Berlin, Renaissance-Theater, Im weißen Rössl – Ralph Benatzky, IOCO Kritik, 22.08.2019

Renaissance Theater - Berlin © Florian Bolk

Renaissance Theater – Berlin © Florian Bolk

Renaissance Theater

Im weißen Rössl –  Ralph Benatzky  und ….

Musik – Ralph Benatzky, Robert Stolz, Bruno Granichstaedten Robert Gilbert,
Text – Ralph Benatzky, Hans Müller-Einigen Erik Charell

von Kerstin Schweiger

Wie ein altes Schwarzweißbild aus längst vergangenen Ferien mutet Ralph Benatzkys und Erik Charells 1930 im großen Schauspielhaus an der Berliner Friedrichstraße (heute steht dort der neue Friedrichstadt-Palast) uraufgeführter Operettensuperschlager von 1930 heute an. Herz und Schmerz und Liebeschaos am Wolfgangsee. Berliner Schnauze und Austria-Schmäh.

Tuba vorm Balkon: Das Renaissance-Theater Berlin zeigt Benatzkys Singspiel „Im weißen Rössl“

Und doch war die Uraufführung am 8. November 1930 im Großen Schauspielhaus in Berlin der Schlager der Saison, modernes Unterhaltungsmusiktheater mit Elementen aus Jazzcombo, Volksmusikorchester und Feuerwehrkapelle. Und dies in einer Zeit, die knapp zwei Jahre früher mit der Dreigroschenoper von Brecht und Weill oder den jazzigen Operetten von Paul Abraham, mit Tonfilmschlagern und den Revuen der späten 1920er Jahre bereits in Richtung Musical geschielt hatte. 18 Monate lang stand das Stück ununterbrochen auf dem Spielplan. Eine musikalische Wandtapete, die in Zeiten des aufkommenden Massentourismus das tatsächliche Wirtshaus zum Weißen Rössl in St. Wolfgang zu einem Wallfahrtsort für Touristenströme machte und zum Traum-Sehnsuchtsort für die, die nicht vereisen konnten.

Im weißen Rössl – Ralph Benatzky
youtube Trailer Renaissance Theater – Berlin
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Das Stück setzte eine Serie von erfolgreichen Uraufführungen am Großen Schauspielhaus fort. Charell legte das Ganze als musikalisches Teamwork an und damit den Grundstein für den großen Erfolg. Ralph Benatzky war als musikalischer Supervisor engagiert, die Parole lautete, eigene Kompositionen mit passender Volksmusik und Schlagern anderer Komponisten zu kombinieren. So jagt bis heute ein Schlager den nächsten. Von Robert Stolz kamen der Foxtrott „Die ganze Welt ist himmelblau“ und der Walzer „Mein Liebeslied muß ein Walzer sein“.

Renaissance Theater - Berlin / Im weißen Rössl © Boris Aljinovic

Renaissance Theater – Berlin / Im weißen Rössl © Boris Aljinovic

„Zuschaun kan i net“ stammte von Bruno Granichstaedten und „Was kann der Sigismund dafür, daß er so schön ist“ von Robert Gilbert. Eduard Künneke wurde beauftragt, die Instrumentation zu übernehmen und die Chöre zu schreiben. Neu war auch, dass die große Orchesterbesetzung alle gängigen Stile der populären Musik beherrschte. Von Feuerwehrkapelle über Jazzcombo bis hin zu Zitherspielern wirkten neben dem großen Bühnenorchester im Berliner Schauspielhaus 1930 rund 100 Musiker mit. Benatzky hatte Erfahrung mit großen Besetzungen, seit 1926 arbeitete er in Berlin mit Erik Charell zusammen, komponierte Musik für die Jahresrevuen des Großen Schauspielhauses in Berlin. Darüber hinaus besaß er Kabarett-Erfahrung für die kleine Form. Mit seiner ersten Frau der Wiener Diseuse Josma Selim trat er bis 1923 im Wiener Kabarett Simplicissimus mit selbstkomponierten Chansons auf.

Die Besetzung bot die Crème de la Crème der Berliner Unterhaltungsbranche 1930 auf. Max Hansen, Siegfried Arno, Camilla Spira, Otto Wallburg und Paul Hörbiger u.a. spielten in der Uraufführung. Die BZ am Mittag schrieb über die Uraufführung 1930: „Die Landschaft von Wolfgang baut sich bis in die alpenglühenden Gipfel auf und geht rund ums Parkett, das zum Talkessel wird. Die Echtheit zu beglaubigen, rollte ein richtiger Omnibus auf die Bühne (allerdings viel zu pünktlich), der See ladet zum Bade, ein Wasserfall spult seinen silbernen Zwirn, ein richtiger Regen schnürlt vom Himmel, und Ziegen meckern dich an. Waschecht auch Schuhplattler, Jodlerinnen, Watschentänzer und die Kostüme, die Trachten sind. Ein Volk von Sennern, Hirten, Jägern, Schützenmädels, Feuerwehrleuten, Veteranen, Bauern Wirtshausleuten koloriert das Milieu. Und das Lokalkolorit wird sozusagen synkopiert von der Internationalität der Girls und Boys, die beweisen sollen, daß auch St. Wolfgang nicht außer der Welt liegt. Ihre Tänze sind das fließende Band, das die Handlung aufrollt, heranträgt, in Takte und Akte teilt.(…) In diesen Tänzen triumphiert nicht nur der Rhythmus der Beine, der Musik, sondern auch der Kostüme: Farben, Stoffe, Zusammenklang. Symphoniker ist hier Ernst Stern, Professor mit Recht. Wunderschön. Der Rhythmus, die Zweiteilung setzt sich bis ins Orchester fort, dessen Linke Jazz, dessen radikale Rechte Zither und Laute sind, Heimwehlaute unter Steirerhut und Hahnenschwanz.“

