Baden – Baden, Festspielhaus – Osterfestspiele 2018, Parsifal von Richard Wagner, IOCO Kritik, 03.04.2018

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

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Parsifal von Richard Wagner

Glanzvoller Abschied in Grau

Von Uschi Reifenberg

Mit Richard Wagners Weltabschiedswerk, dem Bühnenweihfestspiel Parsifal, nahm auch Sir Simon Rattle, scheidender Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, Abschied von den Osterfestspielen Baden-Baden. Sechs Jahre lang verwandelten der Stardirigent und das Weltklasse Orchester alljährlich zur Osterzeit die Stadt an der Oos in ein glanzvolles Mekka für Festivalbesucher aus aller Welt. Einmalig an den Osterfestspielen in Baden-Baden ist, dass die Berliner Philharmoniker über eine Woche lang quasi omnipräsent in vielfältigsten Besetzungen an unterschiedlichen Spielorten die ganze Stadt bespielen und in Kammermusikbesetzungen, Kinderoper, Sinfoniekonzerten oder großer Oper zu hören sind.

Wagners letztes Werk, sein „Opus summum“ und wohl auch sein vielfältigstes und rätselhaftestes, ist ein einzigartiges Konglomerat aus philosophischen, weltanschaulichen und religiösen Thesen und in seiner Vieldeutigkeit durchlässig für die unterschiedlichsten Deutungen.Die Welt in ihrer existenziellen Ausweglosigkeit wird geschildert mit Fragen zu Leid, Vergänglichkeit, Tod, aber auch zu Erneuerung und Erlösung, Wagners Lebensthema.

Nach Wagners Auffassung hatte die Religion ihre Funktion in der säkularisierten Gesellschaft des 19. Jahrhunderts eingebüßt und nun sollte an ihre Stelle die Kunst treten, um die metaphysischen Bedürfnisse als Sinn- und Deutungslieferant zu bedienen. Wagner schreibt 1880: „Man könnte sagen, dass da, wo die Religion künstlich wird, der Kunst es vorbehalten ist, den Kern der Religion zu retten…“ Wagner als Religionsstifter und Parsifal als Kunstwerk, das die erlösungsbedürftige Menschheit zu erneuern im Stande wäre. 1882 wurde der Parsifal im Bayreuther Festspielhaus uraufgeführt. Wagner verfügte, dass sein Werk nur dort zur Aufführung kommen sollte. 30 Jahre lang sollte es auch so sein.

Festspielhaus Baden-Baden / Parsifal - hier: Stephen Gould als Parsifal und Ruxandra Donose als Kundry © Monika Rittershaus

Festspielhaus Baden-Baden / Parsifal – hier: Stephen Gould als Parsifal und Ruxandra Donose als Kundry © Monika Rittershaus

Der verdeckte Orchestergraben, der sogenannte “mystische Abgrund“, erzeugt jenen einzigartigen Mischklang, der nur in Bayreuth zu erleben ist und für welchen Wagner den Parsifal geschaffen hat. Im Festspielhaus Baden-Baden, dem größten Opern- und Konzerthaus Deutschlands, gelingt Sir Simon Rattle auch ohne verdeckten Orchestergraben ein Klangwunder der besonderen Art. Sir Simon näherte sich – wie er in einem Interview erwähnte – der Parsifal Partitur sozusagen retrospektiv aus der Sicht des Komponisten Claude Debussy, der sich, gemäß dem traditionellen Tonsatz, ein Orchester ohne Bass- Fundament wünschte.

Klanggemälde, befreit von jeder Erdenschwere

Gleichsam gelingt dem Dirigenten und seinem Orchester ein impressionistisches Klanggemälde, befreit von jeder Erdenschwere, weich strömend und mit sensibelster Ausbalancierung. Samtige Streicherklänge, ätherische Holzbläsersoli scheinen aus dem Nichts zu entstehen und sich wieder zu verflüchtigen, Linien bis in feinste Verästelungen durchgehört. Transparenz und kammermusikalische Ausformung sind Rattles besonderes Anliegen. Manchmal scheint die Musik aber auf der Stelle zu treten und man hätte sich mehr Stringenz und Zielorientiertheit, mehr dramatischen Zugriff und Auskostung der wagnerischen Höhepunkte gewünscht.

Festspielhaus Baden-Baden / Parsifal - hier: Franz-Josef Selig als Gurnemanz © Monika Rittershaus

Festspielhaus Baden-Baden / Parsifal – hier: Franz-Josef Selig als Gurnemanz © Monika Rittershaus

Für die Inszenierung konnte die 82-jährige Regie-Legende Dieter Dorn gewonnen werden. Der mit Preisen hochdekorierte, ehemalige Intendant der Münchner Kammerspiele, inszenierte bereits 1990 in Bayreuth (Der fliegende Holländer), 1993 an der MET ( Tristan und Isolde) und 2014 in Genf ( Der Ring des Nibelungen). Dieter Dorn bleibt mit seiner Parsifal Inszenierung nah am Text und erzählt die Geschichte linear als eine zeitlose Parabel, ohne ihr gewaltsam eine Deutung aufzuzwingen, aber auch, ohne Antworten zu geben. Im Zentrum der Handlung steht für ihn Kundry, Wagners ambivalenteste Frauenfigur, die schon während des Vorspiels einsam am Boden kauert. Als ihr von seltsamen Gestalten verschiedene weibliche Requisiten angeboten werden, Symbole für unterschiedlichste Identitäten, lehnt sie ab. Am Ende bleibt sie als Einzige vor dem geschlossenen Vorhang zurück und blickt fragend ins Publikum. Gefangen im ewigen Kreislauf, ausgesperrt und auf Erlösung hoffend?

