Mainz, Staatstheater Mainz, Zanaida – Johann Christian Bach, IOCO Kritik, 19.11.2019

November 18, 2019 by  
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Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

ZANAIDA  –  Johann Christian Bach  (1735-1782)

  – ein interplanetarischer Krieg um Wasserressourcen –

von  Ljerka Oreskovic Herrmann

Eine Opernrarität steht auf dem Programm im Kleinen Haus des Staatstheater Mainz, das sich in dieser Hinsicht schon einige Meriten erworben hat und neben traditionellem Opernrepertoire auch unbekannte Stücke aufbietet. So auch dieses Mal mit Johann Christian Bachs zweiter Oper Zanaida, die er in London für das King’s Theatre Haymarket komponierte.

Zanaida, Gualberto Bottarellis Libretto ist eine Adaption von Pietro Metastasios erstem Libretto Siface re di Numidia, erlebte die Uraufführung 1763 und war ein Erfolg. Danach, so die gängige Erzählung, verschwand sie – das Libretto, die Ouvertüre und einige Arien blieben überliefert – von den Bühnen dieser Welt bis zur Wiederentdeckung des Autographen 2010 in der privaten Sammlung des Musikwissenschaftlers Elias N. Kulukundis und befindet sich als Dauerleihgabe im Bach-Archiv Leipzig Johann Christian Bach erhielt zunächst von seinem Vater, Johann Sebastian, Musikunterricht, später in Bologna lernte er Kontrapunkt bei Padre Giovanni Battista Martini. Er galt als Londoner oder englischer Bach und als „schwarzes Schaf“ der Familie, nicht nur weil er geografisch und musikalisch andere Wege betrat, sondern vor allem deswegen, weil er in Italien zum Katholizismus konvertierte. In England ließ er sich ab 1762 dauerhaft nieder, erteilte Queen Charlotte, einer geborenen Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, Musikunterricht. Zu seinen wichtigsten Freunden gehörte der ebenfalls aus Deutschland stammende Maler Johann Zoffany. Es war eine Freundschaft die auch in schwierigen Zeiten Bestand hatte, denn Bach erlebte nach anfänglichen Höhenflügen auch den wirtschaftlichen und gesundheitlichen Niedergang.

Staatstheater Mainz / Zanaida von Johann Christian Bach - hier : Alexandra Samouilidou als Zanaida © Andreas Etter

Staatstheater Mainz / Zanaida von Johann Christian Bach – hier : Alexandra Samouilidou als Zanaida © Andreas Etter

Ein unbekannte Oper einem größeren Publikum näherzubringen, und damit Zanaida zu neuem Leben zu verhelfen, ist lobenswert. Allerdings hat man in Mainz eine Neudichtung, das italienische Textbuch ins Deutsche übertragen, Figuren gestrichen und damit auch Veränderungen in der Handlung vorgenommen. Ein Eingriff in ein Stück kann Früchte tragen und Erfolg verheißen, dabei muss aber eine Voraussetzung beachtet werden: das Grundvertrauen in ein Werk. Dieses scheint aber bei den Opernmachern nicht zur Gänze bestanden zu haben, andernfalls hätte man nicht derart das Geschehen verändert, Musikteile dazugeschrieben, einen Mädchenchor hinzugefügt und aus einer Tenorpartie eine Sprechrolle gemacht. Aber Johann Christian Bach, der neben anderen Komponisten dieser Epoche als ein Bindeglied zwischen der Musik Händels und Mozarts fungiert, kommt in dieser Hinsicht nicht zum Tragen. Warum er für „Amadé“ so wichtig war, welche Verbindungslinien sich zwischen den beiden ziehen lassen und dass ebenjener Wolfgang Amadeus Mozart beim Tod Bachs von einem großen Verlust für die Musikwelt sprechen konnte, erfährt man durch diese Neubearbeitung leider nur in Ansätzen. Dabei handelt es sich hierbei nicht um eine akademische Diskussion, wo und wie dieser Bach musikhistorisch zu verankern ist – er gilt als Wegbereiter der Wiener Klassik –, sondern auch für die musikalische Struktur und das Hörverständnis ergeben sich aus den Überarbeitungen Konsequenzen.

