Arlene Saunders, 1930 – 2020, eine Würdigung, IOCO Portrait, 14.05.2020

Mai 13, 2020 by  
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Arlene Saunders © Wolfgang Schmitt / Lead Technologies

Arlene Saunders © Wolfgang Schmitt / Lead Technologies

ARLENE SAUNDERS – Ein Mensch – EINE KARRIERE

5. Oktober 1930 – 17. April 2020

von Wolfgang Schmitt

In den 1960er und 70er Jahren war sie die „Primadonna assoluta“ der Hamburgischen Staatsoper während der Liebermann-Ära. Nun wurde auch Arlene Saunders ein prominentes Opfer der zur Zeit grassierenden Corona-Pandemie.

Geboren am 5. Oktober 1930 in Cleveland, Ohio, als Arlene Pearl Soszynski, entdeckte sie schon als 10jährige ihre Leidenschaft für die Oper, und so studierte sie nach der High School Gesang am dortigen Baldwin-Wallace College of Arts. Ein erstes Engagement führte sie an die National Opera Company in Raleigh, North Carolina, wo sie u.a. die Rosalinde in der Fledermaus, Donna Elvira in Don Giovanni und sogar die Titelrolle in Cole Porters Musical Kiss me Kate sang.

Bei einem Wettbewerb amerikanischer Opernsänger in New York errang sie den ersten Platz und erhielt ein Stipendium, mit dem sie nach Italien ging, wo sie ihre Gesangsstudien vervollkommnete und am Mailänder Teatro Nuovo ihr Rollendebüt als Mimi in Puccinis La Boheme geben konnte. Zurück in Amerika engagierte Julius Rudel sie an die New York City Opera, wo sie als Giorgetta in Puccinis Il Tabarro debütierte und in Partien des lyrischen Sopranfachs besetzt wurde, u.a. in Charpentiers Louise. Mit der New Yorker Metropolitan Opera ging sie auf die jährliche MET-Tour quer durch die USA und sang das Evchen in den Meistersingern und Rosalinde in der Fledermaus (alternierend mit Beverly Sills).

1963 war Rolf Liebermann, Intendant der Hamburgischen Staatsoper, auf Talentsuche in New York, Arlene Saunders sang für ihn die Arie der Magda aus Puccinis La Rondine und wurde vom Fleck weg engagiert. Hamburg wurde nun ihr Zuhause und ihr künstlerischer Lebensmittelpunkt. Mit ihrem neu erworbenen weißen Karmann-Ghia liebte sie es, die Stadt und das Hamburger Umland zu erkunden. Ihre Hamburger Debüt-Partie war die Pamina in der Zauberflöte, für die sie dann auch gleich gastweise ans Staatstheater Stuttgart engagiert wurde, auch für die Mimi luden die Stuttgarter sie sogleich ein. In Hamburg folgten Rollendebüts als Marzelline in Fidelio, Marie in Die verkaufte Braut, Liu in Turandot (mit Birgit Nilsson und James McCracken), Iphis in Jephta, Antonia in Hoffmanns Erzählungen, Fiordiligi in Cosi fan tutte, und Ann Truelove in The Rake’s Progress (die Premierenserie dirigierte Igor Strawinsky persönlich).

Arlene Saunders als Manon in Manon Lescaut 1982 © Colin Graham

Arlene Saunders als Manon in Manon Lescaut 1982 © Colin Graham

Ihr Hamburger Festvertrag ließ ihr jedoch genügend Freiraum für internationale Gastspiele, und so sang sie 1965 die Micaela in Carmen (mit Marilyn Horne, Franco Corelli und Justino Diaz) in Philadelphia, 1966 die Pamina beim Glyndebourne Festival, 1967 die Marguerite in Faust (mit Alfredo Kraus) an der San Francisco Opera, dort folgten Charpentiers Louise und Freia in Rheingold. Sie gastierte als Mimi in Florenz und an der Mailänder Scala, und gab in Toronto ihr Kanada-Debüt in Glucks Orfeo ed Eurydice. An der Wiener Staatsoper debütierte sie als Marzelline in Fidelio, sang dort auch Eva und Donna Elvira.