Richard Wagner Büste in Bayreuth © IOCO

Richard Wagner Büste in Bayreuth © IOCO

Für das Gralsgebiet im 1. und 3. Akt finden Dieter Dorn und seine Bühnenbildnerin Magdalena Gut einen offenen, werkstattartigen Raum, der an eine Probebühne erinnert, in welcher riesige Holzplatten und Rampen aufgebaut sind. Auf den Holzplatten sind skizzierte Landschaften zu erkennen, sie werden von gesichtslosen Gestalten in grauen, zerlumpten Gewändern (Kostüme: Monika Staykova), hin- und hergeschoben.
Die vorherrschende Farbe für alle 3 Akte ist grau in verschiedenen Abstufungen (Lichtregie: Tobias Löffler). Die Gralsgemeinschaft scheint eine Gesellschaft der Kraftlosen, Ziellosen zu sein, in Auflösung begriffen, unfähig zur Erneuerung, in Beckettscher Manier in der ewigen Wiederkehr des Gleichen verharrend. Ein schöner Regieeinfall ist der Tod des textgetreu auftretenden Schwanenpaares, der, vom sich ins Gralsgebiet verirrenden, unwissenden, reinen Toren Parsifal absichtsvoll verursacht wird.

Für die Gralsenthüllung im 1. Akt werden die Holzgerüste zu einer Art Theater- Zuschauergalerie zusammengeschoben, auf welcher die Gralsritter wie Theaterbesucher Platz nehmen und der qualvollen Zeremonie des leidenden Amfortas unbeteiligt beiwohnen. Der Gral ist ein strahlend weiß leuchtender Kelch, der in einem Holzschränkchen hereingetragen wird. Anschließend werden Brot und Wein verteilt wie bei einer Armenspeisung. Das Zauberschloss im 2. Akt wird dargestellt durch riesige Zinnen, auf welchen Klingsor in eine weiße Kristallkugel starrt. Dieses Tableau ist in blaues Licht getaucht und lässt kurzzeitig Raum für Magie und Mystik. Die Blumenmädchen mit ihren grell bunten Blumen Accessoires – der einzige Farb Lichtblick dieser Inszenierung – werden nun wieder von der Einheitsfarbe grau kontrastiert. Kundry versucht als blonde Diva in weiß Parsifal zu verführen, der Speerwurf Klingsors wird durch einen gelungenen Lichteffekt in Szene gesetzt.

Im 3. Akt befinden wir uns wieder im Werkstatt Provisorium, in welchem nun die Holzgerüste genauso beschädigt wirken wie die Bewohner und von diesen noch ziel- und planloser hin und her geschoben werden. Gurnemanz, nun lemurenhaft- gespenstisch wirkend, holt Kundry ins Leben zurück, indem er sich ihr erotisch nähert. Parsifal findet als schwarzer Ritter in voller Rüstung zurück ins Gralsgebiet und der Karfreitagszauber erblüht lediglich im Orchestergraben, vom Schnürboden weiße Papierschnipsel herunterwehen und von Erneuerung und Erlösung künden. Die Zusammenführung von Speer und Kelch, Amfortas‘ Heilung und Parsifals Enthüllung des Grals als neuer Heilsbringer, kann die Gralsgemeinschaft aber scheinbar nicht in jene Zukunft führen, die der in ihren Grundfesten erstarrten Gesellschaft die erlösende Erneuerung bringen könnte.

Festspielhaus Baden-Baden / Parsifal - hier: Gerald Finley als Amfortas © Monika Rittershaus

Festspielhaus Baden-Baden / Parsifal – hier: Gerald Finley als Amfortas © Monika Rittershaus

Gesungen wird in dieser Produktion wie erwartet auf hohem Niveau. Franz – Josef Selig ist ein Bilderbuch Gurnemanz mit hell timbriertem, in allen Lagen ausgeglichenem Bass, idealer Textverständichkeit und ohne Ermüdungserscheinungen. Zeigt er sich im 1. Akt noch als viril-jugendlicher Lehrmeister, so findet er im 3.Akt zu jenem schmerzvoll- resignativen Weltwissen, das den reifen Wagner Helden Ihre jeweils ureigene Prägung verleiht. Steven Gould, einer der besten Wagner Tenöre unserer Zeit, präsentiert sich in der Rolle des Parsifal in Bestform. Als jugendlich- naiver reiner Tor bis zum mitleidvoll- Wissenden schlägt er einen glaubhaften Entwicklungsbogen und lässt die große Erweckungsszene im 2. Akt mit heldischer Strahlkraft und erschütternder Intensität zu einem Höhepunkt werden. Die Figur der Kundry – Wagners komplexe Frauengestalt- wird von Ruxandra Donose in der Herzeleide-Erzählung mit schönem lyrischen Timbre und feinen Legatobögen versehen. Die dämonisch-zwielichtige Seite, die Zerrissenheit dieser erlösungssüchtigen Verführerin bleibt Donose in ihrer Interpretation allerdings schuldig.
Evgeny Nikitin im Rocker Outfit ist als bezopfter Klingsor eine Idealerscheinung. Mit schneidender Diktion und stählernem Bariton versprüht er jede Menge Dämonie und lässt an stimmlicher Ausstrahlung nichts zu wünschen übrig. Gerald Finley als Amfortas ist in der Darstellung seines Leidens ein idealer Schmerzensmann mit exemplarischer Textausdeutung und perfekter Phrasierung. In seiner großen Klage im 1. Akt kann er allerdings mit seinen Erbarmen- Rufen wenig Mitleid hervorrufen.

