Frankfurt, Oper Frankfurt, Liederabend Tanja Ariane Baumgartner, 12.06.2018

Juni 6, 2018 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

 TANJA ARIANE BAUMGARTNER

 LETZTER LIEDERABEND DER SPIELZEIT 2017/18

Der achte und letzte Liederabend der Spielzeit 2017/18 wird bestritten von der deutschen Mezzosopranistin Tanja Ariane Baumgartner, die seit er Spielzeit 2009/10 zum Ensemble der Oper Frankfurt zählt, am

Dienstag, 12. Juni 2018, 20.00 Uhr – Opernhaus

Oper Frankfurt / Tanja Ariane Baumgartner © t + t fotografie

Oper Frankfurt / Tanja Ariane Baumgartner © t + t fotografie

Schon lange gehört Tanja Ariane Baumgartner zu den Publikums- wie Kritikerlieblingen der fest in Frankfurt engagierten Sängerinnen und Sänger und beweist eine einzigartige Wandelbarkeit, indem ihr der „fliegende Wechsel“ zwischen Partien wie Carmen und Lisa (Die Passagierin), Amastre (Xerxes) und Cassandre (Les Troyens), Emilia (Otello) und Fricka (Das Rheingold / Die Walküre) geradezu spielerisch gelingt. Kein Wunder, dass eine Künstlerin, die dem „Hochleistungssport“ Gesang mit solcher Leichtfüßigkeit, Noblesse, stimmlicher Präsenz und Persönlichkeit begegnet, auch am Theater an der Wien, an der Wiener und Berliner Staatsoper, am Royal Opera House Covent Garden in London und an der Lyric Opera in Chicago sowie beim Edinburgh International Festival, bei den Salzburger Festspielen oder den BBC Proms in der Royal Albert Hall London gefeiert wird. Zum Glück hat die Mezzosopranistin irgendwann festgestellt, dass „die Geige das falsche Medium“ für sie ist. So ist die Matadorin mit dem klaren und dunklen, nuancenreichen Timbre nach einem kleinen Liederabend im Holzfoyer nun auch endlich als Liedinterpretin auf der großen Bühne zu erleben.
Anlässlich ihres Liederabends präsentiert Tanja Ariane Baumgartner, begleitet von Malcolm Martineau (Klavier) und Philipp Nickel (Viola), Lieder von Johannes Brahms, Hugo Wolf, Gustav Mahler und Richard Strauss.

Oper Frankfurt / Tanja Ariane Baumgartner ©Dario Acosta

Oper Frankfurt / Tanja Ariane Baumgartner © Dario Acosta

Die Liederabend-Reihe der Oper Frankfurt wird auch in der kommenden Saison 2018/19 fortgesetzt:
Günther Groissböck, Bass 11. September 2018
Hanna-Elisabeth Müller, Sopran 20. November 2018
Luca Salsi, Bariton 18. Dezember 2018
Ludovic Tézier, Bariton 22. Januar 2019
Stéphanie d’Oustrac, Mezzosopran 26. März 2019
Edita Gruberová, Sopran 23. April 2019
Michael Porter, Tenor 07. Mai 2019
Michael Spyres, Tenor 18. Juni 2019

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, Götterdämmerung – Richard Wagner, IOCO Kritik, 28.05.2018

Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

GÖTTERDÄMMERUNG  –  Richard Wagner

– Der Untergang der Götter – Durch Menschenhand –

Von Ingrid Freiberg

Der Ring des Nibelungen ist die Überforderung der Operngeschichte schlechthin. Es wird erlitten, zerrissen, verflucht, geliebt, bewundert, abgesessen, verehrt und verteufelt.

Scheitern ist das Mantra der Götterdämmerung

Regisseur Uwe Eric Laufenberg hat sich mit der Inszenierung des Rings einen Lebenstraum erfüllt. Seine Götterdämmerung beschreibt den Untergang der Götter mit aktuellen Gegebenheiten und den Entwicklungen in einer realen Welt. Er erzählt von Hoffnung und Enttäuschung, Traum und Wirklichkeit, Utopie, Krieg und Untergang. Szenen von verstörender Intensität kulminieren beständig und enden in der Darstellung eines sich auflösenden Weltalls.

Richard Wagner in Bayreuth © IOCO

Richard Wagner in Bayreuth © IOCO

Die Welt kennt wenige bedeutende Dichterkomponisten. Einzig und allein Richard Wagner ist es gelungen, zehn Bühnenwerke zu schaffen, die zum eisernen Bestandteil des Opernrepertoires gehören und gleichzeitig Sternstunden der Poesie sind.  „Vollendet in Wahnfried am 21. November 1874. Ich sage nichts weiter!“ mit diesen Worten schloss Wagner die Partitur der Götterdämmerung ab. Die Uraufführung fand am 17. August 1876 im Rahmen der Richard-Wagner-Festspiele statt. Wagner übernahm die künstlerische Gesamtleitung, gab täglich neue Anordnungen, seine Regieanweisungen konterkarierend „Die großen Noten kommen von selbst, die kleinen Noten und der Text sind die Hauptsache!“

Feuerzauber in einer Schale

Die drei Nornen spinnen keine goldenen Schicksalsfäden, sondern schießen grüne Laserstrahlen aus ihren mit Präsentationspointern präparierten Handschuhen. Nach ihrer Weissagung, dass Walhall verbrennen wird, sobald die Rheintöchter den Ring wieder besitzen, verlöschen die Strahlen.

Hessisches Staatstheater Wiesbaden / Götterdämmerung - hier : die drei Rheintöchter und Siegfried  im Lokal ZUM RHEINGOLd © Karl Monika Forster

Hessisches Staatstheater Wiesbaden / Götterdämmerung – hier : die drei Rheintöchter und Siegfried  im Lokal ZUM RHEINGOLd © Karl Monika Forster

In einem mit Designermöbeln ausgestatteten Glas-Bungalow haben sich Siegfried und Brünnhilde eingerichtet. Die in einer kleinen Schale flackernde Flamme ist eine Reminiszenz an den Feuerzauber auf dem Walkürenfelsen, an dem – laut Libretto – des Nachts die drei Nornen lagern. Siegfried betritt „sein Haus“ sich ausgiebig räkelnd, mit einer Tasse Kaffee in der Hand und einem Elektrorasierer im Gesicht. Kurz darauf erscheint Brünnhilde im Negligé und zieht ihm, ganz fürsorgliche Ehefrau, seine Jacke an, stellt ihm die Schuhe bereit. Die beiden albern herum und küssen sich zärtlich.

Siegfried wird die traute Zweisamkeit langweilig. Er will auf zu neuen Taten. Vorahnend beschwört Brünnhilde ihn Gedenk‘ der Eide, die uns einen; gedenk‘ der Treue, die wir tragen; gedenk‘ der Liebe, der wir leben Brünnhilde brennt dann ewig heilig dir in der Brust!“ Sie übergibt Siegfried ihr Pferd Grane als Liebespfand. Es ist riesig groß, ein Machtsymbol, ein trojanisches Pferd, mit dem die Menschheit in die Vernichtung rast. Siegfried gibt ihr den Ring, den er Alberich vom Finger gezogen hat. Stürmisch nehmen die Liebenden Abschied. Amüsant: Händeringend und kopfschüttelnd kommt Siegfried noch einmal zurück, um sein Schwert zu holen, das er vergessen hat…

Hessisches Staatstheater Wiesbaden / Götterdämmerung - hier : Alberich und Hagen im Zwiegespräch © Karl Monika Forster

Hessisches Staatstheater Wiesbaden / Götterdämmerung – hier : Alberich und Hagen im Zwiegespräch © Karl Monika Forster

Die Halle der Gibichungen am Rhein

Siegfrieds Rheinfahrt endet am Hof von Gunther und Gutrune, dem ledigen Gibichungen-Geschwisterpaar. (Die Fahrt wird durch Videostreifen illustriert – erkennbar die nahegelegene Burg Pfalzgrafenstein bei Kaub.) In der Gibichungenhalle steht der große rechteckige Konferenztisch, der schon Wotans Walküre-Kriegsrat zur Verfügung stand. Haben die Gibichungen diesen von Wotan erworben? Haben die weltlichen Herrscher die Macht bereits übernommen?

Modebewusst und selbstsicher tritt Gunthers Schwester Gutrune auf. Gunther und sie werden als inzestuöses Geschwisterpaar gezeigt. Den machtbesessenen Hagen erkennt das Geschwisterpaar neidlos als Ratgeber an. Hagen hält Siegfried für eine ebenbürtige Partie für seine Halbschwester Gutrune. Dass der „herrlichste Held der Welt“ sie begehren könne, glaubt diese hingegen nicht. Da erinnert sich  Hagen an einen Vergessenstrunk, der einerseits die Vergangenheit auslöscht „dass je ein Weib ihm genaht“, andererseits die Liebe zu einer neuen Frau weckt.

Gunther erzählt Siegfried, er kenne ein starkes Weib und würde es gerne zur Frau nehmen, traue sich aber nicht. Der dem Zauber Verfallene verspricht ihm, für ihn zu werben und drängt „Frisch auf die Fahrt!“ „Um die Rückkehr ist’s mir jach!“.

