Halfing, Immling Festival 2021, Madama Butterfly – Giacomo Puccini, IOCO Kritik, 21.08.2021

August 20, 2021 by  
Filed under Hervorheben, Immling-Festival, Kritiken, Oper

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Immling Festival

Immling Festval 2019 © Christine Unterseer

Immling Festval 2019 © Christine Unterseer

Madama Butterfly  –  Giacomo Puccini
Belcanto auf dem „Grünen Hügel von Immling“

von Daniela Zimmermann

Madama Butterfly formte sich sich als Puccinis Opern-Sujet zufällig, in London, im Sommer 1900. Im  Duke of York’s Theatre erlebte Giacomo Puccini  David Belascos Madame  Butterfly, ein Melodrama, aber für den New Yorker Broadway produziert. Puccini war von Belascos Werk derart  fasziniert, dass er es als Vorlage für seine nächste Oper Madama Butterfly nutzte; mit seinen bewährten Librettisten Giuseppe Giacosa und Luigi Illica.

Madama Butterfly erlitt zu ihrer Uraufführung im Februar 1904 erst  eine vernichtende Kritik, um – überarbeitet –  im gleichen Jahr zu einem sensationellen Erfolg zu werden. Bis heute gehört Madama Butterfly zu Puccinis größten Erfolgen. Zum 25. Jubiläum der Opernfestspiele Immling, 25.6. – 29.8.2021, passt Madama Butterfly wunderbar, anspruchsvoll und herzzerreißend wie sie ist.

Madama Butterfly – Giacomo Puccini
youtube Trailer des Immling Festval
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Einmal Immling, immer Immling. Es ist so bereichernd, auf dem „Grünen Hügel von Immling“, die Verbindung  von oberbayerischer Natur mit reichem italienischem Belcanto zu genießen.  Auch das Kulinarische kommt nicht zu kurz: nach den Vorstellungen im großen Zelt, mit Einlagen der Sänger*innen, des Ensembles.  Das Immling Festival hat seine ganz eigene Atmosphäre, die man einfach lieben muss. Die dortigen Sonnenuntergänge sind mittlerweile legendär berühmt. Dieser wachsende Erfolg ist mit unermüdlicher Arbeit und ständigem Einsatz von Intendant Ludwig Baumann und der musikalischen Leiterin Cornelia von Kerssenbrock zu verdanken. Auch wir können dazu nur herzlichst gratulieren und ein weiter so wünschen.

Inszeniert wurde Madama Butterfly von Intendant Ludwig Baumann:  er hat sie klassisch,   traditionell gestaltet. Die Tragödie der Cio-Cio-San, der Butterfly der damaligen Zeit wird dargestellt: so entführt uns die Regie in die damalige Zeit um die 19. Jahrhundertwende, lässt uns das Kolonialverhalten, das Aufeinanderprallen zweier fremder Kulturen und deren Tragik erleben. Bei den  Kostümen hat man keine  Mühe gescheut: 25 Kimonos wurden in Japan für die Aufführung originalgetreu aus wertvollen Stoffen gefertigt, und, Dank dem Förderwerk, eingeflogen.

Immling Festival 2021 / Madama Butterfly - hier: Yana Kleyn als Ciu Cii San, Jenish Ysmanov als Pinkerton und Ensemble © Nicole Richter

Immling Festival 2021 / Madama Butterfly – hier: Yana Kleyn als Ciu Cii San, Jenish Ysmanov als Pinkerton und Ensemble © Nicole Richter

Die Handlung: Cio-Cio-San, eine schöne junge Japanerin, Butterfly genannt, aus verarmter adliger Familie stammend, arbeitet als Geisha und gehört mit drei weiteren Bediensteten zum Besitz eines Hauses, den der junge amerikanische Marineoffizier Benjamin Franklin Pinkerton für 999 Jahre erwirbt. Pinkerton will  Cio-Cio-San heiraten und ist auch verliebt, aber trotz allem wünscht er sich von Anfang an, eine normale Heirat mit einer amerikanischen Frau in seiner Heimat. Er ist jung, das Recht, sie verlassen zu können,  ist auf seiner Seite, nicht begreifend, was er damit dieser jungen Japanerin, die fest an eine lebenslange Ehe glaubt, antut. Pinkerton kehrt nach Amerika zurück; Cio-Cio-San  wartet mit ihrem Sohn vergebens auf seine Rückkehr. Ihm zu Liebe, hat sie, entgegen ihrer eigenen Tradition, sogar den christlichen Glauben angenommen. Aber alle Verwandte und Freunde zogen sich zurück. Cio-Cio-San ist allein, auf Pinkertons Rückkehr hoffend, die Tage zählend.