Allein die andere Sprache – Italienisch – erzeugt, nein beschwört einen anderen Klang. (Erwähnt seien hier nur die in Italienisch gesungenen Werke: Philippe Jarousskys Aufnahme La dolce fiamma von J. Chr. Bachs Kastratenarien oder die ZanaidaProduktion 2011 im Goethe-Theater Bad Lauchstädt von David Sterns Ensemble Opera fuoco als Höhepunkt im Rahmen der Bach-Festspiele Leipzig gefeiert, liegt auch auf CD vor.) Dagegen bedeutete die deutsche Sprache für das Gesangsensemble eine außerordentliche Herausforderung, die viel abverlangte und insgesamt bravurös bewältigt wurde: „Wo vorher ausschließlich ein Vokal gesanglich variiert wurde, gibt es nun meistens vollständige Sätze und ich musste in einem regelrechten ‚Phrasen-Tetris’ Wörter gezielt platzieren, um die Vokale und Endungen an den richtigen Stellen zu haben“, so die Texterin Doris Decker. Dass die Produktion einen enormen Aufwand bedeutete und dieser ihr anzusehen ist, steht außer Frage. Und dass sie – trotz aller Vorbehalte – zu beeindrucken vermag, ist ein Verdienst der Mitwirkenden, aber auch, weil die Regie von Max Hopp konsequent bei ihrer (futuristisch-witzigen) Lesart bleibt.

Die Geschichte spielt sich nicht mehr – wie bei Bach und Bottarelli – zwischen Türken und Persern ab, sondern ist vom Regisseur in eine ferne Zukunft als interplanetarischer Krieg um Wasserressourcen zwischen Punia und Numidien transferiert worden. (Heißt nicht eine spätere Oper Mozarts Die Entführung aus dem Serail, die sich der damals „orientalischen Mode“ und Geschichten über Janitscharen bedient?) Zu Anfang hören wir zunächst in einer nicht verständlichen Sprache und ohne Bühnengeschehen aus unsichtbaren Raumschiffen gesprochene Dialoge und erfahren dann, dass Zanaida, das Spiel beginnt nun, mitsamt ihrem Gefolge eintrifft. Sie wurde von ihrem Vater Soliman, König des Planeten Punia, nach Numidien entsandt, um die getroffenen Friedensvereinbarungen durch die Heirat mit König Tamasse zu besiegeln. Ihr zur Seite stehen der punische Botschafter Mustafa, der ehemalige Kriegsherr Gianguir und ein Mädchenchor. Nur ist König Tamasse überhaupt nicht bereit diese Ehe einzugehen, er möchte vielmehr die Tochter Mustafas, Osira ist bereits als Geisel in Numidien, heiraten. Die beiden Frauen werden zu Konkurrentinnen, befördert von Talasses Mutter Roselane, die den Zwiespalt sät und die leicht zu manipulierende Osira bevorzugt.

 Staatstheater Mainz / Zanaida von Johann Christian Bach - hier : Alin Deleanu als Tamasse, Philipp Mathmann als Cisseo © Andreas Etter

Staatstheater Mainz / Zanaida von Johann Christian Bach – hier : Alin Deleanu als Tamasse, Philipp Mathmann als Cisseo © Andreas Etter

Damit sein Vorhaben gelingen kann, bittet Tamasse seinen Bruder Cisseo – im Originallibretto ist er ein Höfling – um Hilfe. Er soll Zanaida verführen, um einen Grund für die Absage der Hochzeit vorweisen zu können, doch auch dieser liebt (heimlich) Osira. Die Herstellung von neuen Verwandtschaftsbeziehungen erzeugt ein anderes Konfliktpotential, das so nicht angelegt war. Aber es stellt durchaus komische Situationen her: Die Brüder verhalten sich in Liebesdingen eher wie pubertierende Jünglinge, die nur um ihr eigenes Liebesglück kreisen, anstatt sich um Verträge, Politik im weitesten, und damit um die Geschicke ihres Reiches zu kümmern. Hier seien die sorgfältig gewählten, an die Zeit Bachs angelehnten, Kostüme erwähnt: Tamasse in Gold und mit Gold behangen auf seinem Thron eher schräg als angemessen sitzend, Cisseo in edlem leuchtenden blau, wie es Königen damals vorbehalten war, gekleidet. Warum der Königsbruder ein an der linken Hand verkrüppelter Mann sein muss, erschließt sich allerdings nicht – es sein denn man denkt an Kaiser Wilhelm II., doch verbindet ihn nichts mit diesem Bach-Sohn, nur die Tatsache, dass er mit der englischen Verwandtschaft später über Kreuz und im Krieg lag, könnte als ein übertriebener Wink mit dem Zaunpfahl verstanden werden.

