Wuppertal, Wuppertaler Bühnen, Patrick Hahn – Nachfolger von Julia Jones, IOCO Aktuell, 06.07.2020

Wuppertaler Bühnen

Opernhaus Wuppertal © Andreas Fischer

Opernhaus Wuppertal © Andreas Fischer

Patrick Hahn, *1995 in Graz, 2021 neuer GMD in Wuppertal

Patrick Hahn wird Generalmusikdirektor der Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester GmbH Mit der Spielzeit 2021/22 wird der erst 24-jährige Österreicher Patrick Hahn Nachfolger von Julia Jones und zugleich jüngster GMD in Deutschland.

Sprühende Leidenschaft für die Musik verknüpft mit einer außergewöhnlichen dirigentischen Präzision – Patrick Hahn hinterließ bereits im Januar dieses Jahres bei seinem Dirigat des 5. Sinfoniekonzerts des Sinfonieorchester Wuppertal einen phänomenalen Eindruck.

Im Dezember 2019 gab die amtierende Generalmusikdirektorin Julia Jones bekannt, dass sie ihren seit der Spielzeit 2016/17 bestehenden Vertrag über die Spielzeit 2020/21 nicht verlängern möchte. Auf die zu besetzende Stelle des rund 90 Mitglieder großen Orchesters haben sich rund 100 Dirigentinnen und Dirigenten aus dem Inund Ausland beworben. Nach einem dreistufigen Auswahlverfahren konnte der Aufsichtsrat der Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester GmbH der einstimmigen Entscheidung der 11-köpfigen Findungskommission zustimmen und Patrick Hahn zum Generalmusikdirektor der Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester GmbH berufen.

Wuppertaler Bühnen / Patrick Hahn, GMD in Wuppertal ab 2021 © Gerhard Donauer C&G Pictures

Wuppertaler Bühnen / Patrick Hahn, GMD in Wuppertal ab 2021 © Gerhard Donauer C&G Pictures

»Wir freuen uns, ein solches Ausnahmetalent für Wuppertal zu gewinnen. Ein absoluter Glückgriff für die Wuppertaler Bühnen, für die Stadt und das gesamte Bergische Land – die musikalische Welt wird auf uns schauen!«, begrüßt Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Mucke die Besetzung der wichtigen Position. Der designierte GMD blickt mit freudiger Erwartung auf die neuen Herausforderungen: »Nicht oft passt die Chemie und die gemeinsame Lust am Musizieren so sehr auf Anhieb, wie das bei unserer ersten Zusammenarbeit Anfang des Jahres der Fall war. Ich freue mich ungemein, mit einem derart motivierten, hochklassigen und versatilen Klangkörper eine aufregende Reise zu beginnen und schaue mit großer Vorfreude auf die Post-Covid-19-Ära, in der das gemeinsame Musizieren einen möglicherweise noch außergewöhnlicheren und fruchtbareren Stellenwert einnimmt. Wuppertal als Geburtsstadt von Günter Wand bietet einen inspirierenden Nährboden, um die visionäre Programmatik dieses großen deutschen Dirigenten zu reflektieren. Uns erwarten gewiss aufregende Zeiten!«

Der 1995 in Graz geborene Patrick Hahn ist als Dirigent, Komponist und Pianist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe im In- und Ausland. Als Dirigent arbeitete er unter anderen mit Orchestern und Opernhäusern wie den Münchner Philharmonikern, den Klangkörpern des Bayerischen Rundfunks, dem Gürzenich-Orchester Köln, den Düsseldorfer Symphonikern, der Dresdner Philharmonie, der NDR Radiophilharmonie, den Symphonikern Hamburg, dem Tonkünstlerorchester Niederösterreich, den Wiener Symphonikern, der Camerata Salzburg, dem Klangforum Wien, dem Luzerner Sinfonieorchester, der Camerata Royal Concertgebouw Orchestra, dem Orchestra Ensemble Kanazawa, der Bayerischen Staatsoper München, der Staatsoper Hamburg, der Ungarischen Staatsoper Budapest sowie den Tiroler Festspielen Erl. In enger Zusammenarbeit mit Kirill Petrenko übernahm er die Einstudierung der Neuproduktionen von ›Salome‹ und ›Die tote Stadt‹ an der Bayerischen Staatsoper sowie von ›Fidelio‹ bei den Opernfestspielen Baden-Baden.