Endlich kommt Pinkerton zurück, doch nicht allein, sondern mit neuer Familie, und dem Ziel, das Kind zu nehmen und in Amerika eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Zu viel für  Cio-Cio-San: all ihr Warten war vergebens, all ihre Hoffnungen sind zerstört. Sie sieht nur einen Ausweg: den eigenen Tod – sie bringt sich um. Pinkerton begreift spät, zu spät: er ist schuldig für den Tod von Cio-Cio-San.

Intendant Baumann hat einmal gesagt, „Stars haben die anderen, wir machen Sie“. Jungen, erstklassigen, begabten Sänger*innen eine Bühne zu geben, sie zu fördern, auch dafür steht das Immling Festival bei Halfing in Bayern. Stimmen und Darstellungen der aufstrebenden jungen Künstler*innen hier erleben, macht große Freude, ist ein Erlebnis.

Immling Festival 2021 / Madama Butterfly - hier : Yana Kleyn als Butterfly, als Cio Cio San © Nicole Richter

Immling Festival 2021 / Madama Butterfly – hier : Yana Kleyn als Butterfly, als Cio Cio San © Nicole Richter

Die junge russische Sängerin, Yana Kleyn aus Stockholm  singt und spielt die Cio-Cio-San perfekt. Ihre Sopran ist wunderbar timbriert, in den Höhen rein und klangvoll. Pinkerton singt Jenish Ysmanov aus Kirgistan, ein gefragter junger Tenor, der bereits 2018/19 in Immling auf der Bühne stand. Er gestaltete seine große Partie des Pinkerton erneut  souverän mit klangvollem schönen Tenor

Ian Burns, ein peruanisch- amerikanischer Bariton sang die Rolle des verzweifelten amerikanischen Konsuls Sharpless. Er ist bekümmert über die Haltung Pinkertons und erkennt frühzeitig, die ernsthafte Persönlichkeit der Butterfly. Sein Bariton klingt warmherzig, auch sein Auftreten passte wunderbar.. Ksenia Leonidova ist Suzuki: aus Russland stammend  studierte sie auch am Mozarteum.  Ihr Mezzosopran ist sehr kräftig und ausdrucksstark.

Wichtig und besonders gut,  der Festivalchor Immling. An die 100 begeisterte Sänger und Sängerinnen von München bis Salzburg formten den herausragenden Klangkörper. Cornelia von Kerssenbrock formte den Chor, leitet die Einstudierungen seit Jahren. von Kerssenbrock ist auch Musikalische Leiterin dieses Abends und leitet das Festivalorchester.an diesem Abend mit entspannter Präzision und  Vielseitigkeit.

Madama Butterfly in Immling: Ein bereichernder Abend mit schöner Musik, schönen Stimmen.. Das Publikum dankte entsprechend begeistert.

 

—| IOCO Kritik Immling Festival |—


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Osnabrück, Theater am Domhof, Dido and Aeneas – Henry Purcell, IOCO Kritik, 14.10.2020

Oktober 13, 2020 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Oper, Theater Osnabrück

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Theater Osnabrück

Osnabrück / Theater am Domhof © Marius Maasewerd

Osnabrück / Theater am Domhof © Marius Maasewerd

Dido and Aeneas – Henry Purcell

Abschied von Liebe und Leben  –  Glänzende Spielzeiteröffnung mit Barockoper

von Hanns Butterhof

Im Theater am Domhof startet das Musiktheater glänzend mit der Barockoper Dido and Aeneas von Henry Purcell (etwa 1658 – 1695) und seinem Librettisten Nahum Tate in die neue Spielzeit. Die Regie von Dirk Schmeding holt das selten gespielte Werk aus der antiken Götter- und Heldenwelt stimmig in die Gegenwart, getragen vom feinen Barockklang der Osnabrücker Symphoniker unter Daniel Inbal.

