Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, Il Trovatore – Giuseppe Verdi, 28.03.2020

Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Il Trovatore  –  Giuseppe Verdi (1813 – 1901)

Premiere Samstag, den 28. März 2020 um 19.30 Uhr , Die beiden nächsten Vorstellungstermine: 5. & 8. April, jeweils um 19.30 Uhr

»Du bist gerächt, Mutter!« Die letzten Worte der Zigeunerin Azucena enthüllen die treibende Kraft in Verdis Trovatore: Die Handlung gleicht einem Alptraum, in dem die Vergangenheit und die Toten die Gegenwart der Lebenden beherrschen. So bestimmt Azucenas Rache für die Verbrennung ihrer Mutter auf dem Scheiterhaufen durch den alten Grafen Luna das Schicksal aller Figuren. Sie trennte die Brüder Manrico und Luna voneinander, sie erstickt jeden Freiraum für Leonoras und Manricos Liebe in Zeiten des Konflikts.

In Wiesbaden wird Verdis Meisterwerk des romantischen Musiktheaters inszeniert von Philipp M. Krenn, dessen »Peter Grimes« von Presse und Publikum gleichermaßen gefeiert wurde. Am Pult des Hessischen Staatsorchesters steht Alexander Joel.

Als Graf von Luna ist Aluda Todua aus dem Ensemble des Bolschoi-Theaters zu erleben, der in Wiesbaden in der letzten Spielzeit als Rigoletto debütierte. Die Rolle der Leonora übernimmt die portugiesische Sopranistin Cristiana Oliveira. Erstmals in der Partie der Azucena singt Vesselina Kasarova. Der australische Tenor Aldo di Toro gibt als Manrico am Hessischen Staatstheater Wiesbaden sein Hausdebüt.

Musikalische Leitung Alexander Joel, Inszenierung Philipp M. Krenn, Bühne Rolf Glittenberg Kostüme Marianne Glittenberg Chor Albert Horne Licht Andreas Frank Dramaturgie Katja Leclerc

Graf von Luna Aluda Todua, Leonora Cristiana Oliveira, Azucena Vesselina Kasarova, Manrico Aldo di Toro, Ferrando Young Doo Park Ines Stella An Ruiz Erik Biegel, Chor, Extrachor & Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

—| Pressemeldung Hessisches Staatstheater Wiesbaden |—

Wien, Volksoper Wien, Das Gespenst von Canterville – Marius Felix Lange, IOCO Kritik, 14.11.2019

November 14, 2019 by  
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Volksoper Wien

 Volksoper Wien bei Nacht Foto IOCO

Volksoper Wien bei Nacht Foto IOCO

Das Gespenst von Canterville –  Marius Felix Lange

– Komödie über einen Gespenst, dem der Zeitgeist suspekt ist –

von Marcus Haimerl

Mit der österreichischen Erstaufführung von der Familienoper Das Gespenst von Canterville von Marius Felix Lange gelang der Volksoper Wien erneut ein veritabler Erfolg mit dem Potenzial das Repertoire langfristig zu bereichern.

Das Gespenst von CantervilleMarius Felix Lange
youtube Trailer Volksoper Wien
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Vorlage des gelungenen Librettos von Michael Frowin ist die gleichnamige Erzählung und Gesellschaftssatire des irischen Schriftstellers Oscar Wilde (1854-1900), der bereits mit der Vertonung seines Dramas Salome durch Richard Strauss Operngeschichte schrieb.
Die Geschichte des Gespenstes Sir Simon von Canterville, der am modernen amerikanischen Zeitgeist scheitert und selbst Angst vor den neuen Bewohnern des Schlosses bekommt, wurde von Maris Felix Lange und Michael Frowin in die Gegenwart geholt.

Aus der Familie des amerikanischen Gesandten Hiram B. Otis rückt die Familie des Immobilien-Unternehmers Georg König in den Mittelpunkt der Handlung. Dieser kauft das Schloss Canterville und zieht mit seinen drei Kindern, der Tochter Virginia und den Brüdern Leon und Noel (ein gelungenes Wortspiel), im Anwesen ein. Mit von der Partie ist auch die Assistentin und neue Liebe Frauke-Beeke Hansen, sehr zum Leidwesen von Tochter Virginia, die den Tod der Mutter noch nicht verkraftet hat. Mit der Familie König hat weder das Gespenst Sir Simon noch Mrs. Cecilia Umnay, die Haushälterin des Schlosses, gerechnet.

