Baden-Baden, Festspielhaus, Die vier Jahreszeiten – Ballett, IOCO Aktuell, 16.12.2018

Dezember 16, 2018 by  
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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

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 Mariinsky Ballett in Baden-Baden –  Die vier Jahreszeiten

26. Dezember 2018

Mit einem ungewöhnlichen Programm aus moderner Ballettklassik überrascht das Mariinsky-Ballett am zweiten Weihnachtsfeiertag: auf dem Programm steht Die vier Jahreszeiten, ein Ballett auf die von Max Richter verdichtete Musik Antonio Vivaldis. Die beiden Vorstellungen der vier Jahreszeiten am 26. Dezember 2018, 14 und 19 Uhr, richten sich mit ihrer klaren Struktur, den schönen Bildern und der bekannten Musik auch an Balletteinsteiger, Erstbesucher oder Jugendliche.

Anton Pimonov und Ilya Zhivoi sind zwei der jungen Choreographen, die in der St. Petersburger Kompanie kontinuierlich gefördert werden; beide gingen aus den „Junge Choreographen“-Workshops hervor, die dort alljährlich dazu beitragen sollen, kreative Kräfte in den eigenen Reihen zu entdecken.

Festspielhaus Baden-Baden / Die vier Jahreszeiten - Ballett von Natasha Razina © State Academic Mariinsky Theatre

Festspielhaus Baden-Baden / Die vier Jahreszeiten – Ballett von Natasha Razina © State Academic Mariinsky Theatre

Der junge Choreograph Ilya Zhivoi, ein geborener St. Petersburger und Halbsolist beim Mariinsky-Ballett, wählte Max Richters Bearbeitung von Antonio Vivaldis Die vier Jahreszeiten, eine „Rekomposition“ der vier ikonischen, weltbekannten Violinkonzerte des Meisters der Barockmusik. Richter, in Hameln geboren und in England aufgewachsen, gilt inzwischen als Kult-Komponist des modernen Crossover zwischen Klassik, Elektronik und Minimal Music. Er schuf 2012 mit „Recomposed by Max Richter: Vivaldi – The Four Seasons einen echten Tophit, der damals nicht nur zeitweilig zwischen Lady Gaga und Adele die Hitparade bei iTunes anführte, sondern seitdem auch bei internationalen Choreographen höchst begehrt ist. Die Bearbeitung spielt mit dem Tempo von Vivaldis Musik, legt manchmal subtile elektronische Klänge oder Loops der Minimal Music unter die bekannten Melodien, verbindet sozusagen analog mit digital. Vivaldis Original bleibt dabei aber immer erkennbar.

Ganz bewusst greift Ilya Zhivois Ballett die Struktur und Thematik der vier Konzerte auf, die ein frühes Beispiel für Programmmusik sind. Der Choreograph zeigt nicht nur die wechselnden Jahreszeiten, etwa mit grünen Hecken, einer lauen Sommernacht, Herbstfarben oder Eisbergen, sondern auch den Zyklus des Lebens und den Lebensweg eines Paares: das Erwachen der Liebe, den ersten Streit und das daraus erwachsende Vertrauen, die Hochzeit und den Lebensabend. Die Beziehung entwickelt sich in vier großen Pas de deux, die jeweils zum langsamen Mittelsatz eines Konzertes getanzt werden. Begleitet wird das zentrale Paar von vier weiteren Paaren, die zu Gefährten und Freunden oder auch zu choreographischen Spiegelbildern und Vervielfachungen der beiden Hauptpersonen werden. Zhivois choreographische Sprache ist klassisch, getanzt wird auf Spitze, aber nicht in den kompliziert-erhabenen Tricks und Verästelungen des rein akademischen Vokabulars, sondern in einem freieren, schwungvollen, der Neoklassik angenäherten Stil.