Siegfried und Gunther schließen Blutsbrüderschaft, die von Hagen an dem langen Konferenztisch zu Papier gebracht und vertraglich besiegelt wird. Ihm geht es ausschließlich um den Ring, den Brünnhilde noch trägt. Seine Träume flackern über die Leinwand, Alberich schleicht sich sichtbar in diese hinein. Die beiden Blutsbrüder eilen davon. Hagen bleibt zurück und bewacht die Halle. In einem Selbstgespräch höhnt er ihnen nach „Ihr freien Söhne, frohe Gesellen, segelt nur lustig dahin! Dünkt er euch niedrig, ihr dient ihm doch, des Niblungen Sohn.“ (überzeugend diabolisch Albert Pesendorfer)

Walkürenfelsen – Ein Glasbungalow

Brünnhilde wartet, modern bekleidet, gelangweilt Magazine lesend, den Ring betrachtend, auf Siegfried. Sie ist beunruhigt und ahnungsvoll. Allein der Ring, Siegfrieds Liebespfand, gibt ihr Halt. Das Feuer in der Schale ist erloschen. Wotan sitzt stumm vor dem Haus. Der Speer, einst das Symbol seiner Macht, für den er ein Auge gegeben hat, ist zerbrochen Er sieht nur noch auf einem Auge, dem der Macht und derer Erhaltung.

Waltraute  beschwört  Brünnhilde

Statt Siegfried kommt Waltraute zu Besuch. Brünnhilde glaubt zunächst an ein Versöhnungsangebot Wotans, der ihr noch immer zürnt. Doch Waltraute beschwört Brünnhilde, den geraubten verfluchten Ring den Rheintöchtern zurückzugeben und

Hessisches Staatstheater Wiesbaden / Götterdämmerung - hier - Catherine Foster als Brünnhilde © Karl Monika Forster

Hessisches Staatstheater Wiesbaden / Götterdämmerung – hier – Catherine Foster als Brünnhilde © Karl Monika Forster

damit auch dem lebensmüden Göttervater Frieden zu verschaffen. (Die beiden Sängerinnen meistern ihre Partien bravourös, obwohl sie bisweilen im Inneren des Bungalows zu singen haben.)

 Brünnhilde, keine Walküre mehr, ist nichts wichtiger als ihre Liebe zu Siegfried. Empört lehnt sie ab, den Ring zu opfern Geh hin zu der Götter heiligem Rat! Von meinem Ringe raune ihnen zu Die Liebe ließe ich nie, mir nähmen nie sie die Liebe, stürzt‘ auch in Trümmern Walhalls strahlende Pracht!“

„Nun, Nothung, zeuge du, dass ich in Züchten warb“

Siegfried betritt den Bungalow. (Wo bleibt hier die Intensität von Wagners genialem Feuerzaubermotiv, in vielen Inszenierungen auch optisch eine Augenweide?) Entsetzt erblickt Brünnhilde einen Fremden „Zur Schande zwingst du mich nicht, so lang’ der Ring mich beschützt.“ Drohend streckt sie ihm den Ring entgegen.

Der vermeintlich Fremde macht kurzen Prozess. Mit einer Latex-Gesichtsmaske verkleidet, die ihn täuschend echt wie Gunther aussehen lässt, überwindet der erinnerungslose? Siegfried seine Frau, um sie für den Schwächling Gunther zu erobern. Er knöpft sich die Hose auf, schiebt verächtlich Brünnhildes Beine auseinander und missbraucht die Ohnmächtige zu den düster schneidenden h-Moll-Klängen. Es ist ein bestürzender Akt. Nothung, sein Schwert, müsste Abscheuliches bezeugen!

„Schläfst du, Hagen, mein Sohn?“

Alberich erscheint seinem Sohn Hagen im Schlaf. Der alte Nibelung wird durch eine Projektion verdoppelt. Hagen sitzt in einem Drehstuhl auf dem langen Konferenztisch, nur von einem Spot erhellt. Neben dem Tisch sitzt Alberich, der in Echtzeit gefilmt überdimensional hinter Hagen projiziert wird. Die Bilder unterstreichen intensiv den Traumcharakter der Szene.

Alberich giert, anders als Wotan, weiter nach Ring und Macht Ich – und du! Wir erben die Welt. Trüg‘ ich mich nicht in deiner Treu‘, teilst du meinen Gram und Grimm“. Alberich schwört Hagen auf den Kampf um die Ring-Welt ein. Schlaftrunken antwortet dieser „Den Ring soll ich haben […] Mir selbst schwör’ ich’s; schweige die Sorge!“ (Das Zwiegespräch ist einer der Höhepunkt des Abends.)

„Du lügst, du bist bereits mit mir vermählt“

Unvermittelt steht Siegfried neben Hagen. Er berichtet von „Gunthers“ erfolgreichem Brautzug und fordert Hagen und Gutrune auf „drum rüstet jetzt den Empfang!“ Die Doppelhochzeit soll endlich gefeiert werden! Auch Gunther und Brünnhilde treffen ein. Feierlich schreitet er mit Brünnhilde „welche bleich und gesenkten Blickes ihm folgt,“ in die Halle. Als Gunther Gutrune und Siegfried als Brautpaar ankündigt, blickt Brünnhilde erschrocken auf „Siegfried – kennt mich nicht?“ Als sie den Ring an Siegfrieds Finger entdeckt, erahnt sie den Betrug. Siegfried erzählt „Den Ring – empfing ich nicht vom ihm, von keinem Weib kam mir der Reif… genau erkenn‘ ich des Kampfes Lohn, den vor der Neidhöhl‘ einst ich bestand, als den starken Wurm ich erwürgt.“ Verzweifelt schreit Brünnhilde ihm entgegen Du lügst, du bist bereits mit mir vermählt“.

Aufgewühlt sitzt Gunther in der Ecke „Betrüger ich – und betrogen! Verräter ich – und verraten! Zermalmt mir das Mark! Zerbrecht mir die Brust! Hilf, Hagen! Hilf meiner Ehre! Hilf deiner Mutter, die mich – auch ja gebar!“ Brünnhildes grenzenlose Liebe zu Siegfried verwandelt sich in Hass. (Das Rachemotiv gehört zu den stärksten Momenten. Catherine Forster elektrisiert das Publikum.) Brünnhilde verrät Hagen und Gunther die einzige Stelle, an der Siegfried verwundbar ist.

Im Wasser wie am Lande lernte nun ich Weiberart…“

Erneut ist das Augenlid-Oval  auf der Bühne zu sehen – diesmal mit gefranstem Glamour-Vorhang und der geschwungenen Leuchtüberschrift „Zum Rheingold“. Die Rheintöchter – in Netzstrümpfen -scheinen sich dem horizontalen Gewerbe verschrieben zu haben. Aufreizend, sich an der Bar rekelnd, becircen sie Siegfried. Wollen sie den Ring oder Bezahlung für gewisse Dienste?

Doch schnell wird klar Die Rheintöchter versuchen, ihm den Ring abzuschmeicheln. Als er das verweigert, warnen sie ihn vor dem Fluch, dem er noch heute zum Opfer fallen werde. Munter entgegnet Siegfried  Im Wasser wie am Lande lernte nun ich Weiberart, wer nicht ihrem Schmeicheln traut, den schrecken sie mit Drohen; wer dem nun kühnlich trotzt, dem kommt dann ihr Keifen dran.“  Die Androhung des baldigen Todes lässt ihn furchtlos trotzig auf den Besitz des Rings beharren.

Hagen träufelt den Saft eines Krautes in sein Trinkhorn

Während die Rheintöchter entschwinden, um Brünnhilde aufzusuchen, trifft die Jagdgesellschaft mit Hagen und Gunther ein. Hagens Mannen haben ordentlich viel Wild erjagt, das stolz auf dem Boden der Bühne präsentiert wird. Ausgelassen prosten sie sich zu. Siegfried versucht, den verunsicherten Gunther mit Berichten seiner Taten zu unterhalten.

Damit Siegfrieds Erinnerung zurückkehrt, mischt Hagen einen Trunk. Schwärmend erzählt Siegfried von seiner Liebesbegegnung mit Brünnhilde und unbekümmert von den Wasservögeln, die ihm seinen heutigen Tod angekündigt hätten „Auf Waldjagd zog ich aus, doch Wasserwild zeigte sich nur. War ich dazu recht beraten, drei wilde Wasservögel hätt‘ ich euch wohl gefangen, die dort auf dem Rhein mir sangen, erschlagen würd‘ ich noch heut.“ (Die „Waldvogel-Höhen“ zitiert Lance Ryan mit bewundernswerter Genauigkeit.)

Siegfrieds Meineid ist aufgedeckt. Hinterlistig stößt Hagen dem Ahnungslosen den Speer in den Rücken. Mit Brünnhilde im Herzen stirbt Siegfried. Hagen greift nach der Hand des „Helden?“, die dieser noch einmal drohend emporstreckt.

Hessisches Staatstheater Wiesbaden / Götterdämmerung - hier : Siegfried wird durch Hagen ermordet © Karl Monika Forster

Hessisches Staatstheater Wiesbaden / Götterdämmerung – hier : Siegfried wird durch Hagen ermordet © Karl Monika Forster

Siegfried erhält  eigenes Bühnenbild

Das Geschehen unterstützend erhält Siegfried in seiner letzten Stunde ein eigenes Bühnenbild. Gegenstände als Symbole für Stationen aus Siegfrieds Leben werden ausgestellt Sein Jugendzimmersofa mit den Kopfhörern, Mimes speckiger Kühlschrank, der Tarnhelm, eine Warnlichtsäule aus Fafners Goldlager, der Amboss und die Schmiede mit denen er Nothung schmiedete… Die Szene bekommt etwas Unwirkliches durch ein Video. Man sieht Siegfrieds Bewegungen und das Bühnenbild als Endlos-Lichttunnel. Der tote Siegfried wird zu den toten Tieren gelegt. Der größte Held, der reichste und mächtigste Mann der Welt, ist auch nur ein Kadaver.

