Hamburg, Staatsoper Hamburg, Italienische Opernwochen, 10.03. – 06.04.2019

März 8, 2019 by  
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Staatsoper Hamburg

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

Italienische Opernwochen an der Staatsoper Hamburg

Vom 10. März bis zum 6. April finden an der Staatsoper Hamburg wieder die Italienischen Opernwochen statt – dieses Jahr mit Werken von Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini und Gioachino Rossini. Unterstützt werden die Opernwochen durch die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper.

Die Italienischen Opernwochen erstrecken sich über vier Wochen, in denen insgesamt zwanzig Opernvorstellungen sowie zwei Philharmonische Konzerte stattfinden. Kennzeichen der Opernwochen ist die exzellente Besetzung: Die Hauptpartien der sechs italienischen Meisterwerke werden von international renommierten Sängerinnen und Sängern interpretiert. Den Auftakt gibt wie im Vorjahr eine Neuproduktion: Nabucco, inszeniert von Kirill Serebrennikov. Die Musikalische Leitung hat Paolo Carignani, auf der Bühne sind Dimitri Platanias als Nabucco, Dovlet Nurgeldiyev als Ismaele, Alexander Vinogradov als Zaccaria, Oksana Dyka als Abigaille, Géraldine Chauvet als Fenena und Alin Anca als Oberpriester des Baal zu erleben. Neben der Premiere am 10. März sind alle Termine im Frühjahr bereits nahezu ausverkauft, es hat bereits ein Vorverkauf für die Vorstellungen im Herbst begonnen.

Nach Nabucco folgt für zwei Vorstellungen am 12. und 15. März Rigoletto – es singen Arturo Chacón-Cruz (Il Duca di Mantova), Markus Brück (Rigoletto) und Kristina Mkhitaryan (Gilda). Die Musikalische Leitung hat Carlo Rizzari.

Verdis La Traviata am 14, 16. und 19. März ist mit Irina Lungu, Stephen Costello und Simone Piazzola herausragend besetzt. Roberto Rizzi Brignoli übernimmt die Musikalische Leitung. Alle drei Vorstellungen sind nahezu ausverkauft.

In Puccinis Manon Lescaut – Vorstellungen am 21. und 29. März – wird die Titelpartie von Kristine Opolais verkörpert. Vittorio Prato ist in der Rolle Lescaut und Jorge de León als Il Cavaliere Renato Des Grieux zu erleben. Am Pult steht Francesco Ivan Ciampa.

Rossinis Il Barbiere di Siviglia verabschiedet sich mit der 216. Vorstellung von der Bühne der Hamburgischen Staatsoper. Die beiden letzten Vorstellungen sind am 22. und 30. März. Als Rosina ist Julia Lezhneva zu erleben, die Rolle des Figaro übernimmt Franco Vasallo. Antonino Siragusa singt Il Conte d’Almaviva, Maurizio Muraro verkörpert Don Bartolo.

Die vier Vorstellungen von Un Ballo in Maschera am 24., 28., 31. März sowie als Abschluss der Opernwochen am 6. April finden in der Musikalischen Leitung von Stefano Ranzani statt. Ramón Vargas singt Gustavo III, Kartal Karagedik Il Conte di Anckarström, Carmen Giannattasio Amelia, Judit Kutasi Ulrica und Katharina Konradi Oscar.

Das 7. Philharmonische Konzert ist auch dieses Jahr in die Italienischen Opernwochen integriert und findet am 17. sowie am 18. März in der Elbphilharmonie statt. Gespielt werden Verdis Vokalwerke „Quattro pezzi sacri“ sowie Mahlers „Symphonie Nr. 4 in G-Dur“. Paolo Carignani dirigiert. Es spielt das MDR Rundfunkchor Leipzig sowie das Philharmonische Staatsorchester Hamburg. Beide Konzerte sind bereits ausverkauft.

