Lüttich, Opéra Royal de Wallonie-Liège, AIDA – Giuseppe Verdi, IOCO Kritik, 02.03.2019

Opéra Royal de Wallonie-Liège © Opéra Royal de Wallonie-Liège.

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Opéra Royal de Wallonie-Liège

AIDA – Giuseppe Verdi

 150.000 Goldfranken „überzeugten“ Verdi,  dies große Werk  zu schaffen

von Ingo Hamacher

Mehrfach war er vom regierenden Khediven Ismail Pascha gebeten worden, eine Oper „in ausschließlich ägyptischem Stil“ zu schreiben, aber Verdi hatte immer abgelehnt. Eine Repräsentations- und Prunkoper im Stil einer Grand Opéra mit Massenszenen, Balletteinlage und einem Konflikt zwischen Pflichterfüllung und Leidenschaft, den klassischen Zutaten der Pariser Oper in dieser Zeit, interessierten ihn nicht mehr.

AIDA  –  Giuseppe Verdi
Youtube Trailer der  Opéra Royal de Wallonie-Liège
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Nach Don Carlo, dessen ursprüngliche Fassung für Paris und auf Französisch komponiert wurde, wollte er nur noch seine Muttersprache vertonen. Verdi interessierte  Erzählungen menschlicher Konflikte; wollte Opern über Schicksale und Charaktere schreiben.

Erst, als ihm der in Kairo lebende französische Ägyptologe Auguste Mariette, Begründer der Denkmalpflege in Ägypten und des Ägyptischen Museums in Kairo, sein Libretto über eine im Alten Ägypten spielende Oper namens AIDA zuspielen ließ, erwachte Verdis Interesse. Möglicherweise hat auch der Hinweis geholfen, dass das Projekt alternativ an Richard Wagner oder Charles Gounod übergeben würde, falls Verdi nicht zusagen würde. Verdi forderte und bekam für die Komposition 150.000 Goldfranken; das bis dahin höchste Honorar für einen Komponisten. Die Uraufführung von AIDA fand am  24. Dezember 1871 statt, im Khedivial-Opernhaus in Kairo. Die Handlung spielt in  Memphis und Theben zur Zeit der Herrschaft der Pharaonen.

AIDA in Lüttich  –  So hätte wohl auch Verdi AIDA gewollt

Für das Bühnenorchester beim Triumphmarsch wurden von Verdi eigene Trompeten, die sogenannten AIDA-Trompeten, als Sonderanfertigung in Auftrag gegeben. Die Handlung ist nicht historisch, sondern fiktiv und berichtet von menschlichen Konflikten, die in vielen Opern Verdis das Wichtigste sind, immer ohne Happy End. Die Wirkung der Oper steht und fällt mit der ägyptischen bzw. ägyptisierenden Ausstattung; dies war so von Beginn an von Mariette und Verdi konzipiert.

Opéra Royal de Wallonie-Liège / AIDA - hier : Elaine Alvarez als AIDA © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / AIDA – hier : Elaine Alvarez als AIDA © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Historische Genauigkeit der Handlung war nicht angestrebt, dagegen aber sehr wohl historische Genauigkeit in der Ausstattung. Auch die Musik sollte ägyptisch klingen, aber u?ber den Originalklang war nichts in Erfahrung zu bringen. Das die liturgischen Gesänge des Stückes als mit der Zeit der Oper stimmig erlebt werden, liegt an der Harfenbegleitung, der Chromatik der Melodik und dem monodischen und antiphonischen Gesang der Priester in der Art des Kirchengesangs von Palaestrina.

Die Tänze sind im ‚alla Turca’-Stil geschrieben, den z.B. auch Mozart für die Andeutung von „Orient“ benutzte. Besonders „ägyptisch“ klingt das Vorspiel zum dritten Akt, das eine tropische Sommernacht beschreibt. Zirpende Violinen; Flöten imitieren Vogelstimmen. Mit dem Triumphmarsch in seiner Oper Aida schuf Verdi einen der berühmtesten Märsche der Musikgeschichte und ein vor Trompeten-Fanfaren nur so strotzendes Stück opulenter Bühnenmusik.

