Wien, Wiener Staatsoper, KS Leo Nucci und seine philharmonischen Freunde, 15.09.2015

September 15, 2015 by  
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Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper © Starke

Wiener Staatsoper © Starke

Solistenkonzert an der Wiener Staatsoper:
KS Leo Nucci und seine philharmonischen Freunde

Am Dienstag, 15. September 2015 (20.00 Uhr) gestaltet KS Leo Nucci gemeinsam mit Mitgliedern der Wiener Philharmoniker das erste Solistenkonzert in dieser Staatsopernsaison. Leo Nucci (Bariton) präsentiert mit Günter Seifert (Violine), Raimund Lissy (Violine), Michael Strasser (Viola), Raphael Flieder (Cello), Ursula Fatton (Harfe) und Kristin Okerlund (Klavier) Werke von Gioachino Rossini, Vincenzo Bellini, Gaetano Donizetti, Giacomo Puccini und Giuseppe Verdi.

Das Programm:
G. Donizetti: „Di tua beltade immagine“ aus Il Poliuto
V. Bellini: „Qui mi accolse“ aus Beatrice di Tenda
G. Donizetti: „O Lisbona, alfin ti miro“ aus Don Sebastiano
G. Puccini: „Crisantemi“
G. Verdi: „Mal per me…“ aus Macbeth
G. Verdi: „Non t’accostare all’urna“ aus Macbeth
G. Verdi: „L’esule“ aus Macbeth
G. Verdi: „O vecchio cor, che batti“ aus I due Foscari
G. Verdi: „In braccio alle dovizie“ aus I vespri Siciliani
P. Marcarini: „Le “donne” di Bellini“
G. Rossini: „Resta immobile“ aus Guglielmo Tell
V. Bellini: „Ah! Per sempre io ti perdei“ aus I puritani
G. Donizetti: „Vien, Leonora, a’ piedi tuoi“ aus La Favorita

 

Pressemeldung Wiener Staatsoper

Zürich, Opernhaus Zürich, Premiere Poliuto, 06.05.2012

Mai 4, 2012 by  
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Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Poliuto von Gaetano Donizetti

Premiere am Sonntag, 06.05.2012, 19:00-21:30

mit deutscher und englischer Übertitelung
Dirigent Nello Santi
Inszenierung Damiano Michieletto
Bühnenbild Paolo Fantin
Kostüme Carla Teti
Choreinstudierung Ernst Raffelsberger
Lichtgestaltung Martin Gebhardt
Orchester Orchester der Oper Zürich

Mit. Massimiliano Pisapia (Poliuto, nobile armeno); Fiorenza Cedolins (Paolina, figlia del governatore); Massimo Cavalletti (Severo, proconsole), Riccardo Zanellato (Callistene, gran sacerdote di Giove), Jan Rusko (Nearco, capo dei cristiani), Boguslaw Bidzinski (Felice, governatore di Mitilene), Aaron Agulay (un cristiano)

Gaetano Donizettis Märtyrerdrama Poliuto hat eine bewegte Entstehungsgeschichte hinter sich. Ursprünglich für das Teatro San Carlo in Neapel geplant, wurde die Oper noch vor ihrer Premiere durch die neapolitanische Zensur verboten – das Sujet sei für eine Bühne zu heilig, wurde argumentiert. Donizetti, der damals bereits entschlossen war, sein Glück in Paris zu versuchen, arbeitete das Stück daraufhin zu einer vieraktigen Grand Opéra um und brachte es 1840 in französischer Sprache unter dem Titel «Les Martyres» an der Pariser Opéra heraus. Erst nach Donizettis Tod gelangte «Poliuto» 1848 in Neapel zum ersten Mal auf die Bühne. Wie «Maria Stuarda» oder auch «Lucia di Lammermoor» ist «Poliuto» von der bestimmenden Erfahrung des Schmerzes und des Leidens, durch die der Mensch zu sich selbst kommt, geprägt. Auf Pierre Corneilles Tragödie Polyeucte  basierend, steht der heimlich zum Christentum übergetretene Poliuto im Mittelpunkt der Oper. Als der römische Feldherr Severo im kaiserlichen Auftrag nach Armenien kommt, um die verschärften Gesetze gegen die Christen durchzusetzen, bekennt sich aber auch Poliutos Gattin Paolina zum Christentum, und das, obwohl Severo Paolinas früherer Geliebter war; die beiden Eheleute nehmen das Martyrium als ekstatische Vereinigung auf sich.

An der Oper aus Donizettis Reifezeit fasziniert neben der neuartigen Kompositionsstruktur, die wegweisend für Komponisten wie Giuseppe Verdi war, auch die Ausrichtung des Gesangs auf den dramatischen Ausdruck. Kein Wunder, dass sich im 20. Jahrhundert immer wieder grosse Sängerpersönlichkeiten wie Franco Corelli und Maria Callas für das Werk stark gemacht haben; als Schweizerische Erstaufführung ist es nun erstmals am Opernhaus Zürich zu sehen. Regie führt der Italiener Damiano Michieletto, der in den vergangenen Spielzeiten u.a. mit Verdis «Il corsaro» sowie «Luisa Miller» auf sich aufmerksam gemacht hat; für musikalische Verve aus dem Orchestergraben sorgt Nello Santi.

Pressemeldung Opernhaus Zürich