Hagen wird in der Gibichungenhalle ertränkt

Nach verborgener Szenenverwandlung wird Siegfried auf dem symbolträchtigen Konferenztisch der Gibichungenhalle aufgebahrt. Der Schicksalsfaden ist gerissen. Siegfried, Wotans Enkel, der den Ring des Nibelungen am Finger trägt, der die Welt retten sollte, starb im Wald. Hagen brüstet sich trotzig mit dem Mord, weil der Tote „Meineid sprach“. Er macht „Heiliges Beuterecht“ geltend und fordert den Ring. Gunther stellt sich ihm – zum ersten Mal – mutig in den Weg. Obwohl sich die Mannen dazwischen werfen, gelingt es Hagen ihn mit einem Streich zu erschlagen. Die zurückgekehrte Brünnhilde ergreift den Ring und nimmt ihn sinnend betrachtend an sich. In tiefer Erschütterung, mit überwältigender Wehmut, wendet sie sich Siegfried zu und preist  noch einmal den Toten.

Von den Rheintöchtern weiß Brünnhilde um den fluchbeladenen Ring. Sie dankt ihnen für „redlichen Rat“. Inzwischen errichten die Mannen  einen mächtigen Scheiterhaufen. Brünnhilde steckt sich den Ring an und wendet sich dem Scheiterhaufen zu. Auf Siegfrieds Leiche ausgestreckt, entreißt sie einem der Männer seine Fackel und zündet sich an. Aus der Asche sollen die Rheintöchter  den durch Feuer vom Fluch gereinigten Ring an sich nehmen. Hagen versucht die Rheintöchter zu verjagen. Doch sein Bemühen, ihnen den wiedererlangten Ring abzunehmen, scheitert. Die Rheintöchter ertränken ihn in der wasserlosen Gibichungenhalle.

Die Erde entfernt sich aus unserem Sonnensystem

Am Ende gerät die Welt aus den Fugen. Alberichs Ring-Fluch ist wahr geworden. Die Götter sind schutzlos seinem Machtanspruch ausgeliefert. Die Schlussprojektionen entfernen sich von der Erde, unserem Sonnensystem, unserer Galaxie – bis alles wieder ein riesiges Auge bildet, in das Gutrune durch ein Fernrohr sieht. Das Auge ist der Anfang und das Ende. Am Anfang haben die Menschen die Welt, in die sie geworfen wurden, zu betrachten begonnen, nun haben sie sie erobert. Sucht Gutrune jetzt beim Publikum – im hell erleuchteten Theater – Unterstützung für eine bessere Zukunft?

 Ein großer Abend – Schlüssige Inszenierung

Catherine Foster begeistert das Publikum. Es gelingt ihr, Glück und Traurigkeit Brünnhildes mit großer Innigkeit darzustellen. Überragend gestaltet sie den Schlussmonolog, den sie glühend aussingt. Lance Ryan kann seinen starken Tenor wunderbar schattieren und wandeln. Er zeigt glaubhaft die verunsicherten, verletzlichen Seiten des ebenso großen wie tumben Helden Siegfried auf. Das „Bayreuther“ Liebespaar überzeugte auch in Wiesbaden.

Richard Wagner Denkmal im Berliner Tiergarten, zu seinen Füßen Wolfram von Eschenbach © Rainer Maass

Richard Wagner Denkmal im Berliner Tiergarten, zu seinen Füßen Wolfram von Eschenbach © Rainer Maass

Thomas de Vries gibt einen vokal wuchtigen Zwerg Alberich mit überzeugender Intensität. Das Zwiegespräch mit Albert Pesendorfer gehört zu den Spitzenleistungen des Abends. Albert Pesendorfers körperlich und stimmlich überragender Hagen ist in seiner Gefährlichkeit glaubwürdig. Anfangs fast jovial, bald mit bröckelnder Fassade kann er seine Gier kaum verstecken.

Betsy Horn überzeugt gesanglich und darstellerisch mit ihrem klaren Sopran als glitzernd-lässige Gutrune, die zwar den Aufstieg will, aber die Dimensionen der Bosheit, die dazu gehören, nicht erreicht. Ihre Dritte Norn ist wunderbar einfühlsam. Johannes Martin Kränzles Stimme hat Kraft und Fundament. Seine differenzierte Darstellung des Gunther als Weichling wurde zu Recht stark bejubelt. Margarete Joswig sang sich als Waltraute mit ihrem sinnlich satten Mezzo in die Zuschauerherzen. Ihre Warnung an Brünnhilde ist eindrucksvoll.

Die drei Nornen, Margarete Joswig/ Erste Norn, Silvia Hauer/ Zweite Norn, Betsy Horn/ Dritte Norn agieren sehr weiblich, wunderbar kammermusikalisch, stringent und kompakt. Die drei Rheintöchter, gesungen von Heather Engebretson/ Woglinde, Marta Wryk/ Wellgunde, Silvia Hauer/ Flosshilde harmonieren wunderbar. Verrucht verführen sie Siegfried, gesanglich überzeugend gelingt es ihnen sogar, Hagen wasserlos zu ertränken.

Chor- und Extrachor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, bestens disponiert von Albert Horne, schenkt den Theaterbesuchern erlesenen Wagnergesang.

Zu Recht gefeiert wird das Staatsorchester unter der Leitung von Alexander Joel. Sein Dirigat ist ausgewogen und transparent. Mit seiner von dramatischen Zuspitzungen geprägten Interpretation leistet das Orchester Bemerkenswertes. Von düsterer Blechgewalt bis hin zu brillanten Violinen gibt es schöne Abstufungen der einzelnen Instrumentengruppen.

Gisbert Jäkel zeigt mit seinem klassisch-modern inspirierten Bühnenbild den Untergang unserer Zivilisation mit Nuklearraketen, Atompilzen und Naturkatastrophen. Ohne die Videos von Falko Sternberg wäre der Abend nicht zu denken. Um von Hoffnung und Enttäuschung, Traum und Wirklichkeit, Utopie und Untergang erzählen zu können, bedient er sich ideologischer digitaler Mittel. Manchmal irritieren sie allerdings durch ihre Beliebigkeit.

Die eleganten Kreationen von Antje Sternberg/Kostüme erweisen sich als echte Hingucker, wie auch die stilistisch passenden Mobiliar-Accessoires. Über die bewaffneten, Fähnchen schwenkende Mannen kann man hinwegsehen; gelungen, die attraktiven halbseidenen Rheintöchter des Etablissements „Zum Rheingold“.

Bravo-Rufe vor allem für Catherine Foster, Albert Pesendorfer, Johannes Martin Kränzle, das Staatsorchester und Alexander Joel. Mit rhythmischem Applaus zwangen die Besucher Dirigent und Sänger immer wieder vor den Vorhang.

—| IOCO Kritik Hessisches Landestheater Wiesbaden |—

 

Chemnitz, Theater Chemnitz, Wagners Tetralogie – Die Walküre, IOCO Kritik, 26.03.2018

März 26, 2018 by  
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Theater Chemnitz

Theater Chemnitz © Dieter Wuschanski

Theater Chemnitz © Dieter Wuschanski

Die Walküre – Richard Wagner

 Tetralogie – Der Ring des Nibelungen im Theater Chemnitz

Von Patrik Klein

Die Vorgeschichte:   Vier Abende, vier Opern, vier Regisseurinnen und eine der größten Herausforderungen im Musiktheater überhaupt: Das Theater Chemnitz stellt sich in diesem Jahr Richard Wagners gewaltiger Tetralogie Der Ring des Nibelungen.

Vier Regisseurinnen schmieden Richard Wagners gewaltiges Werk

Es sind oft die Frauen, die in dem Drama der Unvereinbarkeit von Macht und Liebe die Handlungsstränge entscheidend weitertreiben und beeinflussen. Sie wirken in unterschiedlichster Weise auf die mächtigsten Männer in der Tetralogie und sorgen somit für die Entwicklung und auch das Ende der Tragödie. Ob Erdas Rolle als Weltenordnungshüterin, der Rheintöchters gebaren um den Schatz, Freias Bedeutung für das Fortleben der Götter, Frickas zurechtweisen ihres Gatten vor der Duldung des Inzests oder Brünnhildes Ungehorsam gegenüber ihrem Vater. Gutrune schließlich wird die einzige Überlebende in der Götterdämmerung sein.
Am Theater Chemnitz nehmen sich vier Regisseurinnen der Tetralogie an. Verena Stoiber, Monique Wagemakers, Sabine Hartmannshenn und Elisabeth Stöppler werden die vier Teile aus ihrer sehr individuellen Sichtweise gestalten.

