Berlin, Staatsoper Unter den Linden, SAMSON ET DALILA – Camille Saint-Saens, 24.11.2019

Staatsoper unter den Linden

Staatsoper Unter den Linden - Im Traum © Max Lautenschläger

Staatsoper Unter den Linden – Im Traum © Max Lautenschläger

SAMSON ET DALILA – Camille Saint-Saëns’

 Inszenierung  Damián Szifron, musikalische Leitung Daniel Barenboim
Elina Garanca – Brandon Jovanovich – in den Titelpartien

Am 24. November feiert Camille Saint-Saëns’ SAMSON ET DALILA in der Inszenierung des argentinischen Filmregisseurs Damián Szifron, der mit dieser Produktion sein Opernregiedebüt gibt, Premiere an der Staatsoper Unter den Linden. Die musikalische Leitung hat Daniel Barenboim inne, es spielt die Staatskapelle Berlin. Das Bühnenbild hat Étienne Pluss entworfen, die Kostüme stammen von Gesine Völlm. In den Titelpartien sind Brandon Jovanovich, der damit sein Haus- und Rollendebüt gibt, sowie Elina Garanca zu erleben.

Feindschaft, Hass und Glaubenskrieg, Macht, Ohnmacht und Begehren: Im Freiheitskampf der Hebräer erhebt Samson seine Stimme gegen die feindlich gesinnten Philister. Samson scheint unbesiegbar, bis die Liebe zur Philisterin Dalila ihn verwundbar macht. Sie weiß um das Geheimnis seiner außergewöhnlichen Kraft. Auf dem Spiel steht der Verlust der eigenen Identität.

Camille Saint-Saens Familiengrab in Paris © IOCO

Camille Saint-Saens Familiengrab in Paris © IOCO

Der argentinische Film- und Fernsehdrehbuchautor und Regisseur Damián Szifron wurde durch seine Fernsehserie Los simuladores aus dem Jahr 2002, die sich zur erfolgreichsten Originalserie im argentinischen Fernsehen entwickelte, bekannt. Einen internationalen Erfolg feierte er 2014 mit seinem von Hugo Sigman und Pedro Almodóvar produzierten Film Wild Tales, der sowohl für einen Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film als auch für den Palme d’Or bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes nominiert wurde. In Argentinien ist Wild Tales der erfolgreichste und umsatzstärkste Film aller Zeiten. Er wurde weltweit ausgestrahlt und gewann den British Academy Film Award, den spanischen Goya sowie mehr als 40 internationale und nationale Preise bei Festivals, u. a. in Toronto, San Sebastian, Telluride, Sundance, La Habana und San Pablo. SAMSON ET DALILA ist Damián Szifrons erste Opernregiearbeit.

Die lettische Mezzosopranistin Elina Garanca ist regelmäßiger Gast an den großen Opernhäusern weltweit, darunter die Deutsche Oper Berlin die Wiener Staatsoper, die Bayerische Staatsoper, das Festspielhaus Baden-Baden, das Royal Opera House Covent Garden London und die Metropolitan Opera New York. Als exklusive Aufnahmekünstlerin der Deutschen Grammophon gewann sie vier ECHO Classic Awards als Sängerin des Jahres 2007 und 2010 sowie für ihre Alben »Romantique« und »Meditation«. Am 16. und 17. Dezember tritt Elina Garanca als Solistin bei Edward Elgars »Sea Pictures« op. 37 beim III. Abonnementkonzert der Staatskapelle unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim auf.

Samson et Delila – 2019 an der Rheinoper – hier eine IOCO Rezension

Der US-amerikanische Tenor Brandon Jovanovich gibt mit der Titelparte in SAMSON ET DALILA sein Haus- und Rollendebüt an der Staatsoper Unter den Linden. Engagements führten ihn u. a. an die Deutsche Oper Berlin, an die Bayerische Staatsoper, an die Wiener Staatsoper, ans Teatro alla Scala in Mailand und zu den Salzburger Festspielen. Brandon Jovanovich hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, so etwa 2007 den Richard Tucker Award, 1997 den Anna Mackay Case Award sowie 2004 den prestigeträchtigen ARIA Award.

Zum Ensemble gehören Michael Volle (Oberpriester des Dagon), Kwangchul Youn (Abimélech), Wolfgang Schöne (Ein alter Hebräer), Andrés Moreno García (Erster Philister) und Jaka Mihela? (Zweiter Philister). Darüber hinaus singt der Staatsopernchor, einstudiert von Martin Wright.

