Essen, Aalto Theater, DON CARLO – Giuseppe Verdi, 14.03.2020

Februar 14, 2020 by  
Filed under Aalto Theater Essen, Oper, Premieren, Pressemeldung

logo_aalto_musiktheater
Aalto Theater Essen

Opéra national du Rhin

Aalto Theater Essen / Don Carlo - Szenenfoto der Produktion aus der Opéra national du Rhin Strasbourg © Klara Beck

Aalto Theater Essen / Don Carlo – Szenenfoto der Produktion aus der Opéra national du Rhin Strasbourg © Klara Beck

 DON CARLO – Giuseppe Verdi
Libretto Joseph Méry und Camille du Locle – nach Friedrich Schiller

Premiere Samstag, 14. März 2020, 19:00 Uhr

In einer Inszenierung von Robert Carsen kommt Giuseppe Verdis Dramma lirico Don Carlo als fünfte Premiere dieser Spielzeit auf die Bühne des Aalto-Musiktheaters. Die Essener Premiere des Kooperationsprojektes mit der Opéra national du Rhin, Strasbourg findet am Samstag, 14. März 2020, 19 Uhr im Aalto-Theater statt. Die Premiere in Strasbourg findet am 17. Juni 2016 statt.

Die musikalische Leitung hat Robert Jindra, erster Kapellmeister am Aalto-Theater. Gezeigt wird die erstmals 1884 am Teatro alla Scala präsentierte Mailänder Fassung, die sich in besonderer Weise auf die Psychologie der Figuren konzentriert: Während Europa durch Kriege auf eine harte Probe gestellt wird, ist die Vater-Sohn-Beziehung zwischen König Filippo von Spanien und seinem Sohn, Infant Don Carlo, durch die Liebe zur selben Frau, Elisabetta von Valois, getrübt. Eigentlich hätte die Ehe zwischen Elisabetta und Filippo endlich den lang ersehnten Frieden besiegeln sollen, doch die französische Prinzessin und der spanische Infant haben sich heimlich ineinander verliebt. Liebe und Politik machen sich schließlich gegenseitig zu Spielbällen – bis am Ende niemand mehr gewinnen kann.

Der international gefragte kanadische Regisseur Robert Carsen kann in jüngster Vergangenheit auf Engagements an der Oper Zürich („Arabella“), der Mailänder Scala („Giulio Cesare“), dem Pariser Théatre des Champs-Élysées (Orfeo ed Euridice), der New Yorker Metropolitan Opera (Der Rosenkavalier), der Deutschen Oper Berlin („Oceane“) und der Niederländischen Nationaloper Amsterdam („I Pagliacci/Cavalleria rusticana“) zurückblicken. Am Aalto-Theater war 2014 dessen „Jen?fa“ zu erleben.

Musikalische Leitung Robert Jindra | Inszenierung Robert Carsen | Bühne Radu Boruzescu | Kostüme Petra Reinhardt | Choreografie Marco Berriel | Licht Robert Carsen, Peter Van Praet | Choreinstudierung Jens Bingert | Dramaturgie Ian Burton, Christian Schröder

Filippo II., König von Spanien Ante Jerkunica | Don Carlo, Infant von Spanien Gaston Rivero | Rodrigo, Marquis von Posa Jordan Shanahan | Großinquisitor Karl-Heinz Lehner | Elisabetta von Valois Gabrielle Mouhlen | Prinzessin Eboli Agnieszka Rehlis |  Ein Mönch Baurzhan Anderzhanov | Tebaldo, Elisabettas Page Liliana de Sousa | Graf von Lerma Albrecht Kludszuweit | Stimme vom Himmel Christina Clark | Ein königlicher Herold Adam Temple-Smith | Sechs Gesandte aus Flandern Mateusz Kabala, Ulrich Franke, Björn Köller, Johannes Gsänger, Vincent Turregano, Harald Wittkop

Essener Philharmoniker | Opernchor und Extrachor des Aalto-Theaters

Eine Kooperation mit der Opéra national du Rhin Strasbourg. Gefördert von der Brost-Stiftung

Premiere Samstag, 14. März 2020, 19:00 Uhr, Aalto-Theater
Weitere Vorstellungen 19., 28. März; 5., 19., 24., 30. April; 15., 27. Mai; 7. Juni 2020

Einführungsmatinee Sonntag, 8. März 2020, 11:00 Uhr, Aalto-Theater
„It’s Teatime“ Freitag, 13. März 2020, 16:30 Uhr, Aalto-Cafeteria
Einführungsvortrag 30 Minuten vor jeder Vorstellung im Foyer

Biografien:

