München, Staatstheater am Gärtnerplatz, VIKTORIA UND IHR HUSAR von Paul Abraham, 27.01.2018

Staatstheater am Gärtnerplatz München

Gaertnerplatztheater München © Christian Pogo Zach

Gaertnerplatztheater München © Christian Pogo Zach

VIKTORIA UND IHR HUSAR von Paul Abraham

Spielzeitpremiere 27. Januar 2018, Weitere Vorstellungen Januar 28 / 31 Februar 3 / 4 / 10/ 2018

Paul Abrahams Operette VIKTORIA UND IHR HUSAR in der Inszenierung von Staatsintendant Josef E. Köpplinger feiert am 27. Januar Spielzeitpremiere im Gärtnerplatztheater. VIKTORIA UND IHR HUSAR gilt bis heute als Wegbereiter des Musicals und damit als Schlüsselwerk des leichten Musiktheaters mit Schlagern wie »Meine Mama war aus Yokohama« und »Mausi, süß warst du heute Nacht«.

Staatstheater am Gärtnerplatz / VIKTORIA UND IHR HUSAR - Susanne Seimel (O Lia San), Chor des Staatstheaters am Gärtnerplatz © Christian POGO Zach

Staatstheater am Gärtnerplatz / VIKTORIA UND IHR HUSAR – Susanne Seimel (O Lia San), Chor des Staatstheaters am Gärtnerplatz © Christian POGO Zach

Es tobt der Krieg, es tobt die Liebe von Ungarn über St. Petersburg bis nach Japan. Paul Abraham und seinen Librettisten Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda gelang es, die totgeglaubte Gattung der Operette neu zu beleben.


VIKTORIA UND IHR HUSAR – Operette

Musik Paul Abraham, Libretto von Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda, aus dem Ungarischen des Emmerich Földes, Bühnenpraktische Rekonstruktion der Musik von Henning Hagedorn und Matthias Grimminger, Textfassung für das Staatstheater am Gärtnerplatz von Josef E. Köpplinger

Musikalische Leitung Oleg Ptashnikov / Andreas Partilla,l Regie   Josef E. Köpplinger
Choreografie   Karl Alfred Schreiner

Katja Reichert, Alexandra Reinprecht, Susanne Seimel I Maximilian, Berling, Josef Ellers, Gunther Gillian, Peter Lesiak, Daniel Prohaska,, Uwe Thomsen, Erwin Windegger, Florian Wolf u. a.

Chor und Ballett des Staatstheaters am Gärtnerplatz, Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Pressemeldung Staatstheater am Gärtnerplatz

 

Basel, Theater Basel, Blume von Hawaii – Paul Abraham, IOCO Kritik, 17.01.2018

Januar 17, 2018 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Operette, Theater Basel

Theater Basel

Theater Basel - Grosses Haus © Sandra Then

Theater Basel – Grosses Haus © Sandra Then

Die Blume von Hawaii von Paul Abraham

„Rasante Revue mit doppeltem Boden“

Von Julian Führer

Sollte man Operetten spielen? Seichte Stücke mit oft etwas albernen Dialogen, von Sängern mehr oder weniger talentiert gesprochen – oder von Schauspielern dargeboten, die dann Mühe haben, die einzelnen Musiknummern hinter sich zu bringen? Sollte man ein Stück spielen, dessen Libretto Perlen bereithält wie „Hier auf den schönen Südseeinseln / muss man nicht die Lippen pinseln“?

Man sollte, und zwar unbedingt! Gerade die Stücke, die aus den unterschiedlichsten Gründen irgendwann aus dem Repertoire gefallen sind und irgendwann einmal großen Erfolg hatten, halten oft wahre Schätze bereit. Einen dieser Schätze hat das Theater Basel gehoben und Frank Hilbrich damit betraut, Paul Abrahams Die Blume von Hawaii zu inszenieren. Das Stück selbst wurde Anfang der 1930er Jahre in Deutschland aufgeführt, wurde dann aber alsbald wegen Abrahams jüdischer Herkunft nicht mehr gespielt.

