Cottbus, Staatstheater Cottbus, Uraufführung Ballett BRIEFE AN JULIA, 03.03.2018

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Staatstheater Cottbus

Staatstheater Cottbus / JULIET LETTERS – BRIEFE AN JULIA Szenenfoto mit (v.l.n.r.) Andrea Simeone und Andrea Masotti © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus / JULIET LETTERS – BRIEFE AN JULIA Szenenfoto mit (v.l.n.r.) Andrea Simeone und Andrea Masotti © Marlies Kross

 

Uraufführung JULIET LETTERS – BRIEFE AN JULIA
Ballett von Adriana Mortelliti

Premiere Samstag, 3. März 2018, 19.30 Uhr, Kammerbühne, weitere Vorstellungen:  Samstag, 10. März, 19.30 Uhr; Sonntag, 18. März, 16.00 Uhr; Dienstag, 27. März, 19.30 Uhr

Julia - Giulietta in Verona © IOCO

Julia – Giulietta in Verona © IOCO

In der Kammerbühne des Staatstheater Cottbus (Wernerstr. 60) kommt am Samstag, 3. März 2018, 19.30 Uhr, das Ballett Juliet Letters – Briefe an Julia von Adriana Mortelliti zur Uraufführung.

Die Choreografin  Adriana Mortelliti hat sich von einem Brauch zu ihrer phantasievoll gestalteten Hommage an die vielgestaltige Liebe inspirieren lassen:

In Verona, in der Via Cappello 23, steht das Haus mit dem berühmten Balkon, in dem Shakespeares Julia angeblich lebte. Hier, so heißt es, schwuren sie und Romeo sich ewige Treue. Im Innenhof, in den Ritzen der Mauern, hinterlegen Liebende hoffnungsvolle, traurige, zweifelnde, trostsuchende, glückselige Briefe an Julia.

Staatstheater Cottbus / JULIET LETTERS – BRIEFE AN JULIA Szenenfoto © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus / JULIET LETTERS – BRIEFE AN JULIA Szenenfoto © Marlies Kross

Die Anregungen für die höchst unterschiedlichen Situationen ihres Balletts sind Liebesbriefen aus Literatur und Alltag entnommen. Die musikalische Grundlage bilden Werke von Max Richter, Radiohead, Leonard Cohen und vielen anderen.

Adriana Mortelliti hat mit dem Ballett des Staatstheaters bereits die Uraufführungen Berührungen – Eine Balkanrhapsodie und Pieces of Nyman erarbeitet. Ihre Tanzsprache ist akrobatisch-schwebend, anmutig, emotional. Sie berührt in ernsten, spannungsreichen Momenten wie in ihren heiteren, spielerischen. Und immer wieder blitzt ein Augenzwinkern auf.

Mit: Inmaculada Marín López, Andrea Masotti, Denise Ruddock, Venira Welijan, Mikaël Champs, René Klötzer, Stefan Kulhawec und Andrea Simeone

Die nächsten Vorstellungen:  Samstag, 10. März, 19.30 Uhr; Sonntag, 18. März, 16.00 Uhr; Dienstag, 27. März, 19.30 Uhr;

—| Pressemeldung Staatstheater Cottbus |—

Berlin, Deutsche Oper Berlin,Roméo und Juliette, 29. und 29.08.2015

August 27, 2015 by  
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Deutsche Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

 

Roméo und Juliette

Vorstellungen: 28., 29. August 2015

„Erste Liebe, bist du nicht viel höher als jede Poesie? Oder bist du nicht diese Poesie selbst, verbannt unter uns Sterbliche, deren höchstes Geheimnis nur Shakespeare kannte und mit sich in den Himmel nahm?“ (Berlioz / Deschamps „Strophes“)

Auch nach 400 Jahren hat Shakespeares Liebestragödie nichts von ihrer Strahlkraft eingebüßt. ROMEO UND JULIETTE ist in einer ganz besonderen Vereinigung von Kunstformen und Künstlern zu erleben: Berlioz‚ „Symphonie dramatique“ trifft auf die szenische Gestaltungskraft von Sasha Waltz. Im Prolog skizziert der Chor in der übergeordneten Funktion eines Kommentators die wichtigsten Stationen des Dramas bis zum bitteren Ende. Im dritten Teil stellt er die verfeindeten Familien Capulet und Montague dar, denen Frère Laurent am Grab ihrer Kinder die Versöhnung abtrotzt. Der mittlere Teil der Komposition ist ganz dem Wechselbad der Gefühle gewidmet. Roméos hoffnungslose Sehnsucht nach der unerreichbaren Juliette geht über in eine ausufernde Ballmusik, diese wird abgelöst von der friedvollen Nachtstimmung, in der die Liebenden zueinander finden.

Musikalische Leitung Moritz Gnann Inszenierung, Choreografie Sasha Waltz

Mit Ronnita Miller, Thomas Blondelle, Marko Mimica Tänzer/Innen von Sasha Waltz & Guests Joel Suárez Gómez, Lorena Justribó Manion, Davide Camplani u. a. Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin

—| Pressemeldung Deutsche Oper Berlin |—

Berlin, Komische Oper Berlin, Durchschlagender Erfolg für „West Side Story“, IOCO Kritik, 24.11.2013

Dezember 2, 2013 by  
Filed under Komische Oper Berlin, Kritiken, Musical

Komische Oper Berlin 


Kritik

Durchschlagender Erfolg für West Side Story

Premiere – 24. November 2013

Komische Oper Berlin © IOCO

Komische Oper Berlin © IOCO

Moderne Version von Shakespeares Romeo und Julia, wurde das nach einer Idee des renommierten Choreographen Jerome Robbins kreierte und von Bernstein komponierte Musical 1957 in New York uraufgeführt. Das Buch dazu hatte der Broadway-Autor Arthur Laurents und die Gesangstexte, der damals beim Fernsehen arbeitende junge Stephen Sondheim geschrieben.