Volksoper Wien / Das Gespenst von Canterville - hier : Morten Frank Larsen als Sir Simon von Canterville © Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Volksoper Wien / Das Gespenst von Canterville – hier : Morten Frank Larsen als Sir Simon von Canterville © Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Der 400 Jahre alte Blutfleck wird von Frauke-Beeke einfach mit einem Universalreiniger entfernt und der in der Nacht herumgeisternde Sir Simon wird von Georg König kurzerhand aufgefordert seine Ketten zu ölen und mit Zahnpasta seinen Mundgeruch zu beseitigen. Obwohl am nächsten der Tag der Blutfleck zurück ist, diesmal grün, ist Frauke-Beeke gut gelaunt. Der Kaufvertrag ist bestätigt, dem Umbau steht nichts im Wege und auch Mrs. Umnay und ihr Sohn David sollen nun aus dem Schloss geworfen werden. Virginia ist entsetzt, als sie dies hört und Sir Simon beschließt, die lästigen Bewohner schon tagsüber zu erschrecken, was einen hysterischen Anfall Frauke-Beekes nach sich zieht.

Sir Simon belauscht ein Gespräch zwischen Georg König und Virginia, der die Mutter fehlt. Auch möchte Virginia verhindern, dass die Umbaupläne durchgeführt werden. In Gedanken hört Virginia die Stimme ihrer Mutter, die sie in den Schlaf singt. Im Traum sieht sie, wie das Gespenst einst seine Frau getötet hat. Als sie erwacht, steht Sir Simon vor ihr und sie geraten in Streit über diese Untat. Doch schon erscheinen die beiden Brüder und misshandeln das Gespenst erneut. Sir Simon flieht über den Kamin zurück in sein Bild.

Volksoper Wien / Das Gespenst von Canterville – hier : Rebecca Nelsen als Frauke-Beeke Hansen, Regula Rosin als Mrs. Cecilia Umney, Paul Schweinester als David Umney © Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Am nächsten Tag reist Georg König ab, nicht ohne sich vorher von Frauke-Beeke versprechen zu lassen, die Hotelpläne zu verwerfen. Doch kaum ist er weg, lässt sie die Bauarbeiter für die Vorbereitungen zum Abriss des Schlosses zur Tür herein. Entstehen soll ein Halloween-Event-Hotel mit echtem Schlossgespenst. Die Kinder, Mrs. Umnay und ihr Sohn David verschwören sich gegen Frauke-Beeke, packen sie in eine Umzugskiste und lassen sie abtransportieren. Sir Simon, der sich seit 400 Jahren nach Schlaf sehnt, vertraut sich Virginia an, die bereit ist ihm zu helfen, den Fluch zu brechen. Der zurückgekehrte Georg König erfährt vom erlösten Gespenst und der entsorgten Assistentin und möchte nur noch das Schloss rasch sanieren und verkaufen. Doch da erfährt er von Mrs. Umnay, dass der Kaufvertrag gegenstandslos ist, denn die Grafen von Canterville sind gar nicht ausgestorben…

Regisseur Philipp M. Krenn lässt die Handlung im Eingangs- und Wohnbereich des Schlosses (Bühnenbild Walter Schütze) spielen, welches über eine zentrale Wendeltreppe zur Ahnengalerie und den Schlafräumen verfügt. Mit kluger Personenführung und den erstklassigen Videos von Roman Hansi, welche die Zuseher schon zu Beginn auf eine spannende und rasante Reise durch einen Wald in Richtung Schloss mitnimmt und im Anschluss den Ahnen in den Gemälden Leben einhaucht, gelingt es Philipp M. Krenn, die Mischung aus Ironie und tiefen Emotionen hervorragend herauszuarbeiten. Das Ergebnis ist eine Inszenierung, die nicht nur dem jungen Publikum große Freude bereitet.