Theater Basel / Blume von Hawaii - hier das Glander Vokal Ensemble © Sandra Then

Theater Basel / Blume von Hawaii – hier das Glander Vokal Ensemble © Sandra Then

Frank Hilbrich und sein Team (Bühne: Volker Thiele; Kostüme: Gabriele Rupprecht) haben sich für einen einheitlichen Bühnenraum entschieden. Der sehr starke Freiburger Ring des Nibelungen, der 2006-2010 entstand, hatte ebenfalls auf dieser Zusammenarbeit beruht. Die drei Akte der Operette, die eigentlich „vor einer Villa in Honolulu“, im „Saal im Königspalast in Honolulu“ und „in einer chinesischen Bar in Monte Carlo“ spielen, werden im großem Salon einer Villa gezeigt; vielleicht ein Palast in alt-amerikanischem Stil. In diesem großen Salon stehen links und rechts veritable Showtreppen zur Verfügung. Exotische Pflanzen hängen darin herab, jedoch sind diese welk und vielleicht schon etwas faulig.

In der Basler Inszenierung entschied man sich gegen professionelle Sänger, sondern für Schauspieler, welche sich über die Choreographie, die Darstellungskraft des Ensembles profilieren, weniger über die Stimme. Zudem werden die Stimmen verstärkt. Das Resultat ist nicht immer befriedigend, zumal sich die Verstärkung an verschiedenen Plätzen im Haus unterschiedlich auswirkt. Bei schnellen Liedern nehmen die Schauspieler den Besucher mit deutlich artikuliertem Sprechgesang für sich ein, problematisch sind die lyrisch sanften Kantilenen bei hohen Tönen. Abrahams Partitur hat genaue Anweisungen zur Dynamik, die vom Orchester auch exakt beachtet werden, bei den Stimmen führt die elektronische Verstärkung leider zu einem Dauerforte.

Theater Basel / Blume von Hawaii - hier Pia Händler als Prinzessin Laya und Elias Eilinghoff als Kapitän © Sandra Then

Theater Basel / Blume von Hawaii – hier Pia Händler als Prinzessin Laya und Elias Eilinghoff als Kapitän © Sandra Then

Die Handlung der Operette ist nahezu unerheblich, auch wenn sie tatsächlich einen realen Bezug zur Machtpolitik der damaligen USA in 1895 hat: Die Amerikaner haben den Aufstand der hawaiianischen Königin Liliuokalani gebrochen, die Prinzessin Laya von Hawaii lebt nun weit weg, in Paris. Um die Eroberung von Hawaii abzusichern, will der amerikanische Gouverneur seine Nichte mit einem hawaiianischen Prinzen verheiraten. Mit einem Schiff landen Kapitän Stone, ein Jazzsänger und die als Sängerin Susanne Provence inkognito reisende Prinzessin Laya in Honolulu. Heiratspläne werden geschmiedet und wieder fallengelassen, die Amerikaner als hinterhältig gezeichnet. Am Ende trifft man sich in Monte Carlo, und es werden diverse Ehen geschlossen, allerdings anders als anfangs geplant.

Die gesprochenen Dialoge zeigen in  manchmal etwas platten Klischees die Amerikaner als wenig sympathisch (ein bißchen wie Puccinis Madama Butterfly) und skrupellos. Die Texte „beißen sich“ so mit unverändert gebliebenen Gesangsstücken. Ein Bezug auf König Amanullah (bis 1929 König von Afghanistan) lässt wohl die meisten Zuhörer ratlos. Eine Nummer kurz vor Schluss (in dieser Inszenierung von Mario Fuchs nur in verstümmelter Form dargeboten) steckt voller scharfer Gesellschaftskritik auf dem Stand von 1930 unter unmittelbarem Eindruck der hereinbrechenden Weltwirtschaftskrise und der Krise der Weimarer Republik: „Ist man insolvent, nur lachen! / Quatscht das Parlament, nur lachen! / Völkerbund, auch ein Grund, daß die Welt lacht! Wir wollen lustig sein, lustig sein, denn das kostet kein Geld!“ Hier verweist die Operette auf ihre Zeit und darüber hinaus. An dieser Stelle bleibt das ungenutzt. Auch das nachdenklich-anklagende „Niggerlied“ zu Beginn des dritten Aktes wurde fallengelassen.

