Hagen, Theater Hagen, Die Blume von Hawaii – Paul Abraham, IOCO Kritik, 30.10.2020

Oktober 29, 2020 by  
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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Die Blume von Hawaii – Paul Abraham

Das Paradies am Meeresstrand – im Theater Hagen

von Viktor Jarosch

Der österreichische Regisseur Johannes Pölzgutter und sein Team zaubern im Theater Hagen Die Blume von Hawaii als eine lebendige revuebetonte Show auf die Bühne, siehe den folgenden Video. Nostalgische Gesänge, Jazz, Stepptanz und Humor (Sean Stephens, Choreographie) fesseln darin, inspirieren die Besucher ungekürzt über zwei Akte  Dazu haucht Martin Gehrke (Licht) bereits zu den – mit kleinem Orchester jazzig gespielten – Klängen der Ouvertüre „Ein Paradies am Meeresstrand“ den Bühnenraum mit satten, vollen Farben, einem leuchtenden Sternenhimmel im Hintergrund nostalgisch-romantischen Südsee-Flair. Auf der Bühne künden im ersten Bild einige Tische vor einem aufwendigen Bühnenvorhang den Varieté-Charakter der Hagener Blume von Hawaii an. Kapitän Stone gibt sich im ersten Bild, bessrer Zeiten gedenkend, dem Alkohol hin; eine Varieté-Sängerin erinnert ihn wieder an das Südseeparadies. Der Vorhang zur „Bühne auf der Bühne“ öffnet sich und eine vom Ensemble des Theater Hagen geformte Revue voller Klänge, Tanz und Farben nimmt ihrem lebensfrohen Lauf; in welcher farbige Lichtprojektionen mit drei prall ausgeleuchteten Palmen – Video, Foto – das Bühnenbild prägen….. Eine lebensfrohe Produktion  im Theater Hagen, sie belebt, sie inspiriert in diesen schwermütigen Corona-Tagen.

Die Blume von Hawaii – als revuebetonte Show im Theater Hagen
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 Paul Abraham (1892 – 1960) 1931 Schöpfer der Blume von Hawaii, wurde  in Apatin, im damaligen Königreich Ungarn, geboren. 1927 noch Kapellmeister im Budapester Operettentheater und Dirigent kleiner Ensembles in Cafés und Jazzkeller, erwuchs er in den frühen 1930er Jahren zu einem der gefragtesten Komponisten Deutschlands. Dem in die Jahre gekommenen Genre „Operette“ gab Abraham neue Akzente; mit den Librettisten Alfred Grünwald (geflüchtet 1938) und Fritz Löhner-Breda (ermordet in Auschwitz) verbanden sie gemeinsam die gefühlsreichen Klänge der Operette mit Rhythmen, Revuen und den 1920er Jahren populären fetzigen Jazzklängen (Abraham 1928: „Die Jazzmusik .ist zur neuen symphonischen Musik geworden).. Seine Werke Viktoria und ihr Husar, Blume von Hawaii und Ball im Savoy wurden mit zahlreichen Hits zu bleibenden zu Welterfolgen; bis ihn, inmitten seiner Erfolge, 1932 die Nazis aus Berlin vertrieben. Abraham flüchtete 1939 in die USA, erkrankte dort physisch und psychisch; er starb geistig umnachtet, völlig verarmt 1960 in Hamburg. Seine Grabstätte dort drohte im Jahr 2000 eingeebnet zu werden: Eine Initiative der Hamburger Kulturbehörde und anderer Institutionen sicherten, sanierten seine Grabstätte für kommende Jahre.

 Theater Hagen / Die Blume von Hawaii - nostalgische Show unter Palmen - hier : Penny Sofroniadou als Raka © Klaus Lefebvre

Theater Hagen / Die Blume von Hawaii – nostalgische Show unter Palmen – hier : Penny Sofroniadou als „American dream-girl“ Raka © Klaus Lefebvre

Hawaii haben weder Paul Abraham noch seine Librettisten je gesehen: Die Blume von Hawaii bedient in moderner Form Publikumsträume und Stereotypen der Zeit: als fesselnder Schauplatz, in welchem das Exotische und das Erotische aufeinander treffen.Die wahre Geschichte der durch Putsch entmachteten letzten hawaiianischen Königin Liliuokalani diente der Operette nur als Schablone. Die Blume von Hawaii. Abraham wollte nicht politisch sein, sondern rhythmisch, selig, nostalgisch: In seinem Werk wächst Operetten-Prinzessin-Laya nach ihrem Sturz sozialisiert in Paris auf; Hawaii ist für sie nur noch Abenteuer. Ihre Rückkehr nach Hawaii erfolgt – operettengerecht – nicht als Laya, sondern als Sängerin Suzanne Provence, eine in Europa bekannt Sängerin. Die folgende Liebesdramaturgie ist, wie die der meisten Operetten komplex, meist wenig logisch.