Robert Lloyd als siecher Gralskönig Titurel ist mit immer noch mächtigem Bass eine Idealbesetzung und die perfekt ausbalancierten und herrlich singenden Blumenmädchen sind eine pure Freude. Der Philharmonia Chor Wien (Leitung: Walter Zeh) wartet mit mächtiger Klangkultur auf.

Das Publikum spendete begeistert Beifall und stehende Ovationen nach dieser letzten Parsifal Vorstellung, vor allem für Orchester und Dirigent und freut sich auf ein Wiedersehen mit den Berliner Philarmonikern im nächsten Jahr.

—| IOCO Kritik Festspielhaus Baden-Baden |—

Baden-Baden, Festspielhaus, Osterfestspiele 2018 – Parsifal, 24.03.2018

März 9, 2018 by  
Filed under Festspielhaus Baden-Baden, Oper, Premieren

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Osterfestspiele Baden-Baden 2018

Parsifal – Auf der Suche nach dem heiligen Speer
Wagners letzte Oper als Neuinszenierung in Baden-Baden – Ruxandra Donose und Stephen Gould in den Hauptrollen

Richard Wagners letzte Oper Parsifal markiert zu den Baden-Badener Osterfestspielen 2018 den Abschied von Sir Simon Rattle aus der künstlerischen Leitung dieses Festivals. Der britische Chefdirigent der Berliner Philharmoniker hob die Baden-Badener Osterfestspiele 2013 mit aus der Taufe. Offiziell endet Rattles „Amtszeit“ im Sommer. Doch Parsifal ist die letzte Opernproduktion des Weltklasse-Orchesters in dieser Ära. Regisseur Dieter Dorn inszeniert das von Wagner als „Bühnenweihfestspiel“ bezeichnete Werk im Festspielhaus Baden-Baden neu.

Die Aufführungen am 24. und 30. März sowie am Ostermontag, 2. April 2018, beginnen um 16 Uhr – noch gibt es Eintrittskarten.

Im Rahmen eines Pressegesprächs beschrieb Sir Simon Rattle das Baden- Badener Festspielhaus als „geradezu ideal“, um diese letzte Oper Richard Wagners aufzuführen: „Die Sänger können nahezu ‚sprechen‘ und müssen nie forcieren“. Außerdem sei es ungewöhnlich, so Rattle, dass ein so großes Haus so intim wirke – all dies seien beste Voraussetzungen.

Das Bühnenweihfestspiel aus dem Jahr 1882 bildet den Mittelpunkt der Osterfestspiele 2018 an der Oos. Erzählt wird die verzweifelte Suche der Gralsritter nach Heilung für König Amfortas, der an einer Wunde leidet, die erst geschlossen werden kann, wenn sie vom heiligen Speer berührt wird. Diesen Speer hält der abtrünnige Ritter Klingsor in seinem Besitz. Ein schier endloser Kreislauf von Leid und vergeblicher Hoffnung auf eine bessere Zukunft muss durchbrochen werden. Fähig dazu ist nur ein „reiner Thor“, den der weise Gralsritter Gurnemanz in Parsifal, der fernab jeder Zivilisation aufgewachsen ist, zu entdecken glaubt.

Richard Wagners Bühnenweihfestspiel schrieb Musikgeschichte. Philosophen und Komponisten versuchten sich an Deutungen, die bis heute viel diskutiert sind. Die rund um den christlichen Ostermythos angelegte und von Wagner selbst geschaffene Dichtung geht auf Motive des Versepos Parzival von Christoph von Eschenbach aus dem 13. Jahrhundert zurück. Richard Wagner beschäftigte sich mit seiner Oper mehr als 30 Jahre und formulierte immer wieder die Absicht, den „Kern des Religiösen“ in Musik zu fassen.

