Kassel, Staatstheater Kassel, Premiere Elektra von Richard Strauss, 18.02.2017

Januar 2, 2017 by  
Filed under Oper, Premieren, Pressemeldung, Staatstheater Kassel

staatstheater_kassel.jpg

Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klingerkassel

Elektra von Richard Strauss

Premiere Elektra:  18. Februar, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen: 22.02., 4.3., 15.03., 24.3.2017, 13.5., 18.6., 25.6.2017

Was ist das für ein schauriges Beginnen: »Agamemnon, Agamemnon!«, ruft die mykenische Königstochter Elektra, begleitet von heftigen orchestralen Schlägen, auf der Schwelle des Palastes ihren toten Vater an. Die Aura der Hoffnungslosigkeit, sie ist dem Werk bereits in den ersten Takten eingeschrieben. Der Grund hierfür liegt im Mythos selbst: Agamemnon ist aus dem Trojanischen Krieg zurückgekehrt und von Ägisth, dem Geliebten seiner Ehefrau Klytämnestra, und dieser selbst schmählich ermordet worden. Der Sohn Orest weilt in fernen Landen, die Töchter Elektra und Chrysothemis werden im Haus festgehalten und gepeinigt. Während Chrysothemis ihr Heil in einer utopischen Zukunft sucht, kennt Elektra nur einen Gedanken: Rache. Klytämnestra wird derweil von Angstträumen geschüttelt, wissend, dass Elektra sie töten will. Als die (falsche) Kunde vom Tode Orests verbreitet wird, entschließt sich Elektra, ihre Schwester zur Tat zu überreden – vergebens. Nun will sie selbst Hand anlegen und gräbt in der Erde nach dem Beil, mit dem Agamemnon erschlagen wurde. Da plötzlich steht ein Mann vor ihr: Orest. Von Elektra eingeweiht, tötet er seine Mutter und Ägisth. Elektra tanzt einen wilden Freudentanz, danach sinkt sie entseelt zusammen.

Tragödie nannten Strauss und Hofmannsthal ihre Oper, die doch viel mehr ist als das: Sie vereint mehrere Seelendramen in sich. Das von Elektra, das der Geschwister Chrysothemis und Orest, das der Mutter und auch das des Vaters. War der nicht früher sogar dazu bereit, das Leben seiner jüngsten Tochter Iphigenie einer höheren Mission zu opfern?

Ein Entrinnen, eine Erlösung gibt es hier nicht, wurde doch das grausame Schicksal aller in dem Augenblick bereits besiegelt, als der Fluch über die ganze Familie verhängt wurde.

Für Patrik Ringborg bildet Elektra die Abschiedsproduktion am Staatstheater Kassel, das er nach zehn Jahren als Generalmusikdirektor am Ende dieser Spielzeit verlassen wird. In der vergangenen Spielzeit zeichnete er u.a. – ebenfalls zusammen mit Regisseur (und Schauspiel-Oberspielleiter) Markus Dietz – für die von Publikum und Presse gefeierte Umsetzung der Korngoldoper Die tote Stadt  verantwortlich.

Musikalische Leitung: Patrik Ringborg, Inszenierung: Markus Dietz, Bühne: Ines Nadler, Kostüme: Henrike Bromber, Dramaturgie: Ursula Benzing, Chor: Marco Zeiser Celesti

Mit Ingela Brimberg (Elektra), Ulrike Schneider (Klytämnestra), Vida Mikneviciute (Chrysothemis), Young Doo Park (Orest), Johannes An (Aegisth), Marc-Olivier Oetterli (Der Pfleger des Orest | Ein alter Diener), Bassem Alkhouri (Ein junger Diener), Almerija Delic (1. Magd), Maren Engelhardt (2. Magd) Marta Herman (3. Magd), Ani Yorentz (4. Magd), Lin Lin Fan (5. Magd), Inna Kalinina (Die Schleppträgerin), Nayeon Kim (Die Vertraute), Doris Neidig (Die Aufseherin), Staatsorchester Kassel, Opernchor und Statisterie des Staatstheaters Kassel.