Der Varieté-orientierte Charakter der Inszenierung im Theater Hagen, mit hinreißend gesungenen „Schlagern“ (My golden Baby; My little boy; Ein Paradies am Meersstrand, Ich hab ein Diwanpüppchen und mehr) verbreitet ungeteilten Frohsinn im Publikum.

Theater Hagen / Die Blume von Hawaii - nostalgische Show unter Palmen - hier : Frank Wöhrmann als der charmant umtriebige Jim Boy © Klaus Lefebvre

Theater Hagen / Die Blume von Hawaii – nostalgische Show unter Palmen – hier : Frank Wöhrmann als der charmant umtriebige Jim Boy © Klaus Lefebvre

Penny Sofroniadou nimmt als Rakain dieser Revue die zentrale Partie eines Conferencier ein, welcher letztlich alle Beteiligten zu ihrem Operetten-Glück führt, sie selbst wird in coolem Stars-and-Stripes-Bikini schließlich zum (Foto oben) Amercan dream-girl. Frank Wöhrmann ist dabei ihr sprachlich wie tänzerisch umtriebiger Partner Jim Boy. Sopranistin Angela Davis wiederum gestaltet die Handlung der Revue mit vielen Songs stimmlich als auch darstellerisch in der großen Doppelrolle als Prinzessin Laya und / oder Suzanne Provence. Und immer begleitet der „Mond von Hawaii“ die Handlung: in vielen Farben ausgleuchtet im Hintergrund der Bühne. Doch auch die anderen großen Partien werden aus dem Ensemble des Theaters blendend besetzt: Richard van Gemert als Prinz Lilo-Taro, Alexander von Hugo als John Buffy, Alina Grzeschik als Bessie Worthington. Mit passender Choreographie gestaltet dazu auch das  Ballett des Theater Hagen mit Filipa Amorim, Noemi Emanuela Martone, Amber Neumann, Suzanne Vis den spielerischen Charakter der Produktion. Rodrigo Tomillo führt als Dirigent sein kleines Orchester in  jazzigen wie nostalgischen Klängen.

Die revuebetont, über zwei Akte gespielte Blume von Hawaii im Theater Hagen ist in diesen Corona-Tagen ersehnter, wichtiger Stimmungsaufheller. Natürlich feierte das  reduzierte Publikum zum Ende Regie, Bühnenbild und alle Solisten auf der Bühne. Die Pause bot erste Gelegenheit im Theaterrestaurant Inszenierung und Darsteller der Produktion mit Freunden „zu begießen“. Leider konnte man die Begeisterung nicht – Restaurant geschlossen – wie gewohnt im anschließenden Premierenplausch fortsetzen.

Die Blume von Hawaii im Theater Hagen; die weiteren Vorstellungen 21.11.; 31.12.2020 (zwei Vorstellungen); 9.1.; 20.1.; 30.01.2021

—| IOCO Kritik Theater Hagen |—

Hagen, Theater Hagen, DIE BLUME VON HAWAII – Paul Abraham, 24.10.2020

Oktober 21, 2020 by  
Filed under Premieren, Pressemeldung, Theater Hagen

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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

DIE BLUME VON HAWAII –  Paul Abraham

Premiere  SAMSTAG, 24. OKTOBER 2020, 19.30 UHR

Als nächste Premiere im Theater Hagen steht am 24. Oktober 2020 (19.30 Uhr, Großes Haus) die Neuinszenierung der Operette Die Blume von Hawaii von Paul Abraham auf dem Programm.

