Köln, Oper Köln, Sanierungsdauer 10 Jahre – €570 Mio, IOCO Aktuell, 03.07.2017

Juli 4, 2017 by  
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Oper Köln

 Köln / Interimspiestaette StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

Köln / Interimspiestaette StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

 Oper Köln am Offenbachplatz – K-Eine Satire

2013 – 2022: ZEHN JAHRE SANIERUNG

Von Viktor Jarosch

Stadt Köln: „Schlüsselübergabe soll 2022 erfolgen; die prognostizierten Kosten liegen zwischen 545 und 570 Millionen Euro“

StaatenHausKöln -Oper Köln / 60 Jahr Feier mit Frau Dr. Birgit Meyer © IOCO

StaatenHausKöln -Oper Köln / 60 Jahr Feier mit Frau Dr. Birgit Meyer © IOCO

60 Jahre Oper Köln am Offenbachplatz feierte IOCO mit vielen Kölnern am 11.3.2017 in Köln. Die Feier „60 Jahre Oper Köln am Offenbachplatz“ fand allerdings in der Ersatzspielstätte StaatenHaus statt, das Stammhaus der Oper Köln ist bekanntlich seit 2013 geschlossen. Dr. Birgit Meyer, Intendantin der Oper Köln, zeigte sich in der Feier vor  Gästen, Politikern und Verantwortlichen der Stadt Köln wie Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach in bester Laune: „Wir feiern 60 Jahre Oper Köln am Offenbachplatz. Selbst wenn die Lage schwierig ist und anders als gedacht…..Ich begrüße zu unserer heutigen Veranstaltung……Eine große Ehre…!“. Nichts sagten Meyer wie anschließende Festredner zur Wiedereröffnung der Oper Köln am Offenbachplatz! Man feierte, man war ganz Kölner!

Dr. Karl Zieseniß, 103 Jahre alter Zeitzeuge und von 1954 bis 1979 Verwaltungs-direktor der Bühnen Köln störte die schöne Feier; fordernder, konkreter als Intendantin Dr. Meyer: Man möge bald in das sanierte Theater am Offenbachplatz einziehen, denn „ich möchte mir das noch ansehen, und zwar nicht vom Himmelspötzke!“.

Herr Dr. Ziesenitz wurde nun, vier Monate nach jener schönen Feier, erhört:  Die Stadt Köln nannte zur Wiedereröffnung der Oper Köln  am Offenbachplatz am 30.6.2017 einen Termin:

  Oper Köln Wiedereröffnung: 4. Quartal 2022

Gesamtkosten der Schließung €800 Millionen

Herr Dr. Karl Ziesenitz wird 2022 108 Jahre sein, die Sanierung der Oper Köln wird dann knapp zehn Jahre gedauert haben und nahezu €600 Millionen gekostet haben; wenn diese Zahl nur stimmt. Die von der Stadt Köln genannten Kosten von €600 Millionen enthalten nicht die Mehrkosten für den bestehenden operativen Opernbetrieb für Logistik, Anmietung von Interimspielstätten und entgangene Einnahmen durch geringeren Kartenverkauf. Eine Gesamtkostenrechnung der fast zehnjährigen Schließung der Oper Köln beziffert IOCO auf €800 Millionen!  Man zupft sich also am Ohr, zaudert, zweifelt, ob Köln tatsächlich noch in einem modernen Industrieland  liegt oder doch jenseits des……

Im Folgenden die vollständige Pressemitteilung der Stadt Köln und Floskeln der Kölner Führungskräfte zum Status der Oper Köln:

Oper Köln am Offenbachplatz in der Sanierung © IOCO

Oper Köln am Offenbachplatz in der Sanierung © IOCO

„Schlüsselübergabe soll 2022 erfolgen, die prognostizierten Kosten liegen zwischen 545 und 570 Millionen Euro“

„Für eine erfolgreiche Wiedereröffnung des Bühnenensembles ist eine umfassende Neuplanung der Technischen Ausstattung (Haustechnik) unumgänglich. Da diese Rückbaumaßnahmen nach sich zieht, rechnen die Bühnen durch entsprechende Bauzeitverlängerungen mit einer Fertigstellung im 4. Quartal 2022 und einem notwendigen Budget in Höhe von 545 bis 570 Millionen Euro. Die Berechnungen beinhalten das Ziel, die bereits eingebaute Technik soweit möglich weiter zu nutzen.

