Hagen, Theater Hagen, Premiere DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN – Leos Janacek, 24.03.2018

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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN von Leoš Janácek

 Für die deutsche Bühne bearbeitet und übersetzt von Max Brod
In deutscher Sprache mit Übertiteln

Premiere: Samstag, 24. März 2018, 19.30 Uhr

Theater Haren / Das schlaue Füchslein - Dorothea Brandt (Füchslein), Kinderchor des Theater Hagen © Klaus Lefebvre.

Theater Haren / Das schlaue Füchslein – Dorothea Brandt (Füchslein), Kinderchor des Theater Hagen © Klaus Lefebvre.

Worum geht’s? Wie klingt ein Wald? Wir hören das Flirren der Insekten, das Knacken trockener Äste, die Rufe von Tieren und hier und da ein Rascheln unbestimmter Herkunft. In Janáceks Opernfabel sind wir mitten im Wald, wo ein Fuchsjunges vom Förster gefangen wird, nur um in der Försterei den Hühnerstall durcheinander zu bringen und dann doch wieder in den Wald zu fliehen. Hier wächst es zur umworbenen Fuchsdame heran, hält Hochzeit und zieht Kinder groß, die schnell ebenso frech werden wie die Mutter

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Im Einklang mit der Natur sich dem ewigen Werden und Vergehen zu überlassen – dieser Sehnsucht verschafft Janácek mit seiner musikalischen Waldgeschichte Gehör. Und vor diesem philosophischen Hintergrund erleben wir die doch eher schnöden Menschenträume darin: Der Förster, der in den Wald geht, um der ewigen Nörgelei seiner Frau zu entkommen, der Schulmeister der sich betrunken in eine Sonnenblume verliebt, und der Pfarrer, der abwandern muss, weil seine Vergangenheit ihn einholt: Die menschlichen Herren der Schöpfung entpuppen sich als wenig vorbildtauglich – sind die Tiere da womöglich menschlicher?

Das Bühnenbild des international gefragten Ausstatters Christof Cremer bringt einen metaphorischen Wald überaus sinnlich auf die Bühne, in dem die Figuren in verrückt tierisch menschlichen Kostümen auftreten, damit die Regie von Mascha Pörzgen, die zuletzt u.a. an der Staatsoper Berlin und Volksoper Wien inszenierte, die Geschichte aus der Perspektive der Füchsin erzählen kann. Und unter der Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Trafton wird die anspruchsvolle, dabei eingängige Musik dieses 1924 in Brünn uraufgeführten Werkes zum besonderen Erlebnis, weil hier Moderne und Folklorismus, romantische Oper und Filmmusik eine Mischung eingehen, die Kenner wie Neugierige gleichermaßen in den Bann zieht.

Es singen und spielen: Marilyn Bennett, Dorothea Brandt, Kristine Larissa Funkhauser, Veronika Haller, Olaf Haye, Sophia Leimbach, Boris Leisenheimer / Richard van Gemert, Kenneth Mattice, Matthew Overmeyer / Egidijus Urbonas, Jennifer Panara, Rainer Zaun u.a.; Chor, Kinderchor und Statisterie Theater Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen.

Das schlaue Füchslein am Theater Hagen:  Weitere Vorstellungen: 29.3.; 8.4. (15 Uhr), 13.4., 18.4., 27.4.; 12.5., 16.5., 26.5.; 24.6. (18 Uhr) 2018 – jeweils 19.30 Uhr, soweit nicht anders angegeben,

—| Pressemeldung Theater Hagen |—

Hagen, Theater Hagen, Wiederaufnahme Von Babelsberg nach Hollywood, 17.02.2018

Februar 13, 2018 by  
Filed under Pressemeldung, Revue, Theater Hagen

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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Wieder auf dem Spielplan: Die Filmmusik-Schlager-Revue
Von Babelsberg nach Hollywood

  Samstag, 17. Februar 2018, 19.30 Uhr, im Theater Hagen

Theater Hagen / Von Babelsberg nach Hollywood - Carina Sandhaus, Kenneth Mattice © Klaus Lefebvre.

Theater Hagen / Von Babelsberg nach Hollywood – Carina Sandhaus, Kenneth Mattice © Klaus Lefebvre.