IOCO wird die Premiere besuchen und berichten

Der Komponist Abraham und seine Librettisten siedelten dieses Werk in Hawaii an: In dem paradiesisch anmutenden Inselstaat regt sich Widerstand gegen die Annexion durch die Amerikaner. Die Hoffnung der Hawaiianer wächst, als Prinzessin Laya aus Europa zurück in ihre Heimat kommt – sie soll den Prinzen Lilo-Taro heiraten und mit ihm gemeinsam den Thron besteigen. Doch Laya hat inzwischen ihr Herz an Kapitän Stone verloren. Und dann gibt es noch Buffy, Bessie, Jim Boy, Suzanne Provence und Raka, die alle auf der Suche nach ihrem Liebesglück sind … – wird es ein Happy End geben?

Theater Hagen / Die Blume von Hawaii - Angela Davis und Kenneth Mattice © Klaus Lefebvre

Theater Hagen / Die Blume von Hawaii – Angela Davis und Kenneth Mattice © Klaus Lefebvre

Die 1931 in Leipzig uraufgeführte Die Blume von Hawaii spielt frech und humorvoll mit Südsee-Klischees und Kulturkonflikten. Musikalisch bewegt und begeistert das Stück mit schlagerartigen Nummern, schmissigen Tänzen, jazzigen und lyrischen Klängen sowie exotischen Klangfarben, die u.a. durch den Einsatz von Instrumenten wie Hawaii-Gitarre, Ukulele und Banjo erzeugt werden – Ohrwürmer sind garantiert!

Der erstmals am Hagener Theater arbeitende österreichische Regisseur Johannes Pölzgutter und sein Team bringen diese überaus unterhaltsame Operette mit Tempo, Witz und Poesie auf die Bühne. In Zusammenarbeit mit Rasa Akelaityte gestaltete Pölzgutter auch das von Martin Gehrke beleuchtete Bühnenbild. Die Kostüme kreierte Susana Mendoza, und als Choreograph ist Sean Stephens mit dabei, der in Hagen zuletzt das Musical „In den Hights von New York“ choreographierte. Für die musikalische Einstudierung und Leitung dieser Produktion zeichnet der 1. Kapellmeister und stellvertretende Generalmusikdirektor Rodrigo Tomillo verantwortlich.

Auf der Bühne sind zu erleben: Maciej Michael Bittner, Angela Davis, Richard van Gemert, Alina Grzeschik, Alexander von Hugo, Insu Hwang, Kenneth Mattice, Penny Sofroniadou, alternierend mit Elizabeth Pilon, Götz Vogelgesang, Frank Wöhrmann sowie weitere Mitglieder des Chors des Theaters Hagen und Tänzerinnen des Balletts Hagen.

Es spielt das Philharmonische Orchester Hagen.
Die Dauer dieser Aufführung beträgt ca. 2 ½ Stunden inklusive einer Pause
Die Premiere ist ausverkauft.

Weitere Vorstellungen: 21.11. (19.30 Uhr), 31.12.2020 (15.00 + 19.30 Uhr), 9.1. (19.30 Uhr), 20.1. (19.30 Uhr), 30.1. (19.30 Uhr), 18.2. (19.30 Uhr), 30.5. (18.00 Uhr), 6.6. (15.00 Uhr), 13.6. (15.00 Uhr), 23.6. (19.30 Uhr), 4.7.2021 (18.00 Uhr)

Die Stunde der Kritik: Samstag, 21.11.2020, im Anschluss an die Vorstellung, Theatercafé – Eintritt frei – Zu Gast: Dr. Monika Willer (Westfalenpost) sowie der Paul Abraham-Spezialist Klaus Waller

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218, per Email theaterkasse@stadt-hagen.de oder unter www.theaterhagen.de

—| Pressemeldung Theater Hagen |—

Wolfsburg, Scharoun-Theater, Intendant Lattemann – Spielplan 2020/21, IOCO Aktuell, 08.07.2020

Juli 8, 2020 by  
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Theater Wolfburg

Scharoun Theater Wolfsburg © Stadt Wolfsburg / Lars Landmann

Scharoun Theater Wolfsburg © Stadt Wolfsburg / Lars Landmann

 2020/21: Dido and Aeneas, Schwanensee und viel mehr  ..

 Intendant  Dirk Lattemann, ein Tourneetheater, über 100.000 Besucher

von Christian Biskup

Das modern wirkende Scharoun-Theater Wolfsburg, ein Tourneetheater ohne eigenes Ensemble, wurde 1973 neu eröffnet. Es ist benannt nach seinem Architekten Hans Scharoun. Mit der Spielzeit 2020/21 ändert sich einiges im Scharoun-Theater: Eine Ausstellungseröffnung, die Verabschiedung einer verdienten Mitarbeiterin, ein neuer Intendant und, natürlich, ein spannender Spielplan für 2020/21.