Premiere Elektra:  18. Februar, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen: 22.02., 4.3., 15.03., 24.3.2017, 13.5., 18.6., 25.6.2017

—| Pressemeldung Staatstheater Kassel |—

 

Kassel, Staatstheater Kassel, Spielplan November 2016

Oktober 10, 2016 by  
Filed under Pressemeldung, Spielpläne, Staatstheater Kassel

staatstheater_kassel.jpg

Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Spielplan Staatstheater November 2016


PREMIERE Ronja Räubertochter von Astrid Lindgren,

empfohlen ab 5 Jahren

Inszenierung: Philipp Rosendahl, Bühne: Daniel Roskamp, Kostüme: Isabell Heinke, Musik: Thorsten Drücker, Dramaturgie: Thomas Hof

Mit Maria Munkert (als Gast), Valeska Weber (als Gast), Christoph Förster (als Gast), Matthias Fuchs, Aljoscha Langel, Uwe Steinbruch, Statisterie des Staatstheaters

In einer Gewitternacht, in der sich selbst alle Unholde, die im Mattiswald hausen, erschrocken in ihre Höhlen und Schlupfwinkel verkriechen, wird Ronja als Tochter des Räuberhauptmanns geboren. Von dessen Schar aufgezogen, geht sie eines Tages weiter als erlaubt: Sie schließt Freundschaft mit Birk, dem Sohn des Anführers der verfeindeten Borkasippe. Die beiden Räuberkinder geraten zwischen die verhärteten Fronten ihrer sturen Väter und müssen Entscheidungen treffen, die sie in enger Freundschaft über den gegenseitigen Hass ihrer Familien triumphieren lassen.
„Ronja Räubertochter“ erzählt von der Kraft einer Freundschaft und von der Möglichkeit, die Welt mit den eigenen Augen zu sehen, bevor man sich auf das Urteil anderer verlässt. Astrid Lindgren entführt uns in eine zauberhafte Welt voller Rumpelwichte, Graugnome und Wilddruden und erschafft nebenbei eine Parabel auf unsere hochkomplexe Gesellschaftslage.

Lehrersichtprobe: Mo., 14. November, 19 Uhr, Opernhaus, Anmeldung unter theaterpaedagogik@staatstheater-kassel.de, 0561 1094-400

Premiere: Mittwoch, 16. November, 10 Uhr, Nachmittagsvorstellungen am 11., 18. und 29. Dezember sowie am 29. Januar

Info der IOCO Redaktion:  Bitte beachten Sie zu dieser Produktion die Leser-Zuschrift von Frau Steffy Müller:  Meine Tochter (7 Jahre) war heute mit ihrer Schulklasse zum Theaterstück Ronja die Räubertocher. Das Programm ist meiner Meinung nichts für Kinder unter 10 Jahre. Viele Kinder aus der 1. Klasse waren ängstlich und ein paar haben sogar geweint. Vor den wolfskostümen hatte etliche große Angst. Das Stück ist auch nicht traditionell wie man ronja kennt ( kleines kesses Mädchen,wald, wiesen höhle,..). Es ist neu aufgerollt und spielt auf einem Schrottplatz. Wirklich schrecklich mit das Theaterstück mit FSK 5 einzustufen.


KONZERTE


1. Sonntagskonzert

Staatstheater Kassel / 1.-Sonntagskonzert-Sagripanti-Giacomo © Henry-Fair

Staatstheater Kassel / 1.-Sonntagskonzert-Sagripanti-Giacomo © Henry-Fair

Gioachino Rossini: Ouvertüre zu Wilhelm Tell, Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 88 G-Dur, Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 4 A-Dur Op. 90 Italienische

