutsche Erstaufführung am 23. August in der Jahrhunderthalle Bochum stattfindet, mit der europäischen Geschichte der letzten einhundert Jahre auseinander. Mit einem internationalen Ensemble aus Tänzer*innen, Performer*innen und Musiker*innen verbindet der Komponist und Theatermacher in seiner multimedialen Inszenierung Patrik Ouredníks Text „Europeana“ mit unkommentierten, tagesaktuellen Nachrichtenbildern des Fernsehsenders Euronews sowie Bühnenbildfragmenten aus seiner Inszenierung Europeras 1 & 2.

Die Junge Triennale, vertreten durch das furchtlose Nachwuchskünstler*innenkollektiv Mit Ohne Alles, beschäftigt sich in diesem Jahr mit dem Thema Macht. Die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung sind ab dem 23. August unter #nofear: Macht den Weg frei bei PACT Zollverein in Essen zu sehen. Zusammen mit dem Theaterkollektiv Berlocken aus Berlin haben die Jugendlichen Interviews, Workshops und Begegnungen im Essener Stadtteil Katernberg zu einer Performance verdichtet.

Ruhrtriennale 2019
youtube Trailer der Ruhrtriennale
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Neben diesen neuen Kreationen bietet die Ruhrtriennale auch wieder verschiedene kostenlos zugängliche Formate an. Am 23. August eröffnet beispielsweise der Third Space auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum. raumlaborberlin hat die Teile des Transall-Flugzeugs vollkommen neu angeordnet, um einen Ort für Kunst und Begegnungen zu schaffen. Im Third Space findet während des gesamten Festivals ein vielfältiges Programm bestehend aus Workshops, Performances, Konzerten, Lesungen und Partys statt, das zu Austausch und Diskurs einlädt. Verbindendes Thema sind Dialog und Essen, was insbesondere in dem kulinarischen Format „Dialog am Schneidebrett“ mit verschiedenen Künstler*innen und Gästen zu erleben ist. Am ersten Festivalwochenende stehen raumlaborberlin beim Dialog am Schneidebrett Rede und Antwort, Eva Meyer-Keller zeigt ihre Performance „Death is Certain“ und es wird Tango Argentino getanzt. Ein weiteres Highlight ist die Cabin Crew Night Ende September in der junge Künstler*innen aus Nordrhein-Westfalen ihre Performances zeigen. Ebenfalls im Third Space ist ein Teil der Video-Installation von Barbara Ehnes Arbeit „?????????? – Archive of Messages: Words in Motion“ zu finden. Für ihre Installation hat die Künstlerin Einzelpersonen und subkulturelle Initiativen im krisenerfahrenen Griechenland und dem Ruhrgebiet zu ihrem Verständnis von Solidarität befragt. Diese Interviews sind als beständig wachsendes Archiv während des Festivals auch im Glaspavillon am Modehaus Baltz in der Bochumer Innenstadt und in der Rottstraße zu sehen. Im Dialog mit der Arbeit findet am 6. September das „Concert in Motion“ im Third Space statt, in dem das griechische Rebetiko auf Neue Musik von Eleftherios Veniadis trifft. Der Eintritt zum Third Space und allen dort stattfindenden Veranstaltungen ist frei.

Die ebenfalls frei zugängliche architektonische Sound-Installation Bergama Stereo des türkischen Künstlers Cevdet Erek zeigt eine Nachbildung des berühmten Pergamon-Altars in der Turbinenhalle an der Jahrhunderthalle Bochum. Der monumentale Lautsprecherfries kann ab dem 25. August besucht werden. Während des Festivals findet in der Installation außerdem ein abwechslungsreiches Konzertprogramm u.a. mit traditioneller Musik aus der Region um Bergama, DJ-Sets und elektronischer Musik statt. Den Anfang machen Cevdet Erek, Gökhan Deneç und Saba Arat, die bei Bergama Stereo Variations + Davul Step 2 einen Live-Remix der über 30 Audio-Kanäle der Installation mit den Klängen der Zylindertrommel Davul kombinieren.