Aber Aida endet nicht mit einem bombastischen fortissimo Finale, sondern verhaucht in einem vierfachen pianissimo. Spätere Theater verschoben den Schwerpunkt von der von Verdi komponierten Tragödie von Individuen zu einer pompösen Ägypten-Revue. Aida gehört zu den erfolgreichsten großen Opern des 19. Jahrhunderts.

Stefano Mazzonis di Pralafera, Intendant der Lütticher Opéra Royal de Wallonie-Liège und Regisseur der Produktion, greift Verdis ursprüngliche Idee eines ägyptischen Seelendramas wieder auf und inszeniert das Stück als Kammerspiel. Die Bühne gehört den leisen Tönen; den Beziehungen; den Emotionen. Es braucht nicht viel, um eine AIDA glaubhaft auf die Bühne zu bringen. Man muss es nur richtig machen. Stefano Mazzonis di Pralafera und sein Team haben alles richtig gemacht.

Am Pult: Speranza Scappucci, eine 45-jährige italienische Dirigentin und Pianistin, die nach internationaler Tätigkeit im September 2017 Paolo Arrivabendi als Chefdirigent der Opéra Royal de Wallonie abgelöst hat. Scappucci spürt in ihrem Dirigat die Feinheiten der Partitur auf und lässt den Abend mit zart geführter Hand zu einem musikalischen Erlebnis werden.

Opéra Royal de Wallonie-Liège / AIDA - hier : Ensemble © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / AIDA – hier : Ensemble © Opéra Royal de Wallonie-Liège

1. Akt

In einem schlichten, dunklen, von einer großen zentralen goldenen Horus-Statue dominierten Bühnenbild (Bühne: Jean-Guy Lecat) führt uns das Produktionsteam (Kostüme: Fernand Ruiz; Licht: Franco Marri; Choreographie: Michèle Anne De Mey; Chor: Pierre Iodice) in eine antikisierende Welt.

Zur von Radames als Kavantine gesungene Romanze „Celeste Aida“ (Himmlische Aida) erscheint Aida in einer stummen Partie auf der Bühne, so dass der Tenor die Arie nicht wie üblich in den Zuschauerraum brüllt, sondern seiner Geliebten zärtlich zuflüstern kann.

RADAMÈS: Gianluca Terranova: Der 48-jährige Römer ist international gefragten Tenor, der durch seine Leichtigkeit in der Höhe und durch große Bühnenpräsenz besticht.

Aida, Tochter des äthiopischen Königs, muss als Sklavin am ägyptischen Hof leben. Sie ist unsterblich in Radames verliebt. AIDA: Elaine Alvarez Die aus Kuba stammende international tätige US-amerikanische Sopranistin wird in dieser Spielzeit in Lüttich noch einmal, und zwar in der Titelrolle von Anna Bolena zu hören sein. Als Ägypten von den feindlichen Äthiopiern überfallen wird, wird Radames zum Heeresführer gegen die Äthiopier bestimmt. Er freut sich auf diese Aufgabe, hofft er doch, nach einem erfolgreichen Feldzug Aida heiraten zu können.

Amneris, die Tochter des Pharao, liebt den Feldherrn Radames ebenfalls und wirbt um seine Gunst. AMNERIS: Nino Surguladze: Die 41-jährige georgische Mezzosopranistin, Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe, ist stimmschön sowohl weltweit, als auch häufig in Deutschland zu erleben.

Radames rückt nach einer feierlichen Zeremonie mit den Truppen aus. Aida leidet an ihrer Ambivalenz zwischen der Liebe zu ihrer Heimat und zu Radames.

Opéra Royal de Wallonie-Liège / AIDA - hier : Luca Dall'Amico als Ramfis, Nina Surguladze als Amneris, Luciano Montanaro als aegyptischer Koenig © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / AIDA – hier : Luca Dall’Amico als Ramfis, Nina Surguladze als Amneris, Luciano Montanaro als aegyptischer Koenig © Opéra Royal de Wallonie-Liège

2. Akt

Die säulenartigen Mauertürme, die die Bühne bisher strukturiert haben, werden bei offenem Vorhang um 180 Grad gedreht, und fügen sich nun zu einem farbenprächtigen, reich ausgestatteten Palastinneren. Das Heer der Ägypter konnte gegen die Äthiopier siegen. Amneris entlockt Aida ihr Liebesgeheimnis, indem sie ihr erzählt, Radames sei in der Schlacht umgekommen. An Aidas emotionalen Reaktion erkennt Amneris ihre Rivalin. Sie befiehlt ihr, sie als Sklavin zum geplanten Triumphfest zu begleiten.