 


Übersicht


Sonntag, 10. März 2019: Premiere Giuseppe Verdi: Nabucco (ausverkauft)
Dienstag, 12. März 2019: Giuseppe Verdi: Rigoletto
Mittwoch, 13. März 2019: Giuseppe Verdi: Nabucco (ausverkauft)
Donnerstag, 14. März: Giuseppe Verdi: La Traviata
Freitag, 15. März 2019: Giuseppe Verdi: Rigoletto
Samstag, 16. März 2019: Giuseppe Verdi: La Traviata
Sonntag, 17. März 2019, Elbphilharmonie: 7. Philharmonisches Konzert (ausverkauft)
Sonntag, 17. März 2019: Nabucco (ausverkauft)
Montag, 18. März 2019, Elbphilharmonie: 7. Philharmonisches Konzert (ausverkauft)
Dienstag, 19. März 2019: Giuseppe Verdi: La Traviata
Mittwoch, 20. März 2019: Giuseppe Verdi: Nabucco (ausverkauft)
Donnerstag, 21. März 2019: Giacomo Puccini: Manon Lescaut
Freitag, 22. März 20219: Gioachino Rossini: Il Barbiere di Siviglia
Samstag, 23. März 2019: Giuseppe Verdi: Nabucco (ausverkauft)
Sonntag, 24. März 2019: Giuseppe Verdi: Un Ballo in Maschera
Donnerstag, 28. März 2019: Giuseppe Verdi: Un Ballo in Maschera
Freitag, 29. März 2019: Giacomo Puccini: Manon Lescaut
Samstag, 30. März 2019: Gioachino Rossini: Il Barbiere di Siviglia
Sonntag, 31. März 2019: Giuseppe Verdi: Un Ballo in Maschera
Dienstag, 2. April 2019: Giuseppe Verdi: Nabucco (ausverkauft)
Freitag, 5. April 2019: Giuseppe Verdi: Nabucco (ausverkauft)
Samstag, 6. April 2019: Giuseppe Verdi: Un Ballo in Maschera

—| Pressemeldung Staatsoper Hamburg |—

Dortmund, Theater Dortmund, Premiere IL BARBIERE DI SIVIGLIA, 07.10.2018

September 20, 2018 by  
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Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Zwischen Commedia dell’arte und Screwball Comedy
IL BARBIERE DI SIVIGLIA  –  Gioacchino Rossini

Premiere am Sonntag, 7. Oktober 2018, um 18 Uhr

Gioacchino Rossinis Meisterkomödie IL BARBIERE DI SIVIGLIA hat am Sonntag, 7. Oktober 2018, um 18 Uhr im Dortmunder Opernhaus Premiere. Unter der musikalischen Leitung des stv. Generalmusikdirektors Motonori Kobayashi und der Regie von Martin G. Berger werden Sunnyboy Dladla als Graf Almaviva, Petr Sokolov als Figaro, Aytaj Shikhalizada als Rosina und Denis Velev als Don Basilio erstmals in Dortmund zu sehen sein. Ein Wiedersehen gibt es mit Ks. Hannes Brock als Erzähler und Puppenspieler sowie Morgan Moody als Dr. Bartolo.

Oper Dortmund / BARBIERE - D. Velev M. Moody H. Brock P. Sokolov S. Dladla A. Shikhalizada V. Fischer © B. Hickmann

Oper Dortmund / BARBIERE – D. Velev M. Moody H. Brock P. Sokolov S. Dladla A. Shikhalizada V. Fischer © B. Hickmann

Alles könnte ganz einfach sein, denn Graf Almaviva ist es gewohnt zu bekommen was er will. Nun liebt er Rosina, die Pflegetochter von Dr. Bartolo, die selbst ein Auge auf sein Mündel und dessen Mitgift geworfen hat. Doch Almaviva will Rosina nicht mit seinem Status, sondern mit seiner Leidenschaft für sich gewinnen, weshalb er sich als mittelloser Student ausgibt. Mit Hilfe Figaros gelingt es ihm, in das Haus des Doktors zu gelangen: Erst als betrunkener Soldat, dann als Musikmeister Alonso verkleidet, kann er mit seiner Geliebten Briefchen und Zärtlichkeiten austauschen. Als Dr. Bartolo die Maskerade durchschaut, wirft er den dreisten Nebenbuhler aus dem Haus. Figaros Plan scheint zu scheitern, doch Almaviva kann zu nächtlicher Stunde Rosina von seiner Treue überzeugen und – nach Auflösung des Inkognitos – auf der Stelle heiraten.