Mit Sound und anderen Medien beschäftigt sich auch der Künstler Tony Cokes in seiner Multimedia-Installation Mixing Plant, die am 22. August in der Mischanlage auf Zeche Zollverein in Essen eröffnet. Im Beitrag von Urbane Künste Ruhr zur Ruhrtriennale setzt sich der US-amerikanische Künstler mit den politischen Bezügen regionaler und internationaler Clubmusik auseinander und verwebt animierten Text, gefundenes Bildmaterial, monochrome Farbflächen und Popmusik zu einer Mehrkanal-Installation. Der Eintritt zur Installation und zum Rahmenprogramm sind frei.

Bis zum 29. September sind in den ehemaligen Industriehallen des Ruhrgebiets 164 Veranstaltungen zu erleben. Zu den Höhepunkten zählen unter anderem die Barockoper Dido and Aeneas, Remembered (ab 28.8.), die um eine Variation der Arie Remember me des finnischen Jazz-Gitarristen Kalle Kalima ergänzt wurde und von David Marton inszeniert wird sowie Kornél Mundruczós Interpretation von György Ligetis „Requiem“, die er gemeinsam mit den Bochumer Symphonikern, dem lettischen Staatschor und den Darsteller*innen des Proton Theaters in Evolution (ab 5.9.) realisiert.

Einige Tage vor dem Start der Ruhrtriennale ist Dr. Vera Battis-Reese, Geschäftsführerin der Kultur Ruhr GmbH, zufrieden mit dem Vorverkauf: „Wir freuen uns sehr über das große Interesse an unseren Veranstaltungen. Zu den besonders nachgefragten Produktionen gehören ‚Nach den letzten Tagen. Ein Spätabend‘ von Christoph Marthaler, ‚Everything that Happend and Would Happen‘ von Heiner Goebbels, ‚Evolution‘ von Kornél Mundruczó, ‚Chapter 3‘ von Sharon Eyal und ‚Coro‘ mit Chorwerk Ruhr und den Duisburger Philharmonikern unter der musikalischen Leitung von Florian Helgath. Auch wenn einige Vorstellungen bereits ausverkauft sind, gibt es für die meisten Produktionen noch Karten.

Für die Ruhrtriennale 2019 kommen mehr als 800 beteiligte Künstler*innen aus rund 35 Ländern ins Ruhrgebiet, um 35 Produktionen und Projekte – davon 14 Ur- und Erstaufführungen – in 14 unterschiedlichen Spielstätten in Bochum, Duisburg, Essen und Gladbeck zu zeigen.

—| Pressemeldung Ruhrtrienale |—

Bochum, Ruhrtriennale, Barbara Frey – Intendantin Ruhrtriennale – 2021 – 2023, IOCO Aktuell

Ruhrtriennale

Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW

Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW / Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen und Barbara Frey © Tobias Kreutzer/MKW

Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW / Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen und Barbara Frey © Tobias Kreutzer/MKW

Barbara Frey  – Intendantin  Ruhrtriennale  2021 – 2023

Ruhrtriennale – Größtes Kulturfestival in Nordrhein Westfalen

Die Schweizer Theaterregisseurin und Musikerin Barbara Frey ist eine sehr erfolgreiche und anerkannte Theatermacherin im deutschsprachigen Raum. NRW Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen stellte am 3. Juli 2019 die künftige Intendantin der Ruhrtriennale vorgestellt. Die Schweizer Theaterregisseurin und Musikerin Barbara Frey übernimmt ab November 2020 für drei Jahre (Spielzeiten 2021–2023) die künstlerische Leitung des größten Kulturfestivals in Nordrhein Westfalen. In seiner heutigen Sitzung hat der Aufsichtsrat der Kultur Ruhr GmbH unter dem Vorsitz von Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen die neue Intendantin ernannt. „Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, Barbara Frey als zukünftige Intendantin der Ruhrtriennale zu gewinnen. Sie hat die vergangenen zehn Jahre mit großem Erfolg die Geschicke des Schauspielhauses Zürich gelenkt und ist eine sehr anerkannte Theatermacherin im deutschsprachigen Raum und in Europa. In Zürich hat sie gezeigt, dass sie für ein offenes, neugieriges und lebendiges Theater auf höchstem Niveau steht. Ich bin sehr gespannt auf das künstlerische Programm unter ihrer Leitung und die Produktionen, mit denen sie die besonderen Industriestätten des Ruhrgebiets bespielen wird“, sagte Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.

