Bochum, Ruhrtriennale, Auftakt 2019 in der Ruhr-Universität Bochum, 21.08.2019

August 19, 2019 by  
Filed under Hervorheben, Konzert, Oper, Pressemeldung, Ruhrtriennale

Ruhrtriennale

Ruhrtriennale / Auftakt-Pressekonferenz © Daniel Sadrowski/Ruhrtriennale 2019

Ruhrtriennale / Auftakt-Pressekonferenz © Daniel Sadrowski/Ruhrtriennale 2019

Ruhrtriennale 2019 –  Start 21.8.2019

Christoph Marthaler eröffnet –  Uni Hörsaal ist Bühne und Zuschauerraum

Mitte kommender Woche startet die diesjährige Ruhrtriennale mit einer Vielzahl von Ur- und Erstaufführungen in das sechswöchige Festival der Künste. Intendantin Stefanie Carp: „Ich freue mich auf neue ästhetische Erfahrungen, auf den Austausch mit dem Publikum und auf interessante Begegnungen.“

Victor Ullmann, von den Nazis ermordet - Stolperstein © IOCO

Victor Ullmann, von den Nazis ermordet – Stolperstein © IOCO

Das Festival wird mit der Premiere von Christoph Marthalers Nach den letzten Tagen. Ein Spätabend  am 21. August 2019 im Audimax der Ruhr-Universität Bochum eröffnet. Der futuristische Hörsaal ist in Christoph Marthalers Kreation sowohl Bühne als auch Zuschauerraum. Die Besucher*innen finden sich in einem imaginierten Parlament wieder. In diesem erklingt die Musik von Komponisten wie Viktor Ullmann, Jósef Koffler, Szymon Laks, Pavel Haas, Fritz Kreisler und Erwin Schulhoff, die während des Nationalsozialismus deportiert, ermordet und in die Emigration gezwungen wurden. Das Ensemble u.a. mit den Schauspieler*innen Josef Ostendorf und Bettina Stucky sowie der Sängerin Tora Augestad verwebt Text und Musik zu einer dystopischen Zukunftsvision, die ein Bewusstsein für die aktuelle politische Lage in Europa schafft.

Jan Lauwers und die Needcompany erzählen in der Uraufführung All the good am 22. August in der Maschinenhalle Zweckel in Gladbeck biografische Geschichten um Verlust und Hoffnung. Es geht um den ehemaligen Elitesoldaten Elik Niv und die Künstlerfamilie Lauwers. Sie begegnen sich zu einem Zeitpunkt, wo Krieg und Terror eine neue Gegenwärtigkeit erlangt haben. In einem Strom aus assoziativen Bildern, Musik, Tanz, Kostümen, Masken und Sprache erforscht Jan Lauwers zusammen mit der Needcompany Techniken des autobiografischen Erzählens.

Auch Heiner Goebbels setzt sich in seiner neuen Kreation Everything that Happened and Would Happen, deren Deutsche Erstaufführung am 23. August in der Jahrhunderthalle Bochum stattfindet, mit der europäischen Geschichte der letzten einhundert Jahre auseinander. Mit einem internationalen Ensemble aus Tänzer*innen, Performer*innen und Musiker*innen verbindet der Komponist und Theatermacher in seiner multimedialen Inszenierung Patrik Ouredníks Text „Europeana“ mit unkommentierten, tagesaktuellen Nachrichtenbildern des Fernsehsenders Euronews sowie Bühnenbildfragmenten aus seiner Inszenierung Europeras 1 & 2.

Die Junge Triennale, vertreten durch das furchtlose Nachwuchskünstler*innenkollektiv Mit Ohne Alles, beschäftigt sich in diesem Jahr mit dem Thema Macht. Die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung sind ab dem 23. August unter #nofear: Macht den Weg frei bei PACT Zollverein in Essen zu sehen. Zusammen mit dem Theaterkollektiv Berlocken aus Berlin haben die Jugendlichen Interviews, Workshops und Begegnungen im Essener Stadtteil Katernberg zu einer Performance verdichtet.