Rainer Steinkamp, Intendant des Wolfsburger Scharoun-Theater seit 2008, gibt zur Spielzeit 2020/21 die Intendanz an Dirk Lattemann (*1976) ab. Als Schauspieler und guter Kenner des Veranstaltungssektors, kennt Lattemann die Gegebenheiten des Theater Wolfsburg gut. Und so liegt mit dem Spielplan 2020/21 (link HIER) auch ein vielversprechendes Programm für die Stadt und den Kreis Wolfsburg vor. Lattemann möchte zukünftig auch außerhalb „seines“ Theaters mehr der Stadt Wolfsburg spürbar sein, plant Veranstaltungen in kleinen Spielstätten und mit dem Wolfsburger Kunstmuseum.zu gemeinsamen „neuen Ufern“ finden.

Scharoun Theater Wolfsburg / hier : Jahrespressekonferenz, Intendant Dirk Lattemann rechts © Marc Angerstein

Scharoun Theater Wolfsburg / hier : Jahrespressekonferenz, Intendant Dirk Lattemann rechts © Marc Angerstein

Steinkamp, der seit 2008 als Nachfolger von Hans Thoenies das Programm quantitativ verkleinerte jedoch qualitativ steigerte, kann auf 12 erfolgreiche Jahre in Wolfsburg zurückblicken. Sein guter Kontakte zu Schulen, sowie eine enge Bindung zu anderen Bildungsinstitutionen in Wolfsburg, machten ihn zu einem gern gesehenen Gast in jeglichen Belangen. Zeitgleich mit Rainer Steinkamp, verlässt auch Marita Stolz das Scharoun-Theater. Über vierundzwanzig Jahre prägte Marita Stolz das Theater hinter der Bühne; zuerst als Veranstaltungsplanerin, dann in der Pressearbeit. Obgleich die Verabschiedung beider durch die Corona-Situation kleiner als geplant ausfallen musste, muss man ihnen für ihre Verdienste danken. Vor dem Abschied verwirklichten sie noch eine Neugestaltung des Theaterfoyers. Fotografien des Wolfburger Fotografen Heinrich Heidersberger zieren nun die Wände; sind als Dauerausstellung für Besucher zugänglich.

Scharoun-Theater Wolfsburg – Der Spielplan 2020/21 und mehr –  HIER

Das Scharoun Theater ist seit jeher ein Tourneetheater und bot schon zahlreichen Künstlern, darunter auch Weltstars wie Nigel Kennedy, Andris Nelsons oder Christian Thielemann eine Bühne. Auffällig: das Konzertprogramm wird weitgehend vom Orchester des nahe gelegenen Staatstheater Braunschweig und dem Staatstheater verbundenen Künstlern bestritten. Highlights des Spielpan 2020/21 dürften das Gastspiel von Albrecht Mayer und I musici di Roma am 9. Oktober 2020 und am 23. Januar 2021 ein Konzert mit der Radiophilharmonie Hannover unter Andrew Manze sein.

Im Musiktheater wird zu Beginn der Spielzeit 2020/21 auf größere Aufführungen verzichtet. Mit Dido and Aeneas von Henry Purcell (13. November 2020) und Der Apotheker von Joseph Haydn (27. Februar 2021) wurden Werke gewählt, die auch unter den Corona-Vorschriften funktionieren sollten. Ab März stehen mit La Traviata (17. März 2021), Jesus Christ Superstar (27. und 28. April 2021) und Puccinis Turandot (27.05.2021) wieder große Werke des Musicals und der Oper mit viel Chor auf der Bühne. Freunde des Tanzes können sich über zwei Gastspiele des Russischen Nationalballett freuen: Giselle von Adolphe Adam wird am 07. Dezember 2020, Schwanensee am  08. Dezember 2020 gespielt.

