Köln, Oper Köln, Theaterfest und Konzert Catone in Utica von Antonio Vivaldi, 09.09.2016

Juli 8, 2016 by  
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Oper Köln

Koeln / StaatenHaus Oper Koeln © Petra Moehle

Köln / StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

Theaterfest & Catone in Utica von Antonio Vivaldi, 09.09.2016

Wien / Vivaldi Denkmal © IOCO

Wien / Vivaldi Denkmal © IOCO

Die erste Spielzeit der Oper Köln in der Spielstätte StaatenHaus hat uns eine Fülle an erinnerungswürdigen, hochkarätigen und lebendigen Musiktheater-abenden erleben lassen. Vom künstlerischen Erfolg derart beflügelt, bietet die zweite Saison im StaatenHaus berechtigten Anlass, auf viele neue Höhepunkte zu hoffen. Grund genug, den Auftakt mit zwei besonderen Programmpunkten zu begehen: einem großen Theaterfest und der konzertanten Kölner Erstaufführung von Antonio Vivaldis  Catone in Utica.

Besuchen Sie uns am 04. September zum Theaterfest, bei dem nicht nur der Auftakt der neuen Spielzeit, sondern auch das 20-jährige Jubiläum der Kinderoper Köln Anlass zum Feiern geben. Kostümversteigerungen, Ausschnitte aus Produktionen, eine Opernrallye, »Speed-Dates« mit verschiedenen Mitarbeitern, Einblicke in die Arbeit an einem großen Opernhaus u.v.m. – alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen sich auf Sie!

Am 09. September eröffnen wir die Spielzeit musikalisch mit der Kölner Erstaufführung von Antonio Vivaldis  Catone in Utica. Bei diesem konzertanten Highlight in der Oper Köln geben sich unter der musikalischen Leitung von Gianluca Capuano die hochkarätigen Gast-Stars Vivica Genaux (Emilia), Richard Croft (Catone), Margarita Gritskova (Fulvio) und Kangmin Justin Kim (Cesare) mit den profilierten Ensemblemitgliedern Adriana Bastidas Gamboa (Marzia) und Claudia Rohrbach (Arbace) ein Stell- dichein. Es spielt das renommierte Alte Musik-Spezialorchester Concerto Köln. 

Musikalische Leitung Gianluca CapuanoMit   : Vivica Genaux › Emilia
Claudia Rohrbach › Arbace,  Margarita Gritskova › Fulvio
Adriana Bastidas Gamboa › Marzia,  Kangmin Justin Kim › Cesare
Richard Croft › Catone,  Concerto Köln

Catone in Utica  von Antonio Vivaldi, 09.09.2016

—| Pressemeldung Oper Köln |—

Berlin, Staatsoper im Schiller Theater, Premiere: THE TURN OF THE SCREW, 15.11.2014

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Staatsoper im Schiller Theater

Staatsoper im Schiller Theater © IOCO

Staatsoper im Schiller Theater © IOCO

Premiere:

THE TURN OF THE SCREW von Benjamin Britten

PREMIERE 15. NOV 2014 | 19:30 UHR, weitere Vorstellungen 19.11.2014, 22.11.2014, 27.11.2014, 30.11.2014, 5.12.2014

Eine junge Frau, deren Namen wir nie erfahren werden, bekommt einen Auftrag: Sie soll sich als Governess, als Kindermädchen auf den Landsitz Bly begeben, sich dort um die zwei Waisen Flora und Miles kümmern und für ihre Erziehung sorgen. Der Auftraggeber ist der Onkel, der Vormund der Waisen, der mit diesen Dingen nicht belästigt werden will und die junge Frau auf absolute Verschwiegenheit über die Vorgänge in Bly einschwört.

Was sie dann dort erlebt, lässt sich nur sehr vage und in einzelnen Partikeln rekonstruieren. Wenn die junge Frau auf die Geschehnisse zurückblickt, erinnert sie sich »des ganzen Anfangsstadiums als einer Folge von Aufschwüngen und Abstürzen, eines raschen Wechsels zwischen normalem und abweichendem Pulsschlag.«

In jedem Fall trifft sie dort zunächst auf ihre zwei Zöglinge, die permanent zwischen seltsam alterslosen Kindern, jungen Erwachsenen und Adoleszenten changieren. Hinzu kommt eine nicht ganz durchschaubare Haushälterin, Mrs. Grose, die offenbar schon ihr halbes Leben in Bly verbracht hat.

Der Bewegung der Drehung der Schraube gemäß, werden die Geschehnisse zunehmend undurchsichtig. Das Grauen greift Raum, »the horror«: Die Governess glaubt, die schemenhaften Erscheinungen eines Mannes und einer Frau durch die Räume von Bly wandeln zu sehen. Sind es die Geister der ehemaligen Angestellten Quint und Jessel? Obwohl die junge Frau sich fest vorgenommen hat, ihre Wahrnehmung zu schärfen, taumelt sie nur mehr durch das Geschehen. Dämonische Kräfte scheinen um sich zu greifen und alle Beteiligten heimzusuchen. Am Ende, soviel ist sicher, ist eine Person tot. Alles andere bleibt zu untersuchen.