Bei vielem anderem wird mit Lust chargiert und das überdrehte Moment des Stückes mit Lust vorgeführt. Die Showelemente werden mit Lichtkegeln unterstützt, zu den großen Schlagern fährt die Discokugel herab, und der Damenchor (manchmal auch die Herren) wedelt mit dem Baströckchen. Die große Sinnsuche ist hier fehl am Platze. Der Kapitän (Elias Eilinghoff) schmettert (häufig leicht bis schwer angetrunken, doch immer in C-Dur) „Wo es Mädels gibt, Kameraden, fühlt der Seemann sich überall zu Haus“, und die strammen Jungs vom Vokalensemble salutieren dazu in Tarnfleckhemden und strahlendweißen Unterhosen.

Theater Basel / Blume von Hawaii - hier Katja Jung als Bessi © Sandra Then

Theater Basel / Blume von Hawaii – hier Katja Jung als Bessi © Sandra Then

Frank Hilbrich und sein Team haben einmal mehr Zugang zu einem Stück gefunden und bringen ihre Sicht auf das Werk konsequent auf die Bühne. Einzig der dritte Akt, der auch in der Vorlage etwas abfällt, bleibt in der gekürzten Version bruchstückhaft. Die Protagonisten werden wie Exponate einer völkerkundlichen Schau in Vitrinen auf die Bühne gefahren und bleiben auf sich gestellt. Statt in einer Massenhochzeit endet das Stück in dieser Lesart eher plötzlich. Endlich einen Mann gefunden hat jedenfalls Bessi (Katja Jung), die tanzfreudig wie Marika Rökk in einem UFA-Film und mit Mut zum Trash wie Trude Herr die Bühne ausfüllt. Jim Boy (Vincent Glander), um seine letzte Shownummer gebracht, vermisst man am Ende: kostümiert wie Freddie Mercury und geschminkt wie ein Stummfilmstar, agiert er mimisch, gestisch und sprachlich auf einem Niveau, das Opernsänger kaum je erreichen. Sein Foxtrot „Ich muss Mädeln seh’n“ ist mitreißend. Laya (Pia Händler) muss sich entscheiden und zieht den Kapitän schließlich dem Prinzen Lilo-Taro vor: „Er liebt mich tiefer, denn er liebt mich unglücklich.“ Was sie selber will, ist ihr wohl weit weniger klar.

Das auf 16 Musiker reduzierte Orchester unter Oliver Rudin liefert abwechselnd süffige und rasante Begleitung dazu. Natürlich darf ein Banjo bei einer Hawaii-Operette nicht fehlen, ebenso nicht Pentatonik als Exotik verheißender kompositorischer Trick. Das Orchester ist Teil des Bühnengeschehens, zum Teil spielt es hinter der Bühne, dann wird es hineingedreht und spielt im Salon der Villa zwischen den beiden Showtreppen.

Braucht man Aufführungen von „In meiner kleinen, netten Garçonniere, / Da gibt es Sekt, Bonbons und auch Liköre?“ Unbedingt! Die Blume von Hawaii bediente 1931 den Geschmack und die Stimmung der Zeit, in ihrer Exotik. Die hinreißende Musik von Paul Abraham mit ihren lebendigen Rhytmen, die packenden Showelemente der Inszenierung am Theater Basel waren stimmungsgeladen und reizvoll. So dankte das Publikum mit herzlichem Beifall.

 

Dortmund, Oper Dortmund, Jazz-Operette DIE BLUME VON HAWAII, 26.05.2017

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Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

DIE BLUME VON HAWAII  von Paul Abraham
Letztmalig in der Oper Dortmund

Paul Abrahams Jazz-Operette DIE BLUME VON HAWAII wird am Freitag, 26. Mai 2017, um 19.30 Uhr zum letzten Mal im Opernhaus Dortmund zu sehen sein. In der Regie von Thomas Enzinger und der musikalischen Leitung von Philipp Armbruster singt Emily Newton die Partie der Prinzessin Laya. Die Oper Dortmund spielt die bühnenpraktische Rekonstruktion der Partitur von Henning Hagedorn und Matthias Grimminger.