Ruhrtriennale 2019
youtube Trailer der Ruhrtriennale
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Neben diesen neuen Kreationen bietet die Ruhrtriennale auch wieder verschiedene kostenlos zugängliche Formate an. Am 23. August eröffnet beispielsweise der Third Space auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum. raumlaborberlin hat die Teile des Transall-Flugzeugs vollkommen neu angeordnet, um einen Ort für Kunst und Begegnungen zu schaffen. Im Third Space findet während des gesamten Festivals ein vielfältiges Programm bestehend aus Workshops, Performances, Konzerten, Lesungen und Partys statt, das zu Austausch und Diskurs einlädt. Verbindendes Thema sind Dialog und Essen, was insbesondere in dem kulinarischen Format „Dialog am Schneidebrett“ mit verschiedenen Künstler*innen und Gästen zu erleben ist. Am ersten Festivalwochenende stehen raumlaborberlin beim Dialog am Schneidebrett Rede und Antwort, Eva Meyer-Keller zeigt ihre Performance „Death is Certain“ und es wird Tango Argentino getanzt. Ein weiteres Highlight ist die Cabin Crew Night Ende September in der junge Künstler*innen aus Nordrhein-Westfalen ihre Performances zeigen. Ebenfalls im Third Space ist ein Teil der Video-Installation von Barbara Ehnes Arbeit „?????????? – Archive of Messages: Words in Motion“ zu finden. Für ihre Installation hat die Künstlerin Einzelpersonen und subkulturelle Initiativen im krisenerfahrenen Griechenland und dem Ruhrgebiet zu ihrem Verständnis von Solidarität befragt. Diese Interviews sind als beständig wachsendes Archiv während des Festivals auch im Glaspavillon am Modehaus Baltz in der Bochumer Innenstadt und in der Rottstraße zu sehen. Im Dialog mit der Arbeit findet am 6. September das „Concert in Motion“ im Third Space statt, in dem das griechische Rebetiko auf Neue Musik von Eleftherios Veniadis trifft. Der Eintritt zum Third Space und allen dort stattfindenden Veranstaltungen ist frei.

Die ebenfalls frei zugängliche architektonische Sound-Installation Bergama Stereo des türkischen Künstlers Cevdet Erek zeigt eine Nachbildung des berühmten Pergamon-Altars in der Turbinenhalle an der Jahrhunderthalle Bochum. Der monumentale Lautsprecherfries kann ab dem 25. August besucht werden. Während des Festivals findet in der Installation außerdem ein abwechslungsreiches Konzertprogramm u.a. mit traditioneller Musik aus der Region um Bergama, DJ-Sets und elektronischer Musik statt. Den Anfang machen Cevdet Erek, Gökhan Deneç und Saba Arat, die bei Bergama Stereo Variations + Davul Step 2 einen Live-Remix der über 30 Audio-Kanäle der Installation mit den Klängen der Zylindertrommel Davul kombinieren.

Mit Sound und anderen Medien beschäftigt sich auch der Künstler Tony Cokes in seiner Multimedia-Installation Mixing Plant, die am 22. August in der Mischanlage auf Zeche Zollverein in Essen eröffnet. Im Beitrag von Urbane Künste Ruhr zur Ruhrtriennale setzt sich der US-amerikanische Künstler mit den politischen Bezügen regionaler und internationaler Clubmusik auseinander und verwebt animierten Text, gefundenes Bildmaterial, monochrome Farbflächen und Popmusik zu einer Mehrkanal-Installation. Der Eintritt zur Installation und zum Rahmenprogramm sind frei.

Bis zum 29. September sind in den ehemaligen Industriehallen des Ruhrgebiets 164 Veranstaltungen zu erleben. Zu den Höhepunkten zählen unter anderem die Barockoper Dido and Aeneas, Remembered (ab 28.8.), die um eine Variation der Arie Remember me des finnischen Jazz-Gitarristen Kalle Kalima ergänzt wurde und von David Marton inszeniert wird sowie Kornél Mundruczós Interpretation von György Ligetis „Requiem“, die er gemeinsam mit den Bochumer Symphonikern, dem lettischen Staatschor und den Darsteller*innen des Proton Theaters in Evolution (ab 5.9.) realisiert.