Roselane zieht die Strippen im Hintergrund und nicht von ungefähr erinnert sie an die „Königin der Nacht“ aus Mozarts Zauberflöte. Ihr machtvolles Auftreten, ihr obschon weniger zorngeladener, aber dennoch eindrücklicher Ausbruch verweist auf Zukünftiges: Sie will die ganze Welt (hier wohl Galaxie) beherrschen, ganz egal, was ihre Söhne veranstalten mögen und so lässt sich auch Osira davon einnehmen und glauben machen, dass sie zu Höherem bestimmt sei. Mustafa dagegen betrachtet das Vorgehen seiner Tochter als illoyal und verlangt von ihr, nicht weiter gegen die Hochzeit von Tamasse und Zanaida zu agitieren. Doch die Intrige, mittels derer Roselane und Tamasse hoffen, sich der ungeliebten Königstocher entledigen und trotzdem die Friedensverhandlung fortführen zu können, entfaltet ihre Wirkung: Ein Brief, angeblich von Zanaidas Hand, in dem sie einen Mordanschlag auf ihren zukünftigen Mann plant, dient zu ihrer Verhaftung, von Cisseo nur widerwillig und mit Unbehagen ausführt. Der perfide Plan geht noch weiter: Ausgerechnet Mustafa soll den Schuldspruch sprechen, und so geht er scheinbar auf das Spiel ein und verurteilt den Verfasser des Briefes zum Tode. Zanaidas Getreue – ob Giangiur und der Mädchenchor wollen ihr beistehen –, sie lehnt ab und ist bereit in den Tod zu gehen. Erst im letzten Moment wird Tamasse davon ergriffen und reicht Zanaida die Hand.

Das Sängerensemble – alle Mitwirkenden spielen übrigens barfuß – zeigt sich insgesamt sehr sanges- und spielfreudig. Alexandra Samouilidou als beherzte und würdevolle Zanaida, die gegen alle Widrigkeiten ankämpft, Hege Gustava Tjønn intensiv als Roselane und beeindruckendes und heimliches Zentrum der Inszenierung. Brett Carter ist ein herrlicher zwischen Tochter und Landeswohl hin- und hergerissener Mustafa. Der Altus Alin Deleanu als Tamasse zeigt einen schwankenden, von Gefühlen geleitenden König, der noch ein bisschen am Rockzipfel seiner Mutter hängt, während Dorin Rahardjas Osira einen Emanzipationsversuch unternimmt und als Gegenentwurf zur stolzen Zanaida erscheint. Philipp Mathmann, Countertenor, erhielt eine Ansage zu Beginn der Vorstellung, da seine Stimmbänder noch immer entzündet seien; davon aber war wenig zu merken, so dass er als geplagter und verzweifelter Cisseo überzeugen konnte.

 Staatstheater Mainz / Zanaida von Johann Christian Bach - hier : Brett Carter als Mustafa, Dorin Rahardja, David Bennent als Gianguir, Alexandra Samouilidou als Zanaida © Andreas Etter

Staatstheater Mainz / Zanaida von Johann Christian Bach – hier : Brett Carter als Mustafa, Dorin Rahardja, David Bennent als Gianguir, Alexandra Samouilidou als Zanaida © Andreas Etter

Weitere Mitwirkende waren die Tänzerin Ageliki Gouvi und ihr Partner Yuya Fujinami, deren Tanz sich als Kommentierung der Vorgänge einfügte, und die Mitglieder des Mädchenchors am Dom und St. Quintin. Diese sangen u.a. das „Ave generosa“ von Hildegard von Bingen und ließen sich in ihren weißen Kleider durchaus mit Nonnen assoziieren, waren jedoch als aletheiische Muse an den Chor aus der griechischen Tragödie und die Göttin der Wahrheit, Aletheia, angelehnt. Für den Chor waren Michael Kaltenbach und Jutta Hörl, für die Choreografie Martina Borroni verantwortlich.

Gianguir, ursprünglich eine Tenorrolle, wurde zu einer Sprechrolle als ehemaliger Kriegsherr und Beschützer Zanaidas umgedeutet und einem Schauspieler mit „unverwechselbarer Stimme“ (Dirigent: Adam Benzwi) angetragen: David Bennent. Die von ihm vorgetragenen Texte stammen von Pico della Mirandolas Über die Würde des Menschen, Ernst Jüngers In Stahlgewittern, Ronald Steckels Hörstück Durchbrüche sowie weitere Passagen aus Bhagavad Gita und Texten von Regisseur Max Hopp. Die zwei wunderbar vorgetragenen Monologe zeigen David Bennents gestalterische Kraft und Präsenz, eine übergroße Projektion seines Oberkörpers war deshalb unnötig – David Bennent ist ein großer Schauspieler.