Dirigent: Giacomo Sagripanti

Gioachino Rossini vertonte in seinem gewaltigen Werk Guillaume Tell das Freiheitsstreben des Titelhelden sowie Liebe, Hass und schreckliche Verwicklungen mit farbenprächtiger Musik. Joseph Haydn hatte gerade mit seinen Pariser Sinfonien große Erfolge gefeiert, als er sich in Wien und am Hof des Grafen Esterhazy an eine neue Werkgruppe machte: die fünf Sinfonien Nr. 88 bis 92. In der G-Dur-Sinfonie kommen Reife und Humor des Komponisten zusammen, ja bedingen einander geradezu. Felix Mendelssohn Bartholdy hatte seiner 4. Sinfonie den Beinamen Italienische gegeben, als er sich in Rom und Neapel ans Komponieren machte. Und so sind die beiden Ecksätze auch voll „italienisch“ lebenspraller Musik, während die erst später – nicht mehr in Italien! – vollendeten mittleren Sätze mit ihrer gedeckten Stimmung eher zum hiesigen November passen …

Sonntag, 6. November, 11 Uhr, Opernhaus


1. Kinderkonzert: Coole Komponisten – Wolfgang Amadeus Mozart, ab 8 Jahren

Moderation und Konzertpädagogik: Constanze Betzl, W.A. Mozart: Konstantin Marsch, Dirigent: Xin Tan

Wunderkind, Superstar und vielleicht coolster aller „coolen Komponisten“: Das war Wolfgang Amadeus Mozart, der gleichzeitig jede Meisterschaft im Schnellkomponieren und Geldverschwenden gewonnen hätte! Im Konzert werden Kompositionen voll geistreichem Witz und charmantem Humor vom Knabenchor des Wilhelmsgymnasiums gemeinsam mit dem Staatsorchester präsentiert sowie musikalische Leckerbissen wie „Eine kleine Nachtmusik“ und Auszüge aus seinen Klavierkonzerten und großen Sinfonien.

Für Schulklassen:  9. 11., 9.15 und 11 Uhr, 10. 11., 9.15 und 11 Uhr sowie 24.11., 9.15 Uhr,  Schauspielhaus

Für Familien: Sonntag, 13. November, 15 Uhr, Schauspielhaus


2. Sinfoniekonzert / Bußtagskonzert

Staatstheater Kassel / Abschiedskonzert: Vassilis Christopoulos dirigiert die Südwestdeut. Philharmonie © Patrick-Pfeiffe

Staatstheater Kassel / Abschiedskonzert: Vassilis Christopoulos dirigiert die Südwestdeut. Philharmonie © Patrick-Pfeiffer

Olivier Messiaen: Les Offrandes Oubliées (Die Vergessenen Gaben Gottes),

Franz Schubert: Sinfonie Nr. 8 h-Moll Op. 98 Unvollendete, Johannes Brahms Sinfonie Nr. 4 e-Moll Op. 98,   Dirigent: Vassilis Christopoulos

„Das war mein erstes vom Orchester gespieltes Werk und mein erster Kontakt mit dem großen Publikum. Ich war damals 22 Jahre alt.“ So Olivier Messiaen über „Les Offrandes oubliées“, das er als eine Art Altar-Triptychon erläutert: „Die Sünde ist die Gottvergessenheit. Das Kreuz und die Eucharistie sind die göttlichen Opfer: ,Siehe da, mein Leib, der für euch hingegeben wird. Siehe da, mein Blut, das für euch vergossen wird. “

Geheimnisse und Legenden umranken Schuberts „Unvollendete“. Nicht einmal in der Zählung ist man sich einig: Manche zählen sie als Schuberts Siebte, andere als Nr. 8. Rätselhaft ist auch, warum Schubert diesen Torso nicht zu Ende komponiert hat. Jedenfalls war die Uraufführung der Sinfonie 1865 – 40 Jahre nach Schuberts Tod – eine Sensation für die Musikwelt.