Im Theater am Domhof geht es vor allem um Dido, Königin von Karthago. Sie ringt mit sich, ob sie ihrer wachsenden Liebe zu dem Trojanerhelden Aeneas nachgeben oder ihrem Gatten gemäß der Sitte über dessen Tod hinaus die Treue bewahren soll.

Dido and Aeneas im Theater Osnabrück
youtube Trailer Theater Osnabrück
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Die Bühne Martina Segnas ist ein vollendeter Ausdruck dieses Konflikts. In einem Kubus von der Größe einer Gefängniszelle befindet sich Dido (Susann Vent-Wunderlich). In einem zweiten links daneben drängen sie ihre beiden Beraterinnen (Marie-Christine Haase und Gabriella Guilfoil), ihrem Gefühl zu folgen. In einem dritten Kubus rechts mahnt sie ein streng konservatives Quartett (Elena Soares da Cruz, Kathrin Brauer, Mario Lee und Seokwon Oh) zur Treue. Dass alle den gleichen weißen Mantel wie Dido tragen (Kostüme: Frank Lichtenberg), weist sie deutlich als Verkörperungen ihres inneren Konflikts aus.

Schmedings sinniger Verzicht auf Vorgeschichte und Götterwelt zeigt Dido nicht als Opfer übersinnlicher Kräfte. Susann Vent-Wunderlich gibt mit dramatischem Sopran einer Frau Format, die sich zwischen ihrer Sehnsucht nach Liebe und ihrer sie einengenden, verbietenden Moral aufreibt. Dass ihr Aeneas (Jan Friedrich Eggers) nach der ersten gemeinsamen Nacht seine Abreise am anderen Morgen ankündigt, trifft sie zutiefst und verschafft der Moral das Übergewicht gegen ihre Liebe. Mit einer ergreifenden Wehklage nimmt sie von Liebe und Leben Abschied.

 Theater am Domhof / Dido and Aeneas - hier : Dido mit Ratgebern, vl Marie-Christine Haase, Gabriella Guilfoil, Susann Vent-Wunderlich © Jörg Landsberg

Theater am Domhof / Dido and Aeneas – hier : Dido mit Ratgebern, vl Marie-Christine Haase, Gabriella Guilfoil, Susann Vent-Wunderlich © Jörg Landsberg

Der Aeneas von Jan Friedrich Eggers, dessen kräftiger Bariton kühl bleibt, ist eine schwer greifbare Figur, dunkel gekleidet und mit Gepäck als Flüchtender gezeichnet. Er hat im Gegensatz zu Dido keinen inneren Fürsprecher für die Liebe. Der böse Zauberer (Rhys Jenkins mit seinem finstersten Bass) und seine giftig kichernden Hexen in den schwarzen Mänteln, die Dido und die ihr Zugeordnten in Weiß tragen, sind nur Projektionen seiner Fluchtgedanken. Sie geben Aeneas unisono den Befehl zum Abschied.

 Theater am Domhof / Dido and Aeneas - hier : Aeneas wirbt um Dido Äneas wirbt um Dido, Jan Friedrich Eggers und Susann Vent-Wunderlich © Jörg Landsberg

Theater am Domhof / Dido and Aeneas – hier : Aeneas wirbt um Dido Äneas wirbt um Dido, Jan Friedrich Eggers und Susann Vent-Wunderlich © Jörg Landsberg

Die Regie von Dirk Schmeding gibt keine eindeutige Antwort auf seine Motive und die Didos, sondern lässt dankenswert Raum für Mitgefühl und Fragen. Auch die Musik, mit der die Osnabrücker Symphoniker unter Daniel Inbal feinsinnig und mit schönem Barockklang tänzerischem Jubel wie auch tiefer Trauer Ausdruck gegeben haben, beklagt auf den ersten Blick nur Didos Liebes- und Lebensverzicht. Doch wenn im finalen Chor Amor Blumen auf ihr Grab streut, beklagt sie vielleicht auch eine zu männliche und konventionelle Welt, in der Liebe nachrangig ist.