Oper Dortmund / DIE BLUME VON HAWAII - Gaines Hall_Emily Newton, Ensemble © Bjoern Hickmann

Oper Dortmund / DIE BLUME VON HAWAII – Gaines Hall_Emily Newton, Ensemble © Bjoern Hickmann

Die Einheimischen Hawaiis wollen die amerikanische Fremdherrschaft abschütteln. Ein Aufstand droht und der Zeitpunkt dafür ist gut gewählt. Auch sind just in dem Moment die rechtmäßigen Herrscher in Honolulu aufgetaucht: Prinzessin Laya und Prinz Lilo Taro. Laya, aufgewachsen in Paris, gibt sich allerdings als Jazzsängerin Suzanne Provence aus, um inkognito ihre Heimat zu besuchen. Sie bändelt auf der Überfahrt mit dem schmucken Kapitän Stone an. Ihr musikalischer Partner Jim Boy ist mit der echten Suzanne liiert, beginnt aber ein Techtelmechtel mit der ebenso schlauen wie attraktiven Hula-Tänzerin Raka. Den edlen Prinzen Lilo Taro würde der joviale Gouverneur Harrison gern mit seiner Tochter Bessy verkuppeln, auf die jedoch bereits dessen Sekretär Buffy ein Auge geworfen hat: Wir befinden uns nicht in einem politischen Drama, sondern mitten im herrlichsten Operettenwahnsinn.

Um Politik ging es Paul Abraham immer nur zwischen den Zeilen. Er bediente in erster Linie das Unterhaltungsbedürfnis seines Publikums und dessen Schaulust, bei der eine logische Handlung und die Political Correctness auch schon mal zugunsten einer effektvollen Szenerie ins Hintertreffen geraten. Der Exotismus-Sehnsucht der 1930er Jahre kommt er mit hinreißenden Klischees entgegen, die Jazzfans lockt er mit amerikanischen Rhythmen und sattem Saxophonklang.

Der Westdeutsche Rundfunk meinte zur Dortmunder Inszenierung: „Selten passen schwungvoller Spaß und politische Botschaft zusammen in einen Theaterabend. Der Oper Dortmund ist genau das gelungen. Der grandiose Stepptänzer und Musicaldarsteller Gaines Hall als Jim Boy ragt aus dem ausgezeichneten Ensemble heraus. So funktioniert Operette heute!“

Karten gibt es an der Tageskasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231/50 27 222 oder auf www.theaterdo.de.  PMODo

 

 

Gera, Theater und Philharmonie Thüringen, Theatertipps zu Ostern – 13 – 17.04.2017

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Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen (Gera) © Stephan Walzl

Theater und Philharmonie Thüringen (Gera) © Stephan Walzl

Theatertipps zu Ostern

Ein buntes Osterprogramm bietet Theater&Philharmonie Thüringen von Gründonnerstag bis Ostermontag in Altenburg und Gera. Dabei ist vom Puppenspiel über Operette und Musical bis zu den Schauspiel- und Konzertfreunden an alle gedacht.


Gründonnerstag

Wer den Abend „Junge Choreografen“ zur Festwoche des Thüringer Staatsballetts Anfang des Jahres verpasst hat, bekommt jetzt noch eine Chance. Aufgrund der großen Nachfrage stellen Tänzerinnen und Tänzer des Thüringer Staatsballetts nochmals am Gründonnerstag, 13. April, um 19.30 Uhr in der Bühne am Park Gera ihre eigenen Choreografien vor.

Ob Soli, Duette oder Gruppenchoreografien – den jungen Tanzschaffenden waren weder formal noch inhaltlich Grenzen gesetzt. In acht jeweils für sich stehenden Choreografien zeigen Stefania Mancini, Yuri Hamano, Hudson Oliveira, Yi Han und Fabio Boccalatte ihre Kreativität und individuelle Bewegungssprache. Dabei bedienen sie sich tänzerisch wie musikalisch einer großen Vielfalt: von intimen Pas de deux zur sphärischen Musik des isländischen Komponisten Ólafur Arnalds über elegante Spitzentanz-Variationen zu Chopin, bei denen die Tänzerinnen live am Klavier begleitet werden, bis hin zum getanzten Leben einer alleinstehenden Frau zu den Klängen der portugiesischen Band Madredeus und der Pop-Ikone Whitney Houston.