Gioacchino Rossini © IOCO

Gioacchino Rossini © IOCO

IL BARBIERE DI SIVIGLIA ist die bekannteste Komposition von Gioachino Rossini und eine der meistgespielten Opern überhaupt. Die Musik Rossinis hat einen unglaublichen Drive, hier jagt ein Ohrwurm den anderen! Als einer der produktivsten Komponisten des frühen 19. Jahrhunderts versteht er es, mit seinen schnellen Tempi und mitreißenden Melodien einen geradezu schwindelerregenden Frohsinn zu erzeugen.

Für seine Dortmunder Inszenierung hat sich Martin G. Berger für eine uralte Theaterform entschieden: dem Puppentheater. Alle Sängerinnen und Sänger hängen als lebende Marionetten gemeinsam mit echten Puppen an Schnüren und zeigen nicht nur sinnbildlich wie fremdgesteuert und mechanisch sie ihr Leben führen. Gerade der privilegierte Graf Almaviva ist es, der die starren Regeln auflösen und durchbrechen will. Er zerschneidet die Puppenschnüre und gibt den Personen ihre Freiheit. Doch diese Freiheit überfordert und strengt an. Sie bedeutet, für die Konsequenzen des eigenen Handelns einzustehen und es schleicht sich die Frage ein, ob der Zustand als Marionette, die frei von allen Entscheidungszwängen graziös schwebt und sich ihrer fehlenden Selbstbestimmung nicht bewusst ist, vielleicht sogar der eigentlich erstrebenswertere ist? Jedenfalls gerät die Welt aus den Fugen und keine der handelnden Charaktere weiß buchstäblich mehr, wo oben, noch unten ist. Bergers BARBIERE ist angesiedelt zwischen klassischer Commedia dell ‘arte und cooler screwball comedy. Wie in einem Charly Chaplin-Film stellen sich Graf Almaviva, Figaro und Rosina mit Tempo, Witz und Hintersinn den Absurditäten des Lebens und man fühlt sofort, dass Rossinis Humor und Musikalität jede noch so dramatische Lebenslage erträglich und hoffnungsfroh erscheinen lässt.

—| Pressemeldung Theater Dortmund |—

Verona, Arena di Verona, Il Barbiere di Siviglia, 04. – 30.08.2018

August 3, 2018 by  
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Arena di Verona

Verona / Arena di Verona Vorplatz © IOCO

Verona / Arena di Verona Vorplatz © IOCO

Il Barbiere di Siviglia

Vom Samstag 4. August bis am 30. August wird an fünf  Abenden Gioachino Rossinis Il Barbiere di Siviglia aufgeführt, nochmals in der Inszenierung aus dem Jahr 2007 von Hugo de Ana, mit der stimmungsvollen Choreographien von Leda Lojodice. Am Pult stehen Daniel Oren and Andrea Battistoni und in der Rolle von Figaro singt in der ersten zwei Abenden  Leo Nucci.

Musikalische Leitung
Daniel Oren (4, 8/8)
Andrea Battistoni (17, 24, 30/8)
Regie, Bühnenbild, Kostüme und Licht Hugo de Ana
Choreographie Leda Lojodice
Orchester, Chor, Balletkorps und Techniker der Arena di Verona

1. Akt 97′ – Intervall – 2. Akt 58′
Zuschauer sind eingeladen, weit im Voraus zu kommen, um die Sicherheitskontrollen zu erleichtern.


Besetzung :


Il Conte d’Almaviva
Dmitry Korchak (4, 8, 24, 30/8)
Leonardo Ferrando (17/8)

Bartolo
Carlo Lepore (4, 8, 17/8)
Luca Dall’Amico (24, 30/8)

Rosina
Nino Machaidze (4, 8, 17/8)
Ruth Iniesta (24, 30/8)

Figaro
Leo Nucci (4, 8/8)
Mario Cassi (17, 24, 30/8)

Basilio
Ferruccio Furlanetto (4, 8/8)
Roberto Tagliavini (17, 24, 30/8)

Berta
Manuela Custer

Fiorello/Ambrogio
Nicolò Ceriani

Ein Offizier
Gocha Abuladze


Handlung :


ERSTER AKT

Das Morgengrauen ist im Anbrechen. Auf einem Platz in Sevilla ordnet ein junger Adelsmann, der Graf Almaviva, eine Serenade für ein junges Mädchen an, dem er kurze Zeit vorher im Prado in Madrid begegnet ist, aber deren Identität ihm unbekannt ist. Der alte Mann in ihrer Begleitung – wahrscheinlich ihr Vater – hatte jeglichen Kontakt verhindert. Das Mädchen zeigt sich aber nicht am Fenster und nach dem Abgang der Musiker bleibt dem Grafen nichts anderes übrig als sein Herz bei seinem Diener Fiorello auszuschütten.