Aalto Theater Essen / Robert Carsen © privat

Aalto Theater Essen / Robert Carsen © privat

Robert Jindra (Musikalische Leitung) studierte am Prager Konservatorium Operngesang und Dirigieren. Am Prager Nationaltheater dirigierte er u. a. „Così fan tutte“, „Das schlaue Füchslein“, „Aus einem Totenhaus“, „Jen?fa“, „Don Giovanni“, „Carmen“ und „Falstaff“ und bekleidete in der Saison 2013/2014 die Position des Musikdirektors. Außerdem war er Musikdirektor der Oper in Ostrava, wo er u. a. „Die Sache Makropulos“, „Lohengrin“, „Cardillac“ und „Der feurige Engel“ dirigierte. Darüber hinaus gastierte er z. B. an der Deutschen Oper am Rhein, an der Norwegischen Oper in Oslo, am Slowakischen Nationaltheater Bratislava und an der Staatsoper in Košice. In Essen leitete er bereits die Premieren von „Der Ring an einem Abend“ und Aribert Reimanns „Medea“.

Robert Carsen (Inszenierung und Licht) studierte Schauspiel an der Bristol Old Vic Theatre School, bevor er sich auf die Regie konzentrierte. Zu seinen wichtigsten Produktionen gehören „Falstaff“ am Royal Opera House Covent Garden London und am Teatro alla Scala Mailand, ein Zyklus von Janá?ek-Opern an der Opéra du Rhin Straßburg, „Don Giovanni“ am Teatro alla Scala Mailand, „The Turn of the Screw“ am Theater an der Wien, „Carmen“, „Fidelio“ und „Les dialogues des Carmélites“ in Amsterdam, „Ariadne auf Naxos“ an der Bayerischen Staatsoper München, „Mitridate“ am Théâtre de la Monnaie Brüssel, „Rinaldo“ und „L’incoronazione di Poppea“ in Glyndebourne, „Iphigénie en Tauride“ in Chicago, Madrid, Toronto und London, „La traviata“ für die Wiedereröffnung des Teatro La Fenice Venedig, „Der Rosenkavalier“ bei den Salzburger Festspielen, „Mefistofele“ und „Eugen Onegin“ an der Metropolitan Opera New York, „Der Ring des Nibelungen“ an der Oper Köln, „Richard III“ (Giorgio Battistelli) sowie einen Puccini-Zyklus in Antwerpen. Am Aalto-Theater Essen war bereits seine Inszenierung von „Jen?fa“ zu erleben.

Radu Boruzescu (Bühne) stammt aus Rumänien und studierte an der Akademie N. Grigorescu in Bukarest Bühnen- und Kostümbild. Seit 1973 arbeitet für Produktionen in den Bereichen Schauspiel, Oper und Film. Engagements führten ihn durch ganz Europa und die USA, u. a. nach New York an die Metropolitan Opera, nach Washington DC ans Arena Stage Theater, nach Chicago an die Lyric Opera, an die Vancouver Opera, nach Cardiff an die Welsh National Opera, zum Festival Maggio Musicale nach Florenz, ans Teatro Reggio nach Turin, nach Mailand an das Piccolo Teatro, zum Spoleto Festival, nach Amsterdam an die De Nederlandse Opera, nach Brüssel ans Théâtre Royal de la Monnaie, nach Antwerpen an die Vlaamse Opera, nach Genf ans Grand Théatre de Genève, an die Oper Bonn und die Münchner Kammerspiele. Seit 1995 entwirft Radu Boruzescu regelmäßig die Ausstattungen für Inszenierungen von Robert Carsen.

Nach ihrem Studium in München begann Petra Reinhardt (Kostüme) ihre Laufbahn an der Bayrischen Staatsoper München, wo sie die Kostüme für zahlreiche Produktionen entwarf. In ihrer Wahlheimat Italien arbeitete Petra Reinhardt mit Marco Ferreri, Robert Wilson und Amos Gitai zusammen, stattete zahlreiche Filmproduktionen aus und gestaltete für das Mode-Event AltaRoma ihre eigene Show „Luxicantica“. Sie arbeitete mit Andrej Serban an der Wiener Staatsoper, mit Klaus Maria Brandauer am Admiralspalast Berlin und der Oper Köln, mit William Friedkin an der Bayerischen Staatsoper, mit José Cura beim Sommerfestival in Rijeka und an der Oper Köln sowie mit Robert Carsen am Festspielhaus Baden-Baden. Mit dem Regisseur Johannes Schaaf gestaltete sie eine Wiederaufnahme von „Die Fledermaus“ in Amsterdam, ebenso wie die Deutsche Erstaufführung von Ottorino Respighis „Marie Victoire“ an der Deutschen Oper Berlin.