Mit der Deutschen Oper Berlin schloß sie einen Gastvertrag und debütierte dort als Nedda in einer Neuinszenierung des Bajazzo. In Hamburg erweiterte sie ihr Repertoire um Partien wie Tatjana in Eugen Onegin, Figaro-Gräfin, Agatheim Freischütz, um mit der Elsa in Lohengrin endgültig ins jugendlich-dramatische Sopranfach zu wechseln (in dieser Premiere sang Placido Domingo seinen ersten Lohengrin). Es folgten Neuinszenierungen von Arabella, Ariadne auf Naxos (mit dieser Produktion gastierte die Hamburgische Staatsoper auch beim Edinburgh Festival), Tannhäuser / Elisabeth (in der Regie von Harry Meyen, dem damaligen Ehemann von Romy Schneider, was dem Premierenabend einen besonderen Glamour verlieh, denn auch Magda Schneider und viele andere Größen des deutschen Films waren zugegen), Die Walküre / Sieglinde, sowie ihre erste Tosca. Die Tosca sang sie kurz darauf in Cincinnati, dort auch die Mimi. Es folgte eine Arabella-Neuproduktion in Amsterdam, und an die San Francisco Opera kehrte sie zurück als Eva für eine Neuinszenierung der Meistersinger von Nürnberg (mit Theo Adam und James King als Partner). An der Oper in Boston debütierte sie als Natascha in der amerikanischen Erstaufführung von Prokoffievs Krieg und Frieden (inszeniert und dirigiert von Sarah Caldwell), und in Washington sang sie die Uraufführung der eigens für sie von Alberto Ginastera komponierten Oper Beatrix Cenci, mit der das J.F. Kennedy Center for the Performing Arts 1971 feierlich eröffnet wurde, diese Produktion wurde später von der New York City Opera übernommen.

Arlene Saunders als Marschallin © Seattle Opera

Arlene Saunders als Marschallin © Seattle Opera

Auch an der Hamburger Oper wirkte Arlene Saunders bereits in zwei Opern-Uraufführungen mit, in Giselher Klebes Jakobowsky und der Oberst (Marianne) – mit der die Hamburger Staatsoper eine Gastpielreise an die New Yorker MET unternahm, gemeinsam mit The Rake’s Progress -, und in Giancarlo Menottis Hilfe, Hilfe, die Globolinks (Madame Euterpova), welche auch verfilmt wurde. Weitere Opernfilme der Rolf-Liebermann-Produktionen, in denen Arlene Saunders mitwirkt, sind Figaros Hochzeit (Gräfin), Der Freischütz (Agathe), Die Meistersinger von Nürnberg (Eva), und Arabella (bei Arthaus auf DVD erhältlich). Im Dezember 1972 gab es an der Hamburger Staatsoper die Uraufführung von Paul Burkhards Oper Ein Stern geht auf aus Jaakob, in der Arlene Saunders die Maria und Vladimir Rudzak den Josef sang, diese Oper wurde fürs Fernsehen aufgezeichnet und am Weihnachtsabend ausgestrahlt. Ein weiterer Fernsehfilm ist Carl Millöckers Gasparonemit Arlene Saunders als Carlotta, Barry MacDaniel in der Titelpartie, sowie Martha Mödl und Benno Kusche (als Zenobia und Nasoni). In dieser Zeit nahm Arlene Saunders für Philips die Operetten Der Zarewitsch und Der Graf von Luxemburg auf. Bei RCA waren bereits Mendelssohns Sommernachtstraum unter Erich Leinsdorf, und Mozarts Il Re Pastore (mit Arlene Saunders als Tamiri sowie Lucia Popp, Reri Grist und Luigi Alva) erschienen.