Morten Frank Larsen glänzt in der Partie des Sir Simon, dem Gespenst von Canterville und spukt mit seinem wohltönenden Bariton mit vollem Körpereinsatz. Aber auch in den ernsten Momenten der Oper vermag er in seinem Leid zutiefst zu berühren. Ideal besetzt ist die Rolle der empathischen Virginia mit der Wiener Sopranistin Anita Götz, die nicht nur mit der notwendigen jugendlichen Frische überzeugt, sondern vielmehr auch musikalisch zu begeistern vermag. Die beiden Hausdebütanten Lukas Karzel und Stefan Bleiberschnig als ihre Brüder Leon und Noel erfreuen mit ihrer unerschöpflichen Energie das Publikum ebenso wie mit der kleinen Rap-Einlage im zweiten Teil.

Das Gespenst zwischen Ironie und Innigkeit
youtube Trailer Volksoper Wien
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Mit der fordernden Partie der Mrs. Umnay brilliert Regula Rosin, langjähriges Ensemblemitglied der Volksoper, musikalisch auf höchstem Niveau und ist auch in ihrer Darstellung als steife britische Haushälterin unübertroffen. Eine hervorragende Leistung auch von Paul Schweinester als ihr wunderbar schüchterner Sohn David.
Brillant auch die vielseitige Sopranistin Rebecca Nelsen als zickig-böse Assistentin Frauke-Beeke Hansen, die hier nicht nur ihre darstellerischen Qualitäten, sondern erneut ihr großes Talent für zeitgenössische Werke aufs Neue beweist. Als Einspringer zeigt Reinhard Mayr, dass er die Rolle des Georg Königs seit der Uraufführung 2013 immer noch mit Leichtigkeit bewältigen und das Publikum begeistern kann.

Großartig auch der Chor der Volksoper Wien (Choreinstudierung Thomas Böttcher), der in dieser Inszenierung über eine Vielzahl von gruseligen Charakteren verfügt. Ein Idealfall auch Dirigent Gerrit Prießnitz am Pult des Orchesters der Volksoper Wien. Mit unglaublicher Dynamik lässt Gerrit Prießnitz die Partitur von Marius Felix Lange zwischen kammermusikalischen Momenten, Filmmusik und Moderne, akustisch in den intensivsten Farben erstrahlen.

Mit wohlverdientem Jubel bedachte das Publikum eine Produktion die, wie die Bezeichnung „Familienoper“ schon ausdrückt, Jung und Alt gleichermaßen begeisterte.

—| IOCO Kritik Volksoper Wien |—

Wien, Kammeroper Wien, A Quiet Place – Leonard Bernstein, IOCO Kritik, 28.03.2018

März 29, 2018 by  
Filed under Hervorheben, Operette, Wiener Kammeroper

Kammeroper Wien @ Peter M. Mayr

Kammeroper Wien @ Peter M. Mayr

 Theater an der Wien

A Quiet Place  –  Leonard Bernstein

Eine „Kammerfassung“  –  Von Garth Edwin Sunderland

Von Marcus Haimerl

Als Komponist seriöser Werke wollte Leonard Bernstein in Erinnerung bleiben. Ein Wunsch, der sich mit zunehmenden Alter verstärkt hat. An seinem 55. Geburtstag soll er unter Tränen gesagt haben, dass er nur zwei Jahre jünger als Beethoven zum Zeitpunkt seines Todes sei und noch immer kein Meisterwerk geschrieben habe. Sein Ziel: eine amerikanische Oper zu schreiben. 1952 schuf Bernstein mit dem jazzigen Einakter Trouble in Tahiti, Grundlage für seine abendfüllende Oper A Quiet Place, beide Werke wurden in einer Doppelvorstellung in Houston uraufgeführt, der Erfolg blieb jedoch aus. Auch eine Überarbeitung gemeinsam mit dem Dirigenten John Mauceri und seinem Librettisten Stephen Wadsworth, in welcher Trouble in Tahiti als Rückblenden in den zweiten Akt integriert wurde, brachte bei den Aufführungen in Mailand, Washington und Wien für Bernstein keinen wirklichen Erfolg. Themen wie Selbstmord, Homosexualität, geistiger Verwirrtheit und Entfremdung tragen nicht gerade zur leichten Verdaulichkeit dieser Oper bei.

