Meiningen, Meininger Staatstheater, DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL – Wolfgang A. Mozart, 24.05.2019

Meininger Staatstheater 

Meininger Staatstheater © Marie Liebig

Meininger Staatstheater © Marie Liebig

 DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL – Wolfgang A. Mozart

Text Christoph Friedrich Bretzner, Bearbeitung Johann Gottlieb Stephanie d. J.

Premiere Freitag, 24. Mai 19.30 Uhr,  Sonntag, 26.Mai 19.00

Die spanische Edelfrau Konstanze, ihre Zofe Blonde und deren Bräutigam Pedrillo wurden auf ihrer Schiffsreise in den Orient von Piraten im Mittelmeer überfallen und als Sklaven an Bassa Selim in der Türkei verkauft. Konstanzes Geliebter Belmonte ist ihnen nachgereist, um sie zu befreien. Hier erfährt er, dass der Bassa Selim Konstanze als Geliebte ausgewählt hat – ihre Treue wird in Frage gestellt. Und ebenso die von Blondes, als ihr der Aufseher Osmin nachstellt. Bei dem Versuch, ihre Geliebten aus dem Serail zu entführen, werden Pedrillo und Belmonte von Osminentdeckt und festgenommen. Als der Bassa in Belmonte auch noch den Sohn seines Erzfeindes erkennt, erwartet die Gefangenen das Todesurteil …

Meininger Staatstheater / Entfuehrung aus dem Serail © Marie Liebig

Meininger Staatstheater / Entfuehrung aus dem Serail © Marie Liebig

Im 1782 uraufgeführtem Singspiel von Wolfgang Amadeus Mozart treffen verschiedene Kulturen aufeinander und damit auch die Vorurteile, die eine Kultur gegenüber der jeweils anderen hat. Mit einer für seine Zeit ungewöhnlichen Sensibilität für kulturspezifische Perspektiven thematisiert der Text die Begegnung mit und Angst vor dem Fremden. In einer Zeit, in der Fremdenhass und Islamfeindlichkeit in Europa immer mehr zunehmen, ist er heute nach wie vor aktuell.

Regisseur Roman Hovenbitzer wurde 1972 in Düsseldorf geboren. Nach dem Studium der Musiktheaterregie bei Götz Friedrich in Hamburg war er von 1996 bis 1999 als Regieassistent und Regisseur am Staatstheater Kassel engagiert. Seit 1999 arbeitet Roman Hovenbitzer als freischaffender Regisseur mit inzwischen über 70 Inszenierungen in allen Genres des musikalischen Theaters.

Musikalische Leitung: Aris Alexander Blettenberg (Gewinner Bülow-Wettbewerb 2015), Regie: Roman Hovenbitzer, Bühne: Christian Rinke, Kostüme: Anna Siegrot, Chor: André Weiss, Video: Jae-Pyung Park, Dramaturgie: Anna Katharina Setecki

Besetzung  Bassa Selim: Michael Jeske, Konstanze, Geliebte des Belmonte: Elif Aytekin/Mine Yücel, Blonde,englische Zofe der Konstanze: Monika Reinhard, Belmonte, spanischer Edelmann: Remy Burnens, Pedrillo, Bedienter des Belmonte und Aufseher über die Gärten des Bassa: Robert Bartneck, Osmin, Aufseher über das Landhaus des Bassa: Daniel Pannermayr/Mikko Järviluoto, Chor des Meininger Staatstheaters, Statisterie des Meininger Staatstheaters, Meininger Hofkapelle

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Stuttgart, Oper Stuttgart, Premiere – I Puritani von Vincenzo Bellini, 08.07.2016

Juni 14, 2016 by  
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Oper Stuttgart

Stuttgart Opernhaus © A.T. Schaefer

Stuttgart Opernhaus © A.T. Schaefer

I Puritani von Vincenzo Bellini

Premiere 8. Juli 2016, weitere Vorstellungen  Juli 2016 : 08.07.2016 19:00 Uhr  – 11.07.2016 19:00 Uhr – 14.07.2016 19:00 Uhr – 17.07.2016 19:00 Uhr – 27.07.2016 19:00 Uhr,  Mai 2017 : 21.05.2017 – 24.05.2017 – 27.05.2017 – 29.05.2017
Juni 2017 : 02.06.2017 – 06.06.2017 – 16.06.2017 – 23.06.2017 – 26.06.2017

England im Bürgerkrieg. Die Botschaft der puritanischen Pilgerväter, die noch eine Generation zuvor zum Exodus nach Amerika gezwungen waren, hat das eigene Land erfasst. Wir erleben eine Gesellschaft im spirituellen Aufbruch. Ihre Soldaten sind keine Söldner mehr, sondern Gläubige, die für ihre Familien, ihre Werte und ihre Freiheit streiten.