Ein Teil des Bühnenbodens wird in die Höhe gefahren, so daß auf der Unterbühne der große Chor sichtbar wird, bereit für den Triumphmarsch. So dezent das Orchester der Opéra Royal de Wallonie-Liège bisher auch geführt wurde: Hier gibt es zusammen mit dem großen Chor des Hauses alles!

Bei stark zurückhaltendem Bühnengeschehen (Soldaten und tierköpfige ägyptische Gottheiten ziehen nacheinander an der Chorempore vorbei) wird der Triumphmarsch vor allem ein musikalisches Erlebnis. Der ägyptische König, gesungen von Luciano Montanaro, einem italienischen Bass, der ebenfalls in dieser Spielzeit in Anna Bolena zu erleben sein wird, nimmt seine siegreichen Soldaten feierlich in Empfang. Auf seinen Befehl hin werden die Gefangenen vorgeführt. Unter ihnen ist der äthiopische König, Aidas Vater, Amonasro.

AMONASRO: Lionel Lhote: Der belgische Bariton unterrichtet neben seinen internationalen Gesangsauftritten seit September 2015 an dem Königlichen Konservatorium in Brüssel. Als Lohn für seinen erfolgreichen Feldzug soll Radames auf Wunsch des Königs dessen Tochter Amneris heiraten und nach dessen Tod selbst König von Ägypten werden; er selbst bittet jedoch erst einmal um die Freilassung der Gefangenen.

3. Akt

Grüne Pflanzenspaliere verweisen auf einen neuen Handlungsort. Aida wartet in der Nacht heimlich an Nilufer auf Radames. Doch vorher erscheint Aidas Vater, Amonasro: Er möchte seine Tochter dazu bewegen, Radames das Geheimnis zu entlocken, auf welchem Weg eine Flucht gelingen würde. Aida ist im Zwiespalt. Radames erscheint und Amonasro versteckt sich. Aida erfragt die Möglickkeit einer gemeinsamen Flucht; Radames nennt die Napataschlucht.

Triumphierend tritt Amonasro nun aus dem Hintergrund hervor und offenbart seine wahre Identität als äthiopischer König. Radames erkennt, dass er ungewollt sein Vaterland verraten und sich dadurch entehrt hat. Amneris, die die Szene belauschte, tritt hervor und bezichtigt Radames des Verrats. Amonasro und Aida fliehen, Radames lässt sich ohne Widerstand festnehmen.

Opéra Royal de Wallonie-Liège / AIDA - hier : Ensemble © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / AIDA – hier : Ensemble © Opéra Royal de Wallonie-Liège

4. Akt

Amneris ist verzweifelt und fühlt sich zwischen Wut und Liebe hin- und hergerissen. Sie möchte Radames retten und lässt ihn vorführen. Sie versucht ihn vergeblich zu überreden, sich vor Gericht zu verteidigen, um sein Leben zu retten. Radames geht davon aus, Amneris habe Aida getötet, weshalb er den Tod wählt. Erneut hebt sich der Bühnenboden und gibt den Blick auf das unterirdische Gefängnis frei. Man hört die Anklage der Priester; Radames jedoch schweigt. Er wird dazu verurteilt, in den Räumen unter dem Altar der Göttin lebendig begraben zu werden. Während Radames in seine Todeszelle hinab steigt, vernimmt er einen Seufzen.

Er sieht einen Schatten und erkennt Aida, die sich bei Tagesanbruch in die Krypta geschlichen hat, um mit ihm zu sterben. Gemeinsam nehmen die beiden Geliebten gelassen und verklärt Abschied von der Welt und versinken im Bühenboden.

In den weiteren Rollen:
RAMFIS, Oberpriester: Luca Dall’Amico, ein vielversprechender junger italienischer Bass, der an allen großen Häusern singt.

