Frankfurt, Oper Frankfurt, Wiederaufnahme: DON GIOVANNI von Mozart, 30.05.2015

Mai 4, 2015 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Wiederaufnahme: DON GIOVANNI

Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Samstag, 30. Mai 2015, um 19.00 Uhr im Opernhaus

Musikalische Leitung: Lothar Zagrosek / Karsten Januschke; Regie: Christof Loy

Mitwirkende: Johannes Martin Kränzle / Daniel Schmutzhard (Don Giovanni), Simon Bailey (Leporello), Susanna Phillips / Brigitte Geller / Brenda Rae (Donna Anna), Karen Vuong (Donna Elvira), Simon Bode / Martin Mitterrutzner (Don Ottavio), Nora Friedrichs / Kateryna Kasper (Zerlina),
Iurii Samoilov / Björn Bürger (Masetto), Robert Lloyd (Komtur)

Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper

Opera Frankfurt / Don Giovanni © Monika Rittershaus

Opera Frankfurt / Don Giovanni © Monika Rittershaus

An der Neuinszenierung des Don Giovanni von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) in der vorigen Spielzeit 2013/14 war das Interesse sowohl des Publikums als auch der Pressevertreter immens, und tatsächlich wurde niemand enttäuscht. Ausverkaufte Vorstellungen sowie hymnische Kritiken legten davon Zeugnis ab: „Regisseur Christof Loy hatte es geschafft, die in unzähligen Varianten (scheinbar) ausinterpretierte ‚Oper der Opern‘ nochmals gleichsam ganz neu zu erzählen.“ Und ein weiterer Rezensent konstatierte: „Durchweg spannend ist diese bei Loy absolut ernste Operngeschichte durch seine gewissenhafte Personenregie, die echte und künstliche Gefühle dicht an den emotionalen Strängen der Musik extrahiert.“ Nun wird die erfolgreiche Inszenierung zum ersten Mal wiederaufgenommen.

Allein in Spanien – so zählt Don Giovannis Diener Leporello in seiner populären Registerarie – sollen 1003 Damen den Verführungen seines Herrn zum Opfer gefallen sein. Und ständig werden es mehr: Nachdem Don Giovanni im Duell den Komtur, Vater seiner jüngsten Eroberung Donna Anna, getötet hat, kann er unerkannt fliehen. Bedrängt von Donna Elvira, seiner zuvor verlassenen Ehefrau, sowie der nach Rache dürstenden Donna Anna und deren Verlobten Don Ottavio kommt es zu einem höllischen Finale…

