Leipzig, Oper Leipzig, Premiere Herzog Blaubarts Burg / Pagliacci, 07.04.2018

April 4, 2018 by  
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Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

  Herzog Blaubarts Burg/ Pagliacci

ABGRÜNDE DER MENSCHLICHEN SEELE

Am Samstag, 7. April 2018, um 19 Uhr ist an der Oper Leipzig ein Doppelabend mit der Premiere von Herzog Blaubarts Burg in der Regie von Philipp J. Neumann und einer szenischen Neueinstudierung von Anthony Pilavachis Inszenierung Pagliacci zu erleben. Die musikalische Leitung des Abends liegt in den Händen von Kapellmeister Christoph Gedschold.

Oper Leipzig / Herzog Blaubarts Burg ©Tom Schulze

Oper Leipzig / Herzog Blaubarts Burg ©Tom Schulze

Die Titelpartie in Béla Bartóks abgründigem Psychodrama über den Frauenmörder Blaubart singt Tuomas Pursio; in der Rolle der Judith debütiert Karin Lovelius. Blaubarts Seelenwelt gleicht einer geheimnisvollen, finsteren Burg, die seine Braut Judith mit ihrer Liebe erwärmen und erhellen will. Doch sein Innerstes verbirgt er hinter sieben eisernen Türen. Ebenso opferbereit wie unnachgiebig trotzt Judith Blaubart einen Schlüssel nach dem anderen ab und dringt immer weiter in sein Unterbewusstsein vor – mit schrecklichen Folgen. Der Leipziger Regisseur und Bühnenbildner Philipp Neumann inszeniert diesen Einakter als fesselndes Psychogramm der Geschlechter. Bereits mit 15 Jahren führte er erstmalig Regie und begann Kurzfilme zu drehen. An der Musikalischen Komödie Leipzig zeichnete er für Inszenierung und Bühnenbild für Alles im Wunderland und Der Mann im Mond verantwortlich. In dieser Spielzeit führt er außerdem Regie bei der Neuproduktion Das Geheimnis der schwarzen Spinne (Premiere: 25. Mai 2018).

Oper Leipzig / Pagliacci ©Tom Schulze

Oper Leipzig / Pagliacci ©Tom Schulze

Kombiniert wird Bartóks einzige Oper mit Ruggero Leoncavallos veristischem Meisterwerk Pagliacci (»Der Bajazzo«) aus dem Jahr 1892, das in der Regie von Anthony Pilavachi bereits im Mai 2015 Premiere feierte und nun mit neuer Besetzung zurückkehrt. Der auf Zypern geborene Regisseur hat bisher über 80 Inszenierungen erfolgreich auf die Bühne gebracht und wurde in der letzten Spielzeit für seine Inszenierung von Charles Gounods »Der Rebell des Königs (Cinq-Mars)« an der Oper Leipzig gefeiert. »Pagliacci« erzählt die Geschichte des alternden Dorfkomödianten Canio (Zoran Todorovich), der von seiner jungen Frau Nedda (Eun Yee You) betrogen wird – sowohl im Theaterstück auf der Bühne als auch im wirklichen Leben. Ein verhängnisvolles Ineinander von Spiel und Realität setzt sich in Gang und nimmt auf offener Bühne ein tödliches Ende. »La commedia è finita« – die Komödie ist zu Ende.

Weder Canio noch Blaubart können der Katastrophe entrinnen: Die Beziehungskluft zwischen den Geschlechtern bleibt für sie unüberbrückbar, Einsamkeit ihr Schicksal.

Karten (39-78 €) sind an der Kasse im Opernhaus, unter Tel. 0341-12 61 261 (Mo-Sa 10-19 Uhr), per E-Mail an service@oper-leipzig.de oder im Internet unter www.oper-leipzig.de erhältlich.

Premiere Samstag, 7. April 2018, 19 Uhr

Weitere Aufführungen :  21. April, 9. Juni 2018 (alle Vorstellungen mit Einführung 45 Min. vor Vorstellungsbeginn)


Béla Bartók – Herzog Blaubarts Burg

Oper in einem Akt von Béla Bartók | Text von Béla Balázs | In ungarischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Leitung : Musikalische Leitung Christoph Gedschold | Inszenierung, Bühne Philipp J. Neumann | Kostüme Karoline Schreiber | Dramaturgie Elisabeth Kühne

Besetzung : Judith Karin Lovelius | Herzog Blaubart Tuomas Pursio | Sprecher Prolog Máté Gál | Gewandhausorchester


Ruggero Leoncavallo – Pagliacci

Drama in zwei Akten und einem Prolog | Text und Musik von Ruggero Leoncavallo | Szenische Neueinstudierung | In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Leitung : Musikalische Leitung Christoph Gedschold | Inszenierung Anthony Pilavachi | Bühne, Kostüme Tatjana Ivschina | Choreinstudierung Thomas Eitler-de Lint | Einstudierung Kinderchor Sophie Bauer | Dramaturgie Johanna Mangold