Marco Berriel (Choreografie) war Solist in Maurice Béjarts Ballettcompagnie „Ballet du XXe Siècle“ sowie in Spaniens Compañia Nacional de Danza. Daneben war er als Gast bei zahlreichen anderen Compagnien zu erleben. Sein Debüt als Choreograf gab er am Teatro alla Scala Mailand mit „Jeu de Dames“, gemeinsam mit Béjart. Als Pionier des Flamenco-Fusion-Styles arbeitete er u. a. mit Lola Greco, Joaquin Cortes, Merche Esmeralda und Carmen Cortés zusammen. Im Bereich der Oper arbeitete er als Choreograf und Regisseur u. a. mit den Dirigenten Riccardo Muti, Zubin Mehta und William Christie sowie mit den Regisseuren Pier Luigi Pizzi, Robert Carsen, Yannis Kokkos, Giancarlo Del Monaco und Herbert Wernicke. Dabei entstanden Produktionen von „Carmen“, „Die sieben Todsünden“, „Turandot“, „Die Frau ohne Schatten“, „Salome“, „Der fliegende Holländer“, „Don Carlo“ und „Iphigénie en Aulide“.

Ante Jerkunica (Filippo II.) ist derzeit einer der gefragtesten Bässe auf internationalen Bühnen. Von 2006 bis 2018 war er im Ensemble der Deutschen Oper Berlin, zuerst als Stipendiat. Dort singt er viele Partien seines Repertoires wie Sarastro („Die Zauberflöte“), Banco („Macbeth“), Gremin („Eugen Onegin“), Sparafucile („Rigoletto“), Marcel („Les Huguenots“), Pimen („Boris Godunow“) und viele mehr. Besonders viele Wagner-Partien durfte er dort erstmals interpretieren – Fafner, Daland, Landgraf, Marke. Jerkunica gastierte wiederholt bei den Salzburger Festspielen. Er sang an den Staatsopern Hamburg, München und Berlin, sowie in Köln und Frankfurt (Hunding). Er war Gast an der Opéra Lyon, am Liceu Barcelona, in Bilbao, an der Nederlandse Opera Amsterdam, der Opéra Bastille Paris, dem Teatro Real Madrid, der Opéra du Rhin Strasbourg, dem Colon in Buenos Aires, sowie am Theater an der Wien. Eine enge Verbindung ergab sich zur Vlaamse Opera sowie zum Monnaie in Brüssel (u. a. „Herzog Blaubarts Burg“). 2017 erfolgte sein erfolgreiches US-Debüt als Sarastro an der Seattle Oper.

Gaston Rivero (Don Carlo) debütierte 2003 in New York City in Puccinis „La Bohème“, einer Broadway-Produktion von Baz Luhrmann. An der Staatsoper Berlin sang er unter Daniel Barenboim Manrico („Il Trovatore“), die Titelrolle in „Don Carlo“ und Gabriele Adorno („Simon Boccanegra“). Weitere Engagements waren Radamès („Aida“) an der Opéra National de Paris, Ismaele („Nabucco“) an der Opéra de Monte Carlo, Don José („Carmen“), Cloriviere („Maria Victoire“), Agamegnone („Cassandra“) und Rodolfo („La Bohème“) an der Deutschen Oper Berlin, Ismaele am Teatro Massimo di Palermo, Don José am New National Theatre Tokyo, Des Grieux („Manon Lescaut“), Pinkerton („Madama Butterfly“) und ein Sänger („Der Rosenkavalier“) an der Oper Leipzig. In Essen sang er bereits Cavaradossi, Radamès und Manrico. Zudem gab er in der letzten Spielzeit hier sein Debüt als Otello.

Der hawaiianische Bariton Jordan Shanahan (Posa) durfte bereits mit einigen der weltweit führenden Opernhäusern und Orchestern zusammenarbeiten; darunter die Metropolitan Opera, die Lyric Opera of Chicago, die niederländische Oper, das Teatro San Carlo di Napoli, das Royal Concertgebouw Orchestra, das National Philharmonic Orchestra of Washington DC und die Münchner Philharmoniker. Mit einem Repertoire von über 60 Rollen ist er gleichermaßen zu Hause bei Wagner und Strauss, wie auch bei den italienischen Meistern wie beispielsweise Verdi und Puccini. Auch für zeitgenössischen Werke von John Adams, George Benjamin, Jake Heggie oder Péter Eötvös ist der Bariton wiederholt engagiert worden. Jüngste Engagements umfassten Rollendebüts als Luna („Il Trovatore“), Amonasro („Aida“), Orest („Elektra“), die Titelrolle in „Der fliegende Holländer“ sowie Vorstellungen als Alberich („Der Ring des Nibelungen“), Escamillo („Carmen“) und als Rigoletto, und Konzerte mit „Senza Sangue“ von Péter Eötvös unter dem Dirigat des Komponisten in Budapest im Februar 2018.