Paris / Grabstätte Vincenco Bellini © IOCO

Paris / Grabstätte Vincenco Bellini © IOCO

Mit Hinrichtung des mit den Katholiken paktierenden Königs Karl I. macht Oliver Cromwell den Weg frei für eine protestantische Republik. Doch noch zerfleischt sich das Land im Bruderkrieg. Mit der Feier des Sonnenaufgangs beginnt der Tag auf der von Katholiken belagerten Puritaner-Feste Plymouth, eine Hochzeit soll ihn krönen. Elvira, Tochter des puritanischen Generalgouverneurs, erfährt, dass der für sie ausgesuchte Bräutigam kein anderer als ihr geliebter Ritter Arturo ist.

Doch Arturo ist Royalist und missbraucht die Gunst der Stunde, um mit Enrichetta, der Witwe des enthaupteten Stuart-Königs, aus der Burg zu fliehen und sie vor dem Schafott zu retten. Mit der in ihren Brautschleier gehüllten flüchtenden Königin entflieht Elvira ihr eigenes Selbst: Sie wird wahnsinnig.

Stuttgart / Oper Die Puritaner © Foto Martin Sigmund - Gestaltung Discodoener

Stuttgart / Oper Die Puritaner © Foto Martin Sigmund – Gestaltung Discodoener

Seit ihrer umjubelten Uraufführung 1835 in Paris ist Vincenzo Bellinis letzte Oper Botschafterin der melodisch-harmonischen Entgrenzung eines ekstatischen Belcanto. Unter den rauschhaften Kantilenen aus dieser Oper drang noch Fitzcarraldos Dampfer in den peruanischen Dschungel, um am Amazonas ein Utopia des Gesangs zu errichten.

Besetzung Jul 2016 – Jun 2017:  Musikalische Leitung: Giuliano Carella, Manlio Benzi, Regie und Dramaturgie: Jossi Wieler, Sergio Morabito, Bühne und Kostüme: Anna Viebrock, Licht: Reinhard Traub, Chor: Johannes Knecht

Lord Gualtiero: Roland Bracht, Sir Giorgio: Adam Palka, Lord Arturo: Edgardo Rocha, Sir Riccardo: Gezim Myshketa, Sir Bruno: Heinz Göhrig, Enrichetta von Frankreich: Diana Haller, Elvira: Ana Durlovski, Mirella Bunoaica, Mit: Staatsopernchor Stuttgart, Staatsorchester Stuttgart

Öffentliche Probe 18. Juni 2016, 9:45 – 11:30 Uhr,  Premiere 8. Juli 2016, weitere Vorstellungen: Montag, 27. Juni 2016, 19 Uhr  Juli 2016 : 08.07.2016 19:00 Uhr  – 11.07.2016 19:00 Uhr – 14.07.2016 19:00 Uhr – 17.07.2016 19:00 Uhr – 27.07.2016 19:00 Uhr, Mai 2017 : 21.05.2017 – 24.05.2017 – 27.05.2017 – 29.05.2017, Juni 2017 : 02.06.2017 – 06.06.2017 – 16.06.2017 – 23.06.2017 – 26.06.2017,

Pressemeldung Staatsoper Stuttgart

Hannover, Staatsoper Hannover, Letzte Vorstellungen: LA TRAVIATA, 06. und 21.02.2016

Februar 3, 2016 by  
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Staatsoper Hannover

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Letzte Vorstellungen: LA TRAVIATA

Oper von Giuseppe Verdi
Libretto von Francesco Maria Piave
nach dem Drama »La Dame aux Camélias« (1852) von Alexandre Dumas d. J.
nach dessen gleichnamigen Roman (1848)
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Letzte Vorstellungen:
06. Februar, 19:30
21. Februar, 18:30