Oper Köln / Interimspielstätte Musical Dome © IOCO

Oper Köln / Interimspielstätte Musical Dome © IOCO

Der Technische Betriebsleiter Bernd Streitberger betrachtet die vorgelegten begründeten Annahmen als verlässlich und robust.

Hinter uns liegen sechs Monate intensiver Recherche, Berechnungen und Diskussion. Im Ergebnis steckt die Expertise von mehr als 50 Spezialisten, die die Annahmen mittragen. Wir sind uns sicher, dass wir mit den aufgezeigten Perspektiven, die bestmögliche, umsetzbare Balance aus größtmöglicher Qualität, kürzester Bauzeit zu geringstmöglichen Kosten ermittelt haben. Natürlich verstehen wir, dass die schiere Wucht der Zahlen zunächst für Diskussionen sorgen wird. Unsere Aufgabe war es aber, aus einer realistischen Zustandsbeschreibung der Baustelle zu einer realistischen Projektperspektive zu kommen. Diesen Auftrag haben wir erfüllt, auch wenn wir selbstverständlich wissen, dass sich viele Menschen ein anderes Ergebnis erhofft haben. Bei den vorgelegten Annahmen handelt es sich also um eine nach heutigem Stand realistische Perspektive, in die wir die relevanten Risiken entsprechend eingerechnet haben,

so der Technische Betriebsleiter. Die Bühnen werden eine weitere Konkretisierung dieser Prognosen nach Abschluss der Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) zum Ende des 1. Quartals 2019 vorlegen.

Oper Köln / Interimspielstaette Palladium © IOCO

Oper Köln / Interimspielstaette Palladium © IOCO

Die Zustandsfeststellung unterstreicht aus Sicht der Bühnen auch, dass die Anstrengungen zur Entwicklung nachhaltiger Projektstrukturen zu belegbaren Fortschritten geführt haben:

Ohne die neu eingeführten Instrumente wie systematisches Kostenmanagement, Terminmanagement, Gegenforderungsmanagement und die Firmengespräche könnten wir diese Zahlen, so schwierig sie in ihrer Dimension auch sind, heute nicht vorlegen,

erläutert Streitberger.

Der große Aufwand, den wir bei der personellen Neuaufstellung zentraler Stellen im Projekt betrieben haben, ist jetzt schon gerechtfertigt,

resümiert Streitberger.  Dementsprechend positiv fällt seine Prognose zur Zukunft der Sanierung aus:

Wir haben uns alle strukturellen, personellen und planerischen Voraussetzungen für ein Gelingen des Projekts erarbeitet. Es hat sich kein technisches Problem gefunden, das wir nicht planerisch lösen können. Die Bühnensanierung ist also, trotz aller momentanen Probleme, im beschriebenen Rahmen möglich und machbar.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker betont:

Als ich meine Arbeit als Oberbürgermeisterin aufgenommen habe, war es eine meiner ersten Amtshandlungen, Transparenz in der verfahrenen Situation bei der Bühnensanierung herzustellen und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, das Projekt wieder in geordnetes Fahrwasser zu bringen. Ich habe Bernd Streitberger als Technischen Betriebsleiter gewonnen, ein professionelles Projektmanagement wurde aufgebaut. Ihm und seinem Team ist es gelungen, das völlig verknotete Knäuel zu entwirren und den Faden zur Fertigstellung dieses bedeutenden Kulturprojekts wieder aufzunehmen. Eine erfolgreiche Sanierung ist technisch möglich und realistisch machbar.