Es nähert sich eine singende Stimme. Vorsichtshalber versteckt sich Almaviva, aber der Ungelegene ist ein alter Bekannter von ihm, Figaro, der Barbier, der sich auch als eine Art von “Mädchen für alles” ausgibt. Der Graf erklärt ihm seine Situation und natürlich bietet sich Figaro sofort an, ihm zu helfen. Er kenne das Mädchen sehr gut, denn als Barbier gehe er in ihrem Haus täglich aus und ein. Rosina sei nicht die Tochter von Dr. Bartolo, sondern sein Mündel. Aber Rosinas Vormund sei eifersüchtig und sehr umsichtig, er halte sie unter Schloss und Riegel, denn er beabsichtige, sie zu ehelichen und ihre Mitgift einzustecken.

In diesem Augenblick öffnet sich die Balkontür und Rosina lässt einen Zettel hinunterfallen, den Don Bartolo erfolglos versucht aufzufangen. Das Mädchen lässt ihren Verehrer wissen, dass sie neugierig sei und wissen möchte, wer er sei und welche seine Absichten seien. Auf Figaros Rat singt Almaviva ein weiteres Ständchen und erzählt, ein armer Student namens Lindoro zu sein. Er will, dass sie ihn unabhängig von seiner gesellschaftlichen Position liebe. Rosina treibt das Spiel mit und der begeisterte Graf verspricht Figaro eine großzügige Belohnung für seine Hilfe. Die Idee eines Goldklumpens spornt die Phantasie des Barbiers an; er überredet Almaviva, sich als Soldat zu verkleiden. Ein Regiment wird in Sevilla erwartet: mit einer falschen Unterkunftsgenehmigung könne der Graf im Hause von Don Bartolo Unterkunft finden und endlich mit dem Mädchen sprechen.

Im Haus von Don Bartolo. Rosina, schlau und unternehmungslustig, ist entschlossen ihren Willen durchzusetzen; sie hat dem jungen Verehrer einen Brief geschrieben und möchte diesen mit Hilfe Figaros zustellen. Der Barbier tritt bald darauf ins Haus, muss sich aber sofort verstecken, denn es treten Don Bartolo und Don Basilio, der Singlehrer ein. Der Vormund hat verstanden, dass es einen Heiratsanwärter gibt und möchte die Hochzeit beschleunigen. Basilio, heuchlerischer Quertreiber und Betrüger, hat erfahren, dass Graf Almaviva, Rosinas Verehrer, in der Stadt eingetroffen ist, und rät Don Bartolo, Verleumdungen über ihn zu verbreiten und ihn außer Spiel zu setzen.

Die beiden entfernen sich, um den Ehevertrag vorzubereiten, aber Figaro hat alles mitgehört. Er setzt Rosina über die Intrigen der beiden in Kenntnis, versichert ihr Lindoros Liebe, den er als seinen Vetter ausgibt und teilt ihr mit, dass der junge Mann versuchen wird, sich ins Haus einzuschleichen. Er rät ihr auch, dem Verliebten ein Zeichen der Ermutigung zu geben. Gesagt, getan: Rosina händigt dem Barbier den Brief aus, den sie bereits vorbereitet hatte.

Figaro geht ab, Don Bartolo tritt ein. Dem argwöhnischen Alten entgeht nichts: er bemerkt sehr schnell, dass Rosina Papier und Feder benützt hat und tadelt sie. In diesem Augenblick klopft es an der Tür und der als Soldat verkleidete Graf, der sich betrunken stellt, tritt ein. Erfolglos versucht Don Bartolo ihn weg zu schicken. Als Rosina dazu kommt, gibt sich Graf Almaviva ihr zu erkennen und versucht, ihr ein Zettelchen zuzustecken, aber der Vormund bemerkt es und dem Mädchen gelingt es um ein Haar, den Zettel mit der Wäscheliste auszutauschen. Inmitten der Verwirrung klopft es wiederum an der Tür: es sind die Wachen. Dem Offizier, der befiehlt, ihn festzunehmen, enthüllt der Graf heimlich seine wahre Identität und unter allgemeiner Verwunderung wird er freigelassen. Keiner versteht mehr, was hier vor sich geht.