Dem Vorabend   Das Rheingold  – folgt –  Der erste Tag  Die Walküre
– Als spannendes Familiendrama inszeniert –

Verena Stoibers Inszenierung des Vorabends mit Rheingold erhielt vor rund acht Wochen in der Premiere ein gemischtes Echo für die Interpretation und einhelligen Jubel für die musikalischen Ergebnisse. Die Geschichte um die drei Rheintöchter, Alberichs Liebesverzicht und Geldgier, Wotans Götterwelt mit Machtanspruch und Zukunftsplanung gestaltete Verena Stoiber als modernes Schurkenstück mit sittenwidrigem Bauvertrag und üblem Korruptionsgehabe. In der auf aktualisierende Akzente setzenden Interpretation blieb die Urmutter Erda als einzige Protagonistin integer. Sie warnte die Machtinnehabenden eindringlich vor der unstillbaren Gier nach mehr Reichtum, Macht und Rendite. Die Leistung des gesamten Ensembles incl. dem überragenden Orchester der Robert-Schumann-Philharmonie unter dem Generalmusikdirektor Guillermo García Calvo wurden bei der vergangenen Premiere einhellig gefeiert.
Umso gespannter ist man in Chemnitz nun auf den Ersten Tag des Musikdramas Die Walküre, die mit einer weiteren Frau als Regisseurin aufwartet; der aus den Niederlanden stammenden Monique Wagemakers.

Theater Chemnitz / Die Walküre von Richard Wagner © Kirsten Nijhof

Theater Chemnitz / Die Walküre von Richard Wagner © Kirsten Nijhof

Foto oben, von links Wotan  Aris Argiris, Brünnhilde Dara Hobbs, Walküren Guibee Yang, Regine Sturm, Jana Büchner, Anne Schuldt, Susanne Müller-Kaden, Diana Selma Krauss, Nathalie Senf und Alexandra Sherman; Foto Kirsten Nijhof

Handlung:
Richard Wagners Werk Die Walküre wurde gegen seinen Willen am 26.6.1870 in München uraufgeführt auf Geheiß des König Ludwig, der nicht auf die von Wagner geplante zyklische Aufführung in Bayreuth warten wollte. Die Vorgeschichte, oder dass was nach dem Rheingold passiert: Im Raum steht der von Urmutter Erda angekündigte Untergang der Götter. Der Testosteron-gesteuerte Wotan löst das Problem auf seine Weise. Er versucht von Erda den genauen Ablauf der Götterdämmerung zu erfahren und zeugt nebenbei mit ihr neun Töchter, von denen Brünnhilde sich zu seiner Lieblingstochter entwickelt. Sie verbindet Erdas Weisheit mit Wotans Stärke. Da aber von Alberich Gefahr droht, macht sich Wotan als ewiger Wanderer (erkennbar an der aufgemalten Augenklappe) auf den Weg, gründet mit einer Menschenfrau eine neue Familie, die Wälsungen, die er nach der Geburt der Zwillinge Siegmund und Sieglinde verlässt. Schon früh werden die Zwillinge getrennt und wachsen in feindlichen Lagern auf. Sieglinde wird später an Hunding verschachert. Siegmund kann aus der Gefangenschaft fliehen. Die Handlung von Die Walküre ist eigentlich rasch erzählt: „Siegmund und Sieglinde verlieben sich ineinander. Siegmund zieht das Schwert aus der Esche. Wotan zerstreitet sich mit seiner Frau Fricka und muss Siegmunds Schwert mit seinem Speer zerbrechen und den Widersacher Hunding töten. Brünnhilde rettet Sieglinde. Dafür bestraft Wotan Brünnhilde mit magischem Schlaf“. (Stefan Mickisch in einem Vortrag über das Werk)

Theater Chemnitz / Die Walküre von Richard Wagner © Kirsten Nijhof

Theater Chemnitz / Die Walküre von Richard Wagner © Kirsten Nijhof

Fot oben; von links: Siegmund Zoltán Nyári, Hunding Magnus Piontek, Foto Kirsten Nijhof

Regisseurin Monique Wagemakers – Sichtweise:
Nach über vier Stunden äußerst spannendem Musiktheater, als Wotan Loge rief, um Brünnhilde mit Feuerzauber zu umsäumen, die wunderbare Schlussmusik erklingt, der Göttervater ganz langsam zur Hinterbühne schreitet, kommt ihm der kleine Junge, sein letzter Hoffnungsträger Siegfried entgegen. Wotan streift ihm die Hand über sein Köpfchen, verschwindet im Hintergrund, während dem die letzten Noten erklingen und sich der Vorhang schließt.
Monique Wagemakers ist eine erfahrene Regisseurin aus den Niederlanden, die an vielen europäischen Bühnen Aufsehen erregte. Mit dem berühmten Harry Kupfer hat sie gerne und häufig zusammengearbeitet und dessen Produktionen für die Nederlandse Opera neu einstudierte. Für die Inszenierung von Madama Butterfly an der Staatsoper Stuttgart im Jahr 2006 wurde sie vom Magazin Opernwelt als Regisseurin des Jahres nominiert.
In Chemnitz arbeitet sie zum ersten Mal und bringt ihre persönliche Sichtweise von Wagners Werk auf die Bühne. Gemeinsam mit ihrem Team, Bühne Claudia Weinhart, Kostüme Erika Landertinger, Dramaturgie Lucas Reuter, Susanne Holfter, gelingt ihr eine aufgeräumte und gleichzeitig höchst spannende Interpretation, frei jeder aktuellpolitischen Montage ohne Symbole wie Schwert Nothung, Speer und Feuerzauber mit lodernden Flammen. Man erlebt ein intensives, auf Wagners Musik und Text fokussiertes, farbiges Familiendrama, das mit recht einfachen aber wirkungsvollen Mitteln die Personen und die Widersprüchlichkeit der Charaktere mit ihren zahlreichen Facetten in den Mittelpunkt rückt.

Ein wesentlicher Bestandteil des Bühnenbildes ist ein mit romanischen Bögen versehenes, Walhall andeutendes Gebilde, welches drehbar im Zentrum der Bühne zu sehen ist und für alle drei Aufzüge unterschiedlich postiert werden kann. Es hat bereits Risse und weitere Teile werden im Laufe des Abends herunterfallen. Auf transparenten Vorhängen werden Videoanimationen fein dosiert und stimmig hinzugefügt. Im ersten Aufzug zum Beispiel entwickelt sich bühnenportalgroß ein Stammquerschnitt der Weltesche; zum dritten Aufzug wird diese Weltesche von innen heraus rabenschwarz und leitet den Walkürenritt ein. Mit großartigem Licht wird der aufkommende Lenz im ersten Aufzug angedeutet, indem die Säulen der Bogenkonstruktion hell erleuchten. Der transparente Vorhang wird ganz intensiv als Stilmittel eingesetzt. Er verdeckt, er verklärt, er trennt, er hellt auf, er schwebt zwischen Wotan und Brünnhilde und hebt Gemeinsamkeiten hervor. Zum Schluss wird mit ihm und den wunderbaren 8 Walküren der Feuerzauber gebildet, wo Wotan und Brünnhilde wie im Zentrum einer Muschelschale ihren Schicksalen entgegensehen. Die Kostüme der Beteiligten sind häufig in Pastellfarben getaucht. Wotan mit tiefem Ausschnitt im blauen, schweren Ledermantel mit aufgemaltem, schwarzen linken Auge. Hunding erscheint im wilden Fellmantel, kahlgeschoren und barbrüstig, Barbarossa ähnelnd. Siegmund kommt im ockerfarbenen Schlabbermantel. Die Damen tragen reifrockähnliche Gewänder mit Reiterhelmen und Walkürenbrustschilden. Die Führung der Personen mit ihren unterschiedlichen Charakteren findet in ganz hervorragender Weise statt. Auch wenn sich vieles direkt an der Rampe abspielt, so sind aber gerade deshalb die vielen Nuancen der Gefühle, der Machtbesessenheit, der Verzweiflung und der Liebe durch intensives Spiel der Protagonisten erkennbar und unter die Haut gehend.

Theater Chemnitz / Die Walküre von Richard Wagner © Kirsten Nijhof

Theater Chemnitz / Die Walküre von Richard Wagner © Kirsten Nijhof

Foto oben; links – Siegmund Zoltán Nyári, Sieglinde Christiane Kohl; Foto Kirsten Nijhof

Die Musik:
Unter der Leitung des aus Halle stammenden ersten Kapellmeisters und stellv. Generalmusikdirektors Felix Bender kann das Orchester der Robert Schumann Philharmonie am Premierenabend einen wunderbar luftigen, imposanten mit meist moderaten bis gezügelten Tempi und vielschichtiger Klangschönheit versehenen Wagner präsentieren, für den es sich lohnt eine weite Anreise nach Chemnitz anzutreten. Winzige Unsauberkeiten im Blech trüben das Gesamtbild kaum.
Nicht oft genug kann man die Qualität und das Preis-Genussverhältnis der kleinen und mittleren Opernhäuser in Deutschland lobend erwähnen. Die Sängerinnen und Sänger am Premierenabend waren durchweg auf mehr als beachtlichem Niveau, ja vielleicht ganz ohne Enthusiasmus sogar auf Festspielniveau. Stimmschönheit, Textverständlichkeit und Klangfülle im Opernhaus in Chemnitz waren ein überragendes Vergnügen.
In der Sturmtonart D-Moll mit Verweisen auf das Rheingold mit dem Donnermotiv wird Siegmund musikalisch in die „Hütte“ gelenkt zu Sieglinde und Hunding. Das Orchester der Robert Schumann Philharmonie unter seinem jungen Dirigenten Felix Bender spielt die komplementäre Komposition mit dem Drama der Liebe von Sieglinde und Siegmund mit großer Sorgfalt und Empathie für die beteiligten Musiker, Sängerinnen und Sänger. Er führt bereits im Vorspiel mit dem Liebeslied des Lenzes, fast italienisch anmutend die beiden Liebenden zusammen.

