Zürich, Opernhaus Zürich, Premiere La forza del destino, 27.05.2018

Mai 14, 2018 by  
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Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

 La forza del destino – Giuseppe Verdi

Premiere So, 27 Mai 2018

«Die Welt spielt verrückt. Was sind das bloss für Zeiten!» Dieser Satz aus Fra Melitones Munde, dem brummeligen Mönch aus La forza del destino (Die Macht des Schicksals), könnte programmatisch für Giuseppe Verdis 1861 uraufgeführte Oper stehen. Tatsächlich ist die Welt in diesem Musikdrama arg aus den Fugen. Verdi zeichnete mit seiner Oper ein schonungsloses Porträt einer von Kriegen geprägten, zerbrochenen Gesellschaft, in der Liebe, Zuneigung und Barmherzigkeit das Weltendunkel nur punktuell aufhellen. Die Hauptfiguren dieser Oper, die Liebenden Leonora und Don Alvaro sowie Leonoras Bruder Don Carlo, werden mitten in diese chaotische Welt hineingeworfen. Ein fataler Pistolenschuss, der Alvaro zum unglücklichen Mörder von Leonoras Vater macht, bewirkt, dass sich die Wege der Liebenden schicksalshaft trennen. Leonoras Bruder Carlo agiert in seiner verbohrten Rachsucht und seinem Hass zerstörerisch.

Mit La forza del destino schuf Verdi eine seiner kraftvollsten Partituren. Dass sie in den Händen von Fabio Luisi einen idealen Interpreten findet, dürfte nicht erst seit seiner aufregenden Interpretation von Verdis Requiem deutlich geworden sein. Die grossformatige Anlage des Stücks ist auch für Regisseur Andreas Homoki wie geschaffen. Die horrend schwierigen Gesangspartien sind exquisit besetzt: Als Leonora ist zum ersten Mal an unserem Hause die abchasisch-russische Sopranistin Hibla Gerzmava zu hören, den Alvaro singt Yonghoon Lee, und als Carlo ist der am Opernhaus bestens bekannte George Petean zu erleben.

Bei der Einführungsmatinee am Sonntag, 13. Mai um 11.15 Uhr im Bernhard Theater, ist unsere Dramaturgin Kathrin Brunner mit Regisseur Andreas Homoki sowie den Sängerinnen Hibla Gerzmava, J‘Nai Bridges und dem Bariton George Petean im Gespräch. Musikalische Ausschnitte geben erste Einblicke in die Produktion.
Partner Opernhaus Zürich

Musikalische Leitung Fabio Luisi Inszenierung Andreas Homoki, Bühnenbild Hartmut Meyer, Kostüme Mechthild Seipel, Lichtgestaltung Franck Evin, Choreographische Mitarbeit Kinsun Chan, Choreinstudierung Janko Kastelic Dramaturgie Kathrin Brunner

Donna Leonora : Hibla Gerzmava, Don Carlo di Vargas : George Petean, Don Alvaro :Marcelo Puente, Preziosilla : J’Nai Bridges, Il Marchese di Calatrava, Padre Guardiano : Christof Fischesser, Fra Melitone : Ruben Drole, Mastro Trabuco : Jamez McCorkle

Philharmonia Zürich, Chor der Oper Zürich, Chorzuzüger, Zusatzchor des Opernhauses Zürich

La forza del destino – weitere Vorstellungen  So, 27 Mai 2018, 19:00, Mi, 30 Mai 2018, 19:00, Sa, 2 Jun 2018, 19:00, Do, 7 Jun 2018, 20:00, So, 10 Jun 2018, 19:30

—| Pressemeldung Oper Zürich |—

Dortmund, Theater Dortmund, Letzte Vorstellung: RINALDO von Händel, 28.02.2016

Februar 25, 2016 by  
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Theater Dortmund

Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

 RINALDO von Georg Friedrich Händel

Libretto von Giacomo Rossi nach Torquato Tasso

Übernahme einer Inszenierung der Oper Zürich in Kooperation mit dem Theater Bonn

Letzte Vorstellung am 28. Februar 2016, 18:00 UHR

London / Grab Georg Friederich Haendel © IOCO

London / Grab Georg Friederich Haendel © IOCO

Händels erste Londoner Oper Rinaldo nährt sich aus dem reichen Schatz von Legenden über die Helden des Ersten Kreuzzugs, den Heerführer Gottfried von Bouillon und seinen Ritter Rinaldo, die der Ferrareser Dichter Torquato Tasso in Verse gefasst hat. Im Heiligen Land sehen sich die christlichen Kreuzfahrer nicht nur den Sarazenen gegenüber, sondern auch einer Schar von Wesen mit übernatürlichen Fähigkeiten. Die Gefährlichste unter ihnen ist die Zauberin Armida. Sie hat sich in Rinaldo verliebt und lässt deshalb dessen Freundin Almirena verschwinden. Dasselbe hat sie mit Rinaldo selbst vor. Doch ohne Rinaldo kann Gottfried die Schlacht gegen den Sarazenenführer Argante nicht gewinnen. Rinaldo aber ist blind vor Liebe: Was interessiert ihn der Sieg über die Heiden, wenn seine Geliebte nicht bei ihm ist? Appelle an die Vernunft fruchten nichts, und so begibt auch er sich in Armidas schöne, aber fatale Fänge.

Mit seiner Oper Rinaldo, einem Feuerwerk an verblüffenden Theatereffekten und einer Fundgrube unwiderstehlicher barocker Melodien, gewann Händel die Londoner so für seine Musik, dass sie ihn nicht mehr gehen ließen und der Hallenser zum größten englischen Komponisten seiner Zeit wurde. An Frische, Witz und Rasanz hat das Stück in den über 300 Jahren seit seiner Uraufführung nichts verloren.

Musikalische Leitung: Motonori Kobayashi, Inszenierung: Jens-Daniel Herzog
Bühne und Kostüme: Christian Schmidt, Choreografie: Ramses Sigl
Dramaturgie: Hans-Peter Frings, Georg Holzer, Regieassistenz: Fanny Collet
Bühnenbildassistenz: Leif-Erik Heine
Kostümassistenz: Dijana Zoradana Elfadivo

BESETZUNG:
Goffredo, Generalkapitän des christlichen Heeres: Katharina Peetz
Almirena, seine Tochter, Rinaldos Verlobte: Tamara Weimerich
Rinaldo, ein christlicher Ritter: Ileana Mateescu
Eustazio, Goffredos Bruder und Botschafter: Jakob Huppmann
Argante, König von Jerusalem, Geliebter Armadas: Gerardo Garciacano
Armida, Zauberin, Königin von Damaskus: Eleonore Marguerre
Ein christlicher Magier: Maria Hiefinger
Eine als Dame sich ausgebendes Geisterwesen: Brigitte Schirlinger
Erste Sirene: Keiko Matsumoto
Zweite Sirene: Susann Kalauka
Herold: Min Lee
Tänzerinnen und Tänzer: Adrian Catelló, Volker Wurth, Shaw Coleman, Marleen Jakob, David Laera, Birgit Mühlram, Andrew Pan, Shan-Li Peng, Simona Piroddi, Olaf Reinecke, Sandra Stuy
Mit den: Dortmunder Philharmonikern
Mit der: Statisterie des Theater Dortmund

—| Pressemeldung Theater Dortmund |—

Zürich, Opernhaus Zürich, Wiederaufnahme: ELEKTRA, 20.09.2015

September 17, 2015 by  
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Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Wiederaufnahme: ELEKTRA

Oper von Richard Strauss
Tragödie in einem Aufzug
Libretto von Hugo von Hofmannsthal nach seiner gleichnamigen Tragödie
nach der Tragödie von Sophokles

In deutscher Sprache
mit deutscher und englischer Übertitelung

Wiederaufnahme am 20 Sep 2015, 14:00

Die deutsche Sopranistin Evelyn Herlitzius wird zurzeit als «ideale Elektra» gefeiert. In der vergan­genen Spielzeit gab sie in Zürich eine umjubelte Färberin in Die Frau ohne Schatten. Jetzt kehrt sie in der Titelpartie von Richard Strauss’ Elektra an unser Haus zurück. Mit einem riesenhaften Orchesterapparat entfesselte Strauss in seiner 1909 uraufgeführten Oper Klänge, die man bis dahin so noch nicht gehört hatte. Deren expressionistische Wildheit hat bis heute nichts von ihrer Wirkung eingebüsst. Der archaische Stoff erschreckt und fasziniert gleichermassen: Eine junge, unendlich einsame Frau – Elektra – wird allein durch den Gedanken am Leben gehalten, den Mord an ihrem Vater Agamemnon zu rächen. Ist die Rache vollbracht und ihr Bruder Orest hat die Mutter Klytämnestra und deren Geliebten Aegisth umgebracht, tanzt Elektra einen ekstatischen Tanz, auf dessen Höhepunkt sie tot zusammenbricht. Hanna Schwarz singt in der hochgelobten Inszenierung von Martin Kusej die Klytämnestra, Emily Magee ist erneut als Chrysothemis zu erleben. Die musikalische Leitung hat der Strauss-Experte Lothar Koenigs, Musikdirektor der Welsh National Opera.