Auch als Konzertsängerin war Arlene Saunders stets aktiv, so sang sie u.a. Beethovens Missa solemnis unter Leonard Bernstein beim Tanglewood Festival, Richard Strauss‘ Vier letzte Lieder und Franz Schrekers Lieder von Walt Whitman“ unter Erich Leinsdorf in der Berliner Philharmonie, Haydns Schöpfung unter Igor Markevitch in Monte Carlo, Beethovens Neunte in der Hamburger Musikhalle, Geoffredo Petrassis Orationes Christi unter Massimo Freccia in Berlin; auch Liederabende gab sie u.a. in Hamburg, Hannover und Oslo mit Liedern von Richard Wagner, Richard Strauss, Franz Liszt, Heitor Villa-Lobos, Silvestre Revueltas, Aaron Copland und Samuel Barber.

Die 1970er und 80er Jahre verliefen weiterhin höchst erfolgreich für Arlene Saunders: An der Hamburgischen Staatsoper folgten weitere Rollendebüts als Marschallin im Rosenkavalier, als Gräfin in Capriccio, und als Chrysothemis in Elektra. An der Opéra de Paris debütierte sie in einer Tosca-Neuinszenierung (mit Placido Domingo und Gabriel Bacquier als Partner unter der Leitung von Charles Mackerras), sang die Sieglinde in einer Neuinszenierung der Walküre in der Regie von Peter Stein, in späteren Spielzeiten dort auch die Chrysothemis / Elektra und die Marschallin. Eine besonders beachtete Produktion war die Ballett-Inszenierung von Richard Strauss‘ Vier letzte Lieder, von Maurice Béjart choreogrphiert und mit Arlene Saunders singend und agierend inmitten der Tänzerinnen und Tänzer ins Bühnengeschehen integriert. An der Seattle Opera sang sie die Marschallin in einer Neuproduktion des Rosenkavalier, diese Partie auch in Brüssel und in Stuttgart. Am Opernhaus Köln sang sie ihre erste Senta im Fliegenden Holländer sowie eine weitere Tosca-Neuinszenierung. Als Tosca war sie ebenfalls Gast am Teatro Nacional Sao Carlos in Lissabon. In Turin wirkte sie mit in einer RAI-Rundfunkproduktion von Hindemiths Cardillac (Partie der Tochter).

An die Wiener Staatsoper kehrte sie zurück als Donna Elvira und als Elsa. Es folgten Auftritte an der New Yorker Metropolitan Opera als Eva in den Meistersingern (mit Thomas Stewart und Jean Cox), und als Elsa in einer Lohengrin –Neuproduktion in Hartford (mit Karl-Walter Böhm und Mignon Dunn). Schließlich gab sie ihr Rollendebüt als Minnie in Puccinis La Fanciulla del West an der Boston Opera. Die Minnie wurde zu einer ihrer Lieblingspartien, mit der sie auch an die New York City Opera zurückkehrte und die sie 1979 ans Teatro Colón Buenos Aires (mit Placido Domingo und Gianpiero Mastromei als Partner) und schließlich 1980 ans Londoner Royal Opera House Covent Garden führte. An der English National Opera North in Leeds gastierte sie als Senta (mit Norman Bailey als Holländer) und sang dort 1982 höchst erfolgreich ihre erste Manon Lescaut. In London sang sie die Titelpartie in Richard Strauss‘ Die Liebe der Danae in einer BBC-Rundfunkproduktion unter der Leitung von Charles Mackerras, die auf CD erschienen ist. Am Grand Théatre de Genève sang sie zur Saisoneröffnung 1980-81 die Elsa im „ Lohengrin  und die Marschallin im „ Rosenkavalier. Weitere Rollendebüts gab Arlene Saunders als Nadia in der amerikanischen Erstaufführung von Michael Tippets The Ice Break in Boston, als Santuzza in Cavalleria rusticana in Buenos Aires, als Marquise in Verdis Un Giorno di Regno beim Verdi-Festival in San Diego, und als Giulietta in Les Contes d’Hoffmann an der Hamburger Staatsoper, wo sie im Rahmen ihres Gastvertrages weiterhin die Mimi, Tosca, Senta, Chrysothemis, sowie während der Weihnachtszeit stets die Gertrud in Hänsel und Gretel sang (sie war 1972 die Premieren-Gertrud).