Einige Tage vor dem Start der Ruhrtriennale ist Dr. Vera Battis-Reese, Geschäftsführerin der Kultur Ruhr GmbH, zufrieden mit dem Vorverkauf: „Wir freuen uns sehr über das große Interesse an unseren Veranstaltungen. Zu den besonders nachgefragten Produktionen gehören ‚Nach den letzten Tagen. Ein Spätabend‘ von Christoph Marthaler, ‚Everything that Happend and Would Happen‘ von Heiner Goebbels, ‚Evolution‘ von Kornél Mundruczó, ‚Chapter 3‘ von Sharon Eyal und ‚Coro‘ mit Chorwerk Ruhr und den Duisburger Philharmonikern unter der musikalischen Leitung von Florian Helgath. Auch wenn einige Vorstellungen bereits ausverkauft sind, gibt es für die meisten Produktionen noch Karten.

Für die Ruhrtriennale 2019 kommen mehr als 800 beteiligte Künstler*innen aus rund 35 Ländern ins Ruhrgebiet, um 35 Produktionen und Projekte – davon 14 Ur- und Erstaufführungen – in 14 unterschiedlichen Spielstätten in Bochum, Duisburg, Essen und Gladbeck zu zeigen.

—| Pressemeldung Ruhrtrienale |—

Berlin, Staatsoper im Schiller Theater, 1. Premiere der neuen Spielzeit: LETZTE TAGE. EIN VORABEND, 02.09.2014

staatsoper_schiller_theater.png

Staatsoper im Schiller Theater

Staatsoper im Schiller Theater © IOCO

Staatsoper im Schiller Theater © IOCO

Erste Premiere der neuen Spielzeit am 2. September: Christoph Marthaler zeigt Letzte Tage. Ein Vorabend

LETZTE TAGE. EIN VORABEND
Ein Projekt von Christoph Marthaler

Christoph Marthalers Projekt Letzte Tage. Ein Vorabend ist am 2. September die erste Premiere der neuen Spielzeit der Staatsoper im Schiller Theater. Dieses außergewöhnliche Musik-Theaterprojekt mit Sängern, Schauspielern und Instrumentalisten ist der Musik jüdischer Komponisten aus Tschechien, Österreich und Polen gewidmet, die von den Nazis ermordet wurden oder knapp im Lager oder Exil überlebt haben. Musikalisch geleitet wird der Abend von Uli Fussenegger vom Klangforum Wien, der die Werke von Erwin Schulhoff, Viktor Ullmann, Szymon Laks, Jósef Koffler, Pavel Haas u.a. gesammelt und bearbeitet hat. Verflochten wird die Musik mit dokumentarischen Texten, Parla­ments­­sitzungs­proto­kollen sowie realen und fiktiven Politiker­reden.

Die Urauf­führung fand im letzten Jahr als Auftrags­werk der Wiener Fest­wochen und in Ko­produktion mit der Berliner Staatsoper (sowie dem Pariser Festival d’Automne) im histori­schen Sitzungssaal des Wiener Parlaments statt. Nun zeigt Christoph Marthaler Letzte Tage. Ein Vorabend an fünf Terminen im Schiller Theater (Raum: Duri Bischoff), wo das Publi­kum (400 Plätze) auf der Bühne sitzen und die 12 Sänger und Schauspieler sowie die Musiker im Zuschauer­raum agieren werden.

Die kleine Besetzung des Orchesters aus Musikern von »Die Wiener­gruppe« – Klarinette, Bassett­horn, Akkordeon, Klavier, Harmo­nium, Violine, Viola, Kontra­bass – erinnert bewußt an die »Not­situationen« der Orchester im KZ Theresienstadt, die auf die verfügbaren Instrumentalisten und Instrumente angewiesen waren. Ein musika­lisches Leitmotiv der Inszenierung ist eine in Theresien­stadt 1943 entstandene Melodie für Violine von Viktor Ullmann, wahrscheinlich sein letztes Werk vor seiner Deportation nach Auschwitz.