Scharoun Theater Wolfsburg / hier : Jahrespressekonferenz, hier die Verabschiedung von Marta Stolz © Scharoun Theater / Maedler

Scharoun Theater Wolfsburg / hier : Jahrespressekonferenz, hier die Verabschiedung von Marta Stolz © Scharoun Theater / Maedler

Illustre Gäste erwartet die Besucher des Scharoun Theater im Schauspiel: Der mehrfache Grimme-Preisträger und Tatort-Kommisar Jörg Schüttauf spielt am 26. September 2020 in der Revue Paul Abraham – Operettenkönig von Berlin den von rauschendem Erfolg, Vertreibung und Wahnsinn getriebenen „Titelheld“. In der reizvollen Komödie Monsieur Pierre geht online (24. Oktober 2020) wird der aus Film und Fernsehen bekannte Bürger Lars Dietrich auftreten. Mit Boris Aljinovic steht am 24. November 2020 ein weiterer Tatort-Kommisar in der Komödie Nein zum Geld auf der Wolfsburger Bühne. Ein Angriff auf die Lachmuskeln dürfte auch das Stück Komplexe Väter von René Heinersdorff sein. Mit Hugo Egon Balder und Jochen Busse darf sich das Publikum auf zwei Urgesteine des Humors freuen.

Nicht weniger unterhaltsam werden die Abende mit Götz Alsmann (28. Februar 2021) und Dominique Horwitz (24. März 2021), in welchen Kunst und Komik gleichsam bedienen werden.

Auch die A-Capella-Gesangskunst steht erfreulicherweise unter der neuen Intendanz wieder auf dem Programm. In der Chorstadt Wolfsburg zeigte sich dieses Angebot in den vergangenen Jahren als perfekt zugeschnitten auf die Gäste des Scharoun Theater. Neben Delta Q (30. September 2020) und Voices of the North (05. November 2020), sind auch Stammgäste wie Maybebop (03. Dezember 2020) und Vocaldente (13. Januar 2021) zu erleben.

Die kleine Meerjungfrau – ein Kinderstück aus dem Jahr 2017
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Auch für das junge Publikum bietet das Scharoun-Theater 2020/21 pannendes: So schon am 20. und 21.9.2020:  Zinnober in der grauen Stadt heißt das Stück für Kinder ab 4 Jahren, nach dem Buch von Margret Rettich.  Die Handlung: Alles ist grau in der Stadt des Malers Zinnober: Häuser, Straßen, Spielplätze, Plüschtiere, Erdbeerkuchen, Weihnachtsbäume, Luftballons, Sommerkleider – einfach alles ist immer nur grau. Dabei liebt Zinnober Farben! Zusammen mit den Kindern Paula und Jonas entwirft er einen großen Plan: Die Stadt soll bunt werden, vielfältig, sie soll leuchten! Und siehe da: Es ist ansteckend!

Dirk Lattemann und sein Team haben für die Spielzeit 2020/21 ein vielseitiges und vielversprechendes Programm entworfen. Man muss nun hoffen, dass die Corona-Krise die Spielzeit nicht zu sehr durcheinanderbringt wenn es heißt: Bühne frei!

—| IOCO Aktuell Scharoun Theater Wolfsburg |—

Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Oper in der Stadt – Juni und Juli 2020

Staatsoper Stuttgart

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Oper Stuttgart © Matthias Baus

 Staatsoper Stuttgart spielt wieder

  70 Vorstellungen – Liederhalle, im Stadtraum, in und vor Opernhaus

·       Ein Auszug:

Der Bayreuther Ring-Regisseur Valentin Schwarz inszeniert ein      „Bühnenfreifestspiel mit dem Staatsopernchor“

2x Operette am Stuttgarter Hafen: Die Blume von Hawaii  und Trouble in Tahiti

Der Operntruck mit Die Geschichte vom Soldaten ist in der Stadt unterwegs

Salon mit Intendant Viktor Schoner und Gästen im Opernhaus

Dritter Teil des Orpheus Instituts vor dem Opernhaus

 Wandelkonzerte im Mercedes-Benz Museum

Neben den bereits angekündigten Projekten wie dem Theaterparcours Wir sind aus solchem Stoff wie Träume sind,  einer Reihe von Sinfonie-, Kammer-, Lied- und Familienkonzerten in der Liederhalle sowie den Aufführungen auf dem Kulturwasen stellt die Staatsoper Stuttgart ihr Programm bis zum Ende der laufenden Saison vor. Rund 70 Aufführungen an den unterschiedlichsten Orten der Stadt beinhalten die kommenden Wochen – Experimentelles steht hier neben Familienfreundlichem, Sinfonisches neben Kammermusikalischem, Theatrales neben Filmischem.