Antonio Vivaldi - Denkmal in Wien © IOCO

Antonio Vivaldi – hier sein Denkmal in Wien © IOCO

Vor den Vier Jahreszeiten steht Anton Pimonovs kurzes Ballett The cat on the tree, das trotz des fröhlichen Titels abstrakt ausfällt. Der Titel bezieht sich auf einen Song von Nico Muhly und Teitur Lassen. Der moderne amerikanische Komponist und der Sänger/Songwriter von den Faröer Inseln vertonten vor zehn Jahren die Kommentare, die Menschen unter Youtube-Filmen hinterlassen haben – dabei entstanden poetische oder auch skurrile Songs über alltägliche Situationen. Choreograph Anton Pimonov, der ebenfalls Tänzer beim Mariinsky war und heute als stellvertretender Ballettdirektor das Theater in Jekaterinburg leitet, wählte einige von ihnen aus und schuf in hellen Grautönen ein Stück für drei Paare. Dessen lichtblitzende Optik erinnert zwar an William Forsythes Dekonstruktionen, der Bewegungsduktus aber bleibt doch stärker beim klassischen Ballett und mischt es mit punktuellen modernen Anreicherungen auf. Auch hier werden innige Pas de deux getanzt, aber die Beziehungen sind, genau wie die Ästhetik, moderner. Das Programm bietet also gleichzeitig einen leicht zugänglichen Einstieg ins klassisch-moderne Ballett und einen Einblick in die Entwicklung der zeitgenössischen Ballettchoreographie Russlands.

Das Mariinsky Ballett zählt neben dem Bolschoi Ballett zum Besten, was der klassische russische Tanz zu bieten hat. Unter dem Namen Kirov entwickelte sich das einst kaiserliche Ballett St. Petersburgs zum kulturellen Exportartikel Nummer Eins der Sowjetunion. Tanz-Stars wie Rudolf Nurejew, Natalia Makarowa und Mikhail Baryshnikov gelangten durch die Compagnie zu Weltruhm und setzten ihre Karrieren dann als Stars in den USA und Westeuropa fort

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Cottbus, Staatstheater Cottbus, Ballett – Uraufführung ALICE IM WUNDERLAND, 22.09.2018

September 21, 2018 by  
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Staatstheater Cottbus

Staatstheater Cottbus © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus © Marlies Kross

Uraufführung  –  ALICE IM WUNDERLAND
Tanzstück von Torsten Händler
Musikcollage und Kompositionen: Steffan Claußner

Premiere am Samstag, 22. September 2018, 19.30 Uhr, Großes Haus

Das Tanzstück Alice im Wunderland von Torsten Händler nach Lewis Carroll wird am Samstag, 22. September 2018, 19.30 Uhr, im Großen Haus des Staatstheaters Cottbus uraufgeführt.
Händler entwickelte mit dem Cottbuser Ballett eine Choreografie, die sich in erster Linie an Erwachsene richtet. Die Rolle der Alice haben als Doppelbesetzung Venira Welijan und Gemma Pearce übernommen.

Staatstheater Cottbus / ALICE IM WUNDERLAND - Szenenfoto mit (v.l.n.r.): Pedro Gómez (Märzhase), Venira Welijan (Alice), Niko Ilias König (Hutmacher) und Inmaculada Marín Lopéz (Haselmaus) © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus / ALICE IM WUNDERLAND – Szenenfoto mit (v.l.n.r.): Pedro Gómez (Märzhase), Venira Welijan (Alice), Niko Ilias König (Hutmacher) und Inmaculada Marín Lopéz (Haselmaus) © Marlies Kross

Lewis Carrolls Buch Alice im Wunderland begeisterte seit seiner ersten Veröffentlichung im Jahr 1865 Generationen von Kindern und Erwachsenen. Die Titelheldin fällt in ein Kaninchenloch und gerät dadurch in eine Welt voll grotesker Begegnungen, rätselhafter Ereignisse und unglaublicher Veränderungen. Die Erlebnisse des Mädchens inspirierten bereits zahlreiche Künstler zu Umsetzungen in Film, in der Oper, im Tanz, in der Rock- und Popmusik sowie im Jazz. Torsten Händler fasziniert an der Geschichte der kleinen Alice das scheinbar chaotische Spiel um Zeitbegriffe, Sprache, Vergänglichkeit und Verhaltensregeln, bei dem alles in Frage gestellt wird: Ein anarchisches Potential, das phantasieanregend und beunruhigend zugleich ist. Seine Sicht auf Alices Wunderland setzt er in beeindruckende Bilder und faszinierende Bewegungen um.