„Ich freue mich sehr über meine Berufung als Intendantin der Ruhrtriennale ab 2021. Die Spielorte der Ruhrtriennale sind historisch gesehen unvergleichlich. Sie erzählen von vergangener Zukunft. Wir werden danach forschen, was die Umwidmung der Räume bedeutet: Aus stillgelegten Stahlwerken und Zechen entstehen immer wieder neue Denkorte der Kultur. Dies ist einzigartig, eine große Herausforderung und eine schöne Vision für die intensive Zusammenarbeit mit Menschen aus anderen Kunstformen und anderen kulturellen Zusammenhängen. Die Kulturschaffenden in Nordrhein-Westfalen sind, ebenso wie das dortige Publikum, zu Recht bekannt für ihre Offenheit, Neugierde und Zugewandtheit zu allen erdenklichen Formen künstlerischer Energien“, sagte Barbara Frey.


Zur Person  –  Barbara Frey (*1963 in Basel) studierte in Zürich Germanistik und Philosophie und spielte als Schlagzeugerin in verschiedenen Schweizer Bands. Ihre Karriere am Theater begann 1988 als Musikerin und Regieassistentin am Theater Basel unter der damaligen Leitung von Frank Baumbauer. Seit 1992 arbeitet Barbara Frey als Regisseurin, anfangs in der freien Szene sowie am Theater Neumarkt in Zürich, am Nationaltheater Mannheim und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Von 1999 bis 2001 war sie Hausregisseurin an der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin, 2005 bis 2008 in gleicher Funktion am Deutschen Theater Berlin. Wiederholt inszenierte sie etwa am Theater Basel, am Bayerischen Staatsschauspiel in München und bei den Salzburger Festspielen.

Zuletzt, seit der Spielzeit 2009/10 und noch bis zum Ende der Spielzeit 2018/19, war Barbara Frey Intendantin des Schauspielhauses Zürich. Zu Beginn ihrer Intendanz inszenierte sie etwa Schillers Maria Stuart und Shakespeares Was ihr wollt. Ihre jüngste im Mai in Zürich aufgeführte Produktion Die Toten nach einer Erzählung von James Joyce war von großem Erfolg gekrönt. Unter Barbara Freys künstlerischer Leitung wurde das Schauspielhaus Zürich mehrere Male zum renommierten Berliner Theatertreffen eingeladen. Darüber hinaus wurden Inszenierungen im Rahmen des Festivals „Radikal jung!“, während der Mülheimer Theatertage, auf dem Schweizer Theatertreffen und beim Prager Theaterfestival Deutscher Sprache gezeigt. Internationale Gastspiele führten das Schauspielhaus Zürich in die Theatermetropolen des deutschsprachigen Raums sowie u.a. nach Spanien, die Niederlande, Portugal, Russland, China und Taiwan. Während ihrer Zürcher Jahre inszenierte Barbara Frey an der Semperoper Dresden sowie immer wieder am Burgtheater Wien. 2016 erhielt sie im Rahmen des Dritten Schweizer Theatertreffens in Genf den renommierten Schweizer Theaterpreis.

