Frankfurt, Oper Frankfurt, HIGHLIGHTS – AUGUST / SEPTEMBER 2019

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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO


HIGHLIGHTS IM SPIELPLAN DER OPER FRANKFURT IM OKTOBER 2019


Oper Frankfurt / Manon Lescaut / Lorenzo Viotti © Martin Straka

Oper Frankfurt / Manon Lescaut / Lorenzo Viotti © Martin Straka

Sonntag, 6. Oktober 2019, um 18.00 Uhr im Opernhaus
Premiere
MANON LESCAUT
Dramma lirico in vier Akten von Giacomo Puccini
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Lorenzo Viotti / Takeshi Moriuchi; Regie: Àlex Ollé
Mitwirkende: Asmik Grigorian (Manon Lescaut), Iurii Samoilov (Lescaut),
Joshua Guerrero (Chevalier Renato Des Grieux), Donato Di Stefano (Geronte de Ravoir),
Michael Porter (Edmondo), Magnús Baldvinsson (Der Wirt), Bianca Andrew (Ein Musiker),
Jaeil Kim (Ein Tanzmeister), Santiago Sánchez (Der Laternenanzünder),
Božidar Smiljani? (Der Sergeant), Pilgoo Kang (Der Kapitän)

Weitere Vorstellungen: 10., 13. (18.00 Uhr), 18., 25., 27. (15.30 Uhr) Oktober,
2., 9. (18.00 Uhr), 15., 23. November 2019

Oper Frankfurt / Manon Lescaut -  Asmik Grigorian © Algirdas Bakas

Oper Frankfurt / Manon Lescaut – Asmik Grigorian © Algirdas Bakas

Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Preise: € 15 bis 165 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Manon Lescaut von Giacomo Puccini (1858-1924) kam 1893 in Turin zur Uraufführung.

Mit diesem Werk, das rasch internationale Verbreitung fand, legte der italienische Opernkomponist den Grundstein für seinen Erfolg, der sich mit La Bohème, Tosca und Madama Butterfly fortsetzen sollte. Bereits ein Jahrzehnt zuvor hatte sich Jules Massenet des Stoffes angenommen, der auch Puccinis dritter Oper zugrunde liegt: der Roman Histoire du Chevalier Des Grieux et de Manon Lescaut (1731) des Franzosen Abbé Prévost. Nicht weniger als acht Autoren waren an der Entstehung des Textes beteiligt, darunter auch der Komponist selbst, der sich einschneidende Kürzungen vorbehielt. 20 Jahre nach der Inszenierung durch Alfred Kirchner kehrt das Werk nun auf den Frankfurter Spielplan zurück.

Zum Inhalt: Manon, die auf Geheiß ihres Vaters ins Kloster gebracht werden soll, erreicht mit ihrem Bruder Lescaut die Stadt Amiens. Dort verliebt sich der Student Des Grieux augenblicklich in sie. Doch auch der Steuereintreiber Geronte zeigt Interesse an dem Mädchen und plant dessen Entführung. Des Grieux kommt ihm zuvor und ergreift mit Manon die Flucht. Da er aber ihrem Luxusbedürfnis nicht gerecht werden kann, verlässt sie ihn für Geronte. Mit ihm lebt sie in Wohlstand zusammen, bis sie die Sehnsucht nach Des Grieux plagt. Als beide wiedervereint sind, wollen sie abermals fliehen. Manon wird jedoch verhaftet und deportiert. Des Grieux darf sie nach Amerika begleiten. Dort stirbt Manon auf der erneuten Flucht in den Armen des Geliebten. Die musikalische Leitung liegt bei Lorenzo Viotti, der nach Werther und Tosca an den

Main zurückkehrt. Seit 2018/19 fungiert er als Chefdirigent des Orquestra Gulbenkian in Lissabon. 2021/22 wird er in gleicher Position an die Dutch National Opera & Ballet in Amsterdam wechseln. Zu seinen Plänen gehören u.a. Gounods Roméo et Juliette an der Mailänder Scala und La Bohème an der Opéra National de Paris. Àlex Ollé (Regie) gehört zu dem international tätigen katalanischen Künstlerkollektiv La Fura dels Baus und gab 2016/17 sein Frankfurter Hausdebüt mit dem Doppelabend La Damoiselle élue und Jeanne d’Arc au bûcher (Wiederaufnahme 2019/20). 2020 kehrt er für Montemezzis L’amore die tre re an die Mailänder Scala zurück. Nach ihrem überwältigendem Erfolg als Strauss’ Salome 2018 in Salzburg (Wiederaufnahme 2019) gab Asmik Grigorian (Manon) in Frankfurt ihr bejubeltes Debüt als Tschaikowskis Iolanta. Geplant sind Janá?eks Jen?fa am Londoner Covent Garden sowie Bellinis Norma am Theater an der Wien. Der amerikanische Tenor Joshua Guerrero gibt als Des Grieux sein Bühnendebüt in Deutschland. Zu seinen aktuellen Engagements gehören Pinkerton in Madama Butterfly in Glyndebourne (2018) und Rodolfo in La bohème in Toronto (2019). Angeführt von Iurii Samoilov (Lescaut) sind fast alle weiteren Partien mit Angehörigen des Ensembles und des Opernstudios der Oper Frankfurt besetzt.