Arlene Saunders als Senta in Leeds © Colin Graham

Arlene Saunders als Senta in Leeds © Colin Graham

Es folgten weitere interessante Engagements beim Maggio Musicale Fiorentino, Florenz, als Tannhäuser – Elisabeth (mit Wolfgang Neumann, Hermann Prey und Brenda Roberts in den anderen Hauptpartien), als Tosca am Teatro dell’Opera in Rom, als Marschallin in Neuproduktionen des Rosenkavalier in Boston, Bordeaux und Bonn sowie beim Viennese Festival in Minneapolis, und als Senta im Holländer beim Wolf Trap Festival. Ihr australisches Debüt gab sie in der Saison 1983-84 an der Oper in Sydney in ihrer Paraderolle, der Minnie in La Fanciulla del West, der Rundfunkmitschnitt dieser Premiere ist auf CD erschienen. Ihren Abschied von der internationalen Opernbühne nahm sie 1985 als Marschallin in einer Neuinszenierung des Rosenkavalier am Teatro Colón in Buenos Aires, um sich ins Privatleben zurückzuziehen, sich ihren zahlreichen Hobbies zu widmen – unter anderem der Aquarell-Malerei -, und von Hamburg nach New York umzuziehen. Dort lebte sie mit ihrem Ehemann, dem Psychologen Dr. Raymond Raskin bis zu dessen Tod 2017 in einer schönen großen Wohnung mit Blick auf den East River. Am 17. April starb Arlene Saunders, 89jährig, in einer New Yorker Seniorenresidenz. Als unvergleichliche Interpretin insbesondere von Strauss-, Wagner- und Puccini-Partien wird sie uns unvergesslich bleiben.

—| IOCO Portrait |—

 

Kirsten Flagstad, Eine Hommage zum 50. Todestag, IOCO Portrait, 30.11.2012

November 30, 2012 by  
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Portrait    

Kirsten Flagstad – Eine Hommage zum 50. Todestag

Kirsten Flagstad Museum

Kirsten Flagstad © Kirsten Flagstad Museum, Hamar

Kirsten Flagstad © Kirsten Flagstad Museum, Hamar

Am 7. Dezember 1962 starb Kirsten Flagstad, die Wagner-Interpretin schlechthin und eine der größten Sopranistinnen des 20. Jahrhunderts, in Oslo.

Sie wurde 1895 in Hamar, einer Kleinstadt in Ostnorwegen, geboren. Die Eltern waren beide Musiker, der Vater Dirigent und Geiger, die Mutter Pianistin.

Kirsten Flagstad © Kirsten Flagstad Museum, Hamar

Kirsten Flagstad © Kirsten Flagstad Museum, Hamar

Sie studierte im heimatlichen Oslo und debütierte schon 1913 in der kleinen Rolle der Nuri, in D`AlbertsTiefland“. Nach weiteren Studien in Oslo und an der Königlichen Musikakademie im schwedischen Stockholm bekam sie eine Verpflichtung an das Mayol-Theater in Oslo als Soubrette, vorwiegend in Operetten.

Von 1928 – 1932 war sie an der Oper in Göteborg verpflichtet und machte Tourneen durch Frankreich. Nach einem kurzen Rückzug ins Privatleben bekam sie durch Fürsprache der norwegischen Sopranistin Ella Gulbranson, ein Engagement nach Bayreuth zu den Richard Wagner Festspielen.

Sie sang dort 1933 zwei kleine Rollen in “Die Walküre“ und “Götterdämmerung“. Schon 1934 verkörperte sie Gutrune und Sieglinde bei den dortigen Festspielen.

Ihren absoluten Durchbruch hatte sie mit der Rundfunkübertragung ihres Debüts an der Metropolitan Opera in New York 1935 als Sieglinde. Weitere Auftritte an der MET und in anderen amerikanischen Städten, wie San Francisco und Chicago, schlossen sich an. Sie galt fortan als die bedeutendste  Wagnersängerin ihrer Zeit. An der New Yorker MET war sie die Nachfolgerin von Frida Leider. Häufig trat sie auf als Partnerin der Tenöre Lauritz Melchior und Set Svanholm.