Oper Frankfurt / Kateryna Kasper © Barbara Aumueller

Oper Frankfurt / Kateryna Kasper © Barbara Aumueller

Am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters steht mit Lothar Zagrosek der ehemalige GMD der Stuttgarter Staatsoper (1997-2006), der zu den regelmäßigen Gästen der Oper Frankfurt gehört. Hier dirigierte er Janáceks Katja Kabanová (2003/04), Strauss‘ Elektra (2005/06), Tschaikowskis Pique Dame (2006/07) sowie das Dallapiccola-Doppel Volo di notte und Il prigioniero (2011/12). Von Christian Gerhaher übernimmt nun ein nicht weniger charismatischer Sänger die Titelpartie: Ensemblemitglied Johannes Martin Kränzle, 2011 vom Fachmagazin Opernwelt zum „Sänger des Jahres“ gekürt, hat gerade mit großem Erfolg in New York sein Met-Debüt als Beckmesser in Wagners Die Meistersinger von Nürnberg absolviert und ist aktuell am Opernhaus Zürich als Musiklehrer in Strauss‘ Ariadne auf Naxos zu erleben. Ihr Frankfurt-Debüt gibt als Donna Anna die amerikanische Sopranistin Susanna Phillips, regelmäßiger Gast an der New Yorker Met, wo sie bereits in sieben aufeinander folgenden Spielzeiten aufgetreten ist. Alle weiteren als Erstbesetzungen aufgeführten Sängerinnen und Sänger stammen aus dem Ensemble: Die Amerikanerin Karen Vuong (Donna Elvira) gehört seit 2013/14 zum festen Sängerstamm der Oper Frankfurt und konnte hier vor allem als Dvoráks Rusalka und Puccinis Mimì (La Bohème) auf sich aufmerksam machen. Eine Spielzeit früher stieß Simon Bode (Don Ottavio) zum Ensemble. Der Hamburger Tenor war kürzlich als Fenton in Verdis Falstaff sowie als Lechmere in Brittens Owen Wingrave zu erleben. Iurii Samoilov (Masetto) wechselte 2014/15 vom Opernstudio ins Ensemble der Oper Frankfurt und verkörperte hier u.a. Marcello in La Bohème. Neue Namen auch bei den Alternativbesetzungen: Die Schweizer Sopranistin Brigitte Gellert (Donna Anna) ist seit 1998 Ensemblemitglied der Komischen Oper Berlin, wo sie 2012 zur Kammersängerin ernannt wurde, während Kateryna Kasper (Zerlina) 2014/15 der Wechsel vom Opernstudio der Oper Frankfurt ins hiesige Ensemble gelang. Hier überzeugte sie jüngst als Stasi in Kálmáns Die Csárdásfürstin (konzertant) und als Ciacinta in Cesti L’Orontea. Alle weiteren als erst- oder alternativ besetzten Künstlerinnen und Künstler sind bereits seit der Premierenserie mit der Produktion vertraut.

Weitere Vorstellungen:
5., 13., 26., 28. Juni, 6., 9., 12., 16. Juli 2015
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.00 Uhr

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—


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Frankfurt, Oper Frankfurt, Wiederaufnahme: LA CENERENTOLA von Rossini, 11.04.2015

März 27, 2015 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Wiederaufnahme: LA CENERENTOLA (ASCHENBRÖDEL)

Dramma giocoso in zwei Akten von Gioacchino Rossini
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Samstag, 11. April 2015, um 19.30 Uhr im Opernhaus

Musikalische Leitung: Alexander Soddy; Inszenierung: Keith Warner

Mitwirkende: Nina Tarandek (Angelina), Sofia Fomina (Clorinda), Judita Nagyová (Tisbe), Martin Mitterrutzner (Don Ramiro), Simon Bailey (Don Magnifico), Björn Bürger / Iurii Samoilov (Dandini), Vuyani Mlinde (Alidoro)

Weitere Vorstellungen: 17., 23., 29. April, 10., 16., 23. Mai 2015
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr

Oper Frankfurt / La Cenerentola © Wolfgang Runkel

Oper Frankfurt / La Cenerentola © Wolfgang Runkel

Cenerentola – Cinderella – Aschenputtel gilt als das bekannteste, vielleicht sogar beliebteste Märchen der Welt. Hinter dem Namen verbirgt sich die äußere, aschebeschmutzte Erscheinung eines Mädchens, das von der bösen Stiefmutter und deren Töchtern schikaniert wird. Doch spannender scheint die Frage nach dem Wesen, dem Innern einer jungen Frau, die trotz aller Widrigkeiten die Antwort auf die Frage „Wer bin ich?“ im Verlauf des Geschehens sucht und schließlich auch findet. Die Vertonung des Stoffes durch Gioacchino Rossini (1792-1868) war einer der großen Publikumserfolge des Komponisten und wurde 1817 am römischen Teatro della Valle uraufgeführt.
Nach der Premiere der Neuinszenierung von Keith Warner am 20. Juni 2004 an der Oper Frankfurt war in der Presse zu lesen: „Kann man drei Stunden gerührter, erheiterter, belebter verbringen als in dieser Inszenierung?“ Nun wird die Produktion ausschließlich aus dem Ensemble – mit einer Ausnahme – vollständig neu besetzt zum vierten Mal wiederaufgenommen.