Die phantasievolle Ausstattung von Madis Nurms erzeugt stimmungsvolle Momente, so die bereits erwähnten Kostüme, die irgendwie ein bisschen an Star Wars – die Numidier tragen Kopfschmuck aus Hörnern, während die Punier ein drittes Auge besitzen – erinnern, aber die Konfliktparteien kennzeichnen. Auch die Bühne wechselt effektvoll – mal sind es Treppen, die nach hinten aufsteigen, mal ist der Bühnenraum flach und mit Flamingos bevölkert und einen Garten darstellend, dann wiederum kommt der Thron von oben herunter; für das Licht sorgte René Zensen. Schauspielregisseur Hopp zeigt eine gute Personenregie, hat ein Händchen für Situationskomik und vermag – zusammen mit dem Ausstatter Nurms – kraftvolle Bilder zu erschaffen. Adam Benzwis Leitung des Philharmonischen Staatsorchester Mainz war souverän, beschwingt und flott trieb er die Musik voran. Er sah sich als „Gestalter von Musik“, wie er es im Programmheft beschrieb, und blieb in der Umsetzung seinem Motto, dass „die Geschichte interessant, mit dramaturgischem und musikalischen Sog erzählt wird“ treu. Hopp und Benzwi schwebte wohl eher eine an das „Singspiel“ angelehnte Version des Stückes, fröhlich und von heiterem Format, und weniger ein „dramma per musica“ vor.

Zum Schlussvorhang erschien übrigens auch der Dirigent ohne Schuhe. Belohnt wurde er, wie alle Mitwirkenden, mit großem Applaus.

Zanaida im Staatstheater Mainz; die weiteren Vorstellungen 20.11.; 2.12.; 21.12.; 27.12.2019; 7.01.; 25.01.; 5.02.2020 und mehr …

—| IOCO Kritik Staatstheater Mainz |—

Lüttich, Opéra Royal de Wallonie, La Clemenza di Tito – Wolfgang A. Mozart, IOCO Kritik, 18.05.2019

Opéra Royal de Wallonie-Liège © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège

  La Clemenza di Tito  –  Wolfgang Amadeus Mozart

Ein Traum?  Ein Märchen?  Was ist es?

von Ingo Hamacher

Das Kreativ-Team Cécile Roussat / Julien Lubek kann sich diese sonderbare Geschichte von La Clemenza di Tito (Die Milde des Titus),  in der Kaiser Titus, der in seiner sprichwörtlich gewordenen Milde auf den rauchenden Trümmern seines Palastes zwei Attentätern verzeiht, die ihm nach dem Leben trachteten, nicht als Teil der Realität vorstellen. Daher inszenieren sie diese überirdisch schöne Vision einer idealen Welt, einer Herrschaft, die als oberste Staatspflicht die Milde und die Vorbildlichkeit proklamiert, als Feerie, als eine Feengeschichte, angesiedelt in der Mythologie der römischen Antike.

La Clemenza di Tito – Wolfgang Amadeus Mozart
youtube Trailer Opéra Royal de Wallonie Liège
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Ein Gespinst, ein geheimnisvolles weißes Gewebe hängt bereits zu Anfang vor dem Bühnenvorhang, und verheißt in den wechselnden Farben und Schattierungen, die es immer wieder annimmt, den Auftakt zu einer geheimnisvollen Welt. Ein witziges Detail: Ein kleiner Junge sitzt alleine in einer der geräumigen Proszeniumslogen und schaut intensiv in den Orchestergraben. Der Sohn des Dirigenten? Er ist so jung, dass es vermutlich das erste Mal ist, dass er einen Opernabend erlebt.

Thomas Rösner, ein österreichischer Dirigent und Leiter der Beethoven Philharmonie in Österreich, tritt in seinem Hausdebut ans Pult der Opera Liege, und dirigiert eine leidenschaftliche, präzise und glasklare Aufführung. Ein Schwerpunkt im Repertoire von Rösner bilden Werke der Wiener Klassik, hier vor allem die Opern von Mozart, die er u. a. am Opernhaus Zürich, Théatre de la Monnaie, Brüssel oder in Glyndebourne dirigierte.

Der Vorhang öffnet sich und gibt den Blick frei auf eine Zauberwelt, in der griechisch-römisch mythologische Figuren und weitere Märchengestalten in dem mit größtem Aufwand gestalteten Bühnenbild in prachtvollen und geheimnisvollen Kostümen eine nie gesehene Welt mit raffinierter Bühnentechnik beleben. Im undurchdringlichen Wald schauen wir zur Ouvertüre auf eine kleine Lichtung, begrenzt von Hügeln und Felsen, großen, leuchtenden Bergkristallschätzen, tanzenden einäugigen und mehrfach gehörnten Zotteltrollen, ein riesiges geweih-artiges Gebilde (die Ur-Esche?) im mittleren Bühnenhintergrund und übermannsgroße Chimären, Kreaturen zwischen Bock und Löwe, die bedrohlich über die Bühne schleichen.

Taue hängen wie Lianen aus dem Schnürboden herab (Foto unten) – später werden sie geheimnisvollen Urgeistern das Mittel für atemberaubende Vertikalakrobatik bieten -, wabernde Nebel und eine interessante und abwechslungsreiche Lichtregie sorgen für eine sagenhafte Atmosphäre. Zahllose Diener und weitere Sagengestalten (z.B. Derwische und Sklaven) bevölkern die Szenerie.