Zum Ensemble gehören u.a. Bettina Stucky (Eine verstörte Weltoffene), Josef Ostendorf (Ein in der Geschichtsschleife hängengebliebener Europäer), Silvia Fenz (Eine Wiener Dame von Welt) und Bendix Dethleffsen (Ein vernünftiger Abgeordneter und Pianist).
Premiere am Dienstag, den 2. September 2014, 20:00 Uhr

Weitere Vorstellungen am 3., 5., 6. und 7. September
Staatsoper im Schiller Theater

Werkeinführung immer 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn

Produktion: Wiener Festwochen; Koproduktion: Staatsoper Unter den Linden (Berlin); Théâtre de la Ville-Paris und Festival d’Automne à Paris – mit Unterstützung der Ernst von Siemens Musikstiftung – Premiere der Uraufführung war am 17. Mai 2013 bei den Wiener Festwochen

—| Pressemeldung Staatsoper im Schillertheater |—

Gera, Theater und Philharmonie Thüringen, LICHT UND SCHATTEN im 8. PHILHARMONISCHEN KONZERT, 13./14./15.06.2012

Mai 31, 2012 by  
Filed under Pressemeldung, Theater Altenburg Gera

theater_und_philharmonie_gera.png

Theater und Philharmonie Thüringen

LICHT UND SCHATTEN im 8. PHILHARMONISCHEN KONZERT

mit dem Reußischen Kammerorchester

Theater und Philharmonie Thüringen / Günter Gäbler © Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / Günter Gäbler © Theater und Philharmonie Thüringen

Das 8. Philharmonische Konzert am 13. und14. Juni im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera und am 15. Juni im Landestheater Altenburg wird vom Reußischen Kammerorchester Gera e. V. gestaltet. Die Leitung hat Christian Schumann. Solisten sind Andreas Knoop (Flöte) und Günter Gäbler (Oboe) aus dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera. Konzertbeginn ist jeweils 19.30 Uhr, bereits 18.45 Uhr wird zur Einführung eingeladen.

Die Verbindung von Ouvertüre, Suite und Konzert hat keiner seiner Zeitgenossen so weit entwickelt wie Johann Sebastian Bach in der Orchestersuite Nr. 2. Hier nehmen die Soloepisoden einen derart großen Raum ein, dass der Eindruck eines Flötenkonzerts entsteht. Joseph Haydns um 1738 entstandene Sinfonie Nr. 38 gehört zu den festlichen C-Dur-Sinfonien „mit Pauken und Trompeten“ und bekommt durch den Einsatz einer Solo-Oboe teilweise konzertartige Züge.

Theater und Philharmonie Thüringen / Andreas Knoop © Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / Andreas Knoop © Theater und Philharmonie Thüringen

Wolfgang Amadeus Mozarts 1787 uraufgeführte „Prager“-Sinfonie erfreut sich ebenfalls bis heute größter Beliebtheit. Die psychologische Vertiefung der Buffo-Opern „Figaros Hochzeit“ und „Don Giovanni“ hat hier ihre Entsprechung in einer sinfonischen Tonsprache, die von einer leidenschaftlichen Dramatik ebenso geprägt ist wie von präzisester musikalischer Ausarbeitung. Sogar thematische Entsprechungen zwischen den Opern und der Sinfonie finden sich, so die Melodie des Duetts Susanna/Cherubino aus dem „Figaro“ im Hauptthema des Finales.