Aber sie war nicht nur in Wagnerpartien zu erleben, sondern auch als Beethovens Fidelio-Leonore und Glucks Alceste.

1936 sang sie ihre erste Isolde an der Royal Opera Covent Garden in London. Eine Rolle, die ihre Schicksalspartie wurde und die man noch immer mit ihrer Interpretation in Verbindung bringt.

Es hat wunderbare Nachfolgerinnen in dieser Rolle gegeben, wie Martha Mödl, die Varnay, Birgit Nilsson und andere, aber keine hatte diesen königlichen Habitus, die imposante Erscheinung, die bronzene Stimmfarbe, sowie die satte Tiefe. Die strahlende, jubelnde Höhe der frühen Jahre erfuhr allerdings später gelinde Einbußen.

Legendär ist die EMI-Einspielung unter Wilhelm Furtwängler von Wagners “Tristan und Isolde“, die im Juni 1952 in London aufgenommen wurde. Einige exponierte Töne, die Flagstad nicht mehr zur Verfügung standen, “lieh“ ihr Elisabeth Schwarzkopf. Eine geschickte Schnitttechnik machte es möglich. Diese Gesamtaufnahme ist auch heute noch, wie einige andere Aufnahmen von Flagstad, eine Referenzaufnahme.

1940 ging Kirsten Flagstad zurück nach Norwegen, wo sie bis zum Ende des Weltkrieges blieb.

Nach dem Krieg setzte sie ihre Laufbahn fort. 1948-50 sang sie ihr ganzes Repertoire am Londoner Opernhaus Covent Garden. Bei den Salzburger Festspielen 1949 und 1950 war sie die Leonore in BeethovensFidelio“ unter Furtwängler.

Ihren Bühnenabschied gab sie am 1. Oktober 1951 im Londoner Mermaid-Theatre als Dido in Henry Purcells Oper “Dido and Aeneas”. Im März 1952 wurde dieses Werk auch im Studio eingespielt. Im gleichen Jahr entstand die legendäre Aufnahme der Schlussszene der Brünnhilde aus Wagners “Götterdämmerung“ unter Furtwängler.

Die Uraufführung der ”Vier letzten Lieder”, dem Schwanengesang des greisen Komponisten Richard Strauss, sang Kirsten Flagstad unter der Leitung von Wilhelm Furtwängler im Mai 1950 in der Royal Albert Hall.

Sie gab noch viele Konzerte in aller Welt. So auch im Mai 1952 in Berlin, bei dem sie auch tief berührend einen Ausschnitt aus “Elektra“ von Strauss sang.

1955 zog sie sich ganz von den öffentlichen Auftritten zurück und übernahm 1958 die künstlerische Leitung der Norwegischen Nationaloper in Oslo, die sie bis 1960 leitete.

Beachtlich viele Tondokumente hat Kirsten Flagstad hinterlassen, die nach wie vor zu bekommen sind. Von den ersten Aufnahmen in den 1930er Jahren mit dem Philadelphia Orchestra unter Eugene Ormandy, über den kompletten “La Scala-Ring“ unter Furtwängler 1950, bis hin zu den späten Aufnahmen für die DECCA, Lieder von Sibelius, Grieg, Brahms, Mahler und Wagner.

Noch 1960, zwei Jahre vor ihrem Tod am 7. Dezember 1962, sang sie auf Wunsch von Georg Solti die Fricka im “Rheingold“ in dessen Aufnahme des kompletten Wagner-Rings mit den Wiener Philharmonikern.

Der Journalist und Autor Berndt W. Wesseling ließ in seinem Klappentext zu Flagstads Mahler-Album ihren langjährigen Partner Lauritz Melchior zu Worte kommen: “Mit ihr sinkt die bedeutendste Wunschmaid Richard Wagners in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ins Grab. Ihre Runen sind überdeutlich in die Weltesche eingeschnitzt und werden dort von ihrem Leben und von ihrem Ruhm künden, so lange die Menschheit an den Werken Wagners Gefallen und durch sie Erfüllung findet.“

IOCO / UGK  / 30.11.2012

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