Karl-Heinz Lehner (Großinquisitor) singt in der Spielzeit 2019/1920 Neuproduktionen von „Tristan und Isolde“ (König Marke) an der Oper Köln, „Der Rosenkavalier“ (Baron Ochs) am Staatstheater Wiesbaden, „Fidelio“ (Rocco) an der Oper Bonn und „Don Carlo“ (Großinquisitor) am Aalto-Theater Essen. 2016 und 2017 debütierte der Künstler bei den Bayreuther Festspielen als Fafner in „Das Rheingold“ und „Siegfried“, Titurel in „Parsifal“ und Nachtwächter in „Die Meistersinger von Nürnberg“. Darüber hinaus gastierte er unter anderem an der Staatsoper Hamburg, der Bayerischen Staatsoper, der Semperoper Dresden, dem Opernhaus Graz, der Komischen Oper Berlin, der Volksoper Wien, der Oper Frankfurt, dem Aalto-Theater Essen, der Oper Leipzig, der Semperoper Dresden, dem Teatro dell’Opera Rom und den Bregenzer Festspielen. Karl-Heinz Lehner war bereits längere Zeit im Ensemble des Aalto-Theater Essen, in dieser Spielzeit kehrte er für ein erneutes Festengangement zurück.

Gabrielle Mouhlen (Elisabetta) begann ihre musikalische Ausbildung zunächst als Flötistin, bevor sie ein Gesangsstudium am Koninklijk Conservatorium in Den Haag und an der New Opera Academy begann. Ihr Operndebüt feierte sie als Violetta in „La Traviata“ am Rumänischen Nationaltheater Timisoara. Danach war sie auf zahlreichen Opernbühnen in Italien zu erleben, so u. a. als Aida, als Amelia in „Un ballo in maschera“, Abigaille in „Nabucco“, Odabella in Verdis „Attila“, Santuzza in „Cavalleria rusticana“ und in der Titelpartie von „Manon Lescaut“. Ihr gefeiertes Deutschlanddebüt gab die Sopranistin im Frühjahr 2018 als Abigaille in Jens-Daniel Herzogs Neuproduktion von „Nabucco“ am Theater Dortmund. Seit der Spielzeit 2018/2019 gehört sie zum Ensemble des Aalto-Musiktheaters Essen und war hier in Premieren u. a. als Desdemona und Lisa („Pique Dame“) zu erleben.

Agnieszka Rehlis‘ (Eboli) aktuelle Engagements umfassen Fenena („Nabucco“) an der Bayerischen Staatsoper München und der Polnischen Nationaloper Warschau, Anna („Les Troyens“) an der Semperoper Dresden, verschiedene Rollen in „Der feurige Engel“ am Opernhaus Zürich, am Teatro Municipal de Santiago sowie der Scottish Opera, Liese/Hannah („Die Passagierin“) bei den Bregenzer Festspielen, der Polnischen Nationaloper Warschau, der Houston Grand Opera, dem Lincoln Center Festival, der Lyric Opera of Chicago und der Florida Grand Opera, Maffio Orsini („Lucrezia Borgia“) und Amneris („Aida“) an der Estnischen Nationaloper, Komponist („Ariadne auf Naxos“) an der Oper Krakau sowie Azucena („Il Trovatore“) am Theater Erfurt. Auch im Bereich der zeitgenössischen Musik ist Agnieszka Rehlis hervorgetreten und hat etwa sämtliche Werke von Krzysztof Penderecki aufgeführt, unter der Leitung des Komponisten persönlich.

—| Pressemeldung Aalto Theater Essen |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, Martha – Don Carlo – Radamisto, Dezember 2019

Dezember 10, 2019 by  
Filed under Oper, Oper Frankfurt, Pressemeldung

logo_oper_ffm.gif

Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

„SZENEN EINER EHE“
WEIHNACHTEN UND JAHRESWECHSEL –  OPER FRANKFURT

Amüsante, tragische und kriegerische „Szenen einer Ehe“ finden sich auf dem Spielplan der Oper Frankfurt an den Feiertagen und „zwischen den Jahren“: In Flotows romantisch-komischer Oper Martha begibt sich ein von der Hofgesellschaft gelangweiltes Adelsfräulein mitsamt Zofe auf amouröse Seitenwege und trifft auf zwei wackere Landwirte. Nach reichlich zwischenmenschlicher Verwirrung folgt ein genre-typisches Happy End, das späteren Familienanschluss nicht ausgeschlossen erscheinen lässt. Sehr viel ernster spiegelt sich das Thema in Verdis Don Carlo, wo die Ehe zwischen dem spanischen König Philipp II. und der französischen Prinzessin Elisabeth aus Gründen der Staatsraison geschlossen wird, sehr zum Verdruss von Philipps Sohn Don Carlo, der sich nämlich zuvor inkognito im Wald von Fontainebleau in Elisabeth verliebt hat. In Händels Radamisto hingegen ist das, was bei Verdi durch die Ehe verhindert werden soll – nämlich der Krieg –, bereits kurz nach Beginn der Aufführung in vollem Gange, und zwar zwischen dem armenischen König Tiridate und dem thrakischen Prinzen Radamisto. Dabei vermischen sich in bewährter Barockopern-Manier Kämpfe und Liebeshändel zwischen den Herren und den dazugehörigen Ehefrauen in fast unentwirrbarer Weise…