Kammeroper Wien / A Quiet Place @ Armin Bardel

Kammeroper Wien / A Quiet Place @ Armin Bardel

2009, neunzehn Jahre nach Bernsteins Tod, erteilte Kent Nagano den Komponisten Garth Edwin Sunderland den Auftrag aus A Quiet Place eine Kammerfassung zu erstellen. Sunderland reduzierte die Instrumentierung, entfernte die Rückblenden und fügte nicht nur einen Teil der Musik, sondern auch vollständige Arien aus der Houstoner Fassung wieder ein und verkürzte Bernsteins Oper auf knapp 100 Minuten.

In seinem Einakter Trouble in Tahiti gibt Bernstein Einblicke in die Probleme des Zusammenlebens des jungen Paares Dinah und Sam. Mit A Quiet Place wird diese Geschichte schließlich fortgesetzt. Dinah kam bei einem Autounfall ums Leben, nach langer Zeit kommt die Familie wieder zusammen. Tochter Dede kommt mit ihrem Mann François, welcher zugleich der Ex-Freund von Sohn Junior ist, verspätet. Junior selbst platzt in die Feierlichkeiten. Nachdem die Gäste gegangen sind, eskaliert die Situation, Sam wirft den Kindern das Zuspätkommen vor und Juniors Psychose entlädt sich in einer Provokation gegenüber seinem Vater. In den Tagebüchern seiner Frau findet Sam einen Abschiedsbrief. François Vorwürfe wegen Juniors Verhaltens bei der Trauerzeremonie führen zu einem weiteren neurotischen Anfall. François findet Trost in Dedes Armen, man beschließt Dinahs Garten auf Vordermann zu bringen. Am nächsten Morgen schwelgt Dede in Erinnerungen an ihre Mutter. Gemeinsam mit Junior beginnt sie Spiele aus der Kinderzeit. Sam überreicht seinem Schwiegersohn schließlich den Abschiedsbrief mit der Bitte, diesen vorzulesen.

Kammeroper Wien / A Quiet Place @ Armin Bardel

Kammeroper Wien / A Quiet Place @ Armin Bardel

Der Plan noch einige Tage im Elternhaus zu verbringen führt zu einem neuen Streit, wer mit wem ihm Zimmer schläft. François erinnert an Dinahs Worte „We are only who we are“ und betont, dass alle sich ändern können, wenn sie nur wollen.

Für die Produktion der Neuen Oper Wien in der Wiener Kammeroper reduzierte Regisseur Philipp M. Krenn die eigentlichen Handlungsorte (Aufbahrungshalle, Sams Haus, Garten des Hauses) auf den bieder ausgestatteten Wohnraum des Hauses (beeindruckendes Bühnenbild und Kostüme von Christian Tabakoff). In dieser räumlichen Beschränkung kann sich das schon lange schwelende Familiendrama besonders gut entladen. Philipp M. Krenn lässt am Ende jedoch Zweifel ob des friedlichen Endes, richtet doch Junior am Ende, während sich der Vorhang schließt, eine Pistole gegen seinen Vater. Hier hielt das Publikum hörbar den Atem an und wartete auf einen Schuss, welcher zur Erleichterung aller dann aber nicht zu hören war.

Dirigent Walter Kobéra animiert das amadeus ensemble-wien zu Höchstleistungen und auch bei den Sängern gibt es hervorragende Leistungen. Steven Scheschareg, 1999 bereits als junger Sam in der Produktion der Neuen Oper Wien in Trouble in Tahiti zu erleben, überzeugt auch als Old Sam in der Fortsetzung. Anfänglich mit stoischer Miene entlädt sich das häusliche Gewitter mit seinem gewaltigen Bariton, an den ruhigeren Stellen jedoch sanft und einfühlsam gestaltet er diese Rolle mit allen notwendigen Emotionen. Unglaublich intensiv und leidenschaftlich ist der junge Bariton Dániel Foki als Junior in Darstellung und Gesang. Das Publikum reagierte entsprechend begeistert.  Auf gleich hohem Niveau agiert der kanadische Tenor Nathan Haller als berührender, tiefgründiger François. Die estnische Sopranistin Katrin Targo lebte die Rolle der Dede in fast allen emotionalen Facetten aus.