Oper Frankfurt / La Cenerentola © Barbara Aumueller

Oper Frankfurt / La Cenerentola © Barbara Aumueller

Der britische Dirigent Alexander Soddy, seit 2013/14 Chefdirigent am Stadttheater Klagenfurt, legt mit der musikalischen Leitung dieser Produktion aus der Spielzeit 2003/04 sein Debüt an der Oper Frankfurt vor. Die Titelpartie übernimmt erstmals die seit 2012/13 dem Ensemble angehörende kroatische Mezzosopranistin Nina Tarandek. Das ehemalige Mitglied des Frankfurter Opernstudios war hier unlängst als Kate in der Wiederaufnahme von Brittens Owen Wingrave zu erleben. Mit der Titelpartie in dieser Produktion konnte der Bariton Björn Bürger, seit 2013/14 fest in Frankfurt, einen weiteren großen Erfolg seiner noch jungen Karriere verbuchen. In La Cenerentola ist er nun als Dandini in einer Rolle zu erleben, in der er sich mit Iurii Samoilov abwechselt. Der Bariton aus der Ukraine gehört seit 2014/15 dem festen Frankfurter Sängerstamm an und war zuvor gleichfalls Mitglied des Opernstudios. Zu seinen bisherigen Frankfurter Erfolgen gehört u.a. Marcello in Puccinis La Bohème. Fenton in Verdis Falstaff und Belmonte in Mozarts Die Entführung aus dem Serail sind die aktuellen Frankfurter Partien des österreichischen Tenors Martin Mitterrutzner (Don Ramiro), der hier im Verlauf seiner vierten Frankfurter Spielzeit auch wieder als Ottavio in Mozarts Don Giovanni zu erleben sein wird. Die Stiefschwestern des Aschenputtels singen Sofia Fomina (Clorinda) und Judita Nagyová (Tisbe), während Alidoro, der Erzieher des Prinzen, von Vuyani Mlinde verkörpert wird. Der einzige mit der Produktion bereits vertraute Sänger ist der britische Bassbariton Simon Bailey. Seit 2002/03 dem Ensemble angehörend, sang er in der Premiere dieser Aschenputtel-Produktion noch die Partie des Alidoro und wechselte ab der dritten Wiederaufnahme zu Don Magnifico, dem Vater der Titelheldin.

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Frankfurt, Oper Frankfurt, L‘ORONTEA von Cesti, 01.02.2015

Januar 29, 2015 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

 

Premiere / Frankfurter Erstaufführung: L‘ORONTEA

Dramma musicale in drei Akten mit einem Prolog von Antonio Cesti
Text von Giacinto Andrea Cicognini
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Ivor Bolton,  Inszenierung: Walter Sutcliffe
Bühnenbild und Kostüme: Gideon Davey,  Licht: Joachim Klein
Dramaturgie: Steffi Mieszkowski

BESETZUNG:
Orontea: Paula Murrihy, Creonte: Sebastian Geyer
Tibrino, Amore: Juanita Lascarro / Maren Favela (7. März 2015)
Aristea: Guy de Mey, Alidoro: Xavier Sabata
Gelone: Simon Bailey, Corindo: Matthias Rexroth
Silandra: Louise Alder, Giacinta: Kateryna Kasper
Filosofia: Katharina Magiera, Statisterie der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

L’Orontea von Antonio Cesti (1623-1669) gilt als eine der meistaufgeführten Opern des 17. Jahrhunderts. Das als Lustspiel komponierte Werk gelangte in der Karnevalszeit 1656 in Innsbruck zur Uraufführung. Das Libretto stammt von dem Dramatiker Andrea Cicognini. Cesti, der nach seiner Ausbildung zum Sänger, Musiker und Komponisten zuerst eine kirchliche Laufbahn einschlug, ist noch heute für seine lyrische und emotionale Musiksprache bekannt. Mit dieser Inszenierung gelangt eine speziell für Frankfurt erstellte neue Fassung von Álvaro Torrente zur Erstaufführung.

