Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Die Spielzeit 2019/20

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Die Spielzeit 2019/20 an der Deutschen Oper am Rhein

30 Opern und sieben Ballettprogramme auf den großen Bühnen in Düsseldorf und Duisburg

Mit dem 4. Haniel Klassik Open Air vor dem Theater Duisburg startet die Deutsche Oper am Rhein am 6. Septem­ber in die Spielzeit 2019/20. Für die rund 300 Vorstellungen im Opernhaus Düsseldorf und im Theater Duisburg sind ab sofort Tickets erhältlich. Im Fokus stehen zehn Opernpremieren – darunter sechs Neuproduktio­nen – und 19 weitere Stücke aus dem großen Opernrepertoire. Das Ballett am Rhein präsentiert sechs Ballettprogramme mit insgesamt 17 Choreographien. Festliche Galas und Konzerte, Liedermatineen, Kammermusik und nicht zuletzt das vielfältige Angebot der Jungen Oper am Rhein ergänzen das Programm der kommenden Saison.


Oper in Düsseldorf und Duisburg

„Samson et Dalila“, Camille Saint-Saëns‘ französische Oper über den Freiheitskampf der in Sklaverei gefallenen Hebräer und ihren verführbaren Helden Samson kommt am 18. Oktober im Opernhaus Düsseldorf auf die Bühne – und das zum ersten Mal seit Gründung der Deutschen Oper am Rhein im Jahr 1956. Joan Anton Rechi, der hier zuletzt sehr erfolgreich „Madama Butterfly“ inszenierte, setzt die erste Neuproduktion der Spielzeit in Szene. Generalmusikdirektor Axel Kober hat die musikalische Leitung und übergibt den Stab im November an Marie Jacquot, die neue Erste Kapellmeisterin der Deutschen Oper am Rhein. Die Titelpartien gestalten Ramona Zaharia (Dalila) und Michael Weinius (Samson).

Vor dem historischen Hintergrund des englischen Bürgerkriegs entspinnen sich die dramatischen Liebes­ver­wicklungen in Vinzenzo Bellinis Oper „I puritani“, die am 18. Dezember im Opernhaus Düsseldorf Premiere feiert. In seiner zweiten Regiearbeit für die Deutsche Oper am Rhein widmet sich Rolando Villazón nach Doni­zettis „Don Pasquale“ erneut einem Klassiker des Belcanto. Antonino Fogliani hat die musikalische Leitung. Adela Zaharia, die in dieser Spielzeit als Maria Stuarda und Violetta Valéry gefeiert wurde, debütiert als Elvira in einer weiteren wichtigen Partie des Belcanto-Fachs. Ioan Hotea gastiert als Lord Arturo Talbot in Düsseldorf.

Als beste Nachwuchskünstlerin 2015 mit dem International Opera Award ausgezeichnet, ist Lotte de Beer heute europa­weit als Regisseurin gefragt. Mit Georg-Friedrich Händels Zauberoper „Alcina“ präsentiert die Niederländerin am 14. Februar im Opernhaus Düsseldorf ihre erste Inszenierung für die Deutsche Oper am Rhein. Den zeittypischen Orchesterklang entwickeln die Barockspezialisten der Neuen Düsseldorfer Hofmusik unter Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober. Rollendebüts geben Jacquelyn Wagner als Alcina, Maria Kataeva als Ruggiero und Elena Sancho Pereg als Morgana. Wallis Giunta gastiert als Bradamante.

Als vierte Neuproduktion im Opernhaus Düsseldorf und Koproduktion mit der Opera Vlaanderen hat Giuseppe Verdis „Macbeth“ am 29. Mai Premiere. Der Regisseur Michael Thalheimer entwickelt seine Inszenierung aus den innersten Triebkräften der Figuren und knüpft mit Boris Statsenko (Macbeth) und Liana Aleksanyan (Lady Macbeth) an seine ein­dring­liche Interpretation von Verdis „Otello“ an. Unter musikalischer Leitung von Axel Kober wird „Macbeth“ 2020 auch live gestreamt auf www.operavision.eu.