ZWEITER AKT

Don Bartolo ist gerade nach Hause gekommen. Er war beim Regiment, um Informationen über den Soldaten einzuholen, aber erfolglos. Bei ihm schleicht sich nun der Verdacht ein, dass dieser komische Kautz ein Spion Almavivas sei. In dem Augenblick stellt sich aber der Graf in Person in der Verkleidung eines Musiklehrers ein. Er begrüßt Don Bartolo mehrmals mit einer schnulzigen Leier und verkündet, Don Alonso und ein Schüler von Don Basilio zu sein. Er sei gekommen, um den kranken Lehrer beim Gesangsunterricht für Rosina zu vertreten. Um den argwöhnischen Vormund zu überzeugen, händigt er ihm den von Rosina geschriebenen Zettel aus, und beteuert, diesen zufällig im Gasthof des Grafen gefunden zu haben: er werde ihn dem Mädchen zeigen, und ihr zu verstehen geben, diesen Zettel von einer Geliebten Almavivas erhalten zu haben. Don Bartolo überzeugt sich: dieser Alonso ist ein Betrüger, ein würdiger Schüler seines Lehrers Basilio. Der Unterricht kann beginnen und die beiden jungen Leute können sich nun verständigen, auch wenn unter der Aufsicht des Vormunds.

Nun kommt Figaro hinzu, der im Einverständnis mit dem Grafen gekommen ist, um Don Bartolo zu rasieren; er nutzt die Gelegenheit, um heimlich den Schlüssel des Balkons einzustecken, über den Rosina mit ihrem Verliebten fliehen kann. Alles scheint sich bestens abzuspielen, aber unvorhergesehenerweise kommt Don Basilio dazu und bringt die Pläne durcheinander. Dem Grafen gelingt es, den Eindringling abzuwehren, indem er ihm heimlich eine Tasche voller Geld zusteckt, und endlich können die beiden jungen Verliebten sich für die Flucht um Mitternacht verabreden, während Figaro Don Bartolo rasiert. Ein unvorsichtiges Wort des Grafen Almaviva erweckt aber erneut den Argwohn Don Bartolos, der die List entdeckt und alle wegschickt. Allein geblieben, denkt die Zofe Berta über die Torheiten nach, die in diesem Haus die Oberhand haben und über die Liebe, die Jung und Alt , einschließlich sie, hinreißt und begeistert.

Don Basilio bestätigt, nicht zu wissen, wer Don Alonso sei. Angesichts der x-ten Intrige des Grafen, entscheidet Don Bartolo, einen Notar zu suchen, um innerhalb abends den Ehevertrag zu unterzeichnen. Er zeigt dann Rosina den Zettel, den er vom falschen Musiklehrer erhalten hat und überzeugt sie davon, dass dieser und Figaro sie entführen wollen, um sie in die Hände des Grafen Almaviva auszuliefern. Rosina sagt aus Rache und Trotz zu, den alten Vormund zu heiraten und enthüllt ihm den Fluchtplan. Don Bartolo eilt hinweg, um die Gendarmen zu rufen.

Es ist bereits Nacht und über Sevilla tobt ein Gewitter. Pünktlich zum Stelldichein erscheinen der Graf und Figaro, steigen über die an den Balkon gelehnte Leiter ein, finden aber eine wütende Rosina vor. Das Mißverständnis wird aber sofort geklärt: Lindoro und der Graf sind in der Wirklichkeit ein und dieselbe Person. Glücklich und verliebt wie noch nie zuvor, entfernen sich die beiden jungen Leute, gefolgt von Figaro, aber die Flucht ist nicht mehr möglich. Don Bartolo hat die Leiter vom Balkon entfernt. Um die Situation noch weiter zu komplizieren, trifft Don Basilio mit dem Notar ein. Aber nochmals findet der listige Figaro eine Lösung. Er tut so als ob er der Hausherr sei, stellt Rosina dem Notar als seine Nichte vor und lässt sie mit dem Grafen verehelichen. Don Basilio wird überredet, als Zeuge zu fungieren.