Doch der Erfolg der Uraufführung währte nicht lange, die Nationalsozialisten verboten weitere Aufführungen wegen der jüdischen Herkunft Charells und weiterer Autoren. Viele der erfolgreichsten Unterhaltungsarbeiter der Weimarer Republik waren jüdischer Abstammung, einige entkamen aus Deutschland, andere wurden im KZ ermordet. So endete auch das von Benatzky, Paul Abraham, Robert Gilbert, Erik Charell, Kurt Weill und anderen Mitstreitern erfolgreich produzierte neue unterhaltende Musiktheater.

Erst seit der Wiedererweckung des Rössl in der Bar Jeder Vernunft 1994 in einer legendären Besetzung, angeführt von den Geschwistern Pfister mit Otto Sander, Meret Becker und Gerd Wameling, steht das Stück immer wieder auf den Spielplänen deutscher Theater als sichere Bank, wenn es um Auslastungen geht.

In Berlin haben seither Aufführungen des musikalischen Alpendramas um die Rössl-Wirtin Josepha Vogelhuber, ihren Oberkellner Leopold und die kauzig-liebenswerte Besetzung aus Einheimischen und Berliner Piefkes im Theater des Westens und in der Komischen Oper um die Gunst des Publikums gewetteifert. Nun stellt das Renaissance-Theater als Wiederaufnahme-Premiere bereits in der zweiten Spielzeit eine ganz eigene Fassung vor.

Das Stück kommt Tucholskys Ideal „vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße“ recht nahe. Berliner Schnauze trifft österreichischen Schmäh, Alpenpanorama mit Herzschmerz und Schnaps, Leberknödel meets Boulette und am Ende haben sich alle lieb.

Renaissance Theater- Berlin / Zuschauerraum © Oskar Kaufmann

Renaissance Theater- Berlin / Zuschauerraum © Oskar Kaufmann

Heimlicher Chef im Ausflugshotel Zum weißen Rössl am österreichischen Wolfgangsee ist Kellner Leopold. Er schmeißt den Laden auch in der Hochsaison. Doch für seine Chefin Josepha Vogelhuber ist er Luft, sie ignoriert ihn und seine Annäherungsversuche, no #Metoo am Wolfgangsee 1930. Josepha hingegen liebt nämlich heimlich einen Stammgast aus Berlin, Rechtsanwalt Dr. Siedler. Zeitgleich erscheinen, ebenfalls aus Berlin, der Fabrikant Wilhelm Giesecke und seine Tochter Ottilie. Dummerweise gibt es unangenehme geschäftliche Querverbindungen, für Giesecke ein weiterer Grund zum Maulen über die ungewohnte Bergidylle. Doch Ottilie hat einen eigenen Plan und findet Siedler supersüß! Leopold übertreibt seine Zuneigung zu Josepha und seine Abneigung gegen Siedler und fliegt prompt raus. Dann tauchen noch Sigismund, der Sohn von Gieseckes Erzkonkurrenten und Fabrikantensohn Sülzheimer junior auf, zusammen mit Dr. Heinzelmann nebst Tochter Klärchen, die er im Zug getroffen hat. Kaiserwetter am See erfordert auch einen echten Kaiser, der steigt im Weißen Rössl ab und Josepha beißt die Zähne zusammen und stellt den ansonsten ja tüchtigen Leopold wieder ein. Der benimmt sich schlecht und fliegt erneut. Der gütige Operettenkaiser regelt das für ihn und am Ende haben sich alle lieb.

Doch Regisseur Torsten Fischer, sein Ausstattungsteam und der Musikalische Leiter Harry Ermer setzen sich ganz bewusst über diese leichtsinnige Grundstimmung hinweg. Sie schicken eine Grußpostkarte aus der Sommerfrische und konzentrieren sich mangels großer bzw. vielstimmiger Besetzung und Ausstattungsmöglichkeit auf der kleineren Bühne auf den touristischen Aspekt des Stückes. Alles beginnt mit einem Andachtsjodler auf düsterer Bühne, die ganze Handlung hat in der hölzern getäfelten Gaststube mit Panoramabild und Gamsgeweih bei einheimischen Getränken und alpenländischer Musik ihren Ursprung. Vielleicht an einem regnerischen Abend, wo man sich Geschichten erzählt, von damals als der Kaiser kam oder der ortsunkundige Piefke ins Gebirge ging. Ein Kammerspiel im Salzkammergut, in das immer wieder eine andere Welt einbricht: Touristen jeglicher Couleur treten auf, der nörgelnde Berliner Großkotz mit Geld, ein smarter Stammgast, Vater und Tochter auf Entschleunigungsreise.