Als Glanzstück der Wiener Operette feiert „Die Fledermaus“ von Johann Strauß am 25. Januar im Opernhaus Premiere. Nach dem Premierenerfolg in Duisburg setzt Axel Köhler das quirlige Ensemblestück nun in Düsseldorf in Szene: Norbert Ernst ist Gabriel von Eisenstein, Anke Krabbe seine Frau Rosalinde, Thorsten Grümbel spielt den Gefängnisdirektor, die Düsseldorfer Schauspiel-Legende Wolfgang Reinbacher den Frosch. Benjamin Reiners dirigiert die Düsseldorfer Symphoniker.

Im Theater Duisburg wird die Spielzeit 2019/20 am 28. September mit der Premiere von Peter Iljitsch Tschaikowskys „Pique Dame“ eröffnet. In der Inszenierung der amerikanischen Regisseurin Lydia Steier feiert das opulente Außenseiterdrama zunächst am 25. Mai 2019 in Düsseldorf Premiere und kommt vier Monate später in der neuen Sängerbesetzung mit Sergej Khomov als Hermann, Sarah Ferede als Lisa und Renée Morloc als Gräfin in Duisburg auf die Bühne. Aziz Shokhakimov hat die musikalische Leitung.

Das Künstlertum ist Thema in Giacomo Puccinis Oper „La Bohème“, die am 8. Novem­ber in der Neuinsze­nie­rung von Philipp Westerbarkei in Duisburg herauskommt. Antonino Fogliani übernimmt die musikalische Leitung der ersten Neupro­duk­tion im Theater Duisburg, an der Liana Aleksanyan als Mimí, Ovidiu Purcel als Rodolfo und Bogdan Baciu als Marcello mitwirken.

Neben seiner Tätigkeit als Spielleiter bekam Philipp Westerbarkei in der Spielzeit 2018/19 Gelegenheit zu seiner ersten großen Inszenierung am eigenen Haus: Charles Gounods Shakespeare-Adaption „Roméo et Juliette“ läuft aktuell in Düsseldorf und feiert am 1. Februar mit neuer Sängerbesetzung Premiere in Duisburg. Gustavo di Gennaro (Roméo) und Sylvia Hamvasi (Juliette) gestalten die beiden Hauptpartien, Marie Jacquot dirigiert die Duisburger Philharmoniker.

Nachwuchsförderung ist ein wichtiges Thema an der Deutschen Oper am Rhein. Auf der Plattform Regie „Young Directors“ stellen sich am 19. April im Theater Duisburg zwei Spielleiterinnen mit eigenen Produktionen vor: Esther Mertel führt mit Georg Friedrich Händels Oratorium „Der Triumph der Zeit und der Desillusion“ in die Welt des römischen Barock, während Ilaria Lanzino ein Werk des 20. Jahrhunderts inszeniert: Viktor Ullmann schrieb seine Oper „Der Kaiser von Atlantis“ 1944 im Konzentrationslager Theresienstadt als Allegorie auf die politischen Verhältnisse. Die musikalische Leitung der beiden Einakter übernehmen mit Jason Tran und Jesse Wong zwei junge Dirigenten aus dem Ensemble.

In 19 weiteren Opern aus dem großen Repertoire sind die profilierten Sängerinnen und Sänger aus dem eigenen Ensemble und Gastsolisten aus aller Welt zu erleben. So kehren nach langer Zeit „Salome“ von Richard Strauss (6. März) und Gaetano Donizettis  „La Fille du Régiment“ (27. März) auf die Düsseldorfer Bühne zurück – mit Rollendebüts von Agneta Eichenholz  als Salome und Elena Sancho Pereg als charmante Soldatenbraut. Der neu inszenierte „Ring des Nibelungen“ kommt als Zyklus sowohl im Theater Duisburg (12. –17. November) als auch im Opernhaus Düsseldorf (7. – 13. April) zur Aufführung.


Junge Oper am Rhein

Gruselig, lustig und fesselnd liest sich Cornelia Funkes Internatsgeschichte „Geisterritter“, die in der Vertonung von James Reynolds auch das Opernpublikum begeistert. Inszeniert von Eric Petersen und uraufge­führt am Theater Bonn, feiert die neueste Familienoper im Rahmen der Kooperation „Junge Opern Rhein-Ruhr“ am 20. September, zum Start in die neue Saison, in Düsseldorf Premiere. Patrick Francis Chestnut hat die musikalische Leitung. Nach erfolgreichen Aufführungen an der Deutschen Oper am Rhein, in Dortmund und Bonn kehrt „Ronja Räubertochter“, Jörn Arneckes Familienoper nach dem Kinderbuchklassiker von Astrid Lindgren, ins Theater Duisburg zurück. Aus guter Tradition kommt Engelbert Humperdincks Familien­klassiker „Hänsel und Gretel“ auf die Bühnen beider Städte. Seine Inszenierung – die älteste im Repertoire der Deutschen Oper am Rhein – wird in dieser Spielzeit 50 Jahre alt!