Karfreitag

Unter dem Titel „… denn sie wissen nicht, was sie tun“ präsentiert das ensemble diX an Karfreitag anlässlich des Lutherjahres 2017 ein musikalisch-literarisches Programm, in dem der unbequeme, aber erhellende Blick des expressionistischen Malers Otto Dix auf das Leben des Jesus von Nazareth im Mittelpunkt steht: „Dieses Leben dieses Jesus, das ist eine ganz tragisch kümmerliche Angelegenheit gewesen. Ein armer Mensch, der wenig Anhänger gehabt hat. Ein ganz verachteter, lächerlicher Mensch und jetzt stellen wir ihn dar, als kolossal geleckten Bärtling, nicht wahr, der da mit seinen Jüngern durchs Kornfeld geht … so ne Scheiße. Große Scheiße.“ (Otto Dix)

Luthers Übersetzung in ihrer archaischen Direktheit, Dix‘ Bilder in ihrer verstörenden Klarheit und Musik vom Barock bis zur Moderne erlauben im Zusammenspiel einen eindrücklichen Einblick in das Buch der Bücher – die Bibel. Das ensemble diX (Flöte: Andreas Knoop, Oboe: Albrecht Pinquart, Klarinette: Hendrik Schnöke, Fagott: Roland Schulenburg) offeriert Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Jacques Ibert, Henri Tomasi, Arvo Pärt, Charles Koechlin, Ralf Kubicek, Rudolf Hild und Peter Helmut Lang. Der Schauspieler Manuel Kressin spricht Texte von Matthäus, Martin Luther, Klaus Kinsky sowie Otto Dix.

Das Konzert findet nur um 20:00 Uhr im Konzertsaalfoyer der Bühnen der Stadt Gera statt, das Konzert um 17:00 Uhr im Landestheater Altenburg wurde mangels Vorverkauf abgesagt.


Altenburg und Gera

Thomas Wicklein als Dirigent und Moderator lädt zum nächsten Konzert in der beliebten Reihe „Klassik bei Kerzenschein“ am Samstag, 15. April, um 18 Uhr, in die Bühne am Park Gera und am Ostermontag, 17. April, um 15 Uhr, ins Große Haus des Landestheaters Altenburg ein. Im Rahmen der Orchesterpatenschaft „tutti pro“ des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera mit der Musikschule „Heinrich Schütz“ Gera musizieren in diesem Konzert junge Solisten der Musikschule gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester. „tutti pro“ ist eine Initiative von Jeunesses Musicales Deutschland, der Deutschen Orchestervereinigung und dem Verband deutscher Musikschulen.

Bereits beim 56. Konzert der Reihe Klassik bei Kerzenschein konnten junge Musiker der Musikschulen ihre große musikalische Begabung unter Beweis stellen. Freuen Sie sich auf ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm: Während das Cellokonzert von Antonio Vivaldi (1678-1741) ein Paradebeispiel für diese Gattung ist, begeistert das Konzert für zwei Mandolinen mit seinen für heutige Ohren eher ungewohnten Klängen. Ein ähnliches Juwel ist das Märchen von Václav Trojan (1907-1983), in dem das Akkordeon mit seinem lustigen Klang zum Geschichtenerzähler mutiert. Das heitere Klarinettenkonzert von Carl Stamitz (1745-1801)  ist von großer Bedeutung für die Musikgeschichte, denn für das damals noch sehr junge Instrument gab es bis dato kaum eigene Solokonzerte. Als packendes Finale erklingt das fulminante erste Cellokonzert von Schostakowitsch (1906-1975), das sich durch seine Bewegung und Heiterkeit auszeichnet. Darüber hinaus erklingen Kompositionen der Brüder Joseph (1732-1809) und Michael Haydn (1737-1806).

Unter der bewährten Stabführung von Thomas Wicklein spielt das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera, als Solisten sind Julia Rotter (Querflöte), Johannes Deutsch (Klarinette), Anna Herrmann, Dora-Marie Henschelmann, Emily Waldenmaier (Violoncello), Sina Jander, Nico Sonack (Mandoline), Konrad Gustav Schopplich (Akkordeon) und Guilia Marie Schober (Klavier) zu erleben.


Altenburg

Theater und Philharmonie Thüringen / ZWEI MÄNNER GANZ NACKT - Alain Kramer (Bruno Beeke - links) ist schockiert, als er nachmittags nackt in seiner Wohnung erwacht und neben sich seinen Angestellten Nicolas Prioux (Ulrich Milde) vorfindet - ebenfalls nackt... © Sabina Sabovic

Theater und Philharmonie Thüringen / ZWEI MÄNNER GANZ NACKT – Alain Kramer (Bruno Beeke – links) ist schockiert, als er nachmittags nackt in seiner Wohnung erwacht und neben sich seinen Angestellten Nicolas Prioux (Ulrich Milde) vorfindet – ebenfalls nackt… © Sabina Sabovic

Wenn Sie noch immer nicht wissen was es mit „Zwei Männern ganz nackt“ auf sich hat, müssen Sie am Samstag, 15. April, um 19.30 Uhr ins Heizhaus gehen. Dort wird die französische Komödie von Sébastien Thiéry (*1970) aufgeführt. Regie führte Schauspieldirektor Bernhard Stengele.