Nach siebzig fesselnden Minuten mit englischem Gesang bei deutschen Übertiteln feierte das Premierenpublikum das Gesangsensemble, den von Sierd Quarré einstudierten Chor, Daniel Inbal mit den Osnabrücker Symphonikern, vor allem die fürs Continuo sorgenden Susanne Peuker an Theorbe und Barockgitarre, Lavinia Reck am Violoncello und Eline Brys am Cembalo, sowie das Regieteam mit langanhaltendem Jubel.

Dido and Aeneas; die nächsten Termine: 13., 14. und 15.10.2020, jeweils 19.30 Uhr im Theater am Domhof 

Karten unter:    karten@theater-osnabrueck.de    oder 0541-7600076

—| IOCO Kritik Theater Osnabrück |—


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Dortmund, Oper Dortmund, Premiere DIE STUMME VON PORTICI, 13.03.2020

Februar 27, 2020 by  
Filed under Oper, Premieren, Pressemeldung, Theater Dortmund

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Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

DIE STUMME VON PORTICI in der Regie von Peter Konwitschny
Oper Dortmund, am 13. März 2020

Daniel-François-Esprit Aubers Oper DIE STUMME VON PORTICI wird am Freitag, 13. März 2020, um 19.30 Uhr Premiere im Dortmunder Opernhaus haben. Unter der Regie von Peter Konwitschny und der musikalischen Leitung von Motonori Kobayashi wird u.a. Mirko Roschkowski als Masaniello zu sehen sein. DIE STUMME VON PORTICI gilt mit ihren fünf kurzen Akten, den dramatischen Tableaus, Massenszenen und großem technischen Aufwand als erste mustergültige Grand opéra.

Die Oper Dortmund entdeckt mit „DIE STUMME VON PORTICI“ eine Oper wieder, deren politische Auswirkungen zu ihrer Zeit einzigartig waren. So gilt sie als ein Mitauslöser für die Unabhängigkeit Belgiens.

Oper Dortmund / Mirko Roschkowski © Mischa Blank

Oper Dortmund / Mirko Roschkowski © Mischa Blank

Aubers DIE STUMME VON PORTICI gilt mit ihren fünf kurzen Akten, den dramatischen Tableaus, bombastischen Massenszenen und einem großen technischen Aufwand als erste mustergültige Grand opéra. Einzigartig ist auch der politische Einfluss, den das Werk 1830 in Brüssel ausübte: Vom Duett über die Liebe zum Vaterland aufgestachelt, stürmten die Zuschauer nach der Aufführung auf die Straßen – die daraus entstehende Revolution führte zur Unabhängigkeit Belgiens.

In der Oper  zeigt sich die Liebe zeigt von ihrer grausamsten Seite: Alphonse, der Sohn des Vizekönigs von Neapel, hat ein Verhältnis mit der stummen Fischerstochter Fenella begonnen. Das widerstrebt seinem strikten Vater, der das Mädchen heimlich einkerkern lässt. Doch sie kann just am Hochzeitstag von Alphonse und der aristokratischen Elvire fliehen und stellt den Verführer öffentlich bloß. Fenellas Bruder Masaniello will das an der Schwester begangene Verbrechen rächen, indem er zum Volksaufstand aufruft. Aus dem privaten Konflikt wird so ein politischer, aber die Revolte gerät außer Kontrolle und die tobende Menge stürmt den Palast.

Karten sind an der Tageskasse im Kundencenter, telefonisch unter 0231/50 27 222 oder auf www.theaterdo.de erhältlich.

—| Pressemeldung Theater Dortmund |—


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Leipzig, Oper Leipzig, Die verkaufte Braut, Juni – November 2019

Juni 17, 2019 by  
Filed under Oper, Oper Leipzig, Premieren, Pressemeldung

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Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

liebe hat ihren preis
Premiere von Bedrich Smetanas »Die verkaufte Braut«

Es ist ein tschechischer Sommernachtstraum, der in böhmische Dörfer führt, hinter deren Fassaden alte Traditionen und Bräuche Alltag und Leben der Menschen bestimmen. Nachdem Bedrich Smetana bei seinen Landsleuten als »Wagnerianer« verschrien war, wurde seine komische Oper „Die verkaufte Braut“ nach ihrer Uraufführung als tschechische Nationaloper gefeiert, die mit ihrer Musik der »böhmischen Volksseele« Ausdruck verschaffe. Sie wirkt als nostalgische Zeitreise, die viel mehr den menschlichen Mikrokosmos der dörflichen Welt als die große Nation in den Fokus nimmt. Gleichzeitig schuf der Komponist der »Moldau« mit diesem Werk eine klassische Spieloper, in der die Protagonisten nach vielen Verwicklungen und Intrigen schließlich zu einem glücklichen Ende finden.  Diese dramaturgisch entscheidenden Wendungen sind auch ein Grund, warum die Oper seit der deutschsprachigen Erstaufführung in Wien im Jahre 1893 im deutschsprachigen Raum traditionell in der deutschen Übersetzung auf die Bühne gebracht wird.