Ganz nah am Bühnengeschehen sind Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter bei der mobilen Produktion „Nils Karlsson Däumling“, dem Musiktheater „Gold!“ und der „Zauberflöte für Kinder“. Mitmach-Angebote wie der Kinderchor am Rhein und das Mitsing-Projekt „Musik verbindet“, künstlerisch-praktische Projekte wie „Opernmacher 2.0“ und „Musiktheater im Labor“ sowie die intensive Vermitt­lungs­arbeit der Jungen Oper am Rhein ermöglichen jungen Menschen zwischen 4 und 28 Jahren vielfältige Zugänge zu Oper und Ballett.


Ballett am Rhein

Die letzte Spielzeit unter der künstlerischen Direktion von Martin Schläpfer ist in vielerlei Hinsicht dem Schaffen des Schweizer Künstlers gewidmet. Sie bietet zahlreiche Gelegenheiten, das Ballett am Rhein noch einmal in ausge­wählten Schläpfer-Choreographien zu erleben: Mit „Schwanensee“, „Reformations­sym­phonie“, „Ramifications“, „Streichquartett“, „Ulenspiegeltänze“ und „7“ stehen allein sechs Reprisen seiner Stücke auf dem Spielplan. Den Auftakt macht ab 3. Oktober im Opernhaus Düsseldorf und ab 6. Dezember im Theater Duisburg Martin Schläpfers jüngstes Erfolgsstück „Schwanensee“.

Aber auch eine Uraufführung präsentiert Martin Schläpfer. Im Programm b.41, das ab 23. November im Düsseldorfer Opernhaus zu erleben ist, formuliert er in „Cellokonzert“ tänzerische Antworten auf Dmitiri Schostakowitschs Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2 g-Moll op.126. Den Auftakt des vierteiligen Programms macht Ji?í Kyliáns „Forgotten Land“, ein Stück über Untergang und Verlust von Heimat, das der tschechische Künstler 1981 im Auftrag von Marcia Haydée für das Stuttgarter Ballett geschaffen hat. Mit Martha Grahams Solo „Lamentation“ und „Steps in the Street“ zeigt das Ballett am Rhein erstmals zwei Werke der Grande Dame des American Modern Dance, die mit ihrer Tanztechnik seit den späten 1920er Jahren die Ästhetik des Bühnen­tanzes revolutionierte. Die musikalische Leitung des Programms b.41 haben GMD Axel Kober sowie Wen-Pin Chien.

Eine weitere Uraufführung kreiert Ballettdirektor Remus ?uchean?: „Symphonic Poem“ zur Komposition „Metacosmos“ von Anna Thorvaldsdottir heißt sein neues Ballett, in dem er sich von den Musik gewordenen Kraftfeldern der Isländerin inspirieren lässt. ?uchean?s Uraufführung steht im Zentrum des Programms b.42, das mit „Square Dance“ außerdem eine selten zu sehende, tänzerisch höchst anspruchsvolle Balanchine-Einstudierung präsentiert. Erstmals seit 2012 wieder mit dem Ballett am Rhein zu erleben ist Martin Schläpfers „Reformationssymphonie“ zur gleichnamigen Komposition von Felix Mendelssohn Bartholdy. Die gefeierte Choreographie bildet den Schlusspunkt des Programms b.42, das ab 10. Januar unter der musikalischen Leitung von Martin Braun im Theater Duisburg auf die Bühne kommt.