Die Minneterzen funktionieren wunderbar als Kennzeichnung des Schicksals der beiden. Die unendlichen Gefühle der Sehnsucht mit der Komposition der unendlichen Melodie geraten ganz besonders „italienisch“ bei den „Winterstürmen wichen dem Wonnemond“, das sicher und mit viel Kern in der Stimme vom Siegmund des Zoltán Nyári gesungen wird. Der ungarische Tenor ist seit 1996 Mitglied des Operetta Theater Budapest, dessen Tourneen ihn unter anderem nach Deutschland, in die Niederlande, in die USA und nach Japan führten. Nachdem er zahlreiche Preise gewonnen hat, gastiert Zoltán Nyári an der Semperoper Dresden, der Oper Frankfurt, beim Budapester Frühlingsfestival und an der Oper Graz. Dort gab er u.a. sein Debüt als Tristan in Wagners Tristan und Isolde. In der neuen Spielzeit 2017/2018 debütiert Zoltán Nyári als Siegmund am Staatstheater Oldenburg sowie nun am Theater Chemnitz.

Theater Chemnitz / Die Walküre von Richard Wagner © Kirsten Nijhof

Theater Chemnitz / Die Walküre von Richard Wagner © Kirsten Nijhof

Foto oben: links Fricka Monika Bohinec, Wotan Aris Argiris; Foto Kirsten Nijhof

„Ich weiß ein wildes Geschlecht“ erklingt von Hunding (Magnus Piontek) mit prachtvoller, mächtiger und rabenschwarzer Stimme. Der aus Bonn stammende Bass gehörte von 2013 bis 2015 zum Ensemble des Nationaltheaters Mannheim und wechselte dann an die Bühnen in Gera/Altenburg. An der Semperoper gastierte er in La Traviata und Eugen Onegin. Mit Beginn der Spielzeit 2016/2017 gehört er zum Solistenensemble der Oper Chemnitz.

Ohne die oft übliche Schwertziehung, Siegmund fleht mit offenen Armen seinen Vater an, folgt dem C-Dur der Schrei der Sieglinde. Christiane Kohl singt die Sieglinde zunächst mit fein dosierter lyrisch anmutender Stimme, die aber dann mühelos nach Belieben kraftvoll und mit tragender Substanz das Haus bis auf den letzten Winkel auslotet. Die aus Frankfurt stammende Sopranistin war engagiert am Opernhaus Zürich, Dortmund, Basel, Kiel, Klagenfurt, Frankfurt, Berlin, der Semperoper in Dresden sowie am Théâtre des Champs-Élysées Paris. 2009 gab sie als Woglinde und Waldvogel sowie als erstes Blumenmädchen ihr Debüt bei den Bayreuther Festspielen, an denen sie seitdem regelmäßig teilnimmt.

Im großartigen Finale des ersten Aufzugs ist die Musik eindeutig, denn hier wird von Sieglinde und Siegmund Siegfried gezeugt, wenn wie bei Wagner vorgeschrieben der Vorhang sehr schnell fällt.

Im zweiten Aufzug erklingt bereits im Vorspiel viel Wichtiges. Einprägsame und wuchtige Fluchtmusik erklingt mit dem Schwertmotiv, der Vorahnung der Walküre, die noch gar nicht erschienen ist, der Liebe in Not (wie bei Freia im Rheingold in Not vor den Riesen), mit ersten Hinweisen auf Brünnhildes „Hoiotoho“ und an eine „Leopard 2“ Geräuschkulisse erinnernde, erscheinende kämpfende Brünnhilde in C-Moll. In der Diskussion zwischen Fricka, der Hüterin des Vergangenen mit traditionsbewusster Weltsicht und ihrem Mann Wotan, wird der dramatische Konflikt, in dem die beiden stecken, besonders deutlich. Wotan verliert Siegmund, Fricka verlässt die Situation feierlich erhobenen Hauptes. Der Zwist endet in Es- Moll und führt musikalisch zum Untergang in der Götterdämmerung. Wotan will auch nicht mehr, weil er weiß, dass Alberich den Sohn Hagen zeugte. Die Frustration endet mit dem verstärkten, aber kaum erkennbaren Walhallmotiv in Moll. Monika Bohinec tritt mit feuerrotem langen Haar und einem reifrockähnlichen Gewand in Erscheinung und keift ihren Gatten an, gefälligst nach Recht und Ordnung zu handeln. Sie singt ihre Partie mühelos mit schön dunkel gefärbtem Timbre und kerniger Höhe. Die in Slowenien geborene Mezzosopranistin ist Mitglied des Ensembles der Wiener Staatsoper. Gastspiele führten sie zu den Salzburger Festspielen, in den Wiener Musikverein und ans Staatstheatertheater am Gärtnerplatz in München. Sie sang u.a. bereits die Ortrud in Wagners Lohengrin in Neuschwanstein und die Brangäne in Wagners Tristan und Isolde in Australien.

Bei der Todesverkündung durch Wotan erklingt wunderbar gespielt vom Orchester das Schicksalsmotiv mit schönen, offenen Dominantseptakkorden. Im Des-Dur des Wallhallmotives soll Siegmund dorthin gelangen. Brünnhilde zeigt ihr „menschliches“ Herz, da sie sich von Siegmund überzeugen lässt, dass es höhere Werte gibt, als in Walhall zu sitzen. Siegmund fällt und gibt die Kraft weiter an Siegfried.

Der dritte Aufzug nimmt in neun musikalischen Schleifen (eine für Brünnhilde und acht für die übrigen Walküren) im berühmten Ritt musikalisch Fahrt auf. Das H-Moll klingt als dämonische Tonart wie bei Klingsor im Parsifal und drückt die Wildheit und Kraft auf der Bühne aus. Es klingt, als ob die Hufe der Pferde nur ganz vorsichtig Land betreten. Erst allmählich kommen sie auf die Erde herunter. Das komponierte Pferdegewieher und die Verfolgung Wotans mit seinem achtfüßigen Pferd Sleibnir, dem schwächeren Pferd Grane der Brünnhilde hinterher hetzend, setzt das Orchester aufregend und unter die Haut gehend um. Die acht Walküren werden sehr schön gesungen und gespielt von Guibee Yang, Regine Sturm, Jana Büchner, Anne Schuldt, Susanne Müller-Kaden, Diana Selma Krauss, Nathalie Senf und Alexandra Sherman.

In der Begegnung der Brünnhilde mit Sieglinde hört man bereits das gut erkennbare Siegfriedmotiv, das mit strahlender, unschuldiger Zukunftshoffnung in G-Dur die Handlung weitertreibt. Das Göttliche in Brünnhilde wehrt sich gegen den Bann des Wotans mit ihrem Klagegesang. „Hier bin ich Vater“ und „War es so schmählich, was ich verbrach?“ erklingt in der Klagetonart E-Moll ohne Erfolg beim Gottvater und deshalb auch nicht ins Dur-Geschehen mündend. Dennoch hat sie es beinahe geschafft, ihren Vater zu überzeugen, um ihm die Liebe ins Herz zu hauchen und so zu tun, wie er es eigentlich selbst gerne wollte. Brünnhilde wird von Dara Hobbs in allen Belangen mit Bravour, schöner Stimmführung, kraftvollen Ausbrüchen sowie feinen, leisen Passagen höchst emotional gesungen. Die amerikanische Sopranistin war von 2007 bis 2012 Ensemblemitglied des Theaters Krefeld-Mönchengladbach. Seit 2012 ist sie freiberuflich tätig und sang u. a. an der Oper Leipzig, der Staatsoper Hannover, der Deutschen Oper am Rhein, der Oper Frankfurt, der Kieler Oper, am Theater Gera und am Fundação Calouste Gulbenkian in Lissabon. Bei den Bayreuther Festspielen sang sie 2013 und 2014 die Partie der Ortlinde (Die Walküre).

Wotan nimmt den Wunsch von Brünnhilde auf, denn sie fordert den Schutz und die Wahrung des Göttlichen, indem er den Feuerkreis in Form des beschriebenen transparenten Vorhangs um sie schließt. Loge entfacht das Feuerzaubermotiv. Der Schmerz über die Trennung lässt die Tragik des Gottes erkennen. In der Liebestonart E-Dur ganz nah an Bruckners siebenter Sinfonie steht Wotan als das größte Opfer dieser Trennung zwischen Vater und Tochter. Das Abschiedsthema erklingt macht- und schmerzvoll zugleich. Wotan schützt seine Tochter Brünnhilde mit dem Feuerkreis und beherrscht noch den Kosmos. Die alte Ordnung soll noch geschützt werden, bis Siegfried kommt und das Werk vollendet. Aris Argiris, der in Athen geborene Bassbariton, unterwegs auf den großen Bühnen in Europa und Nordamerika, gibt sein vollständiges, überragendes Debut des Wotans als erster Grieche überhaupt. Fragmentarisch sang er die Partie bereits mit großem Erfolg an dem Theater an der Wien, wo vor einigen Monaten eine Ringtrilogie in gekürzter und neustrukturierter Fassung gegeben wurde. Vom italienischen und französischen Fach kommend, ergänzte er bereits vor einiger Zeit sein Repertoire als Herrscher in Korngolds Wunder der Heliane in Freiburg mit dem deutsch-dramatischen Fach. Sein Wotan besticht in Chemnitz durch eine schier unglaubliche Energie, Spielfreude, eine tief berührende Zerrissenheit als Gatte und Göttervater mit Machtansprüchen und Liebesbedürfnis. Wunderbar die Text-verständlichkeit, die Fähigkeit zu modulieren und eine Spannweite zwischen „leisest“ und „lautest“ aufzuspannen, die einem den Atem rauben kann. Er gestaltet die Partie mit feinster Schwärze, kernigem Metall und berührt damit eindringlich das begeisterte und ihn besonders feiernde Publikum im Theater Chemnitz. Man darf gespannt sein auf die Weiterentwicklung seines Rollenportfolios.