Die „Parsifal“-Musik Richard Wagners gehört zu den Meisterwerken der Spätromantik. Der „Karfreitagszauber“, ein orchestrales Zwischenbild im dritten Aufzug, wird auch immer wieder in sinfonischen Konzerten gespielt. Die geschickt komponierten „Höhenchöre“ haben geradezu magische Wirkung. Dieter Dorn inszeniert das musikdramatische Werk neu, Stephen Gould singt den Parsifal und Ruxandra Donose erstmals die Partie der Kundry. Franz-Josef Selig verkörpert Gurnemanz und der britische Bariton Gerald Finley übernimmt die Rolle des Amfortas. Als Königsvater Titurel gibt der britische Bass Robert Lloyd sein Debüt im Festspielhaus Baden-Baden. Er wirkte bereits in der viel diskutierten „Parsifal“-Verfilmung von Hans-Jürgen Syberberg (1982) mit. Für die Bühne zeichnet Magdalena Gut verantwortlich, die Kostüme hat Monika Staykova entworfen und das Lichtdesign stammt von Tobias Löffler.

Heiß geliebt und heiß diskutiert
Wagners Oper Parsifal wird von Musikliebhabern heiß geliebt und ihre Botschaften seit über 130 Jahren nicht minder heiß diskutiert. Der Komponistzeichnet das Bild einer nicht mehr funktionierenden Gesellschaft, deren  Mitglieder nach Erlösung streben. Doch wo finden sie einen Erlöser und Erlösung? In dieser Frage manifestiert sich die noch immer hohe Aktualität der Oper, in deren Verlauf verschiedene Philosophien und Weltreligionen anklingen. „Wir finden Antworten in der Musik“, sagt Sir Simon Rattle, der froh darüber ist, dass Wagner nicht nur eine Perspektive einnimmt und die für die Menschheit so wichtige Frage aus verschiedenen Betrachtungswinkeln heraus stellt. „Diese Offenheit interessiert mich an Wagner“, so Rattle. Zurück zu Wagner Intendant Andreas Mölich-Zebhauser und Sir Simon Rattle erfüllt es mit Freude, dass Dieter Dorn die Regie dieser Festspielproduktion übernommen hat. „Er ist so voller Hingabe und Konzentration – was er macht, ist berührend“, so Sir Simon Rattle über den Regisseur. Dorn fungierte viele Jahre als Intendant der Münchner Kammerspiele und des Bayerischen Staatsschauspiels. Er zählt zu den erfolgreichsten Regisseuren unserer Zeit. Seine erste Wagner-Regie erarbeitete Dorn 1990 bei den Bayreuther Festspielen. Damals vertraute ihm Wolfgang Wagner eine neue Lesart der Oper „Der fliegende Holländer“ an und Dorns Inszenierung wurde weit beachtet.

Der Regisseur wurde 1935 in Leipzig geboren und studierte nach seiner Flucht nach West-Berlin in den 1950er Jahren an der dortigen Max-Reinhardt-Schule. Danach arbeitete er als Schauspieler, Dramaturg und Regisseur in Hannover. Ab 1968 inszenierte er in Essen und Oberhausen, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und am Wiener Burgtheater. Von 1972 bis 1975 war Dieter Dorn Regisseur an Berliner Schiller Theater. 1976 wurde er Oberspielleiter an den Münchener Kammerspielen und ab 1983 an gleicher Stelle Intendant bis 2001. Danach leitete er bis 2011 das Bayerische Staatsschauspiel in München. Neben seinen Schauspielinszenierungen waren auch seine Opernregien maßgebend, wie bei den Salzburger und Bayreuther Festspielen, an der Metropolitan Opera New York, an der Wiener Staatsoper, der Berliner Staatsoper Unter den Linden  sowie an der Bayerischen Staatsoper München.

Kundrys Debüt
Mit Ruxandra Donose erlebt die Wagner-Welt zu den Baden-Badener Osterfestspielen 2018 ein echtes Debüt. Die in Wien lebende Sängerin gilt unter anderem als ausgezeichnete Belcanto-Sängerdarstellerin und sammelte zudem Erfahrung in verschiedenen Barockoper-Produktionen. In der aktuellen Saison stehen für sie weitere wichtige Produktionen, wie ihr „Norma“-Debüt an. Das Publikum in traditionsreichen Opernstädten wie London, Moskau, New York und Paris schätzt Ruxandra Donose als wandlungsfähige Mezzosopranistin.

Die Rolle des Parsifal verkörpert der amerikanische Heldentenor Stephen Gould. Der erfahrene Wagner-Sänger wird noch in diesem Jahr neben seinem Engagement in Baden-Baden als Tristan und Siegmund bei den Bayreuther Festspielen zu erleben sein. In Budapest steht Stephen Gould als Tannhäuser auf der Bühne und wird diese Rolle auch unter anderem in Berlin, Dresden und Zürich singen. Regelmäßig verpflichten ihn die größten Opernhäuser der Welt als Wagner-Interpret. Wichtige Aufnahmen machte Gould unter anderem mit den Dirigenten Christian Thielemann und Donald Runnicles.

In weiteren Partien sind bei der Baden-Badener „Parsifal“-Produktion zu den Osterfestspielen 2018 ebenso bedeutende Sängerinnen und Sänger zu erleben. Der englische Bariton Gerald Finley singt die Partie des Amfortas. Franz-Josef Selig wird die Partie des Gurnemanz verkörpern und Evgeny Nikitin gibt den Bösewicht Klingsor. Berliner Philharmoniker mit langer „Parsifal“-Erfahrung Die Berliner Philharmoniker nahmen den gesamten „Parsifal“ mit ihren Chefdirigenten Herbert von Karajan und Claudio Abbado auf. Außerdem existiert eine Gesamtaufnahme unter der Leitung von Daniel Barenboim. Zu den Osterfestspielen wird nun eine neue Generation der Berliner Philharmoniker im Baden-Badener Orchestergraben sitzen und ihre Lesart dieser besonderen Oper  in Klang verwandeln.