Die Sinfonien von Brahms zählen mit zum Schönsten, was die Musikgeschichte hervorgebracht hat.  Die Vierte ist dabei wahrscheinlich seine kraftvollste und zugleich anspruchsvollste Sinfonie. Mittwoch, 16. November, 20 Uhr, Martinskirche


3. Kammerkonzert

Werke von Rheinberger, Damase, Koetsier und Martinu

Mit Katrien Schwarz (Flöte), Sabine Nobis, (Oboe), Michael Hintze, (Horn, Wagner-Tuba), Dimitrios Papanikolau, Helmut Simon (Violine), Johanna Alpermann (Viola) Johanna Zur (Violoncello), Hellmuth Vivell (Klavier)

Das kammermusikalische Repertoire für Bläser ist relativ klein, doch birgt es eine große Vielfalt in den Besetzungsmöglichkeiten. Die „Skurrile Elegie auf Richard W.“ von Jan Koetsier verspricht ironische Wagner-Zitate auf der – übrigens äußerst selten solistisch zu hörenden – ?Wagner-Tuba, zusammen mit Streichquartett. In Jean-Michel Damases Trio vermischen sich Horn, Oboe und Klavier raffiniert zu Poulenc-ähnlichen Klängen. Werke von Joseph Rheinberger, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts prägend für eine ganze Generation von Musikern war, sowie des tschechischen Komponisten Bohuslav Martin? ergänzen das Programm.

Montag, 21. November, 19.30 Uhr, Opernfoyer


Winter Wonderland – A Swingin’ Christmas Show

Staatstheater Kassel / Swingin´Christmas - Nigel-David-Casey © N.-Klinger

Staatstheater Kassel / Swingin´Christmas – Nigel-David-Casey © N.-Klinger

The Pack: Nigel Casey, Henrik Wager, Andreas Wolfram, Ladies: Katja Friedenberg, Tabea Henkelmann, Judith Lefeber, Host: Insa Pijanka, Bandleader: Patrik Ringborg

Wenn sich im Herbst in den Supermärkten die ersten Schokoladenweihnachtsmänner zeigen, liefert das Staatsorchester den passenden Soundtrack: Swing vom Feinsten mit den Rat-Pack-Legenden Frank, Dean und Sammy. Wir zaubern ein musikalisches „Winter Wonderland“ auf die Bühne, welches das Lametta am Christbaum mitswingen lässt! Nach dem großen Erfolg von „Swingin’ Christmas“ in der Spielzeit 2014?/?15 folgt nun ein neues Weihnachtsspecial. Mit vielen neuen Hits wie „Rudolph, The Red Nosed Reindeer“ und natürlich Klassikern wie „White Christmas“, die für eine gelungene Einstimmung auf die Weihnachtszeit nicht fehlen dürfen.

Premiere: Samstag, 26. November, 19.30 Uhr, Opernhaus


GASTSPIELE UND EXTRAS


HR-Sinfonieorchester Abschlusskonzert Kasseler Musiktage

Mit hr-Sinfonieorchester, Maurice Steger (Blockflöte und Leitung)

Der international umjubelte Schweizer Flötist und Dirigent Maurice Steger legt in Kassel den Schwerpunkt auf spätbarocke Suiten und Konzerte italienischer und deutscher Provenienz: Gerahmt von zwei Händel-Werken präsentiert er zwei kontrastierende Vivaldi-Konzerte, außerdem eine Suite aus Henry Purcells berühmter Oper King Arthur sowie das Blockflötenkonzert F-Dur, das wohl bekannteste Werk aus der Feder des einst hochgerühmten Oboenvirtuosen und Komponisten Giuseppe Sammartini. Das Abschlusskonzert der Kasseler Musiktage gibt damit Gelegenheit, die Blockflöte auf staunenswerte Weise neu zu entdecken.