Intendant Viktor Schoner: „Innerhalb kürzester Zeit haben die Künstler*innen und Mitarbeiter*innen der Staatsoper gemeinsam mit verschiedensten Kooperationspartnern in der Stadt in einem kreativen und logistischen Kraftakt ein wahres Festival-Programm auf die Beine gestellt – vieles ist familienfreundlich, manches nachdenklich, anderes leichtgängig; aber immer wurde es entwickelt mit der kompromisslosen Vorgabe, dass alle Inspiration in Einklang steht mit dem Schutz der Gesundheit der Mitwirkenden und des Publikums. Mit Enthusiasmus und Herzblut für unser Metier, kombiniert mit einer großen Sehnsucht nach der Interaktion mit dem Publikum, entstanden Projekte in ungewöhnlichen Konstellationen, frei nach dem für uns eigentlich unüblichen Motto ‚quick and dirty‘. Möge sich diese Liebe zum Spiel allen Besucher*innen mitteilen!“

Beteiligt sind Künstler*innen wie die Dirigenten Cornelius Meister und Thomas Guggeis, die Regisseure Valentin Schwarz und Marco Štorman, Sänger*innen wie Okka von der Damerau, Ks. Matthias Klink, Beate Ritter, Johannes Kammler, Kai Kluge oder Josefin Feiler – und noch viele weitere Künstler*innen mehr.

Alle Veranstaltungsformate richten sich nach den geltenden Hygiene- und Abstandsregeln – zum Schutz des Publikums, aber auch der Künstler*innen und Mitarbeiter*innen des Hauses. Für jeden Veranstaltungsort wurden basierend auf den Hygienerichtlinien der Staatstheater eigene Konzepte für Platzierung und Einlasssituation entwickelt. Alle Veranstaltungen sind pausenlos, viele kürzer als eine Stunde. Für einige wenige Veranstaltungen stehen noch die behördlichen Genehmigungen aus. Im Spielplan der Website www.staatsoper-stuttgart.de ist letztendlich gültige Stand zu finden.


Übersicht: Aufführungen im Juni / Juli 2020


Wir sind aus solchem Stoff wie Träume sind
Ein Theaterparcours mit den Ensembles von Staatsoper Stuttgart, Stuttgarter Ballett und Schauspiel Stuttgart
In Kooperation mit dem Stuttgarter Ballett und dem Schauspiel Stuttgart
Noch bis 15. Juni 2020


Kammerkonzert- und Liedkonzert-Festival
Mit Ensemblesänger*innen der Staatsoper und Musiker*innen des Staatsorchesters Stuttgart
ab 07. Juni 2020 im Mozartsaal der Liederhalle


Staatsoper Stuttgart / Die Geschichte vom Soldaten © Martin Sigmund

Staatsoper Stuttgart / Die Geschichte vom Soldaten © Martin Sigmund

Die Geschichte vom Soldaten auf dem Operntruck  –  Igor Strawinsky
In Kooperation mit dem Schauspiel Stuttgart
Strawinskys Märchen von Teufel und Soldat ist auf einer mobilen Bühne zuerst auf dem Kulturwasen und anschließend an verschiedenen Orten in der Stadt zu Gast.
Premiere: 08. Juni 2020 auf dem BW-Bank Kulturwasen
Weitere Spielorte: vor dem GAZi-Stadion auf der Waldau, Vorplatz der Phönixhalle im Römerkastell, Vorplatz des Kunstvereins Wagenhallen, vor dem Mercedes-Benz Museum, Vorplatz Opernhaus


Beethoven-Zyklus  –  Staatsorchester Stuttgart
Generalmusikdirektor Cornelius Meister dirigiert Beethovens Sinfonien 1-8
im Beethovensaal der Liederhalle – auf Abstand und doch ganz nah.
ab 13. Juni 2020


Peter und der Wolf
Sergej Prokofjew
Staatsorchester Stuttgart, Cornelius Meister
Erzähler Guido Hammesfahr alias Fritz Fuchs aus der Sendung Löwenzahn
am 14. / 21. Juni 2020 im Mozartsaal der Liederhalle