Oper Frankfurt / Ivor © Ben Wright

Oper Frankfurt / Ivor © Ben Wright

Die ägyptische Königin Orontea verweigert kategorisch die Ehe. Obwohl sie der Liebe abgeschworen hat, verdreht ihr der Maler Alidoro, der an ihrem Hof erscheint, den Kopf. Doch nicht nur die Königin, auch ihre Hofdamen Silandra und Giacinta haben ein Auge auf den mysteriösen Neuankömmling geworfen. Es bedarf einiger Wendungen und Enthüllungen, bis Orontea ihren Auserwählten zum Mann nehmen kann.

Oper Frankfurt / Paula Murrihy © Barbara Aumueller

Oper Frankfurt / Paula Murrihy © Barbara Aumueller

Die musikalische Leitung übernimmt im Rahmen seines Hausdebüts einer der gefragtesten Dirigenten unserer Tage: Ivor Bolton fungiert seit 2004 als Chefdirigent des Mozarteumorchesters Salzburg und wird ab Sommer 2015 als Generalmusikdirektor am Teatro Real Madrid wirken. Der junge britische Regisseur Walter Sutcliffe inszenierte im Bockenheimer Depot Aribert Reimanns Die Gespenstersonate (2013/14) sowie zuvor Brittens Owen Wingrave (2009/10). Diese Produktion wird zum 10. Januar 2015 ins Opernhaus übernommen und ist zuvor in Toulouse zu sehen. In der Titelpartie von L‘Orontea ist die irische Mezzosopranistin Paula Murrihy aus dem Ensemble der Oper Frankfurt zu erleben. Erst kürzlich war sie in Los Angeles mit ihrer Paraderolle der Dido in der Frankfurter Produktion von Purcells Dido and Aeneas erfolgreich. Angeführt u.a. von Simon Bailey (Gelone) und Louise Alder (Silandra) sind auch in weiteren Partien Mitglieder des Ensembles der Oper Frankfurt besetzt. Zu den Gästen: Der katalanische Countertenor Xavier Sabata (Hausdebüt als Alidoro) arbeitet regelmäßig mit dem Alte-Musik-Ensemble „Les Arts Florissants“ und weiteren internationalen Barockorchestern zusammen. Guy de Mey (Hausdebüt als Aristea) stammt aus Belgien und verkörperte u.a. die Nymphe Linfea in Cavallis La Calisto in München und London. Der deutsche Countertenor Matthias Rexroth sang neben Engagements an seinem Dresdner Stammhaus in Frankfurt vor allem Händel-Partien, darunter 2013 in Giulio Cesare in Egitto und in Teseo (Bockenheimer Depot). Maren Favela (Alternativbesetzung von Juanita Lascarro als Tibrino und Amore) war bis 2013 Mitglied im Frankfurter Opernstudio.

Premiere / Frankfurter Erstaufführung: Sonntag, 1. Februar 2015, um 18.00 Uhr, Weitere Vorstellungen: 6., 8., 14., 20., 22. (15.30 Uhr; kostenlose Betreuung von Kindern)

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Frankfurt, Oper Frankfurt, OWEN WINGRAVE von Benjamin Britten, 10.01.2015

Januar 6, 2015 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt / inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt / inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Wiederaufnahme 10.01.2015, 19.30 Uhr, Opernhaus,  weitere Vorstellungen: 16., 23., 25., 30. Januar 2015, Beginn 19.30 Uhr

OWEN WINGRAVE von Benjamin Britten

Text von Myfanwy Piper, Nach der Erzählung (1893) von Henry James

Musikalische Leitung: Yuval Zorn, Inszenierung: Walter Sutcliffe
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Tobias Heyder
Bühnenbild und Kostüme: Kaspar Glarner, Licht: Frank Keller
Dramaturgie: Agnes Eggers

Oper Frankfurt / OWEN WINGRAVE - Björn Bürger in der Titelpartie des Werkes © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / OWEN WINGRAVE – Björn Bürger in der Titelpartie des Werkes © Barbara Aumüller