Besetzung : Canio Zoran Todorovich | Nedda Eun Yee You | Tonio Luca Grassi | Silvio Alik Abdukayumov | Peppe Dan Karlström |
Chor und Kinderchor der Oper Leipzig
Gewandhausorchester

Pressemeldung Oper Leipzig

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Wien, Wiener Staatsoper, Solokonzert Juan Diego Flórez, 28.09.2016

September 27, 2016 by  
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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Anlässlich seines 20jährigen Bühnenjubiläums

Solistenkonzert mit KS Juan Diego Flórez

KS Juan Diego Flórez gestaltet am Mittwoch, 28. September 2016 das erste Solistenkonzert in dieser Spielzeit an der Wiener Staatsoper: Anlässlich seines 20jährigen Bühnenjubiläums präsentiert er, am Klavier begleitet von Vincenzo Scalera, Werke von Gioachino Rossini, Ruggero Leoncavallo, Christoph Willibald Gluck, Gaetano Donizetti und Jules Massenet.

KS Juan Diego Flórez ist in dieser Saison im Jänner/Februar 2017 im Haus am Ring noch als Elvino in La Sonnambula sowie als Roméo in Roméo et Juliette zu erleben

Das Programm:

Gioacchino Rossini: La lontananza, Bolero, Addio ai Viennesi, „Alma rea! Perché t’involi?“ aus Matilde di Shabran, „Vieni fra queste braccia“ aus La gazza ladra, „Prélude“, Musique anodine (Klavier solo), „Ah, dov’è, dov’è il cimento?“ aus Semiramide

Ruggero Leoncavallo: Aprile, Vieni, amor mio, Mattinata

Christoph Willibald Gluck: „J’ai perdu mon Eurydice“ aus Orphée et Eurydice
„L’espoir renaît dans mon âme“ aus Orphée et Eurydice

Gaetano Donizetti: „Una furtiva lagrima“ aus L’elisir d’amore

Jules Massenet: „Pourquoi me réveiller“ aus Werther

Gaetano Donizetti: „Ah, mes amis“ aus La Fille du régiment – PMWSto

 

Münster, Theater Münster, Cavalleria Rusticana und Der Bajazzo begeistern, IOCO Kritik, 06.07.2016

Juli 6, 2016 by  
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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

 Opern-Duo Cavalleria Rusticana und Der Bajazzo

Liebe, Eifersucht und Ehrenmord

VON HANNS BUTTERHOF

Hochdramatische Liebe, Eifersucht und Mord aus gekränkter Männerehre sind die gemeinsamen Themen von Pietro Mascagnis einaktiger Oper „Cavalleria Rusticana“ und Ruggero Leoncavallos Zweiakter „Der Bajazzo“. An Münsters Großem Haus begeistert die seit ihrer Entstehung um 1890 üblich gewordene Aufführung im Doppelpack.

Münster / Theater Cavalleria Rusticana © Oliver Berg

Münster / Theater Cavalleria Rusticana © Oliver Berg

Mascagnis „Cavalleria Rusticana“ ist eine tragische Liebesgeschichte, in der statt der Liebe die bäuerliche Sitte triumphiert. Die Ehe der schönen Lola (Lisa Wedekind) mit dem bäurischen Alfio (Michael Bachtadze) ist ein ebensolcher Irrtum wie die Verlobung des bürgerlichen Turiddu (Adrian Xhema) mit Santuzza (Jennifer Feinstein). Schon zur Ouvertüre lieben sich Lola und Turiddu, leidenschaftlicher in der Musik als auf dem Bett seines Hauses, in das man von allen Seiten hineinsehen kann (Bühne: Barbara Bloch). Flehend fällt Santuzza Turiddu zu Füßen, um ihn zurückzugewinnen. Als das misslingt, verrät sie Alfio voller Hass das ehebrecherische Verhältnis seiner Frau. Im Duell der beiden Männer, das nach dem bäuerlichen Ehrencodex unausweichlich ist, wird Turiddu getötet.

In der heute etwas befremdlichen Ehrenmordgeschichte begeistert Jennifer Feinstein als hochdramatisch von Demut in Hass kippende Santuzza wie Lisa Wedekind als lockend leichte Lola. Adrian Xhema gibt Turiddu auch in seiner Gereiztheit mit gepflegtem Tenor, Michael Bachtadze den Alfio mit männlich klarem Bariton. Der Chor (Einstudierung: Inna Batyuk) bekommt für sein Kirchenlied im Weihrauch Szenenapplaus.

Münster / Theater Bajazzo © Oliver Berg

Münster / Theater Bajazzo © Oliver Berg

Der stimmig in ein Theatergastspiel von heute versetzte „Bajazzo“ Leoncavallos ist thematisch eingängiger als die „Cavalleria Rusticana“. Weil ihn seine junge Frau Nedda (Sara Rossi Daldoss) verlassen möchte, bringt Casio (Adrian Xhema), Prinzipal einer fahrenden Theater-Truppe, sie in blinder Eifersucht und Gekränktheit um. Es war keine Liebe zwischen Nedda und dem für sie zu alten Casio, der sie nicht loslassen kann. Sara Rossi Daldoss zeichnet Nedda mit weichem Sopran berührend als Frau zwischen Abhängigkeit und Freiheitsdurst; die Verführung Silvios (Birger Radde), mit dem sie fliehen will, geht von ihr aus. Aber auch Xhema nimmt mit Belcanto in der traurigen Bajazzo-Arie des enttäuschen Casio für sich ein.