Kammeroper Wien / A Quiet Place @ Armin Bardel

Kammeroper Wien / A Quiet Place @ Armin Bardel

Auch die kleinen Partien sind allesamt exzellent, fast schon luxuriös besetzt: Bariton Georg Klimbacher als Dinahs Bruder Bill, die Sopranistin Rebecca Blanz als Dinahs Freundin Susie, der österreichische Bass Johannes Schwendinger als Dinahs Arzt und Veronika Dünser als dessen betrunkene Gattin, Tenor Savva Tikhonov als Analytiker und Markus Miesenberger als Bestattungs-Unternehmer.

Das Publikum zeigte sich sichtlich begeistert ob der Ehrenrettung dieses doch zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Werks. Besser kann man den 100. Geburtstag Leonard Bernsteins kaum begehen.

Kammeroper Wien – A Quiet Place – von Leonard Bernstein; weitere Vorstellungen 29.4.2018, 30.4.2018, 2.4.2018

Braunschweig, Staatstheater Braunschweig, Carmen auf dem Burgplatz – Open Air, 18.08.2018

Staatstheater Braunschweig

Staatstheater Braunschweig © Stefan Koch

Staatstheater Braunschweig © Stefan Koch

 Carmen von Georges Bizet
Burgplatz Open Air – 18.8. – 5.9.2018

Das Staatstheater Braunschweig zeigt Georges Bizets mitreißende Oper Carmen ab 18. August 2018 als Sommer-Open-Air im einzigartigen historischen Ambiente des Burgplatzes.

Staatstheater Braunschweig / Carmen - Burgplatz - © Staatstheater Braunschweig

Staatstheater Braunschweig / Carmen – Burgplatz – © Staatstheater Braunschweig

Vom 18. August bis 05. September 2018 wird der Braunschweiger Burgplatz wieder zur großen Freiluftbühne: Gemeinsam mit BS ENERGY zeigt das Staatstheater Braunschweig Georges Bizets weltberühmte Oper Carmen, die Garant für mitreißende Rhythmen und Melodien ist. »Mit Bizets Welterfolg Carmen möchten wir an den Start des erfolgreichen Sommer-Open-Airs auf dem Burgplatz vor 15 Jahren erinnern und uns nach einem Abstecher in die Musicalwelt in den vergangenen zwei Jahren erneut der Oper widmen. Unsere Sängerinnen Jelena Kordic und Carolin Löffler sind für die Titelpartie der Carmen eine Idealbesetzung, und mit Generalmusikdirektor Srba Dinic haben wir einen erstklassigen Dirigenten am Pult«, freut sich Dagmar Schlingmann, Generalintendantin des Staatstheaters Braunschweig. »Als in Braunschweig verwurzeltes Unternehmen möchten wir zur kulturellen Vielfalt und damit zur Lebensqualität in der Region beitragen«, sagt Julien Mounier, Vorstandsvorsitzender von BS ENERGY. »Mit seiner einzigartigen Mischung aus Geschichte und Kultur ist das Burgplatz Open Air aus dem kulturellen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken. Als Förderer der Region freuen wir uns, dass diese gute Zusammenarbeit mit ›Carmen‹ bereits ihren 16. Geburtstag feiert.«

Staatstheater Braunschweig / Carmen - Burgplatz - Srba Dinic, Nana Dzidziguri, Isabel Ostermann, Dagmar Schlingmann, Julien Mounier, Carolin Löffler © Philipp Ziebart

Staatstheater Braunschweig / Carmen – Burgplatz – Srba Dinic, Nana Dzidziguri, Isabel Ostermann, Dagmar Schlingmann, Julien Mounier, Carolin Löffler © Philipp Ziebart

Seit 2003 ist BS ENERGY Hauptsponsor und rief 2008 gemeinsam mit dem Staatstheater das Projekt »100 Schüler in die Oper« ins Leben. Auch 2018 werden 100 Jugendliche in Workshops und Führungen an das Musiktheater herangeführt. Zum Abschluss lädt BS ENERGY die Schülerinnen und Schüler zu einer Vorstellung auf den Burgplatz ein.