Oper Frankfurt / Schwergewicht oder Die Ehre der Nation  v.l.n.r. Der Diktator, Evelyne, Gaston und Adam Ochsenschwanz sowie vorne Statisterie der Oper Frankfurt © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Schwergewicht oder Die Ehre der Nation v.l.n.r. Der Diktator, Evelyne, Gaston und Adam Ochsenschwanz sowie vorne Statisterie der Oper Frankfurt © Barbara Aumüller

Freitag, 11. Oktober 2019, um 19.30 Uhr im Opernhaus
Erste Wiederaufnahme
DREI KURZOPERN
DER DIKTATOR – SCHWERGEWICHT ODER DIE EHRE DER NATION – DAS GEHEIME KÖNIGREICH
von Ernst K?enek
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Lothar Zagrosek; Inszenierung: David Hermann
Mitwirkende Der Diktator: Davide Damiani (Der Diktator), Angela Vallone (Charlotte, seine Frau), Vincent Wolfsteiner (Der Offizier), Juanita Lascarro (Maria, seine Frau)
Mitwirkende Schwergewicht oder Die Ehre der Nation: Barnaby Rea (Adam Ochsenschwanz, Meisterboxer), Barbara Zechmeister (Evelyne, seine Frau), Jonathan Abernethy (Gaston, ein Tanzmeister),
Danylo Matviienko (Professor Himmelhuber), Judita Nagyová (Anna Maria Himmelhuber, seine Tochter),
Michael McCown (Ein Journalist / Ein Regierungsrat)
Mitwirkende Das geheime Königreich: Davide Damiani (Der König), Ambur Braid (Die Königin), Sebastian Geyer (Der Narr), Peter Marsh (Der Rebell), Florina Ilie, Julia Moorman, Judita Nagyová (Drei singende Damen), Jonathan Abernethy, Pilgoo Kang (Zwei Revolutionäre)

Weitere Vorstellungen: 19., 26. Oktober, 1. November 2019
Alle diese Vorstellungen beginnen um 19.30 Uhr
Preise: € 15 bis 95 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Oper Frankfurt / Das geheime Königreich - Ambur Braid (Die Königin; oben) und Sebastian Geyer (Der Narr; unten) © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Das geheime Königreich – Ambur Braid (Die Königin; oben) und Sebastian Geyer (Der Narr; unten) © Barbara Aumüller

Ernst K?enek (1900-1991) vertonte seine Drei Kurzopern in unterschiedlichen musikalischen Stilen: den Diktator als tragische Oper mit veristischen Anklängen, das Schwergewicht als burleske „Operette“ mit den Modetänzen der Zeit und das Königreich als schillernde Märchenoper à la Schreker. Wie schon bei ihrer Uraufführung 1928 in Wiesbaden verfehlten die an der Oper Frankfurt neu inszenierten Werke anlässlich ihrer Premiere am 30. April 2017 ihre Wirkung nicht: „Den großen, allerdings orchestral auch ziemlich druckvollen Bogen spannt das Frankfurter Opern- und Museumsorchester über alles, mit Lothar Zagrosek als Dirigent, der diese hoch intelligente, witzige, manchmal alberne und skurrile, dabei plötzlich immer wieder auch tief beklemmende Wiederentdeckung musikalisch aufwertet“ (Wiesbadener Kurier). Und die Radiokritikerin von SWR2 / Kultur aktuell berichtete: „Regisseur David Hermann (…) sucht in K?eneks Kurzopern die roten Fäden zusammen und verknotet sie gemeinsam mit einer hervorragenden Sänger-Schauspieler-Riege zum schlüssigen Ganzen.“ Auch die Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung ging in diese Richtung: „Auf der Frankfurter Bühne wird dies alles von einem engagierten Sängerensemble in der fantasievollen Regie von David Hermann liebevoll umgesetzt. Vor allem Davide Damiani als Diktator und König und Ambur Braid als absinthgrün gekleidete, feengleiche Königin, die wie ein perfekt funktionierender Koloraturenautomat durch den Zauberwald geistert, gelingen eindrucksvolle Rollenporträts.“ 2018 wurde die Frankfurter Produktion bei den International Opera Awards als „Wiederentdeckung des Jahres“ ausgezeichnet.

Zum Inhalt: Der Diktator begehrt Maria. Sie ist zu ihm gekommen, um Rache für ihren Ehemann zu nehmen, der als Offizier im Krieg sein Augenlicht verloren hat. Daraufhin schießt Charlotte, die eifersüchtige Frau des Herrschers, auf ihren Mann und tötet dabei die vermeintliche Rivalin. Im Glauben, das Attentat sei geglückt, verrät der blinde Soldat den mörderischen Plan. – Meisterboxer Adam Ochsenschwanz ist ein wahres Schwergewicht. Als er bemerkt, dass seine Frau Evelyne ihn mit ihrem Dauertanzpartner Gaston betrügt, schlägt er das Inventar seines Ateliers kurz und klein. Bevor Evelyne und Gaston das Weite suchen, setzen sie Adams Trainingsapparat unter Strom… – In einem geheimen Königreich streiten die Frau des resignierten Herrschers und ein Rebell um die Macht. Als das Volk den Palast stürmt, tauscht der König mit dem Narren die Kleider und flieht, wie die Königin und der Aufrührer, in den nahegelegenen Zauberwald. Dort kommt es zu einer erotischen Begegnung zwischen Rebell und Herrscherin, woraufhin sie in einen Baum verwandelt wird. An dessen Ästen will sich der entmutigte König erhängen. Gerade noch rechtzeitig wird er durch die Stimme seiner Frau in Schlaf versetzt, wodurch er die Schönheit seines Reiches erkennt. Das Stück schließt mit dem Epilog des Narren.