Noch während des Klavier- und Dirigierstudiums an der Kunstuniversität Graz wurde er zu Meisterkursen bei Kurt Masur und Bernard Haitink sowie als Conducting Fellow zum Aspen Music Festival und zum Tanglewood Music Center eingeladen.

Neben seiner Arbeit im klassischen Musikbereich hegt Patrick Hahn großes Interesse an den Liedern des österreichischen Chansonniers Georg Kreisler wie auch an Jazzmusik und erhielt Auszeichnungen bei Jazz Festivals in Chicago sowie den »Outstanding Soloist Award« der University of Wisconsin-La Crosse als bester Jazzpianist des 37th Annual Jazz Festivals. 2017 wurde ihm der Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft verliehen.

Außergewöhnliche Vielfalt und musikalische Offenheit sind Markenzeichen des Sinfonieorchesters Wuppertal. 1862 gegründet, kann der Klangkörper auf eine Reihe großer Dirigent*innen wie Erich Kleiber und Otto Klemperer, die ihre Karriere in Wuppertal begannen, zurückblicken. Das A-Orchester mit 88 Mitgliedern hat mit der Historischen Stadthalle Wuppertal, einem der besten Konzertsäle Europas, ein Juwel als Heimstätte, die im Jahr 1900 unter Leitung von Richard Strauss eingeweiht wurde. Internationale Konzerttourneen führten das Sinfonieorchester unter anderem nach Tokio, Mailand, Paris und Amsterdam. Seit 20 Jahren widmet sich das Sinfonieorchester zudem insbesondere dem Bereich Education und Musikvermittlung.

—| IOCO Aktuell Wuppertaler Bühnen |—

Dortmund, Konzerthaus Dortmund, Elim Chan dirigiert Festliche Saisoneröffnung, 14.09.2019

August 28, 2019 by  
Filed under Konzerthaus Dortmund

Konzerthaus_dort_logo

Konzerthaus Dortmund

Konzerthaus Dortmund © Daniel Sumesgutner

Konzerthaus Dortmund © Daniel Sumesgutner

Elim Chan  – Festliche Saisoneröffnung am KONZERTHAUS DORTMUND

Junge Dirigentin springt für Franz Welser-Möst ein Elim Chan wird die Festliche Saisoneröffnung mit dem Royal Concertgebouw Orchestra im KONZERTHAUS DORTMUND am 14. September leiten. Sie springt damit für Franz WelserMöst ein, der nach einer Schulterverletzung, die eine kleine Operation erfordert, auf ärztlichen Rat zwei Wochen Ruhe einhalten soll.

Chan wird das reine Tschaikowsky-Programm unverändert übernehmen: Auf das Violinkonzert mit Solistin Janine Jansen folgt die Fantasie-Ouvertüre »Romeo und Julia« sowie Auszüge aus dem Ballett »Schwanensee«.

Elim Chan dirigierte das Royal Concertgebouw Orchestra erstmals im April 2018. Mit Beginn der Saison 2019/20 wird sie Chefdirigentin des Antwerp Symphony Orchestra. Darüber hinaus ist Chan Musikdirektorin der NorrlandsOperan in Umeå und Erste Gastdirigentin des Royal Scottish National Orchestra.

Geboren in Hongkong, ist Elim Chan die erste weibliche Gewinnerin der »Donatella Flick Conducting Competition« 2014, woraus die Position des Assistant Conductor beim London Symphony Orchestra in der Saison 2015/16 und die Teilnahme beim Dudamel Fellowship Program mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra in der Saison 2016/17 resultierten. Elim Chan erhielt ihre Ausbildung am Smith College und an der University of Michigan.