Als der Vormund mit den Gendarmen eintrifft, um die Eindringlinge zu verhaften, sind die Würfel bereits gefallen. Der Graf enthüllt seine wahre Identität und seinen Stand. Er fordert Don Bartolo auf, seine Entrüstung nicht noch zu verstärken und schließlich beschwichtigt er ihn, indem er verkündet, auf Rosinas Mitgift zu verzichten. Der Alte fügt sich, während alle Umstehenden dem Paar ewige Liebe wünschen.

 

—| Pressemeldung Fondazione Arena di Verona |—

Wien, Wiener Staatsoper, Il Trovatore – Start der Spielzeit 2017/2018, 04.09.2017

August 30, 2017 by  
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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wiener Staatsoper: Start in die Spielzeit 2017/2018

Il trovatore: Mit Anna Netrebko und Ehemann Yusif Eyvazov

Mit dem beliebten Tag der offenen Tür startet die Wiener Staatsoper am Sonntag, 3. September 2017 in die Spielzeit 2017/2018. Geboten werden spannende Einblicke hinter die Kulissen des Opern- und Ballettbetriebs mit u. a. Proben, einer Technikshow, der Ausstellung von Kostümen und Requisiten. Für die zwei Termine (14.00 und 17.30 Uhr) werden seit Anfang August kostenlose Zählkarten an den Bundestheaterkassen ausgegeben.


Gleich am darauffolgenden Tag steht die erste Vorstellung der neuen Saison auf dem Programm: In der Wiederaufnahme von Verdis Il trovatore am Montag, 4.* September 2017 kehrt Anna Netrebko, die die Partie bereits bei der Premiere der Produktion von Daniele Abbado im Februar 2017 verkörpert hat, als Leonora zurück auf die Bühne des Hauses am Ring. Marcelo Álvarez musste seine Auftritte soeben krankheitsbedingt absagen, an seiner Stelle gibt Yusif Eyvazov (!) sein Rollendebüt als Manrico an der Wiener Staatsoper. George Petean verkörpert erstmals am Haus den Conte di Luna, Luciana D’Intino ist wieder als Azucena zu erleben. Am Dirigentenpult: Marco Armiliato. In der letzten Vorstellung der Serie (Reprisen am 7., 10. und 13. September) am 13. September gibt Carmen Giannattasio ihr Rollendebüt am Haus als Leonora.


Mozarts Le nozze di Figaro ist wieder ab Dienstag, 5. September 2017 zu erleben: Adam Plachetka singt den Figaro, KS Carlos Álvarez den Conte d’Almaviva (Rollendebüt an der Wiener Staatsoper) und Dorothea Röschmann die Contessa d’Almaviva. Ihre Rollendebüts am Haus geben Andrea Carroll als Susanna, Margarita Gritskova als Cherubino und Ryan Speedo Green als Bartolo. Es dirigiert: Adam Fischer. Reprisen: 9.*, 12.* und 15.*° September


Am Mittwoch, 6.* September 2017 steht eine Vorstellung von Rossinis Il barbiere di Siviglia auf dem Spielplan: Marco Caria singt die Titelpartie, Ioan Hotea den Conte d’Almaviva, Rachel Frenkel die Rosina, Paolo Rumetz den Bartolo und Sorin Coliban den Basilio. Es dirigiert: Marco Armiliato.

In Mussorgskis Chowanschtschina ab Freitag, 8.* September 2017 sind KS Ferruccio Furlanetto als Iwan Chowanski, Christopher Ventris als Andrei Chowanski, Herbert Lippert als Golizyn, Andrzej Dobber als Schaklowity, Ain Anger als Dossifei und Elena Maximova als Marfa zu erleben. Ihre Rollendebüts am Haus geben Thomas Ebenstein als Schreiber, Carlos Osuna als Kuska und Ayk Martirossian als 2. Strelitze. Michael Güttler dirigiert erstmals Chowanschschtina an der Wiener Staatsoper. Reprisen: 11.*°, 14.* und 17. September 2017.

* Live-Übertragung auf den Herbert von Karajan-Platz im Rahmen von
„Oper live am Platz“
° weltweite Live-Übertragung in HD über www.staatsoperlive.com

 

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