Die Novelle The Turn of the Screw von Henry James erscheint im Jahr 1898, nur ein Jahr bevor die bahnbrechende Untersuchung von Sigmund Freud zur »Traumdeutung« erscheint und den Phantasmagorien des neuen Jahrhunderts ein Gesicht gibt. Henry James war sein Leben lang interessiert an allen Ausprägungen und Phänomenen der Psyche. Er war vertraut mit den Forschungsergebnissen der »Society for Psychical Research«, dessen Präsident sein älterer Bruder William James war, einer der ersten amerikanischen Theoretiker, die auf dem Gebiet der Psychologie gearbeitet haben.

Unter dieser Perspektive ist The Turn of the Screw nicht nur eine Geistergeschichte, a »little tale of horror« wie der Autor selbst die Geschichte einmal genannt hat, sondern die Fallgeschichte einer jungen Frau, die ihren eigenen Augen nicht mehr zu trauen vermag. Sie wird in ein System von Bedeutungen eingesponnen, die sie nicht mehr entziffern vermag. Ihre Phantasie rotiert und bewegt sich vom Vertrauten zum beunruhigend Unvertrauten und wieder zurück. Es gibt für sie keine eindeutigen Anhaltspunkte mehr und keinerlei Beweise. Sie kann nur Spuren sichern und sie wie einzelne Steine eines Mosaiks zusammenfügen.
Die Einzelteile ihrer Erinnerung spiegeln sich wieder im Formprinzip der Oper von Benjamin Britten. So zersplittert wie das Erzählgeschehen selbst ist auch die Struktur der Oper. Bei einer ungefähren Dauer von 105 Minuten werden wir durch 17 verschiedene Bilder und 15 instrumentale Zwischenspiele geführt.

Jedes Bild wirft immer wieder andere Schlaglichter auf das Geschehen, das sich nicht zu einem homogenen Ganzen zusammenfügen lässt. Wir befinden uns in einem Puzzlespiel. – Henry James selbst sprach einmal von seiner Erzählung als von einem »play of strange encounters«, einem Spiel seltsamer Begegnungen.  Yvonne Gebauer

MUSIKALISCHE LEITUNG Ivor Bolton, INSZENIERUNG Claus Guth
BÜHNENBILD Christian Schmidt, KOSTÜME Christian Schmidt
LICHT Olaf Freese, DRAMATURGIE Yvonne Gebauer

PROLOGUE | PETER QUINT Richard Croft, GOVERNESS Emma Bell
MILES Thomas Lichtenecker, FLORA Sónia Grané
MISS JESSEL Anna Samuil, MRS GROSE Marie McLaughlinb

PREMIERE 15. NOV 2014 | 19:30 UHR, weitere Vorstellungen 19.11.2014, 22.11.2014, 27.11.2014, 30.11.2014, 5.12.2014

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Berlin, Berliner Philharmoniker, Live am Sontag: Herbert Blomstedt dirigiert die Missa solemnis, 03.06.2012

Juni 1, 2012 by  
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Berliner Philharmoniker

Live am Sonntag: Herbert Blomstedt dirigiert die Missa solemnis

Beethovens »größtes Werk«

Als Ludwig van Beethoven im Jahr 1819 die Arbeit an der Missa solemnis aufnahm, kämpfte er mit einer schweren Krise. Sein Gehör hatte ihn nahezu verlassen, was nicht nur das Komponieren erschwerte, sondern auch zur sozialen Isolation führte. In dieser melancholischen Phase schrieb er sein bahnbrechendes Spätwerk, darunter die letzten Streichquartette, die Neunte Symphonie und eben die Missa solemnis, die der Komponist selbst für sein »größtes Werk« hielt. Es ist nun in einer Interpretation mit den Berliner Philharmonikern, dem Chor des Bayerischen Rundfunks und Herbert Blomstedt als Dirigent zu erleben.

Dass Beethovens schwere persönliche Situation und seine Hinwendung zur Sakralmusik miteinander zusammenhängen, ist nur plausibel. Er, der Verfechter der Aufklärung, begab sich zu dieser Zeit auf die Suche nach einem Glauben – hoffte, dass »Gott, der mein Inneres kennt, […] mich wohl endlich wieder einmal diesen Trübsaalen entreißen« werde. Parallel dazu wuchs der Wunsch, ein kirchenmusikalisches Werk zu schaffen. Dazu vertiefte er sich in die katholische Liturgie und in zahlreiche Messvertonungen.

Der Missa solemnis hört man die Inspiration durch ältere Quellen durchaus an: in ihren Fugen, in Anklängen an die Zeit Palestrinas. Und doch ist diese Musik keineswegs rückwärtsgewandt. Harmonik und Instrumentation weisen weit in die Zukunft, wie auch die Vokalstimmen bis heute für Chor und Solisten eine Herausforderung sind. Vor allem aber ordnet Beethoven seine Messe nicht den Zwängen des Gottesdienstes unter. Sie ist keine funktionale Musik mehr, sondern in ungehemmter Emotionalität transportiert sie in jedem Takt Beethovens eigenes Denken und Fühlen.

Berliner Philharmoniker
Herbert Blomstedt Dirigent
Ruth Ziesak Sopran
Gerhild Romberger Alt
Richard Croft Tenor
Georg Zeppenfeld Bass
Chor des Bayerischen Rundfunks
Peter Dijkstra Einstudierung

Ludwig van Beethoven: Missa solemnis D-Dur op. 123

Live-Übertragung am So., 03. Jun. 2012, 20 Uhr

Vor dem Konzert (ca. 19.35 Uhr): Einführung von Herbert Blomstedt

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