Sa 14.09.2019 / 19.00 Uhr
Festliche Saisoneröffnung
Royal Concertgebouw Orchestra
Franz Welser-Möst (Dirigent)
Janine Jansen (Violine)
Peter Iljitsch Tschaikowsky: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35
Peter Iljitsch Tschaikowsky: »Romeo und Julia« Fantasie-Ouvertüre
Peter Iljitsch Tschaikowsky: »Schwanensee« Ballettmusik op. 20 (Auszüge)

Einführung mit Prof. Dr. Michael Stegemann um 18.00 Uhr im Komponistenfoyer
Expresseinführung um 18.40 Uhr
Nach dem Konzert Empfang zum Saisonauftakt mit einem Glas Sekt oder Bier aufs
Haus

—| Pressemeldung Konzerthaus Dortmund |—

Düsseldorf, Tonhalle Düsseldorf, Die Planeten – Raumstation – Titan, Oktober 2018

Tonhalle Düsseldorf

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

 Veranstaltungen der Tonhalle im Oktober 2018

Ein gewaltiger Oktober steht der Tonhalle bevor: Neben Holsts Planeten spielt das Jugendsinfonieorchester gemeinsam mit seinem norwegischen Gastorchester Mahlers Titan, das Concertgebouw Oktett gibt Auszüge aus „Don Giovanni“ mit voller Bläserkraft zum Besten und in der #IGNITION wird es magisch.

Sternzeichen: Holst „Die Planeten“
In der Tonhalle, dem „Planetarium der Musik“, erklingt am 5., 7. und 8. Oktober unter der Leitung von Mario Venzago das Meisterwerk von Gustav Holst: „Die Planeten“. In jeweils einem Satz beschreibt der englische Komponist die (damals nur sieben entdeckten) Planeten, die neben der Erde um unsere Sonne kreisen – vom Kriegsbringer Mars bis zum Mystiker Neptun. Außerdem spielen die Düsseldorfer Symphoniker Werke von Max Bruch und dem rheinischen Komponisten Bernd Alois Zimmermann – Letzterer wäre in diesem Jahr 100 geworden.

Raumstation: Concertgebouw Oktett
Am 6. Oktober statten acht Bläsersolisten des niederländischen Royal Concertgebouw Orchestra der Tonhalle einen Besuch ab. In der Kammermusik-Reihe Raumstation spielen sie Werke von Mozart und Beethoven. Das renommierte Amsterdamer Orchester, dem die Solisten entstammen, wurde 2015 von Musikkritikern als weltweit zweitbestes Orchester ausgezeichnet. Auch das Kammerensemble, das sich daraus gebildet hat, überzeugt durch herausragende Qualität, perfektes Timing und brillierende Virtuosität.

Big Bang: Mahler – Titan
Am 7. Oktober bringen das Jugendsinfonieorchester der Tonhalle und das norwegische Gastorchester VUSO Mahlers 1. Symphonie, auch Titan genannt, auf die Bühne. In der Reihe „Big Bang“ stehen junge Menschen auf der Bühne des Mendelssohn-Saals und zeigen ihren Spaß und ihre unbedingte Leidenschaft an der sogenannten ernsten Musik.

Na hör’n Sie mal!
Am 12. Oktober widmet sich die Reihe „Na hör’n Sie mal!“ der Neuen Musik und ihren Komponisten aus Düsseldorf. In der Kammermusikreihe des notabu.ensemble neue musik mutiert der Helmut-Hentrich-Saal zur Experimentierstube. Mal still und meditativ, mal bombastisch-mitreißend – ganz nah an den Musikern erlebt das Publikum die Grenzenlosigkeit zeitgenössischer Klangsprachen.