Und dann werden auch die Einheimischen wach und übernehmen die vom Tourismusmanager zugedachte Rolle als Animateure, die man aus dem, Prospekt und Operette kennt, sie erschaffen das gewünschte Operettenbild eines Postkartenidyklls: der schlawinernde Kellner im Biergarten, die resche Wirtin mit Herz oder die gut gelaunte Briefträgerin, der senil-huldvolle Kaiser vorm Kaiserstuhl. Harry Ermer und sein Quartett setzen auf die kleine Form, sie kreieren einen charmanten kammermusikalischen Rahmen mit Tuba, Trompete, Geige, Akkordeon, Klavier, Cello und Bass, der genau Benatzkys Stilvielfalt bedient und ohne Kitsch elegant zwischen Swing, Jazz, Operette und Revue wechselt.

Dabei kommen sie den unterschiedlichen stimmlichen Voraussetzungen der Besetzung entgegen. Musicalstar Andreas Bieber als Kellner Leopold und Winnie Böwe als Rössl-Wirtin werfen sich musikalische wie dialogisch die Bälle zu. Tonio Arango, Ralph Morgenstern, Walter Kreye, Angelika Milster, Nadine Schori und Annemarie Brüntjen übernehmen alle mehrere Rollen mit gut gelaunter Spielfreude, selbstironischem Augenzwinkern und viel stimmlichem Engagement. Als Piefke herrlich maulend, nörgelnd in eine Lederhose verfrachtet, hat Boris Aljinovic seinen großen Auftritt als Wilhelm von Giesecke. Am Ende regelt der Operettenkaiser alle Ränke, hat jeder sein Jodel-Diplom und wer eine Erlebnisreise gebucht hat, hat sie auch bekommen. Dem Publikum hat der Kurzausflug ins Operettenreich unzweifelhaft gefallen.

Das weiße Rössl: Aufführungen im Renaissance-Theater bis 7. September 2019

—| IOCO Kritik Renaissance Theater Berlin |—

Meiningen, Meininger Staatstheater, OPERETTENGALA, 14.09.2019

Meininger Staatstheater 

Meininger Staatstheater © Marie Liebig

Meininger Staatstheater © Marie Liebig

OPERETTENGALA
Samstag, 14. September 2019__19.30 Uhr, Großes Haus

Musikalische Leitung: GMD Philippe Bach
Moderation: Corinna Jarosch
Mit: Alex Kim, Carolina Krogius, Stan Meus, Monika Reinhardt, Shin Taniguchi;  Meininger Hofkapelle

Beliebtes, Altbekanntes und ganz Neues bietet die Operettengala zum Saisonauftakt

Meininger Staatstheater / GMD Philippe Bach © Rolf K. Wegst

Meininger Staatstheater / GMD Philippe Bach © Rolf K. Wegst

„Freunde, das Leben ist lebenswert!“ – Wie könnte man eine Saison schöner beginnen als mit dieser Feststellung? Und wie könnte man ein Engagement besser antreten als mit diesem Lied? – Alex Kim ist neu im Ensemble und präsentiert sich in tenoralem Glanz mit diesem Hit aus Lehàrs Operette GIUDITTA erstmals dem Meininger Publikum. Der Sänger, der zunächst in seiner Heimat Südkorea studierte und dann Hamburg, war 2017/18 Mitglied des Ensembles am Nürnberger Staatstheater. Von zahlreichen Wettbewerben kehrte der junge Tenor preisgekrönt zurück, wie etwa vom Gesangswettbewerb „Die Meistersinger von Nürnberg“, wo er bereits 2016 unter den Preisträgern war und nun 2018 den 1.Preis im Deutschen Fach und den Preis der besten Wagner-Interpretation erlangte. In Meiningen wird er im Herbst noch als Ruggiero in Puccinis LA RONDINE zu erleben sein. Operetten gehören aber stets zum Repertoire des spielfreudigen Sängers, mit dem er gerne auftritt.

An diesem Abend stehen mit Werken von Carl Millöcker, Robert Stolz und Emerich Kálmán noch weitere Hit und lebensfrohe Melodien auf dem Programm! Publikumslieblinge wie Carolina Krogius, Monika Reinhard, Shin Taniguchi und Stan Meus haben gleich eine ganze Menagerie an Ohrwürmern parat. Welche Zeile wird am Ende Ihnen nicht mehr aus dem Kopf gehen? Vielleicht ja eine aus Paul Abrahams kürzlich wiederentdeckter Operette MÄRCHEN IM GRAND HOTEL, die ab Januar auch auf dem Spielplan des Meininger Theaters zu finden sein wird!