Neben den bereits erwähnten Künstlern Davide Damiani (Diktator, König) und Ambur Braid (Königin) sind auch weitere premierenbewährte Sänger wie Vincent Wolfsteiner (Offizier), Sebastian Geyer (Narr) und Peter Marsh (Rebell) wieder mit von der Partie. Alle Neubesetzungen wurden vorwiegend aus dem Ensemble und dem Opernstudio der Oper Frankfurt vorgenommen: So singt z.B. im Diktator Angela Vallone die Charlotte, während Juanita Lascarro, die diese Partie in der Premiere verkörpert hatte, nun deren Rivalin Maria übernimmt. Im Schwergewicht verkörpert Barnaby Rea den Adam Ochsenschwanz neben Jonathan Abernethy (Gaston), Danylo Matviienko (Professor Himmelhuber) und Judita Nagyová (Anna Maria Himmelhuber).


Oper Frankfurt / Pretty Yende © Gregor Hohenberg / Sony Classic

Oper Frankfurt / Pretty Yende © Gregor Hohenberg / Sony Classic

[Von Pretty Yende wurden verschiedene Aufnahmen bei Sony Classic veröffentlicht.]

Dienstag, 29. Oktober 2019, um 19.30 Uhr im Opernhaus
Liederabend
PRETTY YENDE, Sopran
MICHELE D’ELIA, Klavier
Lieder von Robert Schumann, Gaetano Donizetti, Paolo Tosti, Richard Strauss und
Johann Strauß Sohn
Preise: € 15 bis 95 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Ihre Geschichte klingt wie ein Opernmärchen: Geboren in einer südafrikanischen Kleinstadt, hörte Pretty Yende mit 16 Jahren das berühmte Blumenduett aus Delibes Lakmé in einem Werbespot und war seitdem davon besessen, eines Tages selbst zu singen. Sie hatte Glück, gewann ein Stipendium für ein Studium in Kapstadt und eroberte in Rekordgeschwindigkeit die Bühnen dieser Welt. Als erste Künstlerin überhaupt gewann sie 2009 erste Preise in sämtlichen Kategorien des Belvedere-Gesangswettbewerbs in Wien; bei Plácido Domingos Operalia-Wettbewerb 2011 war sie ebenfalls Gewinnerin aller Kategorien. 2010 wurde sie in die Akademie der Mailänder Scala aufgenommen und gab ihr Debüt als Berenice (L’occasione fa il ladro). Mit ihrem sensationellen Debüt 2013 in einer anderen Rossini-Partie, als Comtesse Adèle (Le comte Ory) an der MET in New York gelang der internationale Durchbruch. Ihr klarer lyrischer Sopran klingt blitzsauber, strahlend in den Höhen und virtuos in den Koloraturen.
Karten für die genannten Veranstaltungen sind bei unseren bekannten Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

Zur Absprache der Vorberichterstattung, Bestellung von Fotomaterial und Reservierung von Pressekarten ist Holger Engelhardt (Leitung Pressereferat) unter der Telefonnummer 069 – 212 46 727 erreichbar. Seine Faxnummer lautet 069 – 212 37 164, oder senden Sie eine E-Mail an holger.engelhardt@buehnen-frankfurt.de.

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Lüttich, Opéra Royal de Wallonie, La Clemenza di Tito – Wolfgang A. Mozart, IOCO Kritik, 18.05.2019

Opéra Royal de Wallonie-Liège © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège

  La Clemenza di Tito  –  Wolfgang Amadeus Mozart

Ein Traum?  Ein Märchen?  Was ist es?

von Ingo Hamacher

Das Kreativ-Team Cécile Roussat / Julien Lubek kann sich diese sonderbare Geschichte von La Clemenza di Tito (Die Milde des Titus),  in der Kaiser Titus, der in seiner sprichwörtlich gewordenen Milde auf den rauchenden Trümmern seines Palastes zwei Attentätern verzeiht, die ihm nach dem Leben trachteten, nicht als Teil der Realität vorstellen. Daher inszenieren sie diese überirdisch schöne Vision einer idealen Welt, einer Herrschaft, die als oberste Staatspflicht die Milde und die Vorbildlichkeit proklamiert, als Feerie, als eine Feengeschichte, angesiedelt in der Mythologie der römischen Antike.