In den 1920er Jahren galt Franz Schreker als einer der größten Opernkomponisten in Deutschland; seine Opern erreichten zeitweise höhere Aufführungszahlen als diejenigen von Richard Strauss. Wie dieser ist Schreker ein Spätromantiker. Seiner Karriere bereiteten die Nationalsozialisten genauso ein Ende wie der des Tschechen Pavel Haas, dessen 1944 uraufgeführte Studie für Streichorchester sich aufgrund ihrer kontrapunktischen Faktur in die Tradition Bachs stellt.

Christian Schumann, 1983 in Freiburg im Breisgau als Sohn ungarischer Eltern geboren, begann im Alter von sechs Jahren seine Klavierausbildung. Früh wurde er in die Vorklasse der Musikhochschule Freiburg aufgenommen, wo er in den Fächern Klavier, Dirigieren und Musiktheorie unterrichtet wurde. Nach dem Abitur studierte er an der Musikhochschule „Franz Liszt“ bei Nicolás Pasquet Dirigieren und Komposition bei Michael Obst. 2007 beendete er sein Studium und erhielt im selben Jahr den Ersten Preis beim internationalen Dirigier-Wettbewerb im Rahmen der Meisterklasse Yuri Simonov beim Liszt-Wagner Orchester, Budapest.

Seine Ausbildung wurde durch Lehrer wie Pierre Boulez, George Hurst, Mikhail Jurowski, Kurt Masur, Jorma Panula und Yuri Simonov beeinflusst. Zudem erhielt Christian Schumann die Möglichkeit, Dirigenten wie Christoph von Dohnanyi, Gustavo Dudamel, Peter Eötvös, Esa-Pekka Salonen, David Stern und Frank Strobel zu assistieren, so auch 2007 beim Lucerne Festival, wo er Peter Eötvös bei Stockhausens Gruppen und im Jahr darauf Lucas Vis beim Bayerischen Rundfunk in der Reihe „Musica viva“ für Mixtur 2003 assistierte. 2008/2009 war Christian Schumann Stipendiat der „Internationalen Allianz Academy for Conductors“ und leitete im März 2009 im Abschlusskonzert dieser Akademie das Philharmonia Orchestra London in der Royal Albert Hall.

Im März 2010 debütierte Christian Schumann an der Bayerischen Staatsoper, wo er zwei Aufführungen von Eötvös’ „Die Tragödie des Teufels“ leitete. Im selben Jahr dirigierte er am Mainfrankentheater Würzburg Mozarts „Die Zauberflöte“ und am Theater St. Gallen, Schweiz, die dortige Erstaufführung von Benjamin Schweitzers „Jakob von Gunten“.

In Konzerten dirigierte Christian Schumann Klangkörper wie das Beethoven Orchester Bonn, Filharmonia ?ód´z Artura Rubinsteina, Hanoi Philharmonic Orchestra, Hofer Symphoniker, Jenaer Philharmonie, Nürnberger Symphoniker, Philharmonia Orchestra London, Philharmonisches Orchester Altenburg-Gera, Philharmonisches Staatsorchester Mainz, Saarländisches Staatsorchester Saarbrücken, Sinfonieorchester Aachen, Staatskapelle Weimar, Thüringen Philharmonie Gotha sowie das Ensemble Resonanz und das Österreichische Ensemble für Neue Musik (OENM). In Abu Dhabi leitete er das Orchester der Sibelius Akademie, in Tschechien dirigierte er Bergs Violinkonzert „Dem Andenken eines Engels“ und in den Vereinigten Staaten in Portland/Maine Beethovens „Symphonie Nr. 9“.

Anlässlich von Proben oder Assistenzen leitete Christian Schumann zudem das Budapest Festival Orchestra, Copenhagen Philharmonic Orchestra, ensemble intercontemporain, Hamburger Symphoniker, London Philharmonic Orchestra, MDR-Sinfonieorchester Leipzig, Staatskapelle Dresden und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Von 2007 bis 2009 war Christian Schumann am Theater Str. Gallen engagiert, wo er auch Bizets „Carmen“ und Strawinskys „Le sacre du printemps“ dirigierte und dem dortigen Generalmusikdirektor bei Strauss’ „Arabella“ assistierte. Während seines Studiums leitete er in Hochschulproduktionen Humperdincks „Hänsel und Gretel“, Mozarts „Le nozze di Figaro“ und Rossinis „La cenerentola“.