 

Oper Köln / Ex - Intendant Uwe Eric Laufenberg - 2013 Gefeuert wegen Etatunklarheiten_Heute Intendant in Wiesbaden © IOCO

Oper Köln / Ex – Intendant Uwe Eric Laufenberg – 2013 Gefeuert wegen Etatunklarheiten_Heute Intendant in Wiesbaden © IOCO

Oper und Schauspiel stehen auch für die verlängerte Bauzeit die Interims-Spielstätten Staatenhaus und Carlswerk weiter zur Verfügung, wie der Geschäftsführende Direktor Patrick Wasserbauer mitteilte:

Die Bühnen Köln mit ihren rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden alles tun, um die kommenden Jahre bis zur Wiedereröffnung weiterhin kreativ und auf hohem künstlerischen Niveau zu nutzen, so dass wir am Ende sagen können: Wir haben das Beste aus dieser für uns alle prägenden Dekade gemacht!,

 Opernintendantin Dr. Birgit Meyer erklärt zur aktuellen Situation:

Wir hatten natürlich alle gehofft, dass die Rückkehr an den Offenbachplatz früher passieren könnte, denn die Menschen verbinden mit dem Offenbachplatz „ihre“ Oper. Das gilt auch für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses. Nun wissen wir also, dass wir langfristig für das Staatenhaus planen müssen. Wie gut diese Spielstätte funktionieren kann, wenn man Opernproduktionen speziell auf ihre technischen und baulichen Gegebenheiten hin ausrichtet, ist ja mittlerweile hinlänglich bewiesen worden, nicht nur bei ,Falstaff‘ und ,Turandot‘. Wir sind uns sicher, dass das Sanierungsteam alles tut, um schnellstmöglich zur Wiedereröffnung am Offenbachplatz zu kommen.

Schauspiel-Intendant Stefan Bachmann zum verlängerten Interim:

Ich habe Vertrauen in das Team von Herrn Streitberger und hoffe sehr, dass heute endlich ein Wendepunkt für dieses Projekt erreicht ist. Auch meine Mitarbeiter und ich sind natürlich sehr enttäuscht, dass es noch so lange dauern wird, bis das Schauspiel wieder an den Offenbachplatz in der Innenstadt zurückzieht. Ein Theater braucht ein intaktes Zuhause im Zentrum der Stadt. Immerhin ist es tröstlich, dass wir mit dem Carlswerk in Mülheim eine Spielstätte haben, die wir in den vergangenen Jahren zu einem besonderen urbanen Ort entwickelt haben, der vom Publikum hervorragend angenommen wird und für die Stadt große Bedeutung erlangt hat.“

So die vollständige Pressemitteilung der Stadt Köln vom 30.6.2017.

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Köln, Oper Köln, Intendant Laufenberg, Köln und Palermo, IOCO Aktuell, 21.08.2013

August 21, 2013 by  
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Oper Köln

Opernhaus Köln / Oper am Dom © IOCO

Opernhaus Köln / Oper am Dom © IOCO

Schwarzer Humor, giftige Abrechnung: Theater REAL

Uwe Eric Laufenberg war Intendant der Oper Köln, von 2009 bis 2012.  Eine kurze aber auffällige Zeit, prall gefüllt mit  künstlerischen Highlights und lautstarken  Etat-Streitereien. Die wahre Bühne der Oper Köln waren die Strasse, Zeitungskolumnen, Facebook-Beiträge. Die Intendanz endete, erinnerlich, mit dem zunächst fristlosen, später fristgemäßen Rauswurf vonLaufenberg. Keine neun Monate später verließ sein städtischer Gegenspieler, Kulturdezernent Georg Quander, die Bühne: Sein Vertrag als Kulturdezernent wurde durch die Stadt Köln nicht verlängert.  Eine peinliche wie teure Kölner Posse endete. Kulturpolitik vom Schlechtesten.

Uwe E. Laufenberg bei Premierenfeier © IOCO

Uwe E. Laufenberg bei Premierenfeier © IOCO

Nun beschreibt Uwe Eric Laufenberg die Kölner Ereignisse in dem höchst launigen Buch Palermo nieder (ab 22.8.2013, STRAUSS Medien & Edition Verlag, ISBN: 978-3-943713-16-9, Epub). Übereinstimmungen mit im Kölner Raum lebenden Personen sind natürlich zufällig. Trotzdem erkennen sich Partner, Bekannte wie Gegenspieler seiner Kölschen Zeit schnell in einer humoresken, maliziösen Burleske wieder. Laufenberg-gerecht wird ein Regie-Hilfsmittel, „das mafiöse Sizilien“ eingesetzt: Köln wird zu Palermo, die Kölner Protagonisten tragen allesamt italienische Namen: Aus Laufenberg wird Tommaso Moncorrente, aus Georg Quander wird Giorgio Grigio (grauer Georg), aus Karin Baier wird Bibiana Cacciatori (Jägerin), aus dem kaufmännischen Geschaftsführer Patrick Wasserbauer wird Franco Scheletrino (Klappergerüst), Birgit Meyer  erkennt man in Silvia Rossi. Aber auch Nicht-Kölner, wie  Bernd Fülle, Verantwortlicher an Frankfurts Bühnen, wird als Piero Bossi karikiert. Meist witzig, oft überzeichnend,  teils verschroben, selten böse aggressiv.
Oper Köln / vlnr E. Tzavara, P. Wasserbauer, Intendantin Dr. Meyer, G. Kehren © IOCO