Der kanadische Choreograph Robert Binet, der mit seiner Uraufführung „New World“ im November letzten Jahres das Publikum für sich eingenommen hat, zeigt im Programm b.43 mit „Dark with Excessive Bright“ ein neues Stück zu drei Kompositionen der Grammy Award-nominierten Amerikanerin Missy Mazzoli. Mit „Notations I–IV“ und „Siebte Sinfonie“ nimmt das Ballett am Rhein zum ersten Mal seit 2002 Choreographien von Uwe Scholz ins Repertoire auf. Einen filigranen Gegenpart zu Scholz‘ Solo „Notations I–IV“ bildet das 2005 für die Ballerina Marlúcia do Amaral kreierte Solo „Ramifications“ von Martin Schläpfer. Es komplettiert das Programm b.43, das ab 13. März in Düsseldorf unter der musikalischen Leitung von Finnegan Downie Dear und ab 4. April in Duisburg unter dem Dirigat von Stefan Klingele zu sehen ist.

Mit dem 1992 für das New York City Ballet kreierten „Herman Schmerman“ präsentiert das Ballett am Rhein erneut ein Stück von William Forsythe. In Kostümen des Designers Gianni Versace nehmen die Tänzerinnen und Tänzer das Publikum mit auf ein Tanzabenteuer, über das Forsythe scherzte, es habe genauso wenig zu bedeuten wie sein Titel, sondern sei einfach ein Stück über das Tanzen, das sehr viel Spaß macht. Nicht fehlen darf ein Stück von Hans van Manen – mit „Short Cut“ zeigt das Ballett am Rhein eine Choreographie des Meisters, die er 1999 für das Nederlands Dans Theater in Den Haag geschaffen hat. Für sein „Streichquartett“ zur Musik von Witold Lutos?awski erhielt Martin Schläpfer 2007 den als Oskar der Tanzwelt begehrten Prix Benois de la Danse. Als Finale des Programms b.44 ist dieses zentrale Werk ab 9. Mai erneut mit dem Ballett am Rhein zu erleben.

Zum Ende der Spielzeit 2019/20 heißt es Abschied nehmen von Martin Schläpfer. b.ye heißt deshalb das letzte Programm der Ära Schläpfer. Es schließt sich der 44-teiligen b-Reihe an, die bis dahin unter seiner künstlerischen Direktion für Düsseldorf und Duisburg entstanden ist. Mit einer Ballett-Gala, bei der neben Werken von Weggefährten auch Schläpfers „Ulenspiegeltänze“ zu erleben sind, einer exklusiven Reprise seines Gustav Mahler Balletts „7“ sowie einer letzten Vorstellung von „Schwanensee“ feiert das Ballett am Rhein vom 24.  bis zum 28. Juni 2020 Martin Schläpfer und dessen Kunst, bevor er sich als Direktor dem Wiener Staats­ballett und der Wiener Ballettakademie widmet.


Ballettgastspiele 2019/20: Japan, Österreich und NRW

Auch an anderen Spielstätten präsentiert das Ballett am Rhein wieder Ausschnitte aus seinem vielschichtigen Repertoire: Die weiteste Reise macht in der kommenden Spielzeit Martin Schläpfers „Schwanensee“, den die Compagnie im September 2019 sowohl in Tokyo als auch in Osaka auf die Bühne bringt. Unter der musikali­schen Leitung von Motonori Kobayashi werden die Tänzerinnen und Tänzer vom Theater Orchestra Tokyo sowie vom Osaka Symphony Orchestra begleitet. Eine weitere Bühne für Martin Schläpfers „Schwanensee“ ist im März 2020 die des Festspielhauses St. Pölten, wo das Tonkünstler Orchester Niederösterreich unter der Leitung von Axel Kober den musikalischen Part übernimmt. Beim Festival „Highlights des Internationalen Tanzes Oper Bonn“ schließlich zeigt das Ballett am Rhein im Mai 2020 „Streichquartett“ und „Ulenspiegeltänze“ von Martin Schläpfer sowie „Herman Schmerman“ von William Forsythe.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Dortmund, Theater Dortmund, DIE FLEDERMAUS von Johann Strauss, 05.03.2017

Februar 17, 2017 by  
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Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