2006 brachte er in Frankfurt am Main seine Kammeroper „Todesmonolog“ zur Uraufführung, 2007 übernahm er am Stadttheater Fürt die Einstudierung von Hans Kraus-Hübners Uraufführung „Ganna und die Wahnwelt“.

Eine CD-Einspielung von Germaine Tailleferres „Konzert für 2 Gitarren und Orchester“ sowie die DVD-Produktion von „Nosferatu“ mit Musik von Michael Obst entstanden unter Leitung von Christian Schumann. Auch als Dirigent von Filmmusik ist Christian Schumann aktiv.

Im August 2009 übernahm Christian Schumann kurzfristig beim Kunstfest Weimar für Heinz Holliger ein Konzertprogramm mit der Staatskapelle Weimar. 2009 dirigierte er zudem erstmals im Rahmen des Warschauer Herbstes und anschließend auch beim Festival Tonlagen in Hellerau bei Dresden.

Im Januar 2001 leitete Christian Schumann erneut Peter Eötvös’ „Die Tragödie des Teufels“ an der Bayerischen Staatsoper München.

Konzertverpflichtungen übernahm Christian Schumann 2010/2011 in Hanoi und Saigon, er dirigierte das Aarhus Symphony Orchestra, die Hamburger Symphoniker, die Mecklenburgische Staatskapelle und arbeitet mit dem ensembleKONTRASTE, dem Nationalen Sinfonieorchester des Polnischen Rundfunks Katowice, der Neuen Philharmonie Frankfurt und dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich zusammen.

In der Saison 2011/2012 stehen Konzertprojekte mit dem Pannon Philharmonic Orchestra Pécs, Ungarn, der Mecklenburgischen Staatskapelle, dem Ho Chi Minh City Symphony Orchestra in Vietnam, mit der Neuen Philharmonie Frankfurt, dem ensembleKONTRASTE, dem WDR Rundfunkorchester Köln, dem Philharmonischen Orchester Luxembourg und dem Reußischen Kammerorchester auf seinem Terminplan.

 Programm:
Johann Sebastian Bach (1685-1750): Ouvertüre (Orchestersuite) Nr. 2 h-Moll BWV 1067
Pavel Haas (1899-1944): Studie für Streichorchester
Joseph Haydn (1732-1809): Sinfonie Nr. 38 C-Dur Hob. I:38
Franz Schreker (1878-1934): Intermezzo für Streichorchester op. 8
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791):Sinfonie Nr. 38 D-Dur KV 504 („Prager“)

—| Pressemeldung Theater und Philharmonie Thüringen |—

Gera, Theater und Philharmonie Thüringen, LICHT UND SCHATTEN im 8. PHILHARMONISCHEN KONZERT, 13./14.05.2012

Mai 11, 2012 by  
Filed under Pressemeldung, Theater Altenburg Gera

theater_und_philharmonie_gera.png

Theater und Philharmonie Thüringen

LICHT UND SCHATTEN im 8. PHILHARMONISCHEN KONZERT

mit dem Reußischen Kammerorchester

 Das 8. Philharmonische Konzert am 13. und14. Juni im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera und am 15. Juni im Landestheater Altenburg wird vom Reußischen Kammerorchester

Gera e. V. gestaltet. Die Leitung hat Christian Schumann. Solisten sind Andreas Knoop (Flöte) und Günter Gäbler (Oboe) aus dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera. Konzertbeginn ist jeweils 19.30 Uhr, bereits 18.45 Uhr wird zur Einführung eingeladen.