»Sola! Abbandonata!« – »Allein und verlassen«: Das sind die Worte, mit denen Violetta Valéry sich selbst beschreibt, nachdem ihr zum ersten Mal in ihrem Leben eine Liebeserklärung unter die Haut gegangen ist. Allein und verlassen – tatsächlich ist das Thema der Einsamkeit von Anfang an ebenso bestimmend für Verdis Oper wie die Krankheit und der Tod. Denn die Liebe scheint in diesem Werk eine monologische zu sein: Kein wirkliches Liebesduett findet zwischen Violetta und Alfredo statt, auch in der behaupteten Idylle des zweiten Aktes erleben wir die Figuren in ihrer Glücksbeschreibung nur getrennt voneinander. Befremdlich schnell lässt Violetta sich außerdem auf die Forderung Giorgio Germonts ein, seinen Sohn aus moralischen Gründen zu verlassen. Ja, fast wirkt es, als exerziere Violetta am eigenen Leib ein Liebesmartyrium, das eine lebbare Liebe gar nicht erlaubt. Violetta führt uns den Prozess einer Entmaterialisierung vor, an deren ende nicht nur ihr Tuberkulosetod, sondern vielmehr ihre Stilisierung zum Engel steht; einem Engel, der für die Idee der Liebe gestorben ist.

»Die Lungenwunde ist nur ein Sinnbild, Sinnbild einer emotionalen Wunde«, hatte Franz Kafka anlässlich seiner Tuberkuloseerkrankung in sein Tagebuch notiert. Wie sehr auch Giuseppe Verdi an einer Fokussierung auf die »emotionale Wunde« interessiert war – und wie sehr er sich damit von Alexandre Dumas’ handfester Milieuschilderung entfernte –, zeigt schon die Ouvertüre: Von gläserner, fragiler Transparenz, einem Röntgenbild vergleichbar, nimmt sie das Todesmotiv des dritten Aktes vorweg und suggeriert somit von Anfang an den tödlichen Ausgang des Werks. Die Sekundreibungen offenbaren bereits hier den schmerzhaften Konflikt, der in Violetta gärt. Verdi macht keinen Hehl daraus, dass seine Bearbeitung der Dame aux camélias eine musikalische Seelenbeschreibung, eine Reise ins Innere von Violetta Valéry ist. Folgerichtig geht auch das »Außen« im Laufe der Oper immer mehr verloren. Die Chöre, die Gesellschaft, die »Anderen«, mutieren zu Chimären, die nur noch aus der Ferne zu Violetta dringen. Die Kontaktaufnahme mit der Welt ist misslungen; Violettas einzig wirklicher Partner ist der Gesang.

Musikalische Leitung Benjamin Reiners
Inszenierung Benedikt von Peter
Bühne Katrin Wittig
Kostüme Geraldine Arnold
Licht Susanne Reinhardt
Choreinstudierung Dan Ratiu

BESETZUNG
Violetta Valéry: Nicole Chevalier
Alfredo Germont: Andrea Shin
Giorgio Germont: Devid Cecconi
Flora Bervoix: Hyunyoung Kim
Annina: Mareike Morr
Gastone: Gevorg Aperánts Hakobjan
Barone Douphol: Matthias Winckhler
Marchese D’Obigny: Michael Dries
Dottore Grenvil: Daniel Eggert
Giuseppe: Thomas Kubitza
Domestico: Woo-Jung Kim
Commissionario: Marek Durka
Chor der Staatsoper Hannover
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

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Hannover, Staatsoper Hannover, Premiere: DIE MACHT DES SCHICKSALS, 30.01.2016

Januar 28, 2016 by  
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Staatsoper Hannover

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

DIE MACHT DES SCHICKSALS  von Giuseppe Verdi

Oper in vier Akten (1862 / 1869)
Libretto von Francesco Maria Piave und Antonio Ghislanzoni nach dem Drama »Don Álvaro o La Fuerza del sino« von Ángel de Saavedra
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere 30. Januar 2016, Weitere Vorstellungen: 04.02.16 Do 19:30, 12.02.16 Fr 19:30, 16.02.16 Di 19:30, 04.03.16 Fr 19:30, 15.03.16 Di 19:30, 04.05.16 Mi 19:30, 15.05.16 So 16:00, 05.06.16 So 16:00,  Öffentliche Generalprobe:
18:00 Einführung | anschließend Publikumsgespräch | Do 28.01.16 | 18:30 |