OBERPRISTERIN, Sopran: Tineke Van Ingelgem?Die Belgierin ist bekannt für ihr schauspielerisches Talent kombiniert mit einer hellen und kräftigen Stimme. Eine perfekte Besetzung für starke Frauenrollen.???BOTE: Maxime Melnik, geb. 1994, ist ein junger belgischer Tenor aus Charleroi.

Verdienter und lange anhaltender Applaus, rythmisches Klatschen, Jubel für die Solisten, ‚Ooohs‘ und ‚Aaahs‘ für die musikalische Leitung und Ovationen für das Produktionsteam beenden den erfolgreichen Abend.   So hätte Verdi es gewollt!

AIDA  im  Opéra Royal de Wallonie-Liège; die  weiteren Termine 03.03. (15:00); 05.03.; 07.03.; 09.03.; 10.03. (15:00); 12.03.; 14.03.2019

—| IOCO Kritik Opéra Royal de Wallonie-Liège |—

Hamburg, Staatsoper Hamburg, Tenor RICCARDO MASSI im IOCO Interview, IOCO Aktuell, 17.03.2018

März 20, 2018 by  
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Staatsoper Hamburg

Hamburgische Staatsoper © IOCO

Hamburgische Staatsoper © IOCO

 

„Gemeinsam in die Oper“

  Tenor RICCARDO MASSI im IOCO – Interview

 Debut an Staatsoper Hamburg – Zu den Italienischen Wochen

Von Rolf Brunkhorst

In diesen Tagen findet ein lang überfälliges Debüt an der Hamburger Staatsoper statt:  RICCARDO MASSI, der seit Jahren überall auf der Welt umjubelte italienische Tenor singt zum ersten Mal in Hamburg; den Cavaradossi in der Wiederaufnahme der Tosca.

Schon vor diesem seinen offiziellen Debüt gab er überraschend, am vergangenen Samstag, sein vorzeitiges Debüt  an der Staatsoper Hamburg, als er kurzfristig den Tenor-Part in der szenischen Produktion von Verdis  Messa da Requiem sehr erfolgreich übernahm.

Mit der ebenfalls ungeplanten wie kurzfristigen Übernahme einer Tenorpartie begann seine Karriere in 2009: An der Mailänder Scala übernahm er den Don José der dortigen Carmen-Produktion; für den erkrankten Jonas Kaufmann übernahm. Der außergewöhnliche Erfolg dieser Debüt-Vorstellung öffnete Riccardo Massi fortan alle bedeutenden Bühnentüren, so tauchen nun in seiner Vita die Staatsoper Unter den Linden, die Deutsche Oper Berlin, Dresden, Rom, Triest, Turin, Brüssel, die Metropolitan Opera New York, Houston, Stockholm, Oslo, das Bolshoi-Theater Moskau, Covent Garden London, Zürich, das Théatre des Champs Elysées Paris, Avignon, Toronto und viele andere große Häuser auf.

 Riccardo Massi © Wolfgang Schmitt

Riccardo Massi © Wolfgang Schmitt

Und nun also das Cavaradossi-Debüt hier an der Hamburger Staatsoper. Riccardo Massi stellt den Cavaradossi als Multi-Talent (Maler, Dichter, Revolutionär) dar, der am Ende er Oper weiß, daß er in den Tod gehen wird und nur seiner geliebten Tosca bis zur letzten Minute die Illusion eines gemeinsamen Überlebens vermittelt. Überhaupt scheinen die Verismo-Opern ein Schwerpunkt in Riccardo Massis Repertoire zu bilden. „Keiner hat wie Puccini so sehr die Herzen erreichen können.“ In nächster Zeit möchte er sich wieder mehr Giuseppe Verdi annähern, für dessen frühe Werke er lobende Worte findet. „Ich liebe besonders La Battaglia di Legnano, I due Foscari und auch I Lombardi. Vom späteren Verdi reizt mich besonders der Don Carlo, aber für diese lange und komplizierte Oper würde ich eine ausreichende Probenzeit beanspruchen. Der Otello kann in fünf, zehn oder fünfzehn Jahren kommen, da höre ich nur auf meine Stimme“.