Die ZuschauerInnen des diesjährigen Burgplatz-Open-Air erwartet mit »Carmen« eine Oper, in der die Macht der Verführung, Leidenschaft und Eifersucht im Zentrum stehen und eine Frau für ihre Freiheit und Selbstbestimmung kämpft. Bizets temperamentvolle Musik öffnet dem Werk Tor und Herzen: Sei es der Fandango, die Seguidilla oder die Malagueña – sie alle garantieren mitreißende Rhythmen und das Feuer Spaniens.

Unter der Musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Srba Dinic und in der Inszenierung des österreichischen Regisseurs Philipp M. Krenn erleben Sie Sängerinnen und Sänger des Musiktheaterensembles, das Staatsorchester Braunschweig sowie den Chor und Extrachor des Staatstheaters Braunschweig.


Grabstätte Georges Bizet in Paris © IOCO

Grabstätte Georges Bizet in Paris © IOCO

Sommer-Open-Air mit Carmen von Goerges Bizet
Ab 18. August 2018 auf dem Braunschweiger Burgplatz

Wer kennt sie nicht: Carmens »Habanera«, Escamillos »Toreador«-Lied oder den Chor der Gassenjungen? Georges Bizets Welterfolg gehört zu den meistgespielten Werken der Theaterbühnen – und das, obwohl die Oper bei ihrer Uraufführung am 3. März 1875 gnadenlos unterging. »Ein in höchstem Maße unmoralisches Werk«, lautete damals das Resümee der Fachpresse. Man stieß sich an dem Milieu der ›Zigeuner‹, an dem tragischen Ende der Opéra comique, vor allem aber an der als schamlos empfundenen Protagonistin Carmen. Schon der erste Auftritt der Titelheldin stellte eine sexuelle Provokation dar. Entsprechend der Regieanweisung sollte Carmen in einem kurzen roten Rock, mit zerrissenen Seidenstrümpfen und roten Schuhe die Bühne betreten. Und damit nicht genug: Dem neuen Figurentypus der Femme fatale folgend, ist Carmen ausschließlich auf ihr eigenes Wohl bedacht. Sie folgt einzig der Erfüllung ihres selbst gesteckten Zieles: der Freiheit. Kein Wunder also, dass das damalige Opernpublikum in ihr einen Angriff auf die einzuhaltende Sittlichkeit sah. Doch die Entrüstung währte nicht lange. Schon kurz nach der Uraufführung kletterte Bizets Carmen rasant die Beliebtheitsskala empor und eroberte die Theaterbühnen der Welt. Mehr als 150 Jahre später und mittlerweile 15 Jahre, nachdem mit diesem Werk der Burgplatz als Opern-Spielort eröffnet wurde, ist Carmen nun wieder in Braunschweig zu erleben. Ab dem 18. August verwandelt sich das Burgplatzrund in eine hitzige Arena, brüllt der Braunschweiger Löwe dem feurigen Stier zu und senkt sich die niedersächsische Sonne über der ihr Leben aushauchenden Femme fatale.

Premiere Burgplatz:  Sa 18.08.2018 19:30 Uhr,  Weitere Vorstellungen: So 19.08.2018 19:30 Uhr, Di 21.08.2018 19:30 Uhr, Mi, 22.08.2018 19:30 Uhr, Do 23.08.2018 19:30 Uhr, Fr 24.08.2018 19:30 Uhr, So, 26.08.2018 14:30 & 19:30 Uhr, Di 28.08.2018 19:30 Uhr, Mi 29.08.2018 19:30 Uhr,, Do 30.08.2018 19:30 Uhr, Fr 31.08.2018 19:30 Uhr, Sa 01.09.2018 19:30 Uhr, So, 02.09.2018 19:30 Uhr, Mo 03.09.2018 19:30 Uhr, Di 04.09.2018 19:30 Uhr, Mi, 05.09.2018 19:30 Uhr;

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