Oper Frankfurt / MARTHA © Barbara Aumueller

Oper Frankfurt / MARTHA © Barbara Aumueller

Martha von Friedrich von Flotow (1812-1883) steht am Montag, dem 23. Dezember 2019, um 19.30 Uhr und am 1. Weihnachtsfeiertag (Mittwoch, 25. Dezember 2019) um 18.00 Uhr sowie zum letzten Mal in dieser Spielzeit an Silvester (Dienstag, 31. Dezember 2019) um 19.30 Uhr auf dem Programm. Die musikalische Leitung der Inszenierung von Katharina Thoma aus dem Jahre 2016 liegt bei Generalmusikdirektor Sebastian Weigle, und nahezu alle Partien sind mit Mitgliedern des Ensembles besetzt, darunter Juanita Lascarro in der Titelpartie sowie Katharina Magiera (Nancy), Barnaby Rea (Lord Tristan), AJ Glueckert (Lyonel), Gordon Bintner (Plumkett) und Franz Mayer (Richter von Richmond). Die Silvestervorstellung und die anschließende Feier sind bereits ausverkauft. Für die Aufführungen am 23. und 25. Dezember 2019 sind noch Tickets erhältlich.

Oper Frankfurt / Don Carlo © Barbara Aumueller

Oper Frankfurt / Don Carlo © Barbara Aumueller

Seit der Premiere 2007 zählt David McVicars Inszenierung des Don Carlo von Giuseppe Verdi (1813-1901) zu den Publikumsmagneten des Hauses und ist am 2. Weihnachtsfeiertag (Donnerstag, 26. Dezember 2019) um 18.00 Uhr sowie am Samstag, dem 28. Dezember 2019, um 18.30 Uhr und zum vorletzten Mal in dieser Saison an Neujahr (Mittwoch, 1. Januar 2020) um 18.00 Uhr zu erleben. Am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters steht mit Stefan Soltesz ein gern gesehener Frankfurter Gast. In der Titelpartie ist mit Alfred Kim ein ehemaliges Ensemblemitglied zu erleben. Ihm zur Seite stehen als Elisabeth Tamara Wilson im Wechsel mit Olesya Golovneva und als Philipp II. Simon Lim. Als Carlos Jugendfreund Rodrigo gibt Bogdan Baciu sein Hausdebüt, ebenso wie Carmen Topciu, die sich als intrigante Prinzessin Eboli mit Ensemblemitglied Tanja Ariane Baumgartner abwechselt. Auch Bianca Andrew (Tebaldo) und Magnús Baldvinsson (Der Großinquisitor) gehören zum festen Frankfurter Sängerstamm.

Oper Frankfurt / Radamisto © Barbara Aumueller

Oper Frankfurt / Radamisto © Barbara Aumueller

Radamisto von Georg Friedrich Händel (1685-1759) feierte 2016 in der Regie von Tilmann Köhler Premiere im Bockenheimer Depot. Nun steht die Produktion am Sonntag, dem 29. Dezember 2019, um 18.00 Uhr unter erneuter musikalischer Leitung von Kapellmeister Simone Di Felice auf dem Spielplan, diesmal jedoch im Opernhaus. Die Besetzung vereint – mit Ausnahme des gastierenden Countertenors Dmitry Egorov in der Titelpartie – aktuelle sowie ehemalige Frankfurter Ensemblemitglieder wie Kihwan Sim (Tiridate), Zanda Svede (Zenobia) und Jenny Carlstedt (Polissena).

Oper Frankfurt / Radamisto © Barbara Aumueller

Oper Frankfurt / Radamisto © Barbara Aumueller

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Don Carlos – Giuseppe Verdi, IOCO Kritik, 02.11.2019,

November 2, 2019 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Oper, Staatsoper Stuttgart

Staatsoper Stuttgart

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Don Carlos – Giuseppe Verdi

Staat und Kirche vereint – gegen jede Menschlichkeit

von Peter Schlang

Größer könnten die Unterschiede kaum sein:  Als am Sonntag, dem 27. Oktober 2019 die Amazonas-Synode im Vatikan neue Wege für die Zulassung zu den Weiheämtern propagierte und somit Möglichkeiten für eine menschenfreundlichere, volksnahe Kirche aufzeigt, präsentiert die Staatoper Stuttgart in ihrer Neu-Inszenierung von  Don Carlos einen Groß-Inquisitor, dem alles Menschenfreundliche und erst recht die Nächstenliebe ein Gräuel ist. Stattdessen hat er Machterhalt und Ausübung des Gewaltmonopols um jeden Preis zu seinen einzigen Zielen gemacht und Menschenverachtung und Zynismus  zu seinen wichtigsten Werten erklärt.