Die Verbindung von Ouvertüre, Suite und Konzert hat keiner seiner Zeitgenossen so weit entwickelt wie Johann Sebastian Bach in der Orchestersuite Nr. 2. Hier nehmen die Soloepisoden einen derart großen Raum ein, dass der Eindruck eines Flötenkonzerts entsteht. Joseph Haydns um 1738 entstandene Sinfonie Nr. 38 gehört zu den festlichen C-Dur-Sinfonien „mit Pauken und Trompeten“ und bekommt durch den Einsatz einer Solo-Oboe teilweise konzertartige Züge. Wolfgang Amadeus Mozarts 1787 uraufgeführte „Prager“-Sinfonie erfreut sich ebenfalls bis heute größter Beliebtheit. Die psychologische Vertiefung der Buffo-Opern „Figaros Hochzeit“ und „Don Giovanni“ hat hier ihre Entsprechung in einer sinfonischen Tonsprache, die von einer leidenschaftlichen Dramatik ebenso geprägt ist wie von präzisester musikalischer Ausarbeitung. Sogar thematische Entsprechungen zwischen den Opern und der Sinfonie finden sich, so die Melodie des Duetts Susanna/Cherubino aus dem „Figaro“ im Hauptthema des Finales.

In den 1920er Jahren galt Franz Schreker als einer der größten Opernkomponisten in Deutschland; seine Opern erreichten zeitweise höhere Aufführungszahlen als diejenigen von Richard Strauss. Wie dieser ist Schreker ein Spätromantiker. Seiner Karriere bereiteten die Nationalsozialisten genauso ein Ende wie der des Tschechen Pavel Haas, dessen 1944 uraufgeführte Studie für Streichorchester sich aufgrund ihrer kontrapunktischen Faktur in die Tradition Bachs stellt.

Christian Schumann, 1983 in Freiburg im Breisgau als Sohn ungarischer Eltern geboren, begann im Alter von sechs Jahren seine Klavierausbildung. Früh wurde er in die Vorklasse der Musikhochschule Freiburg aufgenommen, wo er in den Fächern Klavier, Dirigieren und Musiktheorie unterrichtet wurde. Nach dem Abitur studierte er an der Musikhochschule „Franz Liszt“ bei Nicolás Pasquet Dirigieren und Komposition bei Michael Obst. 2007 beendete er sein Studium und erhielt im selben Jahr den Ersten Preis beim internationalen Dirigier-Wettbewerb im Rahmen der Meisterklasse Yuri Simonov beim Liszt-Wagner Orchester, Budapest.

Seine Ausbildung wurde durch Lehrer wie Pierre Boulez, George Hurst, Mikhail Jurowski, Kurt Masur, Jorma Panula und Yuri Simonov beeinflusst. Zudem erhielt Christian Schumann die Möglichkeit, Dirigenten wie Christoph von Dohnanyi, Gustavo Dudamel, Peter Eötvös, Esa-Pekka Salonen, David Stern und Frank Strobel zu assistieren, so auch 2007 beim Lucerne Festival, wo er Peter Eötvös bei Stockhausens Gruppen und im Jahr darauf Lucas Vis beim Bayerischen Rundfunk in der Reihe „Musica viva“ für Mixtur 2003 assistierte. 2008/2009 war Christian Schumann Stipendiat der „Internationalen Allianz Academy for Conductors“ und leitete im März 2009 im Abschlusskonzert dieser Akademie das Philharmonia Orchestra London in der Royal Albert Hall.

Im März 2010 debütierte Christian Schumann an der Bayerischen Staatsoper, wo er zwei Aufführungen von Eötvös’ „Die Tragödie des Teufels“ leitete. Im selben Jahr dirigierte er am Mainfrankentheater Würzburg Mozarts „Die Zauberflöte“ und am Theater St. Gallen, Schweiz, die dortige Erstaufführung von Benjamin Schweitzers „Jakob von Gunten“.