Sonntag, 6. November, 17 Uhr, Opernhaus, Karten erhältlich bei den Kasseler Musiktagen,


24. Jazzfest Kassel, präsentiert vom Förderverein Kasseler Jazzmusik

Staatstheater Kassel / Jazzfest-Ambrosini_Matinier-NVENTIO © Thomas Radlwimme

Staatstheater Kassel / Jazzfest-Ambrosini_Matinier-NVENTIO © Thomas Radlwimme

Marco Ambrosini & Jean-Louis Matinier:   „Inventio“

Marco Ambrosini ist einer der wenigen Musiker, die die Nyckelharpa außerhalb der schwedischen Folktradition einsetzen. Mit Jean-Louis Matinier am Akkordeon erklingt eine verblüffende Mischung aus Barockkonzert, Soundtrack und transeuropäischer Ethnomusik.

Mittwoch, 9. November, 20.15 Uhr, tif  – Theater im Fridericianum


24. Jazzfest Kassel, präsentiert vom Förderverein Kasseler Jazzmusik

Staatstheater Kassel / Jazzfest-Vensa-Pisarovic © Petit-Standard-Press

Staatstheater Kassel / Jazzfest-Vensa-Pisarovic © Petit-Standard-Press

Maria Baptist Jazz Orchestra  Here & NowVesna Pisarovic „Petit Standard“

Maria Baptist Orchestra: Maria Baptist (Piano), Ralph Grässler (Bass), Roland Schneider (Schlagzeug), David Beecroft, Jan von Klewitz, Max Hacker, Patrick Hamacher, Nik Leistle (Holzblasinstrumente), Gred Bowen, Philip Sindy, Ruben Giannotti, Eddie Hayes (Trompete), Jörg Bücheler, Nils Marquardt, Musashi Baba, Christopher Sauloff (Posaune)

Petit Standard: Vesna Pisarovic (Gesang), Chris Dahlgren (Bass), John Betsch (Schlagzeug)

Die Pianistin und Komponistin Maria Baptist zeigt, wie fließend die Grenzen zwischen Jazz und klassischer Musik sein können; welch ein kraftvolles und zugleich fragiles Instrument ein 16-köpfiges Jazz Orchester sein kann.

Im Fokus des Trios „Petit Standard“ liegt das Arbeiten mit und Bearbeiten von Jazz-Standards wie dem Great American Songbook – mit rudimentären Mitteln der Stimme, des Bass’ und des Schlagzeugs.

Freitag, 11. November, ab 19.30 Uhr, Schauspielhaus


Axel Hacke: Die Tage, die ich mit Gott verbrachte

Ob Dresden oder Berlin, München oder Köln, kleine Städte oder große, Axel Hackes Lesungen sind legendär. Als Vorleser ist er schwer zu übertreffen. In „Die Tage, die ich mit Gott verbrachte“ erzählt er von einer seltsamen Begegnung mit einem alten Herrn in einem grauen Mantel, von Schönheit und Scheitern, von einer stehengebliebenen Uhr, von der Evolution und dem großen Egal. Um Glauben geht es nicht, sondern ganz einfach um das Leben.

Donnerstag, 10. November, 19.30 Uhr, Schauspielhaus


Klamms Krieg,    Klassenzimmerstück von Kai Hensel – Mit Matthias Fuchs

Inszenierung: Thomas Hof, Bühne und Kostüme: Brigitte Schima

Die Klasse wirft ihrem Lehrer Herrn Klamm vor: Er soll Schuld am Tod seines Schülers Sascha sein, weil er einen einzigen Punkt, der zum Bestehen des Schulabschlusses notwendig gewesen wäre, nicht gegeben hat. Aus der Anschuldigung wird eine Kriegserklärung.

Einmalig im tif – Theater im Fridericianum am Freitag, 11. November, 20.15 Uhr, tif


Hannes Wader Live 2016

Staatstheater Kassel / HANNES-WADER-Live © M.-Petersohn

Staatstheater Kassel / HANNES-WADER-Live © M.-Petersohn – Mit Hannes Wader (Gesang und Gitarre)

Er ist eine lebende Legende. Viele seiner Lieder sind Allgemeingut geworden und werden immer wieder neu gesungen. Er ist Volkssänger und politischer Mensch, der sich mit seinen Liedern einmischt und zu wichtigen Bewegungen der letzten Jahrzehnte den »Soundtrack« geliefert hat. Zum Abschlusskonzert seiner diesjährigen Tournee werden neben den neuen Liedern auch vertraute ältere zu hören sein.