La Clemenza di Tito – Wolfgang Amadeus Mozart
youtube Trailer Opéra Royal de Wallonie Liège
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Ein Gespinst, ein geheimnisvolles weißes Gewebe hängt bereits zu Anfang vor dem Bühnenvorhang, und verheißt in den wechselnden Farben und Schattierungen, die es immer wieder annimmt, den Auftakt zu einer geheimnisvollen Welt. Ein witziges Detail: Ein kleiner Junge sitzt alleine in einer der geräumigen Proszeniumslogen und schaut intensiv in den Orchestergraben. Der Sohn des Dirigenten? Er ist so jung, dass es vermutlich das erste Mal ist, dass er einen Opernabend erlebt.

Thomas Rösner, ein österreichischer Dirigent und Leiter der Beethoven Philharmonie in Österreich, tritt in seinem Hausdebut ans Pult der Opera Liege, und dirigiert eine leidenschaftliche, präzise und glasklare Aufführung. Ein Schwerpunkt im Repertoire von Rösner bilden Werke der Wiener Klassik, hier vor allem die Opern von Mozart, die er u. a. am Opernhaus Zürich, Théatre de la Monnaie, Brüssel oder in Glyndebourne dirigierte.

Der Vorhang öffnet sich und gibt den Blick frei auf eine Zauberwelt, in der griechisch-römisch mythologische Figuren und weitere Märchengestalten in dem mit größtem Aufwand gestalteten Bühnenbild in prachtvollen und geheimnisvollen Kostümen eine nie gesehene Welt mit raffinierter Bühnentechnik beleben. Im undurchdringlichen Wald schauen wir zur Ouvertüre auf eine kleine Lichtung, begrenzt von Hügeln und Felsen, großen, leuchtenden Bergkristallschätzen, tanzenden einäugigen und mehrfach gehörnten Zotteltrollen, ein riesiges geweih-artiges Gebilde (die Ur-Esche?) im mittleren Bühnenhintergrund und übermannsgroße Chimären, Kreaturen zwischen Bock und Löwe, die bedrohlich über die Bühne schleichen.

Taue hängen wie Lianen aus dem Schnürboden herab (Foto unten) – später werden sie geheimnisvollen Urgeistern das Mittel für atemberaubende Vertikalakrobatik bieten -, wabernde Nebel und eine interessante und abwechslungsreiche Lichtregie sorgen für eine sagenhafte Atmosphäre. Zahllose Diener und weitere Sagengestalten (z.B. Derwische und Sklaven) bevölkern die Szenerie.

 

Opéra Royal de Wallonie-Liège / La Clemenza di Tito - hier :   Leonardo Cortellazzi als Tito  © Opéra Royal de Wallonie - Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / La Clemenza di Tito – hier :   Leonardo Cortellazzi als Tito  © Opéra Royal de Wallonie – Liège

Akt I:

Die Waldhexe Vitellia, rot gekleidete Tochter der ehemaligen Kaiserdynastie, möchte Kaiser Titus heiraten, um auf diesem Wege den Thron zurück zu erlangen. Der jedoch liebt das Mädchen Berenice, eine Fremde.  Aus Rache für diese Zurückweisung und Kränkung stiftet Vitellia Sesto, einen wahnhaft in sie verliebten Satyr, dazu an, den Kaiser zu töten; als Belohnung würde sie Sesto (Hosenrolle) heiraten.

Titus, ein prachtvoller, federngeschmückter Zentaur hat sich aus Gründen der Staatsräson von Berenice getrennt. Lieber will er auf seine Liebe verzichten, als dass eine Missstimmung zwischen dem Volk und der Kaiserin entstehe. Annio (halb Vogel, halb Mensch), ein Freund Sestos und der Geliebte Servilias berichtet Vitellia auf die Bühne einfliegend von dieser Entscheidung des Kaisers. Vitellia, erneut hoffend, lässt den Mordplan wieder fallen und weist den verliebten Sesto in seine Schranken.

Publio, ein geheimnisvoller Baumgeist ewigen Alters berichtet Tito, dass ein dem Kaiser gewidmeter Tempel errichtet werden soll. Der Zentaur fühlt sich geehrt, entscheidet aber in seiner Milde, das Geld stattdessen für Notleidende zu nutzen. Titus hat sich entschieden die Schwester seines Freundes Sesto, die Quellnymphe Servilia zu heiraten.

Diese ist zwar bereit sich dem kaiserlichen Wunsch zu unterwerfen, berichtet Tito jedoch von ihrer Liebe zum engelsgleichen Annio. Der kaiserliche Zentaur lobt und preist ihre Ehrlichkeit und Offenheit, und gibt sie frei um einer wahren Liebe nicht im Wege zu stehen. Die Hexe Vitellia, die von den jüngsten Entwicklungen nichts weiß, fühlt sich wieder übergangen und drängt den Satyr Sesto erneut, gegen den Kaiser vorzugehen. Liebestoll eilt Sesto, Titus zu ermorden.

Kurz darauf erfährt die böse Vitellia vom immer wieder einfliegenden Vogelmenschen Annio, dass Titus inzwischen beschlossen habe, doch sie zu heiraten.  Der zum Mord angestachelte Sesto kann jedoch nicht aufgehalten werden. Zurückgekehrt von seiner grausigen Brand- und Mordtat –  die Bühne ist inzwischen ein einzig Bild von Rauch und Flammen – glaubt dieser, dass er Titus getötet hat.  Alle trauern; Sesto jedoch verzweifelt ob seines Verrats.