DIE FLEDERMAUS von Johann Strauss
Konzertante Aufführung – 5. und 11. März 2017

Nach der flotten Jazz-Operette DIE BLUME VON HAWAII steht am Sonntag, 5. März, um 18 Uhr sowie am Samstag, 11. März 2017, um 19.30 Uhr mit der FLEDERMAUS von Johann Strauß (Sohn) eine klassische Wiener Operette auf dem Programm der Oper Dortmund. Beide zeigen, dass man in Dortmund zurzeit sehr unterschiedliche Werke dieses Genres erleben kann, die das Publikum auf hohem Niveau unterhalten und beweisen, dass die „Operette“ äußerst lebendig ist. Als Gefängniswärter Frosch führt Operetten-Debütant Fritz Eckenga das Publikum an zwei Terminen im März durch die konzertante Aufführung. Er wird dabei von erfahrenen Kräften unterstützt: Kammersänger Hannes Brock gibt den Eisenstein, Emily Newton die Rosalinde, Ileana Mateescu den Prinzen Orlofsky, Joshua Whitener den Alfred und Ashley Thouret die Adele. Mit dabei sind auch der Chor der Oper Dortmund und die Dortmunder Philharmoniker unter Leitung von Motonori Kobayashi.

Theater Dortmund / Fritz Eckenga © Philipp Wente

Theater Dortmund / Fritz Eckenga © Philipp Wente

Als „unterhaltsamen Nachdenker“ und als „nachdenklichen Spaßmacher“ hat die WAZ Fritz Eckenga bezeichnet. Keine schlechte Charakterisierung für einen Kabarettisten, der nicht auf schnelle Lacher aus ist. Wer ihn im Radio oder in einem seiner Solo-Programme erlebt hat, der weiß: Ein Satz von Fritz Eckenga wirkt nach.

Also ist Fritz Eckenga genau der Richtige, um sich der Wirklichkeit der berühmtesten aller Operetten zu stellen. In der FLEDERMAUS geht es vor allem darum, dass alle anders scheinen wollen, als sie in Wirklichkeit sind, um in ihrer Verkleidung möglichst viel Spaß zu haben. Dass der Spaß auch gerne auf Kosten der anderen geht, macht die Sache nicht netter, aber sehr vergnüglich. Die Hauptfigur des Stücks, der Rentier Eisenstein, muss ins Gefängnis, nur ein paar Tage wegen einer kleinen Beamtenbeleidigung. Aber gibt es da auch Champagner? Lieber nichts riskieren: Statt ins Kittchen verabschiedet sich Eisenstein auf ein Fest beim melancholischen Fürsten Orlofsky. Madame Eisenstein hingegen nutzt die vermeintliche Auszeit ihres Mannes hinter schwedischen Gardinen dazu, ihren früheren Liebhaber Alfred zu empfangen, dessen Tenorstimme sie immer noch in Wallung bringt. Der wandert dann zwar an Eisensteins Stelle hinter Gitter, doch der Rest des Personals trifft sich, mehr oder weniger verkleidet, auf Orlofskys Soiree, wo sich eine der rasantesten Verwechslungskomödien in der Geschichte der Operette abzuspielen beginnt.

DIE FLEDERMAUS ist Glanz- und einsamer Höhepunkt der Wiener Operette. Alles, was ihren Reiz ausmacht, findet sich in diesem Stück: Es wird gelogen, geliebt, sich verkleidet, verstellt und vor allem unglaublich viel gesoffen. Im Reich von König Champagner dem Ersten ist Lust am Betrug so unbesiegbar wie die Lust am Leben und an der Musik. Mag sein, dass hier eine Gesellschaft auf den Untergang zutaumelt – aber dann doch auf jeden  Fall nicht nüchtern und mit allerbester Laune.

—| Pressemeldung Theater Dortmund |—

Berlin, Deutsche Oper Berlin, Jacquelyn Wagner als TRAVIATA, 08.02.2014

Februar 7, 2014 by  
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Deutsche Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin © Bernd Uhlig

Deutsche Oper Berlin © Bernd Uhlig

La Traviata von Giuseppe Verdi

Am 8. Februar gastiert in der Titelpartie von LA TRAVIATA Jacquelyn Wagner, die unserem Publikum aus zahlreichen Produktionen bekannt ist: Zwischen 2007 und 2009 war sie Ensemblemitglied an der Bismarckstraße und interpretierte hier u. a. Pamina / DIE ZAUBERFLÖTE, Contessa / DIE HOCHZEIT DES FIGARO, Micaëla / CARMEN‚ Musetta / LA BOHEME‚ Gretel / HÄNSEL UND GRETEL, Nuri / TIEFLAND und den Sopranpart in Bachs MATTHÄUS-PASSION. Inzwischen führt sie ihre Karriere regelmäßig mit Partien wie Fiordiligi / COSI FAN TUTTE, Suor Angelica, Contessa, Violetta, Arabella, Rosalinde / DIE FLEDERMAUS oder Diemuth / FEUERSNOT an die Opernhäuser von Köln, Düsseldorf und Frankfurt, an die Volksoper Wien, nach New York (Carnegie Hall), Miami und Minnesota, Strasbourg oder Bordeaux. In der Vorstellung am 14. Februar gibt die junge rumänische Sopranistin Aurelia Florian ihr Hausdebüt.
 