Ruhrtriennale 2019
Die diesjährige Spielzeit der Ruhrtriennale findet vom 21. August bis 29. September 2019 statt. Unter der derzeitigen Intendantin Stefanie Carp sind rund 150 Veranstaltungen vorbereitet, darunter Musiktheater, Schauspielproduktionen sowie Konzerte. Zudem sind vier Installationen bei freiem Eintritt zu besuchen. Unter den insgesamt 36 Produktionen sind 14 Ur- und Erstaufführungen.  Mehr als 840 Künstlerinnen und Künstler aus 35 Ländern werden bei der Ruhrtriennale 2019 in 13 Spielstätten in Bochum, Duisburg, Essen und Gladbeck auftreten.

—| Pressemeldung Ruhrtrienale |—

—| Pressemeldung Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW |—

Bochum, Ruhrtriennale, Eröffnung des internationalen Festivals der Künste am 17. August 2012

August 9, 2012 by  
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Ruhrtriennale

Eröffnung des internationalen Festivals der Künste am 17. August 2012.

Künstler der Ruhrtriennale treffen ein.

Ein Auftakt mit dichtem Programm. Zahlreiche Aufführungen bereits ausverkauft.

Bochum, 6. August 2012 – Weniger als zwei Wochen vor Eröffnung der Ruhrtriennale am 17. August gibt Intendant Heiner Goebbels heute im Dampfgebläsehaus der Jahrhunderthalle Bochum gemeinsam

mit seinem Team Einblick in die letzten Vorbereitungen. In Anwesenheit von Prof. Klaus Schäfer, Staatssekretär im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, berichtet Heiner Goebbels über die laufenden Probenarbeiten der Eröffnungspremiere Europeras 1&2.

Erstmals stellen auch die anwesenden Künstler Michal Rovner und Lemi Ponifasio selbst ihre Produktionen für die Ruhrtriennale vor. Die israelisch-amerikanische Künstlerin Michal Rovner zeigt in den Räumen der Mischanlage / Kokerei Zollverein in Essen mit Current eine neue große Videoinstallation, die eigens für die Ruhrtriennale entwickelt wurde. Lemi Ponifasio, Choreograf aus Samoa, wird in der Kraftzentrale im Duisburger Landschaftspark mit vielen Statisten aus der Region Prometheus von Carl Orff inszenieren, die musikalische Leitung übernimmt der Dirigent Peter Rundel.

Viele der über 900 eingeladenen Künstler treffen in diesen Tagen im Ruhrgebiet ein, aus Neuseeland, New York, Tel Aviv, Brüssel, Warschau oder Maribor. Einige, wie Michal Rovner oder Lemi Ponifasio haben bereits mit den Proben und Installationen in den Spielstätten der Industriekultur angefangen. Romeo Castellucci probt ab kommender Woche in Duisburg, Jan Lauwers und Robert Wilson arbeiten zur Zeit in Brüssel bzw. New York an ihren Inszenierungen.

Besucher der Ruhrtriennale können die Künstler auf der Bühne und in zahlreichen Gesprächen und Diskussionen erleben, u.a. den tumbletalks, einer sonntäglichen Gesprächsreihe im Museum Folkwang, bei der u.a. Anne Teresa de Keersmaeker und Jérôme Bel, Romeo Castellucci, Jan Lauwers, Tarek Atoui und Christian Marclay über ihre Arbeit diskutieren.

Prof. Klaus Schäfer: „Heiner Goebbels und sein Team sind ein großer Gewinn für die Triennale und die Kultur und Kunst im Ruhrgebiet. Sie legen viel Wert auf die Vermittlung der Kunst. Dafür sprechen das No Education-Programm und die vielen öffentlichen Künstlergespräche, insbesondere aber auch die Inszenierungen am Eröffnungswochenende der Ruhrtriennale, wie „Europeras 1&2“, das Tanzstück „enfant“ mit zahlreichen Kindern als Protagonisten und das Open Air Konzert der „Boredoms“ auf der Halde Haniel. Das Interesse an der Ruhrtriennale ist bei den Besuchern wie den Medien wieder sehr groß. Viele Vorstellungen sind bereits ausverkauft. Dies unterstreicht, dass die Ruhrtriennale ihren Platz als eines der bedeutendsten Festivals in Europa hier in NRW gefunden hat.“