Opéra Royal de Wallonie-Liège / La Clemenza di Tito - hier : Anna Bonitatibus als Sesto © Opéra Royal de Wallonie - Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / La Clemenza di Tito – hier : Anna Bonitatibus als Sesto © Opéra Royal de Wallonie – Liège

Akt II:

Verbrannte Erde. Nur noch Stein. Alles weg.  Die Feerie ist entzaubert; die Protagonisten sind es auch. Kaiser Titus hat aufgrund einer Verwechslung überlebt. Sein halber Pferdeleib ist verschwunden, übrig bleibt der Mensch. Sesto, ebenfalls nur noch ein über sich selbst verzweifelter Verräter, wird als Urheber der Verschwörung verhaftet. Er gesteht, ohne jedoch Vitellias Mitschuld zu verraten; seine Schuld steht fest. Spinnenhafte Höllengestalten umkreisen den Verfluchten und verunmöglichen jede Flucht.

Der Mensch Titus, beraubt aller mythologischen Größe, leidet Höllenqualen. So sehr er auch an seine Ideale der Milde und des Verzeihens geglaubt hat; seine verletzte Menschenseele ist dazu nicht mehr in der Lage. Rachewünsche und Hass ergreifen ihn. Für seine Vision eines grundlegenden Humanismus ist er selbst zu schwach.

Der kleine Junge aus der Proszeniumsloge hat seinen Platz verlassen. Er betritt die Bühne und reicht dem großen Kaiser Titus seine kleine Hand. Der Knabe im reizenden Anzug: Ein Sinnbild des inneren Kindes, zu dem wir zurück finden müssen, wenn wir uns selbst verlieren. Er begleitet den Kaiser und gibt ihm von nun an den Halt wieder auf sich selbst zu vertrauen: „Götter, wenn zum Regieren ein hartes Herz nötig ist, nehmt mir entweder die Macht oder gebt mir ein anderes Herz.“

Vitellia erkennt und bewundert die grenzenlose Liebe Sestos, der ihre Mittäterschaft nicht verraten hat. Sie versteht, dass sie ihre Schuld bekennen muss, um sich Sestos Treue würdig zu erweisen. Vitellia stürzt vor den Kaiser und gesteht. Titus ist tief getroffen. Gerade als er einen Verbrecher begnadigen wollte, musste er einen weiteren finden. Dennoch bleibt er sich dank seines ihn unterstützenden kindlichen Alter Egos treu: Er lässt Sesto und Vitellia frei.  Im großen Finale preisen alle seinen Großmut.


Opéra Royal de Wallonie-Liège / La Clemenza di Tito - hier : das Ensemble © Opéra Royal de Wallonie - Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / La Clemenza di Tito – hier : das Ensemble © Opéra Royal de Wallonie – Liège

Langanhaltender Applaus für die großartige und makellose Leistung der Solisten, die Tänzer und Akrobaten. Eben solche Würdigung für Dirigat, Orchester und Chor. Ovationen für das Kreativteam. Und selbstverständlich das für Lüttich übliche, nicht enden wollende rythmische Klatschen, als wenn das Publikum sich weigern würde, nach Hause zu gehen. Erst nach kleinen akrobatischen Zugaben durfte der Vorhang dann fallen.

La Clemenza di Tito, Mozarts Oper über das Verzeihen, haben viele ihm nie verziehen. Doch das Stück ist kein feiges Herrscherlob, sondern ein politisches Lehrstück über die Macht der Ohnmacht. Fraglos geniale Musik, aber die Kritik warf ihm vor „er habe zu einer Zeit, als die Morgensonne der Französischen Revolution aufging, Europas finsterer Aristokratie noch einmal die Perücke gepudert.“  Unbestritten handelt es sich bei La Clemenza di Tito um ein feudales Auftragswerk.

Unter unglaublichem Zeitdruck komponiert, wurde die Oper 1791 – kurz vor Mozarts Tod – zur Krönung des österreichischen Kaisers Leopold II. zum König von Böhmen uraufgeführt. Mozart greift auf ein älteres, bereits 1734 entstandenes Textbuch von Pietro Metastasio zurück und lässt es von seinem Librettisten Caterino Mazzolà überarbeiten.  Es entsteht eine gespielte (und nicht bloß erzählte) Handlung; barocke Ariennummern werden zugunsten von acht Ensembles ausgetauscht.

In drei Arien singt sogar der Kaiser persönlich mit; der Abstand zwischen Volk und Kaiser verliert sich in der Egalität des Gesangs. Kaiserin Maria Luisa witterte eine „Porcheria Tedesca“ (deutsche Schweinerei); ein tieferes Verständnis für Titus‘ Ideen dürft ihr jedoch abgegangen sein.  Historisches Vorbild für La Clemenza di Tito war der römische Feldherr und spätere Kaiser Titus, einer der blutigsten Heerführer des Imperiums.