Der Soundtrack stammt von Steffan Claußner, der sich seit Jahrzehnten im Bereich der improvisierten Musik einen Namen gemacht hat und viele Theater- und Tanzprojekte durch seine Klänge mitgestaltete. Torsten Händler und ihn verbindet eine lange Zusammenarbeit. Claußner schuf für Alice eine maßgeschneiderte Collage aus bekannten Titeln und Eigenkompositionen. Bühne und Kostüme entwarf das gefragte Ausstatter-Team Leonie Mohr und Hannes Hartmann.

Staatstheater Cottbus / ALICE IM WUNDERLAND - ALICE IM WUNDERLAND Szenenfoto mit Venira Welijan (Alice) und Andrea Simeone (Grinsekatze) © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus / ALICE IM WUNDERLAND – ALICE IM WUNDERLAND
Szenenfoto mit Venira Welijan (Alice) und Andrea Simeone (Grinsekatze) © Marlies Kross

Torsten Händler interpretierte als Erster Solotänzer an der Staatsoper Unter den Linden alle großen Partien des Repertoires u.a. in Choreografien von Rudolf Nurejew, George Balanchine, John Cranko, William Forsythe, Maurice Béjart und Roland Petit. Auch als Ballettdirektor u.a. in Chemnitz und als Leiter der Deutschen Tanzkompanie war er erfolgreich. Mit dem Cottbuser Ballettensemble brachte er mit bereits Die kleine Meerjungfrau und Ein Tag bei Norma zur Uraufführung.

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Wien, Wiener Staatsoper, Wiener Staatsballett: Don Quixote, 18./22.09., 2./6./20.10. und 08.11.2015

September 16, 2015 by  
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Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper © Starke

Wiener Staatsoper © Starke

Wiener Staatsballett: Don Quixote an der Wiener Staatsoper

Das Wiener Staatsballett eröffnet seine Saison an der Wiener Staatsoper mit der Erfolgsproduktion von Rudolf Nurejews Don Quixote am Freitag, 18. September 2015. Als Kitri bzw. Basil sind Maria Yakovleva bzw. Denys Cherevychko zu erleben, Roman Lazik tanzt den Espada, Ketevan Papava die Straßentänzerin und Olga Esina die Königin der Dryaden.

Es dirigiert: Paul Connelly.

Reprisen in wechselnden Besetzungen: 22. September, 2., 6., 20. Oktober, 8. November 2015

Die Vorstellungen am 18. und 22. September werden im Rahmen von „Oper live am Platz“ live auf den Herbert von Karajan-Platz übertragen.

Besetzungen und Rollendebüts:
18. und 22. September:
Kitri: Maria Yakovleva
Basil: Denys Cherevychko
Espada: Roman Lazik
Straßentänzerin: Ketevan Papava
Königin der Dryaden: Olga Esina
Don Quixote: Kamil Pavelka
Sancho Pansa: Christoph Wenzel
Gamache: Dumitru Taran
Lorenzo: Gabor Oberegger
Amor: Kiyoka Hashimoto
Zigeuner: Mihail Sosnovschi
Kitris Freundinnen: Ioanna Avraam, Alice Firenze

2. und 6.* Oktober
Kitri: Olga Esina (Rollendebüt)
Basil: Vladimir Shishov
Espada: Kirill Kourlaev
Straßentänzerin: Alice Firenze
Königin der Dryaden: Prisca Zeisel / Gala Jovanovic* (Rollendebüt)
Don Quixote: Ryan Booth (Rollendebüt)
Sancho Pansa: Marat Davletshin (Rollendebüt)
Gamache: Gabor Oberegger
Lorenzo: Jaimy van Overeem (Rollendebüt)
Amor: Natascha Mair
Zigeuner: Richard Szabó / Francesco Costa* (Rollendebüt)
Kitris Freundinnen: Nina Tonoli (Rollendebüt), Eszter Ledán