—| Pressemeldung Meininger Staatstheater |—

Mainz, Staatstheater Mainz, Opernnacht am Dom, 30.06.2019

Juni 21, 2019 by  
Filed under Konzert, Oper, Pressemeldung, Staatstheater Mainz

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Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Opernnacht am Dom
30. Juni, 19 Uhr

Wenn im Staatstheater Mainz Instrumente in Transportkoffer gepackt und Magnete gegen fliegende Notenblätter im Wind verteilt werden, wenn Sonnenbrille und Sonnencreme neben Klavierauszügen und Ballkleidern in den Garderoben zu finden sind, ist klar: Die Opernnacht am Dom steht vor der Tür. Kurz vor den Spielzeitferien richtet das Staatstheater Mainz in Kooperation mit mainzplus CITYMARKETING und dem Kultursommer Rheinland-Pfalz noch einmal den Fokus auf emotionale Höhepunkte der Opernliteratur – und das mittlerweile schon zum fünften Mal vor der wohl schönsten Mainzer Kulisse: zwischen Dom und Staatstheater. Die Besucher*innen werden in diesem Jahr u.a. erleben, wie sich Wotan von seiner Lieblingstochter Brünnhilde verabschiedet und einen Feuerkreis um sie legt, wie sich die Feldmarschallin im Rosenkavalier von ihrem jungen Geliebten Octavian verabschiedet und ihn Sophie überlässt, wie Don Giovanni die Frauen verführt und wie Escamillo in seiner weltberühmten Arie aus Bizets Carmen vom Leben als Torero berichtet.

Es spielt das Philharmonische Staatsorchester Mainz unter der Leitung von Generalmusikdirektor Hermann Bäumer und die Mitglieder des Opernensembles Vida
Mikneviciute, Jennifer Panara, Dorin Rahardja, Nadja Stefanoff, Derrick Ballard und Brett Carter singen Arien und Duette aus berühmten Opern und Operetten. Intendant Markus Müller führt als Moderator durch den Abend.

DAS PROGRAMM
Gaetano Donizetti: La Fille du Régiment
Ouvertüre

Wolfgang Amadeus Mozart: Don Giovanni
Finch´han dal vino, Arie des Don Giovanni
Là ci darem la mano, Duettino Don Giovanni – Zerlina

Alfredo Catalani: La Wally
Ebben? Ne andrò lontana, Arie der Wally

Georges Bizet: Carmen
Votre toast, je peux vous le rendre, Arie des Escamillo

Ludwig van Beethoven: Fidelio
Abscheulicher!… Komm Hoffnung, lass den letzten Stern
Rezitativ und Arie der Leonore

Jacques Offenbach: Hoffmanns Erzählungen
Elle a fui, la tourterelle, Arie der Antonia

Voyons? Pour Hoffmann!
Rezitativ und Arie des Lindorf

PAUSE

Emmerich Kálmán: Der Teufelsreiter
Grand Palotas de la Reine

Charles Gounod: Faust
Ronde du veau d´or, Arie des Méphistophélès

Umberto Giordano: Andrea Chénier
La mamma morta, Arie der Maddalena

Richard Strauss: Der Rosenkavalier
Hab mir´s gelobt
Terzett Feldmarschallin – Octavian – Sophie

Richard Wagner: Die Walküre
Walkürenritt
Der Augen leuchtendes Paar
Auszug aus Wotans Abschied und Feuerzauber

Paul Abraham: Viktoria und ihr Husar
Ja, so ein Mädel, Duett Janczi – Riquette

Emmerich Kálmán: Gräfin Mariza
Höre ich Zigeunergeigen, Arie der Gräfin Mariza

Paul Abraham: Ball im Savoy
Es ist so schön, am Abend bummeln zu gehen
Duett Mustafa – Daisy

Änderungen vorbehalten –

—| Pressemeldung Staatstheater Mainz |—

Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Spielplan April 2019

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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann


Spielplan April 2019


Mi 03.04.2019
20:00
Gronau, Theatersaal
Dinge, die ich sicher weiß (Premiere)
Schauspiel von Andrew Bowell


Do 04.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Die Addams Family
Musical von Andrew Lippa, Marshall Brickman und Rick Elice


Do 04.04.2019
11:00
15:00
Hildesheim, Stadttheater – theo
Die Schöne und der Schmied
Figurentheater nach einer Novelle von Nikolai W. Gogol


Do 04.04.2019
20:00
Nienburg, Theater auf dem Hornwerk
Die unsichtbare Hand
Schauspiel von Ayad Akhtar


Fr 05.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Die Pantöffelchen
Oper von Piotr. I Tschaikowsky


Fr 05.04.2019
19:30
Bad Bevensen, Kurhaus
Nathan der Weise
Schauspiel von Gotthold Ephraim Lessing Sa 06.04.2019 19:00 Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus Dinge, die ich sicher weiß (Hildesheim-Premiere) Schauspiel von Andrew Bowell


So 07.04.2019
19:00
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Jasper in Deadland
Musical von Ryan Scott Oliver und Hunter Foster


So 07.04.2019
11:15
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Matinee zu Tod in Venedig (Eintritt frei)


Mo 08.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Die Pantöffelchen (Zum letzten Mal)
Oper von Piotr. I Tschaikowsky


Di 09.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Die Brücken Am Fluss (The Bridges of Madison County) (Zum letzten Mal)
Musical von Jason Robert Brown und Marsha Norman


Do 11.04.2019
11:00
Hildesheim, Stadttheater – theo
Herr Glück und Frau Unglück
Stück nach Antonie Schneider und Susanne Straßer


Do 11.04.2019
20:00
Hildesheim, Stadttheater – F1
Impro im Foyer (Eintritt frei)
spezial


Fr 12.04.2019
20:00
Burgdorf, Theater am Berliner Ring
Dinge, die ich sicher weiß
Schauspiel von Andrew Bowell