Seine Opernkarriere bezeichnet Riccardo Massi als sein drittes Leben. Sein erstes Leben war das eines Sportlers, seine Leidenschaft war Karate und Thai-Boxen, und er verdiente sich seinen Lebensunterhalt und sein Gesangsstudium als Security-Agent, was ihm quasi sein zweites Leben bescherte, nämlich die Arbeit als Stuntman, so wirkte er u.a. in Hollywood-Filmen von Martin Scorcese als Stunt u.a. in  Gangs of New York , oder Die Passion Christi und die Fernsehserie Rom mit. „Meine sportliche Ausbildung macht es mir oftmals auf der Bühne leicht, bestimmte vom Regisseur erwartete und verlangte Bewegungsabläufe auszuführen“.  Für Regisseure gilt im allgemeinen: „Ein Regisseur sollte erst einmal die Oper kennen, und zwar genauestens kennen. Er muss sich auch darüber im Klaren sein, welche Bewegungen oder Aktionen ein Sänger oder eine Sängerin nachvollziehen kann. Und ein Regisseur muss ein glaubwürdiges Regiekonzept vorlegen, um seine Produktion zum Erfolg zu führen, und er darf den ursprünglichen Gehalt der Oper nicht verwischen und missinterpretieren. Wenn dem Regisseur der roten Faden aus der Hand gleitet und er plötzlich die Idee hat, dass der dritte oder vierte Akt als Traum des Tenors oder der Sopranistin dargestellt werden soll, dann ist das schon mal Unsinn. Ein Regiekonzept muss glaubwürdig und nachvollziehbar sein, andernfalls verlieren die Protagonisten die Lust und das Interesse an der Arbeit und das Publikum ist enttäuscht und gelangweilt. Das Publikum muss die Emotionen spüren, das Geschehen auf der Bühne muss sie in seinen Bann ziehen“.

 Riccardo Massi © Wolfgang Schmitt

Riccardo Massi © Wolfgang Schmitt

Nachdem Riccardo Massi den Cavaradossi in diesem Jahr bereits am Londoner Opernhaus Covent Garden und in Palm Beach gesungen hat, freut er sich nach seinen Hamburger Auftritten auf sein Debüt am Teatro Colón Buenos Aires, wo er den Radames singen wird, anschließend wird er an die Oper in Sydney zurückkehren – ebenfalls als Radames. In Sydney sang er bereits La Forza del Destino, Luisa Miller, Tosca und Turandot. Weitere Zukunftspläne sind sein Debüt an der Washington Opera als Cavaradossi, und Auftritte an der Münchner Staatsoper als Pinkerton und als Pollione in Norma während der Münchner Opernfestspiele 2019.

Bleibt zu hoffen, dass Riccardo Massi zukünftig ein häufiger Gast an der Hamburger Staatsoper sein wird. Als Cavaradossi in Tosca ist Riccardo Massi dort am 21.3., 24.3. und 29.3.2018 zu erleben.

—| IOCO Aktuell Staatsoper Hamburg |—

Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Festlicher Opernabend Aida am 18. März 2017

September 27, 2016 by  
Filed under Nationaltheater Mannheim, Pressemeldung

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Festlicher Opernabend Aida – 18. März 2017

Nationaltheater Mannheim / Fabio Sartori © Victor Santiago

Nationaltheater Mannheim / Fabio Sartori © Victor Santiago

Beim Festlichen Opernabend Aida am 18. März singt der Tenor Fabio Sartori den ägyptischen Feldherrn Radames neben Erwin Schrott als Oberpriester Ramphis. Sartori übernimmt damit die Partie des Radames für Johan Botha. Der bedeutende und gefeierte Heldentor ist nach schwerer Krankheit am 8. September 2016 gestorben, sein früher Tod erschütterte die Opernfreunde in aller Welt und auch die Künstler und Mitarbeiter des Nationaltheater Mannheim.

Mit Fabio Sartori konnte ein international so gefragter wie virtuoser Künstler für die Partie des Radames gewonnen werden.