Besetzung

„Parsifal“
Osterfestspiele 2018 Festspielhaus Baden-Baden
24. und 30. 03., 02.04. 2018, jeweils 16 Uhr
Musikalische Leitung Sir Simon Rattle
Inszenierung Dieter Dorn
Bühnenbild Magdalena Gut
Kostüme Monika Staykova
Licht Tobias Löffler
Mitarbeit Regie Martin Gruber
Berliner Philharmoniker
Philharmonia Chor Wien
Leitung und Einstudierung: Walter Zeh
Parsifal Stephen Gould
Kundry Ruxandra Donose
Gurnemanz Franz-Josef Selig
Amfortas Gerald Finley
Klingsor Evgeny Nikitin
Titurel Robert Lloyd
Klingsors Zaubermädchen Iwona Sobotka
Kiandra Howarth
Elisabeth Jansson
Mari Eriksmoen
Ingeborg Gillebo
Kismara Pessatti
Zwei Gralsritter Neal Cooper
Guido Jentjens
Vier Knappen Ingeborg Gillebo
Elisabeth Jansson
Neal Cooper
Iurie Ciobanu
Stimme aus der Höhe Kismara Pessatti


—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—

Graz, Styriarte, Osterfestspiele Psalm, ab 09.04.2017

Steirische Festspiele      |      Psalm

Syriarte / Osterfestspiele Psalm - Rebekka Bakken© Andreas H.Bitesnich

Syriarte / Osterfestspiele Psalm – Rebekka Bakken© Andreas H.Bitesnich

Sonntag, 9. April 2017 (Palmsonntag)   Helmut List Halle, 19 Uhr

Rebekka Bakken   Erzählt ihre Geschichten zum Frau sein
Rebekka Bakken, Stimme, Rune Arnesen, Percussion, Jon-Willy Rydningen, Klavier &
Synthesizer

Die norwegische Sängerin Rebekka Bakken verkörpert Weiblichkeit in ihrem ganzen Spektrum, von der lustvollen Sinnlichkeit über die liebevolle Mütterlichkeit hin zum spirituellen Verlangen. Doch ohne den männlichen Aspekt könnte sie ihre Weiblichkeit nicht ausdrücken, weder auf der Bühne noch in ihren Liedern. Erst in der Dualität entsteht die Spannung, der Unterschied, der Gegensatz. Doch die Sehnsucht des spirituellen Verlangens zielt auf die Überwindung der Gegensätze, zurück in die Einheit.
Rebekka Bakken hat für PSALM aus ihren Songs jene ausgewählt, die sich mit der Weiblichkeit auseinandersetzen, sie musikalisch ausdrücken. Und sie hat neue Songs zu diesem Thema geschrieben …

Nach einer Kindheit und Jugend in Norwegen zog es Rebekka Bakken, die Singer/Songwriterin mit der Drei-Oktaven-Stimme, nach New York, wo sie sich ganz ihrer Gesangskarriere widmete und von dort aus die Welt eroberte. Einzigartig, wie sie Emotionen transportieren und ihr Publikum jedes Mal aufs Neue in einen magischen Bann versetzen kann. Für ihr Debütalbum „The Art of How to Fall“ bekam sie 2003 zwei goldene Schallplatten in Deutschland und Österreich, dazu kamen später mehrere ECHO Jazz Nominierungen und der Amadeus Award. Zuletzt erschien 2016 ihr Album „Most personal“.


Syriarte / Osterfestspiele Psalm - Emma Kirkby © Bibi Basch

Syriarte / Osterfestspiele Psalm – Emma Kirkby © Bibi Basch

Montag, 10. April 2017
Helmut List Halle, 19 Uhr

The Virgin Queen  – Lautenlieder des Elisabethanischen Zeitalters
von John Dowland u. a., Gambenconsort-Musik von Anthony Holborne
bis John Dowland, Emma Kirkby, Sopran, Jakob Lindberg, Laute, Armonico tributo-Consort, Leitung: Lorenz Duftschmid, Viola da gamba

Nach der Hinrichtung ihrer Stiefmutter 1542 beschloss die achtjährige Elizabeth Tudor, nie zu heiraten. Dass die spätere Elizabeth I. dabei auch Jungfrau geblieben sei, war Teil ihrer Selbststilisierung zur „Virgin Queen“. Jungfräulich klingen zumindest die Lautenlieder ihrer Epoche, wenn sie von Emma Kirkby mit makelloser Stimme gesungen werden. Wie Queen Elizabeth scheint auch Dame Emma ewig jung zu bleiben. Ihre süßen Gesänge ergänzt Lorenz Duftschmid um die Gamben- Tränen des John Dowland. Emma Kirkby ist die Grande Dame der Alten Musik, die auch nach jahrzehntelanger Konzert- und Aufnahmetätigkeit nichts von ihrer Faszination verloren hat. Ungebrochen ist der Zauber, der in ihren Konzerten von ihrer silberhellen Stimme und ihren klugen Interpretationen ausgeht. Mit dem schwedischen Lautenisten Jakob Lindberg verbindet sie eine jahrelange  Zusammenarbeit.