Auf Geheiß seines Vaters Vespasian zog er im Jahre 70 nach Palästina, eroberte Jerusalem, zerstörte den Tempel und machte die Juden heimatlos. Eine Million Menschen sollen ihm zum Opfer gefallen sein. Im Triumph kehrte er nach Rom zurück, ließ sich nach dem Tod seines Vaters zum Kaiser krönen – und tat fortan keiner Fliege etwas zuleide. Er weigerte sich, Urteile zu vollstrecken, und übte Milde gegen jedermann.  Historiker priesen ihn als guten Herrscher, als „Wonne des Menschengeschlechts“.

Wolfgang Amadeus Mozart Wien © IOCO

Wolfgang Amadeus Mozart Wien © IOCO

Regie, Bühne, Kostüme, Choreografie und Licht: Cécile Roussat, Julien Lubek,  Das Kreativ-Team Cécile Roussat / Julien Lubek traf sich im Jahr 2000 während einer Arbeit mit Marcel Marceau. Seit 2004 entwickeln sie durch visuellen, poetischen und multidisziplinären Shows ein persönliches Theateruniversum. Im Jahr 2008 gründeten sie das Shlemil Theater, deren ungewöhnliche Kreationen großen Erfolg in der Öffentlichkeit und bei der Kritik fanden. Seit 2010 werden sie regelmäßig von Opernhäusern eingeladen. Mozarts Zauberflöte (Oper Royal de Wallonie, 2010 & 2015), Dido und Aeneas (Liège 2017) und Rossinis Cenerentola (Opera Liege 2014) werden vielen Besuchern der Lütticher Oper noch in Erinnerung sein.

Chorleitung: Pierre Iodice liefert mit dem Chor der Opéra Royal de Wallonie-Liège wieder ein beeindruckendes Klangerlebnis.

Tänzer/Personen:  Claudine Chene-Delhalle, Jean-François Geneste; Géry Tialans, Elise Woos

Akrobaten:  Quentin Bancel, Marine Buridant, Alexis Cerani, Maxime Cravenne, Antoine Lafon, Johan Pagnot, Laure Sinic, Mélanie Thin

Orchester der Opéra Royal de Wallonie-Liège

VITELLIA: Patrizia Ciofi (* 1967) –  ist eine italienische lyrische Koloratursopranistin. Der Schwerpunkt ihres Repertoires reicht vom Spätbarock über die Opern Mozarts bis zum italienischen Belcanto. Die Stimme der Ciofi hat ein individuelles, unverkennbares Timbre, das für einen Sopran dieser Höhenlage etwas dunkel gefärbt ist und leicht verschleiert klingt, perfekt also für die Partie einer bösen Waldhexe.

SESTO: Anna Bonitatibus –  ist eine italienischevMezzosopranistin. Sie ist eine der bekanntesten Charakterdarstellerinen des italienischsprachigen Opernfachs. Dazu gehören Interpretationen der wichtigsten und bekanntesten Opern von Mozart bis Rossini. Wir erleben sie erstmalig an der  Royal Opera de Wallonie

TITO: Leonardo Cortellazzi – Der italienische Tenor Leonardo Cortellazzi machte gleichzeitig einen Abschluss in Wirtschaft und in Gesang in Parma bei Lelio Capilupi. Hauptsächlich auf italienischen Bühnen zu finden, tritt er auch vereinzelt international auf. In Lüttich war er bereits in „Don Giovanni« zu erleben.

SERVILIA: Veronica Cangemi (Mendoza, den 10. Oktober 1964) –  ist eine argentinische Cellistin und Mezzosopranistin, die ihre Karriere vor allem in Europa, spezialisiert auf Barockoper Opernrepertoire (vor allem in den Werken von Händel, Vivaldi und Mozart) entwickelt hat. Zahlreiche Konzerte mit namhaften Barockensembles ergänzen ihre Tätigkeit.TITO: Leonardo Cortellazzi –

ANNIO: Cecilia Molinari, italienische Mezzosopranistin –  wurde in Riva del Garda (Trient) geboren. 2018 debütierte sie als Annio in Clemenza di Tito in Antwerpen (Belgien). Sie ist erstmalig in Lüttich zu erleben.

PUBLIO: Markus Suihkonen –  studierte zunächst Cello und später Gesang an der Sibelius-Akademie in Helsinki. Seit der Spielzeit 2018/19 ist er Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Er hat sein Hausdebut in Lüttich.