 

Opéra Royal de Wallonie-Liège / La Clemenza di Tito - hier :   Leonardo Cortellazzi als Tito  © Opéra Royal de Wallonie - Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / La Clemenza di Tito – hier :   Leonardo Cortellazzi als Tito  © Opéra Royal de Wallonie – Liège

Akt I:

Die Waldhexe Vitellia, rot gekleidete Tochter der ehemaligen Kaiserdynastie, möchte Kaiser Titus heiraten, um auf diesem Wege den Thron zurück zu erlangen. Der jedoch liebt das Mädchen Berenice, eine Fremde.  Aus Rache für diese Zurückweisung und Kränkung stiftet Vitellia Sesto, einen wahnhaft in sie verliebten Satyr, dazu an, den Kaiser zu töten; als Belohnung würde sie Sesto (Hosenrolle) heiraten.

Titus, ein prachtvoller, federngeschmückter Zentaur hat sich aus Gründen der Staatsräson von Berenice getrennt. Lieber will er auf seine Liebe verzichten, als dass eine Missstimmung zwischen dem Volk und der Kaiserin entstehe. Annio (halb Vogel, halb Mensch), ein Freund Sestos und der Geliebte Servilias berichtet Vitellia auf die Bühne einfliegend von dieser Entscheidung des Kaisers. Vitellia, erneut hoffend, lässt den Mordplan wieder fallen und weist den verliebten Sesto in seine Schranken.

Publio, ein geheimnisvoller Baumgeist ewigen Alters berichtet Tito, dass ein dem Kaiser gewidmeter Tempel errichtet werden soll. Der Zentaur fühlt sich geehrt, entscheidet aber in seiner Milde, das Geld stattdessen für Notleidende zu nutzen. Titus hat sich entschieden die Schwester seines Freundes Sesto, die Quellnymphe Servilia zu heiraten.

Diese ist zwar bereit sich dem kaiserlichen Wunsch zu unterwerfen, berichtet Tito jedoch von ihrer Liebe zum engelsgleichen Annio. Der kaiserliche Zentaur lobt und preist ihre Ehrlichkeit und Offenheit, und gibt sie frei um einer wahren Liebe nicht im Wege zu stehen. Die Hexe Vitellia, die von den jüngsten Entwicklungen nichts weiß, fühlt sich wieder übergangen und drängt den Satyr Sesto erneut, gegen den Kaiser vorzugehen. Liebestoll eilt Sesto, Titus zu ermorden.

Kurz darauf erfährt die böse Vitellia vom immer wieder einfliegenden Vogelmenschen Annio, dass Titus inzwischen beschlossen habe, doch sie zu heiraten.  Der zum Mord angestachelte Sesto kann jedoch nicht aufgehalten werden. Zurückgekehrt von seiner grausigen Brand- und Mordtat –  die Bühne ist inzwischen ein einzig Bild von Rauch und Flammen – glaubt dieser, dass er Titus getötet hat.  Alle trauern; Sesto jedoch verzweifelt ob seines Verrats.

Opéra Royal de Wallonie-Liège / La Clemenza di Tito - hier : Anna Bonitatibus als Sesto © Opéra Royal de Wallonie - Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / La Clemenza di Tito – hier : Anna Bonitatibus als Sesto © Opéra Royal de Wallonie – Liège

Akt II:

Verbrannte Erde. Nur noch Stein. Alles weg.  Die Feerie ist entzaubert; die Protagonisten sind es auch. Kaiser Titus hat aufgrund einer Verwechslung überlebt. Sein halber Pferdeleib ist verschwunden, übrig bleibt der Mensch. Sesto, ebenfalls nur noch ein über sich selbst verzweifelter Verräter, wird als Urheber der Verschwörung verhaftet. Er gesteht, ohne jedoch Vitellias Mitschuld zu verraten; seine Schuld steht fest. Spinnenhafte Höllengestalten umkreisen den Verfluchten und verunmöglichen jede Flucht.

Der Mensch Titus, beraubt aller mythologischen Größe, leidet Höllenqualen. So sehr er auch an seine Ideale der Milde und des Verzeihens geglaubt hat; seine verletzte Menschenseele ist dazu nicht mehr in der Lage. Rachewünsche und Hass ergreifen ihn. Für seine Vision eines grundlegenden Humanismus ist er selbst zu schwach.