Am Samstag, 17. Februar 2018, mit Beginn um 19.30 Uhr, findet die Wiederaufnahme der Filmmusik-Schlager-Revue Von Babelsberg nach Hollywood im Theater Hagen (Großes Haus) statt. Mit dieser beliebten und überaus erfolgreichen Revue widmet sich das Hagener Theater erneut der Präsentation insbesondere von deutschen und amerikanischen Filmmusik-Klassikern sowie Pop-, Rock- und Disco-Hits der letzten neun Jahrzehnte. Gesangssolisten des Hagener Theaters (Marilyn Bennett, Kenneth Mattice, Tillmann Schnieders, Richard van Gemert) sowie Gastsänger (Boris Leisenheimer, Carina Sandhaus, Hannes Staffler), Chor, das Ballett und das Philharmonische Orchester Hagen gestalten diesen abwechslungsreichen und unterhaltsamen Abend unter der musikalischen Leitung von Steffen Müller-Gabriel, an welchem Hits wie „Ich bin von Kopf bis Fuss auf Liebe eingestellt“, „Diamonds are a girl’s best friend!“, „Moonriver“, „Stayin‘ alive“ und vieles weitere mehr präsentiert werden.

Es gibt insgesamt drei Vorstellungen: 17.2., 10.3., 25.5.2018, jeweils 19.30 Uhr

—| Pressemeldung Theater Hagen |—

Hagen, Theater Hagen, Premiere Tosca von Giacomo Puccini, 28.10.2017

Oktober 27, 2017 by  
Filed under Oper, Premieren, Pressemeldung, Theater Hagen

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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

TOSCA  von Giacomo Puccini 

Opern-Krimi mit musikalischen Hits

Am 28. Oktober 2017 (19.30 Uhr, Großes Haus) findet die zweite Musiktheaterpremiere im Theater Hagen statt: Die Aufführung des populären Opern-Krimis Tosca von Giacomo Puccini – in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Theater Hagen / Tosca - Veronika Haller (Tosca), Karsten Mewes (Scarpia) © Klaus Lefebvre

Theater Hagen / Tosca – Veronika Haller (Tosca), Karsten Mewes (Scarpia) © Klaus Lefebvre

Vom ersten Ton an beschwört diese 1900 in Rom uraufgeführte – und bis heute überaus beliebte – Oper eine politisch instabile Welt voller Bedrohungen herauf. Es ist die Welt des Polizeichefs Scarpia, einem machtbesessenen Menschen, der seine Lust daran hat, Frauen mit Gewalt gefügig zu machen, bislang erfolgreich, nur die berühmte Sängerin Tosca ist unerreichbar. Sie lebt nur für die Kunst: »Vissi d’arte«. Politische Intrigen interessieren sie nicht, und sie liebt den Maler und Regimegegner Cavaradossi. Als ihr Geliebter jedoch den politischen Flüchtling Angelotti versteckt, explodiert die grausame Wirklichkeit mitten in Toscas Leben. Sie muss als Zeugin vor Scarpia, der ihren Geliebten im Nebenzimmer foltert. Tosca muss sich entscheiden: Zur Verräterin werden, um den Geliebten zu retten? Ihre christlich-humanistischen Werte aufgeben? Ihren Körper verkaufen? – Man erlebt eine Tosca, die sich in der klaustrophoben Welt Scarpias zurechtfinden muss – eine Sängerin die alles an ein System verliert, das in seiner bösartigen Absurdität des Apparates Freiheit, Kunst und Liebe opfert. Am Ende wird Tosca der Geliebte genommen, sie wird zur Mörderin, und selber bleibt ihr nur der Selbstmord.

Puccini und seine Librettisten Giuseppe Giacosa und Luigi Illica kreierten ein Werk, das von herausragender Fertigkeit, mitreißender Emotionalität und auch heute noch von beängstigender Aktualität ist. Seine musikalischen Hits begeistern immer wieder ihre Zuhörer.

Für die musikalische Einstudierung und Leitung einer Neuinszenierung am Theater Hagen zeichnet erstmals der neue Generalmusikdirektor Joseph Trafton verantwortlich.