Der österreichische Gambenvirtuose Lorenz Duftschmid erforscht mit seinem Ensemble ein breit gefächertes Repertoire von keltischer Musik bis zur Wiener Klassik auf Weltklasseniveau


Syriarte / Osterfestspiele Psalm -Ars Choralis © Wolfgang Burat

Syriarte / Osterfestspiele Psalm -Ars Choralis © Wolfgang Burat

Dienstag, 11. April 2017
Helmut List Halle, 19 Uhr

Magnificat – Mittelalterliche Lieder für Maria aus Italien, Portugal und Deutschland
mit Fidel, Glocken, Virginal und Gesang, (Cantigas de Santa Maria, Liederbuch der
Anna von Köln, Laude), Texte über die Jungfrau Maria im Jahreskreis, Ars Choralis Coeln, Leitung: Maria Jonas, Gesang, Mavie Hörbiger, Lesung
Preise: EUR 39 / 23

Um zum reinen Gefäß für die Geburt des Gottessohnes zu werden, musste die Jungfrau Maria selbst unbefleckt empfangen sein – befreit von der Erbsünde. Dieser tiefe Glauben führte zur Kindheitsgeschichte Marias. Ihre eigene Schwangerschaft prägt den Jahreslauf der Kirche bis heute: von Mariae Verkündigung am 25. März bis zu Jesu Geburt genau neun Monate später. In den Evangelien ist die Geschichte der jungen Frau Maria, die durch den Heiligen Geist den Erlöser empfängt, eng mit der Schwangerschaft ihrer Cousine Elisabeth verknüpft. Als sich die beiden Frauen begegnen, stimmt Maria ihr „Magnificat“ an. Leuchtend wie Madonnenbilder sind die Mariengesänge des Mittelalters, die Ars Choralis Coeln singt. Mavie Hörbiger liest die heiligen Texte um Anna, Maria und Elisabeth.

Das Frauenensemble Ars Choralis Coeln mit seiner Leiterin Maria Jonas, 2004 in Köln gegründet, hat sich längst in der Alte-Musik-Szene etabliert. Es ist zu Gast bei internationalen Festivals, regelmäßig auch bei der styriarte und bei PSALM. Sie ist der Spross einer großen Schauspiel-Familie: Mavie Hörbiger. 1996 startete sie ihre filmische Schauspielkarriere und brachte es bis heute auf zig Engagements in Kino und Fernsehen. Zahlreiche Rollen an deutschen, österreichischen und Schweizer Theatern gipfelten ab 2011 in der fixen Ensemblemitgliedschaft am Wiener Burgtheater.


Syriarte / Osterfestspiele Psalm - La Venexiana © Michael Baumgartner

Syriarte / Osterfestspiele Psalm – La Venexiana © Michael Baumgartner

Donnerstag, 13. April 2017 (Gründonnerstag)
Helmut List Halle, 19 Uhr

Freuden des Frühlings – Ein Frühlingsfest in Florenz
Madrigale, Frottole, Canzonetten aus dem Florenz der Renaissance von Philippe Verdelot, Luca Marenzio,, Francesca Caccini, Sigismondo d’India, Biagio Marini,
Claudio Monteverdi u. a., La Venexiana, Leitung: Claudio Cavina, Cembalo
Preise: EUR 39 / 23

„Ecco la Primavera“. Unzählige Male haben die Meister der italienischen Renaissance den Frühling besungen und hatten dabei Botticellis Gemälde vor Augen. „La Venexiana“ singt eine Blütenlese der schönsten Frühlingsmadrigale von Marenzio bis Monteverdi. Im Zentrum steht eine Grazerin in Florenz: Erzherzogin Maria Magdalena, die jüngste Tochter Karls II., hatte 1609 allen Grund, den Frühling zu feiern. An der Seite ihres Medici-Gemahls wurde sie Großherzogin der Toskana und stellte ihre frühlingshafte Fruchtbarkeit alsbald durch die Geburt des Thronfolgers unter Beweis.

Zahlreiche Preise für ihre hochgelobten CDs unterstreichen die internationale Anerkennung von La Venexiana als eines der führenden italienischen Ensembles im Bereich der Alten Musik. In langjähriger Zusammenarbeit hat das Ensemble einen besonderen Stil entwickelt: eine warme, mediterrane Mischung aus Textdeklamation, rhetorischer Kraft und harmonischer Raffinesse. Claudio Cavina, selbst einer der führenden Countertenöre seiner Generation, gründete La Venexiana 1998 und leitet die Gruppe bis heute.