In Konzerten dirigierte Christian Schumann Klangkörper wie das Beethoven Orchester Bonn, Filharmonia ?ód´z Artura Rubinsteina, Hanoi Philharmonic Orchestra, Hofer Symphoniker, Jenaer Philharmonie, Nürnberger Symphoniker, Philharmonia Orchestra London, Philharmonisches Orchester Altenburg-Gera, Philharmonisches Staatsorchester Mainz, Saarländisches Staatsorchester Saarbrücken, Sinfonieorchester Aachen, Staatskapelle Weimar, Thüringen Philharmonie Gotha sowie das Ensemble Resonanz und das Österreichische Ensemble für Neue Musik (OENM). In Abu Dhabi leitete er das Orchester der Sibelius Akademie, in Tschechien dirigierte er Bergs Violinkonzert „Dem Andenken eines Engels“ und in den Vereinigten Staaten in Portland/Maine Beethovens „Symphonie Nr. 9“.

Anlässlich von Proben oder Assistenzen leitete Christian Schumann zudem das Budapest Festival Orchestra, Copenhagen Philharmonic Orchestra, ensemble intercontemporain, Hamburger Symphoniker, London Philharmonic Orchestra, MDR-Sinfonieorchester Leipzig, Staatskapelle Dresden und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Von 2007 bis 2009 war Christian Schumann am Theater Str. Gallen engagiert, wo er auch Bizets „Carmen“ und Strawinskys „Le sacre du printemps“ dirigierte und dem dortigen Generalmusikdirektor bei Strauss’ „Arabella“ assistierte. Während seines Studiums leitete er in Hochschulproduktionen Humperdincks „Hänsel und Gretel“, Mozarts „Le nozze di Figaro“ und Rossinis „La cenerentola“.

2006 brachte er in Frankfurt am Main seine Kammeroper „Todesmonolog“ zur Uraufführung, 2007 übernahm er am Stadttheater Fürt die Einstudierung von Hans Kraus-Hübners Uraufführung „Ganna und die Wahnwelt“.

Eine CD-Einspielung von Germaine Tailleferres „Konzert für 2 Gitarren und Orchester“ sowie die DVD-Produktion von „Nosferatu“ mit Musik von Michael Obst entstanden unter Leitung von Christian Schumann. Auch als Dirigent von Filmmusik ist Christian Schumann aktiv.

Im August 2009 übernahm Christian Schumann kurzfristig beim Kunstfest Weimar für Heinz Holliger ein Konzertprogramm mit der Staatskapelle Weimar. 2009 dirigierte er zudem erstmals im Rahmen des Warschauer Herbstes und anschließend auch beim Festival Tonlagen in Hellerau bei Dresden.

Im Januar 2001 leitete Christian Schumann erneut Peter Eötvös’ „Die Tragödie des Teufels“ an der Bayerischen Staatsoper München.

Konzertverpflichtungen übernahm Christian Schumann 2010/2011 in Hanoi und Saigon, er dirigierte das Aarhus Symphony Orchestra, die Hamburger Symphoniker, die Mecklenburgische Staatskapelle und arbeitet mit dem ensembleKONTRASTE, dem Nationalen Sinfonieorchester des Polnischen Rundfunks Katowice, der Neuen Philharmonie Frankfurt und dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich zusammen.

In der Saison 2011/2012 stehen Konzertprojekte mit dem Pannon Philharmonic Orchestra Pécs, Ungarn, der Mecklenburgischen Staatskapelle, dem Ho Chi Minh City Symphony Orchestra in Vietnam, mit der Neuen Philharmonie Frankfurt, dem ensembleKONTRASTE, dem WDR Rundfunkorchester Köln, dem Philharmonischen Orchester Luxembourg und dem Reußischen Kammerorchester auf seinem Terminplan.

Programm:
Johann Sebastian Bach (1685-1750): Ouvertüre (Orchestersuite) Nr. 2 h-Moll BWV 1067
Pavel Haas (1899-1944): Studie für Streichorchester
Joseph Haydn (1732-1809): Sinfonie Nr. 38 C-Dur Hob. I:38
Franz Schreker (1878-1934): Intermezzo für Streichorchester op. 8
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791):Sinfonie Nr. 38 D-Dur KV 504 („Prager“)

—| Pressemeldung Theater und Philharmonie Thüringen |—

Nächste Seite »