In der Regie von Roman Hovenbitzer, der Ausstattung von Hermann Feuchter (Bühne) und den Kostümen von Anna Siegrot (Kostüme) singen und spielen: Dirk Achille, Veronika Haller, Kenneth Mattice, Karsten Mewes, Xavier Moreno, Richard van Gemert, Rainer Zaun sowie Samra Arapi, Celina Igelhorst, Caroline Petrich (alternierend); Chor-, Extrachor, Kinder- und Jugendchor, Statisterie des Theater Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen

Weitere Vorstellungen: 11.11., 17.11., 24.11.; 6.12.2017; 7.1. (15 Uhr), 12.1., 17.1, 28.1 (18 Uhr); 9.2., 15.2., 11.3. (18 Uhr) 2018 – jeweils 19.30 Uhr, soweit nicht anders angegeben

—| Pressemeldung Theater Hagen |—

Hagen, Theater Hagen, Premiere GESCHICHTEN AUS DEM WIENER WALD, 24.06.2017

Mai 22, 2017 by  
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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

GESCHICHTEN AUS DEM WIENER WALD  von HK GRUBER

LIBRETTO MICHAEL STURMINGER,  nach ÖDÖN von HORVÁTH

PREMIERE 24. JUNI 2017 19.30 UHR, weitere Termine: 30.6.; 5.7., 7.7., 12.7., 15.7.2017, jeweils 19.30 Uhr

Der Zauberkönig, Inhaber einer Puppenklinik, will seine Tochter Marianne mit dem biederen Fleischhauer Oskar verheiraten. Kurz vor der Verlobung trifft Marianne auf den charmanten Alfred, den Verflossenen der reifen Trafikantin Valerie. Er erscheint ihr wie ein Fingerzeig raus aus der engen Kleinbürgerwelt in eine glücklichere Zukunft. Doch die Umstände, sie sind nicht so: Alfred fühlt sich von Marianne eingeschränkt, das Zusammenleben der beiden gestaltet sich ärmlich in jeder Hinsicht, und zudem ist das gemeinsame Kind ein weiterer Hemmschuh. Der Kleine wird bei Alfreds Großmutter und seiner Mutter in der Wachau »ausgelagert«, Alfred sucht wieder Anschluss an seine Vergangenheit, und Marianne bleibt nichts anderes übrig, als im halbseidenen Milieu ihr Geld zu verdienen. Die Katastrophe ist somit vorprogrammiert.

Theater Hagen / Geschichten aus dem Wiener Wald - Kenneth Mattice, Kristine Larissa Funkhauser © Klaus Lefebvre

Theater Hagen / Geschichten aus dem Wiener Wald – Kenneth Mattice, Kristine Larissa Funkhauser © Klaus Lefebvre

Ödön von Horváth schrieb mit dem 1931 am Deutschen Theater in Berlin uraufgeführten Volksstück, dem er das Motto »Nichts gibt so sehr das Gefühl der Unendlichkeit als wie die Dummheit« voranstellte, ein bitterböses Schauspiel über Selbstbetrug und Lebenslüge: Das Ausgesprochene ist eben nicht als bare Münze zu nehmen, sondern als Maske dessen, was nicht gesagt werden kann oder darf.

Der österreichische Komponist HK Gruber komponierte kongenial (auf Anregung Michael Sturmingers) die gleichnamige Oper, die sich dem Text Horváths verpflichtet fühlt – »Ich habe mich gar nicht als Komponist der Oper gesehen, eher als Dialogregisseur« – und die 2014 bei den Bregenzer Festspielen erfolgreich uraufgeführt wurde. Nach einer Präsentation an der Komischen Oper in Berlin 2016 zeigt das theaterhagen nun als Erstaufführung in NRW die dritte Inszenierung dieses »ständigen Balanceaktes zwischen dem angeblich Schönen und dem porträtierten Elend« (Gruber). Intendant Norbert Hilchenbach, der sich im Laufe seines 45-jährigen Berufslebens mehrfach mit den Geschichten auf der Bühne auseinandergesetzt hat, erarbeitet die Oper als seine letzte Arbeit am theaterhagen.

MUSIKALISCHE LEITUNG  Florian Ludwig, INSZENIERUNG Norbert Hilchenbach, BÜHNE Jan Bammes, KOSTÜM Yvonne Forster, LICHT  Achim Köster, CHOR   Wolfgang Müller-Salow, DRAMATURGIE  Maria Hilchenbach

MIT Marilyn Bennett, Martin Blasius, Andrew Finden, Kristine Larissa Funkhauser, Veronika Haller, Maria Klier, Björn Christian Kuhn, Kenneth Mattice, Joslyn Rechter, Richard van Gemert, Jeannette Wernecke, Philipp Werner, Kejia Xiong, Rainer Zaun; Chor des theaterhagen, philharmonisches orchesterhagen.

PREMIERE 24. JUNI 2017 19.30 UHR, weitere Termine: 30.6.; 5.7., 7.7., 12.7., 15.7.2017, jeweils 19.30 Uhr

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