Musikalische Leitung Gérard Korsten Inszenierung Götz Friedrich 
Mit Jacquelyn Wagner / Aurelia Florian (14. Feb.), Yosep Kang, Markus Brück u. a. Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin
 
Vorstellungen: 8., 14. Februar 2014
—| Pressemeldung Deutsche Oper Berlin |—

Trier, Theater Trier, DIE FLEDERMAUS, 09./4./23.02.2014

Februar 5, 2014 by  
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Theater Trier

Theater Trier © Theater Trier

Theater Trier © Theater Trier

DIE FLEDERMAUS  von Johann Strauß

Text von Richard Genée , nach der Komödie „Le Réveillon“ von Ludovic Halévy und Henri Meilhac
 
Wiener Charme, Walzerseligkeit und unbeschwerte Champagnerlaune – DIE FLEDERMAUS von Johann Strauß gilt als „Königin der Operette“. Nun ist der Kult-Klassiker endlich wieder am Theater Trier zu erleben!
Theater Trier / Ensembleszene DIE FLEDERMAUS © Marco Piecuch

Theater Trier / Ensembleszene DIE FLEDERMAUS © Marco Piecuch

 
Ein österreichischer Kurort, um 1870. Der eitle Notar Dr. Falke wittert die Chance zur Rache: Vor Jahren hat ihn nämlich sein Duzfreund Gabriel von Eisenstein in einem Fledermauskostüm volltrunken in einem Park zurückgelassen und damit öffentlich blamiert. So lockt er Eisenstein auf ein abendliches Maskenfest, um es ihm dort heimzuzahlen. Der arglose Eisenstein, der am nächsten Morgen wegen eines Bagatellvergehens eine mehrtägige Gefängnisstrafe anzutreten hat, geht in die Falle. Seine verführerische Gattin Rosalinde jedenfalls hat nichts gegen die Abwesenheit ihres Ehemanns einzuwenden, steht doch ein Rendezvous mit dem höchst charmanten Tenor Alfred bevor. Aber der wird von dem diensteifrigen Gefängnisdirektor Frank kurzerhand anstelle Eisensteins verhaftet. – Als Eisenstein sich nun, gelenkt durch Falkes Intrige, auf dem Fest gleich mehrfach bloßstellt und sogar noch seiner später dazugekommenen maskierten Ehefrau den Hof macht, scheint die Satisfaktion erreicht. Doch da ruft die Stimme des Gesetzes und Eisenstein muss seine Freiheitsstrafe antreten. Im Gefängnis aber gerät dann alles aus den Fugen… Fazit: „Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist!“
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Grab von Johann Strauss Sohn © IOCO

Grab von Johann Strauss Sohn © IOCO

Musikalische Leitung: GMD Victor Puhl // Inszenierung: Klaus-Dieter Köhler // Bühnenbild: Wolf Wanninger // Kostüme: Carola Vollath // Chöre: Angela Händel // Dramaturgie: Dr. Peter Larsen
Mit: Joana Caspar // Evelyn Czesla // Angela Pavonet // Kristina Stanek; Pawel Czekala/Alexander Trauth // Luis Lay // László Lukács/Amadeu Tasca // Norbert Schmittberg // Peter Singer // Carlos Aguirre/Svetislav Stojanovic; Opernchor und Extrachor des Theaters Trier // Tanztheater Trier // Statisterie des Theaters Trier // Philharmonisches Orchester der Stadt Trier
 
 
Die nächsten Vorstellungen: SO., 09.02., 18.00 Uhr | FR., 14.02., 20.00 Uhr | SO., 23.02.14, 18.00 Uhr 
 
 
 
 
Pressemeldung Theater Trier

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