Oper Köln / vlnr E. Tzavara, P. Wasserbauer, Intendantin Dr. Meyer, G. Kehren © IOCO

Laufenbergs Zeit in Köln besaß hohen Unterhaltungwert, oft mit dem Hauch des Irren wie Surrealen, auf und neben der Bühne der Oper Köln. Laufenbergs Buch setzt pointiert  auf detaillierte, oft absurd wirkende kölsche Erfahrungen: Erotische Eskapaden, Nutzung städtischer Einrichtungen für private Anschaffungen, Wiederkehr und Verdammnis der ehemaligen Jugendliebe Silvia Rossi. Selbst Kölns OB Jürgen Roters findet sich in Palermo wieder: Als Renato Tacin „zu leicht befundener“  Bürgermeister der Stadt Palermo.

Viele Episoden sind interessant: Die Debatte um Oper und Schauspiel – sollte man das alte Haus in Köln sanieren oder besser neu bauen? Die Reise der Oper nach China und der Triumph mit Richard Wagners „Ring“.“Palermo“ am Rhein – Künftiger Staatstheater-Intendant schreibt Roman | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/kultur/palermo-am-rhein-kuenftiger-staatstheater-intendant-schreibt-roman-id8339419.html#1305958155
Viele Episoden sind interessant: Die Debatte um Oper und Schauspiel – sollte man das alte Haus in Köln sanieren oder besser neu bauen? Die Reise der Oper nach China und der Triumph mit Richard Wagners „Ring“.“Palermo“ am Rhein – Künftiger Staatstheater-Intendant schreibt Roman | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/kultur/palermo-am-rhein-kuenftiger-staatstheater-intendant-schreibt-roman-id8339419.html#1305958155
Laufenberghat wiederholt herausragendes Regietalent bewiesen. In Palermo ist Laufenberg weder wägender noch sprachgewandter Schriftsteller sondern ganz  polarisierender Regisseur. Seine Sprache klingt daher oft krass, seine Sicht der Kölner Zeit emotional, deftig, zwiespältig.

Viele Episoden sind interessant: Die Debatte um Oper und Schauspiel – sollte man das alte Haus in Köln sanieren oder besser neu bauen? Die Reise der Oper nach China und der Triumph mit Richard Wagners „Ring“.“Palermo“ am Rhein – Künftiger Staatstheater-Intendant schreibt Roman | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/kultur/palermo-am-rhein-kuenftiger-staatstheater-intendant-schreibt-roman-id8339419.html#1305958155die Wiedergabe von Dialogen überzogen langatmig. Wertungen  selbstgerecht. Doch vermeidet Laufenberg, sich mit einer fehlerlosen Aura zu umgeben: Sein Moncorrente sieht sich durchaus zwiespältig,  eigene Persönlichkeitsdefizite werden eingeräumt.
Palermo vermittelt so in satirischer Grundstruktur auf 250 Seiten, kurzweilig, angstfrei und anekdotisch, Details der Alltagswelt eines Theaters wie seines Intendanten in Schieflage.   Lesenswert, wenn auch nicht über alle seiner 250 Seiten.
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2014 übernimmt Uwe Eric Laufenberg die Intendanz des Hessischen Staatstheaters in Wiesbaden. Die zukünftigen Partner Laufenbergs in Wiesbaden werden dessen Buch und die nachkartende Kölner Aufarbeitung wenig „amused“, eher irritiert sehen.
IOCO / Viktor Jarosch / 21. August 2013
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Köln, Oper Köln, Spielzeit 2012/13 in Köln gesichert, IOCO 24.05.2012