Dichtes Programm in den ersten 10 Tagen

Die Ruhrtriennale eröffnet am 17. August mit Europeras 1&2 von John Cage, zuvor ist ab 12 Uhr im Museum Folkwang in Essen bereits die Live Art-Ausstellung 12 Rooms zu sehen mit einem tumbletalk von Klaus Biesenbach und Hans Ulrich Obrist um 15 Uhr. Am späten Abend können Besucher des Westparks die Lichtinstallation Pulse Park von Rafael Lozano-Hemmer selbst zum Leuchten bringen, ein Projekt von Urbane Künste Ruhr für die Ruhrtriennale.

Am Samstag, 18.8., wird um 12 Uhr in der Mischanlage der Kokerei Zollverein in Essen die Videoinstallation Current von Michal Rovner eröffnet. Am Nachmittag folgt um 17 Uhr die Eröffnung von Our CenturY vor der Jahrhunderthalle und um 19 Uhr das Tanzstück enfant des französischen Choreografen Boris Charmatz, bevor am Abend die japanische Gruppe Boredoms die lange ausverkaufte Bergarena der Halde Haniel bespielt. Am Sonntag, 19.8. um 12 Uhr, ist Michal Rovner im tumbletalk mit Michael Morris im Museum Folkwang zu Gast.

Am Montag, 20.8., beginnt die Konzertreihe im Maschinenhaus der Zeche Carl mit u.a. Guy Braunstein. Mit Robert Wilson ist ein Star der Theateravantgarde ab Dienstag zu Gast. Am 22.8. performt er selbst die Lecture on Nothing von John Cage. Am Donnerstag Abend ist wieder PACT Zollverein Spielstätte: Jérôme Bel und das Theater HORA sind mit der Produktion Disabled Theater für die folgenden Abenden zu Gast.

Das Wochenende vom 24. bis 26.8. ist geprägt von Anne Teresa des Keersmaekers Inszenierungen En Atendant bei Sonnenuntergang und Cesena um 5 Uhr früh bei Sonnenaufgang mit anschließendem Frühstück. Darüber hinaus feiert FOLK., die neue Arbeit des Theatermachers Romeo Castellucci, Premiere in der Gebläsehalle im Duisburger Landschaftspark. Im tumbletalk diskutieren am Sonntag Anne Teresa De Keersmaeker und Jérôme Bel. Bereits am Freitag, 24.8. um 18 Uhr, präsentieren Boris Charmatz und teilnehmende Kinder den No Education-Workshop links im Museum Folkwang.

Auftakt auch für die Kinder des Children’s Choice Awards, die als unabhängige Festivaljury von Aufführung zu Aufführung reisen. Eine Produktion der Ruhrtriennale in Kooperation mit Mammalian Diving Reflex.

Die Ruhrtriennale im ersten Jahr unter der künstlerischen Leitung des Komponisten und Theatermachers Heiner Goebbels bringt vom 17. August bis 30. September 2012 zahlreiche internationale Künstlerinnen und Künstler in die Metropole Ruhr. Über 30 Produktionen, darunter rund 20 Uraufführungen, Neuproduktionen und Deutschlandpremieren sowie zahlreiche Konzerte und Gastspiele verwandeln die herausragenden Industriedenkmäler der Region in spektakuläre Aufführungsorte für Musik, Bildende Kunst, Theater, Tanz und Performance.

Fakten zum Vorverkauf (Stand 6.8.2012)

Rund 30 ausverkaufte Vorstellungen

Derzeit vollständig ausverkauft: Europeras 1&2, enfant, Boredoms, utp_

Nur noch Restkarten für: En Atendant, Sacré Sacre du Printemps, Disabled Theater, Soapéra

Für viele weitere Veranstaltungen und die Ausstellungen sind noch Karten verfügbar:

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