Es ist vielleicht nur ein unglücklicher Zufall, der drei Menschen in einen zer­störerischen Kampf treibt, der ihre Träume von Liebe, Freundschaft und Frieden zunichte macht. Andererseits ist der Auslöser des Geschehens die unerbitt­liche Konsequenz eines Beziehungsgeflechts, das von Beginn an von dem Konflikt zwischen politischer Macht und rebellischem Außenseitertum, zwischen der Wahrung der Familienehre und indi­viduellen Gefühlen gezeichnet ist. Die Macht des Schicksals ist allgegenwärtig; das Unwahrscheinliche geschieht und treibt die Menschen wider Willen in eine tödliche Konfrontation.

Don Alvaro, ein Fremdling, plant mit Leonora, der Tochter des Marchese di Calatrava, die Flucht, weil sich der Vater dieser Liaison entgegenstellt. In der nächtlichen Konfrontation löst sich aus Alvaros weggeworfener Pistole ungewollt ein Schuss und tötet den Marchese – der Beginn einer absurden Irrfahrt, in dem jeder in der Verquickung von Liebessehnsucht und Rachedurst den anderen sucht und nicht findet. Die Liebenden haben sich nach dem Unglück aus den Augen verloren: Leonora ist in Männerkleidern in einem Kloster unter­getaucht, Alvaro sucht im Krieg Vergessen. Dort rettet er Leonoras Bruder Don Carlo das Leben, der auf der Suche nach dem Mörder seines Vaters ist. Die Männer erkennen sich zunächst nicht und schlie­ßen ewige Freundschaft. Erst als Carlo wiederum durch einen Zufall die Identi­tät seines Freundes entdeckt, bricht die alte Gegnerschaft wieder auf. Alvaro zieht sich nach einem Zweikampf just in das Kloster zurück, in dem auch Leonora Zuflucht gefunden hat, und dort kommt es zur endgültigen Katastrophe: Carlo hat seinen Feind aufgespürt, fordert ihn zum Kampf heraus und wird tödlich verletzt. Als die von Alvaro totgeglaubte Leonora überraschend hinzutritt, tötet Carlo im Sterben schließlich auch seine Schwester.

Man hat Verdis Die Macht des Schicksals oft den Vorwurf gemacht, die Handlung sei überladen und krude, und tatsächlich ist der Geschichte nach dem 1835 uraufgeführten Drama »Don Álvaro o La Fuerza del sino« des spa­nischen Dichters Ángel de Saavedra eine gewisse Unübersichtlichkeit nicht abzu­sprechen. Und dennoch findet Verdi in dem bunten Kaleidoskop auseinander strebender Situationen und unwahr­scheinlicher Zufälle zu einem stimmigen Ganzen, indem er im Sinne eines Ideen­dramas die individuellen Schicksale einbettet in einen gesellschaftlichen Kontext, der geprägt ist vom Wahnsinn des Krieges, von politischer Gewalt und der Diskriminierung des Fremden. Gera­de in der Balance der von Massenhyste­rie aufgeladenen Tableaus und Szenen von großer Intimität erreicht Verdis Oper, die auch musikalisch zu seinen schöns­ten Schöpfungen zählt, ihre beklem­mende Intensität.

Musikalische Leitung Stefan Klingele, Inszenierung Frank Hilbrich
Bühne Volker Thiele, Kostüme Gabriele Rupprecht
Licht Susanne Reinhardt, Ton Christoph Schütz
Choreinstudierung Dan Ratiu, Dramaturgie Klaus Angermann

BESETZUNG
Marchese von Calatrava: Michael Dries, Leonora de Vargas: Brigitte Hahn
Don Carlo de Vargas: Brian Davis, Alvaro: Xavier Moreno
Preziosilla: Monika Walerowicz, Pater Guardiano: Shavleg Armasi
Fra Melitone: Karel Martin Ludvik, Curra: Danuta Volpe
Alcalde: Daniel Eggert, Mastro Trabuco: Edward Mout
Ein Chirurg: Mohsen Rashidkhan, Chor der Staatsoper Hannover
Extrachor der Staatsoper Hannover
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

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