Donnerstag, 24. November, 19.30 Uhr, Opernhaus,

—| Pressemeldung Staatstheater Kassel |—

 

 

Kassel, Staatstheater Kassel, Premiere: DIE TOTE STADT von Erich Wolfgang Korngold, 23.04.2016

März 9, 2016 by  
Filed under Premieren, Pressemeldung, Staatstheater Kassel

staatstheater_kassel.jpg

Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

  DIE TOTE STADT von Erich Wolfgang Korngold

Text: Paul Schott nach dem Roman Bruges la Morte von Georges Rodenbach

Premiere: Samstag, 23. April 2106 19.30 Uhr, Opernhaus, Weitere Vorstellungen:
27.04., 30.04., 05.05., 21.05., 27.05., 01.06., 03.06., 12.06. (18 Uhr), 22.06.

Der junge Witwer Paul hat sich vom Leben zurückgezogen und sein Dasein einzig in den Dienst des Toten- und Reliquienkults um seine verstorbene Frau Marie gestellt. Als er bei seinen einsamen Spaziergängen an den Kanälen von Brügge eine Frau trifft, die Marie zum Verwechseln ähnlich sieht, beginnen sich Realität und Vision zu verwirren. Paul, hin- und hergerissen zwischen erotischer Anziehung und Vergangenheitsfixierung, will er die lebenslustige Tänzerin Marietta mehr und mehr seiner geliebten Marie angleichen. Dabei geraten beide zunehmend in den Sog eines alptraumhaften Wahns.

Korngold hat zu dem Libretto, das auf dem Roman „Bruges la morte“ („Das tote Brügge“) des belgischen Symbolisten Georges Rodenbach basiert, eine schillernde, üppig-rauschhafte Klangwelt geschaffen, die sich mit expressiver Dramatik vereint.

Die 1920 zeitgleich in Hamburg und Köln stattfindende Uraufführung war ein grandioser Erfolg und machte den erst 23-jährigen Komponisten Erich Wolfgang Korngold international berühmt. Doch durch das Aufführungsverbot seiner Werke unter den Nationalsozialisten und Korngolds erzwungenes Exil in Amerika geriet Die tote Stadt für lange Zeit in Vergessenheit. Erst weit nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Oper, die zu den wichtigsten Musiktheaterwerken der Zeit zwischen den Weltkriegen zählt, für die Bühne wiederentdeckt, und auch heute noch steht sie eher selten auf den Spielplänen.

Musikalische Leitung: Patrik Ringborg, Inszenierung: Markus Dietz, Bühne: Mayke Hegger, Kostüme: Henrike Bromber, Dramaturgie: Jürgen Otten, Chor: Marco Zeiser Celesti, Cantamus-Chor: Maria Radzikhovskiy

Mit Charles Workman (als Gast, Paul), Celine Byrne (als Gast, Marietta, Tänzerin / Die Erscheinung Mariens), Marian Pop (Frank, Pauls Freund), Marta Herman (Brigitta, Haushälterin bei Paul), Lin Lin Fan (Juliette, Tänzerin), Maren Engelhardt (Lucienne, Tänzerin), Paulo Paolillo (Gaston, Tänzer / Victorin, Regisseur in Mariettas Truppe), Eva-Maria Sommersberg (als Gast, Tote Marie), Hansung Yoo (Fritz, der Pierrot), Johannes An (Graf Albert), Opernchor, CANTAMUS-Chor, Statisterie

—| Pressemeldung Staatstheater Kassel |—

Kassel, Staatstheater Kassel, Premiere: DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN von Sergej Prokofjew, 05.03.2016

Februar 24, 2016 by  
Filed under Premieren, Pressemeldung, Staatstheater Kassel

staatstheater_kassel.jpg

Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

 DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN  von Sergej Prokofjew

Text vom Komponisten nach dem gleichnamigen Märchenspiel von Carlo Gozzi
Deutsche Fassung von Werner Hinze