Oper Leipzig / Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig / Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof

Marie (Magdalena Hinterdobler) soll mit Hilfe des Heiratsvermittlers Kezal (Sebastian Pilgrim) mit Wenzel (Sven Hjörleifsson), dem Sohn des Großgrundbesitzers Micha (Jean-Baptiste Mouret), verheiratet werden. Sie liebt jedoch Hans (Patrick Vogel), der sich vor Jahren aus der dörflichen Enge zurückgezogen hat, nun aber inkognito wieder in seine Heimat zurückgekehrt ist. Um Maries Verheiratung mit Wenzel zu verhindern, schlägt Hans dem Heiratsvermittler einen Deal vor. Er verzichtet für Geld auf seine Marie, unter der Bedingung, dass dieses nur einen Sohn Michas ehelichen dürfe. Denn auch Hans entpuppt sich als ein Sohn des Großgrundbesitzers.

Oper Leipzig / Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig / Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof

Mit Magdalena Hinterdobler (Marie), die vor Kurzem am Haus ihr umjubeltes Debüt als Rusalka gab, Patrik Vogel (Hans), Sven Hjörleifsson (Wenzel) und Sebastian Pilgrim (Kezal) geben gleich vier junge Ensemblemitglieder der Oper Leipzig ihr Rollendebüt in der Neuproduktion von »Die verkaufte Braut«. Christian von Götz, der an der Oper Leipzig bereits in Carl Maria von Webers »Der Freischütz« Regie führte, inszeniert die Geschichte der verkauften Braut als eine Zeitreise an den Anfang des 20. Jahrhunderts und verortet sie in der Enge dörflicher Beschaulichkeit, die streng nach ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten funktioniert, in der aber immer auch das Menschliche siegt. Für die die detailgetreuen, folkloristischen Kostüme, die Trachten modern interpretieren zeichnet Sarah Mittenbühler verantwortlich. Das Bühnenbild auf der Drehbühne stammt von Dieter Richter, der dem Leipziger Publikum durch seine Arbeiten für Dietrich W. Hilsdorf, u.a. »Die Entführung aus dem Serail« und «Nabucco«. Am Pult des Gewandhausorchesters steht der erste Kapellmeister Christoph Gedschold.

»Die verkaufte Braut« ist die letzte Opernpremiere der Spielzeit 2018/19 an der Oper Leipzig.

Oper Leipzig / Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig / Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof


Premiere: Samstag, 15. Juni 2019, 19 Uhr
Weitere Aufführungen: 23. & 30. Juni / 25. August / 01. & 28. September / 06. Oktober / 16. November 2019 (alle Vorstellungen mit Einführung 45 Min. vor Vorstellungsbeginn)
Bedrich Smetana
Die verkaufte Braut
Komisches Singspiel in drei Akten | Text von Karel Sabina | Deutsch von Max Kalbeck (1893) | In deutscher Sprache mit Übertiteln
Leitung:
Musikalische Leitung Christoph Gedschold
Inszenierung Christian von Götz
Bühne Dieter Richter
Kostüme Sarah Mittenbühler
Licht Raoul Brosch
Choreinstudierung Alexander Stessin
Dramaturgie Christian Geltinger

Besetzung:

Marie Magdalena Hinterdobler | Hans Patrick Vogel | Wenzel Sven Hjörleifsson | Kezal Sebastian Pilgrim | Micha Jean-Baptiste Mouret | Kathinka Sandra Maxheimer | Agnes Sandra Janke | Esmeralda Bianca Tognocchi | Kruschina Franz Xaver Schlecht | Zirkusdirektor Springer Martin Petzold | Muff Jakob Kunath

—| Pressemeldung Oper Leipzig |—


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