Der etablierte Anwalt Alain Kramer (Bruno Beeke) ist schockiert, als er in seiner Wohnung erwacht und neben sich im Bett seinen Kollegen Nicolas Prioux (Ulrich Milde) vorfindet – ebenfalls nackt. Beide können sich an nichts erinnern. Wie sind die beiden Männer in diese Situation geraten, die sie sich nicht erklären können? Alains Frau Cathérine (Christiane Nothofer) zieht den einzig logischen Schluss: Ihr Mann ist schwul und hat sie betrogen. Alain unternimmt deshalb allerlei abwegige Versuche seine Frau davon zu überzeugen, dass er heterosexuell ist. Doch bald entdeckt er weitere Gedächtnislücken und gerät vor seiner Frau und sich selbst in immer größere Erklärungsnot….. Der Abend hat Tempo und Witz, aber nicht für alles eine Lösung!

Das Rahmenprogramm der internationalen Schauspielproduktion „Cohn Bucky Levy – Der Verlust“ verheißt am Ostersonntag ab 14 Uhr im Paul-Gustavus-Haus beim Kaffeeklatsch Begegnungen und Informationen. Der Eintritt ist frei!

Theater und ;Philharmonie Thüringen / Der Hauptmann von Köpenick - Ouelgo Téné (Wilhelm Voigt) und Thorsten Dara (Hoprecht) © Sabina Sabovic

Theater und ;Philharmonie Thüringen / Der Hauptmann von Köpenick – Ouelgo Téné (Wilhelm Voigt) und Thorsten Dara (Hoprecht) © Sabina Sabovic

Letzte Gelegenheit Bernhard Stengeles Inszenierung von Carl Zuckmayers Stück „Der Hauptmann von Köpenick“ mit Ouelgo Téné in der Titelrolle in Altenburg zu sehen, ist am Ostersonntag um 18.00 Uhr. Ab 12. Mai ist die Inszenierung, die deutschlandweit für mediale Aufmerksamkeit gesorgt hat und von den Kritikern durchweg gelobt wurde, in Gera zu sehen. Die Geschichte nach einer wahren Begebenheit aus dem Jahr 1906 berührt auch heute; ihr Gegenstand ist der blamabelste Kriminalfall der wilhelminischen Ära, über den einst die ganze Welt lachte. Die Story ist unvergessen. Zuckmayer machte aus dem Stoff eine bissige Satire. Sein Stück wurde sein größter Erfolg, uraufgeführt 1931 in Berlin, nachgespielt überall.


Gera

Paul Abrahams schwungvolle Operette „Viktoria und ihr Husar“ steht am Ostersonntag um 14.30 Uhr zum letzten Mal auf dem Spielplan im Großen Haus Gera. Die selten gespielte Operette ist eine anrührende Liebesgeschichte, die eine Frau zwischen zwei Männern zeigt. Handlungszeit ist nach 1918. Die Handlungsorte wechseln in rasendem Tempo, sind kontrastreich und exotisch: so führt die Reise aus der sibirische Steppe über St. Petersburg und Japan schließlich in die Heimat von Viktoria und ihrem Rittmeister Koltay nach Ungarn in das schöne Dorf Doroszma.

Dabei ist sie gespickt mit Ohrwürmern wie „Mausi, süß warst du heute Nacht“, „Meine Mama war aus Yokohama“, „Reich’ mir zum Abschied noch einmal die Hände“ oder „Ja, so ein Mädel, ungarisches Mädel“, die geradezu zum Mitsingen verführen und zum Tanzen verlocken. Folgerichtig tanzt in der Inszenierung von Winfried Schneider nicht nur das Ballettensemble, sondern alle Solisten und der Opernchor können zeigen, welche Fähigkeiten da in ihnen stecken.