Syriarte / Osterfestspiele Psalm - Kalasri Keshava© Ismael Lorenzo

Syriarte / Osterfestspiele Psalm – Kalasri Keshava© Ismael Lorenzo

Freitag, 14. April 2017 (Karfreitag)
Helmut List Halle, 19 Uhr

Bharatanatyam – Kalasri Tanz- und Musikensemble, Sumitra Keshava, Tänzerin, Vidwan D. Keshava, Tänzer & musikalischer Leiter, Mavie Hörbiger, Lesung
Preise: EUR 39 / 23

Die mythische Welt Indiens ist geprägt von Göttern und Dämonen, die in ständigem Ringen miteinander verbunden sind. Eine ganz besondere Rolle spielt dabei die Göttin Durga, die einen männlichen Dämon in der Gestalt eines Büffels besiegt. Diese und andere Episoden der Hindu-Mythologie werden nicht nur in Worten, sondern auch im Tanz erzählt – im Bharatanatyam, was wörtlich übersetzt der „Tanz Indiens“ heißt. Gemeint ist eine besonders kunstvolle Variante des Tempeltanzes, der seit vielen Jahrhunderten in Südindien gepflegt wird. Die Familie Keshava lebt diese spirituelle Kunstform mit Hingabe und erzählt im PSALM von den übermächtigen Frauen und Müttern, deren Opfertaten
im Hinduismus verehrt werden.

Der mit verschiedenen Auszeichnungen geehrte indische Tanzmeister, Choreograph und Yogalehrer Vidwan D. Keshava stammt aus Mysore, Südindien. 1969 bis 1975 absolvierte er an der dortigen Universität ein sechsjähriges Studium in Tanz, Musik und Schauspiel und erhielt als erster Mann im Staate Karnataka den Titel „Natyavisharada“ und eine Goldmedaille. Er feierte Erfolge in der Schweiz, Indien, Deutschland, Österreich, England, den USA, in Italien, Frankreich und Kuwait. D. Keshava lebt seit 1976 in Basel und gründete und leitet dort das Kalasri Tanzensemble, dem auch seine Tochter Sumitra angehört. Das Ensemble tritt regelmäßig in Indien und der Schweiz auf und gibt reichhaltige farbige Tanzprogramme mit klassischem Bharatanatyam-Tanz, Tanztheatern, fröhlichen Volkstänzen aus verschiedenen Regionen Indiens, innovativen Choreographien
und Bollywood-Darbietungen zum Besten.


Sonntag, 16. April 2017 (Ostersonntag)
Helmut List Halle, 19 Uhr

Mutter Erde  –  Lieder und Geschichten aus Simbabwe, Vokalensemble „Nobuntu“ (Simbabwe):, Zanele Manhenga, Thandeka Moyo,, Duduzile Sibanda, Heather Dube &
Joyline Sibanda, Mavie Hörbiger, Lesung, Preise: EUR 39 / 23

Syriarte / Osterfestspiele Psalm - Nobuntu © Werner Puntigam

Syriarte / Osterfestspiele Psalm – Nobuntu © Werner Puntigam

Man kann diese Erzählung aus Simbabwe als Metapher für die Suche nach der eigenen Kultur verstehen. Aber sie ist auch eine ganz traditionelle Geschichte aus einer Gesellschaft, in der an Frauen ganz ursprüngliche Erwartungen gestellt werden: Sie sollen fruchtbar sein und gebären. Nobuntu erzählt die Geschichte einer Frau, die das nicht kann, denn sie ist unfruchtbar. Wir begleiten die Frau auf einer Reise, von der sie sich Heilung verspricht, einer Reise zu alten afrikanischen Ritualen und zum Glauben. Hier erfährt sie schließlich „Mutter Erde“, die ihr schenkt, wonach sie sich immer gesehnt hat: Mutterschaft, Fruchtbarkeit, eigene Kultur und Religion. Nobuntu erzählt diese Geschichte in Gesang, Tanz, Spiel und Poesie. Nobuntu kommen aus Bulawayo, der „Kulturhauptstadt Simbabwes“.

Nobuntu steht für innovative Frauenpower in ihrer männerdominierten Welt. Die fünf Sängerinnen einer neuen Generation zelebrieren die Schönheit und den Reichtum ihrer Kultur. Sie kombinieren traditionelle simbabwische Musik, Gospel, Afro-Jazz und mehr. Mit eigenen Kompositionen und Texten setzen sie wichtige Impulse für Veränderung, werben für Solidarität, Gemeinschaft, Lebensmut und Bescheidenheit. Schon ihr Name steht für diese Werte: In „Nobuntu“ steckt das Zulu-Wort „Ubuntu“ – übersetzt etwa „Mutter der Menschlichkeit“.