Frau Luna – Das Café-Konzert
Musik aus den Caféhäusern der Welt: Am 21. Oktober erklingen in der Tonhalle Melodien aus der Blütezeit von Kur- und Caféhäusern. Das Tea Time Ensemble präsentiert dann ein in liebevoller Entdeckungsarbeit zusammengestelltes Repertoire, das einst in Caféhäusern weltberühmt wurde. Ein weiter Bogen der Unterhaltungsmusik wird gespannt – mit einem vielseitigen Programm von Musik aus Wien bis zum Musical von heute.

#IGNITION – Harry Potter
Am 30. Oktober zaubert die #IGNITION einen großen Soundtrack auf die Bühne der Tonhalle: Harry Potter. Im Film verzauberte er seine Fans, und kein anderer als Altmeister John Williams hätte einen besseren Grundstein legen können, um der Bildgewalt von Hogwarts musikalisch gerecht zu werden. #IGNITION-Dirigent Jesko Sirvend öffnet das Zauberbuch von John Williams‘ Musik und lüftet das Geheimnis mancher magischen Momente.

—| Pressemeldung Tonhalle Düsseldorf |—

Amsterdam, Royal Concertgebouw Orchestra, Daniele Gatti entlassen, IOCO Aktuell, 03.08.2018

Royal Concertgebouw Saal © Andreas Praefcke / Wikipedia

Royal Concertgebouw Saal © Andreas Praefcke / Wikipedia

Royal Concertgebouw Orchestra

Royal Concertgebouw Orchestra –  Daniele Gatti

Das Royal Concertgebouw Orchestra (RCO) hat die Zusammenarbeit mit ihrem Chefdirigent  Daniele Gatti mit sofortiger Wirkung beendet.

Die RCO Pressemeldung:Am 26. Juli 2018 publizierte die Washington Post einen Artikel, in welchem Daniele Gatti beschuldigt wurde sich unangemessen verhalten zu haben. Diese Beschuldigungen und diesbezügliche Reaktionen Gattis haben für große Unruhe unter Musiker/innen, Angestellten und anderen Beteiligten gesorgt. Daneben haben, seit Erscheinen des Washington Post Artikels eine Reihe weiblicher Kollegen des Royal Concertgebouw Orchestra von Erfahrungen mit Gatti berichtet, welche in Hinblick auf seine Position als Chefdirigent unangemessen sind. Dies hat die Vertrauensbeziehung zwischen Orchester und Chefdirigent irreparabel beschädigt.“

——————

Die Washington Post hatte in der vergangenen Woche von sexuellem Fehlverhalten des Dirigenten berichtet. Daraufhin hatten auch Musikerinnen des Royal Concertgebouw Orchestra  in Amsterdam von ähnlichen Erfahrungen berichtet. Daniele Gatti hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe bestritten.

2020, der kommende, neue Ring des Nibelungen der Bayreuther Festspiele, wird, wenn auch noch nicht offiziell verkündet, von vier Frauen inszeniert. Katharina Wagner übernimmt dabei voraussichtlich die Götterdämmerung. Daniele Gatti (*1961 in Mailand) wurde für diesen Ring als Dirigent gehandelt. Daniele Gatti ist ebenfalls Artistic Advisor des Mahler Chamber Orchestra, Berlin. Das Mahler Chamber Orchestra bewirbt Gatti auf seiner Homepage zur Zeit wie folgt überschwenglich:   „…Audiences and critics across the world applaud the exciting fusion that results fron Daniele Gatti´s „Symphonik power“ and the „Finest chamber music“ from the Mahler Chamber Orchestra.“

Die Entscheidung des RCO zu Gatti hat bisher weder in Bayreuth oder Berlin zu öffentlich bekannten Reaktionen geführt.    IOCO/VJ

—| IOCO Aktuell Royal Concertgebouw Orchestra |—

Diese Webseite benutzt Google Analytics. Die User IPs werden anonymisiert. Wenn Sie dies trotzdem unterbinden möchten klicken Sie bitte hier : Click here to opt-out. - Datenschutzerklärung