Der kleine Junge aus der Proszeniumsloge hat seinen Platz verlassen. Er betritt die Bühne und reicht dem großen Kaiser Titus seine kleine Hand. Der Knabe im reizenden Anzug: Ein Sinnbild des inneren Kindes, zu dem wir zurück finden müssen, wenn wir uns selbst verlieren. Er begleitet den Kaiser und gibt ihm von nun an den Halt wieder auf sich selbst zu vertrauen: „Götter, wenn zum Regieren ein hartes Herz nötig ist, nehmt mir entweder die Macht oder gebt mir ein anderes Herz.“

Vitellia erkennt und bewundert die grenzenlose Liebe Sestos, der ihre Mittäterschaft nicht verraten hat. Sie versteht, dass sie ihre Schuld bekennen muss, um sich Sestos Treue würdig zu erweisen. Vitellia stürzt vor den Kaiser und gesteht. Titus ist tief getroffen. Gerade als er einen Verbrecher begnadigen wollte, musste er einen weiteren finden. Dennoch bleibt er sich dank seines ihn unterstützenden kindlichen Alter Egos treu: Er lässt Sesto und Vitellia frei.  Im großen Finale preisen alle seinen Großmut.


Opéra Royal de Wallonie-Liège / La Clemenza di Tito - hier : das Ensemble © Opéra Royal de Wallonie - Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / La Clemenza di Tito – hier : das Ensemble © Opéra Royal de Wallonie – Liège

Langanhaltender Applaus für die großartige und makellose Leistung der Solisten, die Tänzer und Akrobaten. Eben solche Würdigung für Dirigat, Orchester und Chor. Ovationen für das Kreativteam. Und selbstverständlich das für Lüttich übliche, nicht enden wollende rythmische Klatschen, als wenn das Publikum sich weigern würde, nach Hause zu gehen. Erst nach kleinen akrobatischen Zugaben durfte der Vorhang dann fallen.

La Clemenza di Tito, Mozarts Oper über das Verzeihen, haben viele ihm nie verziehen. Doch das Stück ist kein feiges Herrscherlob, sondern ein politisches Lehrstück über die Macht der Ohnmacht. Fraglos geniale Musik, aber die Kritik warf ihm vor „er habe zu einer Zeit, als die Morgensonne der Französischen Revolution aufging, Europas finsterer Aristokratie noch einmal die Perücke gepudert.“  Unbestritten handelt es sich bei La Clemenza di Tito um ein feudales Auftragswerk.

Unter unglaublichem Zeitdruck komponiert, wurde die Oper 1791 – kurz vor Mozarts Tod – zur Krönung des österreichischen Kaisers Leopold II. zum König von Böhmen uraufgeführt. Mozart greift auf ein älteres, bereits 1734 entstandenes Textbuch von Pietro Metastasio zurück und lässt es von seinem Librettisten Caterino Mazzolà überarbeiten.  Es entsteht eine gespielte (und nicht bloß erzählte) Handlung; barocke Ariennummern werden zugunsten von acht Ensembles ausgetauscht.

In drei Arien singt sogar der Kaiser persönlich mit; der Abstand zwischen Volk und Kaiser verliert sich in der Egalität des Gesangs. Kaiserin Maria Luisa witterte eine „Porcheria Tedesca“ (deutsche Schweinerei); ein tieferes Verständnis für Titus‘ Ideen dürft ihr jedoch abgegangen sein.  Historisches Vorbild für La Clemenza di Tito war der römische Feldherr und spätere Kaiser Titus, einer der blutigsten Heerführer des Imperiums.

Auf Geheiß seines Vaters Vespasian zog er im Jahre 70 nach Palästina, eroberte Jerusalem, zerstörte den Tempel und machte die Juden heimatlos. Eine Million Menschen sollen ihm zum Opfer gefallen sein. Im Triumph kehrte er nach Rom zurück, ließ sich nach dem Tod seines Vaters zum Kaiser krönen – und tat fortan keiner Fliege etwas zuleide. Er weigerte sich, Urteile zu vollstrecken, und übte Milde gegen jedermann.  Historiker priesen ihn als guten Herrscher, als „Wonne des Menschengeschlechts“.

Wolfgang Amadeus Mozart Wien © IOCO

Wolfgang Amadeus Mozart Wien © IOCO

Regie, Bühne, Kostüme, Choreografie und Licht: Cécile Roussat, Julien Lubek,  Das Kreativ-Team Cécile Roussat / Julien Lubek traf sich im Jahr 2000 während einer Arbeit mit Marcel Marceau. Seit 2004 entwickeln sie durch visuellen, poetischen und multidisziplinären Shows ein persönliches Theateruniversum. Im Jahr 2008 gründeten sie das Shlemil Theater, deren ungewöhnliche Kreationen großen Erfolg in der Öffentlichkeit und bei der Kritik fanden. Seit 2010 werden sie regelmäßig von Opernhäusern eingeladen. Mozarts Zauberflöte (Oper Royal de Wallonie, 2010 & 2015), Dido und Aeneas (Liège 2017) und Rossinis Cenerentola (Opera Liege 2014) werden vielen Besuchern der Lütticher Oper noch in Erinnerung sein.