Mai 24, 2012 by  
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Oper Köln

Oper Köln © IOCO

Oper Köln © IOCO

Oper Köln / Jahrespressekonferenz - Choristin A. Schubert verliest Mitarbeiter-Petition, Laufenberg 4. vl, © IOCO

Oper Köln / Jahrespressekonferenz – Choristin A. Schubert verliest Mitarbeiter-Petition, Laufenberg 4. vl, © IOCO

Spielzeit 2012/2013 der Oper Köln gesichert
Defizite müssen innerhalb von fünf Jahren abgebaut werden

In einer Gesprächsrunde am 23. Mai 2012 bei OB Jürgen Roters wurde Einvernehmen über die Durchführung der Spielzeit 2012/2013 der Oper der Bühnen der Stadt Köln erzielt.

An dem Gespräch nahmen auch der Direktor des Deutschen Bühnenvereins, Rolf Bolwin, Kulturdezernent Professor Georg Quander, Opernintendant Uwe Eric Laufenberg, der geschäftsführende Direktor der Bühnen der Stadt Köln, Patrick Wasserbauer, und der Generalmusikdirektor des Gürzenich-Orchesters, Markus Stenz, teil.

Basis für die Umsetzung des Spielplans 2012/2013 sind die Inhalte der vom Rat am 15. Mai 2012 genehmigten Dringlichkeitsentscheidung, die für den Spielbetrieb der Oper einen Betriebskostenzuschuss von rund 32 Millionen Euro vorsieht. Für in der Spielzeit 2012/2013 auflaufende Defizite ist eine Rückzahlungsverpflichtung innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren vorgesehen. Zusätzlich sehen die Beteiligten für die Oper bezogen auf die Spielzeit 2012/2013 ein Konsolidierungspotenzial von rund 500.000 Euro über Einnahmesteigerungen und Einsparungen im Sachaufwand der Oper.

Vor diesem Hintergrund kann die Spielzeit 2012/2013 nach Vorstellungen von Intendanten Uwe Eric Laufenberg umgesetzt werden.

Die Gesprächsteilnehmer folgten damit einer Empfehlung des Direktors des Deutschen Bühnenvereins, Rolf Bolwin. Dieser hatte vor der Absage einer Produktion nachdrücklich gewarnt. In Anbetracht des hohen Spardrucks war zuletzt insbesondere die Absage der Produktionen Die Gezeichneten und   Il Trittico  in den Mittelpunkt der Diskussionen gerückt. Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile in einer höchst komplexen Gemengelage wäre der mit einer Absage verbundene finanzielle und ideelle Schaden für die Stadt Köln deutlich höher als die Umsetzung des Spielplans verbunden mit einem Ausschöpfen aller in Betracht zu ziehenden Einsparpotenziale.

Einigkeit bestand darüber, dass mit der Absage zweier Produktionen – abgesehen vom ideellen Schaden – angesichts der bestehenden vertraglichen Vereinbarungen und von der Oper gemachten Zusagen unter Verrechnung der entstehenden Einnahmeverluste lediglich Einsparungen in Höhe von maximal 350.000 Euro zu erzielen wären. Darüber hinaus würden durch diese Maßnahme die Dirigate des Generalmusikdirektors in erheblichem Umfang reduziert werden.

Sich eventuell ergebende Liquiditätsengpässe sollen durch die Aufnahme von Kassenkrediten ausgeglichen werden. Die Entscheidung über die Festsetzung des Höchstbetrages des Kassenkredites ist vom Rat im Rahmen der Beschlussfassung über den Wirtschaftsplan zu treffen. Die Finanzplanung für die Spielzeiten 2013/2014 und folgende wird sich an der Höhe des Betriebskostenzuschusses für die Spielzeit 2012/2013 orientieren. Entsprechend werden die Bühnen in Abstimmung mit dem Bühnenverein ein Konzept für die Durchführung der Spielzeiten 2013/14 und folgende erarbeiten.

Zudem soll eine Kulturberatungsfirma beauftragt werden, bei den Bühnen der Stadt Köln eine Wirtschaftlichkeits- und Organisationsuntersuchung gerade im Hinblick auf die Struktur der Häuser nach erfolgter Sanierung durchzuführen.

Pressemeldung der Stadt Köln vom 23.5.2012

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