Fr 12.04.2019
11:00
Hildesheim, Stadttheater – theo
Herr Glück und Frau Unglück
Stück nach Antonie Schneider und Susanne Straßer


Fr 12.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Jasper in Deadland
Musical von Ryan Scott Oliver und Hunter Foster


Fr 12.04.2019
23:00
Hildesheim, Stadttheater – F1
Nachtbar #7Sins
Zorn


Sa 13.04.2019
15:00
Hildesheim, Stadttheater – theo
Herr Glück und Frau Unglück
Stück nach Antonie Schneider und Susanne Straßer


Sa 13.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Mutter Courage und ihre Kinder Schauspiel von Bertolt Brecht, Musik von Paul Dessau
Spielplanübersicht April 2019. Stand: 4.3.2019 – Änderungen vorbehalten!


So 14.04.2019
16:00
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Die Hochzeit des Figaro
(Zum letzten Mal in dieser Spielzeit)
Deutsches Singspiel von Wolfgang Amadeus Mozart


So 14.04.2019
15:00
Hildesheim, Stadttheater – theo
Herr Glück und Frau Unglück
Stück nach Antonie Schneider und Susanne Straßer


Mo 15.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Dinge, die ich sicher weiß
Schauspiel von Andrew Bowell


Do 18.04.2019
20:30
Hildesheim, Bar Wohnzimmer
TfN im Wohnzimmer Lesung der Erzählung „Der Schatten über Innsmouth“ Sa 20.04.2019 19:00 Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus Tod in Venedig (Premiere) Oper von Benjamin Britten


Mo 22.04.2019
19:00
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Die Addams Family
Musical von Andrew Lippa, Marshall Brickman und Rick Elice


Mi 24.04.2019
20:00
Gronau, Theatersaal
Nathan der Weise
Schauspiel von Gotthold Ephraim Lessing


Mi 24.04.2019
20:00
Hildesheim, Stadttheater – Van der Valk Hotel
Auf der Besetzungscouch (Eintritt frei)
Der TfN-Theater-Talk


Fr 26.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Tod in Venedig
Oper von Benjamin Britten


Sa 27.04.2019
14:00
Hildesheim, Stadttheater – Treffpunkt Bühneneingang
Blick hinter die Kulissen
Expertenführung Schauspieler/-in


Sa 27.04.2019
19:00
Garbsen, IGS Meyenfelder Straße
Die Brücken Am Fluss (The Bridges of Madison County) Musical von Jason Robert Brown und Marsha Norman


Sa 27.04.2019
15:00
Hildesheim, Stadttheater – F1
5. Kammerkonzert
Oktett op. 166 von Franz Schubert


Sa 27.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Mutter Courage und ihre Kinder
Schauspiel von Bertolt Brecht | Musik von Paul Dessau


So 28.04.2019
17:00
Hameln, Theater
Die Blume von Hawaii
Operette von Paul Abraham


So 28.04.2019
19:00
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Dinge, die ich sicher weiß
Schauspiel von Andrew Bowell


So 28.04.2019
11:15
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Matinee zu Elternabend (Eintritt frei)


So 28.04.2019
15:00
Hildesheim, Stadttheater – F1
Theater Extra zu Schahname – Das Buch der Könige (Eintritt frei)
Eine Veranstaltung der Freunde des TfN


Mo 29.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Dinge, die ich sicher weiß
Schauspiel von Andrew Bowell


Di 30.04.2019
19:30
Gütersloh, Theater
Tod in Venedig
Oper von Benjamin Britten



AUF DER BESETZUNGSCOUCH
Der TfN-Theater-Talk
Nach den Erfolgen im Theatergarten gibt es endlich eine neue Auflage des beliebten Talk-Formats. Benjamin R. Riebsamen, Marketingleiter am TfN, lädt wieder zum Talk ein – diesmal mit Operndirektor Florian Ziemen und einem weiteren Gast aus dem Ensemble. In entspannter Bar-Atmosphäre wird über Interessantes, Ungeahntes, Überraschendes geplaudert. Freuen Sie sich auf spannende Einblicke in die Arbeit moderner Opern-Schaffender. Der Eintritt ist frei.
TERMIN Mi, 24.4., 20:00 Uhr, Van der Valk Hotel, Stadtschenke


PREMIEREN


DINGE, DIE ICH SICHER WEIß
Schauspiel von Andrew Bovell
„Ich dachte, sie würden so werden wie wir“, sagt Bob Prize über seine erwachsenen Kinder, „nur besser als wir. Mit besseren Jobs. Und besseren Aussichten. Dafür haben wir doch so hart gearbeitet.“ Doch alle vier Kinder gehen Lebenswege, die Bob und seine Frau Fran ganz und gar nicht nachvollziehen können. Das sicher geglaubte Familiengefüge gerät ins Wanken …
Der australische Autor Andrew Bovell schreibt poetisch und zutiefst ehrlich über die große Liebe, die diese Familie zusammenhält und sie zugleich auseinandertreibt. Inszenierung Jörg Gade Ausstattung Swana Gutke Dramaturgie Astrid Reibstein Mit Simone Mende (Fran), Gotthard Hauschild (Bob), Katharina Wilberg (Pip), Jonas Kling (Mark), Jonas Nowack (Ben), Lilli Meinhardt (Rosie)
PREMIERE Mi, 3.4., Gronau | HILDESHEIM-PREMIERE Sa, 6.4., 19:00 Uhr, Großes Haus
MATINEE So, 24.3., 11:15 Uhr, Großes Haus (Eintritt frei)
Im Anschluss an die Vorstellung am Montag, 15.4., findet das Publikumsgespräch „nachgefragt“ im F1 statt.