Premiere: Samstag, 5. März, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen: 12.03., 27.03. (18.00), 08.04., 08.05. (18.00), 08.05.2016, 18.5.2016, 25.5.2016, 05.06.2016, 06.07.2016

 Kassel / Die Liebe zu ... Der Prinz © Anna Ardelius

Kassel / Die Liebe zu … Der Prinz © Anna Ardelius

 Tragödie oder Komödie? Romanze oder Posse? Diese Fragen lassen sich so leicht nicht entscheiden im Fall der Liebe zu den drei Orangen, einer der turbulentesten Opern des 20. Jahrhunderts. Dem »fröhlichen Schauspiel«, wie Sergej Prokofjew selbst das Werk nannte, liegt das Märchendrama L’amore delle tre melarance von Carlo Gozzi zugrunde, ein ästhetisches Manifest gegen den Realismus des Kontrahenten Goldoni. Entsprechend phantastisch, absurd, grotesk und auch magisch geht es hier zu.

Im Mittelpunkt steht ein Prinz. Der junge Mann ist depressiv, sodass sein Vater, der König, dem Premierminister Leander befiehlt, ein Fest zu organisieren, auf dem der Spaßmacher Truffaldino den Prinzen zum Lachen bringen soll. Doch es ist ein Komplott im Gange, an dessen Spitze Leander und Clarissa, die Nichte des Königs, stehen. Mithilfe von Fata Morgana, der Königin der Täuschung, und ihrer Sklavin Smeraldina streben sie zur Macht und wollen den Prinzen beseitigen.
Prompt lacht der Prinz an der falschen Stelle über Fata Morgana, worauf sie ihn mit dem Fluch, sich in drei Orangen zu verlieben und von nun an unendlich nach ihnen zu sehnen.

Kassel / Die Liebe zu... Leander © Anna Ardelius

Kassel / Die Liebe zu… Leander © Anna Ardelius

Welche haarsträubenden Abenteuer der Prinz zu bestehen hat und wie dennoch alles gut ausgeht, schildert Sergej Prokofjew mit so funkensprühender Verve, dass man aus dem Staunen kaum noch herauskommt.

Der gebürtige Berner Dominique Mentha ist seit 2004 Direktor des Luzerner Theaters und zudem Künstlerischer Leiter des renommierten Nachwuchsgesangswettbewerbs »Concours Ernst Haefliger«. Zu seinen Regiearbeiten am Staatstheater Kassel gehören Der Graf von Luxemburg, Der Vetter aus Dingsda, Die Csárdásfürstin, Hercules, Giulio Cesare en Egitto und L’Olimpiade.

Musikalische Leitung: Patrik Ringborg, Inszenierung: Dominique Mentha, Bühne: Werner Hutterli, Kostüme: Anna Ardelius, Dramaturgie: Jürgen Otten, Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti

BESETZUNG:
Hee Saup Yoon (Der Kreuz-König / Köchin), Bassem Alkhouri / Tobias Hächler (Der Prinz, sein Sohn), Ulrike Schneider (Prinzessin Clarisse, Nichte des Königs), Hansung Yoo (Leander, erster Minister), Johannes An (Truffaldino, ein Spaßmacher), Marian Pop (Pantalone, Höfling, Vertrauter des Königs), Marc-Oliver Oetterli (Tschelio, Zauberer und Beschützer des Königs), Inna Kalinina (Fata Morgana, Zauberin und Beschützerin Leanders), Ani Yorentz /Joanna Wydorska (Ninetta, Prinzessin), Jaclyn Bermudez (Nicoletta, Prinzessin), Marta Herman (Linetta, Prinzessin), Ji Hyung Lee (Farfarello, ein Teufel), Maren Engelhardt (Smeraldina, eine Negerin), Hyunseung You (Der Zeremonienmeister) und Dieter

—| Pressemeldung Staatstheater Kassel |—

Nächste Seite »