Musikalische Leitung Lothar Koenigs
Inszenierung Martin Kusej
Bühnenbild Rolf Glittenberg
Kostüme Heidi Hackl
Lichtgestaltung Jürgen Hoffmann
Choreinstudierung Ernst Raffelsberger
Dramaturgie Regula Rapp
Ronny Dietrich

BESETZUNG:
Klytämnestra: Waltraud Meier
Elektra: Evelyn Herlitzius
Chrysothemis: Emily Magee
Aegisth: Michael Laurenz
Orest: Michael Kraus
Der Pfleger des Orest: Reinhard Mayr
Die Aufseherin: Nadine Secunde
1. Magd: Kismara Pessatti (20 Sep), Liliana Nikiteanu (26 Sep; 4 Okt)
2. Magd: Julia Riley
3. Magd: Irène Friedli
4. Magd: Mélissa Petit
5. Magd: Ivana Rusko
Die Vertraute: Shelley Jackson
Die Schleppträgerin: Estelle Poscio
Ein junger Diener: Iain Milne
Ein alter Diener: Bastian Thomas Kohl

Philharmonia Zürich
Chor der Oper Zürich
Statistenverein am Opernhaus Zürich

Pressemeldung Opernhaus Zürich

Zürich, Opernhaus Zürich, Wiederaufnahme: FALSTAFF, 15.09.2015

September 11, 2015 by  
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Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Wiederaufnahme: FALSTAFF

Oper von Giuseppe Verdi
Commedia lirica in drei Akten
Libretto von Arrigo Boito nach dem Drama
«Sir John Falstaff and the Merry Wives of Windsor» sowie
Auszügen aus «King Henry IV» von William Shakespeare

In italienischer Sprache
mit deutscher und englischer Übertitelung

Wiederaufnahme am 15 Sep 2015, 19:00

«Ein Lebenswerk der Leidenschaft endigt mit einem Ausbruch von Heiterkeit» – so kommentierte Verdis Textdichter Arrigo Boito dessen Falstaff. Die grimmig-komische Geschichte um den heruntergekommenen und liebestollen Ritter Sir John Falstaff ist Verdis einzige Komödie und gleichzeitig das Werk, mit dem sich der Komponist 1893 von der Bühne verabschiedete. Basierend auf Shakespeares Lustigen Weibern von Windsor erzählt die Oper von dem dicken Ritter Falstaff, der seine Geldnöte durch Liebesabenteuer mit steinreichen Bürgersfrauen zu lindern versucht. Mrs. Alice Ford und Mrs. Meg Page, die empörten Empfängerinnen von Falstaffs Liebesbotschaften, verpassen dem Dickwanst nicht nur einen klug eingefädelten Denkzettel, sondern überlisten auch Fords Widerstand gegen die Hochzeit seiner Tochter Nannetta mit Fenton. Der brüskierte Titelheld reagiert am Ende mit weiser Überlegenheit: gelassene Heiterkeit ist die einzig angemessene Reaktion auf das verwirrte Treiben dieser Welt.

Kann man sich einen stimmmächtigeren und charakterstärkeren Bassbariton in der Partie des Falstaff vorstellen als den walisischen Weltstar Bryn Terfel? Nach seinem gloriosen Zürcher Auftritt als Holländer gibt er sich nun in unserer Falstaff-Wiederaufnahme die Ehre. Generalmusikdirektor Fabio Luisi nimmt sich am Dirigentenpult Verdis vor Humor und Ideenfülle sprü­hender Partitur an. Javier Camarena gibt den Fenton.

Musikalische Leitung Fabio Luisi
Inszenierung Sven-Eric Bechtolf
Bühnenbild Rolf Glittenberg
Kostüme Marianne Glittenberg
Lichtgestaltung Jürgen Hoffmann
Choreinstudierung Ernst Raffelsberger

BESETZUNG:
Mrs Alice Ford: Serena Farnocchia
Nannetta: Sen Guo
Mrs Quickly: Judit Kutasi
Mrs Meg Page: Judith Schmid
Sir John Falstaff: Bryn Terfel
Ford: Roman Burdenko
Fenton: Javier Camarena
Dr. Caius: Airam Hernandez
Bardolfo: Dmitry Ivanchey
Pistola: Dimitri Pkhaladze

Philharmonia Zürich
Statistenverein am Opernhaus Zürich
Chor der Oper Zürich

Weitere Vorstellungen:
18 Sep 2015, 19:30
20 Sep 2015, 20:00
24 Sep 2015, 19:30
27 Sep 2015, 14:00

Pressemeldung Opernhaus Zürich

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