Zuerst unter dem Titel Romeo und dann East Side Story war das Stück als religiöser, jüdisch-katholischer Konflikt angedacht. Später dann, angeregt durch die damals in der New Yorker West Side brutalen Auseinandersetzungen zwischen den neueingewanderten Puerto-Ricanern und den alteingesessenen „Amerikanern“, entschied man sich, den auf Rassismus basierenden Kampf zweier Jugendbanden (Jets und Sharks) als zentrales Element der Handlung zu machen. Stolprig und voller Herausforderungen und Unsicherheiten, sowohl betreffend der Handlung wie auch des musikalischen Stils, war der Entstehungsprozess gewesen, doch schließlich war „West Side Story“ geboren – eines der in vieler Hinsicht einzigartigsten und erfolgreichsten Meilensteine der Musical-Geschichte.

Nun hat sich der Regisseur und Intendant Barrie Kosky in Zusammenarbeit mit dem Choreographen Otto Pichler („Ball im Savoy“) des Werkes angenommen und eine zeitgemäße, kraftvolle, dynamisch choreografierte und minimalistisch auf die Kernaussage reduzierte, ergreifende neue Version geschaffen. Bravo den beiden Künstlern und in diesem Zusammenhang ein großes Lob auch an die mitwirkende Dramaturgin Johanna Wall.

Alles spielt auf einer entleerten Bühne. Lediglich mit dem Einsatz gekonnter Lichtregie (Franck Evin), der Drehscheibe, der modernen Kostüme und einiger weniger Deko-Elemente (Ausstattung von Esther Bialas) wird der vorwiegend raue, trostlose und bedrohliche Rahmen für die Geschichte kreiert. Es geht um Hass, Liebe und Tod, um das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Sicherheit, um Liebe aber auch um die Angst vor dem Fremden. Ob es sich dabei um New York der 50er Jahre oder um eine andere Metropole der Gegenwart handelt; um Puerto-Ricaner, Amerikaner, Polen; jüdisch, katholisch oder einer anderen Religion zugehörig, all das ist von geringer Bedeutung, denn letztendlich sind es junge Individuen aus der gesellschaftlichen Unterschicht, ohne Job und gefangen in ihrer Perspektivlosigkeit voller Aggression und Angst, aber auch voller Stolz.

Sehr rührend die Szene als Maria und Tony in einer Zukunftsvision sich selbst als ein in die Jahre gekommenes tanzendes und dann sterbendes Paar begegnen, oder als das Lied „Somewhere“ – normalerweise nur von dem Paar im Duett gesungen – hier von beiden Jugendgruppen ins Publikum blickend eingestimmt wird – zwischen trauriger Resignation und zarter Hoffnung. (Manch einer musste sich dabei das eine oder andere herunterkullernde Tränchen vom Gesicht wegwischen).

Voller Dynamik und strotzend vor Energie ist die tänzerisch-gesangliche Leistung der 19 Tänzer/ Darsteller, selbst unterschiedlichster Herkunft, als Jets und Sharks.

Einfühlsam gestaltete Tansel Akzeybek den Tony und bezaubert mit eindringlichem Gesang und schöner, natürlicher Stimme die allbekannten Songs („Maria“, „Tonight“). Julia Giebel mit ihrem roten Schopf zeichnet eine etwas kindliche, aber gerade dadurch sehr verletzbare und zarte Maria. Ihr leichter Opernsopran charakterisiert bestens die Figur und bietet den perfekten Gegenpart zur feurigen, mit Belt-Stimme gesungenen Anita von Sigalit Feig. Beeindruckend in Darstellung und auch in seiner akrobatischen Darbietung der Amerikaner Daniel Therrien als Riff. Bemerkenswerte Gesamtleistung auch die aller weiteren, bestens besetzten Solodarsteller, u.a. Gianni Meurer als Bernardo, Kevin Foster als Chino, Christoph Späth als Polizist Schrank; besonders nennenswert die Interpretation von Peter Renz als Doc.

Klangvoll spielt auch das Orchester der Komischen Oper die grandiose Komposition Bernsteins – Mischung aus Oper, Jazz sowie jüdischer und lateinamerikanischer Klänge – hier in seiner vollen Instrumentalfassung unter dem schwungvollen Dirigat von Koen Schoots zu erleben.

Zum Schluss minutenlanger Beifallssturm für das kreative Team, alle Darsteller und für die rundum beeindruckende und bewegende Produktion!  Unter den zahlreichen auch prominente Premierengästen ebenfalls anwesend der Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit mit Lebenspartner.

IOCO / G.G. / 24.11.2013

Weitere Vorstellungen West Side Story:      Freitag 13. 12.2013;  Mittwoch 18.12.2013; Montag 23.12.2013; 25.12.2013;  Sonntag 29.12.2013; Dienstag 31.12.2013;   Samstag 4.1.2014; Sonntag 5.1.2014; Samstag 25.1.2014;                 Samstag 24. Mai 2014; Samstag   7. Juni 2014

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