Don Carlos Giuseppe Verdi
youtube Trailer Staatsoper Stuttgart
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Aber auch über dieses „katholische Thema“ hinaus bietet die von der jungen niederländischen Regisseurin  Lotte de Beer und ihrem Bühnen- und Kostümbildner Christof Hetzer verantwortete erste Stuttgarter Neu-Produktion der aktuellen Spielzeit manche Vergleichsmöglichkeit mit aktuellen Befunden und liefert aufschlussreiche psychologische,  soziologische und politische Erkenntnisse.

Lotte de Beer, Preisträgerin der International Opera Awards, und ihr Team wählten für ihren Stuttgarter Don Carlos eine fünfaktige Fassung in französischer Sprache, die sich weitgehend an der Pariser Urfassung von 1866/67 orientiert.

Im Unterschied zu anderen Aufführungen dieser Version, einer von sieben dieser wohl traurigsten und hoffnungslosesten Oper von Giuseppe Verdi, weist die Stuttgarter Produktion drei Besonderheiten auf: Eine nur in der Generalprobe zur Uraufführung gespielte Szene tritt an den Beginn des ersten Aktes – und stellt mit der darin dargestellten Flüchtlingsthematik einen weiteren Gegenwartsbezug her. Die manchmal gestrichenen Ballettmusiken, wichtiger Bestandteil der damals in Paris obligatorischen Grand Opéra,  werden in Stuttgart musiziert, allerdings nicht, wie vielleicht von manchen Opernbesuchern erwartet, klassisch  getanzt, sondern  jeweils von einer Gruppe von fünf ganz in weiß gekleideten Kindern szenisch-darstellerisch interpretiert. Verkörpern diese anfänglich noch viel kindliche Unschuld, stumpfen sie im Verlauf ihrer Auftritte gegenüber den ringsum tobenden Grausamkeiten beständig ab und passen sich so der deutlich eskalierenden Gewalt der dargestellten Gesellschaft an.

Staatsoper Stuttgart / Don Carlos - hier : Olga Busuioc als Elisabeth von Valois, Massimo Giordano als Don Carlos; vorne kniend, Christopher Sokolowski als Graf von Lerma / Ein königlicher Herold, Ensemble © Matthias Baus

Staatsoper Stuttgart / Don Carlos – hier : Olga Busuioc als Elisabeth von Valois, Massimo Giordano als Don Carlos; vorne kniend, Christopher Sokolowski als Graf von Lerma / Ein königlicher Herold, Ensemble © Matthias Baus

Die letzte dieser Ballett-Zwischen-Musiken wurde jedoch vom musikalischen Leiter dieser Produktion, dem Stuttgarter GMD Cornelius Meister, durch  die 2015 entstandene “Pussy-(r)-PolkaGerhard E. Winklers ersetzt, die nicht nur das Finale von Verdis Original-Ballettmusik zitiert, sondern, wie es schon im Titel anklingt, Bezug auf einen politisch-kulturellen Skandal in Russland nimmt. Bei diesem demonstrierten bekanntlich weibliche Mitglieder der regierungs- und kirchenkritischen Punkband Pussy Riot öffentlich und wurden dafür von Staat und Kirche abgestraft. Es sei bereits an dieser Stelle erwähnt, dass der Rezensent die Verknüpfung  des Verdischen  Originals mit der zeitgenössischen Überschreibung  sowohl musikalisch als auch inhaltlich als äußerst schlüssig und erhellend empfand. Modernes Opernregietheater darf sich solche Eingriffe durchaus erlauben, erst recht, wenn wie in Stuttgart mit einem solchen gut gemachten Kunstkniff ein interessanter und erhellender Erkenntnisgewinn und eine erweiterte Sicht auf Zusammenhänge verbunden sind.

Diese sind insgesamt an vielen Stellen der Inszenierung sehr hoch, wozu neben der schlüssigen und intensiven Zeichnung der Hauptfiguren auch das recht puristische Bühnenbild beiträgt, das wie ein Brennglas den Blick auf Charakter und Verfassung der Akteure und der von ihnen verkörperten Rollen lenkt.

In der Mitte des meist leeren, schwarzen Bühnenraums sieht man lediglich einzelne Möbelstücke oder Versatzstücke: Ein überdimensioniertes Ehebett (Im ersten Akt räkeln sich darin Don Carlos und seine zu diesem Zeitpunkt vermeintliche Braut Elisabeth; im vierten Akt teilt sich König Philipp dieses Bett mit seiner Mätresse,  Prinzessin Eboli) ein Schreibtisch, eine angedeutete Treppe und eine seltsam geformte Wolke – alle in einem für die Macht  stehenden gleißenden Weiß gehalten. Um diese sparsamen Requisiten kreist eine dunkle angewinkelte gewaltige Wand, die häufig am vorderen Bühnenrand angehalten wird, dabei das  Innen vom Außen trennend, Platz für Umbauten und Auftritte bietend, vor allem aber das Dunkle und Dämonische der verschiedenen Szenen unterstreichend. Allerdings schränkt sie an manchen Stellen auch den Bewegungsspielraum der vor ihr agierenden Sängerinnen und Sänger ein.