La Clemenza di Tito – Neuproduktion der Opéra Royal de Wallonie

Drama serio per musica in due atti,  Musik: Wolfgang Amadeus Mozart,  Text: Caterino Tommaso Mazzolà, nach dem Dramma per musica (1734) von Pietro Metastasio.,  Uraufführung: 06.09.1791, Gräfliches Nostitzsches Nationaltheater, Prag

La Clemenza di Tito an der  Royal Opera de Wallonie, Lüttich,  weitere Termine: 15.05., 17.05., 19.05. (15:00), 21.05., 24.05.2019

—| IOCO Kritik Opéra Royal de Wallonie-Liège |—

Bremen, Theater Bremen, Weihnachten und Silvester 2018

Dezember 20, 2018 by  
Filed under Pressemeldung, Spielpläne, Theater Bremen

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Theater Bremen

Theater Bremen / Theater am Goetheplatz © Jörg Landsberg

Theater Bremen / Theater am Goetheplatz © Jörg Landsberg

Weihnachten und Silvester im Theater Bremen

Nur mit den Geschenken spielen? Noch was essen? Nein, auch mal raus, etwas Neues sehen, sich über etwas Zauberhaftes wundern oder etwas Kluges diskutieren: Weihnachten, Silvester und die Zeit dazwischen können mit einem Theaterbesuch gleichermaßen unterhaltsam, abwechslungsreich und nachdenklich sein. Am ersten Weihnachtsfeiertag werden im Theater Bremen Opulenz und Komik großgeschrieben: Im Musiktheater mit Verdis „Ein Maskenball“ und im Schauspiel mit der Weihnachtsfarce „Der Messias“ von Patrick Barlow mit Martin Baum und Guido Gallmann. Ganz im Zeichen der Familie steht der zweite Feiertag: „Die Abenteuer des Huckleberry Finn“ von John von Düffel nach Mark Twain für alle ab 6 Jahren laden gleich morgens um 10 Uhr zum Mitfiebern ein, Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ gibt es um 18 Uhr im Theater am Goetheplatz und „Väter und Söhne“ von Brian Friel nach dem Roman von Iwan Turgenjew steht um 18:30 Uhr im Kleinen Haus auf dem Programm.

Zwischen den Jahren lassen sich mit der 75. Vorstellung des deutsch-türkischen Liederabends „Istanbul“ am 27. Dezember, der jüdisch-amerikanischen Familiengeschichte „Hier bin ich“ von Erfolgsautor Jonathan Safran Foer am 28. Dezember und dem David Bowie Musical „Lazarus“ am 30. Dezember spannende Abende verbringen. Das Tanztheater zeigt am 29. Dezember das Kultstück von Samir Akika in neuer Version: „polaroids:remix“ ab 20 Uhr im Kleinen Haus, dort begegnen sich am nächsten Tag, dem 30. Dezember, dann Schauspiel und Tanz in Alize Zandwijks berührender Annäherung an das Thema Demenz mit ihrem Stück „Amour“.

Für einen guten Rutsch ins neue Jahr sorgen am Silvestertag der erfolgreiche Liederabend „Istanbul“ um 16 und um 20 Uhr im Kleinen Haus und die italienische Silvestergala „Evviva“ um 15 und um 19 Uhr im Theater am Goetheplatz: mit dem Musiktheaterensemble, dem Chor und den Bremer Philharmonikern, mit Arien und Ensembles von Rossini, Donizetti, Verdi etc. und einem vielstimmigen Evviva 2019! Anschließend kann ausgiebig der Jahreswechsel gefeiert werden bei der Party „Ballroom Babylon“ mit den DJs Jens Mahlstedt und Sean Patrick, die von Bremen Zwei präsentiert wird.


Programm:


So 23. Dezember
„Ein Maskenball – Un ballo in maschera“, 15:30 Uhr im Theater am Goetheplatz
„Der Messias“, 18:30 Uhr im Kleinen Haus


Di 25. Dezember
„Ein Maskenball – Un ballo in maschera“, 18 Uhr im Theater am Goetheplatz
„Der Messias“, 18:30 Uhr im Kleinen Haus


Do 26. Dezember
„Die Abenteuer des Huckleberry Finn“, 10 Uhr im Theater am Goetheplatz
„Die Zauberflöte“, 18 Uhr im Theater am Goetheplatz
„Väter und Söhne“, 18:30 Uhr im Kleinen Haus


Fr 27. Dezember
„Istanbul– Ein Sezen Aksu-Liederabend“ – 75. Vorstellung! 20 Uhr im Kleinen Haus


Sa 29. Dezember
„Die Zauberflöte“, 19 Uhr im Theater am Goetheplatz
„polaroids:remix“, 20 Uhr im Kleinen Haus, ab 19 Uhr szenischer Einlass


So 30. Dezember
„Lazarus“, 18 Uhr im Theater am Goetheplatz
„Amour“, 18:30 Uhr im Kleinen Haus


So 31. Dezember
„Evviva – eine italienische Silvestergala“, 15 Uhr und 19 Uhr im Theater am Goetheplatz
„Istanbul – Ein Sezen Aksu-Liederabend“, 16 Uhr und 20 Uhr im Kleinen Haus
Silvesterparty: Ballroom Babylon, 23 Uhr im Theater am Goetheplatz. Präsentiert von Bremen Zwei
—| Pressemeldung Theater Bremen |—

Bonn, Beethovenfest Bonn, 57 Konzerte im Festivalzeitraum vom 31.08 – 23.09.2018

August 17, 2018 by  
Filed under Beethovenfest, Konzert

Beethovenfest

Beethovenfest Bonn 2018 – Insgesamt sind 31.000 Tickets für 57 Konzerte im Verkauf

Zwei Wochen vor Beginn des Beethovenfestes Bonn 2018 sind für die meisten der 57 Konzerte im Festivalzeitraum vom 31. August bis zum 23. September noch (Rest-)Karten erhältlich.