Ceci n’est pas une première
Klanginstallationen vor dem Opernhaus
In Kooperation mit dem Campus Gegenwart der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Die jungen Komponist*innen Ui-Kyung Lee und Carlos Hernández bringen mit ihren Klanginstallationen die Stimmung einer Premierenfeier für Passanten vor das Opernhaus.
Klanginstallation I: ab 17. Juni 2020 immer 21-22 Uhr
Klanginstallation II: ab 03. Juli 2020 immer 21-22 Uhr


Bei Max Littmann zu Hause
Ein Salon mit Gesprächen und Musik
Intendant Viktor Schoner begrüßt Gäste aus Politik, Gesellschaft und Kultur im Opernhaus zu einer musikalischen Soiree. Mit dabei: Ministerpräsident Wilfried Kretschmann, Prof. Dr. Kai Gniffke, Intendant des SWR, und weitere Gäste.
ab 21. Juni 2020 im Opernhaus


Das Wandelkonzert im Mercedes-Benz Museum
In Kooperation mit dem Mercedes-Benz Museum
Auf musikalischen Pfaden durch die Ausstellungsräume des Mercedes-Benz Museums, musikalisch geleitet von den Mitgliedern des Opernstudios.
ab 23. Juni 2020 im Mercedes-Benz Museum


Die Zauberflöte auf dem Wasen
Wolfgang Amadeus Mozart
In einer szenischen und musikalischen Fassung von Rebecca Bienek und Thomas Guggeis
für alle ab 6 Jahren
Musikalische Leitung, Klavier und Synthesizer: Thomas Guggeis; Regie: Rebecca Bienek
Die Zauberflöte zwischen Live-Hörspiel und Autokino auf dem Kulturwasen als Oper für die ganze Familie, adaptiert für Klavier und Sythesizer.
ab 27. Juni 2020 auf dem BW-Bank Kulturwasen


Ex Machina – Eine audiovisuelle Reise
Regie: Philine Rinnert und Johannes Müller
Hinter das versteckte Räderwerk der Oper blicken und mit Kopfhörern den verborgenen Stimmen des Opernbetriebs lauschen, zwischen Opernhaus und Eckensee im dritten Teil des Orpheus Instituts.
Premiere: 30. Juni 2020 auf dem Opernvorplatz


Die Blume von Hawaii
Paul Abraham
Musikalische Leitung und Klavier: Rita Kaufmann, Regie: Marco Štorman
Marco Štorman inszeniert Paul Abrahams Operette am Stuttgarter Hafen. In der Hauptrolle: Tenor Matthias Klink.
Premiere: 03. Juli 2020 am Hafen Stuttgart


Trouble in Tahiti
Leonard Bernstein
Musikalische Leitung: Vlad Iftinca, Regie: Anika Rutkowsky
Pawel Konik und Alexandra Urquiola als Ehepaar in Leonard Bernsteins Kurzoper – inszeniert von Anika Rutkowsky am Stuttgarter Hafen!
Premiere: 10. Juli 2020 am Hafen Stuttgart


Radioshow Nr. 6
Moderation: Miron Hakenbeck und Barbara Eckle
Das kleine Format auf der großen Bühne – diesmal zum Thema Sound of Silence.
am 11. Juli 2020 im Opernhaus


Demo(kratie) mit dem Staatsopernchor
Staatsopernchor Stuttgart
Konzept und Idee: Valentin Schwarz, Chor: Manuel Pujol
Valentin Schwarz hätte dieses Jahr bei den Bayreuther Festspielen Wagners Ring des Nibelungen inszeniert. Stattdessen bringt er nun ein „Bühnenfreifestspiel mit dem Staatsopernchor“ auf die Straßen Stuttgarts.
ab 12. Juli 2020 im Stuttgarter Stadtraum


Sechs Madrigalfilme
Claudio Monteverdi, Tarquino Merula, Carlo Milanuzzi u.a.
Filme von Matthew Anderson, Tobias Dusche, Manuela Hartel, Lukas Rehm, Rebecca Riedel, Vincent Stefan
Musikalische Leitung: Alan Hamilton, Vlad Iftinca
Sechs Videokünstler*innen haben mit dem Sängerensemble der Staatsoper kurze Musikfilme zu frühbarocken Madrigalen gedreht – an abrupt verwaisten, scheinbar erstarrten Orten Stuttgarts.
Preview: 19. Juli 2020 im Opernhaus

—| Pressemeldung Staatsoper Stuttgart |—

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