Als der Vorhang fällt herrscht etliche Sekunden atemlose Stille. Doch dann erhebt sich ein  andauernder Orkan des Jubels im Theater Chemnitz. Der frenetische Applaus des Publikums gilt allen Beteiligten, eingeschlossen die wunderbare Interpretation durch das Regieteam um Monique Wagemakers.

 Theater Chemnitz / Die Walküre von Richard Wagner hier Ensemble zum Applaus © Patrik Klein

Theater Chemnitz / Die Walküre von Richard Wagner hier Ensemble zum Applaus © Patrik Klein

Die Walküre am Theater Chemnitz; weitere Vorstellungen… 02.04.2018 | 22.04.2018 | 01.05.2018 | 27.05.2018 | 12.01.2019 | 19.04.2019 | 01.06.2019

—| IOCO Kritik Theater Chemnitz |—

Leipzig, Oper Leipzig, Highlights der Saison 2018/19

Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

 


P R E M I E R E N


L A FANCIULLA DEL WEST
DAS MÄDCHEN AUS DEM GOLDENEN WESTEN

Giacomo Puccini
Oper in drei Aufzügen | Text von Guelfo Civinini und Carlo Zangarini, nach dem Schauspiel »The Girl of the Golden West« (1905) von David Belasco
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

LEITUNG
Musikalische Leitung Ulf Schirmer | Inszenierung Cusch Jung | Bühne, Kostüme Karin Fritz | Choreinstudierung Thomas Eitler-de Lint / Alexander Stessin | Dramaturgie Christian Geltinger

BESETZUNG
Minnie Karine Babajanyan / Anja Kampe | Jack Rance Simon Neal / Tuomas Pursio Dick Johnson Gaston Rivero | Nick Patrick Vogel | Ashby Randall Jakobsh | Sonora Jonathan Michie | Trin Matthew Peña | Sid Franz Xaver Schlecht | Harry Martin Petzold | Joe Sven Hjörleifsson | Happy Michael Borth | Larkens Roland Schubert | Billy Jackrabbit Artur Mateusz Garbas | Jake Wallace Sejong Chang | José Castro Jean- Baptiste Mouret | Chor der Oper Leipzig | Gewandhausorchester

PREMIERE 29. Sep. 2018, Opernhaus
AUFFÜHRUNGEN 03., 06. & 28. Okt. / 10. & 24. Nov. / 02. Dez. 2018 alle Vorstellungen mit Einführung
45 Min. vor Vorstellungsbeginn


CARMEN
Georges Bizet

Oper in drei Akten | Text von Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach der gleichnamigen
Novelle von Prosper Mérimée | In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

LEITUNG
Musikalische Leitung Matthias Foremny | Inszenierung Lindy Hume | Bühne, Kostüme Dan Potra | Choreinstudierung Thomas Eitler-de Lint | Einstudierung Kinderchor Sophie Bauer | Dramaturgie Nele Winter

BESETZUNG
Don José Leonardo Caimi | Carmen Wallis Giunta / Kathrin Göring | Micaëla Gal James / Olena Tokar | Escamillo Gezim Myshketa / Kay Stiefermann | Zuniga Sejong Chang / Randall Jakobsh | Frasquita Bianca Tognocchi | Mercédès Sandra Maxheimer | Dancaïro Jonathan Michie | Moralès Franz Xaver Schlecht | Remendado Sven Hjörleifsson / Dan Karlström | Lillas Pastia Jean-Baptiste Mouret | Chor und Kinderchor der Oper Leipzig | Gewandhausorchester

PREMIERE 30. Nov. 2018, Opernhaus
AUFFÜHRUNGEN 15., 22. & 27. Dez. 2018 / 02. & 23. Feb. / 23. Mär. 2019 alle Vorstellungen mit Einführung
45 Min. vor Vorstellungsbeginn


SCHNEEWITTCHEN
Marius Felix Lange

Kinderoper nach dem Märchen der Brüder Grimm | Text vom Komponisten
Für Kinder ab 6 Jahren

LEITUNG
Inszenierung Patrick Rohbeck | Dramaturgie Nele Winter
BESETZUNG
Die Königin Sandra Janke | Spiegel Martin Petzold | Schneewittchen Magdalena Hinterdobler | Jäger / Zwerg Kwarz Randall Jakobsh | Der Prinz / 1. Hofschranz Sven Hjörleifsson | Der fahrende Händler / Zwerg Klopp Franz Xaver Schlecht | Passantin 1 / Tier 2 / Zwerg Schnitzerle Sandra Maxheimer | 2. Hofschranz / Zwerg Adi Jonathan Michie | Passantin 2 / Tier 1 / Zwerg Klecks Bianca Tognocchi | Passant / Tier 3 / Zwerg Edi Dan Karlström | Zwerg Ursli Sejong Chang | Gewandhausorchester

PREMIERE 09. Mär. 2019, Opernhaus
AUFFÜHRUNGEN 15. Mär. (11:00 & 19:00) / 08. & 09. Mai / 02. Jun. 2019 alle Vorstellungen mit Einführung
45 Min. vor Vorstellungsbeginn


DER FLIEGENDE HOLLÄNDER
Richard Wagner

Romantische Oper in drei Aufzügen
| Text vom Komponisten | In deutscher Sprache mit Übertiteln

LEITUNG
Musikalische Leitung Ulf Schirmer / Christoph Gedschold | Inszenierung, Bühne Michiel Dijkema | Kostüme Jula Reindell | Choreinstudierung Thomas Eitler-de Lint Dramaturgie Elisabeth Kühne
BESETZUNG
Der Holländer Iain Paterson | Senta Christiane Libor | Erik Ladislav Elgr | Daland Randall Jakobsh | Steuermann Sven Hjörleifsson / Dan Karlström | Mary Karin Lovelius | Chor der Oper Leipzig | Gewandhausorchester

PREMIERE
30. Mär. 2019, Opernhaus
AUFFÜHRUNGEN 22. Apr. / 12., 17. & 30. Mai / 10. Jun. 2019 alle Vorstellungen
mit Einführung 45 Min. vor Vorstellungsbeginn


DIE VERKAUFTE BRAUT
Bedrich Smetana

Komisches Singspiel in drei Akten | Text von Karel Sabina
Deutsch von Max Kalbeck | In deutscher Sprache mit Übertiteln

LEITUNG
Musikalische Leitung Christoph Gedschold | Inszenierung Christian von Götz | Bühne Dieter Richter | Choreinstudierung Alexander Stessin | Dramaturgie Christian Geltinger

BESETZUNG
Kruschina Franz Xaver Schlecht | Kathinka Sandra Maxheimer | Marie Magdalena Hinterdobler / Olena Tokar | Micha Jean-Baptiste Mouret | Wenzel Sven Hjörleifsson / Dan Karlström | Hans Patrick Vogel | Kezal Sebastian Pilgrim | Agnes Sandra Fechner | Esmeralda Bianca Tognocchi | Theaterdirektor Martin Petzold | Chor der Oper Leipzig | Gewandhausorchester

PREMIERE 15. Jun. 2019, Opernhaus
AUFFÜHRUNGEN 23. & 30. Jun. 2019 alle Vorstellungen
mit Einführung 45 Min. vor Vorstellungsbeginn


R E P E R T O I R E


DAS RHEINGOLD Richard Wagner
DIE WA LKÜRE Richard Wagner
S IEGFRIED Richard Wagner
GÖT T ERDÄMMERUNG Richard Wagner
TANNHÄUSER UND DE R S ÄNGERKRIE G AUF WARTBURG Richard Wagner
SALOME Richard Strauss
ELEK TR A Richard Strauss
WIEDERAUFNAHME 03. Nov. 2018, Opernhaus
DER R OSENK AVAL IER Richard Strauss
WIEDERAUFNAHME 06. Jan. 2019, Opernhaus
D IE HOCHZEI T DES F IGARO Wolfgang Amadeus Mozart
DIE Z AUBERFLÖTE Wolfgang Amadeus Mozart
L A BOHÈME Giacomo Puccini
WIEDERAUFNAHME 07. Dez. 2018, Opernhaus
TOSCA Giacomo Puccini
TUR ANDOT Giacomo Puccini
NABUCCO Giuseppe Verdi
DON CARL O Giuseppe Verdi
L A TR AV I ATA Giuseppe Verdi
RIGOL E T TO Giuseppe Verdi
WIEDERAUFNAHME 05. Okt. 2018, Opernhaus
DER BARBIER VON SE VIL L A Gioacchino Rossini
WIEDERAUFNAHME 07. Okt. 2018, Opernhaus
RUSALK A Antonín Dvor?ák
LUCIA D I L AMMERMOOR Gaetano Donizetti
DER FREISCHÜT Z Carl Maria von Weber
HÄNSEL UND GRE T EL Engelbert Humperdinck
KNUSPER, KNUSPER, KNÄUSCHEN (HÄNSE L UND GRE T E L FÜR K L E INE ) Engelbert Humperdinck