TOD IN VENEDIG
Oper von Benjamin Britten | Libretto von Myfanwy Piper
Nach der gleichnamigen Novelle von Thomas Mann | In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
In einer Schaffenskrise begibt sich der Schriftsteller Gustav von Aschenbach nach Venedig, getrieben von der Sehnsucht nach etwas ganz Neuem, Fremden. Hier gibt er sich – fasziniert von der unbekümmerten Anmut des hübschen Jungen Tadzio – seinen Tagträumen am Strand hin und ignoriert alle Warnzeichen der aufkeimenden Cholera … Benjamin Britten vertonte
in seiner letzten Oper Thomas Manns berühmte Novelle nach einem Libretto von Myfanwy Piper, das die Handlung zwischen Rausch, Obsession, Verdrängung, Lebensbejahung und Todessehnsucht in magische, vielfarbige und exotische Klangbilder übersetzt. Musikalische Leitung und Chor Achim Falkenhausen Inszenierung Felix Seiler Ausstattung Hannes Neumaier Dramaturgie Susanne von Tobien Mit Hans Jürgen Schöpflin (Gustav von Aschenbach), Uwe Tobias Hieronimi (Der Reisende u.a.), Tobias Hechler (Stimme des Apollo), Julian Rohde (Hotelportier) sowie Opernchor, Jugendchor und Orchester des TfN
PREMIERE Sa, 20.4., 19:00 Uhr, Großes Haus | MATINEE So, 7.4., 11:15 Uhr, Großes Haus (Eintritt frei)


KONZERT


5. KAMMERKONZERT
Schon während Schubert an seinem monumentalen Oktett in F-Dur arbeitete, wusste er, dass er mit diesem Werk die Grenzen der Kammermusik sprengen würde. Er wollte sich endlich „den Weg zur großen Sinfonie bahnen“ und das Oktett ist als eine Art Vorstudie für diesen Weg zu verstehen. Zum Vorbild nahm er sich Beethovens bahnbrechendes Septett in Es-Dur, erweiterte es um eine 2. Violine für größere Klangfülle und einen stärker ausgeprägten sinfonischen Charakter. Diesen unterstrich er noch durch die bedeutenden langsamen Einleitungen, die er dem ersten und letzten Satz
vorausschicke, sozusagen eine Sinfonie für acht Stimmen.
TERMIN Sa, 27.4., 15:00 Uhr, F1
Spielplanübersicht April 2019. Stand: 4.3.2019 – Änderungen vorbehalten!


REPERTOIRE


DIE ADDAMS FAMILY Musical von Andrew Lippa, Marshall Brickman und Rick Elice
Die exzentrischen Addams leben in einer Villa im New Yorker Central Park – und dort spukt es ganz gewaltig. Das eigentliche Problem ist jedoch: Tochter Wednesday will den Sohn einer durchschnittlichen Familie heiraten. Bei einem gemeinsamen Dinner nehmen die Dinge ihren chaotisch-gruseligen Verlauf. Inszenierung April Hailer Musikalische Leitung Andreas Unsicker Ausstattung Esther Bätschmann Choreografie Annika Dickel Mit Alexander Prosek (Gomez Addams), Marysol Ximénez-Carrillo (Morticia Addams), Sandra Pangl (Wednesday Addams), Johannes Osenberg (Pugsley Addams), Jens Krause (Onkel Fester), Lisa Maria Hörl (Grandma), Michael Günther (Lurch), Gerald Michel (Mal Beineke), Elisabeth Köstner (Alice Beineke), Nicolo Soller (Lucas Beineke/ Das eiskalte Händchen), Mitglieder des TfN-Jugendchores und des TfN-MusicalClubs (Ahnen der Addams) Dauer ca. 2 Stunden 50 Minuten, inklusive einer Pause


DIE BRÜCKEN AM FLUSS (THE BRIDGES OF MADISON COUNTY)
Musical von Jason Robert Brown und Marsha Norman
Francesca lebt zufrieden mit ihrem Mann und zwei Kindern auf einer Farm, irgendwo im Mittleren Westen der USA. Eines Tages begegnet sie zufällig Robert, der als Fotograf für eine Reportage in dieser Gegend unterwegs ist. Wird Francesca für diese Liebe ihre Familie verlassen? Der Film mit Meryl Streep und Clint Eastwood wurde 1995 weltberühmt. Inszenierung und Choreografie Craig Simmons Musikalische Leitung Andreas Unsicker Ausstattung Esther Bätschmann Mit Marysol Ximénez-Carrillo (Francesca), Alexander Prosek (Richard „Bud“), Gerald Michel (Robert Kincaid), Elisabeth Köstner (Marian u.a.), Johannes Osenberg (Michael), Sandra Pangl (Carolyn), Katharina Schutza (Marge), Jens Krause (Charlie), Lisa Maria Hörl (Country Sängerin/ Kellnerin u.a.), Jürgen Brehm (Junger Bud/ Sprecher) und Live-Band Dauer ca. 2 Stunden 40 Minuten, inklusive einer Pause