—| Pressemeldung Nationaltheater Mannheim |—

Schwerin Schlossfestspiele, Premiere Aida von Giuseppe Verdi, 08.07.2016

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Mecklenburgisches Staatstheater

Schwerin / Schlosssfestspiele - Schwerin © Silke Winkler

Schwerin / Schlosssfestspiele – Schwerin © Silke Winkler

 Aida von Giuseppe Verdi

Premiere Freitag, 8. Juli 2016 21 Uhr auf dem Alten Garten, weitere Vorstellungen 9.7.2016, 10.7.2016, 14.7.2016; 15.7.2016, 16.7.2016, 17.7.2016, 21.7.2016, 22.7.2016, 23.7.2016, 24.7.2016, 28.7.2016, 29.7.2016, 30.7.2016, 31.7.2016, 4.8.2016, 5.8.2016, 6.8.2016, 7.8.2016, 11.8.2016, 12.8.2016, 13.8.2016, 14.8.2016

Kontakt Tel.: 0385 / 5300-123,  Fax: 0385 / 5300-129, kasse@theater-schwerin.de

„Wenn mir jemand vor zwei Jahren prophezeit hätte, dass ich eine Oper für Kairo komponiere, hätte ich ihn für verrückt erklärt“, konstatierte Giuseppe Verdi 1870, ein Jahr vor der Uraufführung seiner Aida. Denn zunächst war der Komponist nur mäßig begeistert über den Auftrag des ägyptischen Vizekönigs Ismael Pascha, eine Oper in ausschließlich ägyptischem Stil für das neuerrichtete Opernhaus in Kairo zu komponieren. Das Werk sollte als Festoper zur Eröffnung des Suezkanals dienen, doch Verdi lehnte ab, sodass kurzerhand auf ein anderes Werk des Komponisten, den Rigoletto, zurückgegriffen wurde. Das ägyptische Adelshaus ließ jedoch nicht locker und spielte Verdi ein Libretto zu, das sofort seine Aufmerksamkeit erregte.

In dessen Mittelpunkt steht die äthiopische Prinzessin Aida, die unerkannt im feindlichen Ägypten als Sklavin am Hof der Königstochter Amneris dient. Aida liebt Radames, einen ägyptischen Heerführer, den jedoch auch Amneris für sich erwählt hat. Drei Liebende, inmitten eines tobenden Krieges voller Gewalt und Zerstörung. Drei Liebende, den Gesetzen von Macht, Religion und menschlichen Abgründen ausgeliefert. Drei Liebende, die sich am Ende der Kraft der Liebe ergeben müssen.

Verdis großes Thema, den Einzelnen an gesellschaftlichen Widerständen zugrunde gehen zu lassen, erfährt mit der Entscheidung für Aida eine neue Dimension. Die zusätzliche Aussicht auf völlige kompositorische Freiheit, Festlegung des Dirigenten der Uraufführung, auf weltweiten Besitz aller Rechte an seinem Werk sowie das stolze Honorar von 150.000 Goldfranken konnten Verdi vollends überzeugen, den Auftrag anzunehmen. Die Uraufführung am 24. Dezember 1871 in Kairo wurde ein triumphaler Erfolg, der Aida bis heute treu geblieben ist. Verdi kommentierte ihn überrascht und ein wenig befremdet: „Was für ein Pomp um eine Oper!“

Musikalische Leitung: Gregor Rot, Inszenierung: Georg Rootering
Bühne und Kostüme: Romaine Fauchère, Choreinstudierung: Ulrich Barthel

Musikalische Leitung: Gregor Rot, Dirigat: Martin Schelhaas
Inszenierung: Georg Rootering, Bühne und Kostüme: Romaine Fauchère
Choreinstudierung: Ulrich Barthel, Choreographie: Andrea D. Kingston
Dramaturgie: Katharina Riedeberger

Premiere Freitag, 8. Juli 2016 21 Uhr auf dem Alten Garten, weitere Vorstellungen 9.7.2016, 10.7.2016, 14.7.2016; 15.7.2016, 16.7.2016, 17.7.2016, 21.7.2016, 22.7.2016, 23.7.2016, 24.7.2016, 28.7.2016, 29.7.2016, 30.7.2016, 31.7.2016, 4.8.2016, 5.8.2016, 6.8.2016, 7.8.2016, 11.8.2016, 12.8.2016, 13.8.2016, 14.8.2016  

 

—| Pressemeldung Mecklenburgisches Staatstheater |—

 

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