20.* Oktober und 8.° November:
Kitri: Liudmila Konovalova
Basil: Robert Gabdullin
Espada: Eno Peci / Andrey Teterin°
Straßentänzerin: Gala Jovanovic / Ketevan Papava°
Königin der Dryaden: Olga Esina / Prisca Zeisel°
Don Quixote: Kamil Pavelka
Sancho Pansa: Christoph Wenzel
Gamache: Andrey Kaydanovskiy / Jaimy van Overeem°
Lorenzo: Gabor Oberegger
Amor: Kiyoka Hashimoto / Nikisha Fogo°
Zigeuner: Davide Dato
Kitris Freundinnen: Nikisha Fogo*, Natascha Mair* (Rollendebüts) / Anita Manolova, Anna Shepelyeva (Rollendebüts)

Pressemeldung Wiener Staatsoper

Wien, Wiener Staatsoper, Nussknacker, Rigoletto, Arabella und mehr, 19./20./21.12.2014

Dezember 19, 2014 by  
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Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper © Starke

Wiener Staatsoper © Starke

Viertes Adventwochenende mit der Wiener Staatsoper:

„Der Nussknacker“; Premiere „Rigoletto“ im Haus am Ring, zuhause und im Kino; „Matinee der Opernschule und Ballettakademie“ und „Arabella“

Ein vielfältiges Programm präsentiert die Wiener Staatsoper am vierten Adventwochenende dieses Jahres.

Am Freitag, 19. Dezember 2014 nimmt das Wiener Staatsballett die Erfolgsproduktion von Rudolf Nurejews „Der Nussknacker“ wieder auf: Es tanzen Kiyoka Hashimoto (Clara) und Robert Gabdullin (Drosselmeyer/Prinz), es dirigiert Paul Connelly.

Die Reprisen am 22. Dezember, 26. Dezember (nachmittags und abends * Dirigent: Gerrit Prießnitz), 6. Jänner (nachmittags und abends) sowie am 9. Jänner 2015 gestalten in alternierenden Besetzungen Kiyoka Hashimoto, Natascha Mair, Liudmila Konovalova und Nina Tonoli als Clara bzw. Robert Gabdullin, Denys Cherevychko, Vladimir Shishov und Eno Peci (Rollendebüt) als Drosselmeyer/Prinz.

Am Samstag, 20. Dezember 2014 feiert die Neuproduktion von Giuseppe Verdis „Rigoletto“ in der Inszenierung von Pierre Audi und mit
Myung-Whun Chung am Pult Premiere. Zu erleben sind u. a. Simon Keenlyside (Rigoletto), Piotr Beczala (Duca di Mantova), Erin Morley
(Gilda), Elena Maximova (Maddalena) und Ryan Speedo Green (Sparafucile).

Die Premiere wird ab 18.30 Uhr live von Radio Ö1 (+ EBU) übertragen, live-zeitversetzt ab 20.15 Uhr auf Classica und um 21.55 Uhr auf ORF 2 sowie live bzw. live-zeitversetzt in rund 60 Kinos europaweit von Andorra über Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Irland, Polen,
Schweiz bis Spanien.

Am Sonntag, 21. Dezember 2014 gestalten die Studierenden der Opernschule der Wiener Staatsoper sowie der Ballettakademie der Wiener Staatsoper um 11.00 Uhr im Großen Haus gemeinsam eine Matinee: Die Schüler und Studierenden der Opernschule präsentieren Ausschnitte aus Johann Sebastian BachsWeihnachtsoratorium„; die Ballettakademie der Wiener Staatsoper widmet sich den Uraufführungen von „Hanna“ (Choreographie: Robert Sher-Machherndl) und „Avant-Scène“ (Choreographie: Bella Ratchinskaia); die Studierenden beider Schulen führen gemeinsam „Stella splendens“ und „Los set gotxs recomptarem“ (Choreographie: Margit Legler) auf.

Ebenfalls am Sonntag, 21. Dezember 2014 ist Richard Strauss’ „Arabellaletztmalig in dieser Saison im Haus am Ring zu sehen. Unter der musikalischen Leitung von Ulf Schirmer singen u. a. Anne Schwanewilms (Arabella), Tomasz Konieczny (Mandryka) und Herbert Lippert (Matteo).

Pressemeldung Wiener Staatsoper

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