DIE HOCHZEIT DES FIGARO Deutsches Singspiel von Wolfgang Amadeus Mozart Libretto von Lorenzo Da Ponte | Übersetzung von Christian August Vulpius und Adolph Knigge
Wie kaum eine andere Oper spielt DIE HOCHZEIT DES FIGARO mühelos auf der Klaviatur der Gefühle, zwischen Liebe und Leidenschaft, Intrige und Happy End. Auch mehr als 200 Jahre nach der Uraufführung 1786 hat Mozarts Musik nichts von ihrer Faszination verloren. Die Neuinszenierung in deutscher Sprache präsentiert sich als Singspielfassung mit gesprochenen Dialogen anstatt gesungener Rezitative. Musikalische Leitung Florian Ziemen Inszenierung Wolfgang Nägele Ausstattung Hannah König Chor Achim Falkenhausen Mit Martin Berner (Graf Almaviva), Antonia Radneva (Gräfin Almaviva), Meike Hartmann (Susanne), Peter Kubik/ Levente György (Figaro), Neele Kramer (Cherubin), Isabell Bringmann (Marzelline), Uwe Tobias Hieronimi (Bartolo/ Antonio), Julian Rohde (Basilio/ Gänsekopf), Vanessa Peschel/ Franziska Schonebeck/ Kathelijne Wagner (Bärbchen), Steffi Fischer, Anne Lütje (Blumenmädchen), Opernchor des TfN, Orchester des TfN Dauer ca. 3 Stunden 15 Minuten, inklusive einer Pause


DIE PANTÖFFELCHEN
Komisch-fantastische Oper von Pjotr I. Tschaikowsky | Libretto von Jakow Polonski
Nach „Die Nacht vor Weihnachten“ von Nikolai Gogol | In deutscher Übersetzung
Es geht zu wie im Märchen: Der Schmied Wakula muss seiner Oxana die Pantöffelchen der Zarin besorgen, um ihre Liebe zu gewinnen. Auf einer abenteuerlichen Reise gelingt es ihm nicht nur, geschickt den Teufel auszutricksen, er schafft auch das scheinbar Unmögliche und kann am Ende mit den ersehnten Schuhen im Gepäck zu seiner Liebsten zurückkehren.
Musikalische Leitung Florian Ziemen Inszenierung Anna Katharina Bernreitner Ausstattung Hannah Oellinger, Manfred Rainer Chöre Achim Falkenhausen Mit Neele Kramer (Solocha), Wolfgang Schwaninger/ Beau Gibson (Wakula), Peter Kubik (Der Teufel/ Stimme des Waldteufel), Uwe Tobias Hieronimi (Tschub / Ein alter Saporoger), Antonia Radneva/ Katja Bördner (Oxana), Levente György (Pan Golowa/ Durchlaucht), Julian Rohde (Panass/ Schulmeister), Jesper Mikkelsen (Der Zeremonienmeister), Opernchor, Jugend- und Extrachor des TfN, Orchester des TfN Dauer ca. 3 Stunden, inkl. einer Pause


JASPER IN DEADLAND Europäische Erstaufführung | Musical von Ryan Scott Oliver und Hunter Foster
Jasper liebt Agnes. Nach ihrer Liebesnacht erscheint Agnes nicht zum Treffen an den Klippen. Jasper ist sicher: Agnes ist ins Meer gesprungen. Unterstützt von Rockmusik kämpft Jasper in der Unterwelt gegen gefährliche Dämonen, um Agnes zurück ins Leben zu holen. Doch ihm bleibt nur wenig Zeit … Inszenierung und Choreografie Bart de Clercq Musikalische Leitung Andreas Unsicker Ausstattung Hannes Neumaier Mit Nicolo Soller (Jasper), Elisabeth Köstner (Agnes/ Gretchen u. a.), Alexander Prosek (Lethe u. a.), Sandra Pangl (Beatrix Pontinari/ Blind Justice u. a.), Marysol Ximénez-Carillo (Persephone/ Blind Justice u. a.), Lisa Maria Hörl (Eurydike/ Blind Justice u. a.), Amanda Whitford (Ammut u. a.), Gerald Michel (Hathaway/ Pluto u. a.), Johannes Osenberg (Little Lu u. a.), Jens Krause (Virgil/ Dante u. a.) Dauer ca. 2 Stunden 20 Minuten, inklusive einer Pause
Spielplanübersicht April 2019. Stand: 4.3.2019 – Änderungen vorbehalten!


MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER Schauspiel von Bertolt Brecht | Musik von Paul Dessau
Krieg ist ihr Geschäft! Mit ihren drei Kindern zieht Anna Fierling, wegen ihres Mutes auch Mutter Courage genannt, den kämpfenden Truppen im Dreißigjährigen Krieg hinterher. Sie will Geschäfte machen, sie will am Krieg gewinnen. Doch am Ende hat sie fast alles verloren, auch ihre Kinder, und zieht allein mit ihrem Marketenderwagen weiter. Für sie zählt nur eins: „Ich muss wieder in den Handel kommen.“ Brechts Klassiker, uraufgeführt 1941, ist heute aktueller denn je. Er zeigt den Krieg als Fortführung der Geschäfte mit anderen Mitteln. Und zeigt zugleich: Im Krieg gibt es nur Verlierer.
Inszenierung Lydia Bunk Ausstattung Julia Hattstein Musikalische Leitung Szilvia Csaranko Mit Simone Mende (Mutter Courage), Lilli Meinhardt (Kattrin), Dennis Habermehl (Eilif/ Obrist/ Fähnrich), Tonio Schneider (Schweizerkas/ verletzter Bauer/ singender Soldat/ Bauerssohn), Martin Schwartengräber (Koch), Moritz Nikolaus Koch (Feldprediger), Michaela Allendorf (Yvette Pottier/ verletzte Bauersfrau/ singende Stimme/ Bäuerin), Jonas Kling (Feldwebel/ Feldhauptmann/ Schreiber/ versch. Soldaten), Stephan Sitaras (Werber/ Zeugmeister/ Der mit der Binde/ 2. Soldat/ Bauer), Szilvia Csaranko (Der Tod)


JUNGES THEATER


DIE SCHÖNE UND DER SCHMIED Märchen nach Motiven einer Novelle von Nikolai W. Gogol
Gastspiel Marc Schnittger Figuren Theater, ab 5 Jahren
Die Schöne und der Schmied ist ein romantisch-fantastisches Puppenspiel voller Humor, Liebe, Licht und Kohlenstaub. Marc Schnittger spielt mit Hand- und Stockpuppen auf mehreren Ebenen hinter drei Paravents. Inszenierung Marc Lowitz Text, Spiel, Bühne, Puppen Marc Schnittger Bühnenbau Arne Bustorff Musik Anna Hüdepohl Kostüm Claudia Bornscheuer Dauer ca. 50 Minuten, keine Pause
HERR GLÜCK UND FRAU UNGLÜCK Ein Theaterstück nach dem Bilderbuch von Antonie Schneider und
Susanne Straßer | Uraufführung Koproduktion des TfN mit dem Theater Karo Acht, ab 4 Jahren
Ein Stück über das Glück – und darüber, wo es zu Hause ist. Mit Musik, Tanz, Schauspiel und Malerei zaubert das Theater Karo Acht die wunderbare Geschichte dieser ungleichen Nachbarn auf die Bühne. Inszenierung Carmen Grünwald-Waack Bühne Fabian Wessel Kostüme Ulrike Schörghofer Live-Painting und Live-Musik Sönke Franz Mit Julia Solórzano, Sönke Franz, Kian Pourian Dauer ca. 45 Minuten, keine Pause


EXTRA


IMPRO IM FOYER spezial
Zu IMPRO IM FOYER spezial kommen die Gäste von fern und nah – dieses Mal wieder aus Hannover. Christine Nitschke und Sebastian Barnstorf begrüßen Sonja Thöneböhn und Marc Beinsen vom Ensemble „Die Improkokken“.
Die beiden Schauspieler haben sich bereits Ende der 1990er Jahre mit dem Virus des Improvisationstheaters infiziert!
TERMIN Do, 11.4., 20:00 Uhr, F1 (Eintritt frei)


NACHTBAR #7SINS Zorn
Du spürst dieses Brodeln, tief in dir. Du willst schreien, willst treten, willst dich auf den Boden werfen und heulen. Du bist so wütend, so zornig, du willst ausrasten. Doch du kannst nicht. Warum eigentlich?
TERMIN Fr, 12.4., 23:00 Uhr, F1 (Eingang Teichstraße)
TfN IM WOHNZIMMER Der Schatten über Innsmouth
Grusellesung mit Musik und handgemachten Geräuschen nach der Erzählung von H. P. Lovecraft. „Sie könnten auch den alten Bus nehmen, vermute ich, aber die Leute hier machen das eigentlich nich‘. Er fährt über Innsmouth. Nachts würde ich an Ihrer Stelle dort nicht bleiben.“ Mit Jonas Kling u. a.
TERMIN Do, 18.4., 20:30 Uhr, Bar Wohnzimmer (Kaiserstraße 41)


TheaterExtra zu SCHÃHNÃME – DAS BUCH DER KÖNIGE Eine Veranstaltung der Freunde des TfN
„Wir müssen unsere Träume austauschen“ – Wir fragen einmal andersherum: Was bringen Menschen, die in unser Land flüchten, aus ihrer Kultur mit? Geschichten wie das Heldenepos Schãhnãme des persischen Dichters Ferdosi. Was empfangen sie, wenn sie zu uns kommen? Schãhnãme gehört zur Weltliteratur und erzählt von den Grunderfahrungen jeder Gesellschaft: Flucht – Heimat – Sehnsucht nach Frieden. Diskussion über Integration unter dem Vorzeichen interkulturellen Austausches. Mit Dr. Eike Wittrock (Universität Hildesheim), Flüchtlingsrat Niedersachsen,
Naja Marie Domsel und Karla Hennersdorf (Schauspielerinnen), Dr. Doris Wendt, Reiner Müller
TERMIN So, 28.4., 15:00 Uhr, F1 (Eintritt frei)


—| Pressemeldung Theater für Niedersachsen |—

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