Chorleitung: Pierre Iodice liefert mit dem Chor der Opéra Royal de Wallonie-Liège wieder ein beeindruckendes Klangerlebnis.

Tänzer/Personen:  Claudine Chene-Delhalle, Jean-François Geneste; Géry Tialans, Elise Woos

Akrobaten:  Quentin Bancel, Marine Buridant, Alexis Cerani, Maxime Cravenne, Antoine Lafon, Johan Pagnot, Laure Sinic, Mélanie Thin

Orchester der Opéra Royal de Wallonie-Liège

VITELLIA: Patrizia Ciofi (* 1967) –  ist eine italienische lyrische Koloratursopranistin. Der Schwerpunkt ihres Repertoires reicht vom Spätbarock über die Opern Mozarts bis zum italienischen Belcanto. Die Stimme der Ciofi hat ein individuelles, unverkennbares Timbre, das für einen Sopran dieser Höhenlage etwas dunkel gefärbt ist und leicht verschleiert klingt, perfekt also für die Partie einer bösen Waldhexe.

SESTO: Anna Bonitatibus –  ist eine italienischevMezzosopranistin. Sie ist eine der bekanntesten Charakterdarstellerinen des italienischsprachigen Opernfachs. Dazu gehören Interpretationen der wichtigsten und bekanntesten Opern von Mozart bis Rossini. Wir erleben sie erstmalig an der  Royal Opera de Wallonie

TITO: Leonardo Cortellazzi – Der italienische Tenor Leonardo Cortellazzi machte gleichzeitig einen Abschluss in Wirtschaft und in Gesang in Parma bei Lelio Capilupi. Hauptsächlich auf italienischen Bühnen zu finden, tritt er auch vereinzelt international auf. In Lüttich war er bereits in „Don Giovanni« zu erleben.

SERVILIA: Veronica Cangemi (Mendoza, den 10. Oktober 1964) –  ist eine argentinische Cellistin und Mezzosopranistin, die ihre Karriere vor allem in Europa, spezialisiert auf Barockoper Opernrepertoire (vor allem in den Werken von Händel, Vivaldi und Mozart) entwickelt hat. Zahlreiche Konzerte mit namhaften Barockensembles ergänzen ihre Tätigkeit.TITO: Leonardo Cortellazzi –

ANNIO: Cecilia Molinari, italienische Mezzosopranistin –  wurde in Riva del Garda (Trient) geboren. 2018 debütierte sie als Annio in Clemenza di Tito in Antwerpen (Belgien). Sie ist erstmalig in Lüttich zu erleben.

PUBLIO: Markus Suihkonen –  studierte zunächst Cello und später Gesang an der Sibelius-Akademie in Helsinki. Seit der Spielzeit 2018/19 ist er Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Er hat sein Hausdebut in Lüttich.

La Clemenza di Tito – Neuproduktion der Opéra Royal de Wallonie

Drama serio per musica in due atti,  Musik: Wolfgang Amadeus Mozart,  Text: Caterino Tommaso Mazzolà, nach dem Dramma per musica (1734) von Pietro Metastasio.,  Uraufführung: 06.09.1791, Gräfliches Nostitzsches Nationaltheater, Prag

La Clemenza di Tito an der  Royal Opera de Wallonie, Lüttich,  weitere Termine: 15.05., 17.05., 19.05. (15:00), 21.05., 24.05.2019

—| IOCO Kritik Opéra Royal de Wallonie-Liège |—

Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater, LA CLEMENZA DI TITO – W. A. Mozart, 04.05.2019

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Oldenburgisches Staatstheater

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

LA CLEMENZA DI TITO – Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto Caterino Mazzolà, nach Pietro Metastasio

Premiere: Samstag, 04. Mai 2019 19.30 Uhr  weitere Vorstellungen: Mi 08. Mai, Di 21. Mai, So 26. Mai (18 Uhr), Sa 08. Juni, Mi 19. Juni, Sa 06. Juli 2019 (zum letzten Mal in dieser Spielzeit)

Als ehrgeiziger Machtmensch hat sich Tito Vespasiano strategisch und rücksichtslos den Weg zum Thron gebahnt. Als Kaiser lenkt er nun die Geschicke des Staates mit Souveränität und Menschlichkeit. Als sich jedoch nach einem erfolgreich niedergeschlagenen Volksaufstand ausgerechnet sein Freund Sesto als dessen Hauptschuldiger entpuppt, geraten die moralischen Pflichten des Herrschers und seine persönlichen Gefühle in einen nahezu unlösbaren Konflikt.