Nie wurde während Bernd Loebes Intendanz eine für das Bockenheimer Depot entstandene Produktion wiederaufgenommen, geschweige denn ins Opernhaus transferiert. Owen Wingrave von Benjamin Britten (1913-1976) aus der Spielzeit 2009/10 macht nun – in vergrößerter Orchesterbesetzung – den Anfang, was natürlich vor allem mit dem überragenden Erfolg zusammenhängt, den diese Frankfurter Erstaufführung seinerzeit erzielte. „Frankfurt bleibt Zentrum der Britten-Pflege!“, titelte eine der regionalen Zeitungen in Anspielung auf den lose gestalteten Zyklus mit Werken des englischen Komponisten während der letzten Jahre. Und ein internationales Blatt, immerhin in der Heimat Brittens ansässig, attestierte: „Loebe setzte auf einen jungen britischen Regisseur – Walter Sutcliffe (…). Selten sieht man eine solch durchdachte handwerkliche Leistung eines heranwachsenden Spielleiters, der gerade versucht, sich in der internationalen Opernszene zu etablieren. (…) ein „Bravo“ für diese Leistung, gleichfalls für den exzellenten Dirigenten Yuval Zorn, der das bestmögliche aus Brittens uneinheitlicher Partitur herausholte und eine klare Spielweise von Colin Matthews Bearbeitung der Originalorchestrierung für Kammerorchester vorlegte.“ Angesichts der brodelnden Kriegsherde auf der Welt scheint die Zeit wieder reif für die erste Wiederaufnahme eines Werkes, das sich den Pazifismus auf die Fahnen geschrieben hat und somit aktueller denn je wirkt.

Oper Frankfurt / OWEN WINGRAVE - Björn Bürger in der Titelpartie des Werkes © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / OWEN WINGRAVE – Björn Bürger in der Titelpartie des Werkes © Barbara Aumüller

Zum Inhalt: Owen Wingrave ist der jüngste Spross einer stolzen, 300 Jahre alten Offiziersdynastie. Doch Owen verabscheut den Krieg und beendet seine militärische Ausbildung. Ausgerechnet sein Pazifismus provoziert den seelisch wohl grausamsten aller Kriege, den Familienkrieg. Auf Paramore, dem unheimlichen Landsitz der Wingraves, kommt es zum erbitterten Kampf um die Tradition. Die Konsequenz, mit der sich Owens Schicksal erfüllt und sein unaufhaltsamer Gang in den Tod sind so typisch für Horrorgeschichten wie für klassische Tragödien. Schritt für Schritt folgt der Letzte der Wingraves der Spur seiner Ahnen, den Geistern der Vergangenheit.

Unter der musikalischen Leitung des premierenerprobten, ehemaligen Kapellmeisters der Oper Frankfurt Yuval Zorn hat sich eine Besetzung ausnahmslos aus dem Frankfurter Ensemble versammelt, wobei die Neueinsteiger allesamt ihre Rollendebüts geben. Die Titelpartie übernimmt von Michael Nagy nun der junge Bariton Björn Bürger, zu dessen aktuellen Aufgaben u.a. Papageno in Mozarts Die Zauberflöte an der Opéra Bastille in Paris gehört. An seiner Seite vertreten sind erstmals in dieser Produktion Simon Bode (Lechmere), Beau Gibson (Erzähler), Britta Stallmeister (Miss Wingrave), Karen Vuong (Mrs. Julian), Nina Tarandek (Kate) und Michael McCown (General Sir Philip Wingrave), während Dietrich Volle (Spencer Coyle) und Barbara Zechmeister (Mrs. Coyle) bereits in der Frankfurter Erstaufführung besetzt waren.

Wiederaufnahme: Samstag, 10. Januar 2015, um 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen: 16., 23., 25., 30. Januar 2015, Falls nicht anders angegeben, Beginn 19.30 Uhr

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