Staatsoper Stuttgart / Don Carlos - hier : Ksenia Dudnikova als Prinzessin Eboli, Olga Busuioc als Elisabeth von Valois © Matthias Baus

Staatsoper Stuttgart / Don Carlos – hier : Ksenia Dudnikova als Prinzessin Eboli, Olga Busuioc als Elisabeth von Valois © Matthias Baus

Der dahinter liegende Raum bietet darüber hinaus einen idealen Auftrittsrahmen für die großen Chorszenen, bei denen der gerade zum zwölften Mal als Opernchor des Jahres ausgezeichnete Stuttgarter Staatsopernchor auch unter seinem neuen Leiter Manuel Pujol seine ganze sängerische und darstellerische Ausnahmeklasse beweisen kann. Außerdem ist die leere Bühne Projektionsfläche für einige imposante „Tableau vivants“, bei denen die Regisseurin jeweils zur Szene passende Gemälde diverser Epochen der Kunstgeschichte nachstellt und zur Illustration innerer Vorgänge mit prallem Leben erfüllt.

Diese äußeren Elemente setzen zusammen mit der fast ausnahmslos schlüssigen und konsequenten Personenführung die jahrzehntelange Stuttgarter Tradition packenden Regietheaters konsequent fort und lassen trotz der wagnerschen Länge von fast vier Stunden reiner Spielzeit an keiner Stelle Langeweile oder Leere aufkommen. Dazu dürfte auch beigetragen haben, dass das Regieteam – neben den bereits erwähnten Lotte de Beer als Regisseurin  und Christoph Hetzer als Ausstatter gehört noch der für eine fantastische , szenengenaue Beleuchtung sorgende Alex Brok  dazu – Mittel und Wege verwendet, welche dem Zuschauer bekannt vorkommen, diesen aber dennoch fesseln und neugierig halten. So verortet die Regie die Handlung, wie dem aufwändig und hervorragend gemachten Programmheft zu entnehmen ist, in einem zwanzig bis dreißig Jahre vor uns liegenden „visionären Spanien“, in dem psychische Kälte, physische Gewalt und staatlicher Terror zu absolut(istisch) bestimmenden Größen geworden sind. Deren Umsetzung und Wirkung kommt uns, nicht zuletzt durch die getragene Kleidung und die eingesetzten physischen Mittel der Gewaltausübung, recht bekannt vor und erinnert uns an die zahlreichen aktuellen, von Gewalt beherrschten Assoziationsfelder rund um den Globus.

So wird In Stuttgart aus dem „anti-autoritären Polit-Thriller“ ein deprimierendes Kaleidoskop aus gegenseitigen Verletzungen, Verrat, Lüge, blindem Egoismus, skrupelloser Machtausübung und  Unterdrückung,  ja Vernichtung, des Individuums.

Und wie die katholische Kirche in Person des aalglatten und schmierigen, von Falk Struckmann bis in die Bewegung seiner Fingerspitzen als  fies, zynisch, ja dämonisch charakterisierten Großinquisitors dabei die Fäden in der Hand hält, lässt einem angesichts der vor nicht allzu langer Zeit aufgedeckten Verfehlungen zahlreicher realer  kirchlicher Würdenträger die Haare zu Berge stehen.

Wie Struckmann geben auch die Darsteller der anderen sechs Hauptrollen wie der vier eher kleineren Nebenrollen an diesem Abend nicht nur alle ihr Rollendebüt, sondern sicht- und hörbar auch ihr Bestes.

Don Carlos die Darsteller beschreiben die Musik der Oper
youtube Trailer Staatsoper Stuttgart
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Dass dieses, wie im Falle des Don-Carlos-Darstellers, nicht immer zur vollen Zufriedenheit des Premierenpublikums möglich war, mag neben einer gewissen Nervosität und Unerfahrenheit  auch dem Regiekonzept geschuldet sein. Dieses entwirft für Don Carlos das pathologische Grundprofil eines spät-pubertierendem, unreifen, ohne Mutterliebe und vom Vater kaum als Individuum wahrgenommenen jungen Mannes, der zudem stark autistische Züge aufweist und sichtbar kaum kommunikations- und bindungsfähig ist. Zudem wird er von manchen Obsessionen beherrscht, was ihm seinen Kampf um Freiheit und Selbstverwirklichung nicht gerade erleichtert. Dem stimmlich erst im Verlauf des zweiten Aktes zu sich findenden Massimo Giordano als Don Carlos fällt die schauspielerische Umsetzung dieser Charakteranforderungen an manchen Stellen etwas schwer, was selbst noch beim Applaus an etwas unbeholfenen, eher kindischen Gesten zu bemerken ist. Dabei ist dem Sänger sicherlich zu Gute zu halten, dass er zumindest darstellerisch die mit Abstand anspruchsvollste Rolle der ganzen Oper auszufüllen hat.