Beethofenfest Bonn / Bertrand Chamayou © Marco Borggreve

Beethofenfest Bonn / Bertrand Chamayou © Marco Borggreve

Ausverkauft sind zurzeit das Eröffnungskonzert des Orchestre Philharmonique de Radio France und dem französischen Pianisten Bertrand Chamayou unter der Leitung des jungen finnischen Dirigenten Mikko Franck (31.8.), das Preisträgerkonzert des vision string quartets auf Burg Namedy (4.9.) als auch das Konzert des Orchestra of the Age of Enlightenment unter der Leitung von Adam Fischer (8.9.). Karten für das Konzert der auf Barockmusik und Wiener Klassik spezialisierten Academy of St Martin in the Fields unter der Leitung von Kit Amstrong sind bereits vergriffen (11.9.). Für die erste Aufführung (7.9.) des Beethoven Orchester Bonn von »Der Kaiser von Atlantis« unter der Leitung von Dirk Kaftan gibt es ebenfalls keine Karten mehr. Das Konzert von Markus Becker im Beethoven-Haus ist so gut wie ausverkauft (7.9.), ebenso die Konzerte des Emil Brandqvist Trios (13.9.), des Orchestra da Camera di Mantova (16.9.), des Minguet Quartetts (19.9.) als auch die Veranstaltung German Brass (22.9.).

Beethofenfest Bonn / Academy of St Martin in the Fields © Alan Kerr

Beethofenfest Bonn / Academy of St Martin in the Fields © Alan Kerr

Auf der Webseite des Beethovenfestes sind Wartelisten hinterlegt, so dass Rückläuferkarten an interessierte Besucher verteilt werden können.

Für die in der Aula der Universität stattfindende Eröffnungsmatinee (1.9.) gibt es noch Karten: Es spielt das Beethoven Orchester Bonn unter der Leitung seines Chefdirigenten Dirk Kaftan. In Beethovens »Egmont«-Musik hat der britische Musikschriftsteller Paul Griffiths einen neuen – einen politischen – Text gesetzt. In ihrem Festvortrag denkt Intendantin Nike Wagner über das kreative Potential historischer und individueller Schicksalsmomente nach und erläutert das Programm des diesjährigen Festivals.

Beethofenfest Bonn / Beethoven Orchester Bonn © Thilo Beu

Beethofenfest Bonn / Beethoven Orchester Bonn © Thilo Beu

Ebenfalls noch Karten erhältlich sind für die am Eröffnungswochenende stattfindenden Veranstaltungen: Konzert des Russischen Nationalorchesters mit seinem Dirigenten Mikhail Pletnev und dem vielfach preisgekrönten Geiger Renaud Capuçon mit drei »letzten Werken« von Rossini, Schumann und Schostakowitsch (1.9.), das Konzert des Spezialensembles Orchester Rheinton unter der Leitung von Christoph Spering, das daran erinnert, dass die Niederrheinischen Musikfeste vor 200 Jahren ins Leben gerufen wurden (2.9.) sowie der Abend des CCN Ballet de Lorraine mit Choreographien von Mathilde Monnier, Merce Cunningham, Twyla Tharp (2.9.).

Für die Konzerte des Abschlusswochenendes – Sinfonieorchester Flandern mit seinem Dirigenten Jan Latham-Koenig (21.9.), Originalklang-Orchester Les Siècles unter François-Xavier Roth zusammen mit dem Tschechischen Philharmonischen Chor Brno (22.9.) und ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Michael Boder (23.9.) – stehen derzeit noch Karten zur Verfügung.

Beethofenfest Bonn / Sinfonie­orchester Flandern © Kris Hellemans

Beethofenfest Bonn / Sinfonie­orchester Flandern © Kris Hellemans

Für alle anderen Veranstaltungen in unseren sechs Schwerpunkt-Kategorien – Wege zu Beethoven, Schicksalhaftes, Jubilare / Jubiläen, Klaviersonaten-Wochenende, (Rheinischer) Originalklang, Tanz / Theater / Installation sind ebenfalls noch (Rest-)Karten erhältlich.

Für alle Musikbegeisterte, die für das Eröffnungskonzert des Orchestre Philharmonique de Radio France am 31. August keine Karten mehr erwerben konnten, gibt es die Möglichkeit, diesen Abend auf dem Bonner Marktplatz auf einer Großleinwand per Live-Übertragung im wettergeschützten Pavillon mit bestem Blick auf die große LED-Wand mitzuerleben.

 

Unser langjähriger Catering-Partner, die DACAPO Service GmbH, und das Beethovenfest Bonn laden Sie am Eröffnungswochenende herzlich zu einem exklusiven Konzertgenuss in Ludwigs Lounge ein – mit Menü, Nachspeisenbüffet, einem exzellenten Service und allen Getränken inklusive zu einem Preis von € 89 Euro pro Person.

Ludwigs Lounge öffnet jeweils eine Stunde vor Beginn der Übertragung eines Konzerts. Buchung online oder in allen VVK-Stellen.

—| Pressemeldung Beethovenfest Bonn |—

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