Wolfgang Amadeus Mozart in Salzburg, vor dem Festspielhaus © IOCO / Zimmermann

Wolfgang Amadeus Mozart in Salzburg, vor dem Festspielhaus © IOCO / Zimmermann

Als Auftragswerk zur Krönung Leopolds II. zum König von Böhmen entstanden, sollte Mozarts letzte Oper La clemenza di Tito das Idealbild eines Herrschers auf die Bühne bringen. Zwar kehrt der Komponist hierbei nach seinen revolutionär modernen Da-Ponte-Opern zur vergleichsweise alten Form der Opera seria zurück, doch füllt er diese nicht zuletzt durch eine überaus vielschichte Zeichnung der Charaktere mit neuen Inhalten. So erscheint Tito hier nicht mehr – wie in den zahlreichen vorangegangenen Vertonungen des beliebten Librettos von Pietro Metastasio – als typenhaft idealisierter Herrscher, sondern als Mensch, der mit all seinen inneren Schwächen um ein moralisch einwandfreies Verhalten ringt. Ihm gegenüber steht Sesto, der sich aus Liebe zu Vitella für deren Rachepläne instrumentalisieren lässt, trotz heftigster Skrupel den Verrat am besten Freund begeht und am Ende doch zutiefst bereut. Und auch Vitellias durch und durch niederträchtiges Verhalten ist glaubwürdig motiviert, fühlt sie sich durch Titos Zurückweisung doch als Frau zutiefst verletzt und gleichzeitig dazu getrieben, ihre ehrgeizigen Pläne noch rücksichtsloser zu verfolgen. Am Ende stehen Reue und Vergebung und mit ihnen die überaus aktuelle Frage, was wahrhaft menschliches Verhalten wirklich ausmacht.

Nach seiner erfolgreichen Inszenierung von Händels Agrippina wendet sich Laurence Dale mit La clemenza di Tito einem weiteren spannenden Kapitel der römischen Antike zu.

Musikalische Leitung: GMD Hendrik Vestmann; Regie: Laurence Dale; Bühne: Matthias Kronfuss; Kostüme: Gabriella Ingram; Choreinstudierung: Markus Popp

Mit: Erica Back, Martyna Cymerman, Ann-Beth Solvang, Narine Yeghiyan; Philipp Kapeller, Ill-Hoon Choung, Opernchor des Oldenburgischen Staatstheaters, Oldenburgisches Staatsorchester

—| Pressemeldung Oldenburgisches Staatstheater |—

Linz, Landestheater Linz, Premiere LA CLEMENZA DI TITO, 02.11.2018

Oktober 12, 2018 by  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

LA CLEMENZA DI TITO (DIE GNADE DES TITUS)

DRAMMA SERIO PER MUSICA IN ZWEI AKTEN VON WOLFGANG AMADÉ MOZART UND MANFRED TROJAHN

Text von Caterino Mazzolà nach Pietro Metastasios gleichnamigem Libretto
Neu komponierte Rezitativtexte von Manfred Trojahn
In italienischer Sprache mit Übertiteln
Koproduktion mit dem Saarländischen Staatstheater Saarbrücken

Premiere Freitag, 2. November 2018, 19.30 Uhr
Großer Saal Musiktheater

Musikalische Leitung Martin Braun
Inszenierung François De Carpentries
Bühne und Kostüme Karine van Hercke
Video Amelie Remy
Chorleitung Elena Pierini
Dramaturgie Christoph Blitt

Tito Vespasiano, Kaiser von Rom Hans Schöpflin
Vitellia, Tochter des Kaisers Vitellio Brigitte Geller
Servilia, Sestos Schwester und Annios Geliebte Theresa Grabner

Sesto, Titos Freund, Vitellias Geliebter Jessica Eccleston
Annio, Sestos Freund, Servilias Geliebter Florence Losseau
Publio, Präfekt der Prätorianer Dominik Nekel

Chor des Landestheaters Linz
Statisterie des Landestheaters Linz
Bruckner Orchester Linz

Vitellia – die Tochter des ermordeten Kaisers Vitellio – will in Rom an die Macht. Da sich der regierende Kaiser Tito jedoch eine andere Braut ausgesucht hat, stachelt Vitellia ihren Liebhaber Sesto zum Mord an dem Kaiser an. Doch in dem Moment, in dem der mit Tito befreundete Sesto sich dazu durchgerungen hat, den Anschlag zu vollziehen, erfährt Vitellia, dass Tito sie doch ehelichen möchte. Kann sie das Mordkom­plott im letzten Augenblick noch aufhalten?

—| Pressemeldung Landestheater Linz |—

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