» R I N G « – Z Y K L E N


DAS RHEINGOLD 06. Apr. 2019 01. Mai 2019, Wagner-Festtage
DIE WA LKÜRE 07. Apr. 2019 02. Mai 2019, Wagner-Festtage
S IEGFRIED 13. Apr. 2019 04. Mai 2019, Wagner-Festtage
GÖT T ERDÄMMERUNG 14. Apr. 2019 05. Mai 2019, Wagner-Festtage


R E I H E N


OPERNPLAUDEREIEN
22. Sep. 2018 / 17. Nov. 2018, Konzertfoyer Opernhaus
MUSIK AL I SCHER SALON
06. Okt. 2018 / 05. Nov. 2018 / 15. Dez. 2018 / 26. Jan. 2019 / 02. &
16. Feb. 2019 / 23. Mär. 2019 / 11. Mai 2019 / 01. Jun. 2019, Konzertfoyer
Opernhaus
K AN T INENGESPR ÄCH
02. Dez. 2018 / 23. Mär. 2019 / 12. mai 2019 / 23. Jun. 2019, Opernhaus (Eingang
Goethestraße)


K O N Z E R T E


OPER F ÜR A L L E 08. Sep. 2018, Opernhaus
GAL A-KONZERT ZUM J AHRESWECHSEL 30. Dez. 2018, Opernhaus
S ILVESTER-GAL A 31. Dez. 2018, Opernhaus


L E I P Z I G E R B A L L E T T 2 0 1 8 . 2 0 1 9


P R E M I E R E N


BEETHOV E N / R AVEL
ANLÄSSLICH DES 2 5 . J U B I LÄUMS DER STÄDTEPARTNERSCHAFT LEIPZIG – HOUSTON
3-teiliger Ballettabend von Uwe Scholz,
Stanton
Welch am und Mario Schröder
Musik von Ludwig van Beethoven, Maurice Ravel u. a.

LEITUNG
Musikalische Leitung n.n. | Dramaturgie Nele Winter
BESETZUNG
Leipziger Ballett | Gewandhausorchester | Klavier Wolfgang Manz

SIEBENTE SYMPHONIE
Ballett von Uwe Scholz | Musik von Ludwig van Beethoven (Siebente Symphonie)
LEITUNG Choreografie, Bühne, Kostüme Uwe Scholz | Licht Uwe Scholz, Dieter Billino

TU TU
Ballett von Stanton Welch am
Musik von Maurice Ravel (Klavierkonzert
in G-Dur)
LEITUNG Choreografie Stanton Welch | Kostüme Holly Hinds | Licht Lisa J. Pinkham

URAUFFÜHRUNG
Ballett von Mario Schröder
LEITUNG Choreografie Mario Schröder | Bühne, Kostüme Paul Zoller
PREMIERE 27. Okt. 2018, Opernhaus
AUFFÜHRUNGEN
31. Okt. / 09. Nov. 2018 / 19. & 23. Mai 2019 alle Vorstellungen mit Einführung 45 Min.
vor Vorstellungsbeginn; Publikumsgespräche
im Anschluss (außer Premiere)


MAGNIFICAT
Ballett von Mario Schröder | Musik von Johann Sebastian Bach und CocoRosie | Libretto
von Thilo Reinhardt | Choreografische Uraufführung
LEITUNG
Musikalische Leitung Christoph Gedschold | Choreografie Mario Schröder
Bühne, Kostüme Paul Zoller | Choreinstudierung Thomas Eitler-de Lint
Dramaturgie Thilo Reinhardt, Elisabeth Kühne

BESETZUNG
Leipziger Ballett | CocoRosie | Chor der Oper Leipzig
Gewandhausorchester
GESANGSSOLISTEN
Sopran 1 Steffi Lehmann | Sopran 2 Wallis Giunta / Sandra Maxheimer
Alt Marie Henriette Reinhold | Tenor Sven Hjörleifsson / Martin Petzold
Bass Dirk Schmidt
PREMIERE 09. Feb. 2019, Opernhaus
AUFFÜHRUNGEN 16. & 22. Feb. / 08., 29. & 31. Mär. / 14. Jun. 2019 alle Vorstellungen mit Einführung 45 Min. vor Vorstellungsbeginn; Publikumsgespräche
im Anschluss (außer Premiere)


UWE SCHOLZ GALA
ANLÄSSLICH DES 60. GEBURTSTAGES DES EHEMALIGEN
CHEFCHOREOGRAFEN UWE SCHOLZ
Choreografien von Uwe Scholz | Musik von Ludwig van Beethoven, Wolfgang
Amadeus Mozart, Sergej Rachmaninow u. a.
LEITUNG
Musikalische Leitung Felix Bender | Choreografie Uwe Scholz
BESETZUNG
Leipziger Ballett | Gäste des Leipziger
Balletts | Gewandhausorchester
AUFFÜHRUNG
01. Dez. 2018, Opernhaus


I F YOU WERE GOD
Eine Kooperation zwischen Leipziger Ballett und Schauspiel Leipzig
Tanzabend von Martin Harriague

PRINCE
Musik von Peter Tschaikowski
LEITUNG
Choreografie, Licht Martin Harriague | Kostüme Mieke Kockelkorn

I F YOU WERE GOD
Musik von Gioacchino Rossini, Beau Jennings, Richard Swift
Musik und Poesie von Derrick C. Brown
LEITUNG
Choreografie, Kostüme Martin Harriague

URAUFFÜHRUNG
Choreografie Martin Harriague
BESETZUNG
Leipziger Ballett
PREMIERE
22. Mär. 2019, Schauspiel Leipzig Große Bühne
AUFFÜHRUNGEN
23. Mär. / 07. & 28. Apr. / 04. & 17. Mai 2019


I N T E R S H O P / / LOFFT
In Kooperation mit lofft – Das Theater
Choreografische Uraufführungen von Tänzern des Leipziger Balletts
LEITUNG
Konzeption lofft – Das Theater und Leipziger Ballett
Dramaturgie Elisabeth Kühne
BESETZUNG
Leipziger Ballett
PREMIERE
28. Jun. 2019, Leipziger Baumwollspinnerei, Spinnereistraße 7,
04109 Leipzig, www.lofft.de
AUFFÜHRUNGEN
29. & 30. Jun. / 05., 06. & 07. Jul. 2019


R E P E R T O I R E


SCHWANENSEE Mario Schröder / Peter Tschaikowski
TOOT! Veldman (Schauspiel Leipzig)
DER K ARNE VAL DER T IERE
Camille Saint-Saëns / Bjarte Emil Wedervang Bruland
DER NUSSKNACKER Jean-Philippe Dury / Peter Tschaikowski
JOHANNES-PASSION Mario Schröder / Johann Sebastian Bach
BOL ÉRO (WALKING MAD) / L E SACRE DU PRINT EMPS
Johan Inger, Mario Schröder / Maurice Ravel, Arvo Pärt, Igor Strawinsky


R E I H E N


BLUE MONDAY
03. Sep. 2018 / 08. Okt. 2018 / 21. Jan. 2019 / 04. Mär. 2019 / 29. Apr. 2019,
Uwe-Scholz-Ballettsaal
TANZ IN DEN HÄUSERN DER S TADT
05. Okt. 2018 | Zum Edvard-Grieg-Jahr 2018
Grieg-Begegnungsstätte Leipzig e.V., Talstraße 10, 04103 Leipzig
05. Apr. 2019, Deutsches Fotomuseum, Raschwitzer Straße 11–13, 04416
Markkleeberg
16. Mai 2019 | Zum Clara-Schumann-Jahr 2019
Schloss Lützschena, Schlossweg 9E, 04159 Leipzig
TANZIMMERSION II
23. Nov. 2018, Kunstkraftwerk, Saalfelder Straße 8b, 04179 Leipzig
BAL LE T T-PL AUDERE I
03. Nov. 2018, Konzertfoyer Opernhaus
L E IP Z IG TANZ T ZUM W E LT TANZ TAG
29. Apr. 2019, Opernhaus


M U S I K A L I S C H E K O M Ö D I E
2 0 1 8 . 2 0 1 9


P R E M I E R E N


PADDINGTON BÄRS ERSTES KONZERT
Herbert Chappell
Eine musikalische Geschichte | Text von Michael Bond | Für Kinder
ab 6 Jahren
LEITUNG
Musikalische Leitung Stefan
Klingele / Christoph-Johannes Eichhorn
Dramaturgie Christina Geißler
BESETZUNG
Erzähler / in Anne-Kathrin Fischer / Justus Seeger
Orchester der Musikalischen Komödie
PREMIERE
27. Sep. 2018, Venussaal Musikalische Komödie
AUFFÜHRUNGEN
05., 14. & 24. Okt. / 07. Nov. / 13. & 14. Dez. 2018 / 29. & 30. Jan. 2019