Zur Vorbereitung auf die Premiere findet am Sonntag, dem 17. November um 11 Uhr im Apollosaal der Staatsoper Unter den Linden eine Einführungsmatinee mit Damián Szifron und Brandon Jovanovich statt, moderiert von der Dramaturgin Jana Beckmann. Der Eintritt ist frei.

SAMSON ET DALILA  –  Oper in drei Akten (1877/1892)
Musik von Camille Saint-Saëns,  Text von Ferdinand Lemaire

Premiere am Sonntag, den 24. November 2019 um 18:00 Uhr,  Weitere Vorstellungen am 27. und 30. November sowie 3., 7., 11. und 14. Dezember 2019,  Eine Werkeinführung findet jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal statt.

—| Pressemeldung Staatsoper unter den Linden |—

Heidenheim, Opernfestspiele Heidenheim, Premiere CARMEN, 06.07.2012

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Opernfestspiele Heidenheim

Ein echtes C-Movie
Opernfestspiele Heidenheim feiern mit „Carmen“ Premiere

Opernfestspiele Heidenheim / Regisseur Rathke bei den Proben © Opernfestspiele Heidenheim

Opernfestspiele Heidenheim / Regisseur Rathke bei den Proben © Opernfestspiele Heidenheim

Der Höhepunkt eines spanischen Festspielsommers: Am Freitag, den 6. Juli, feiert „Carmen“ im Rahmen der Opernfestspiele Heidenheim Premiere. Schon heute verspricht der unsterbliche Opernklassiker auch auf Schloss Hellenstein ein Erfolg zu werden – das zeigen nicht nur aktuelle Verkaufszahlen, sondern auch spannende Einblicke in die laufenden Proben um Festspieldirektor Marcus Bosch und Regisseur Joachim Rathke. An insgesamt zehn Abenden im Zeitraum vom 6. bis 28. Juli wird die Open Air- Inszenierung im Rittersaal auf Schloss Hellenstein zu erleben sein. Beginn ist jeweils um 20 Uhr.

Ob schwül-warm oder nass-kalt: Nach einem wahren Probenmarathon des  Opernensembles um Festspieldirektor Marcus Bosch und Regisseur Joachim Rathke fällt am 6. Juli zum ersten mal der Vorhang für Georges Bizets „Carmen“ – dem Höhepunkt der diesjährigen Opernfestspiele Heidenheim. Ganze 23 Jahre ist es her, dass die weltberühmte Opéra comique zum letzten Mal bei den Heidenheimer Festspielen aufgeführt wurde.

Höchste Zeit also, den feurigen Klassiker wieder aufleben zu lassen – 2012 in einer Inszenierung von Joachim Rathke. Das Konzept des freischaffenden Regisseurs, der bereits über dreißig Opern in Deutschland und im europäischen Ausland inszeniert hat, darunter „La Traviata“ (2003) und „Maldoror“ (2010) gemeinsam mit Marcus Bosch, verspricht eine vielschichtige „Carmen“, die man so noch nicht gesehen hat: Die Geschichte um das Leben und Sterben der rassigen Zigeunerin wird in ein spanisches Filmset versetzt, das – weit entfernt von Hollywood – mit kleinem Budget und schlechter Ausrüstung ein Carmen-Movie dreht; ein echtes „C-Movie“ also. Gemeinsam mit Bühnenbildner Detlev Beaujean und Kostümbildnerin Heike Mondschein orientiert sich der Regisseur dabei am spanischen Filmemacher Pedro Almodóvar und dessen Vorliebe für eine bunte, pralle, skurril-komische Ästhetik. Die Inszenierung lässt Carmen, Don José, die Schmuggler und Soldaten „schauspielern“ – lässt sie mitwirken in einer eigentlich miserablen Filmproduktion, die eine klassische „Carmen“ verfilmt. Und im „echten Leben“, am Filmset, passiert die eigentliche Handlung, kommt es zu Liebesspiel und Rauferei, Eifersuchtsdrama und Verzweiflungsmord.

Für die Umsetzung dieses Konzeptes konnte ein internationales Solistenensemble verpflichtet werden, mit „Carmen“ Helen Lepalaan, Fulvio Oberto alias „Don José“ und Adrian Gans als „Escamillo“. „Carmen“ ist zurück in Heidenheim und sieht am 6. Juli einer ausverkauften Premiere entgegen – für die weiteren neun Vorstellungen sind noch wenige Tickets zu haben.

—| Pressemeldung Opernfestspiele Heidenheim |—

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