Syriarte / Osterfestspiele Psalm - Stefan Gottfried © Tschida

Syriarte / Osterfestspiele Psalm – Stefan Gottfried © Tschida

Montag, 17. April 2017 (Ostermontag)
Helmut List Halle, 19 Uhr

La Gloria di Primavera – Festmusik zur Geburt eines Thronfolgers
Alessandro Scarlatti: Ausschnitte aus „La Gloria di Primavera“, Serenata (Neapel 1716)
Antonio Vivaldi: Sinfonia in G (aus „La fida Ninfa“) / Concerto in E, op. 8/1 „La Primavera“ aus den „Vier Jahreszeiten“, Cornelia Horak, Sopran (Estate), Sophie Rennert, Mezzosopran (Primavera), Bernhard Landauer, Countertenor (Autunno), Johannes Chum, Tenor (Inverno), recreationBAROCK, Leitung: Stefan Gottfried, Cembalo, Preise: EUR 39 / 23

Welche Jahreszeit hat den größten Anteil an der Geburt eines Thronfolgers, der im Sommer gezeugt wurde und im Frühling zur Welt kam? Natürlich „la Primavera“. Alessandro Scarlatti widmete diesem Wettstreit der vier Jahreszeiten seine schönste „Serenata“ für die Stimmvirtuosen Neapels und ein reich besetztes Orchester. Nach der Uraufführung 1716 wurde sie auch in Wien gespielt, schließlich ging es um Kaiserin Elisabeth Christine und den leider zu früh verstorbenen Bruder von Maria Theresia. Stefan Gottfried dirigiert Scarlattis Serenata mit Einlagen von Vivaldi als Barockoper über den Frühling.

Das Wiener Multitalent Stefan Gottfried (er studierte Cembalo, Klavier, Komposition und Musikpädagogik sowie Generalbass und historische Tasteninstrumente, daneben Horn und Mathematik) ist der Nachfolger Nikolaus Harnoncourts als Leiter des Orchesters
Concentus Musicus. Auch mit dem erfolgreichen Grazer Alte-Musik-Orchester recreationBAROCK hat er bereits zusammengearbeitet. Diesmal nimmt er sich mit Cornelia Horak, der jungen Steirerin Sophie Rennert, Bernhard Landauer und Johannes Chum noch zauberhafte Gesangssolisten hinzu.


Karten und Informationen:
styriarte Kartenbüro
Sackstraße 17, 8010 Graz
Tel.: 0043.316.825 000 (Fax: -15)
tickets@styriarte.com
www.psalm.at
Pressemeldung Steirische Festspiele

Baden-Baden, Festspielhaus / Theater, Kammeroper La Tragédie de Carmen, 09.04.2017

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Festspielhaus Baden – Baden

Theater Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden / La Tragédie de Carmen © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden / La Tragédie de Carmen © Festspielhaus Baden-Baden

FESTSPIELHAUS BADEN-BADEN; THEATER BADEN-BADEN

Osterfestspiele 2017

Eine Kooperation zwischen dem Festspielhaus Baden-Baden, den Berliner Philharmonikern, dem Theater Baden-Baden sowie der „Akademie Musiktheater heute“ der Deutsche Bank Stiftung.

Carmen am Goetheplatz

Proben zur Kammeroper der Osterfestspiele Baden-Baden haben begonnen.

Mit den Proben zur Kammeroper „La Tragédie de Carmen“ werfen die fünften Osterfestspiele mit den Berliner Philharmonikern nun auch im Zentrum Baden-Badens ihre Schatten voraus. Im Theater am Goetheplatz begrüßten Intendantin Nicola May und der leitende Opernreferent des Festspielhauses Andreas Fladvad-Geier Sängerinnen und Sänger sowie das Leitungsteam der Kammeroper, die am 9. April Premiere feiert. Nach den Osterfestspielen wird es darüber hinaus bis zum Sommer weitere Vorstellungen am Theater Baden-Baden geben.

Regisseurin Sofia Simitzis und Ausstatterin Janina Audick vertreten die „Akademie Musiktheater heute“ der Deutsche Bank Stiftung. Wie in den Vorjahren stellt das Stipendiatenprogramm der Deutsche Bank Stiftung das Leitungsteam. Simon Rössler ist der Dirigent der Kammeroper. Der Schlagzeuger ist seit 2008 Mitglied der Berliner Philharmoniker und durchlief in seinem Studium auch eine Dirigierausbildung. Er leitete unter anderem schon Opernaufführungen mit den Stuttgarter Philharmonikern bei den Opernfestspielen in Heidenheim und gab 2016 sein Debüt als Dirigent an der Komischen Oper Berlin, wo er Vorstellungen der „Zauberflöte“ in der Inszenierung von Barrie Kosky dirigierte. Die Sängerinnen und Sänger der Kammeroper der Baden-Badener Osterfestspiele 2017 kommen von Musikhochschulen des Landes. Mit dabei sind Céline Akçag (Carmen), Felicitas Frische (Micaëla), Johannes Grau (Don José) und Vladislav Pavliuk (Escamillo). Traditionell sind auch Ensemblemitglieder des Theaters Baden-Baden in der Kammeroper engagiert. Diesmal sind es die Schauspielerin Rosalinde Renn und der Schauspieler Patrick Schadenberg, die in dieser „Carmen“-Fassung von Theater-Erneuerer Peter Brooks dabei sind.

Neben den Vorstellungen „La Tragédie de Carmen“ am 09., 12. und 16. April 2017 gibt es am Sonntag vor der Premiere (02. April 2017, um 11 Uhr) eine Einführungs-Matinée, in der Regisseur, Bühnenbildner und Dramaturg gemeinsam mit dem Ensemble einen Vorgeschmack auf die Inszenierung geben. Der Eintritt hierfür ist frei.

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—