DIE HERZOGIN VON CHICAGO
Emmerich Kálmán
Operette in zwei Akten mit Vor- und Nachspiel | Text von Julius Brammer und Alfred
Grünwald
LEITUNG
Musikalische Leitung Tobias Engeli / Stefan Klingele | Inszenierung Ulrich Wiggers
Bühne, Kostüme Leif Erik Heine | Choreografie Kati Heidebrecht | Choreinstudierung
Mathias Drechsler | Dramaturgie Elisabeth Kühne
BESETZUNG
Mary Lloyd Mirjam Neururer / Lilli Wünscher | Prinz Sándor Boris Radoslaw
Rydlewski / Adam Sanchez | Prinzessin Rosemarie Laura Scherwitzl | James Jacques
Bondy Jeffery Krueger | Graf Bojazowitsch Hinrich Horn | König Pankraz xxvii. Milko
Milev | Benjamin Lloyd Michael Raschle / Justus Seeger | Chor, Ballett und Orchester
der Musikalischen Komödie
PREMIERE
20. Okt. 2018, Musikalische Komödie
AUFFÜHRUNGEN
21., 27., 28. & 31. Okt. / 21. Nov. / 04., 22., 23. & 25. Dez. 2018 / 19. & 20. Jan. 2019


ON THE TOWN
Leonard Bernstein
Musical in zwei Akten | Buch von Betty Comden und Adolph Green nach einer
Konzeption von Jerome Robbins’ Ballett »Fancy Free« (1944) Songtexte von Betty
Comden und Adolph Green
LEITUNG
Musikalische Leitung Stefan Klingele / Christoph-Johannes Eichhorn | Inszenierung
10
Cusch Jung | Choreografie Natalie Holtom | Bühne n.n. | Kostüme Aleksandra Kica
Ola | Choreinstudierung Mathias Drechsler | Dramaturgie Christian Geltinger
BESETZUNG
Gabey Jeffery Krueger | Ozzie Benjamin Sommerfeld | Chip Andreas Rainer | Ivy
Smith Sara Barnard / Patricia Klages | Hildy Esterhazy n.n. | Claire de Loone Nora
Lentner | Pitkin W. Bridgework Justus Seeger | Madame Dilly Sabine Töpfer | Ansager
Michael Raschle | Dolores Angela Mehling | Ballett, Chor und Orchester der Musikalischen
Komödie
PREMIERE
26. Jan. 2019, Musikalische Komödie
AUFFÜHRUNGEN
27. Jan. / 01., 02., 03., 16., 17. & 19. Feb. / 16. & 17. Mär. / 06., 07., 24. & 26. Apr. /
18. & 19. Mai 2019


DAS FEUERWERK
Paul Burkhard
Musikalische Komödie in drei Akten
nach einem Lustspiel von Emil Sautter |
Buch von Erik Charell
und Jürg Amstein | Gesangstexte
von Jürg Amstein und
Robert Gilbert
LEITUNG
Musikalische Leitung Tobias Engeli | Inszenierung Axel Köhler | Bühne, Kostüme Okarina
Peter / Timo Dentler | Choreografie Mirko Mahr | Dramaturgie Nele Winter
BESETZUNG
Der Vater Michael Raschle | Die Mutter Angela Mehling | Anna, die Tochter Nora Lentner
| Die Köchin Sabine Töpfer | Onkel Fritz Andreas Rainer | Tante Berta Carolin Masur
| Onkel Gustav Radoslaw Rydlewski | Tante Paula Anne-Kathrin Fischer | Onkel
Heinrich Milko Milev | Tante Lisa n.n. | Alexander Obolski Hinrich Horn | Iduna, seine
Frau Mirjam Neururer | Robert, ein junger Gärtner Justus Seeger | Ballett und Orchester
der Musikalischen Komödie
PREMIERE
13. Apr. 2019, Musikalische Komödie
AUFFÜHRUNGEN
14., 16., 19., 27., 28. & 30. Apr. / 21. Jun. 2019


MADAME POMPADOUR
Leo Fall
Operette in drei Akten | Text von Rudolph
Schanzer und Ernst Welisch
LEITUNG
Musikalische Leitung Stefan Klingele | Inszenierung Klaus Seiffert | Bühne, Kostüme
Tom Grasshof | Choreografie Mirko Mahr | Choreinstudierung Mathias Drechsler |
Dramaturgie Elisabeth Kühne
BESETZUNG
Die Marquise von Pompadour Lilli Wünscher | Der König Milko Milev | René
Radoslaw Rydlewski / Adam Sanchez | Madeleine Angela Mehling | Belotte Nora
Lentner / Mirjam Neururer | Joseph Calicot Jeffery Krueger / Andreas Rainer |
Maurepas Justus Seeger | Collin Hinrich Horn | Chor, Ballett und Orchester der
Musikalischen Komödie
PREMIERE
01. Jun. 2019, Musikalische Komödie
AUFFÜHRUNGEN
02., 07., 08., 11., 22., 23. & 25. Jun. 2019


R E P E R T O I R E


DIE C SÁRDÁSFÜRSTIN Emmerich Kálmán
WIEDERAUFNAHME 22. Sep. 2018, Musikalische Komödie
PR INZESSIN NOFRE TE TE Nico Dostal
IM W E ISSEN R ÖSSL Ralph Benatzky
WIEDERAUFNAHME 15. Jun. 2019, Musikalische Komödie
MEIN FREUND BUNBURY Gerd Natschinski
WIEDERAUFNAHME 09. Sep. 2018, Musikalische Komödie
SEKRE TÄRINNEN Franz Wittenbrink
DOK TOR SCHIWAGO
Lucy Simon / Michael Weller / Michael Korie
/ Amy Powers
HAPE K ERKEL INGS K EIN PARDON – DAS MUSICAL
Thomas Hermanns / Achim Hagemann
DER Z AUBERER VON OSS L. Frank Baum / E. Y. Harburg / Harold Arlen
LOVEMUS IK Kurt Weill / Alfred Uhry
DR ACUL A Frank Wildhorn / Don Black / Christopher Hampton
WIEDERAUFNAHME 22. Mär. 2019, Musikalische Komödie
CASANOVA Albert Lortzing
ROMEO UND JUL IA (Ballett) Mirko Mahr / Sergej Prokofjew
AL ICE IM WUNDERL AND (Ballett) Mirko Mahr
PE T ER UND DER WOL F Sergej Prokofjew
CAPRIOL EN DIE L INDENAUER PA L A S TRE V UE
WIEDERAUFNAHME 08. Feb. 2019, Musikalische Komödie
OPERE T T ENWORKSHOP 12. & 13. Jan. 2019, Musikalische Komödie


R E I H E N


KL EINE KOMÖDIE 08. Sep. 2018 / 28. Sep. 2018 / 17. Nov. 2018 / 05. Jan.
2019 / 30. Mai 2018, Venussaal Musikalische Komödie
NACHHALL 05. Dez. 2018 / 06. Feb. 2019 / 03. Apr. 2019 / 05. Jun. 2019,
Museum der bildenden Künste
DER R OT E TEPPICH
05. & 19. Okt. 2018 / 24. Nov. 2018 / 30. Jan. 2019 / 24. Mai 2019,
Restaurant Lortzing
JA Z Z IM V ENUSSA AL 28. Nov. 2018 / 27. Mär 2019, Venussaal
MUKO P L AUDEREI 19. Jan. 2019 / 16. Mär. 2019, Konzertfoyer Opernhaus
POE TRY SL AM 20. Dez. 2018 / 10. Mai 2019, Musikalische Komödie


K O N Z E R T E


GAL A ZUR S P IEL ZE ITERÖF FNUNG 01. & 02. Sep. 2018
GASTKONZERT BUCHMESSE 20. Mär. 2019, Buchhandlung LUDWIG
ABSCHLUSSKONZERT S TADTFEST 09. Jun. 2019, Augustusplatz
KONZERT IM MUSIKPAVIL LON
07. Jul. 2019, Musikpavillon im Clara-Zetkin-Park


J U N G E O P E R L E I P Z I G
2 0 1 8 . 2 0 1 9


O P E R


SCHNEEWITTCHEN Marius Felix Lange
PREMIERE 09. Mär. 2019, Operhaus
KNUSPER, KNUSPER , K N ÄUSCHEN
(HÄNSEL UND GRETEL FÜR KLEINE)Engelbert Humperdinck
HÄNSEL UND GRETEL Engelbert Humperdinck
BABYKONZERTE
OPER ZUM MITMACHEN


L E I P Z I G E R B A L L E T T


DER NUSSKNACKER Jean-Philippe Dury / Peter Tschaikowski
DER KARNEVA L D E R T I E R E
Bjarte Emil Wedervang Bruland / Camille Saint-Saëns


M U S I K A L I S C H E K O M Ö D I E


PADDINGTON BÄRS ERSTES KONZERT Herbert Chappell
PREMIERE 27. Sep. 2018, Venussaal Musikalische Komödie
ROMEO UND JUL IA (Ballett) Mirko Mahr / Sergej Prokofjew
DER ZAUBERER VON OSS L. Frank Baum / E. Y. Harburg / Harold Arlen
AL ICE IM WUNDERL AND (Ballett) Mirko Mahr
PE T ER UND DER WOL F Sergej Prokofjew
BABYKONZERT
MUSIKALISCHES WEIHNACHTSBAUMSCHMÜCKEN


K I N D E R C H O R


DAS B I EST KANN SCHWIMMEN
AN LUTHERS LANGER TAFEL (PROJEKT DES KINDERCHORES)
DAS GEHEIMNI S DER SCHWAR ZEN SPINNE Judith Weir
FEUER, WASSER, STURM


—| Pressemeldung Oper Leipzig |—

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