Beide Opern sind von mitreißender Italianita und durch das ausgewogen gut besetzte Gesangs-Ensemble und im Bühnenbild fein miteinander verknüpft. Fabrizio Ventura dirigiert das Sinfonieorchester Münster bei aller zum Verismo der beiden Komponisten gehörigen Dramatik sängerfreundlich und melodieselig, und erhält nach etwa drei Stunden italienischen, deutsch übertitelten Gesangs mit den Solisten und dem Chor den ungeteilten Beifall des Publikums. IOCO / HANNS BUTTERHOF / 06.07.2016

Zum letzten Mal in dieser Spielzeit am 8.7.2016 um 19.00 Uhr

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Münster, Theater Münster, Premiere – CAVALLERIA RUSTICANA – DER BAJAZZO, 21.05.2016

April 28, 2016 by  
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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

CAVALLERIA RUSTICANA / DER BAJAZZO

Premiere: Samstag, 21. Mai 2016, 19.30 Uhr, Weitere Vorstellungen Donnerstag, 26. Mai 2016, 19.30,  4.Juni 2016, 10. Juni 2016, 21. Juni 2016, 26. Juni 2016, 29. Juni 2016, 3. Juli 2016, 8. Juli 2016

 

Cavalleria Rusticana, Oper von Pietro Mascagni, Libretto von Giovanni Targioni-Tozzetti und Guido Menasci nach dem Schauspiel von Giovanni Verga

Der Bajazzo, Oper von Ruggero Leoncavallo, Libretto vom Komponisten in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Schon bald nach den sensationellen Uraufführungserfolgen 1890 in Rom und 1892 in Mailand der wegen ihrer Kürze und ihres Sujets verwandten Opern, entstand die Theatertradition, CAVALLERIA RUSTICANA und DER BAJAZZO an einem Abend zu präsentieren. Schauplatz beider Werke sind Dörfer in Süditalien, beide spielen an einem hohen katholischen Feiertag und thematisieren zerplatzte Träume, verratene Liebe, Ehebruch, brennende Eifersucht, verletztes Ehrgefühl und tödlich endende Rivalität.

Schmerzvoll muss Santuzza in CAVALLERIA RUSTICANA erkennen, dass ihr Verlobter Turiddu noch immer nicht von seiner früheren Geliebten Lola lassen kann. Diese war ihm einst versprochen, bevor er zum Militärdienst ging und Lola den Fuhrmann Alfio heiratete. Als Santuzza nach einem Streit tief gekränkt das Verhältnis der beiden Liebenden aufdeckt, beschwört sie ein Duell mit tödlichem Ausgang herauf … – In DER BAJAZZO kommt eine Komödiantentruppe in ein kalabrisches Dorf, um ein Stück aufzuführen. Die von Betrug, Liebessehnsucht und Eifersucht geprägten realen Beziehungen der Theaterleute spiegeln sich in der Figurenkonstellation auf der Bühne: Wahrheit und Illusion verschwimmen, und aus dem Spiel wird blutiger Ernst… –  Die beiden veristischen Opern-Klassiker verbinden unüberbietbar expressive Intensität, Härte und Knappheit in der Darstellung mit dem Schmelz italienischer Belcanto-Oper und haben sich so wie kein anderes Opern-Doppel in Herz und Seele des Publikums verankert.

Musikalische Leitung: Fabrizio Ventura
Inszenierung: Philipp Kochheim
Bühne: Barbara Bloch
Kostüme: Bernhard Niechotz
Chöre: Inna Batyuk
Dramaturgie: Jens Ponath

Mitwirkende:
Cavalleria Rusticana
Jennifer Feinstein (Santuzza, eine junge Bäuerin), Adrian Xhema (Turiddu, ein junger Bauer), Lisa Wedekind (Lola, Alfios Frau), Michael Bachtadze (Alfio, ein Fuhrmann), Suzanne McLeod (Lucia, Turiddus Mutter)

Der Bajazzo
Sara Rossi Daldoss (Nedda/Colombine), Adrian Xhema Canio (Bajazzo), Michael BachtadzeTonio (Taddeo), Boris Leisenheimer/Youn-Seong Shim (Beppo/ Harlekin) , Birger Radde (Silvio), Jaean Koo (1. Bauer), Frank Göbel (2. Bauer)

Opern- und Extrachor des Theaters Münster, Sinfonieorchester Münster

Einführungsmatinee: Sonntag, 8. Mai, 11.30 Uhr, Oberes Foyer

Weitere Vorstellung im Mai: Donnerstag, 26. Mai 2016, 19.30 Uhr, Großes Haus

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Pressemeldung Theater Münster

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