Etwas leichter haben es da die anderen Darstellerinnen und Darsteller, und sie machen es erfreulicherweise auch deutlich besser. Dies gilt zunächst  für Goran Juric, der seinem Philipp II mit schön gefärbtem Bass viel Abgründig-Dämonisches, aber auch etwas opferhaft-Verletztes verleiht, genauso aber für den famosen Bariton Björn Bürger als Marquis von Posa, der dessen mehrfache Verwandlungsakte äußerst glaubhaft und souverän auf die Bühne bringt und mit seinem jugendlichen Timbre in allen Registern zu überzeugen vermag. Der famose, alle Fäden des teuflischen sicher webende Großinquisitor Frank Struckmanns wurde ja an anderer Stelle schon ausführlich gewürdigt, und es würde zu weit führen, alle seine bis ins Detail sicher beherrschten darstellerischen Kabinettstückchen einzeln zu beschreiben.

 Staatsoper Stuttgart / Don Carlos - hier : Christopher Sokolowski als Graf von Lerma / Ein königlicher Herold und der Staatsopernchor Stuttgart© Matthias Baus

Staatsoper Stuttgart / Don Carlos – hier : Christopher Sokolowski als Graf von Lerma / Ein königlicher Herold und der Staatsopernchor Stuttgart© Matthias Baus

Die Prinzessin Eboli der Ksenia Dudnikova besticht durch einen dramatisch-energischen Mezzo-Sopran, der sowohl in der Tiefe wie in den Höhen samtig, aber kraftvoll und äußerst biegsam klingt und  dem Charakter dieser ja ebenfalls sehr gespaltenen Figur  jederzeit beredt Ausdruck verleiht.

Die absolute Spitzenleistung in diesem ja ausnahmslos aus hauseigenen Kräften zusammengestellten  Solistenensemble  vollbringt  an diesem Abend die junge, aus Moldavien stammende und seit der letzten Spielzeit zum Stuttgarter Ensemble gehörende Sopranistin Olga Busuioc. Mit großer  Zartheit, Verletzlichkeit und einer gewissen Unschuld verleiht sie ihrer Elisabeth das von Libretto und Geschichtsschreibung vermutete jugendliche Alter, dabei mit klarem, fein geführten, streckenweise geradezu schwerelos wirkendem Sopran jederzeit überzeugend – eine wahre (Welt-) Klasseleistung!.

Den ganzen langen Abend über sicherer Garant bzw. Ermöglicher dieser und anderer Stimmfreuden ist das Staatsorchester Stuttgart,  das  unter der Hand seines Chefdirigenten Cornelius Meister hörbar an Strahlkraft und Klang-Opulenz gewonnen hat. Dass die Musikerinnen und Musiker – in geänderter Aufstellung im proppenvollen Orchestergraben sitzend – ihren singenden Kolleginnen und Kollegen auf der Bühne bis auf ganz wenige etwas zu laut geratene Stellen ein verlässlicher, einfühlsamer Begleiter sind, mag auch an der erhöhten Position Maestro Meisters liegen, der so jederzeit den vollen Überblick behält. Wer ihn besser kennt,  kann sich gut vorstellen, wie er dabei das ihm anvertraute musikalische Personal auch mit seinem freundlichen Lächeln und anderer feiner Mimik durch den Abend führt.

Allerdings soll diese Würdigung nicht darüber hinwegtäuschen, dass der neue Stuttgarter  Don Carlos ein Unterfangen ist, das sowohl den Mitwirkenden als auch den Zuschauenden einiges abverlangt und thematisch inhaltlich kein Wohlfühlabend ist.

Dafür gibt einem das Gesehene und Gehörte manche Denkaufgabe und erfüllt so eine wichtige Aufgabe zeitgemäßer Opernregie. Manche Besucher fühlten sich dadurch vielleicht überfordert oder auch enttäuscht, was die doch recht kräftigen Buhrufe für das Regieteam  erklären könnte, die sich hörbar unter den freilich deutlich stärkeren Premierenjubel mischten.

Don Carlos an der Staatsoper Stuttgart; weitere Vorstellungen am 1. 3., 8. und 10. November 2019 und – in einer zweiten Aufführungsserie –  am 15., 21., 26. März sowie am 18. April 2020

—| PIOCO Kritik Staatsoper Stuttgart |—

Diese Webseite benutzt Google Analytics. Die User IPs werden anonymisiert. Wenn Sie dies trotzdem unterbinden möchten klicken Sie bitte hier : Click here to opt-out. - Datenschutzerklärung