1930 in Budapest mit großem Erfolg uraufgeführt, wurde „Viktoria und ihr Husar“ zum ersten Welterfolg von Paul Abraham (1892-1960).

Die Rockerette „Barbarossa ausgeKYFFt“ von Olav Kröger (Musik) und Manuel Kressin (Libretto) in der Regie von Schauspieldirektor Bernhard Stengele ist eine musikalische Satire, die auf Mythen, Legenden und historischen Ereignissen um den Staufferkaiser Friedrich II. beruht, der bekanntlich noch im Kyffhäuser sitzt und auf seine Wiedererweckung wartet, um Deutschland zu einen. Am Ostermontag um 18 Uhr ist sie zum letzten Mal im Großen Haus in Gera zu sehen. Dazu gilt die Offerte THEATERJOKER, d.h. jede Karte ist für 16,- Euro zu haben, Schüler, Studenten, Azubis zahlen die Hälfte.

Nach über 800 Jahren Schlaf gelingt es der Partei „Deutschland Voran“ tatsächlich Barbarossa aus dem Kyffhäuserstein zu erwecken, um ihn als Kanzlerkandidaten für die nächste Wahl aufzustellen. Der aufgeweckte Altkaiser aber lässt sich nicht einfach wie gedacht benutzen. Er hat ganz anderes im Sinn: er sehnt sich nach seiner Liebe von einst und findet Freunde, die ihm helfen, Agathe wiederzu finden …. Das Schauspielensemble von Theater&Philharmonie Thüringen erweist sich als flotte Musicaltruppe mit kabarettistischen Qualitäten.


Puppentheater in Altenburg und Gera

Mit seinem selbstinszenierten Solo „Die Werkstatt der Schmetterlinge“ ist Tobias Weishaupt am Samstag, 15. April, um 16 Uhr und am Ostersonntag, 16. April, um 10 Uhr im Puppentheater Gera zu erleben. Nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Gioconda Belli und Wolf Erlbruch schuf er eine Fassung fürs Puppentheater für Kinder ab 5 Jahren.

Er spielt darin den Erfinder Rodolfo, der bei den Gestaltern aller Dinge arbeitet und in die Fußstapfen seines berühmten Großvaters treten möchte, der den Regenbogen erfand. Rodolfo träumt von einem Baum, der wie ein Vogel singt oder von einem Tier, das wie die Sonne strahlt. Leider sind die Welt der Pflanzen, der Tiere, der Mineralien und der Gestirne streng voneinander getrennt. Wegen seiner übersprudelnden Ideen, die das Gleichgewicht der Erde ins Wanken bringen könnten, wird Rodolfo in die Insektenwerkstatt verbannt. Dort werden nur kleine, krabbelnde Tierchen erfunden, weshalb diese Abteilung ziemlich unbeliebt ist. Dennoch gibt Rodolfo nicht auf. Er träumt davon, ein Tier zu erfinden, das leicht wie ein Vogel, lebendig wie ein Insekt und schön wie eine Blume ist.

Theater und Philharmonie Thüringen / Marcella von Jan spielt DORNRÖSCHEN © Stephan Walzl

Theater und Philharmonie Thüringen / Marcella von Jan spielt DORNRÖSCHEN © Stephan Walzl

Marcella von Jan spielt am Ostersonntag und am Ostermontag um 10 Uhr im Theater unterm Dach Altenburg für Kinder ab 5 Jahre das Märchen „Dornröschen“. Aus einem aufklappbaren Bilderbuch quillt das bekannte Märchen der Brüder Grimm hervor: Das Wunschkind Dornröschen bekommt die besten Wünsche der Feen, doch leider hat man die 13. Fee vergessen. Die rächt sich mit einem Fluch, der nur durch die 12. Fee mit einem 100-jährigen Schlaf gemildert werden kann. Aber zum Glück wissen wir ja: Erwecken wird das liebliche Königskind Dornröschen ein Prinz…

Der renommierte Grafiker und Bilderbuchillustrator Franz Zauleck (Lucie und Karl-Heinz) hat die Bühne und das fantasievolle Klappbilderbuch entworfen.

Karten sind an der Theaterkasse erhältlich, telefonische Reservierungen unter 0365-8279105 oder 03447-585177, online buchen unter www.tpthueringen.de

Pressemeldung Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen – Gera – Karten Hier:
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